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Rezensionen verfasst von
Bienia Rafael "Boolk"
(REAL NAME)   

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Mass Effect Trilogy
Mass Effect Trilogy
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 15,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Game great - This online only package is a nightmare, 17. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mass Effect Trilogy (Computerspiel)
You need internet access to play. Problems with importing saves. Origin installer switches automatically to the language where you live. Every part that we installed brought problems. No dlcs included.
+ At least me3 comes with the alternative endings dlc
The game itself is outstanding.


A Game of Thrones: A Song of Ice and Fire: Book One
A Game of Thrones: A Song of Ice and Fire: Book One
von George R. R. Martin
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,56

112 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eintauchen in eine fein gewobene Fantasy Geschichte, 21. April 2007
Wieso haben Fantasyschriftsteller diese langen Namen, mit diesen Abkürzungen zwischendrin? J.R.R. Tolkien, R.A. Salvatore ... George R.R. Martin.

Was zum Geier will der Boolk jetzt mit einem weiteren Fantasyautor hier? Sagen wir es mal so. George Raymond Richard Martin hat mir wieder das Gefühl gegeben, wie es damals vor 10-14 Jahren war ein Buch zu lesen, es in "no time" zu verschlingen. Man fühlt sich ziemlich jung - vor allem, wenn man parallel "King Lear" liest... in einem Tempo von 1 Akt pro Monat (höchstens). Da freut man sich, dass so ein Schinken von rund 600 Seiten in zwei Wochen verschlungen wird.

"The Song of Ice and Fire" ist ein monumentales Spätwerk eines Mannes, der es schafft auf Basis von verschiedensten Charakteren eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Das was mir sehr gefallen hat ist, wie er oft von einem Ereignis spricht aus der Sicht von unterschiedlichen Protagonisten - und Antagonisten. Martin treibt ein Spiel mit dem Leser, vor allem mit dem Sich ein Bild machen von Personen. Finstere, brutale Charaktere werden eingeführt, beschrieben von einem der "Guten", um Kapitel später um einige Details erweitert zu werden, die das Bild der Person gänzlich umwerfen. Das ist eine der größten Lustbarkeiten, die der Autor seinen Lesern bereitet. Ein wahres Fest von eindrucksvollen, gewinnenden und neuartigen Charakteren!

"A Game of Thrones" handelt von den Rivalitäten von Einzelpersonen und Königtümern auf dem Kontinent einer Fantasywelt, während eine sehr lange Winterperiode nach einem mehrjährigen Sommer erwartet wird. Die Familie Stark, die den Norden mit der titanischen Grenzmauer gegen die wilden Nordländer beherrscht, bildet den Mittelpunkt des ersten Buches. Während der Vater Lord Eddard Stark auf den Königshof berufen wird, um seinen alten Freund den König zu beraten, verfolgt der Leser das Leben der vielen Söhne und Töchter der Familie Stark, sowie deren Lady Catelyn. Magie und Übernatürliches wird in dem ersten Band nur zart angedeutet - und ist eine der großen Stärken des Buches. Schließlich erwartet die Leserschaft eine Welt voller Magie, insbesondere nachdem Lord Stark sich an die Drachenskelette erinnert, die in der Königshalle gehangen haben, und seine Tochter im Keller über die riesigen Köpfe stolpert. Die Einstellung der Menschen gegenüber Magie und Heldenmärchen ist ähnlich der unseren. Die Kinder werden ausgelacht, als sie von wiederkehrenden Toten und Träumen sprechen. Dennoch begleitet das Übernatürliche den Leser von den ersten Seiten mit, und taucht ab und zu auf, um die Personen und den Leser zu verstören, ängstigen, und ein Gefühl der brodelnden Gefahr zu hinterlassen, die gleich zu explodieren scheint - es aber bis zur letzten Seite nicht tut. Fantastisch!

Ebenso das Talent George R.R. Martins Stimmungen, Geschehnisse, Gefühle und Gedanken von unterschiedlichen Männern, Frauen und Kindern zu beschreiben, und uns mitfühlen zu lassen, um ein Kapitel weiter eben das Geschehen in einem anderen Licht zu präsentieren. Spannung garantieren die verteufelten Cliffhanger, und manch einer übersprang schon Kapitel, um weiter zu lesen - es bleibt spannend.

Ich habe das Buch empfohlen bekommen und bin dankbar dafür. Es ist auch schön ein zerlesenes Exemplar zu lesen - das verbindet. Im Herbst erscheint der fünfte Band der Saga, mal schauen, ob ich bis dann aufgeholt habe.

All den anderen sei gesagt, dass diese Reihe genau richtig ist für Fans der Fantasyliteratur, die mehrere Wochen und Monate in eine detaillierte und fein gewobene Geschichte eintauchen wollen, viele Momente unterschiedlichster Lesegenüsse erfahren wollen und auch einiges über Menschen lernen möchten.

Die Saga ist auch auf Deutsch erschienen. Der erste Band heißt:

Die Herren von Winterfell. Das Lied von Eis und Feuer 1
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 21, 2014 7:02 PM MEST


Faust vs. Mephisto
Faust vs. Mephisto
Wird angeboten von thomas-ruecker
Preis: EUR 19,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ohne höhepunkte, 26. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Faust vs. Mephisto (Audio CD)
Thomas D vs. Bela B – Faust vs. Mephisto

Sprecher: Thomas D (Die Fantastischen 4), Bela B (Die Ärzte)

31. August 2004

Label: Deutsche G (Universal)

Neben ihrer Vorliebe für abgekürzte Nachnamen, teilen sich Thomas D. und Bela B. wohl ein Interesse für deutsche Klassiker, denn zusammen nahmen sie Teile aus Goethes Faust auf und präsentierten eine gemeinsame CD mit dem Titel „Thomas D. vs. Bela B. - Faust vs. Mephisto“. Gute Idee, so scheint es – schließlich erwartet man von zwei Musikern, die aus so unterschiedlichen Bereichen kommen, einen Antagonismus im innersten Wesen. Aber befriedigt die stereotype Rollenbesetzung des Rockers als Teufel und des Rappers als suchenden Philosophen?

Die Zielgruppe ist auf jeden Fall klar. Fans der beiden Musiker können beherzt zugreifen, zumal Bela aus dem Geistergesang in Faustens Stube einen kurzweiligen Song improvisiert (der in keiner Sammlung fehlen darf - hüstel, soweit zur Sammelleidenschaft im Internetzeitalter), und man Thomas D.s Stimme nun klarer ohne musikalische Untermalung beim Rezitieren der Texte vernehmen kann – vielleicht zu klar, denn ein leichter Dialekt wird so einem deutlich. Dennoch muss man sagen, dass Thomas hier der bessere Vorträger ist als Bela, von dem man mittlerweile aber auch besseres gewohnt ist (vgl. Leopold von Sacher-Masoch - Venus im Pelz 2CD).

Aber zurück zum Lied. Man muss zugeben, dass die Idee recht witzig ist, und man bei den ersten Zeilen über den Einfall lachen muss – Mephisto singend und klampfend -, jedoch nach der zweiten Strophe schleichen sich gewisse Vorbehalte ein: auch für ein Punklied ist das ziemlich schlecht, und man hätte etwas mehr erwartet, das dem originellen Einfall würdig gewesen wäre.

Somit bleibt das Hörbuch bis zum Ende ohne richtigen Höhepunkt, und man fragt sich: habe ich Zeit vergeudet? Hätte ich statt dieser Interpretation lieber das Vorbild der beiden, nämlich Gustaf Gründgens mir angesehen? Nun ja. Wahrscheinlich. Jedoch sollte man bedenken, dass sie wegen der Besetzung gekauft wird. Dem Konsumzwang folgend greifen Fans der beiden zu und stillen zumal ihre Gier nach ihren Idolen.

- So etwas verdient staatliche Subvention! Mehr jedenfalls als die Beförderung irgendwelcher Pädagogen, die das verfehlen, wozu sie eingestellt wurden (oder auch nicht): den jungen Leuten schwierige Materie beizubringen, und das idealerweise verknüpft mit dem Lust- (oder Fan-) faktor. Wie gerne lese ich Goethes „Über allen Wipfeln ist ruh“, nachdem ich im Fernsehen im Goethejahr die Interpretation der Einstürzenden Neubauten dazu gesehen habe. So etwas wirkt bei Menschen, und je jünger, umso stärker. So kriegen sie Lust auf schwere Kost und befassen sich damit. Und was bewirkt das? Dass sie mit ihrem Kopf in anderen Bahnen arbeiten, statt …

Medienkompetenz war mein Stichwort bei meiner Rezension über Murnaus Faust. „erotic of arts“, wie meine Gymnasiallehrerin auf die Tafel geschrieben hat, ist mein heutiges Motto. Thomas D. und Bela B. waren Realschüler. Umso respektvoller ihr Versuch sich an Faust zu wagen und die Worte zu sprechen, die für die deutsche Kultur so wichtig sind. Sprechen und Publizieren ist nicht gleich Vorlesen. Dazu gehört etwas viel Verständnisarbeit, und wenigstens ein bißchen muss auch der größte Kritiker ihnen zusprechen. Und dass Musiker andere Leute anstecken den Faust kennen zu lernen, die damit nicht in Berührung kommen, gebührt wenigstens etwas Ehre, oder? Schließlich sind auch Gymnasiasten Fans von den Ärzten oder den Fanta 4, und es ist nicht immer sicher, dass diese den Faust lesen, oder hören.

Fazit: Zwei Musiker, unterschiedlich wie Nacht und Tag (?), popularisieren Goethes Faust als Hörbuch – und bleiben ohne Höhepunkte, aber hoffentlich mit pädagogischen Erfolg.

Weitere Rezensionen: [...]


Faust - Eine deutsche Volkssage [VHS]
Faust - Eine deutsche Volkssage [VHS]
VHS

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein deutsches Märchen, 24. Dezember 2006
Im letzten Jahrhundert fing es ja recht viel versprechend an mit dem deutschen Film, und manch einer mag sich die weltweite Größe des Expressionistischen Films zurückwünschen. Aber ganz so einfach ist das nicht, wenn die 20ger nun als eine Epoche der Filmklassik gelten und höchstens von einigen Studenten oder Flyerdesignern für Halloweenparties beachtet werden.

In der Morgenstunde des „gezeichneten“ Films wie „Sin City“ und in seiner Tradition schon stehenden „300“, der nächsten September in die Kinos kommen soll, frage ich mich, wann die Filmmode eine Renaissance erlebt und Meisterwerke, wie „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“, „Das Cabinett des Dr. Caligari“, „Der Golem, wie er in die Welt kam“ und „Faust“ von 1926 wieder hervorkramen werden, und Mittel des filmischen Expressionismus mit den neuen Möglichkeiten der Filmproduktion wieder hervorbringen werden. Aber möchte man dies? Braucht man ein „update“, eine Kreation im Zeitgeist des jungen 21ten Jahrhunderts, um das zu fühlen, was F.W. Murnau, Fritz Lang und Wegener mit ihren Werken erreichen wollten? Warum sollen wir es nicht riskieren, trotz dem Gelächter, das die überaus geschminkten Gesichter in unseren Mitmenschen erwecken, den Film ernst zu nehmen und genau hinzuschauen?

Der Filmische Expressionismus

Der Filmische Expressionismus wird für die erste Hälfte der 20ger Jahre datiert. Berlin mit der UFA und den großen Filmstudios ist dabei das Zentrum des Geschehens. Charakteristisch sind die grotesk verzerrten, schiefen Kulissen und die starke kontrastreiche Beleuchtung, welche durch gemalte Schatten nochmals verstärkt wurde. Dieser starke visuelle Eindruck wird ebenso bei den Schauspielern erreicht, durch übertriebene Gesten und eine ausdrucksstarke Mimik, sowie der bekannten Schminke: Lippen und Augen dunkel, Haut blass bis weiß. Der Einsatz von ersten special effects ermöglichte überzeugende und spektakuläre Szenen, auch für den Zuschauer von heute. Das Wissen um die beschränkten Mittel, die ein Mensch, der mit Computern aufgewachsen ist, hat, gibt den offensichtlichen Tricks ein Alibi und applaudiert und ist in großen Maßen erstaunt über Effekte, die nicht nach Effekten aussehen, sondern kunstvoll kaschiert sind und genauso echt wirken, wie das Schauspiel der Personen und die Kulissen. Diese meisterhafte Stufenlosigkeit zwischen Effekten und real gefilmten Dingen wird heutzutage in ihrer Glaubwürdigkeit schwer erreicht.

Ein Meister jedoch schafft es diese Ästhetik in unsere Zeit zu bringen, und ermöglicht auch demjenigen, der die Filme als fremdartig und lächerlich empfindet, einen guten Einstieg. Tim Burton. Mit der Verfremdung des Puppenhaften bei „Nightmare before Christmas“ kommt er dem Effekt des Films der 20ger Jahre sehr nahe. Dennoch ist ein schwarz weiß gedrehter Stummfilm eine glaubhaft unheimlichere Erfahrung.

Jannings – Der erste und einzige Deutsche mit einem Oskar

Es ist, keine Frage, eindrucksvoll, wie Emil Jannings in seiner Rolle als Mephisto glänzt. Ich möchte sagen, dass er der glaubwürdigste Teufel in der ganzen Filmgeschichte ist, neben Vigo Mortensen in „The Prophecy“. Von Anfang an ist seine Kostümierung perfekt. Ob als schwarzer Engel mit einem titanenhaften Körper und pechklebrig schwarzen Flügeln, als alter Gnom mit leuchtenden Augen, oder als frivoler Junker mit spitzem Hut, langer Feder und dem erigierten Degen. Faszinierend ist seine Mimik: düster, erschreckend satanisch, sarkastisch witzig. Noch nie habe ich einen solch glaubhaften Mephistopheles gesehen, noch nie einem Schauspieler diese Rolle so geglaubt in meinem echten Schauder. Mit Recht, so dachte ich, als ich las, dass Emil Jannings der erste Deutsche ist, der einen Oskar bekommen hat, und bis heute leider auch der einzige. Braucht Deutschland mehr Teufel, die glaubwürdiger sind, als alle „evil Germans“ der Nachkriegsfilme?

Experimentierwille und stringente Umsetzung

„Faust“ zeigt das Okkulte ostentativ vor, aber weder so plakativ wie Wegener, noch so unglaubhaft wie in modernen Filmen. Wenige Rezepte von Paracelsus und Agrippa wie im „Golem“, dafür mehr Effekt. Mephisto und Faust fliegen auf Umhängen, undefinierbaren behaarten Monstern durch die Welt, sie lassen Elefanten und orientalische Sklaven auftauchen, und vieles mehr. Ein Feuerwerk an großen Effekten und Taschenspielertricks, die alle lustvoll die teuflischen Kräfte auf die Leinwand bringen.

Doch dazu kommen die handwerklichen Tricks des Kameramanns (Carl Hoffmann) und Bühnenbauer (Robert Herlth, Walter Röhrig, Arno Richter) sowie der Beleuchtung. Wie schon erwähnt, finden sich auch hier die schiefen Kulissen wieder, insbesondere bei den Stadtbildern. Daneben dramatische Kameraperspektiven (bei der Rahmengeschichte um die Wette zwischen dem Erzengel und Mephisto) und auch beeindruckende Kamerafahrten (Gretchens Ruf aus dem Kerker).

Dagegen gibt es zwei markante Veränderungen in der Geschichte, die einem braven Schullehrer vielleicht aufstoßen könnten. Zum einen Gretchen, die versucht ihr Kind zu retten, das erfriert und fälschlicherweise von Söldnern als Kindsmörderin überführt wird. Zum anderen das Ende. Darüber aber etwas zu verraten würde diesen Bericht etwas vollständiger machen, aber wie man weiß: Brüche und Lücken garantieren die Freude am offenen Kunstwerk, und so soll sich der Leser den Film selber anschauen und seine eigenen Gedanken zu den Veränderungen in der Geschichte machen.

Faust – Ein deutsches Volksmärchen

Eine Wirkung hat der Film auch heute noch, und auch auf die im Computerzeitalter aufgewachsenen jungen Menschen. Der Film ist ein alter Schinken, wenn auch sehr gut erhalten, und das weiß der Zuschauer. Diese Distanz bewirkt aber ein Bewusstsein für die hohe handwerkliche Kunst Murnaus, mit der er diesen Film geschaffen hat, und die stellenweise deutlicher ist, als in allen rasanten und berauschenden Videoclips der heutigen Tage. Hier wird der Zuschauer berauscht und muss einen Moment innehalten, vielleicht den Film in Sequenzen sehen und ihn verdauen, den Eindruck nachspüren. Dadurch wird aber Medienkompetenz erworben, und der Blick bekommt ein neugieriges und erstauntes Leuchten, das Bestand hat. Und möglicherweise greift man dann doch zu den literarischen Vorlagen Goethes Faust, Marlowes „Dr Faustus“ oder dem Volksbuch.


Venus im Pelz
Venus im Pelz

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pikant, 22. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Venus im Pelz (Audio CD)
der nachteil des Hörens gegenüber dem Lesen ist es, dass das Ignorieren, also Überhören, schwerer ist als das Überlesen. Irgendwann ist jede Erwähnung von "Sklave" ein kleiner Stich. Doch als es unerträglich wird, erleichtert Wanda den Zuhörer und spricht das aus, was im Hörbuch steigend aufgebaut worden ist: "Du langweilst mich." - Da muss auch der Zuhörer schmunzeln, über diese Zielgenauigkeit und lobt nach der akkustischen Qual das fein komponierte Hörbuch.

zu der Sprecherin kann ich nur sagen, was ich über das Hören des Hörbuchs von ihr erfahren konnte. Also über ihre Maske auf ihr Talent und schließlich auf die Person rückschließen? Ich gehe bis zum Talent vor. Der Nachteil jeglicher CD oder DVD, die eine Wiedergabe darstellt, ist groß. Kaum erreicht man den Höhepunkt, der einen in den Strudel der Emotionen stürzt und nur erreicht werden kann bei einem Theater- oder Opernbesuch. Ist es, dass Hörbücher generell nicht die Qualität erreichen können? Ja. Aber Hörbücher sind keine Theaterbesuche, und das sollte der Zuhörer berücksichtigen. Intensives Hören wird erfordert, das vielleicht verständnishalber, genußvolles Hören bezeichnet werden soll. Die Filmschauspielerin Catherine Flemming schafft es auch dem ohr-ungebildeten Hörer die Nuancen nahe zu bringen, die die menschliche Stimme hervorbringt, indem sie ein leichtes Röten, eine Gänsehaut und ein pikantes Gefühl erweckt und ihn zum intensiveren Hinhören führt - mit der herrischen Hand einer Verführerin, die sie spricht. Und so ist der Zuhörer mitten in der Handlung.

nimmt man Bela das Unterwürfige ab? Teilweise nicht ganz recht. Man fragt sich die Motivation des Verlages den berühmtesten singenden Drummer der deutschen Geschichte für die Rolle des "masochistischen" Severin auszuwählen. Teilweise fehlt dem Schmachten in seiner Stimme die Glaubwürdigkeit, und auch die Sprecherqualität. Man mag sich streiten, ob dies am Künstler oder am Zuhörer liegt, bei dem sich das Bild des Rockers in den Kopf schiebt, wenn er vor seiner Herrin kniet. Dennoch muss man ganz groß den Mut loben, so eine Rolle zu übernehmen, die dem gesellschaftlichen Schubladen-Bild des Punkers entgegengeht. Ich kenne persönlich kaum mehr von den Ärzten, als das, was im Fernsehen kommt, und manchmal in einigen speziellen Diskos gespielt wird, aber als Toten Hosen Fan zolle ich hier großen Respekt vor Bela B., der nicht eine Stereotypenrolle übernimmt, wie etwa mein Held Campino als Mackie Messer.

Insgesamt kann man sagen, dass die doppelCD Zeit genau richtig ist, um Vergnügen an dem Klassiker zu finden, und Neugier auf das Buch zu machen. Sollen die Stimmen der beiden Künstler auch bei der Lektüre einen verfolgen - es wäre eine Bereicherung.

Fazit: empfehlenswertes Hörbuch

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