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Kuschelbu "Daniela" (Lübeck)

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Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte
Sülze hilft gegen alles außer Heimweh: Wie mir mein Metzger die Welt erklärte
von Moritz Baumstieger
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Leichte Lektüre für zwischendurch, 25. August 2012
Das Buch verspricht eigentlich genau das, was es hält. Eine leichte humorvolle Lektüre über die komischen Eigenarten der Bayern. Der Leser erlebt die Stadt München aus der Sicht des Kölner Langzeitstudenten Moritz, der sich mit Hilfe des gemütlichen Metzgers Karl mit Minijobs durchschlagen muss, nachdem ihn seine neue Freundin Julia auf die Straße gesetzt hat. Jedem Leser muss klar sein, dass es sich bei diesem Buch - geschrieben von einem Journalisten- nicht um die anspruchsvollste Lektüre und hohe Literatur handelt. Ich selbst lese normalerweise fast nur Krimis und wenig humoristisch angeheiterte Romane, aber da ich selbst als Nichtbayer in München wohne, muss ich sagen, dass mich dieses Buch doch an nicht wenigen Stellen zum Lachen gebracht hat. Moritz trifft auf viele unterschiedliche, aber sehr liebenswerte Charaktere, die dem Buch Charme geben und das Lesen nicht langweilig werden lassen. Wer also eine locker leichte Lektüre für zwischendurch sucht, kein Bayernhasser ist und ein bisschen mehr über das Leben am Weißwurstäquator erfahren will, der liegt mit diesem Buch genau richtig.


Das Steinbett: Ein Fall für Ann Lindell. Roman
Das Steinbett: Ein Fall für Ann Lindell. Roman
von Kjell Eriksson
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Emotional, melancholisch, packend!, 6. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Steinbett ist der erste Band um Kommissarin Ann Lindell aus Uppsala. Dieser schwedische Krimi hebt sich von all den anderen Büchern vor allem durch seinen sehr persönlichen menschlichen Schreibstil ab. Ann Lindell muss den Mord an einer Mutter und ihrer Tochter aufklären. Doch es bleibt nicht nur bei diesen zwei Toten. Die Ermittlungen führen über einen Pharmakonzern, nach Spanien bis in die Dominikanische Republik. Aber nicht nur der berufliche Alltag nimmt Lindell sehr persönlich mit, sondern auch ihr privates Leben beschäftigt sie sehr und bringt sie an ihre Grenzen. Da ist ihre Liebe Edvard, der auf der Insel Grasö wohnt und so ganz anders ist als sie und ihr selbstbestimmtes Leben als Polizistin in der Stadt. Auch ihre Kollegen, allem voran ihr Chef Ottoson unterstützen sie tatkräftig bei den Ermittlungen und erst am Ende des Buches lichten sich die Schleier und eine Lösung ist in Sicht.
Dieser Krimi trifft genau meinen Geschmack, da die Handlung an sich sehr stimmig und realistisch ist. Der Schreibstil spannend und gefühlsbetont und die Charaktere sehr menschlich. Es wird sicher nicht mein letztes Buch über Ann Lindell gewesen sein, das ich lese.


Finnisches Requiem
Finnisches Requiem
von Taavi Soininvaara
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen man muss sich erst reinlesen, 4. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Finnisches Requiem (Gebundene Ausgabe)
Für mich war es nicht nur das erste Buch von Taavi Soininvaara und seinem Helden Arto Ratamo, sondern mein erster finnischer Krimi überhaupt. Da von Soininvaara bereits zwei Bücher verfilmt wurden, ging ich mit großen Erwartungen an dieses Buch heran.
Wer die Schwedenkrimis gewöhnt ist und vielleicht einen Krimi a la Stieg Larsson erwartet, der muss sich bei diesem Buch aber erst einmal umgewöhnen und auch der Spannungsfaktor kam zumindest bei mir erst auf den letzten 100 Seiten auf.
Im "Finnischen Requiem" geht es um die Morde an verschiedenen EU Kommissaren. Dabei spielt nicht nur die EU Aufnahme von Ungarn eine Rolle, sondern auch die italienische Mafia, das FBI, serbische Terroristen, sowie die finnische, dänische und ungarische Sicherheitspolizei. Auf nur 370 Seiten für meinen Geschmack etwas zu viele Gruppen.
Es werden viele Personen in diese Geschichte eingeführt, nicht nur mit langen komplizierten finnischen Namen, sondern auch ungarische und ukrainische, die nicht weniger kompliziert sind. Das Ganze macht es nicht leichter, wenn der Autor auch noch zwischen Vor- und Nachnamen hin und her wechselt. Da ist beim Lesen die volle Aufmerksamkeit geboten und es dauert lange bis man jede Person sofort wiedererkennt.
Auch die Geschichte an sich war für meinen Geschmack ein bisschen zu international verwoben. Der Leser kann sich kaum mit einer der vielen Personen identifizieren, es bleibt meiner Meinung nach sehr oberflächlich, der Schreibstil regelrecht kühl und kurzgehalten. Sollte dies ein Charakteristikum des finnischen Schreibstils sein, so bleibe ich für meinen Teil lieber den schwedischen Krimis treu.
Auch wenn zumindest die Hauptrollen in dieser Geschichte von individuellen Schicksalen begleitet werden, und dadurch die Motive für ihr Handeln mit der Zeit klarer werden, so fand ich das Buch für einen leichten, lockeren und spannenden Krimi für zwischendurch für zu harte Kost.


Tödlicher Mittsommer: Thomas Andreassons erster Fall
Tödlicher Mittsommer: Thomas Andreassons erster Fall
von Viveca Sten
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Schweden sind einfach die Krimimeister, 30. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Schweden scheinen es im Blut zu haben. Es gibt kaum einen Schwedenkrimi, der mich bisher enttäuscht hat und die Konkurrenz auf dem Büchermarkt ist riesig. So hat sich auch Viveca Sten direkt auf meine Lieblingsautorenliste schwedischer Krimis katapultiert.
Thomas Andreasson, Kommissar in Stockholm, muss sich in diesem ersten Band um einen Mord auf der Schäreninsel Sandhamn kümmern. Doch es bleibt nicht nur bei einem Mord. Während die Ermittlungen nur mäßigen Erfolg zeigen, kommen noch weitere Menschen ums Leben. Unterstützung bei seiner Arbeit erfährt Andreasson dabei von seiner Jugendfreundin Nora, die auf Sandhamn mit ihrer Familie Urlaub macht.
Das besondere an diesem Krimi ist auf der einen Seite die liebevolle Erzählung über die einzelnen Personen und die Natur und Umgebung der Schäreninsel Sandhamn, die die Autorin selbst wie ihre eigene Westentasche zu kennen scheint. So steht die Mordermittlung zwar im Mittelpunkt, doch erfährt man auch viel über die Probleme und Lebensgeschichten anderer Personen. Auf der anderen Seite fand ich die Ermittlungsarbeit aber auch sehr realistisch. Bis fast zum Ende des Buches ist nicht genau klar, wie sich die Ereignisse zugetragen haben und wie so oft im Leben spielen Glück und Schicksal bei der Aufdeckung auch eine Rolle.
Ein Krimi, der sich im Nu durchlesen lässt und Lust auf mehr Bücher von Viveca Sten um Kommissar Andreasson und die Schäreninsel Sandhamn macht.


Die Holzhammer-Methode: Ein Alpen-Krimi
Die Holzhammer-Methode: Ein Alpen-Krimi
von Fredrika Gers
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ok aber nicht überragend, 27. Mai 2012
Der Büchermarkt ist ja mittlerweile überfüllt von regionalen Krimis, speziell Alpen-Krimis. Fredrika Gers konnte dabei meines Erachtens allerdings nicht mit der Konkurrenz mithalten und ich kann mir nicht vorstellen, dass noch viele Holzhammer Krimis folgen werden.

Der Schreibstil ist zu einfach gehalten, die Charaktere zu klischeehaft, die Handlung zu oberflächlich. Mit seinen nur 270 Seiten liest sich der Krimi schnell, aber es kommt nicht wirklich Spannung auf und ab Seite 200 weiß man auch schon sicher wer der Mörder ist, viel Auswahl an Möglichkeiten gab es aber auch vorher nicht.

Man hat das Gefühl Gers will in ihrer Geschichte möglichst viele Fakten über die Berchtesgadener Landschaft und ihre Leute unterbringen. Dinge, die sie als Zugezogene wahrscheinlich selbst alle erst gehört und kennengelernt hat. Doch all diese Fakten werden einfach ohne hroßen Zusammenhang aufgeführt und die Personen werden so oberflächlich oder mit falschem Schwerpunkt auf den Inhalt vorgestellt. Der Roman an sich wird nie wirklich tiefgründig und ist daher eher enttäuschend.


Winterstarre: Ein Allgäu-Krimi (Ein Robert-Walcher-Krimi, Band 8)
Winterstarre: Ein Allgäu-Krimi (Ein Robert-Walcher-Krimi, Band 8)
von Joachim Rangnick
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1.0 von 5 Sternen Enttäuschung pur, 6. Mai 2012
Nachdem ich von Joachim Rangnick bereits "Bauernfänger" gelesen hatte und sehr begeistert war, freute ich mich auf den dritten Band rund um den Journalisten Walcher und einen spannenden Allgäuer Krimi.

Der Klappentext klang auch recht vielversprechend: in einer Hütte werden mehrere Leichen gefunden, die mit einem bisher unbekannten Virus infiziert wurden.

Womit ich in diesem Buch am wenigsten klar gekommen bin war der Schreibstil Rangnicks. Entweder war es mir in seinem zweiten Buch nicht aufgefallen, weil der Plott einfach packender war oder er hat sich erheblich verschlechtert. Meiner Meinung nach wurde zu viel erzählt, statt direkt erlebt. Die Handlungen wurden aneinenader gereiht und nicht aktiv durch den Protagonisten miterlebt.

Was mich außerdem gestört hat, war die Handlung. Im Nachwort behauptet der Autor zwar, dass seine Phantasien um Längen von der Realität geschlagen werden, aber als Leser konnte ich dem Autor die Geschichte einfach nicht abkaufen. Da gibt es Intrigen, die sich vom kleinen Allgäu über die ganze Welt entspannen und von der Polizei, über die Politik, den Forschern und den Industriellen alle involviert sind. Nur der Journalist Walcher und sein Freund der Hauptkommissar Brunner sind nicht beteiligt und decken die ganze Geschichte auf. Eine Tatsache, die auch nicht sehr realistisch erscheint, dass Polizei und Presse so eng miteinander arbeiten und Brunner jede Neuigkeit der Ermittlung an Walcher weiterträgt.

So hat mich dann am Ende einfach alles gestört an diesem Buch und ich musste mich so wie noch nie zuvor bei einem Buch zwingen es zu Ende zu lesen. Dies wollte ich aber unbedingt tun, in der Hoffnung, der Autor würde mich vielleicht doch noch überzeugen können. Vom Gefühl her, wurde es aber von Seite zu Seite schlimmer. Am Ende konnte ich es nicht mehr ertragen, wie der Journalist von allen Seiten gelobt wurde, wie gut er doch wäre. Als Leser hatte man eher das Gefühl, das Wissen wurde an Walcher nur so herangetragen, ohne dass dieser groß etwas dafür tun musste.

Für mich war dies definitiv das letzte Buch was ich von Rangnick gelesen haben werde. Es gibt einfach so viele gute und spannende Krimis auf dem Büchermarkt, dass ich es als Zeitverschwendung sehe weitere Bücher von ihm zu lesen.


Der Mann, der kein Mörder war: Ein Fall für Sebastian Bergman
Der Mann, der kein Mörder war: Ein Fall für Sebastian Bergman
von Michael Hjorth
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erfrischender Krimi für zwischendurch, 14. Januar 2012
Auf den Krimi "Der Mann, der kein Mörder war" wurde ich neugierig, da er nicht nur in den Bestsellerlisten vertreten war, sondern auch weil die schwedische Zeitung Kristianstadsbladet dieses Buch mit dem Satz «Das wahrscheinlich beste schwedische Krimidebüt seit Larsson.» kommentierte. Das musste ich natürlich gleich herausfinden und kaufte das Buch.

Beim Lesen fiehl mir dabei relativ schnell auf, dass die beiden Autoren Hjorth und Rosenfeldt bei weitem nicht an Larsson herankommen. Ein Vergleich der Autoren finde ich aber auch nicht unbedingt passend, da dieser Krimi durch anderen Punkte positiv hervorsticht. War ich anfangs noch etwas skeptisch beim Lesen, wurde ich dann doch zunehmend neugierig, wie die Geschichte nun weitergeht. Schon ab der Mitte des Buches nimmt die Polizei unterschiedliche mordverdächtige Personen fest. Jedes Mal erwartete ich, dass die Autoren nun eine simple Lösung des Falles anbieten und mich enttäuschen werden, doch so war es nicht. Bis zu den letzten Seiten wird es nicht klar, wer der Mann, der kein Mörder war, ist. Die Geschichte wird immer komplexer und immer mehr Personen spielen plötzlich eine Rolle. Dabei darf man allerdings nicht anfangen über Realismus nachzudenken. Ich denke, in mancher Hinsicht haben die Autoren bei dieser Geschichte etwas zu dick aufgetragen und der Fantasie zu viel Raum gegeben.

Interessant bleibt die Geschichte aber vorallem durch den Hauptcharakter des Psychologen Sebastian Bergman. Ein typischer Antiheld, wie es auch Kurt Wallander in den Mankel Krimireihen ist. Im Gegensatz zu Wallander ist Bergman aber so gar nicht zum gernhaben. Der Psychologe Bergman, der Frau und Kind verloren hat, ist eine Ikone in seinem Fachgebiet aber menschlich ein warer Unhold. Sexsüchtig, egoistisch und antisozial. Doch das macht die Geschichte einfach interessant und besonders.

Auch der Erzählstil ist einfach gehalten und das Buch erfrischend zu lesen. Man merkt, dass die Autoren bereits einige Regiebücher geschrieben haben und man sich so die Szenen bildlich sehr gut vorstellen kann. Alles in allem ein leichter Krimi für zwischendurch, der mich nicht enttäuscht, aber nun auch nicht wie Larsson besonders überrascht hat.


Dampfnudelblues: Ein Provinzkrimi
Dampfnudelblues: Ein Provinzkrimi
von Rita Falk
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wieder einmalig, aber der erste Band war besser!, 5. Januar 2012
Schon Rita Falks Krimidebut mit "Winterkartoffelknödel" habe ich an einem Tag geradezu verschlungen. Nicht anders ging es mir mit ihrem neuen Buch "Dampfnudelblues". Nach der langen Wartezeit bis zur Veröffentlichung war ich geradezu süchtig den Krimi zu lesen und mich in die urbayrische Welt des grantigen Franz Eberhofers zu vertiefen.

Was die Welt um die eigentliche Krimigeschichte angeht, hat mich Rita Falk auch diesmal keineswegs enttäuscht. Mit viel Witz und Charme erlebt der Leser wieder die typischen Dorfcharaktere, die man schon aus dem ersten Band kennt. Da gibt es die schwerhörige Oma von Franz, die so gut kochen kann, den gehassten Bruder, der nun die Uschi - oder auch Sushi genannt - als Tochter hat. Den Beatles hörenden Vater, den Freund Rudi, der beim Ermitteln hilft wo er nur kann, die Stammtische im Dorflokal oder auch die Beziehung zur Susi. Bei all diesen so typisch bayrischen Charakteren bleibt das Schmunzeln beim Lesen nicht aus und es kommt keine Langeweile beim Lesen auf.

Warum ich diesem Buch allerdings keine volle Punktzahl für die Bewertung geben kann, liegt an der etwas mauen Kriminalgeschichte. Auch wenn die eigentliche Mordgeschichte bei diesem Buch nicht die Hauptrolle spielt, fand ich die Idee und Auflösung des Mordfalls ein bisschen zu flach: der unbeliebte Lehrer in Niederkaltenkirchen findet sein Haus mit den Worten "Stirb Du Sau" beschmiert vor und stirbt ein paar Tage später. Verdächtige gibt es genug, findet man doch niemandem im Dorf, der den Lehrer mochte. Doch Franz Eberhofer schafft es auch diesmal mit viel Witz und Charme den Fall zu lösen. Ob die Idee und der Ausgang des Mordfalls dabei realistisch sind, spielt daher auch keine so große Rolle.

Wer also Bayern und seine kulinarischen Schmankerl mag, auf ländlichen Witz und Charme steht, sowie gern Krimiliteratur liest, der kann mit dem Kauf dieses Buches nichts falsch machen.


Bauernfänger (Ein Robert-Walcher-Krimi, Band 1)
Bauernfänger (Ein Robert-Walcher-Krimi, Band 1)
von Joachim Rangnick
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Am Ende leider etwas zu verrückt geworden, 7. August 2011
In Joachim Rangnicks "Bauernfänger" geht es um den Journalisten Walcher, der in einem kleinen, idyllischen Dorf im Allgäu wohnt. Während er seinem Hobby nachgeht und Häuser fotografiert, gerät er dabei mitten in eine heiße Geschichte, als er eine Leiche findet und einen Ordner voller Firmendokumente.
Bei einem Mord bleibt es in dieser Geschichte bei Weitem nicht und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Trotzdem finde ich, dass es Rangnick am Ende zu meinem eigenen Bedauern doch etwas zu bunt treibt mit seiner Company, einer Firma, der so gut wie alles in der Wirtschaft gehört.
Es ist nachvollziehbar, dass bei so einem großen Machtkonzern Mitarbeiter an die Macht wollen und auch dazu bereit sind, Morde zu begehen. Doch es bleibt nicht bei einem Mörder und auch nicht bei einem Mord. Intrigen, Lügen, kriminelle Machenschaften, aber auch die Liebe und der Tod machen das Buch sehr lesenswert. Auf den letzten Seiten aber, während die Geschichte immer mehr aufgeklärt wird, geht dem Autor doch etwas die Fantasie durch und es hätte auch mit ein bisschen weniger überraschenden Ereignissen gereicht, der Geschichte ein abschließendes Ende zu geben.
Ich will nicht zu viel verraten und es ist sicher keine Zeitverschwendung dieses Buch zu lesen, aber ein bisschen weniger ist manchmal doch besser. Wer das Buch gelesen hat, versteht vielleicht was ich meine. Ich hätte dem Buch gerne die volle Punktzahl in der Bewertung gegeben, aber die letzten Seiten waren einfach zu weit ausschweifend und phantastisch für meinen Geschmack. Schade.


Marina: Roman
Marina: Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wundervolles Buch, 7. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Marina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Carlos Ruiz Zafón hat mich auch mit seinem dritten Buch "Marina" vollkommen überzeugt! Schon nach den ersten Zeilen war ich in das Buch hineinvertieft und habe meine Umwelt um mich herum total abgeschaltet. Sowas passiert mir sonst nicht bei vielen Büchern, vorallem nicht, wenn es sich um keinen Krimi handelt.
Der Schreibstil von Zafón ist so unglaublich gefühlvoll, dass man an manchen Stellen fast Weinen mag. Er beschreibt die Gefühle um Liebe, Freundschaft und Hass auch diesmal wieder so treffend und die Beschreibungen sind so detailiert, dass man sich genau in die Atmosphäre hineinversetzen kann.
In diesem Roman geht es um die Freundschaft zwischen dem Internatjungen Óscar Drai und Marina. Die beiden verfolgen eine mysteriöse Dame, die jeden ersten Sonntag im Monat ein Grab besucht. Während die beiden immer tiefer in das Geheimnis eintauchen, lernen sie Angst, Trauer, Wut und den Tot immer näher kennen.
Wenn man Zafón liest, muss man sich auf Fantasie einlassen können. Aber selbst wenn man die Geschichte nicht nachvollziehen oder zu abstrakt finden mag, finde ich ,dass es dem Leseerlebnis trotzdem nichts entgegensetzen kann. Ich hoffe, Zafón wird noch viele so wundervolle Bücher wie "Marina" schreiben.


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