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Beiträge von Andrea H.
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Rezensionen verfasst von
Andrea H. (München, DE)

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Bronson, auf gute Nachbarschaft (Brunnthaler G'schichten 2)
Bronson, auf gute Nachbarschaft (Brunnthaler G'schichten 2)
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt für einen verregneten Nachmittag!, 12. Januar 2016
Das war mein erstes Buch von Tina Sprenzel. Für mich als Münchnerin ist es immer sehr schön, etwas aus der direkten Nachbarschaft zu lesen. Weil ich ein großer Tierfreund bin, hat sich Bronson, die Continental Bulldogge, direkt in mein Herz gebellt. Es fällt nicht schwer, ihn und sein Herrchen Charlie zu mögen. Und auch Angi und ihre grantige Oma sind ein wunderbares Paar. Mir hat es ganz besonders gut gefallen, dass die Figuren so liebevoll im Detail gezeichnet sind. Das Buch liest sich flüssig, ist unterhaltsam und man ist Zeuge, wie sich trotz eines Mords langsam eine sehr schöne Liebesgeschichte anbahnt. An vielen Stellen musste ich schmunzeln, besonders wenn die Gedanken des Hundes beschrieben wurden. Das bleibt auf jeden Fall nicht das letzte Buch aus der Brunnthal-Reihe! Leseempfehlung!


Gusti Leder nature "Felix" Federmappe Mäppchen Schlamperrolle Stiftemappe Griffelmappe Uni Büro Lederaccessoire Alltag Vintage P6
Gusti Leder nature "Felix" Federmappe Mäppchen Schlamperrolle Stiftemappe Griffelmappe Uni Büro Lederaccessoire Alltag Vintage P6
Wird angeboten von Gusti Leder
Preis: EUR 15,95

5.0 von 5 Sternen Feine Ware, 26. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr hübsches Maeppchen. Genau wie erwartet. Riecht angenehm nach Leder und ist am Anfang etwas steif. Wird aber schon nach kurzem Gebrauch weicher.


Die schlafende Stadt
Die schlafende Stadt
Preis: EUR 7,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gelungener Generationen-Fantasyroman, 20. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Die schlafende Stadt (Kindle Edition)
Darius lebt in einer Stadt, die nur nachts zum Leben erwacht. Im Sternenobservatorium kartographiert er jede Nacht Sternenbilder, zusammen mit seinem Freund und Kollegen Beda. In ihren Gedächtnissen ist eine ewige Dumpfheit, Darius weiß zwar, dass er nicht immer in dieser Stadt gelebt hat, aber er kann sich nicht erinnern, wann und wie er dorthin kam. In seinem Kopf bleibt alles vage und er fühlt sich ständig müde und träge. Alle Menschen sind träge in dieser Stadt und niemand stellt kritische Fragen. Man döst in scheinbarer Zufriedenheit vor sich hin. Bei Vollmond gehen sie alle in den Tempel zu einer religiösen Andacht, die ihr zufriedenes Leben preist. Darius erlebt in einer dieser Andachten, wie ein Mann von Wachen misshandelt und weggebracht wird. Außer ihn scheint das aber niemand zu stören. Doch von da ab verändert er sich, sein Geist wacht auf. Er beginnt sich Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen, über seine Herkunft und über die Welt in der er lebt. Schon bald fällt er durch sein nicht mehr dumpfes und träges Verhalten und seine Neugier auf...

Berthold hat Angst. Er hat schreckliche Alpträume, in denen er bedrohliche und beklemmende Szenen sieht, die Angstzustände bei ihm auslösen. Gefangen in einer Beziehung, die eigentlich keine ist und die ihn auch nicht glücklich macht, nehmen seine panischen Angstattacken immer mehr zu. Nach so einem Alptraum läuft er durch die Straßen, um sich zu beruhigen, als er zufällig eine junge bewusstlose Frau findet, die übel zugerichtet und vergewaltigt wurde. Als er sie im Krankenhaus besucht, verliebt er sich in sie. Seine unglückliche Beziehung beendet er jetzt endlich und er sucht wegen seiner Angst professionelle Hilfe. Die Psychotherapeutin rät ihm, in der Vergangenheit seiner Familie nach dem Grund für diese Angst zu suchen, nicht in seiner eigenen Vergangenheit. Obwohl Berthold das ungewöhnlich findet, besucht er seinen Großvater, um mehr über seine Familie zu erfahren...

Darius und Berthold sind die beiden Hauptprotagonisten, ihre Geschichten ziehen sich von Anfang bis Ende durch das Buch. Daneben gibt es aber noch viele andere Personen in diesem Buch, die alle ihre eigenen Geschichten haben: Leni, Robin, Sophia, Dankwart, Ludwig, um nur ein paar zu nennen. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das mit so vielen Handlungssträngen jongliert. Bis zur Hälfte des Buches lernt man dauernd andere Personen und ihre Geschichten kennen und hat keine Ahnung, wie das alles zusammen hängt. Erst in der zweiten Hälfte des Buchs beginnt sich der Nebel über den Zusammenhängen langsam zu lichten.

Ich fand diese Vielzahl an Personen anfangs etwas verwirrend, besonders weil ich beim Lesen drei Tage Pause eingelegt und beim Weiterlesen erstmal Schwierigkeiten hatte, die wieder auftauchenden Personen den richtigen Handlungen zuzuordnen. Gleichzeitig war ich aber auch genau davon fasziniert, denn jede einzelne Geschichte ist lesenswert. Die Zeitspanne geht vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart und noch weiter bis ins Jenseits. Die Charaktere sind in ihrer jeweiligen Zeit fein gezeichnet und so unterschiedlich, wie sie es nur sein können: ein Psychopath, ein böser Richter, ein liebendes Paar, ein begnadeter Künstler, ein SS-Offizier, ein Apotheker, ein Mörder, ein Mädchen aus gutem Hause... sogar Mozart taucht mal kurz auf. Da ist wirklich für jeden was dabei. Besonders der Psychopath hat es mir angetan: Die Schilderungen seiner Gedanken, sein Verhalten und sein Reden wirken beklemmend authentisch. Und auch mit Sexszenen hat der Autor nicht gespart. Auch die sind natürlich angepasst an die jeweilige Zeit und von ganz unterschiedlicher Art. Ein Buch für Erwachsene, da geht's manchmal ganz schön zur Sache.

Das Buch war nicht nur spannend, es hat mich auch emotional gepackt, am Schluss musste ich sogar ein Tränchen der Rührung wegdrücken. Damit will ich aber nicht sagen, dass es ein Frauenbuch ist. Ganz bestimmt nicht. Es ist auf der einen Seite ein Buch, das Historie und Gesellschaft über Generationen schildert, auf der anderen Seite ein echter Fantasyroman, weil es eine jenseitige Welt gibt, die Einfluss auf die Geschehnisse im Diesseits hat. Und auch umgekehrt: Es ist eine Wechselwirkung von Diesseits und Jenseits. Eine feine Idee, die perfekt umgesetzt wurde.

Positiv erwähnen möchte ich auf jeden Fall die äußere Erscheinung des E-Books. Es hat mir sehr gut gefallen, dass vor jedem Kapitel ein inhaltlich passendes Gedicht oder Zitat eingefügt wurde und jedes Kapitel mit einer kleinen Illustration beendet wird. Auch die edel wirkende Schreibschrift für die Kapitel-Überschriften, die eingefügten handschriftlichen Zettel und Briefe werten das Buch auf. Ich hatte das Gefühl, ein sehr hochwertiges Buch zu lesen, das dem Autor auch die Mühe wert war, es optisch schön zu gestalten.

5 sehr gern vergebene Sterne für dieses spannende und abwechslungsreiche Buch und eine Leseempfehlung für den Urlaub!


Schiller-Code
Schiller-Code
von Rita Hausen
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Krimi mit alten Schädeln und fanatischen Wissenschaftlern, 25. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Schiller-Code (Taschenbuch)
"...wir müssen mit...dem Verbrecher...bekannt werden, eh er handelt, wir müssen ihn seine Handlung nicht bloß vollbringen, sondern auch wollen sehen. An seinen Gedanken liegt uns unendlich mehr als an seinen Taten, und noch weit mehr an den Quellen seiner Gedanken als an den Folgen jener Taten."
(Friedrich Schiller, Der Verbrecher aus verlorener Ehre)

An Schilllers 250. Geburtstag wird Professor John ermordet in der Alten Anatomie in Tübingen gefunden. Er liegt dort mit säuberlich abgetrenntem Kopf zwischen lauter alten Schädeln aus der Schädel-Sammlung. Der Professor und Genetiker glaubte, den echten Schädel Schillers gefunden zu haben.
Kommissar Lukas Ackermann und seine Kollegin Lena Wiesenthal nehmen die Ermittlungen auf. Zwischen all den Schiller-Fanatikern und ehrgeizigen Doktoren in seinem Umkreis gibt es dann auch schon bald einige Verdächtige, die aus verschiedenen Gründen an dem Schädelfund interessiert waren.
Dann wird auch noch der Theater-Regisseur Ansgar Kramer getötet. Und das, gerade nachdem er eine sehr ausgefallene Wallenstein-Inszenierung aufgeführt hat, die wenig Begeisterung beim Publikum fand. Hängen die beiden Morde zusammen?

Ein sehr kurzweiliger und spannender Krimi, den ich sehr gern gelesen habe. Für diesen Krimi wurde viel Hintergrundwissen aus Geschichte und Medizin recherchiert, das aber dem Leser nicht - wie so oft - aufgedrückt wird. Es wird ganz nebenbei vermittelt und ist hochinteressant. Die Kommissarin Lena Wiesenthal, die in dem Roman die Protagonistin ist, reagiert sehr menschlich und ist sympathisch. Ihr Hauptgebiet ist das Profiling. Sie ist es auch, die sehr viel im Hintergrund recherchiert. Im Buch macht sie einen verhängnisvollen Fehler: Sie bittet jemand um Unterstützung bei ihrer Ermittlungsarbeit, der nicht zur Polizei gehört. Das macht ihr dann schwer zu schaffen. Und doch hatte sie den richtigen Riecher, wie sich am Schluss herausstellt.

In diesem Roman ist nicht Schluss, wenn der Täter gefunden ist, sondern der Täter wird noch weiter über die Verhöre bis zur Gerichtsverhandlung begleitet. Der Grund dafür ist, dass ihm nicht alle Morde nachweisbar sind, er muss sie selber gestehen. Der Leser bekommt dabei einen Einblick in die Psyche eines tief gestörten Menschen. Seine persönliche Geschichte hat mit Schiller nichts mehr zu tun.

Das Buch lebt von den fein gezeichneten, unterschiedlichen Charakteren. Ehrgeizige Wissenschaftler, Schiller-Fanatiker, Künstler und jede Menge alter Schädel machen die Stimmung in diesem Buch aus. Am Schluss ist das Geheimnis um den Schiller-Schädel aber nur noch nebensächlich, das Buch entwickelt sich in eine ganz andere Richtung. Ein spannender und sehr gut geschriebener Krimi, den ich sehr gern empfehle!


Im Schatten der Roten Mühle
Im Schatten der Roten Mühle
Preis: EUR 3,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Mafia-Thriller, 23. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Roten Mühle (Kindle Edition)
Ein Mafiaboss wird in seinem Feriendomizil getötet. Damit beginnt das Buch. Es erzählt, wie es dazu kam, dass er sterben musste...

Der Roman liest sich ein wenig wie ein Tatsachenbericht. Alles wurde sehr genau recherchiert, was dem Buch auch anzumerken ist, und dann in eine spannende Story verpackt! Lese-Empfehlung!


Zeitgeist: Alptraum-Phantasie
Zeitgeist: Alptraum-Phantasie
von Christian S. Schneeweiß
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich gut und gruselig, 14. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Zeitgeist: Alptraum-Phantasie (Taschenbuch)
Ein Mann sitzt in der Zelle eines Irrenhauses, wo er auch sein Restleben lang bleiben wird. Weil er nicht reden will, gibt man ihm eine Schreibmaschine. Er schreibt auch, er erzählt seine Geschichte. Aber jedes Stück Papier, das er beschreibt, isst er anschließend auf.

Dann folgt eine wirkliche Horror-Geschichte, die als Kriminalfall beginnt. Der Zelleninsasse ist ein ehemaliger Polizeibeamter, der an den Tatort eines furchtbaren Mordes gerufen wird. Dort liegt ein Mann in seinem Blut, das Herz heraus gerissen, alle Knochen gebrochen. Am Tatort die Putzfrau, die aber völlig apathisch ist und kein Wort sagt. Er nimmt die Ermittlungen auf. Auf dem Rückweg vom Tatort sieht er am Straßenrand ein nacktes schwarzhaariges Mädchen. Bis er endlich anhält, ist sie bereits weg. Zurück bleiben Fußspuren von nackten Füßen. Unerklärlich im November, der erste Schnee fällt gerade vom Himmel und es ist kalt.

An der Stelle ist der Krimi vorbei und der Horror beginnt. Und zwar so, dass ich unterm Sonnenschirm bei fast 30° zu frösteln anfing und Gänsehaut hatte. Das haben Stephen King und Dean Koontz schon lange nicht mehr geschafft.

"Ich gebe zu, ich weiß es nicht, ich weiß so vieles nicht, weiß nicht, wie diese Welt entstand, weiß nicht, wohin sie sich bewegt, weiß nicht, wie sie funktioniert, nicht im Detail. Und dort liegt bekanntlich der Teufel begraben. In den Zwischenräumen dieser Welt, wo wir ihn nicht wahrnehmen, und er spielt mit uns. Nein, natürlich nicht er selbst, er ist nur Projektion all dessen, was wir "böse" nennen. Auch wenn es manchmal gar keinen Namen hat. Versteckt sich dort, in den Spalten der Welt und wartet, und beobachtet. Wie es uns an diesem Tag beobachtet hat, jeden einzelnen von uns, unserer Körper gesehen, unsere Worte gehört… Vielleicht nicht nur an diesem Tag? Vielleicht auch an anderen?"

Hier schreibt endlich mal wieder jemand ein Buch, der einen ganz eigenen Sprachstil hat. Und dieser Stil gefällt mir wahnsinnig gut. Er passt zur Stimmung des Buches. Kurz und prägnant, manchmal direkt abgehackt, manchmal etwas lyrisch, aber immer sehr intelligent. Die Psyche und die Sprache eines Serienmörders? Der Mann, der an der Schreibmaschine sitzt, scheint bei klarem Verstand zu sein. Aber je weiter man in das Buch hinein liest, umso mehr fragt man sich, ob das auch wirklich so ist. Es gibt zwei Möglichkeiten: Die eine ist, dass man tatsächlich von dem "Bösen" liest, das dem Protagonisten begegnet. Die andere ist, dass es sich dabei um die Wahnvorstellungen eines Serienmörders handelt, der zurecht im Irrenhaus gelandet ist. Und genau das macht das Buch so unheimlich und tatsächlich auch ein wenig furchteinflößend.

Wo hören Wahnvorstellungen und Alpträume auf und wo beginnt bei dieser Geschichte wieder die Realität? Manchmal ist das schwer zu beantworten für den Leser. Aber das macht nichts, denn auch der Protagonist des Buches kämpft genau damit und warum sollte es denn dem Leser anders gehen. Zeit und Raum spielen in diesem Buch keine Rolle, die Geschichte springt vor und zurück, dass es einem dabei schwindlig werden kann. Manches ist dann Realität in der Geschichte, anderes war dann doch nur ein Alptraum. Auf jeden Fall war es immer anders, als ich dachte. Ich war dauernd überrascht und "angegruselt".

Es gibt in dem Buch ziemlich viel Blut. Aber die Gewalt ist so erzählt, dass das Blut wenig Rolle spielt und einen nicht abstößt. Es kommt einem eher unwichtig vor, die psychologische Spannung ist viel wichtiger. Dadurch entstand das Grauen bei mir im Kopf.

"Kennen Sie diese mythologischen Kreaturen, kleine schwarze Wesen, die schon die Menschen im Altertum im Schlaf geplagt haben, mit Alpträumen, Angstzuständen, Atemnot… Nachtmahre. Natürlich kennen Sie sie, Sie sind ich. Selbstgespräche."

Er schreibt seine Geschichte an sich selbst. Gerade dieses Selbstgespräch hatte für mich als Leser eine echte Sogwirkung und es gab mir ein wenig das Gefühl, ein Voyeur zu sein: Ich, der Leser, konnte dabei mitlesen, wie der Mann sich selbst seine Geschichte erzählt, die er sonst niemanden erzählt. Er isst sie ja immer wieder auf. Exklusiv-Recht sozusagen. ;-)

Ein fantastisches Buch, unendlich spannend, total gruselig und für jeden Horror-Fan eine Leseempfehlung. Ich lese zur Zeit parallel einen Stephen King Roman, aber der kann nach meiner Ansicht mit ZEITGEIST nicht mithalten. Weder bei der Spannung noch bei den Horror-Elementen. Und das hätte ich niemals erwartet.


Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord
Vollstrecker der Königin - Der Baeldin-Mord

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Fantasy-Krimi für Jugendliche, 13. Juni 2013
Auf Schloss Baeldin wird eine Zofe ermordet. Caitlynn, die frisch ausgebildete Vollstreckerin der Königin, wird dort hin geschickt, um den Mörder zu finden, zu verurteilen und zu richten. Anfangs wird sie wegen ihrer Jugend nicht richtig ernst genommen, aber schon bald stellen die Schlossbewohner fest, dass man ihre Kraft nicht unterschätzen sollte. Unerschrocken und manchmal auch frech stochert sie in den Privatangelegenheiten der Schlossbewohner herum und dabei zeigt sich, dass doch einige Grund hatten, die ermordete Zofe zu hassen…

Caitlynns freche Art, die sie sich allerdings auch leisten kann, weil sie viel mächtiger ist, als die Schlossbewohner ahnen, hat mir am besten gefallen. In diesem Buch geht es um "Charisma". Das ist eine geistige Kraft, die anderen Menschen beherrschen und Willen aufzwingen kann. Davon haben manche mehr und manche weniger. Caitlynn hat jede Menge davon.

"Vollstrecker der Königin" ist ein Fantasy-Krimi und ein Jugendbuch. Die Geschichte ist gut erzählt und sehr kurzweilig zu lesen. Die Welt, die hier beschrieben wird, steckt voller Magie. Hier sitzt der Haus- und Hofmagier beim Essen mit an der Tafel und auch Caitlynns Tätigkeit ist eine Mischung aus Magier, Detektiv und Richter. Wenn sie einen Verbrecher fasst, dann tötet sie ihn nicht, sondern lässt ihn durch ihre Magie das erleiden, was er seinem Opfer angetan hat. Feine Sache, denn in diesem Buch fließt so gut wie kein Blut. Hier wird mit Geisteskraft und Intelligenz gekämpft.

Ich fand die Story sehr spannend und habe mich in dieser Welt sehr wohl gefühlt. Caitlynn ist mir sehr sympathisch, sie ist intelligent und eine echte Power-Frau. Leider war das Buch für meinen Geschmack viel zu kurz. Ich denke aber, dass es die erste einer ganzen Reihe von Geschichten über die Vollstreckerin ist. Auch, wenn es nicht so unbedingt für mein Alter geschrieben wurde, ich würde gern noch eine weitere Geschichte von Caitlynn lesen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2013 4:32 AM MEST


Der Schauermann - Historischer Thriller
Der Schauermann - Historischer Thriller

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Historie Hamburgs, 10. Juni 2013
Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts: Im Hamburger Hafen wird in einer heißen August- Nacht eine junge Frau grausam getötet. Ihre Halsschlagader wurde durchgebissen und Gerüchte gehen um, dass ein Vampir dafür verantwortlich ist. Polizei-Offiziant Lukas Boysen soll den Fall möglichst schnell lösen, denn in Hamburg beginnt auch gerade eine Cholera-Epidemie und die Panik in der Bevölkerung ist bereits groß genug. Bei seinen Ermittlungen in den Armenvierteln der Stadt trifft er auf Anna Dierks, einer Töchter aus der Hamburger Oberschicht. Sie ist für einen karitativen Dienst in den Armenvierteln unterwegs. Anfangs mögen sich die beiden nicht, zu groß ist der Standesunterschied zwischen ihnen. Als Boysen eine heiße Spur bis in die bessere Gesellschaft Hamburgs verfolgt, wird er plötzlich von seinem Chef gestoppt. Er verbietet ihm, seine Spur weiter zu verfolgen. Doch Boysen ermittelt auf eigene Faust weiter und bekommt dabei von Anna unerwartet Hilfe...

Feines Setting für einen Roman. Die Schilderungen des historischen Hamburg und seiner Menschen ist sehr anschaulich und hat mir gut gefallen. Wenn Boysen durch das Gängeviertel, dem Arbeiter- und Elendsviertel, läuft, meint man, den muffigen Geruch nach Armut und Fäkalien riechen zu können. Mit viel Liebe zum Detail wurde die historische Kulisse dieses Romans recherchiert.

Schiffsarbeiter in schmutzigen Arbeitskleidern, Ausländer aus Russisch-Polen und der Ukraine, die von Hamburg aus nach Amerika wollen, billige Prostituierte und ihre Zuhälter, und Arme, die in elendigen beengten Verhältnissen im Gängeviertel leben, bestimmen Offiziant Boysens Welt. Hier fühlt er sich wohl. Der Chef der Brooktorwache patrouilliert tabakkauend in dunkelblauem Waffenrock und Kugelspitzen-Helm persönlich durch sein Revier. Er ist kein Freund des Schreibpults und mit den Dienstvorschriften nimmt er es auch nicht so genau. Wenn es Ärger gibt mit, dann langt er schon mal hin. Und nach Dienstschluss geht er zu Frau Lehmkuhl, der Puffmutter des Viertels, auf einen Teller Aalsuppe und ein Schäferstündchen mit der dicken Stine.

Anna Dierks dagegen kommt aus der feinen Gesellschaft Hamburgs. Sie lebt mit ihren Eltern in einer der großen Villen an der Elbe. Sie ist gebildet und belesen und ihre einzige Sorge sollte es sein, einen Ehemann von passendem Stand zu finden und auf den Partys ihrer Gesellschaft gut auszusehen. Aber damit ist sie nicht zufrieden. Wann immer sie kann, ist sie im Gängeviertel unterwegs und arbeitet für eine karitative Organisation, die "gefallenen Mädchen" hilft.

Als die beiden aufeinander treffen, prallen natürlich Welten zusammen, die sich nichts zu sagen haben. Erst im Laufe des Buchs bekommen beide Achtung voreinander. Dieser Standeskonflikt, der neben der eigentlichen Kriminalhandlung her läuft, hat mir sehr gut gefallen, weil ich glaube, dass er die damalige Zeit und ihre Menschen sehr gut abbildet.

Die Story ist sehr spannend und ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es nun weiter geht. Ich fand Boysen und Anna beide sehr sympathisch und habe mich gut in ihre Zeit versetzen können. Das Buch hat ein Profi geschrieben und so liest es sich auch sehr flüssig, hat einen guten Sprachstil und spannende Dialoge. Und ich habe ich auch nebenbei einiges gelernt, was das Leben der Menschen zu dieser Zeit betrifft. Man merkt genau an den Details, dass der Autor sehr genau recherchiert hat und den Leser in diese Zeit zurückversetzen will. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!


Schröders Verdacht: Italien-Thriller (Dark 1)
Schröders Verdacht: Italien-Thriller (Dark 1)
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pageturner über die Giftmüll-Mafia, 31. Mai 2013
Reinhard Schröder ist Geologe und arbeitet in einem Büro für Umwelttechnik in Aachen. Im Auftrag der ICCO, einer italienischen Firma, die Kühlaggregate herstellt, nimmt er im Werk Aachen Bodenproben an der Tankstelle auf dem Firmengelände, weil dort eine größere Menge Benzin ausgelaufen ist. Dabei findet er eine ungewöhnlich hohe Konzentration von PCB im Boden. PCB ist hochgiftig und wird zur Herstellung von Kühlaggregaten benötigt.

Parallel dazu wurden gerade bei seinem Freund Frederic Lasky, einem Toxikologen, der als Arzt am Aachener Klinikum arbeitet, zwei Kinder eingeliefert, die an der seltenen Yusho-Krankheit leiden. Diese Krankheit ist auf eine Vergiftung mit PCB zurückzuführen. Schröder vermutet einen Zusammenhang zwischen der Bodenkontamination und den Krankheitsfällen. Beim Leiter der ICCO in Aachen, Leclerq, stößt er jedoch auf taube Ohren, was seinen Verdacht angeht. Schröder will der Firma eine Chance geben, die Kontamination zu beseitigen, bevor das Gesundheitsamt von den Krankheitsfällen erfährt und den Zusammenhang mit der ICCO herstellt.

Als er mit Lasky zu einem gemeinsamen Urlaub nach Sizilien aufbricht, beschließt er daher, bei Dottore Saltini vorzusprechen, dem Leiter der Mutterfirma in Mailand. Aber auch hier hat er keinen Erfolg, Saltini versucht ihn mit Geld zum Schweigen zu bringen. Als Schröder sein Büro verlässt, weiß Saltini, dass er mit seinem Wissen eine Gefahr für ihn ist. Er schickt ihm zwei Mafia-Killer in den Urlaub hinterher...

Ein sehr spannender Thriller mit viel Tempo und Action. Der Roman spielt in Italien, Österreich und Deutschland. Schröder flieht vor der Mafia, die ihm immer sehr dicht auf den Fersen ist, ganz egal, was für Haken er auf der Flucht schlägt. Gleichzeitig versuchen seine Freunde von Aachen aus, ihm zu helfen, indem sie die üblen Machenschaften der ICCO nach und nach aufdecken. Die Geschichte springt zwischen Aachen und Italien hin und her. Überrascht hat mich die Brutalität der Mafia-Killer, die auf der Suche nach Schröder eine Blutspur hinter sich her ziehen.

Der Autor ist selbst Geologe und begeisterter Bergsteiger. Man merkt an vielen Stellen, dass er mehr als nur Recherche-Wissen hat und ganz genau weiß, wovon er schreibt. Das hat mir sehr gut gefallen. Der Roman wirkt dadurch sehr authentisch.

Das Buch ist bereits 1996 im Helios-Verlag erschienen. Der Autor bringt es nun als eBook noch einmal heraus. Das sollte der Leser wissen. Denn sonst stolpert man wie ich darüber, dass eine 3,5 Zoll Diskette als "hochmodernes Speichermedium" bezeichnet wird und Schröder mit der Eurocard bezahlt. Aber das tut der Story nichts, sie ist trotzdem gut. Der Thriller ist spannende Unterhaltungslektüre, flüssig und gut geschrieben. 4 Sterne vergebe ich gern für diesen Pageturner.


Bretonische Brandung: Kommissar Dupins zweiter Fall
Bretonische Brandung: Kommissar Dupins zweiter Fall
Preis: EUR 8,99

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen perfektes Buch für den Frühling, 28. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf den vor der bretonischen Küste liegenden Inseln, den Glénan, werden drei Leichen angespült. Auf den ersten Blick sieht das nach Schiffsunglück aus, aber Dupin stellt bald fest, dass es sich um Mord handelt. Eine spannende Story um Intrigen und eine Handvoll Menschen, die auf den kleinen Inseln leben, beginnt. Und Kommissar Dupin, der sich überhaupt nicht gern auf schwankenden Booten aufhält, muss dauernd zwischen den Inseln hin und her fahren...

Ich mochte Kommissar Dupin schon nach dem ersten Teil „Bretonische Verhältnisse“, aber nach dem Buch jetzt habe ich ihn richtig lieb gewonnen. Er ist einer der Kommissare, die einen nach einer halben Stunde Lesezeit nach einer Flasche Rotwein suchen lassen und wo man im Hinterkopf immer überlegt, ob man nicht schnell noch ins Feinkostgeschäft laufen sollte, um in Knoblauch eingelegte Garnelen und Baguette zur Lektüre zu kaufen. Der koffeinsüchtige Kommissar, der für einen guten Café auch mal die Ermittlungen unterbricht, obwohl er eindeutig ein Workaholic ist, wirkt auf mich ziemlich appetitanregend.

Dabei ist er gar kein Bretone, sondern ein waschechter Pariser und lebt erst seit 4 Jahren in der Bretagne. Auch, wenn er die Bretonen mag, sie sind ihm doch immer wieder etwas fremd. Das Leben in der rauen Bretagne mit dem Meer und den Stürmen macht aus den Bretonen Mystiker, die ihre eigenen Sagen haben und in ihren Traditionen sehr verwurzelt sind. Für Dupin ist das immer wieder Anlass zu großer Verwunderung. Aber von Teil 1 zu Teil 2 hatte ich das Gefühl, dass Dupin sich auch immer mehr anpasst und sich das bretonische Lebensgefühl zu eigen macht.

Menschlich ist er ein schwieriger Fall. Er ist oft mürrisch und ein Eigenbrötler. Seine Assistenten Riwal und Kadeg, besonders letzterer, müssen das oft ertragen. Riwal mag er ja, aber den übereifrigen Kadeg, den kann er nicht ausstehen. Kadeg tut mir schon fast leid, weil er ihn bei Ermittlungen immer so weit wie möglich weg schickt. Und wenn er dann mal zu ihm kommt und ihm - übereifrig wie immer - seine Ergebnisse vorträgt und vermutlich auf ein Lob von seinem Chef hofft, dann lässt Dupin ihn immer abprallen. Er hat ein wirklich hartes Los mit seinem Chef. Von seiner überaus kompetenten Assistentin Nolwenn bekommt er in jeder Lebenssituation gute Ratschläge und Lektionen in bretonischer Geschichte und Lebensart. Außerdem weiß sie intuitiv, wann sie Dupin vom Rest der Welt abschotten muss. Nämlich immer dann, wenn Dupin Fährte aufgenommen hat und zum Workaholic wird. Dupin arbeitet dann fast rund um die Uhr und natürlich erwartet er das auch von seinen beiden Assistenten Riwal und Kadeg. Da kann es schon mal vorkommen, dass er seine Leute erst nachts nach Hause schickt und bereits vor 6 Uhr am nächsten Morgen Riwal die ersten telefonischen Instruktionen gibt. Außerdem verweigert er es grundsätzlich, mit seinem Chef, dem Präfekten Marialoquer, während einer Ermittlung zu telefonieren, obwohl der bereits weiß glüht vor Wut. Gut, dass er seine Nolwenn hat. Mit ruhiger Konsequenz lenkt sie alles in die richtigen Bahnen. Außerdem kennt sie so gut wie jeden und weiß zu allem eine Geschichte, was Dupin immer wieder sehr hilft.

Kommissar Dupin hat jede Menge Ecken und Kanten, aber gerade das macht ihn sehr sympathisch. Das Buch ist auch ein richtiges Sommer-Buch. Man sollte es bei Sonnenschein draußen irgendwo lesen, dann hat man das Gefühl, dass man das Meer gleich riechen kann. Eine Top-Leseempfehlung für den Frühling!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2013 10:03 AM MEST


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