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Utimaus "Utimaus" (München)

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Impf-Frei: Homöopathische Prophylaxe & Behandlung von Infektionskrankheiten. Ein Ratgeber für Therapeuten und Laien von Birch. Kate (2011) Gebundene Ausgabe
Impf-Frei: Homöopathische Prophylaxe & Behandlung von Infektionskrankheiten. Ein Ratgeber für Therapeuten und Laien von Birch. Kate (2011) Gebundene Ausgabe
von Birch. Kate
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Buch, das zeigt, dass Homöopathie nicht harmlos ist, 26. Dezember 2014
"Ein praktischer Ratgeber für die homöopathische Behandlung und Vorbeugung von Infektionskrankheiten. " heißt es in der Buchbeschreibung.

Es drängt sich natürlich schon die Frage auf, warum eine Beschreibung der homöopathischen Therapie all dieser (in keiner Weise auf die leichte Schulter zu nehmenden) Erkrankungen überhaupt notwendig ist - wäre die homöopathische Prophylaxe ausreichend wirksam.

Von diesem Gedanken ausgehend drängt sich weiter die Frage auf, warum ich der Autorin die Beschreibung der Therapie glauben soll, wenn sie mich bei der Prophylaxe darüber im Dunkeln lässt, dass sowohl DZVHÄ als auch Hersteller von Homöopathika explizit darauf hinweisen, dass ein Ersetzen einer echten Impfung durch Homöopathie nicht möglich ist.

Warum soll ich der Autorin die Beschreibung der Grundprinzipien der Homöopathie glauben, wenn ihr selbst nicht auffällt, dass eine homöopathische Prophylaxe eben diesen Grundprinzipien widerspricht?

In § 32 Organon heißt es klipp und klar: "Jede wahre Arznei wirkt nämlich zu jeder Zeit, unter allen Umständen auf jeden lebenden Menschen und erregt in ihm die ihr eigenthümlichen Symptome ..."

Ein Gesunder, der Homöopathika zu sich nimmt, muss also Symptome entwickeln. Diejenigen Symptome, die das eingenommene Mittel laut homöopathischer Vorstellung zu heilen vermag.
Gibt die Homöopathie dieses Grundprinzip auf, führt sie sich selbst ad absurdum: Auf diesem Prinzip basiert die homöopathische Arzneimittelprüfung - die wiederum Grundlage der Arzneimittelbilder und damit jeder einzelnen Mittelwahl ist.

Deshalb: ENTWEDER kann man die Homöopathie prophylaktisch anwenden ODER man kann am Gesunden Arzneimittelprüfungen durchführen.

Beides zu behaupten ist wieder einmal einer der vielen inneren Widersprüche dieses vollkommen überschätzen und deshalb schon lange nicht mehr harmlosen Placebos.

Schlimm genug, dass Homöopathen Eltern mit ihren unhaltbaren Behauptungen verunsichern. Noch schlimmer jedoch, dass sie die Leser, die laut Buchbeschreibung ""doch umfassend informiert"" werden sollen auch noch in falscher Sicherheit wiegen. Tatsächlich sind Homöopathika KEIN Impfersatz. Wie gesagt, darauf weist sogar der Hersteller der Arzneien, DHU, extra auffällig auf seiner Webseite hin. (Link auf die Homepage der DHU hänge ich als Kommentar an.)

In roter Schrift steht hier der Disclaimer: "Ein direkter Ersatz einer Impfung durch homöopathische Arzneimittel ist nicht möglich!"

Man sollte doch meinen, dass sich der Hersteller das Geschäft nicht selbst vermiesen würde, wenn am "homöopathischen Impfen" was dran wäre. Zumal die DHU ja keine Hemmungen hat, ihre Mittel ohne Disclaimer zur Therapie der Erkrankungen zu vertreiben - obwohl die Homöopathie auch hier nach wie vor jedweden Wirksamkeitsnachweis über Placebo hinaus schuldig geblieben ist.

Wie realitätsfremd und gefährlich die Behauptungen der Autorin eigentlich sind, sollte eigentlich jedem sofort auffallen, wenn man lesen muss, man könne Tollwut homöopathisch "behandeln". Tollwut ist eine zu 100% tödlich verlaufende Krankheit, wenn sie erst einmal ausgebrochen ist.

Ganz unabhängig von der Impfentscheidung: Eltern vorzugaukeln, es gäbe einen einfachen, nebenwirkungsfreien Ersatz, der in Wahrheit aber keiner ist, ist fahrlässig. Eltern müssen wenigstens wissen, dass sie ihre Kinder einem Infektionsrisiko aussetzen, wenn sie sie nicht impfen und sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2015 3:11 PM CET


Tangle Teezer Original Lila/Pink
Tangle Teezer Original Lila/Pink
Preis: EUR 11,72

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kommt drauf an, was man gewohnt ist und was man erwartet, 21. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Tangle Teezer Original Lila/Pink (Badartikel)
In der Werbung werden Wunder versprochen. Wie halt immer.
Wunder bekommt man nicht, wie jedem klar sein sollte, der ein wenig realistische Erwartungen mitbringt.

Aber was leistet der TT wirklich? Auch im Vergleich zu anderen Bürsten.

Außer dem TT besitze ich einen handgeschliffenen wirklich grobzinkigen Kamm, eine grobe Bürste mit geschliffenen Holzborsten und eine Naturhaarbürste aus Wildschweinborsten. Und Haare, die etwa bis zum BH-Verschluss reichen mit einer leichten Naturwelle. Besonders im Winter verknoten die Haare im Nacken stark, wenn sie an Jackenkragen und Rollkragenpullovern reiben.

Was ich gesucht habe war also eine Bürste, die die Knoten sanfter löst als Kamm und Holzbürste mit starren Zinken, so dass weniger dabei ausgerissen werden. Gleichzeitig aber eine, die sie zuverlässiger löst als die weichen Wildschweinborsten.

Ganz ohne Ziepen? Nein. Kann gar nicht sein
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In gewisser Weise leistet der TT das auch, dass es ohne schmerzhaftes Ziepen gehen würde, ohne vorsichtiges Nachbürsten oder Unterstützung durch Entwirren mit den Fingern, ist aber nur in der Werbung so.

Eigentlich ist das logisch. Die Physik erzwingt es leider so. Ja, die lästige Physik bestimmt leider auch, was beim Haarebürsten passiert: Wenn ich mit der Bürste an eine verknotete Stelle im Haar komme, dann übe ich durch den Schwung meiner Hand eine Kraft auf den Knoten aus. Diese Kraft wirkt auf alle 3 beteiligten Komponenten: Den Knoten selbst, die Borsten meiner Bürste und die beteiligten Haarwurzeln. Und nichts, keine Bürste der Welt kann verhindern, dass diese Kraft auf alle 3 Komponenten wirkt. Es wird - mit egal welcher Bürste - immer die schwächste der 3 Komponenten nachgeben: Ist der Knoten nicht besonders fest, dann löst sich der Knoten. Das ist das Ereignis auf das man hofft - und mit glatten, gut gleitenden Borsten wahrscheinlicher machen möchte. Das ist hier auch gar nicht schlecht gelungen. Trotzdem habe ich immer die Kraftwirkung auf Borsten und Haarwurzeln. Die Haarwurzeln müssen also nach wie vor einen gewissen Zug aushalten. Und genau das ist das Ziepen. Das mag etwas weniger sein, wenn die Bürste gut rutscht, verschwinden kann es gar nicht. Ohne Zug kann man keine Knoten lösen.
Und bei zu festen Knoten geben die Borsten nach. Und der Knoten bleibt. Mindestens den Zug, bis sich die Borsten umbiegen wird man also spüren, wenn einmal feste Knoten im Haar sind. Zwangsweise.

Wie sieht er aus und wie fühlt er sich an?
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Zunächst ganz ehrlich: Das Ding schaut billig aus. Plastik halt. Ich habe ihn in Barbie-Rosa, weil die anderen Farben gerade vergriffen waren. Stilvoll ist anders. Ist mir aber egal.
Ähnlich billig klingt auch das Bürsten: Es ist das gleiche Geräusch wie mit einer billigen Plastikbürste aus dem Ramschfach der Drogerie. Etwas zu profan um das hingebungsvolle Bürsten der Mähne zu einem feierlichen Moment zu machen. Mag manche Frau stören, mir ist es ziemlich egal.

Die Borsten haben keine Grate, sind aus biegsamen Silikon. So billig wie das ganze Ding auch ausschaut, der Bürstenteil sieht gut verarbeitet aus, weil aus einem Stück gegossen.

Der TT im Vergleich zu meinen anderen Bürsten und dem Kamm
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Im Vergleich zu meinem Kamm und meiner Holzbürste ziept der TT deutlich weniger und ich reiße mir auch weniger Haare damit aus. Jedenfalls wenn ich langsam arbeite. Wenn ich es eilig habe.... naja, sollte man bei langen Haaren ja auch nicht. Hier hilft eindeutig, dass die Borsten biegsam sind. Besonders starre Knoten lösen sich nicht. Ich arbeite sie dann vorsichtig mit den Fingern aus. Es hilft auch, nicht gleich die ganze Länge zu bürsten, sondern erst die Spitzen, dann die untere Hälfte, dann alles.

Im Vergleich zur Wildschweinbürste kann er doch mehr Knoten lösen als die sehr weichen Wildschweinborsten. Dafür fällt die haarreinigende Wirkung der Naturborste weg. Er kann also nicht die gleiche pflegende Wirkung auf die Haare entfalten, lässt sich aber auch leichter reinigen und sauber halten.

Mein Fazit
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Mit Sicherheit etwas viel Hype, trotzdem eine brauchbare Bürste. Wer bisher nur mit Kamm oder einer Bürste mit starren Borsten (Holz, Hartplastik oder Draht) arbeitet, wird eine deutliche Verbesserung beim Ziepen wahrnehmen und weniger Haare aus- oder abreißen. An die Pflegewirkung einer Wildschweinborste kommt er nicht ran, kann eine solche also nicht ersetzen, sondern höchstens anstelle eines Kammes zum Entwirren ergänzen. Genauso benutze ich ihn jetzt. Und bin insofern auch zufrieden.


Impf-Frei: Homöopathische Prophylaxe & Behandlung von Infektionskrankheiten
Impf-Frei: Homöopathische Prophylaxe & Behandlung von Infektionskrankheiten
von Kate Birch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,00

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Buch, das zeigt, dass Homöopathie nicht harmlos ist., 25. November 2014
"Ein praktischer Ratgeber für die homöopathische Behandlung und Vorbeugung von Infektionskrankheiten. " heißt es in der Buchbeschreibung.

Es drängt sich natürlich schon die Frage auf, warum eine Beschreibung der homöopathischen Therapie all dieser (in keiner Weise auf die leichte Schulter zu nehmenden) Erkrankungen überhaupt notwendig ist - wäre die homöopathische Prophylaxe ausreichend wirksam.

Von diesem Gedanken ausgehend drängt sich weiter die Frage auf, warum ich der Autorin die Beschreibung der Therapie glauben soll, wenn sie mich bei der Prophylaxe darüber im Dunkeln lässt, dass sowohl DZVHÄ als auch Hersteller von Homöopathika explizit darauf hinweisen, dass ein Ersetzen einer echten Impfung durch Homöopathie nicht möglich ist.

Warum soll ich der Autorin die Beschreibung der Grundprinzipien der Homöopathie glauben, wenn ihr selbst nicht auffällt, dass eine homöopathische Prophylaxe eben diesen Grundprinzipien widerspricht?

In § 32 Organon heißt es klipp und klar: "Jede wahre Arznei wirkt nämlich zu jeder Zeit, unter allen Umständen auf jeden lebenden Menschen und erregt in ihm die ihr eigenthümlichen Symptome ..."

Ein Gesunder, der Homöopathika zu sich nimmt, muss also Symptome entwickeln. Diejenigen Symptome, die das eingenommene Mittel laut homöopathischer Vorstellung zu heilen vermag.
Gibt die Homöopathie dieses Grundprinzip auf, führt sie sich selbst ad absurdum: Auf diesem Prinzip basiert die homöopathische Arzneimittelprüfung - die wiederum Grundlage der Arzneimittelbilder und damit jeder einzelnen Mittelwahl ist.

Deshalb: ENTWEDER kann man die Homöopathie prophylaktisch anwenden ODER man kann am Gesunden Arzneimittelprüfungen durchführen.

Beides zu behaupten ist wieder einmal einer der vielen inneren Widersprüche dieses vollkommen überschätzen und deshalb schon lange nicht mehr harmlosen Placebos.

Schlimm genug, dass Homöopathen Eltern mit ihren unhaltbaren Behauptungen verunsichern. Noch schlimmer jedoch, dass sie die Leser, die laut Buchbeschreibung ""doch umfassend informiert"" werden sollen auch noch in falscher Sicherheit wiegen. Tatsächlich sind Homöopathika KEIN Impfersatz. Wie gesagt, darauf weist sogar der Hersteller der Arzneien, DHU, extra auffällig auf seiner Webseite hin. (Link auf die Homepage der DHU hänge ich als Kommentar an.)

In roter Schrift steht hier der Disclaimer: "Ein direkter Ersatz einer Impfung durch homöopathische Arzneimittel ist nicht möglich!"

Man sollte doch meinen, dass sich der Hersteller das Geschäft nicht selbst vermiesen würde, wenn am "homöopathischen Impfen" was dran wäre. Zumal die DHU ja keine Hemmungen hat, ihre Mittel ohne Disclaimer zur Therapie der Erkrankungen zu vertreiben - obwohl die Homöopathie auch hier nach wie vor jedweden Wirksamkeitsnachweis über Placebo hinaus schuldig geblieben ist.

Wie realitätsfremd und gefährlich die Behauptungen der Autorin eigentlich sind, sollte eigentlich jedem sofort auffallen, wenn man in der Buchbeschreibung lesen muss, man könne Tollwut homöopathisch "behandeln". Tollwut ist eine zu 100% tödlich verlaufende Krankheit, wenn sie erst einmal ausgebrochen ist.

Ganz unabhängig von der Impfentscheidung: Eltern vorzugaukeln, es gäbe einen einfachen, nebenwirkungsfreien Ersatz, der in Wahrheit aber keiner ist, ist fahrlässig. Eltern müssen wenigstens wissen, dass sie ihre Kinder einem Infektionsrisiko aussetzen, wenn sie sie nicht impfen und sich nicht in falscher Sicherheit wiegen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2014 1:55 PM CET


Tefal FV 5340 Dampfbügeleisen Aquaspeed, 2400 Watt, 40g/min Dampfleistung, 140g/min Dampfstoß, Autoclean Bügelsohle, dunkelrot
Tefal FV 5340 Dampfbügeleisen Aquaspeed, 2400 Watt, 40g/min Dampfleistung, 140g/min Dampfstoß, Autoclean Bügelsohle, dunkelrot
Preis: EUR 54,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber der Teufel liegt im Detail, 21. September 2014
Nach 3 Jahren hat mein letztes Tefal Dampfbügeleisen vor dem extrem kalkhaltigen Münchner Leitungswasser kapituliert. (In der Bedienungsanleitung wurde von destilliertem Wasser, Bügelwasser oder Ionentauschern abgeraten; es sollte ausdrücklich mit Leitungswasser befüllt werden...) Da ich mit dem alten Gerät im Grunde sehr zufrieden war, habe ich mir diese Woche nun das Nachfolgermodell zugelegt. Ich bereue den Kauf: das neue Bügeleisen kommt an die Qualität des alten nicht heran.

Im Einzelnen:

Positiv:

+ Das Gerät wirkt solide verarbeitet, die Beschriftung und Funktionen sind übersichtlich und eindeutig
+ Sohle: es gibt ausreichend und sinnvoll verteilte Dampflöcher; die Sohle gleitet gut, doch ist mein Eindruck, dass sie nicht so leicht über die Stoffe gleitet, wie die "UltraGliss"-Sohle meines alten Eisens. Es gibt mehr Falten, der Stoff weicht dem Eisen aus, es ruckelt leicht. Vielleicht gibt sich das aber noch, wenn die Sohle etwas läner im Gebrauch ist.
+ Der Dampfstoß kommt prompt und kräftig
+ In der Einstellung "Eco" gibt das Eisen gerade ausreichend und gleichmäßig Dampf ab
+ Das Gewicht ist in Ordnung. Nicht zu leicht und nicht zu schwer
+ Es gibt eine Selbstreinigungsfunktion über Dampfstöße. Diese hat beim letzten Eisen zumindest immer viele Kalkbrösel aus dem Gerät entfernt. Für extrem kalkhaltiges Wasser scheint sie jedoch nur bedingt ausreichend zu sein.

Nach diesen Punkten allein zu urteilen: Ein solides Bügeleisen ohne viel Schnickschnack. Wer nur einzelne Stücke bügelt, mag zufrieden sein. Eine Sicherheitsfunktion ("Auto-Abschaltfunktion") für den Fall, dass man beim Bügeln abgelenkt wird, hat das Eisen nicht. Nicht ideal, aber so lange man aufpasst auch kein Problem.

Der Teufel liegt jedoch im Detail. Es gibt einige, auf den ersten Blick recht geringfügige Problemchen, die das längere Bügeln dann doch überraschend unangenehm werden lassen:

1) Das Kabel ist mit 2 Metern Länge nicht wirklich großzügig. Der Bügeltisch muss schon sehr nah an der nächsten Steckdose platziert werden, damit das Kabel nicht bei einigen Bewegungen unangenehm spannt. Dass das Kabel doch recht steif ist, hilft auch nicht wirklich. Man fühlt sich leicht beengt.

2) Wirklich problematisch ist aber die Position des Druckknopfes für den Dampfstoß direkt unten im Griff. Wenn ich das Eisen bequem greife, dann ruhen mein Zeigefinger und mein halber Mittelfinger direkt auf dem Riegel, der den Dampfstoß steuert. Ich habe damit eigentlich nur die Wahl zwischen 3 unangenehmen Alternativen:
- Greife ich jetzt mit den Fingern wirklich zu, dann drücke ich fast permanent den Dampfstoßregler. Das will ich aber gar nicht und brauche ich ja auch nicht, wenn ich die Dampffunktion einschalte.
- Um nicht permanent den Regler zu drücken, muss ich entweder die ersten beiden Finger der Hand andauernd krampfhaft von der Taste fernhalten
- oder ich muss das Bügeleisen so weit hinten am Griff anpacken, wie nur möglich. Dann sitzt die Hand aber nicht mehr zentriert über dem Bügeleisen, sondern quasi am Heck, im hinteren Drittel. Man hat dann beim Führen des Bügeleisens wirklich schon ein recht unangenehmes Drehmoment, weil es nach vorne länger ist als gewohnt. Das kostet viel mehr Kraft im Handgelenk als ein Bügeleisen, das ich zentral halte.

Kurz: Durch die wirklich unangenehme Position dieser Taste auf der Unterseite des Griffes ist die bügelnde Hand immer irgendwie verspannt. Entweder in den Fingern oder im Handgelenk. Die Haltung ist keinen Augenblick bequem und auf Dauer (wenn man mehr zu bügeln hat) extrem lästig.

3) Das Bügeleisen haut erhebliche Teile des Dampfes in die Zimmerluft, nicht auf die Wäsche. Bei eingeschaltetem Dauerdampf gibt das Bügeleisen permanent etwas Dampf auf die Wäsche - doch in dem Moment, in dem man es senkrecht aufstellt, um die Wäsche anders hinzulegen, gibt es jedesmal sofort und unvermeidbar einen gigantischen, fauchenden Dampfstoß ab. In diesem Umfang habe ich das noch nie bei einem Bügeleisen erlebt. Der Eindruck ist irgendwie, dass ein Teil der Sohle erst beim Aufstellen mit dem Bügelwasser kurz in Berührung kommt und es so zu diesem absolut störenden Effekt kommt. Man möchte ja den Dampf nicht um die Ohren kriegen, sondern auf der Wäsche haben. Und wenn jedesmal, wenn ich das Eisen senkrecht stelle, eine riesige Dampfwolke verschwendet wird, dann kostet das unnötige Energie und ich muss den Wassertank viel öfter nachfüllen. Was sich die Hersteller bei dieser Konstruktion gedacht haben, ist mir ein Rätsel.

Besonders die letzten beiden Punkte machen die Benutzung schon unangenehm. Ich werde bei meinem alten Eisen jetzt noch einmal versuchen, den Kalk loszuwerden - und mich parallel nach meinem zukünftigen Bügeleisen umsehen. Dieses hier wird so schnell wie möglich zum Ersatzgerät degradiert. Schade, bei der soliden Verarbeitung hatte ich mehr erwartet.

Eine Anmerkung noch zum Schluss: Ein Punkt in der Bedienungsanleitung lässt mich verwundert zurück: Wie bei meinem alten Bügeleisen wird mir angeraten, Leitungswasser zu benutzen, weil destilliertes Wasser ungeeignet sei. Ich zitiere: "Verwenden Sie niemals destilliertes Wasser oder Wasser mit Zusätzen (...) oder Kondenswasser (...). Diese Arten von Wasser können organische Stoffe oder mineralische Elemente enthalten, die zum Ausspucken von braunen Flecken oder zum vorzeitigen Verschleiß des Geräts führen." Allerdings scheinen die Hersteller auch gemerkt zu haben, dass die Empfehlung, Leitungswasser zu nehmen, in Gegenden mit hartem Wasser zu kurzer Lebensdauer führt, selbst wenn man die Reinigungsfunktion regelmäßig anwendet, denn es heißt gleich daneben: " Wenn Ihr Wasser sehr kalkhaltig ist, muss das Leitungswasser in folgendem Verhältnis mit handelsüblichen destilliertem Wasser gemischt werden: 50% Leitungswasser - 50% destilliertes Wasser."
Ach? Erst darf ich "niemals" und dann soll ich immer zu 50%? Also entweder ist im destillierten Wasser was drin, was dem Eisen schadet, dann ist das auch noch drin, wenn ich den Tank nur zur Hälfte damit befülle - oder nicht. Aber so, wie diese beiden Sätze nebeneinander stehen, kann das nicht überzeugen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2014 3:44 PM CET


I've Got You Under My Skin: A Novel (An Under Suspicion Novel)
I've Got You Under My Skin: A Novel (An Under Suspicion Novel)
Preis: EUR 5,95

3.0 von 5 Sternen Kann nicht an ältere Bücher der Autorin heranreichen, 7. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Worum geht es? (Ohne zu viel zu verraten)
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Laurie Masons Mann wird erschossen. Der Täter flüchtet unerkannt mit der Drohung, als nächstes Laurie, danach ihren Sohn zu töten.
Eigentlich sollte man meinen, dieser Aufhänger liefere bereits genug Spannung für einen Krimi. Doch diese Geschichte erzählt das Buch eigentlich nur am Rande. Um ehrlich zu sein, das Buch würde auch ohne dieses Spannungselement funktionieren - vielleicht sogar besser.
Denn erzählt wird vor allem folgende Geschichte: Vor 20 Jahren wurde Betsy Powell ermordet. Die geschah genau in der Nacht nach der Party, die Betsy und ihr Mann Robert zur Feier des Collegeabschlusses ihrer Tochter Claire und ihrer 3 besten Freundinnen gaben. Alle Personen im Haus hatten einen Groll gegen die Gastgeberin, doch konnte der Mörder nie identifiziert werden. Laurie Mason möchte im Rahmen einer Fernsehserie über ungeklärte Mordfälle alle Verdächtigen am Tatort zusammenbringen und die entscheidenen Stunden neu durchleben lassen. Natürlich wird die psychische Belastung dabei für einen von ihnen unerträglich....

Wie wird erzählt?
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Mary Higgins Clark steht für absolut spannend geschriebene "Who's done it's". Mehr sollte man von dem Buch nicht erwarten. Es wird kein psychologisch differenziertes Portrait geliefert, keine Gesellschaftskritik, keine Milleustudie. MHC ist kein Mankell, keine Elizabeth George und keine Anne Perry. Das ist nicht die Absicht des Buches oder der Autorin und wer solches sucht, sollte weiter suchen.
Geliefert wird aber leichte und packende Krimikost. In extrem kurzen Kapiteln wechselt MHC die Perspektive zwischen der meist recht großen Zahl handelnder Personen. Auch in den Täter versetzt sie den Leser, ohne zu viel zu enthüllen. Gerade dieser rasche Szenenwechsel kann sehr viel Spannung erzeugen, weil er die Möglichkeit vieler "Cliffhanger" bietet. MHCs handelnde Personen stammen aus der amerikanischen Oberschicht, meist aus dem New Yorker Raum. Der Leser - vermutlich meist "die Leserin" - erfährt viel über die Garderobe der Hauptpersonen. Und meist tritt auch ein gutaussehender, wohlhabender Junggeselle in das Leben der weiblichen Hauptfigur.
Alle diese ihre Standardelemente liefert MHC auch hier. Neu ist die Tatsache, dass hier eigentlich 2 Geschichten über die Person Lauries miteinander verwoben sind. Wobei mich das unverknüpfte Nebeneinander dieser beiden Handlungsstränge eigentlich eher störte. Ich denke, es hätte dem Buch gut getan, wenn MHC auf die persönliche Bedrohung Lauries durch ein zurückliegendes Problem verzichtet hätte. MHC hätte dann mehr Raum für die Entwicklung der spannungsgeladenen Szenen bei der Rekonstruktion des 20 Jahre zurückliegenden Mordes an Betsy Powell gehabt. Auch hier hätte sich am Ende eine gefährliche Situation für Laurie ergeben können.

Stärken und Schwächen (Ohne zu viel zu verraten)
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Das Buch ist wieder einmal ein absoluter "Pageturner", das muss man MHC lassen. Sehr gut entwickelt sie auch für die 6 beteiligten Verdächtigen Motive, so dass der Leser fast jedem den Mord auch wirklich zutrauen würde und hin und her gerissen ist, mitzuraten, wer Betsy denn nun wirklich auf dem Gewissen hat. Dieser Teil des Buches ist absolut gelungen.

Was wirklich erschreckend schwach ist, ist der Schluss. Aus heiterem Himmel macht "the killer" etwas, das in dieser Form dem, was "the killer" gerade vorher noch selbst reflektierte, krass widerspricht. Danach häufen sich noch 4 Seiten unglaubwürdiger Zufälle - und Schluss.
Wie gesagt, es sind nur die letzten Seiten, die so erschreckend schlecht sind, vorher ist das Buch wirklich das, was man sich von einer netten Urlaubslektüre erwarten würde. Leider ist es halt bei einem Krimi der Schluss, der den Gesamteindruck entscheidend mitprägt. Und hier ist es so, dass das Ende des Buches einem den ganzen Spaß an der Geschichte verdirbt, weil es einfach nur hingeschludert und mit unplausiblen Zufällen vollgestopft ist. An allem außer den letzten 10 Seiten kann man aber sehr wohl auf's Trefflichste seinen Spaß haben.

Noch etwas?
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MHC ist immer zu empfehlen, wenn man ein Buch sucht, mit dem man sein Englisch etwas auffrischen kann. Sie ist leicht zu lesen und eben unheimlich spannend. Auch dieses Buch kann man zu diesem Zwecke absolut empfehlen, gerade auf dem Kindle mit eingebautem Wörterbuch.


HOMOEOPATHIE Set für Kinder Globuli 1St 5115825
HOMOEOPATHIE Set für Kinder Globuli 1St 5115825
Wird angeboten von medipolis-intensiv
Preis: EUR 23,75

15 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Erschreckendes Indoktrinationsprodukt, 14. Juli 2014
Leider zielt die Werbung der Homöopathie sehr oft auf die Ängste junger Mütter, die vor allem eines wollen: Ihrem Kind um Gottes willen nicht schaden und nichts falsch machen. Sie wirbt damit sanft und nebenwirkungsfrei zu sein. Natürlich obendrein. So stellt sie sich dar und redet so leicht jeder jungen Mutter auch noch ein schlechtes Gewissen ein, die kein homöopathisches Notfallset für Beulen, Schnupfen oder Insektenstiche parat hat. Dieses Produkt hier ist ein besonders abschreckendes Beispiel für die Werbemechanismen der pseudomedizinischen Branche.

Leider machen Verbraucherschutzverbände nicht laut genug darauf aufmerksam, dass sich hinter den schönen Werbeversprechen der Homöopathie nichts verbirgt außer einem guten Geschäft mit den Ängsten der Mütter. Homöopathika sind Placebos, Scheinmedikamente, die keinerlei spezifische Wirkungen auf die Beschwerden Ihrer Kinder haben.

Bei der Beschreibung zu diesem Produkt handelt es sich um wissenschaftlich __klingende__ aber in Wahrheit aus naturwissenschaftlicher Sicht vollkommen unhaltbare Propagandasprüche. Mit diesem Produkt können Sie keineswegs "bestimmte gesundheitliche Beschwerden einfach, schnell und fast nebenwirkungsfrei lindern." - Falsch: Sie erzielen nicht mehr als Placeboeffekte.
Die Globuli stärken auch nicht die "Selbstheilungskräfte", unterstützen auch nicht die körperliche Abwehr und trainieren keineswegs das junge Immunsystem, wie in der Beschreibung behauptet. In der hier enthaltenen "Potenz" (=Verdünnung) D6 enthalten die Globuli die angegebenen "Wirkstoffe" in Verdünnungen, die den Verunreinigungen des Zuckers vergleichbar sind. Diese Verunreinigungen wirken aber angeblich nicht! Ein innerer Widerspruch.
Globuli in höheren Potenzen (ab D24/C12) - wie zum Beispiel der handelsüblichen C30 - enthalten nicht ein einziges Wirkstoffmolekül der angeblich enthaltenen Substanz.
Globuli dieser Art konnten nie die hier gemachten Behauptungen durch Wirkungsnachweise belegen. Sie gelangen allein über gesetzliche Sonderregelungen und nicht wie andere Medikamente über Wirkungsnachweise in die Apotheken. Die gemachten Behauptungen sind reine Werbesprüche.

Homöopathie beruht auf heute als falsch erkannten Konzepten, die im Widerspruch zu unserem naturwissenschaftlichen Wissen über die Natur und unseren Körper stehen. Wie viel von unseren sich täglich bestens bewährenden Erkenntnissen aus Physik, Chemie und Biologie falsch sein müsste, damit Homöopathie mehr sein könnte als ein Placebo, erzählt Ihnen kein Homöopath und leider kaum ein Apotheker. Denn Apotheker verdienen bestens an den frei verkauften "Over the Counter"-Produkten - mehr als an verschiebenen Medikamenten. Deswegen klären leider auch viele Apotheker nicht über die fehlenden Wirkungsnachweise, die gesetzliche Sonderregelungen und den Placebocharakter auf.

Oft werden Geschichten von der "Wirksamkeit" der Globuli weitererzählt. Doch diese beruhen auf dem sogenannten "post hoc ergo propter hoc"- Fehlschluss: Was danach geschah, wird leicht interpretiert als "es geschah deswegen". Was tatsächlich passierte, war, dass es __nach__ der Gabe von Globuli besser wurde. Das belegt aber eben kein __deswegen__:

Für die Beobachtung, dass es "nach" der Einnahme von Globuli eine Besserung geben kann, spielen folgende Effekte eine Rolle:

1) Spontanheilung (einfach abwarten) – tritt bei fast bei allen Erkrankungen nach einiger Zeit auf; sicher aber bei Bagatellen wie leichten Beulen oder blauen Flecken, Schnupfen, Zahnungsproblemen oder Juckreiz nach Insektenstichen. Wer bei diesen Dingen Globuli verabreicht, wird nahezu mit Sicherheit Besserung "nach der Globuligabe" beobachten. Nur halt nicht deshalb. Zu dieser Fehldeutung kommt es aber leicht.

2) Regression zur Mitte: Gibt man die Globuli dann, wenn es am schlimmsten ist, ergibt ebenfalls der natürliche Krankheitsverlauf bald nach der Einnahme eine Besserung. Das spielt auch bei chronischen Erkrankungen, die ja auch oft in Schüben verlaufen, eine Rolle. - Und führt wieder leicht zum falschen Eindruck, die Besserung erfolge wegen der Globuli.

3) Menschliche Zuwendung und Fürsorge und Verständnis (Placeboreaktion): Kindgerechte Placebos wie Singen, Halten, Umsorgen und das Versprechen, dass es bald besser wird oder dass das Aua gleich davon fliegt. Haben uns als Kinder schon geholfen und finden hoffentlich (!?) auch trotz der Globuligabe noch statt.

4) Erwartung der Besserung oder klassische Konditionierung (Placeboeffekt): Die Tatsache, behandelt zu werden, löst Erwartungshaltungen aus. Diese setzt nachweislich bereits Botenstoffe im Gehirn frei, die z.B. schmerzlindernd wirken.

5) Heilungsrituale (Placeboreaktion): Wie 4. - aber die unbewusst stattfindenden Anteile; also nicht über bewusste Erwartungshaltung, sondern unbewusst über tief verankerte soziokulturelle Effekte.

6) Ein anderes Mittel: Immer dann, wenn Sie noch etwas Sinnvolles geben oder tun, also etwas Anderes, was nachweisliche Wirkung hat: Weil Ihnen erzählt wurde, die Globuli würden "unterstützend" wirken, geben Sie sie vielleicht zusätzlich zu spezifisch wirksamen Medikamenten, führen danach die Besserung aber auf die Globuli zurück. Dasselbe gilt, z.B. wenn Sie eine Beule noch kühlen (nassem Waschlappen auflegen) und Globuli geben. Die Kühlung reduziert die Schwellung, Sie interpretieren es als "Wirkung der Globuli". Oder Hinlegen bei Kopfschmerzen. Oder im Bett bleiben bei Schnupfen. Oder Schonkost bei Magen-Darm-Problemen. Oder Trockenhalten/Cremen bei wundem Windelpo,....

Die Stärke und die Möglichkeit des Placeboeffektes ist spürbar, wenig bekannt und sollte ausgenutzt werden.
Allerdings ohne esoterischen oder pseudowissenschaftlichen Überbau.
Und: Man sollte wissen, wann man seinen Kindern ein Placebo gibt. Denn dem Placeboeffekt sind Grenzen gesetzt: Er kann nur dort helfen, wo eine Genesung grundsätzlich von selbst erfolgen wird.

Ein Medikament brauchen Sie überhaupt nur dann, wenn eine Genesung "von selbst" nicht oder nur deutlich schwerer/langsamer erfolgt als mit dem Medikament. Bei den meisten Bagatellen, bei denen Homöopathen Müttern einreden, Globuli wären "unentberlich", brauchen Sie überhaupt kein Medikament geben.

Die blauen Flecken und Schürfwunden und leichten Beulen heilen gänzlich ohne Zutun. War bei der Menschheit seit tausenden von Jahren schon so. Und dickere Beulen gehören zum Arzt, damit der auf Gehirnerschütterung abcheckt. Genauso wie länger andauerndes Erbrechen, Durchfall, Fieber,... Da kann Therapieverzögerung und falsches Vertrauen in ein überschätztes Placebo gefährlich werden.

In beiden Fällen brauchen Sie dieses Homöopathie-Set also überhaupt nicht. Es dient nur der Beruhigung Ihrer Nerven, weil Ihnen eingeredet wird, mit diesem Set für alle Fälle gewappnet zu sein - was Sie in Wahrheit aber gar nicht sind. Sie haben nur teuren Zucker als Placebo gekauft.

Im Interesse der Kinder sollte man nicht das Verfahren verklären, sondern zumindest die Möglichkeit in betracht ziehen, dass unser gesamtes naturwissenschaftliches Wissen so falsch nicht ist. - Was allerdings postwendend bedeutet, dass Homöopathika Placebos sind.

Und ein weiteres Problem sollten Eltern bedenken, die dieses Set kaufen und anwenden wollen:

Das Problem ist, dass man den Kindern ein völlig falsches Verhalten bei Bagatellerkrankungen vorlebt und somit beibringt.
Die Kinder lernen überhaupt kein Vertrauen in die Heilungsmöglichkeiten des eigenen Körpers aufzubauen.
Vielmehr lernen Kinder, denen bei jedem blauen Fleckchen, bei jedem Schnupfen,... gleich Globuli verabreicht werden, dass sie ohne die Dinger ganz gewiss nicht genesen können.
Sie lernen gar nicht erst die Situation zu beurteilen und zwischen ernsten und weniger ernsten Erkrankungen zu unterscheiden: Man "braucht" ja immer gleich Globuli.

Und das Problem ist auch, dass man früher eben kindgerechte Placebotherapien angewendet hat, wenn kein Arzt nötig war. Pusten, Schmerzschokolade, Heile Gänschen singen etc. das der spätere Erwachsene eindeutig als Kinderkram erkennen konnte, ebenso wie den Osterhasen und den Klapperstorch.
Bei Homöopathika ist das nicht der Fall, hier geht die „Kindermedizin“ nahtlos in die „Erwachsenenmedizin“ über, die diese Distanzierung zu den früheren Methoden nicht zulässt.
Der Effekt ist: Der spätere Erwachsene wird in dem Bewusstsein leben, die Homöopathie habe ihm „schon immer“ geholfen…
Er wird sie nie mehr hinterfragen oder als das Placebo erkennen können, das sie ist.
Er ist von seinen eigenen Eltern zum willigen Opfer der Homöopathiehersteller erzogen worden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 14, 2014 10:19 AM MEST


Homöopathie Set für Kinder Globuli 1 stk
Homöopathie Set für Kinder Globuli 1 stk
Wird angeboten von shop-apotheke (Keine DHL-Packstation!)
Preis: EUR 20,99

9 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Erschreckendes Indoktrinationsprodukt, 14. Juli 2014
Leider zielt die Werbung der Homöopathie sehr oft auf die Ängste junger Mütter, die vor allem eines wollen: Ihrem Kind um Gottes willen nicht schaden und nichts falsch machen. Sie wirbt damit sanft und nebenwirkungsfrei zu sein. Natürlich obendrein. So stellt sie sich dar und redet so leicht jeder jungen Mutter auch noch ein schlechtes Gewissen ein, die kein homöopathisches Notfallset für Beulen, Schnupfen oder Insektenstiche parat hat. Dieses Produkt hier ist ein besonders abschreckendes Beispiel für die Werbemechanismen der pseudomedizinischen Branche.

Leider machen Verbraucherschutzverbände nicht laut genug darauf aufmerksam, dass sich hinter den schönen Werbeversprechen der Homöopathie nichts verbirgt außer einem guten Geschäft mit den Ängsten der Mütter. Homöopathika sind Placebos, Scheinmedikamente, die keinerlei spezifische Wirkungen auf die Beschwerden Ihrer Kinder haben.

Bei der Beschreibung zu diesem Produkt handelt es sich um wissenschaftlich __klingende__ aber in Wahrheit aus naturwissenschaftlicher Sicht vollkommen unhaltbare Propagandasprüche.

"Mit diesen Mitteln in der Potenz D6 (jeweils 10 g Globuli) lassen sich bestimmte gesundheitliche Beschwerden einfach, schnell und fast nebenwirkungsfrei lindern." - Falsch: Sie erzielen nicht mehr als Placeboeffekte.

"Gerade für Kinder sind homöopathische Arzneimittel sehr gut geeignet. Sie stärken die Selbstheilungskräfte, unterstützen die körperliche Abwehr bei der Arbeit gegen Krankheitserreger und trainieren so das junge Immunsystem." - Falsch. In D6 enthalten die Globuli die angegebenen "Wirkstoffe" in Verdünnungen, die den Verunreinigungen des Zuckers vergleichbar sind. Diese Verunreinigungen wirken aber angeblich nicht! Ein innerer Widerspruch.
Globuli dieser Art konnten nie die hier gemachten Behauptungen durch Wirkungsnachweise belegen. Sie gelangen allein über gesetzliche Sonderregelungen und nicht wie andere Medikamente über Wirkungsnachweise in die Apotheken. Die gemachten Behauptungen sind reine Werbesprüche.

"Da Kinder in der Regel noch nicht durch Stress und eine ungesunde Lebensweise belastet sind, genügen oft kleinste Impulse." - Falsch. Der so dargestellte "Impuls" ist ein pseudowissenschaftliches Konzept. Die Homöopathika dieses Sets enthalten nichts, was im Körper irgendeine Reaktion auslösen könnte.

Homöopathie beruht auf heute als falsch erkannten Konzepten, die im Widerspruch zu unserem naturwissenschaftlichen Wissen über die Natur und unseren Körper stehen. Wie viel von unseren sich täglich bestens bewährenden Erkenntnissen aus Physik, Chemie und Biologie falsch sein müsste, damit Homöopathie mehr sein könnte als ein Placebo, erzählt Ihnen kein Homöopath und leider kaum ein Apotheker. Denn Apotheker verdienen bestens an den frei verkauften "Over the Counter"-Produkten - mehr als an verschiebenen Medikamenten. Deswegen klären leider auch viele Apotheker nicht über die fehlenden Wirkungsnachweise, die gesetzliche Sonderregelungen und den Placebocharakter auf.

Oft werden Geschichten von der "Wirksamkeit" der Globuli weitererzählt. Doch diese beruhen auf dem sogenannten "post hoc ergo propter hoc"- Fehlschluss: Was danach geschah, wird leicht interpretiert als "es geschah deswegen". Was tatsächlich passierte, war, dass es __nach__ der Gabe von Globuli besser wurde. Das belegt aber eben kein __deswegen__:

Für die Beobachtung, dass es "nach" der Einnahme von Globuli eine Besserung geben kann, spielen folgende Effekte eine Rolle:

1) Spontanheilung (einfach abwarten) – tritt bei fast bei allen Erkrankungen nach einiger Zeit auf; sicher aber bei Bagatellen wie leichten Beulen oder blauen Flecken, Schnupfen, Zahnungsproblemen oder Juckreiz nach Insektenstichen. Wer bei diesen Dingen Globuli verabreicht, wird nahezu mit Sicherheit Besserung "nach der Globuligabe" beobachten. Nur halt nicht deshalb. Zu dieser Fehldeutung kommt es aber leicht.

2) Regression zur Mitte: Gibt man die Globuli dann, wenn es am schlimmsten ist, ergibt ebenfalls der natürliche Krankheitsverlauf bald nach der Einnahme eine Besserung. Das spielt auch bei chronischen Erkrankungen, die ja auch oft in Schüben verlaufen, eine Rolle. - Und führt wieder leicht zum falschen Eindruck, die Besserung erfolge wegen der Globuli.

3) Menschliche Zuwendung und Fürsorge und Verständnis (Placeboreaktion): Kindgerechte Placebos wie Singen, Halten, Umsorgen und das Versprechen, dass es bald besser wird oder dass das Aua gleich davon fliegt. Haben uns als Kinder schon geholfen und finden hoffentlich (!?) auch trotz der Globuligabe noch statt.

4) Erwartung der Besserung oder klassische Konditionierung (Placeboeffekt): Die Tatsache, behandelt zu werden, löst Erwartungshaltungen aus. Diese setzt nachweislich bereits Botenstoffe im Gehirn frei, die z.B. schmerzlindernd wirken.

5) Heilungsrituale (Placeboreaktion): Wie 4. - aber die unbewusst stattfindenden Anteile; also nicht über bewusste Erwartungshaltung, sondern unbewusst über tief verankerte soziokulturelle Effekte.

6) Ein anderes Mittel: Immer dann, wenn Sie noch etwas Sinnvolles geben oder tun, also etwas Anderes, was nachweisliche Wirkung hat: Weil Ihnen erzählt wurde, die Globuli würden "unterstützend" wirken, geben Sie sie vielleicht zusätzlich zu spezifisch wirksamen Medikamenten, führen danach die Besserung aber auf die Globuli zurück. Dasselbe gilt, z.B. wenn Sie eine Beule noch kühlen (nassem Waschlappen auflegen) und Globuli geben. Die Kühlung reduziert die Schwellung, Sie interpretieren es als "Wirkung der Globuli". Oder Hinlegen bei Kopfschmerzen. Oder im Bett bleiben bei Schnupfen. Oder Schonkost bei Magen-Darm-Problemen. Oder Trockenhalten/Cremen bei wundem Windelpo,....

Die Stärke und die Möglichkeit des Placeboeffektes ist spürbar, wenig bekannt und sollte ausgenutzt werden.
Allerdings ohne esoterischen oder pseudowissenschaftlichen Überbau.
Und: Man sollte wissen, wann man seinen Kindern ein Placebo gibt. Denn dem Placeboeffekt sind Grenzen gesetzt: Er kann nur dort helfen, wo eine Genesung grundsätzlich von selbst erfolgen wird.

Ein Medikament brauchen Sie überhaupt nur dann, wenn eine Genesung "von selbst" nicht oder nur deutlich schwerer/langsamer erfolgt als mit dem Medikament. Bei den meisten Bagatellen, bei denen Homöopathen Müttern einreden, Globuli wären "unentberlich", brauchen Sie überhaupt kein Medikament geben.

Die blauen Flecken und Schürfwunden und leichten Beulen heilen gänzlich ohne Zutun. War bei der Menschheit seit tausenden von Jahren schon so. Und dickere Beulen gehören zum Arzt, damit der auf Gehirnerschütterung abcheckt. Genauso wie länger andauerndes Erbrechen, Durchfall, Fieber,... Da kann Therapieverzögerung und falsches Vertrauen in ein überschätztes Placebo gefährlich werden.

In beiden Fällen brauchen Sie dieses Homöopathie-Set also überhaupt nicht. Es dient nur der Beruhigung Ihrer Nerven, weil Ihnen eingeredet wird, mit diesem Set für alle Fälle gewappnet zu sein - was Sie in Wahrheit aber gar nicht sind. Sie haben nur teuren Zucker als Placebo gekauft.

Im Interesse der Kinder sollte man nicht das Verfahren verklären, sondern zumindest die Möglichkeit in betracht ziehen, dass unser gesamtes naturwissenschaftliches Wissen so falsch nicht ist. - Was allerdings postwendend bedeutet, dass Homöopathika Placebos sind.

Und ein weiteres Problem sollten Eltern bedenken, die dieses Set kaufen und anwenden wollen:

Das Problem ist, dass man den Kindern ein völlig falsches Verhalten bei Bagatellerkrankungen vorlebt und somit beibringt.
Die Kinder lernen überhaupt kein Vertrauen in die Heilungsmöglichkeiten des eigenen Körpers aufzubauen.
Vielmehr lernen Kinder, denen bei jedem blauen Fleckchen, bei jedem Schnupfen,... gleich Globuli verabreicht werden, dass sie ohne die Dinger ganz gewiss nicht genesen können.
Sie lernen gar nicht erst die Situation zu beurteilen und zwischen ernsten und weniger ernsten Erkrankungen zu unterscheiden: Man "braucht" ja immer gleich Globuli.

Und das Problem ist auch, dass man früher eben kindgerechte Placebotherapien angewendet hat, wenn kein Arzt nötig war. Pusten, Schmerzschokolade, Heile Gänschen singen etc. das der spätere Erwachsene eindeutig als Kinderkram erkennen konnte, ebenso wie den Osterhasen und den Klapperstorch.
Bei Homöopathika ist das nicht der Fall, hier geht die „Kindermedizin“ nahtlos in die „Erwachsenenmedizin“ über, die diese Distanzierung zu den früheren Methoden nicht zulässt.
Der Effekt ist: Der spätere Erwachsene wird in dem Bewusstsein leben, die Homöopathie habe ihm „schon immer“ geholfen…
Er wird sie nie mehr hinterfragen oder als das Placebo erkennen können, das sie ist.
Er ist von seinen eigenen Eltern zum willigen Opfer der Homöopathiehersteller erzogen worden.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 15, 2014 3:23 PM MEST


Mit Oskar ins Weltall
Mit Oskar ins Weltall
von Gaby Rebling
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nettes Kinderbuch mit teils haarsträubenden inhaltlichen Fehlern, 9. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Mit Oskar ins Weltall (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich tut es mir wirklich leid, dass ich dem Buch nicht mehr Sterne geben kann, denn die Idee ist wirklich nett.

Eine Vorlesegeschichte für die Kleinen - Kindergarten- bis Grundschulalter - kombiniert mit kindgerechten Sachbuchseiten. Die Geschichte ist bunt bebildert mit lustig gezeichneten Figürchen. Die Informationsseiten enthalten verständliche Grafiken und hochwertige Aufnahmen des Weltraums. Das Ganze ist ansprechend gemacht, hat hohen Aufforderungscharakter (weil auch kleine "Experimente" zum Selbermachen vorgeschlagen werden) und wäre eine wundervolle Möglichkeit, Kinder an das Thema heranzuführen, wenn...

... ja wenn die im Buch enthaltene Information verlässlicher wäre. Denn eigentlich kauft man ja ein Sachbuch in der Hoffnung, dass die Kinder daraus keinen Unsinn lernen. Und genau darauf kann man sich hier eben leider an mehreren Stellen nicht verlassen.

Ich bringe einmal 2 Beispiele, um die Kritik zu verdeutlichen:

Beim Thema "Universum" wird auch der Urknall kurz erwähnt. In der Beschriftung zur entsprechenden Grafik heißt es knapp "Urknall durch heiße Blitze". Woher die Autorin diese Formulierung hat, ist mir ein Rätsel - von einem Physiker ist sie bestimmt nicht.
Natürlich ist es schwierig, ein derartig komplexes Thema der aktuellen Grundlagenforschung knapp so zu formulieren, dass sich ein Kindergartenkind etwas darunter vorstellen kann. Im Ernstfall hätte ich aber zum Mut zur Lücke geraten - keine Erwähnung ist besser als eine falsche Darstellung. Und was spricht gegen eine korrekte Formulierung wie "heißer, dichter Anfang im Urknall"? Das ist auch nicht länger, Kinder können sich unter "heiß" und "dicht" sehr wohl etwas vorstellen - und im Gegensatz zu den behaupteten (aber in physikalischeren Formulierungen der Urknalltheorie nicht vorkommenden) Blitzen nicht falsch.

Die Aussage "durch Blitze" lenkt die Vorstellung der Kinder in eine komplett falsche Richtung - die leider eine absolut verheerende Sackgasse darstellt, wenn sie sich später einmal in fundiertere Texte einlesen sollten: "durch Blitze" impliziert sowohl ein "es war etwas vorher da, was den Urknall auslöste" als auch ein "außen". Beides widerspricht fundamental der eigentlichen physikalischen Aussage, dass Raum und Zeit mit dem Urknall entstehen. Die Kinder lernen es genau so, wie man es sich nicht vorstellen soll. Nicht gut.

Beim Mond demonstriert die Autorin dann eindringlich, dass sie nicht zwischen naturwissenschaftlichen und esoterischen Quellen unterscheiden kann. Denn hier werden längst widerlegte Vorstellungen über den Mondkalender als physikalisch korrekte Fakten beschrieben. Viele Bauern würden auch heute noch ihre Aussaattermine nach Mondkalendern ausrichten, heißt es unter "Leben mit dem Mondkalender". Als Begründung erklärt die Autorin:
"Also pflanzen die Bauern, wenn der Mond zunimmt. Dann steigt der Saft in der Pflanze nach oben. Bäume fällen sie dagegen, wenn der Mond abnimmt. Das Holz ist dann trockener und reißt nicht so leicht, wenn man es als Bauholz verwendet."

Die Unterstellung, dieser hanebüchene, jedweder naturwissenschaftlichen Grundlage entbehrende Unsinn sei in Kooperation mit dem Deutsche Museum entstanden, hat diese der Bildung verpflichtete Einrichtung nicht verdient.

Das Problem ist aber, dass solcher Unsinn gleichberechtigt und ebenso als Fakt geschildert wird, wie korrekte, naturwissenschaftliche Aussagen. Die Folge ist, dass die Kinder von klein auf diesen alten Aberglauben als belegte und gelebte Tatsache kennenlernen - und ihn so später nur schwer hinterfragen können. Sie werden so zur leichten Beute der einschägigen Branche vorprogramiert, die Mondwasser, Mondholz, Mondkalender, Mondcreme,... zu völlig überteuerten Preisen an den Kunden bringt. Eine Wirkung, die man bestimmt nicht haben möchte, wenn man den Kindern ein Sachbuch kauft.

Fazit: Nett gemacht. Aber nur kaufen, wenn es einem egal ist, wenn die Kinder falsch vorgeprägt werden oder wenn man durch eigene Sachkenntnis in der Lage ist, die fehlerhaften Stellen beim gemeinsamen Lesen zu korrigieren. Schade um die verschenkte Chance, das Konzept ist vielversprechend.


Das Erfolgsgeheimnis der Homöopathie
Das Erfolgsgeheimnis der Homöopathie
von Christian Schröter
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, kompakt, informativ, wissenschaftlich korrekt und schonungslos ehrlich, 2. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit diesem Buch kauft man mit Sicherheit das unterhaltsamste Buch, mit dem man sich sachlich über die Homöopathie informieren kann, das momentan am Markt ist. Den größtmöglichen Umfang an Information und vertieften Einblicken gibt es allerdings eher in anderen Büchern.

Vielleicht wollen Sie aber auch gar keinen solchen tiefen Einblick mit Studienanalysen, Statistiken, Vorstellung der gesetzlichen Sonderregelungen, der Lobbyarbeit der Homöopathieverbände usw.? Vielleicht wollen Sie sich nur auf unterhaltsame Art und Weise einmal grob darüber informieren, was Homöopathie eigentlich ist und warum sie so „umstritten“ ist? Dann ist dieses Buch ideal.

In sehr kurzen Kapiteln von mitunter nur 2 Seiten werden alle möglichen Argumente, die man in Diskussionen um die Homöopathie so hört unter die Lupe genommen.

Das ist auf alle Fälle eine interessante Variante für ein Homöopathiebuch, einmal nicht wieder mit Hahnemann und einer Definition von Potenzierung und Simileprinzip anzufangen. Das Festmachen der Information an einzelnen Argumenten ist spannend, besonders, wenn einem das eine oder andere Argument schon einmal in der Praxis begegnet ist und man um eine Antwort verlegen war.

Der Nachteil dieses Aufbaus ist, dass einzelne Gedankengänge natürlich auf mehrere Argumente passen . Der Autor hat hier zugunsten des Unterhaltungswertes des Buches auf häufig mögliche Mehrfachnennungen verzichtet – was die Leserlichkeit des Buches mit Sicherheit erhöht. Manche Kapitel werden so aber knapper abgehandelt als sie sein müssten.

Zum Beispiel fällt das Kapitel über innere Widersprüche der Homöopathie recht knapp aus. Dabei finden sich in anderen Kapiteln des Buches, also über andere Argumente verteilt sehr schöne Beispiele für die inneren Widersprüche der Homöopathie. Zwar ist sehr gut, dass so viele von ihnen überhaupt in einleuchtender und trotzdem knapper Formulierung genannt werden, dennoch wäre es an mancher Stelle besser gewesen, eine Doppelnennung in Kauf zu nehmen und sie im Kapitel für innere Widersprüche zu sammeln. Das würde ein Wiederfinden prägnanter Gedankengänge erleichtern. So, wie es ist, findet sich aber ein Punkt wie „Auf der einen Seite propagieren Homöopathen, neben der Wahl des Mittels an sich sei die Wahl der passenden ‚Potenz‘ von größter Bedeutung. Konkrete Anweisungen gibt es dafür auf der anderen Seite nicht.“ (Pos 1714) nicht im Kapitel für innere Widersprüche, obwohl er bestens dorthin passt. Wie gesagt, nur ein Beispiel, das Problem fiel mir auch bei anderen Kapiteln auf.

Vorhanden ist die Information aber meist allemal. Ein Punkt, den ich definitiv zu kurz abgehakt finde, ist der Aspekt der Studien. Vermutlich will der Autor seinem Leser eine wissenschaftliche Studienbetrachtung einfach ersparen. Dennoch, und das muss man als klaren Kritikpunkt an dem Buch formulieren, so gut es mir an anderer Stelle auch gefällt, das Kapitel über die Studien ist erschreckend schwach, hier fehlt viel Information und die wird auch an anderer Stelle im Buch nicht nachgereicht.

Nach meiner Erfahrung kommt das Argument, es lägen doch auch Studien vor, die eine Wirksamkeit für die Homöopathie über Placebo hinaus belegen würden, in Diskussionen früher oder später aber tatsächlich hoch. – Homöopathische Verbände führen lange Listen solcher Arbeiten auf ihren Webseiten und werben auch damit. Wer hier nur mit den Informationen aus dem entsprechendem Kapitel aus diesem Buch gegenhalten will, der wird sein Gegenüber nicht überzeugen können oder am Ende selbst zweifeln, wenn überzeugte Anhänger der Homöopathie dann von einzelnen Studien oder Wunderexperimenten berichten.

Für eine Diskussion hierzu ist das Buch einfach nicht gemacht. Ich kann zwar verstehen, warum der Autor das Thema knapp fast - was bestimmt auch bei vielen Lesern auf breite Zustimmung stößt, wenn es nicht ins Eingemachte der Betrachtung wissenschaftlicher Arbeiten geht, sondern unterhaltsam bleibt. Dennoch: Hier hätte ich mir wegen der Häufigkeit dieses Argumentes in Diskussionen noch deutlichere Hinweise auf Webseiten gewünscht, wo man die entsprechenden tiefergehenden Informationen zu bekannten Studien oder der Nichtreprozierbarkeit der Experimente findet.

Abgesehen von der Studienthematik ist die Liste weiterführender Links aber wirklich ordentlich (unter jedem Kapitel finden sich Kommentare, Ergänzungen oder Links). Andere Kapitel und Aspekte sind auch wirklich schön herausgearbeitet. Der Donner-Report ist hervorragend zusammengefasst. Oder das Kapitel „Es gibt die absurdesten homöopathsichen Mittel“ ist eine erschreckend schräge Sammlung geworden, die mit der Vorstellung der Homöopathie als „Naturheilkunde“ schnell aufräumt.

Da der Autor bereits in den ersten Sätzen sein Fazit zieht, dass die Homöopathie nicht funktioniert, wird dieses Buch einen eingeschworenen Homöopathienutzer vermutlich nur schwer überzeugen können, obwohl die Argumente logisch, unterhaltsam und ehrlich dargelegt werden. Wer aber von der Homöopathie noch nicht so stark beeinflusst wurde, dass er hinter jeder Homöopathiekritik gleich Dogmatismus, mechanistisches Weltbild oder die böze Pharmaindustrie vermutet, der kann sich in diesem Büchlein auf unterhaltsamere Weise Erstinformationen holen als in den meisten anderen Büchern zum Thema.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2014 4:39 PM CET


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Wird angeboten von NEON Mart
Preis: EUR 14,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Ersatz für Halogen Reflektorlampe, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jetzt gibt es wirklich keinen Grund mehr, länger zu warten, von Halogen Reflektorlampen auf energiesparende LEDs umzustellen.

Zum Einsatz kommt sie bei uns im Kinderzimmer in einer 3-strahligen Deckenleuchte. Mein Sohn hat kommentiert, dass er keinen Unterschied zu vorher sieht. Ich sehe auch keinen, wenn überhaupt ist die Lampe minimal heller oder weißer, aber nicht unangenehm. Das Licht ist eindeutig warmweiß, kein Gelbstich, nicht kalt.

Die Raumausleuchtung - und das mag ich an dieser LED besonders - ist genauso gut wie bei den alten Reflektoren. Bei meinen inzwischen durch LEDs ersetzten GU10 Lampen im Wohnzimmer bemerke ich unangenehme Schatten, weil der Lichtstrahl konzentrierter, "spotartiger" ist als früher. Das ist bei dieser Lampe definitiv nicht der Fall. Deswegen ziehe ich sie auch den Modellen einiger Markenhersteller vor.

Der Preis ist ebenfalls überzeugend. Wenn sie die versprochene Lebensdauer auch nur grob erreicht, kann man satt sparen.
Wer noch immer 40W Reflektoren benutzt, sollte einmal eine hiervon testen.


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