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Rezensionen verfasst von
Kuschelbu "Daniela" (Lübeck)

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Die Ludwig-Verschwörung
Die Ludwig-Verschwörung
von Oliver Pötzsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Bester Krimi mit historischem Hintergrund, 2. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Ludwig-Verschwörung (Taschenbuch)
Seit diesem sehr gut geschriebenen Krimi bin ich König Ludwig II Fan geworden! Oliver Pötzsch versteht es einfach historische Fakten mit einer Kriminalgeschichte zu verbinden, so dass man am Ende noch einiges für seine Allgemeinbildung getan hat, ohne trockene historische Bücher wälzen zu müssen.

Der Antiquar Lukas Stevens versucht das Tagebuch von Marot, dem Assistenzarzt von König Ludwig II zu entschlüsseln, um hinter das Geheimnis des Todes von diesem zu kommen. Dabei verwendet Pötzsch zum großen Teil die wirklichen Fakten und entschließt sich schließlich für eine mögliche der vielen Varianten der Todesursache König Ludwigs. Doch nicht nur Lukas und seine Partnerin Sarah versuchen hinter das Geheimis zu kommen. Es gibt auch noch die Guglmänner, die Wittelsbacher und die Erben König Ludwigs...

Dieses Buch ist einfach ein Muss für jeden, der noch nicht viel über den Märchenkönig weiß. Danach wird einfach jeder von diesem eigenartigen Menschen, der Neuschwanstein, Linderhof und Schloss Chiemsee gebaut hat, fasziniert sein. Ich war so fasziniert, dass ich mir nach dem Buch sogar Schloss Neuschwanstein angeschaut habe und das obwohl mich Geschichte bisher nie so wirklich interessiert hat. Einfach ein tolles Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann.


Das Lied der roten Erde (Die Australien-Saga, Band 1)
Das Lied der roten Erde (Die Australien-Saga, Band 1)
von Inez Corbi
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas zäh zu lesen, 2. Mai 2011
In dem Buch "Das Lied der roten Erde" geht es vorallem um die Liebesgeschichte zwischen der jungen Irin Moira und dem Strafgefangenen Duncan, die beide im 18. Jahrhundert von Irland in die britische Kolonie Australien auswandern.

Das Problem an ihrer Liebe ist dabei allerdings nicht nur, dass Duncan Strafgefangener ist, sondern auch dass Moira gegen ihren Willen unglücklich mit dem alten Arzt McAlistair verheiratet ist.

Ich bin mir nicht sicher, ob mir dieser Roman so zäh beim Lesen erschienen ist, weil ich es normalerweise gewöhnt bin Krimis zu lesen und mir einfach die Spannung in diesem Buch gefehlt hat oder ob es auch anderen Lesern so ergeht. Von der ersten Begegnung zwischen Duncan und Moira bis zu ihrer ersten Liebesnacht ist noch nicht einmal das halbe Buch gelesen. Danach scheint es immer nur ein schicksalhaftes hin und her zwischen den beiden zu geben, dass sich bis fast auf die letzten Seiten zieht, bis sie endlich miteinander ihre Liebe öffentlich leben können. Damit verrate ich dem Leser auch nicht zu viel, denn dass die beiden am Ende zusammen ein Leben verbringen werden, ist irgendwie von Anfang an klar. Ein wenig Abwechslung bringen vielleicht die verschiedenen anderen Charaktere, wie zB der Arzt, der versucht ein Gastroskop zu konstruieren und mehr Gefallen an Duncan als an seiner Frau Moira findet. Aber letztendlich muss ich sagen, dass ich das Buch etwas enttäuschend fand und die Geschichte auf 450 Seiten einfach zu wenig Abwechslung brachte.

Richtig kitschig wurde es fast schon, als der weiße Buschmann sich dann als Duncans tot geglaubter Vater herausstellt. Also definitiv kein Buch für mich und ich denke, ich bleibe lieber weiterhin bei den Krimis, auch wenn ich Australien eigentlich als ein spannendes Land empfinde. Leider half dies in diesem Buch auch nicht, die Geschichte interessanter zu gestalten.


So unselig schön: Kommissar Dühnforts dritter Fall (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi, Band 3)
So unselig schön: Kommissar Dühnforts dritter Fall (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi, Band 3)
von Inge Löhnig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Dühnfort ermittelt wieder, 2. Mai 2011
In Inge Löhnigs 3. Fall hat es Kommissar Dühnfort mit einem Serienmörder zu tun, der sich als Opfer Frauen mit braunen, langen Haaren aussucht. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Mörder um einen Künstler handeln muss, der versucht seine Opfer nach einem Gedicht in Szene zu setzen und zu malen.

Mehrere Personen sind verdächtig, aber alle haben ein Alibi. Immer wieder kommt dem Leser ein Verdacht, doch sicher ist man sich bis zu den letzten Seiten nicht. Inge Löhnig versteht es, die Spannung aufrecht zu erhalten und die Gedanken des Lesers immer wieder in eine andere Richtung zu lenken.

Neben der Münchner Polizei, allen voran Kommissar Dühnfort und seine Kollegen Gina und Alois, gibt es aber auch noch Vicki Sänger. Ein 17 jähriges Mädchen, dass nach einer sehr bewegenden Kindheit und Jugend nun eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau macht. Während sie ihrem Hobby, der Fotografie, nachgeht, findet sie eine der Frauenleichen und fängt selbst an Nachforschungen zu betreiben und kommt dem Mörder immer näher...

Für mich war es das erste Buch von Inge Löhnig und es hat mir vorallem gefallen, da ich selbst in München wohne und viele Lokalitäten aus der Geschichte kenne. Außerdem fand ich die Thematik der Geschichte sehr interessant. Es geht um Kunst, vorallem das Stilleben, um Fotografie, Liebe und Freundschaft. Denn neben den Ermittlungen hat Dühnfort auch genug mit seinem Privatleben zu tun. Die Trennung von seiner Freundin Agnes, ein schwerer Bootsunfall und die Zuneigung zu seiner Kollegin Gina.


Schneewittchen muss sterben: Der vierte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 4)
Schneewittchen muss sterben: Der vierte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 4)
von Nele Neuhaus
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gelungen, 13. Januar 2011
"Schneewittchen muss sterben" war das erste Buch, das ich von Nele Neuhaus gelesen habe, da es sich um ein Weihnachtsgeschenk handelte. Obwohl ich es vom Titel her kannte und wusste, dass es in den Spiegel Bestsellerlisten einen hohen Rang erreicht hat, war ich vom Klappentext noch nicht sofort überzeugt.

Auf einem stillgelegten Flugplatz wird ein Skelett gefunden, wenig später wird eine Frau von einer Brücke gestoßen. Vor vielen Jahren verschwanden in Altenhain zwei Mädchen. Der verurteilte, mutmaßliche Täter kommt nach zehn Jahren wieder aus dem Gefängnis frei und erneut wird ein Mädchen in Altenhain vermisst... Alles klingt etwas verwirrend und kompliziert.

Doch kaum fängt man an zu lesen, ist man auch schon mitten in der Geschichte und die ist für ihre komplizierten Hintergründe, Intrigen und Machenschaften der Dorfbewohner von Altenhain dann doch sehr klar und strukturiert geschrieben.

Oliver von Bodenstein und seine Partnerin Pia vom K11 in Hofheim ermitteln wie auch schon bei den vorherigen Büchern von Neuhaus und decken Schritt für Schritt den Fall auf.

Die Kapitel sind klar strukturiert mit Datumsangaben und innerhalb der Kapitel werden Orts- und Personenwechsel klar durch Absätze und Sternchen voneinander getrennt. Dadurch verliert man nie den Überblick und lernt Seite für Seite die verschiedenen Personen und ihre Geschichte kennen. Da ist Tobias Sartorius, der nach zehn Jahren Gefängnis wieder zu seinem Vater nach Altenhain zurückkehrt. Die alten Freunde Nadja, Jörg und Michael, die Brüder Lars und Thies, der unter dem Aspergersyndrom leidet. Ihre Eltern - die Terlindens-, die durch ihr Unternehmen und ihr Kapital das Dorf wirtschaftlich und finanziell unterstützen. Der Kultusminister Georg Lauterbach und seine Ehefrau, die als Ärztin in Altenhain arbeitet...

Irgendwie haben alle etwas mit dem Verschwinden der Mädchen vor zehn Jahren zu tun und die neu nach Altenhain gezogene Amelie glaubt an Tobias Unschuld und möchte herausfinden was damals passiert ist. Doch dann verschwindet auch sie...

Je weiter man liest, desto mehr wird aufgedeckt, was damals wirklich passiert ist, doch desto komplizierter wird die ganze Geschichte auch. Nele Neuhaus versteht es allerdings gut, eine klare Linie im Buch zu halten. So bleibt die Spannung immer bestehen, ohne dass man vor lauter Überlegen und Zurückblättern als Leser auf der Strecke bleibt. Bald schon kennt man alle Dorfbewohner und lernt immer mehr über ihr wahres Leben und ihre persönlichen Interessen.

Ein wahnsinnig gutes Buch und den einen Punkt Abzug bekommt die Geschichte nur, weil es am Ende doch etwas zu verrückt und verwickelt wurde und ich das Gefühl hatte, das Ende hätte auch 100 Seiten früher mit etwas weniger Dramatik und Schicksal beendet werden können.


Rauhnacht: Kluftingers fünfter Fall
Rauhnacht: Kluftingers fünfter Fall
von Volker Klüpfel
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meiner Meinung nach bisher der beste Kluftinger, 9. Januar 2011
Nach vier bereits erschienenen Kluftinger Bänden ist mir dieser grantlige, Kässspatzn vernarrte Kommissar schon richtig ans Herz gewachsen.

Und nachdem ich nun in einer Woche gleich Band 3, 4 und 5 gelesen habe, bin ich richtig traurig, dass ich mich bis zum 6. Band noch etwas gedulden muss. Nachdem ich den 4. Kluftinger Fall etwas zu ernst fand, zeigt sich der Kommissar im 5. Band wieder so richtig von seiner spaßigen Seite.

Nachdem Kluftinger und Dr Langhammer im letzten Band ein Attentat bei den Altusrieder Festspielen abwenden konnten, werden sie und ihre Frauen aus Dankbarkeit von der Hotelbesitzerin Julia König auf ein Berghotel in den Allgäuer Bergen eingeladen, um dort Silvester als Teilnehmer in einem Live-Krimi zu feiern. Doch statt einem gespielten Mord kommt es tatsächlich zu einem Mord und Kommissar Kluftinger muss die Ermittlungen mit Hilfe von Dr Langhammer alleine durchführen, da das Hotel durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschlossen ist. Der Mörder befindet sich also unter den Gästen und wie sich schnell herausstellt gibt es nicht nur einen Verdächtigen mit einem Motiv.

Nicht nur die Geschichte verspricht also Spannung, sondern auch der Kommissar läuft mal wieder zur Hochform auf, wenn es darum geht, mit Dr Langhammer zusammen etwas machen zu müssen. Mehrmals musste ich mich beim Lesen dabei ertappen, laut vor mich hin zu lachen. Klüpfl und Kobr verstehen es einfach, neben Spannung für viel Witz und Humor zu sorgen. Meiner Meinung nach ist Kluftinger, der beste Kommissar in der deutschen Krimiwelt und ich freue mich schon sehr auf die Fortführung.


Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi
Winterkartoffelknödel: Ein Provinzkrimi
von Rita Falk
  Broschiert

46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Krimi zum Schmunzeln, 27. Dezember 2010
Herrlich dieser erfrischend lustige Krimi von Rita Falk. Mit 220 Seiten lässt sich diese Geschichte im Hand um Drehen an einem Tag lesen und danach ist man fast schon traurig, dass das Buch zu Ende ist. Ein Glück nur, dass auf der letzten Seite sich schon eine neue Geschichte anzubahnen scheint, die auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt.

Die Geschichte spielt in dem bayrischen Ort Niederkaltenbach, das es zwar vom Namen her nicht gibt, aber stellverstretend für alle bayrischen Dörfer steht. Dort ermittelt der Dorfgendarm Franz Eberhofer, der von München in die Provinz strafversetzt wurde. So wirklich zu ermitteln scheint es am Anfang nichts zu geben, doch alleine die Dorfcharaktere wie der Metzger Simmerl oder der Installateur Flötzinger, die in ihrer herrlich typischen bayrischen Art leben, lassen die Geschichte schon interessant werden. Als dann auch noch nach und nach die ganze Familie Neuhofer durch tragische Unfälle stirbt, hat der gute Franz genug zu tun. Denn neben seinem Beruf muss er sich auch noch um seine herzenslustige Familie mit der schwerhörigen Oma, dem invaliden Vater und dem schleimigen Bruder kümmern.

Ich musste öfters beim Lesen lachen durch die herrlich bayrische Erzählweise des Polizisten Franz und ich denke die Geschichte ist nicht nur was für bayrische Leser. Ich hoffe es gibt bald eine Fortsetzung und bis es soweit ist, kann man sich die Zeit gut mit dem Ausprobieren der Rezepte beschäftigen, die die Autorin noch im Anhang geschrieben hat. Denn all diese Gerichte werden im Buch von der Oma gekocht, so dass einem beim Lesen des öfteren mal das Wasser im Munde zusammenläuft.


Das Wesen: Psychothriller
Das Wesen: Psychothriller
von Arno Strobel
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Du musst das Wesen erkennen, 21. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Wesen: Psychothriller (Taschenbuch)
Das Wesen ist das erste Buch, dass ich von Arne Strobel gelesen habe und ich denke es wird nicht das letzte gewesen sein.

Durch die kurzen Kapitel und einem angenehm prägnant und auf das wesentlich gehaltenen Schreibstil, war die Geschichte sehr angenehm zu lesen und schon nach einigen Seiten befand sich der Leser mitten in der Geschichte:

Der Psychiater Lichner wurde 1994 für den Tod an der kleinen Juliane von den Polizisten Menkhoff und Seifert überführt und verhaftet. Nach 13 Jahren kommt er aus dem Gefängnis wieder heraus. Es verschwindet ein 2. Mädchen. Dabei soll es sich um Lichners 2 jährige Tochter handeln.

Zusammen mit den Polizisten Seifert und Menkhoff, die auch diesen Fall wieder bearbeiten, fiebert der Leser mit und wird zu Anfang noch nach jedem Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her geschoben, um parallel die neue und auch die alte Geschichte kennenzulernen. Nach der Hälfte des Buches ist die Vergangenheit dann erzählt und die Kapitel spielen alle in der Gegenwart.

Bis zum Ende der Geschichte ist unklar, ob Lichner der Schuldige ist und vorallem auch war. Denn fast alles spricht dafür, dass Lichner damals unschuldig verurteilt wurde. Auch wenn ich mir nach der Hälfte des Buches schon ein Urteil gebildet habe, wer der Held der Geschichte und wer der Schuldige ist, kam man ständig wieder zum Zweifeln und am Ende kommt alles ähnlich, aber doch anders als man denkt, wenn man das wahre Wesen dann erkannt hat...

Der Spannungsbogen wird dadurch immer aufrecht erhalten und Langeweile ist hier fehl am Platz. Ein gelungener spannender Thriller!


Meister der Wünsche: Roman
Meister der Wünsche: Roman
von Ali Sethi
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hatte mir mehr davon versprochen, 1. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Meister der Wünsche: Roman (Taschenbuch)
Eigentlich klang die Geschichte ja sehr vielversprechend. Eine Familiensaga aus dem fernen Pakistan, ein Land, das man selbst eigentlich nur durch die Nachrichten kennt und mit Krieg, Unruhen und Terrorismus verbindet.

Nachdem ich schon von "Drachenläufer" sehr fasziniert war und Ali Sethi von Khaled Hosseini hoch gelobt wird auf dem Buchcover, ging ich voller Spannung an diesen Roman heran.

Doch schon am Anfang tat ich mir schwer beim Lesen. Viele fremdklingende Namen, die man sich nicht leicht merken konnte brachten Schwierigkeiten beim Zuordnen der Personen. War man dann einigermaßen vertraut mit den Personen, gab es des öfteren Zeitsprünge. Geht es am Anfang vorallem um den jungen Pakistani Zaki als Student, kommt es später zu Sprüngen zurück zu seiner Kindheit, zum Leben seiner Oma und deren Schwester, dann wieder zum früheren Leben seiner Mutter und seines verstorbenen Vaters und hin und her.

Wenn man alle Geschichten zusammen verbindet ergibt sich prinzipiell die großartige Familiensage, die einem in der Inhaltsangabe versprochen wird. Aber es ist mühsam diese zu einem Großen und Ganzen zu verbinden und auch der Erzählstil ist manchmal etwas ermüdend, wenn die Geschichten und Erlebnisse aneinander gereiht werden und man das Gefühl hat nur der Autor selbst weiß, wie wichtig und emotional diese Geschichten sind.

Ein weiterer Aspekt, der mich persönlich beim Lesen gestört hat, waren die ständig eingeworfenen Begriffe aus der Landessprache, die man erst im hinteren Teil des Buches nachschlagen muss. Es wäre bequemer diese gleich als Vermerk auf der gleichen Seite erklärt zu bekommen. Außerdem verstehe ich es, wenn parteiliche, religiöse oder einfach traditionelle Begriffe in der Landessprache benutzt werden, die eine Erklärung benötigen. Einfache sprachliche Floskeln, wie "ok" oder "ja ja" finde ich aber einfach zu viel und belasten beim Lesen eher, als dass sie die Geschichte interessanter gestalten.


Böse Dinge geschehen: Kriminalroman
Böse Dinge geschehen: Kriminalroman
von Harry Dolan
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig gut geschriebener Krimi, 21. Oktober 2010
"Böse Dinge geschehen" ist eins der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Packend und gut geschrieben von der ersten bis zur letzten Seite. Eine Rezension ist schwierig zu schreiben, da man nicht zu viel verraten will. Aber bis zur letzten Seite hat der Leser zwar Vermutungen, aber am Ende kommt alles anders...

David Loogan arbeitet als Lektor bei einer Zeitschrift in Ann Arbor. Er freundet sich mit dem Chef der Zeitschrift - Tom Kristoll- an und dann nehmen die Dinge auch schon ihren Lauf. Mehrere Morde geschehen an Mitarbeitern aus der Redaktion. Wer ist der Mörder? Bzw ist jede Leiche überhaupt vom gleichen Mörder umgebracht worden? Wie stehen die Personen in Bezug zueinander und wer hat welches Motiv?

Nicht nur die Polizei um die Kommissarin Elizabet Waishkey ermitteln bei dieser Kriminalgeschichte, sondern auch David Loogan selbst. Doch auch über diesen geheimnisvollen Mann weiß man nicht viel und erst Stück für Stück werden die einzelnen Geheimnisse der Opfer, Mörder und Ermittler hervorgebracht. Verschiedene Theorien werden aufgestellt, doch immer wieder kommt es zu Ereignissen, die wieder für Rätsel und Umdenken sorgen.

Eine komplexe Geschichte, die aber durch immer wieder neue Erkläransätze seitens der verschiedenen Protagonisten aufgearbeitet und ins Gedächtnis zurückgerufen werden, so dass man ohne Probleme beim Lesen alle Personen kennenlernt und selbst versucht sie zu durchschauen.

Es macht einfach Spaß Harry Dolans Buch zu lesen und ich hoffe, er wird noch viele weitere Bücher schreiben.


Die fünfte Kirche: Ein Merrily-Watkins-Mystery
Die fünfte Kirche: Ein Merrily-Watkins-Mystery
von Phil Rickman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen am Anfang skeptisch, dann gepackt, am Ende etwas enttäuscht, 22. September 2010
Die fünfte Kirche war mein erstes Buch der Merrily Watkins Reihe von Phil Rickman. Eine Exorzistin als Hauptrolle eines Krimis klang interessant und daher wollte ich unbedingt einen Band lesen, um selbst herauszufinden, warum es um diese Buchreihe so einen Hype in England gibt.

Voller Skepsis bin ich also in die Welt des Heidentums und Christentums hinabgestiegen und habe mich tatsächlich von der Geschichte packen lassen.

Besonders gelungen fand ich vorallem den Aufbau des Buches. Das Hin und Her springen zwischen den Geschichten der unterschiedlichen Personen des Krimis, die sich am Ende zu einem logischen Ganzen zusammenfügen. Am Anfang hat der Leser noch keine Ahnung was ihn erwartet. Der klassische Mord am Anfang des Buches bleibt erstmal aus. Doch je weiter man liest, desto mehr ahnt man Verbindungen zwischen den Dorfbewohnern von Old Hindwell. Der Doktor, der Anwalt, der Pfarrer, und die Frau des Landrates haben jeder ihre eigene Geschichte - jeder seine eigene Leiche im Keller verborgen. Diese gilt es zu entdecken nicht nur von Merrily, ihrer Tochter Jane und dem herzlichen Gomer, sondern auch von dem Heidenpärchen Betty und Robin, die die verlassene Kirche von St Michael erworben haben und schnell merken, dass mehr hinter den Einheimischen verborgen zu sein scheint, als vorher geahnt.

Ich denke, dass Buch war durchaus gelungen, Langeweile beim Lesen kam keine auf und lediglich das Ende fand ich etwas schade, da sich einige Charakterrollen plötzlich nach all dem Durchlebten zum Christentum bekennen. Ich finde, jeder hätte seine Religion, von der er am Anfang überzeugt war, doch auch weiterleben können und nicht ein künstliches Happy End durch Bekehrung erschaffen werden müssen.

Mein letzter Merrily Watkins Roman wird es dennoch nicht bleiben...


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