Profil für Gregor Nagler > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Gregor Nagler
Top-Rezensenten Rang: 288.789
Hilfreiche Bewertungen: 934

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Gregor Nagler
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-12
pixel
La Diva-Arias for Cuzzoni
La Diva-Arias for Cuzzoni
Preis: EUR 20,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Händel-Diva, 16. März 2009
Rezension bezieht sich auf: La Diva-Arias for Cuzzoni (Audio CD)
Brauchen wir noch ein Händel Recital? Im Falle von Simone Kermes und der Lautten-Compagney würde ich sagen: Auf jeden Fall! Nach dem hinreissenden Album von Joyce DiDonato liefert Kermes ein weiteres Beispiel für den hervorragenden z.T. hyper-virtuosen Barockgesang unserer Zeit.
Aber Kermes`Zugriff auf die mehr oder minder bekannten Arien (darunter zwei erstmals aufgenommene Alternativarien aus Rodelinda) erschöpft sich nicht auf die Vorführung einer herausragenden Technik. Sie singt die "Koloraturen" wirklich als Färbungen, beherrscht das "fast nicht Singen" fein ausgesponnener Piano-Töne (z.B. in Piangerò) auch in höchster Lage, Triller und Staccati (Amante stravagante). Sie kann aber die Stimme und die Verzierungen auch steif klingen lassen, wenn es der Text verlangt. Daneben ist das Timbre höchst charakteristsich. Einziger Kritikpunkt könnte die bisweilen sehr steife italienische Aussprache sein (z.B. Piangeerò). Aber ich denke, dahinter steckt das gestalterische Kalkül einer expressiven Betonung und Zuspitzung.
Insgesamt: Eine wirkliche Händel Diva, eine (stimmlich) kühn posierende Sängerin mit enormen Ausdruckspektrum und barocker Anmut und Eleganz der Stimmführung.


Ifigenia
Ifigenia
Preis: EUR 26,01

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindringlich, 9. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Ifigenia (Audio CD)
Martín y Soler war zur Zeit Mozarts ein äußerst viel beschäftigter Opernkomponist. Heute allerdings werden seine Werke kaum noch aufgeführt. Zu Unrecht, wie diese Gesamtaufnahme der opera seria Ifigenia in Aulide" beweist. Für den bekannten Opernstoff ließ sich Soler eine z.T. äußerst virtuose, dann wieder überraschend schlichte, auch streng gegliederte Musik einfallen.

Juan Bautista Otero und seine Musiker erweisen sich als kompetente Anwälte dieser Musik.

Betsabée Haas, Mariana Pardo und Céline Ricci bieten in ihren Rollen solide, bisweilen weit überducrhschnittliche Gesangleistungen. Olga Pitarch singt die Titelrolle mit konzentrierter, sehr zarter Stimme; sie stuft dynamisch ab, ihr Farbenspektrum ist allerdings reduzierter als mancher es für eine Ifigenie vorstellt. Herausragend ist für mich Leif Aruhn-Solén als Agamennone: Seine helle, gerade und konzentriert geführte Tenorstimme ist phantastisch beweglich, in der Höhe und der Tiefe kaum begrenzt: Ein Virtuose, der aber vor allem in der zweiten Arie durch bedachte Färbungen bzw. Tempi beeindruckt; vielleicht der schönste Teil dieser wirklich hervorragenden Einspielung.


Soprano
Soprano
Preis: EUR 15,08

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glänzend aber nicht immer geschliffen, 9. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Soprano (Audio CD)
Da ist sie nun, die neue Decca-Diva. In dem aufwändig blumig gestalteten Beiheft werden ihre optischen Qualitäten zelebriert - wie in Zeiten der Laufsteg-Diven nicht anders zu erwarten. Das Programm, dem sich Nicole Cabell widmet ist expansiv: Neben den wichtigen Arien, die für ihr Stimmfach geschrieben wurden, z.B. der Juliette von Gounod, der Musetta, der Magda, der Louise der Norina oder der Julia von Bellini singt sie auch Unbekannteres, z.B. von Menotti oder Tippett. In dieser sehr breit angelegten Repertoire-Auswahl liegt für mich ein Problem dieses Debüt-Albums. Denn Cabell setzt sich unweigerlich dem Druck der Vergleichbarkeit aus - man muss gar nicht an die großartige Tradition lyrisch-dramatischen Gesangs bei Decca - von Renata Tebaldi bis Mirella Freni, Montserrat Caballé oder Renée Fleming denken. Gerade Juliette, Teresa aus Benvenuto Cellini oder auch Musetta sind Rollen, die auch Anna Netrebko oder Angela Gheorghiu zwei aktuell mehr (Netrebko) oder weniger (Gheorghiu) populäre lyrische Sängerinnen im Repertoire haben. Damit hat sich Cabell keinen Gefallen getan, denn auf der Klangbühne hat der Opernkenner fast immer eine (für ihn) noch bessere oder engagiertere Interpretation im Ohr. Die Cd wurde vielleicht deshalb auch vorab sehr kritisch u.a. als langweilig" rezensiert,
Mit Netrebko und Gheorghiu ist Cabell durch ein eher dunkles, apartes und wieder erkennbares Stimmtimbre vergleichbar. Jedoch hat Nicole Cabells Stimme einen metallischeren, scheinbar robusteren Kern bei größerem Volumen. Die In der Höhe kann sie sehr brillant klingen. Die Stimme spricht mich sehr an, ist aber sicherlich sehr stark eine Sache des Geschmacks - v.a. wegen eines manchmal doch deutlichen Vibratos.
Nicht immer kann Cabell frei über diese Stimme verfügen: Offensichtlich braucht sie einen gewissen Druck um in der Höhe einzuschwingen, was an der manchmal harten oder angeglittenen Attacke und an nicht korrekt abgeschnittenen Tonenden (der Luftdruck ströhmt abrupt aus) deutlich wird. Ähnliche Probleme hatten z.B. Leontyne Price oder Renata Tebaldi allerdings in den späten Phasen ihrer Karrieren. Kurz und schnell anzuschlagende Töne, z.B. in Je veux vivre" oder in Quando me n`vò (auf das Wort morir) klingen dann hart. Möglich, dass die Eigenheiten durch das Mikrophon verstärkt werden. Dafür ist die Fähigkeit der Stimme, sich in weiten Bögen bis in die Höhe flutend zu entfalten beeidruckend. Sehr gut und flüssig gelingen ihr auch Koloraturen.
Das Album beginnt sehr stark mit einem üppigen, ströhmneden Quando me n`vò" - eine gute Werbung für Cabells Musetta an der Seite von Netrebko und Villazòn in München. In die weiteren Puccini-Arien, O mio babbino caro" und Chi bel sogno di Doretta" passt ihre Stimme nicht ganz so gut hinein: Sie wirkt vieleicht zu metallisch (Lauretta) und in der Höhe nicht ganz frei genug (Magda) für die beiden Charaktere. Dennoch ist hier die stimmliche Leistung überzeugend. Stimmlich hart wirkt sie auch als Norina, wobei der bewegte Teil gut gelingt und hier auch viel vom Schwung der Figur transportiert wird. Auch in den französichen Arien und Liedern gibt es authentischere Leistungen. In der zweiten Arie der Juliette ist die Expansionsfähigkeit bemerkenswert, die aber durch einen gewissen Druck erkauft ist. Zudem fehlt bei Berlioz oder in Les filles de Cadix etwas das subtile Spiel mit Farben, das eine herausragende Sängerin im französischen Fach - etwa Victoria de los Angeles - auzeichnet. Ansätze für eine Interpretation sind jedoch auch hier erkennbar.
Höhepunkt des Recitals sind für mich die Bellini-Arie, weil Cabell hier Zeit hat, die Stimme bedächtig und außergewöhnlich üppig einschwingen zu lassen, sowie die Tippett-Aie, "Summertime" und v.a. "What a curse for a woman ist a timid man" aus Menottis The old maid and the thief". Hier gelingt es ihr auch noch besser Geführlsregungen durch Modulieren von Tonfarbe und Lautstärke anzudeuten.
Cabells Mentor, Sir Andrew Davis unterstützt die Sängerin mit dem London Philharmonic Orchestra nach Kräften.
Ein in Teilen sehr gutes Debüt-Recital, das mich gespannt auf Cabells nächste Projekte macht - denn mit dieser Stimme sind ihre Interpretationen sicher noch ausbaufähig.


The Decca Recitals
The Decca Recitals
Wird angeboten von RevivalMedia
Preis: EUR 37,09

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feinsinnig und doch durchschlagskräftig, 6. April 2007
Rezension bezieht sich auf: The Decca Recitals (Audio CD)
Maria Chiara ist leider eine - sowohl im Gedächtnis des Publikums als auch im klingenden Archiv der Opernaufnahmen - unterrepräsentierte Sopranistin. Zu Unrecht, wie diese Cd-Box zeigt. Sie vereint mehrere Recitals, die Chiara für decca zu Beginn ihrer Karriere aufgenommen hat. Es handelt sich um Verdi-Arien (z.B. aus La forza del destino, Aida, Giovanna d`Arco..), Belcanto-Arien (z.B. aus Bellinis I Puritani und Donizettis Anna-Bolena) sowie v.a. Verismo-Arien, darunter sehr selten eingespielte Stücke. Allein dadurch ist die Cd für den Klassik-Sammler äußerst empfehlenswert.

Chiaras Stimme ist lyrisch, hell und strahlend. In der Höhe besitzt sie "metallo" - und dadurch genügend Durchschlagskraft für spinto-Rollen wie Leonora (Forza) und Aida. Chiara ist eine feinsinnige Sängerin - sie kann ihre Stimme im fil di voce fein ausspinnen - ähnlich wie z.B. Magda Olivero. Sie besitzt eine große Farbpalette, durch die sie die Regungen der portraitierten Figuren plausibel machen kann. Dabei trägt sie vokal äußerst bherrscht vor - ähnlich beherrscht wie z.B. eine Renata Tebaldi, als deren Nachfolgerin John Steane Maria Chiara bezeichnet hat. Obgleich sie die "Callas-Lektion" gelernt hat und auch Belcanto-Rollen mit der geforderten Beweglichkeit beherrst, man höre ihre Purutani-Arie, bleiben mir doch am meisten die Verismo-Arien wie Amor, celeste ebbrezza" aus Loreley, "Son pochi fiori" aus L`amico Fritz oder "Un di, era piccina" aus Iris im Gehör haften, v.a. weil sie diese Stücke von allen Übertreibungen befreit.

Eine wunderbare Sängerin, die mit diesem Album zu Recht geehrt wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 1, 2009 12:54 AM MEST


Schwanengesang
Schwanengesang

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Filigran, 6. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Schwanengesang (Audio CD)
Werner Güra und Christoph Berner legen mit dieser Schubert-Cd ein hörenswertes Lieder-Recital vor. Enthalten ist der Zyklus "Schwanengesang" sowie sechs Lieder auf Gedichte von Goethe.
Werner Güra beseitzt eine helle, lyrische Tenorstimme, die er äußerst filigran und konzentriert einsetzt. Er singt die Lieder weniger "psychologiesierend" (d.h. mit stark kontrastreichen Färbungen z.B. auf die vokale) sondern - wie es seiner Stimme gemäß ist, zurückgenommen und feinsinnig. Dadurch kommen klimaktische Teile, wie z.B. in "Der Doppelgänger", bei dem Güra die Stimme anschwellen läßt oder durch Konzentrierte Emission anspitzt, sehr deutlich zur Geltung. Nie jedoch überschreitet er seine stimmlich Mittel. Der Sänger artikuliert ausgesprochen deutlich - der Text ist immer vreständlich und Grundlage für Färbungen, dynamische Stufungen usw.. Herausheben möchte ich die "Taubenpost" die seine filigrane Gestaltung zeigt.

Christoph Berner begleitet den Sänger an einem Ehrbar-Flügel der einen leichteren Klang erzeugt. Sein Spiel kommt Güra sehr zu Gute.


Lux Feminae
Lux Feminae
Preis: EUR 21,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leuchtend, 6. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Lux Feminae (Audio CD)
Montserrat Figueras steht für eindringlichen Liedgesang, v. a. von Stücken aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Einen Zeitraum von 900-1600 decken auch die auf diesem sorgfältig präsentierten Album enthaltenen hauptsächlich spanische Lieder und geistlichen Gesänge, die um das Theama Weiblichkeit kreisen. Die Lieder haben bisweilen einen deutlich orientalischen Klangcharakter. Figueras besitzt eine klare, leuchtende Stimme, eine Idealbesetzung für die mal schlicht innigen, mal beschwingten, mal melancholischen Lieder. Bisweilen läßt sie ihre weiche Stimme aber auch härter und konzentrierter klingen, wenn es der Text erfordert. Ihre Textmodulierung ist deutlich und plastisch ausgeformt.

Einige der Stücke sind vom Nachhallen des (Kirchen)raumes, in dem aufgenommen wurde umgeben, was sich - für meine Begriffe - nicht störend auswirkt. Die Partner der Sängerin, u.a. Jordi Savall, musizieren ebenso eindringlich.


Ayre
Ayre
Preis: EUR 24,40

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eklektisch, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Ayre (Audio CD)
Mit zeitgenössischer Musik bin ich immer etwas vorsichtig, aber die Werke von Golijov sind melodisch und deshalb gut hörbar: Der Komponist ist ein Eklektiker, der sich unterschiedlicher Musiktraditionen bedient. In seiner Liedsammlung "Ayre" finden sich arabische, südamerikanische, europäische, afrikanische und jüdische Anklänge, die zu äußerst komplexen Kompositionen verwoben, teilweise auch gegeneinander gestellt sind. Es handelt sich nicht nur um Liedgesänge, teilweise überlagern Geräusche, auch synthetisch erzeugte, Gesang und Musik.

Die Sängerin Dawn Upshaw ist die ideale Interpretin der Stücke. Im Grunde besitzt sie eine klassisch gebildete hohe, klare Sopranistimme, die sie hier aber unorthodox einsetzt, z.B. schrill klingen lässt - also eigentlich Methoden, die aus der Volksliedtradition bzw. aus der Jazzmusik stammen.

Golijovs Liedzyklus wird ergänzt durch eine Sammlung mehrerer von Beiro z.T. vergleichsweise schlicht vertonter Volkslieder: Auch hier überzeugt Dawn Upshaw durch ihren äußerst lebendigen Vortagsstil.


The Singing Club
The Singing Club
Wird angeboten von ukbooks_de
Preis: EUR 25,07

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spielerisch, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: The Singing Club (Audio CD)
Eine hinreißende Cd mit englischen Chorstücken, die z.T. stark lautmalerischen Charakter haben, so etwa der Kanon über den britischen Renaissancearchitekten Inigo Jones. Das Hilliard Ensemble verleiht diesen kleinen Stücken ausgesucht feine, eher hell getönte Stimmen. Die Sänger waren hörbar mit Freude am Singen und agieren spielerisch.

Da kann ich mich meinem Vorrezensenten nur anschließen: Wer Chorgesang und lautmalerische Stücke liebt, wird auch diese Cd schätzen.


COATES, E.: Songs
COATES, E.: Songs
Preis: EUR 21,71

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebendig durchleuchtet, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: COATES, E.: Songs (Audio CD)
Richard Edgar-Wilson hat diese Cd den Liedern von Eric Coates gewidmet. Beim ersten hören fand ich Edgar-Wilsons Stimme etwas gewöhnungsbedürftig: Eine helle, im forte sehr konzentrierte und deshalb durchdringende Stimme, im piano von leichter, sanfter Emission.

Der Sänger ist jedoch ein sehr eloquenter Gestalter der Lieder, ein wirklicher "Erzähler": Es ist jedes Wort zu verstehen, der Text sehr plastisch, die Stimme involviert durch Färbungen, Lautstärke und Timing.

An dem netten Liedchen "Betty and Johnny" wird das lebendige Singen Wilsons besonders deutlich: Wenn der ungestüme Johnny spricht, läßt der Sänger die Stimme anschwellen, spricht die hübsche Betty, wird seine Stimme sanft.

Ein hervorragender Liedsänger, der diese reichen Leider sehr lebendig vorträgt. Ähnlich lebendig im Spiel: Eugene Asti am Klavier.


Melodies Russes
Melodies Russes
Wird angeboten von TOMMY's STORE
Preis: EUR 25,21

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief melancholisch, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Melodies Russes (Audio CD)
Eine wunderbare Produktion von zwei sensiblen Künstlerinnen.
Zu hören sind russische Lieder von Rachmaninov, Tschaikovski, Glazunov, Taniev, Glière und Gretchaninov. Es handelt sich um meist langsame Stücke, die von der Mezzo-Sopranistin Ekaterina Semetchuk tief melancholisch vorgetragen werden. Semetschuck setzt ihre Stimme höchst kunstvoll ein: Sie schattiert überaus kontrastreich, von klagenden tiefen Klängen bis zu einer sicheren Höhe. Der Text ist plastisch geformt und die Stimmfarben - soweit ich das beurteilen kann - auf den Inhalt, zumindest aber auf die Grunstimmung der einzelnen Lieder bezogen. Es ist vielleicht kein Repertoire für jedermanns Geschmack. Jedoch offenbart sich hier eine herausragende Liedsängerin in einem ihr gemäßen Repertoire. Man vergleiche Semetchuk z.B. mit Anna Netrebko, die auf ihrem russischen Album u.a. auch Lieder von Rachmaninov singt und höre den Unterschied im Zugriff der beiden Künstletinnen: Wo Netrebko distanziert wirkt, wie eine Undine, übersetzt Semetchuk Schmerz in Klangfarben und plastisch geformten Text.
Der jungen Mezzosopranistin zur Seite steht eine wichtige Figur der russischen Musikszene: Larissa Gergieva ist eine sensible Klavierbegleiterin, die die melancholischen Töne der Sängerin noch unterstreicht.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-12