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Rezensionen verfasst von
Agilo "krillich"

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Kosmos  6930150 - Die Siedler von Catan - Play it smart
Kosmos 6930150 - Die Siedler von Catan - Play it smart
Preis: EUR 18,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Brettspiel, 17. Juni 2010
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Ich hatte mir vor vielen Jahren eine der ersten Auflagen gekauft. Im Gegensatz dazu sind die Spielfiguren nun aus Plastik statt aus Holz, stellen tatsächliche kleine Städte, Siedlungen oder Straßen dar. Man kann sich darüber streiten, ob das wirklich notwendig war, Puristen würden vermutlich die einfach gestalteten Holzfiguren bevorzugen.
Catan ist immer noch eines der genialsten Brettspiele überhaupt, selten stimmt die Mischung von Glück und Strategie so wunderbar, fast jede Spielrunde bleibt bis zum Schluss spannend und kann mit überraschenden Wendungen aufwarten.
Für etwas Fortgeschrittenere sei im Übrigen die Seefahrererweiterung empfohlen.


Föhnlage: Alpen-Krimi
Föhnlage: Alpen-Krimi
von Jörg Maurer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lustiger Krimi, 17. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Föhnlage: Alpen-Krimi (Taschenbuch)
Gut, wer einen klar strukturierten, spannungsgeladenen Whodunnitkrimi bevorzugt, könnte hier ein wenig enttäuscht sein, allzu sehr tapsen die Kriminologen um Kommissar Jennerwein wild und natürlich völlig falsch vor sich hin spekulierend durch diesen Fall, spielen Zufälle eine gewichtige Rolle und werden Rätsel nicht von den Polizisten, sondern durch sich meldende Zeugen gelöst.
Es ist der Humor, der dieses Buch vor allem auszeichnet, die liebevoll gestalteten Figuren, die Sprache mit den oberbayrischen und gelegentlich auch Allgäuer Elementen sowie solchen wunderbaren Neuschöpfungen wie dem Verb columboen, das insgesamt bieder-bayrische Ambiente, in dem die Hauptfiguren angesiedelt sind und nicht zuletzt der leicht satirische Unterton, der den Roman durchzieht und durchscheinen lässt, dass der der Autor eigentlich Kabarettist von Beruf ist.
Und spannend ist die Geschichte ja trotzdem, auch wenn sie diesbezüglich natürlich kein nervenaufreibender Thriller a la Stephenkingdanbrownstieglarson ist und auch nicht mit einer krimitypisch die Genialität des Ermittlers beweisenden finalen Aufklärung aufwartet. Aber man spürt, dass der Autor sich auch wirklich mit richtiger Polizeiarbeit beschäftigt und - wie er in der Danksagung erwähnt - professionell beraten lassen hat. Die Spurensicherer ermitteln so sorgfältig wie die Beamten von CSI, das brainstormung während der Besprechungen ist sinnvoll, wenn auch häufig wenig ergiebig und die gelegentlichen Einstreuungen aus diversen Gesetzbüchern zeugen ebenso wie die Ausführungen über Verschlüsselungstechnologie von einer gründlichen Recherche.
Ein echter Krimi also, der aber vor allem lustig ist.


Bertie in wilder Erwartung
Bertie in wilder Erwartung
von Pelham G. Wodehouse
  Broschiert

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Juwel britischen Humors, 30. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Bertie in wilder Erwartung (Broschiert)
Es gibt da ein Zeitalter, so zwischen der Thronbesteigung von Queen Victoria und dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, dem die Engländer ganz offensichtlich mit besonderer Wehmut nachhängen. Nicht ohne Grund sind auf der Insel die Geschichten aus jener goldenen Ära so beliebt - wie auch jene von P.G. Wodehouse.
Es gab in jenen Tagen noch eine Kaste von Menschen zumeist adeliger Herkunft, die es gewohnt war, ihr Leben mit gepflegtem Nichtstun zu verbringen. Man trifft sich zum Tee, isst im Klub, unternimmt Reisen auf den Kontinent oder in die Neue Welt, flirtet, verliebt sich auch mal und wenn es denn gar zu langweilig wird, verbringt man die Tage damit, sich selbst das Spiel auf dem Banjolele beizubringen. Bertie Wooster ist ein solches Produkt des britischen Empire: Liebenswert, lebensuntüchtig, etwas trottelig - und deswegen ständig auf die Hilfe seines klugen, gebildeten, wenn auch manchmal etwas geschwätzigen Leibdieners Jeeves angewiesen.
Die Geschichte ist auf Verwicklungen und Verwechslungen aufgebaut, wobei der Protagonist von einer peinlichen Situation in die nächste gerät. Das ist mit Sicherheit nichts Besonderes oder gar übermäßig originell - und wenn Bertie schließlich gezwungen ist, mit geschwärztem Gesicht durch die Nacht zu stolpern und Hausangestellte zu Tode zu erschrecken, wird es dann doch auch ein wenig albern. Das wirklich Großartige an dieser Geschichte aber ist die elegante, etwas manierierte Sprache (ein besonderes Lob gilt hier dem Übersetzer) und die wunderbaren Dialoge, in denen typisch britisches Understatement für viele Lacher sorgt.
Ein Juwel britischen Humors, dem vielleicht mitunter etwas mehr Schärfe gut tun würde, aber wenn man sich beim Lesen einfach nur amüsieren möchte, ist man mit P.G. Wodehouse und Bertie in wilder Erwartung gut beraten.


Schipper 609220397 - Malen nach Zahlen - Zitronenbäumchen, 40x80 cm
Schipper 609220397 - Malen nach Zahlen - Zitronenbäumchen, 40x80 cm
Preis: EUR 38,64

4.0 von 5 Sternen Mediterranes Flair, 26. Juni 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Mit dem Motiv und den warmen Terrakottafarben versprüht dieses Bild mediterranes Flair, ist auch deutlich weniger kitschig wie viele andere Bilder von Schipper. Das Format streicht das Motiv gut heraus, hat aber den Nachteil - und das bedeutet für mich auch 1 Stern Abzug -, dass man keinen günstigen Fertigrahmen findet.


Ab die Post. Ein Scheibenwelt-Roman
Ab die Post. Ein Scheibenwelt-Roman
von Terry Pratchett
  Gebundene Ausgabe

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Scheibenwelt-Müntefering, 20. September 2005
Wie fast immer bei Pratchett ein Buch von großartigem Humor, mit Sätzen voller Weisheit, die in jeder guten Aphorismensammlung der Welt einen Platz finden würden. Insgesamt, auch im Vergleich zu seinem letzten Buch (kleine freie Männer),auch wieder deutlich satirischer und mit seiner Kapitalismuskritik ungewöhnlich aktuell. Und genau diese Aktualität könnte ein Problem für viele Pratchettfans sein, denn wie in keinem anderen Scheibenweltroman zuvor bewegt sich "Ab die Post" sehr weit weg von dem Genre, in dem dieser Zyklus seinen Ursprung hat: von der Welt der Märchen, der Sagen und der Fantasy. Magie und fantastische Geschöpfe werden zu Nebenerscheinungen, im Mittelpunkt stehen der Wirtschaftskrieg zwischen einer rein gewinnorientierten Fondsgesellschaft (den Betreibern der Klacker) und einem Staatsunternehmen (der Post), das in dieser Auseinandersetzung letzlich nur mit Hilfe von Hackern bestehen kann. Auch wenn der Autor den Fortgang seiner Geschichte mitunter etwas zu sehr dem Zufall überlässt, wird der Leser, sofern er bereit ist, diesen Weg in einen anderen Scheibenweltroman mit zu gehen, einen Pratchett at his best erleben, witzig, ironisch, aber auch weise, moralisch und spannend.


Die Winterprinzessin. Ein unheimlicher Roman um die Brüder Grimm.
Die Winterprinzessin. Ein unheimlicher Roman um die Brüder Grimm.
von Kai Meyer
  Taschenbuch

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gebrüder Grimm als Sherlock Holmes und Doktor Watson, 20. September 2004
Goethe, Napoleon und das Geheimnis um Kaspar Hauser miteinander zu verbinden und als Klammer die Gebrüder Grimm zu benutzen, das ganze garniert mit indischen und europäischen Geheimbünden, einer exotischen Prinzessin, einem Fakir und einem durchgedrehten Gynäkologen, der sich für einen Schmetterling hält, das ganze hört sich nach unglaublichem Blödsinn an oder einer fantasievollen und originellen Geschichte. Das zweite ist der Fall. Der Autor besitzt genug ironische Distanz und ein ordentliches Maß an Respektlosigkeit gegenüber solchen Größen wie Goethe, benutzt mit den Brüdern Grimm ein "Detektiv"-Gespann, dass nicht ohne Absicht an Holmes/Watson erinnert und baut daraus eine insgesamt ausgesprochen unterhaltsame Lektüre. Das war das erste Buch, dass ich von Kai Meyer gelesen habe, aber es wird mit Sicherheit nicht das letzte sein.


Die Gangs von New York
Die Gangs von New York
von Herbert Asbury
  Taschenbuch

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Listen und Schlagstöcke, 14. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Gangs von New York (Taschenbuch)
Vorneweg: Das Buch wurde 1928 geschrieben. Was wir Heutigen - beeinflußt durch Hollywoodfilme und Detektivromane - uns unter New Yorker Bandenwesen vorstellen, war damals noch Zukunftsmusik. Was erwartet man von einem Buch mit diesem Titel? Ein Kriminalhistoriker von heute würde sich wahrscheinlich mit den Strukturen von Straßenbanden, mit den sozialen, gesellschaftlichen und ethnischen Hintergründen auseinandersetzen. Der Autor dieses Buches dagegen ist eher ein "Aufzähler". Oft seitenlang werden die zum Teil bizarren Namen von verschiedenen Gangs und ihren Mitgliedern oder von einschlägigen Kneipen, in denen diese sich tummelten, aufgelistet. Dazwischen fällt die eine oder andere Anekdote über einen Bandenchef und auch die Verbindung von Politk und Verbrechen wird eher als bekannt vorausgesetzt als das diesem Themenkomplex intensiver nachgegangen würde. Positiv am Autor fiel auf, daß er noch nicht der idealisierenden Gangsterromantik späterer Autoren (Beispiel "Der Pate") verfallen war und die Gangster als so brutal und rücksichtslos beschreibt, wie sie eben auch waren, negativ dagegen seine primitive Vorliebe für präventiven polizeilichen Schlagstockeinsatz. Das letztliche mag an den veralteten gesellschaftlichen Konventionen, die aus dem Alter des Buches resultieren, liegen, aber andererseits sind Präventivschläge auch im Amerika der heutigen Zeit noch oder wieder absolut angesagt.


Die Kelten
Die Kelten
von Alexander Demandt
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

64 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Brennus bis Asterix, 16. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Kelten (Taschenbuch)
Demandt schreibt über die Welt der Kelten in der für die Beck`sche Reihe üblichen kurzen Form, aber auch - was weniger üblich für diese Format ist - auch kurzweilig und unterhaltsam. Er umfasst vieles Wissenswertes so gründlich, wie es auf 120 Seiten möglich ist, kann deswegen natürlich nicht zu sehr ins Detail gehen ( Was ich als Laie, wenn ich an die oft allzu akribische Detailversessenheit von Historikern denke, als eher angenehm empfinde). Es bleiben trotzdem interessante Aha-Erlebnisse: Oder wußten Sie, daß 6 heutige europäische Hauptstädte von Kelten gegründet wurden?


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