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Rezensionen verfasst von
M. Weissinger (Essen)
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Das Gestell.
Das Gestell.
von Norbert Bolz
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

9 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dieses Buch wird in ihrem Leben nichts ändern - unkritische Technikhudelei, 19. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Gestell. (Broschiert)
Das man so etwas hinnehmen muss: Ein Philosoph, der die Abschaffung der Natur postuliert und nichts dabei findet. Der meint, Kinder würden die Natur gar nicht vermissen, weil sie sie nie kennen gelernt haben. Ein Philosoph, der meint, man könne und solle doch gar nicht versuchen, Widerstand zu leisten. Die Technik überrolle uns eben - so what?
Da meinte Platon noch, man könne die Welt nur durch die Idee des Guten erkennen. Davon verabschiedet sich Bolz: Verstehen reicht schon, bewerten nicht nötig und überflüssig. Immer schön die Bedienungsanleitung lesen, dann braucht man fast keine Philosophie mehr. Ob AKWs krank machen - egal, Hauptsache man weiß, wie sie funktionieren!
Und Technik begrenzen und einhegen - bringt laut Bolz nur neue Probleme, weil unser Land dann den "Anschluss verliert" im internationalen Wettbewerb. So sieht das kritische Bewusstsein des 21.Jahrhunderts aus, Valium für das Volk. Wenn der Norbert Bolz mal nicht in der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mitmacht. Passen würde es ja. Gehorche Volk - der Bolz hat gesprochen. Gut, es gibt eine philosophische Tradition, die die schne Tradition pflegte, den Herrschenden nach dem Munde zu reden. Auf die beruft sich der Großmufti dann auch: Nazi-Heidegger lässt grüßen. Das Nichts nichtet wieder. Also braucht man davon auch nichts lesen. Dieses Buch schon gar nicht. Lest lieber Camus: Der Mensch in der Revolte.


Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise
Wer bin ich - und wenn ja wie viele? Eine philosophische Reise
von Richard David Precht
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

570 von 702 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht kaufen - es gibt so viele bessere Alternativen!, 8. August 2008
Richard Precht ist nicht witzig. Er ist nur unheimlich selbstverliebt. "Alles ganz anders machen" und "endlich eine gute lockere Einführung schreiben", wo es doch "so viele trockene Einführungen gibt" haben tatsächlich in den letzten Jahren zig Autoren versucht, mit den immer gleichen Vorwörtern. Aber viele sind fachlich besser und vor allem philosophischer als Prechts "Tour de force". Er behauptet, er habe denken gelernt, vom angeblich "einizgen vernünftigen Kölner Philosophen". Schön dass er das so gut beurteilen kann. Aber Argumente findet man in seinen Texten nicht viele, es ist eher ein Salbadern und Name-dropping. Wer wirklich ein interessantes und leicht geschriebenes philosophisches Buch möchte (ansonsten gibt es ja noch die Rubrik "Lebenshilfe" mit "Philosophen" wie Dale Carneggie), der möge zum Beispiel Simon Blackburns "Denken" ausprobieren. Verständlich, argumentativ und spannend zugleich. Oder wer es spielerisch mag, Jens Soentgens "Selbst denken". Oder einfach Sofies Welt lesen. Precht schreibt wie der Journalist, der er ist: Halbwissend, aus anderen Büchern zusammengestückelt, aber mit aufgeplustertem Gefieder.
Kommentar Kommentare (35) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 9, 2014 2:50 PM MEST


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