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NikeX

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Rowenta RO5265EA Bodenstaubsauger Compacteo Ergo
Rowenta RO5265EA Bodenstaubsauger Compacteo Ergo
Preis: EUR 86,99

2.0 von 5 Sternen Rowenta AGGRO, 2. März 2015
Wehe wenn der Staubsaugerbeutel gewechselt wird! Ich hab das Ding NICHT mehr zu bekommen.
Da ist eine graue Plastikappe, die sich leicht bewegen lässt - vor und zurück. Und ein zweiter Plastikhebel, in schwarz.
Beide sind bewegbar. Nur rastet der Deckel einfach nicht ein. Es bleibt ein konstanter Abstand von einem Zentimeter.
Anleitung, Kundenservice - dazu hat kein Kunde Lust & Zeit. Das Zeug hat zu funktionieren, ihr Produktdesigner!
Einen Tritt in die Schnauze, und auf den Müll damit!
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THE MAIN EXPERIMENT
THE MAIN EXPERIMENT
von Christopher Hodder-Williams
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Es leuchtet Indigo, 27. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: THE MAIN EXPERIMENT (Taschenbuch)
Was, wenn Ursache und Wirkung ihre Plätze tauschen? Quantenmechanisch, subatomar. Ausgelöst durch ein neues Teilchen, aus dem Atom. So klein, dass es fast schon virtuell, und damit alles sein kann. Higgs (ausgerechnet dieser Name! Aber das Buch ist aus den 60ern) stößt in England auf ein solches „Main Experiment“. Die Forscher sagen nicht die ganze Wahrheit, das erfährt er von der Tochter des leitenden Forschers der Anlage, Dr. Kepter. Denn das Experiment lässt sich nicht mehr beenden.
Das Besondere hierbei ist, und wir kennen die Problematik, dass Wir ein Atom nicht beobachten können, höchstens seine Wirkung. Würden wir es beobachten können, würde die Beobachtung allein schon das zu Beobachtende verändern / zerstören. Im Buch wird dies durch ein Beispiel veranschaulicht: Als ob das Betrachten der feindlichen Flotte, diese sinken lässt.
Das Hauptexperiment wird in einer kerntechnischen Forschungsanlage durchgeführt, und erzeugt einen künstlichen Regenbogen. Das Thema Farbe ist bestimmend. Indigo scheint alles zu leuchten, das mit den subatomaren Partikeln zusammen kommt. Eine Farbe, die nicht alle Menschen sehen können.
Die Anomalien häufen sich, eine Wetterfahne schmilzt, Higgs zweifelt an seiner eigenen Psyche, bzw. glaubt diese und die anderer durch die Teilchen beeinflusst. Die Kausalität ist aufgehoben, bzw. umgedreht. Wo wird das Experiment enden, leuchtet bald die gesamte Welt indigo?
Indigo wird Ogidni - so lauten die beiden Hauptkapitel des Buchs. Sinnbildlich für das eigentliche Thema.
Ein krasses Beispiel ist das des Geigerzählers: Normalerweise misst er Strahlung, hier jedoch erzeugt das Messen erst diese. Und darum liebe ich das Buch, und empfehle es jedem Science Fiction Leser. Nur das Ende lässt mich ratlos zurück.


Destiny
Destiny
Wird angeboten von Gamercube
Preis: EUR 40,99

4.0 von 5 Sternen Auf die One geswitcht, 19. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Destiny (Videospiel)
Und das ging problemlos: Beim Anmelden nach der Installation checkt das Spiel mein altes 360 Profil. Und so wars dann auch. Mir kommt das Game auf der XOne plastischer vor, v.a. Figuren und die Gleiter. Es kontaktiert aber immer noch "Destiny Servern" - das bedeutet Abbrüche mittendrin, egal ob schon 1 Std. vergangen, beim Strike, Raid, Deathmatch: Plötzlich Off. Den ersten DLC hab ich auch, für 20,- EUR gabs aber echt zu wenig. Story ist immer noch voller Löcher, nix wird erklärt, Musik unspektakulär, und im Grunde ist alles immer das Gleiche. Aber so sind ja die meisten Rennspiele auch. Wie Bungie das Ganze die nächsten 10 Jahre aufpumpen will dürfte klar sein: Ein paar DLCs dazugeschossen und gut ist. Die Grafik haut mich null um. Langzeitmotivation hat es, vor allem für Superneurotiker, die alles looten wollen. Das merke ich v.a. bei Coop Missionen: Die einen straight forward, die anderen grasen erstmal alles ab. Nochmal: Die Character und Saveübernahme von 360 auf ONE gibts hier, wie auch bei Minecraft. Und das ist toll. Würd mich nicht wundern, wenn HALO und DESTINY irgendwann zusammenfinden, Storymäßig.


Mark Manders. The Absence of Mark Manders
Mark Manders. The Absence of Mark Manders
von Stephan Berg
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Manders ist nicht da, aber Manders, 19. Dezember 2014
Objekt, Subjekt, Autismus, Neo-Surrealismus, und: Virtualität. Mark Manders’ Werk begegnete mir das erste Mal 2001 auf der Documenta XI. Dort gabs Auszüge aus seiner nicht enden wollenden Arbeit: Selbstportrait als Gebäude / Selfportrait as a Building. Steckt dahinter Narzissmus? Nein, so simpel ist das Werk nicht. Es ist eine Selbstentfremdung, die zur Selbstdarstellung, aber als Objekt (!), führt. Mir wurde seltsam, als ich die Halle mit seinen Objekten betrat. Eine fremde Alienkultur. Gebrauchsgegenstände, bloß in anderer Funktion. Ja, man musste sich bücken, unter den Klavierflügel ähnlichen Sarg schauen, aus purem Eisen, und erblickte darunter zusammengelegte, eingeklemmte Kleider von Mark Manders selbst. Der blinde Fleck der Individualität des Ichs? Bloße Kleider? Ja, es sind Objekte, die das Subjekt darstellen sollen, das Selbstprotrait. Ich male ein Bild von mir. Mit was? Mit Farben. Farben sind nur Objekte, auf dem Objekt Leinwand. Die Assoziation ist aufgrund der Prägung aber einfacher: Bild, gemalt, realistisch, stellt mich dar. Aber ein Selbstprotrait von mir, als Gebäude? Keine Assoziationen. Zwar gegenständlich, aber entfremdet. Was ist eine zweigeteilte, von einer Schnur umwundene, schwarze Katze? Sie ist ein totes Subjekt, wurde zum Objekt, was stellt sich sinnbildlich / übertragen dar? Welchen Teil meines selbst?

In meinem ersten, auf der DXI erstandenen Mark Manders Buch “Mark Manders Self-portrait in a surrounding area” der XXIV Bienal de Sao Paulo, steht im Kapitel “As if One could be a Building” von “Ruud Kaulingfreks (Doktor der Philosophie), dass für uns alles seinen Wert nur durch Interpretation erhielt. Im Laufe unserer Geschichte, wurde ein Wäscheständer aufgrund seiner Nutzbarkeit wertvoller auf der Wertleiter, als bspw. ein Stein. Genauso mit Tieren. Generell scheinen manche Subjekte wertvoller als Objekte zu sein. Das ist keine allgemeine Richtigkeit, sondern entstanden. Wir schauen technisch auf die Welt. was nützt uns, was weniger. Das ist unser Maßstab, unserer Hierachie – wir ganz oben. Ein Manifest für die Ewigkeit. Eine Person ist kein Gebäude. Kann also eigentlich keines sein. Ähnliches findet sich in den Werken von René Magritte, Samuel Beckett, Franz Kafka, oder Kobo Abe wieder – die Transformation von Subjekt / Objekt. Das Auflösen des scheinbar Absoluten.

Die Welt von Mark Manders ist also absurd, wie kann einer ein Gebäude, ein oder mehrere Objekte sein? Aber ist die Welt wirklich absurd? Das mag zu profan klingen. Manders zeigt uns Objekte kurz nach deren Erscheinen, als sie nur Form, aber keinen Zweck hatten, ohne unsere zivilisatorische Prägung. Manders Objekte sind, so scheint es, übliche, normale Dinge, werden magisch. Eine Tasse ist nur eine Tasse, heißt es im Kapitel, der Künstler bleibt Künstler. Aber sie nehmen eine “als ob” Haltung ein. Tiefe verlieren sie jedoch nicht. Wir brauchen diese Haltung, um Wahrheit zu ergründen. Fiktion ist keine Realität, aber ohne sie gibt es keine Realität, kein Vergleich. Ähnliches findet sich in “SOLARIS von Stanislaw Lem” und “Fake Fish – the Theater of Kobo Abe”.

Kapitel Zwei “Mark Manders and the (R)evolution of Things” deutet es schon in der Überschrift an: Die Interpretation, der Wert der Dinge ändert sich. Nhilismus ist der unwillkommenste Gast von allen, lt. Nietzsche. Aber da Gott tot ist, gibt es kein Endziel, keinen Sinn, keine absolute Deutung. Das macht das Selbstportrait als Gebäude möglich. Georg Büchner wird zitiert, mit den langweiligen, nach einander gesetzten Schritten, eins nach dem anderen, ohne Ziel, ohne Ende. Ebenso wie Samuel Beckett. Sind wir gute Nachbarn für die Dinge, oder sind wir zu weit entfernt, durch unsere Interpretation der Dinge. André Breton sagte, René Magritte gibt uns Nachhilfe in Dingen. Mark Manders gibt uns, lt. A.W.Prins (Universität Rottderdam) , Nachhilfe in Dingen, aber auch die Dinge selbst geben uns Nachhilfe in Mark Manders.

Wir sehen auf einer Seite eines der bemerkenswertesten Objekte: Ein Foto. Ein Rabe – lebend, eine Skulptur 1:1 von einem Raben, ein Draht. Alle zusammen, auf einem Fleck. Der Titel: Black Bird, Dead Bird, Current Thought. Nach Manders’ Sicht, bzw. der Sicht der Dinge, ist der tote Vogel die Vogelskulptur, obwohl sie nie lebte. Das ist wie eine Analogie zu Magrittes “Ceci n’est pas une pipe”. Viel umfassender ist “The Absence of Mark Manders” aus dem Hause “Hatje Cantz”. Seit 30 Jahren arbeitet Manders an seinen Skulpturen. Nicht nur das Ich als solches, alles, was es betrifft, wird dargestellt, die gesamte eigene Geschichte. Schwarze Ziegeln, eine tote Ratte mit Tesa an die Wand geklebt, eine einsame Schreibmaschine, Schornsteine – die Skultpuren strahlen eine ungewisse Bedrohung aus. Manders entwirft sogar Grundrisse für seine Gebäude, für sein Ich. Mit Mauern, Türen, Durchgängen. Er beschreibt Dinge wie Steine oder andere Objekte als ausserhalb der Zeit stehend. Wir können nicht mit ihnen in Kontakt treten, sie aber lieben, siehe Kapitel “Loving the Alien” – mit einem Verweis auf Stanislaw Lems “Solaris” – der Ozean, ist er Lebewesen, oder besitzt er keine Intelligenz? Existiert er in unserer Zeitdimension, oder können wir ihn nie einholen? Ist sein Verhalten reine Echopraxie, Mimik, oder bewusst, volitiv? Können wir ihn dennoch lieben? Ohne ihm jemals nahe zu kommen?

Das Selbstportrait ist ein imaginäres Werk, in einer realen Welt. Kobo Abe bezeichnet dies meiner Meinung nach als “schreienden Mülleimer” in “Fake Fish”. Ein Stuhl kann in Manders schon mal um 88% reduziert sein, nicht weil ein Bein fehlt, sondern weil er in einem Glaskasten steht. So auch in der DXI zu sehen. Sind die Gedanken über die Dinge da, oder erschaffen die Dinge die Gedanken, so fragt sich Manders öfters.

Es sind alle Werke abgebildet, in Fotos, die alles zeigen, aber das Wesentliche ist wie immer im Kopf. Und der Kopf, der ist ein Gebäude. Erzeugt ein Selbstprotrait. Aber von was?


Der Mann der zum Stock wurde. Stück in drei Teilen
Der Mann der zum Stock wurde. Stück in drei Teilen
von Kobo: Abe
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Transformation: Subjekt <> Objekt / Rolle, 19. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ausgabe des Literarischen Colloquium Berlin – 1993.

Diese beinhaltet drei Theaterstücke von Kobo Abe. Hier spielt Abe seine Asse aus: Objekt, Subjekt, Transformationen.

I. “Der Koffer”: Gleich zu Beginn gibts eine kurze Ode an die Mona Lisa, denn ihr Lächeln überdauere rostfrei jeden Kriegspanzer. Dann die Szene: In einem Zimmer sitzen sich lächelnd Frau und Freundin gegenüber. Das kann man sich gut vorstellen, und wirkt irgendwie unheimlich. So rätseln Frau und Freundin über den Inhalt eines Koffers – wobei das Objekt “Koffer” auf der Bühne durch ein Subjekt “Mann” dargestellt wird. Ähnlich zu Stanislaw Lems “Solaris” – wo das Subjekt “Ozean” nicht erwiesenermaßen ein Lebewesen, oder gar ein Subjekt ist, bzw. die Idee des Künstlers Mark Manders mit seinem “Selbstportrait als Gebäude” (Documenta XI / Kassel). Der Koffer gibt Geräusche von sich, die Damen rätseln weiter über seine Bestimmung und Inhalt.

Die Geräusche intensivieren sich, mal sind Börsenachrichten aus dem Inneren des Mannes / Koffers zu hören, mal Bohr- mal Insektengeräusche. Der Koffer stammt von ihrem Mann, die Frau traut sich nicht ihn zu öfnen, die Freundin will sie ermutigen, soweit so klassisch. Ich halte es da eher mit der Virtualität: Was denken die Frauen, wenn sie spekulieren, aufgrund von Mutmaßungen über die Signale. Doch hineinzuschauen trauen sie sich nicht zu. Ein Hauch von Quantenphysik. Die Diaologe verlaufen in Missverständnissen, Vorwürfen, z.B. wirft die Freundin der Frau vor, sie habe sich verändert.

Ich denke, man weiß nicht, was etwas ist, so lange man nicht zu seinem Inneren vordringen kann, und sei es von außen auch noch so erkenntlich; in diesem Fall ein Koffer. Die Frau beklagt sich darüber, dass sie mit diesem Ding zusammenleben müsse. Spätestens hier weiß ich nicht mehr, ob sie tatsächlich nicht ihren Mann meint. Sie vermuten sogar die Ahnen, Vorfahren des Ehemannes als Inhalt. Machen sich darüber lustig.Was vorher nur Börsennachrichten und andere Signale aus dem Mannkoffer waren, sind später konkrete Aussagen im Ich-Stil. Aber was nützt es, wenn Signale von der Frau nur als Geräusche aufgenommen werden. Der Mann spricht also, aber die Frau will hineinsehen, dabei ist das Sprechen doch Spiegel des Inneren. Im Theaterstil wird beschrieben, wie sich der Mann als Koffer zu verhalten hat, so dass man sich die Visualisierung auf der Bühne vorstellen kann, was einen unweigerlich fasziniert.

Am Schluss ist der Koffer zwar sprechend, aber dennoch nur ein Reisekoffer, da er sich als solcher betitelt. Die Frau will den Koffer der Freundin aufdrängen. Es ist aber, so wird am Ende klar, nicht nur das Schloss des Koffers, sondern ihr eigenes, das ihr (der Frau) im Wege steht. Das Schloss des Mannkoffers springt auf, man ist gespannt, doch die Frau verabschiedet gekränkt ihre Freundin, und schlägt den Koffer wieder zu. Sie bestellt Nudeln per Telefon, überbackene.

II. “Die Zeitklippe”: Beschrieben wird ein Monolog eines Boxers, sowie eine weitere Stimme, die zum Boxer spricht. Das Ganze findet während eines Boxkampfes statt, und ist für mich ein ganz aussergewöhnliches Beispiel für Virtualität. Die Gedankengänge und Sprache gehen 10 Seiten lang, aber die tatsächliche Zeit (daher auch der Titel “Zeitklippe”) ist erstaunlich kurz. Sie findet in zwei Etappen statt: Kurz vor dem Kampf, und kurz vor dem Knockout des Akteurs. Immer wieder die Fragen des Boxers, wie spät es sei, was er tun müsse, um es dem Gegner zu zeigen. Er verirrt sich in Beschreibungen, Überheblichkeiten. Hier ein Jab, da einen Upper, dort Body-blows. Kurz vor Ende werden sogar verbleibende Minuten und Sekunden angegeben. Halluzinationen nach dem Knockout, er versichert sich, er habe noch Zeit, der Ringrichter hat schließlich gerade mal bis Vier gezählt. Das veranschaulicht die Virtualität im Kopfe, innere und äußere Situation passen nicht mehr zusammen. Am Ende bleibt er liegen, fleht um Hilfe.

III. “Der Mann, der zum Stock wurde”: Ein Stock fällt zu Boden, dargestellt wie in “Der Koffer”, von einem Mann. Er ist der Vater eines Sohnes, der jetzt oben, auf dem Kaufhaus steht, und nach seinem jetzt transformierten (Kafka “Die Verwandlung) Vater ruft. Das ruft zwei Inspektoren der Unterwelt auf den Plan, die treffen aber auf Den Verrrückten und Die Verrückte, welche den Stock inzwischen zu sich genommen haben. Für die Inspektoren gehört das Sicherstellen und Dokumentieren von Menschen die zu Stöcken wurden, zum Dienst. Die Verrückten wollen den Stock zunächst nicht an die Beiden herausrücken, verkaufen ihn aber auf ein verlockendes Yenhaltiges Angebot. Der Stock indessen hört alles mit, spricht auch, wird aber von den anderen, wie auch vom Sohn nicht gehört. Dazwischen immer wieder eingespielter Verkehrslärm. Nach Erhalt rufen die Inspektoren das Zentralbüro an, geben die Quadranten durch, und beschließen, den Stock steckenzulassen.

Er ist schon schmutzig “oben” herum, wurde im Laufe seines vorherigen Lebens als Mann stark abgenutzt. Menschen sind nur Werkzeuge, wie dieser Stock, leben so ihr Leben, werden also zum Stock. Eine typische Allegorie von Kobo Abe. Auch Selbstzufriedenheit spielt eine wichtige Rolle, selbstzufrieden wie ein Stock. dann wirft der Inspektor die Frage auf, ob alles überhaupt wirklich wäre, oder nur ein Traum. Der Stock war auch schon vorher ein “Stock” (Mann), so das Resümee der beiden. Die Verrückten haben nicht den Stock verkauft, sondern sich selbst. Am Ende weist der Mann / Stock ins Publikum und beschreibt alle Zuschauer als Stöcke. Und obwohl alle Zuschauer ja Menschen sind, sind sie Stöcke, und der Mann ist nicht allein (vergl. “Der Koffer”).

Es genügt nicht, dies zu lesen, es zu beschreiben, das Abe Theaterstück hätte man sehen müssen. So lässt sich die verwirrende, entführende Wirkung über Wahrnehmungen, Identitätsverlust, Kritik, Transformationen nur erahnen. Abe schafft ausserdem die Brücken zwischen Überlegungen, die gleichzeitig absurd, aber doch nachvollziehbar sind.


Anatomy Courses
Anatomy Courses
von Blake Butler
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,42

5.0 von 5 Sternen Wie eine Amish Frau beim satanischen Gynäkologen, 17. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anatomy Courses (Taschenbuch)
Das Buch liest sich wie eine bizarre google translator chaos Version von Donald Barthelmes "Der Tote Vater". Es ist schwer zugänglich, aber gleichzeitig einfach zu lesen. Jemand erzählt Tagebuchartig über Vater und Mutter, und sich selbst. Alle Sätze starten oder enden bizarr und pervers - der Rest ist jeweils "Normal". So ergeben sich amüsante, teils wie sinnentleerte Kombinationen. Etwas muss ausgdrückt werden, in anderen Wörtern als sonst - so scheint es. Wie ein purer Protest, der soweit geht, dass die Botschaft kaputt geht. Das transportierende Satzungetüm hält nicht. Anatomy Courses erzählt etwas, das extremer sein will. Mitten drin: Abtreiben der Mutter, 4D Ego Dungeon, nicht replizierbare Räume, dann auf einmal ein "Gentleman" usw... Es ist ALLES drin. Und im nächsten Satz ist schon ALLES weg. Es tut gut zu lesen. Es ist pure Bizarro Poesie. Must Have.


Go to Work and Do Your Job. Care for Your Children. Pay Your Bills. Obey the Law. Buy Products
Go to Work and Do Your Job. Care for Your Children. Pay Your Bills. Obey the Law. Buy Products
von Noah Cicero
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,98

3.0 von 5 Sternen And write a bizarre book, 17. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mike bewirbt sich in der Haftanstalt NEOTAP. Einem totalitären Gefängnis. Alles wird überwacht. Fragen darf er nicht, soll es aber gleichzeitig. Überall Misstrauen und Widersprüche. DIe Menschen sind komplett entrechtet. Grundlage ist eine obskure Ideologie, die mit dem tatsächlichen Klima zu Beginn des Kalten Krieges zu tun hat. Zusammengefasst in den fünf Sätzen, auf dem Cover des Buchs. In NEOTAP verschwinden Menschen. Mike forscht nacht, gerät ins Visir der Überwacher. Konsumieren und Gehorchen ist alles, was erlaubt ist. Das Buch erzählt eine schon xmal erzählte Story. Die Handlung hat mich nicht beeindruckt. Nur das Ende ist knapp, brutal - und lustig. Bizarr ist hier nichts, kein Bizarro Fiction Must Have.


Panasonic TX-L47EW5 119 cm (47 Zoll) LED-Backlight-Fernseher (Full-HD, 150Hz bls, DVB-S/T/C, Smart TV) Piano-schwarz
Panasonic TX-L47EW5 119 cm (47 Zoll) LED-Backlight-Fernseher (Full-HD, 150Hz bls, DVB-S/T/C, Smart TV) Piano-schwarz

5.0 von 5 Sternen Seit zwei Jahren: Solide, Verlässlich, kein Schnickschnack, 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit zwei Jahren läuft dieser Fernseher, ohne ein einziges Problem. Diese Konsolen verlangen seine Aufmerksamkeit: PS3, seit kurzem XBox One, die XBox 360, eine Wii mit Component Kabel, eine Dreamcast über VGA (& Monitorkabel), die alte PSX, Mega Drive, 3DO, diverse Player, USB Sticks, Mini DV Kamera - alles KEIN Problem. Für alles gibt es Kabel, für alle Adapter, nie hat der Fernseher gemeckert. Die Umschaltzeit ist o.k. Die Bedienung übersichtlich. Internet interessiert mich nicht, dafür habe ich die Konsolen und meinen PC. Der TV ging immer an und aus. Er erkennt neue Sender, klick ich immer mit "X" weg, interessiert mich nicht. Aber er informiert mich. Die Grösse reicht mir völlig. Er steht stabil. Und das wird auch so bleiben.


Paris 2020.
Paris 2020.
von André Ruellan
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Barbarisches Paris, 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paris 2020. (Broschiert)
Paris: Ein in Dekadenz lebender Arzt, und seine dekadente Frau, sie ist Reporterin, leben nur von Oberflächlichkeit, Parties, und noch mehr Dekadenz. In dieser Welt sind die Kräfte neu verteilt wurden. Der Polizeitstaat bringt die "Kahlköpfe" um - eine ultra-christliche, alle oberflächliche Werte verachtende Mörderbande. Diese Kahlköpfe dringen dauernd in Paris ein, und bringen ihrerseits Bürger und Polizisten um. Dem Paar und der Pariser Bevölkerung. die doch mitten in diesem Wahnsinn leben, kommt dies wie eine Unterhaltungsshow vor, dank dem Hologrammfernsehen - überall, dauernd. Seine Frau hat einen Unfall, und ist klinisch tot. Er erhält sie in einem Koma quasi doch am Leben, und versucht irgendwie, sie wieder aufzuwecken. Er kommt in Kontakt mit der barbarischen Kahlkopfgruppe, flieht vor der Polizei, verachtet zunehmend die "Werte", und muss das Leben von sich, und das seiner toten Frau verteidigen. Das Buch erklärt auch historisch, wie es zu diesen Veränderungen in der Welt kommen konnte. Der Mann hat Träume, die zu ausufernd sind. Diese Monologe strapazierten meine Aufmerksamkeit. Was das Buch auszeichnet, sind die Härte, die Location, und die Wendungen.


Mountain Dew Voltage 24er (Dosen)
Mountain Dew Voltage 24er (Dosen)
Wird angeboten von USgoods
Preis: EUR 23,00

5.0 von 5 Sternen Besser als ALLES, 19. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt keinen Geschmack, der besser abgestimmt ist, als bei VOLTAGE.
Aber bitte EISKALT. In den USA habe ich das gekauft, und immer ins Hotel geschleppt. In Zwei Liter Flaschen.
Bei uns ja nicht möglich.
Der Geschmack ist Himbeere, aber nicht eindeutig. Koffein ist auch viel drin. Hätte ich nicht gebraucht.
Aber Achtung: Mehr Zucker als in Cola. Ca. 33 g pro Glas und Cola hat da 26 g.
Wenn sich Pepsi ENDLICH entschliessen könnte, ihre MtnDew Getränke mal hier auf den Markt zu werfen, wärs bei mir mit Cola & Co vorbei.
Lieferzeit von USgoods absolut o.k. Und der Preis ist total in Ordnung. Einzeln käms viel teurer.
Was manche bemängeln: Es befindet sich bromiertes Pflanzenöl im Getränk. Zur gleichmässigen Geschmacksverteilung.
Ich kenne Brom als Brandprophylaxe, ich glaube für Textilien. Also recht kurios.


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