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Rezensionen verfasst von
Tobias Müller (Reinstorf)
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No.2
No.2

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Saustark!, 29. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: No.2 (Audio CD)
Vier lange Jahre sind seit dem Debutalbum der Band vergangen. Vier Jahre, in denen sich viel bei den Hamburgern getan hat. Und zwar nicht nur erfreuliches. Tape sind mittlerweile bei dem Indie- Label Tiefdruck- Musik unter Vertrag und treten nun mit neuer Sängerin an, nachdem die ehemalige Sängerin Dacia Bridges, schon vor einiger Zeit die Band verlassen hat, um ein bisher relativ wenig erfolgreiches und recht uninteressantes neues Bandprojekt zu starten.

Aber das alles ist nicht wichtig. Wichtig ist allein, wie sich die Platte #2 anhört. Bevor ich nun mit Einzelheiten beginne, bringe ich es auf den Punkt: Es ist sehr gut geworden!

#1 war ja schon ein mehr als beachtenswertes Debut. Ein frischer Mix aus Metal, Rock, R`n`B und ein wenig Drum`n`Base. Tape wirkten schon von Beginn an sehr professionell, interessant und einzigartig. Härtere und dennoch gefühlvolle Musik und noch dazu eine Frontfrau. Generell gibt es ja sehr wenige Rockbands mit Sängerin. Gut, Die Happy fallen einem ein, aber dann ist auch schon bald Schluss. Insofern war und ist Tape eine willkommene Abwechslung, die aus dem alltäglichen Einheitsbrei hervorsticht.

Verdientermaßen folgten Auftritte mit namhaften Acts wie Limp Bizkit oder Stone Sour, Radio- und Videokanalrotationen und Chartplatzierungen mit dem Album und der Single "Yehaa". Dann wurde es wie gesagt lange still um die fünf. Sehr lange sogar.

Doch nun melden sie sich eindrucksvoll zurück. Einen wunderbaren Ersteindruck auf #2 bot schon die erste Single "Falling", die meiner Meinung nach so ziemlich das Beste ist, was die Band je abgeliefert hat und sogar "Yehaa" vom Sockel stößt. Bei wem "Falling" nicht zum Ohrwurm wird, der mag entweder keine Rockmusik oder der ist schlicht taub.

Insgesamt ist zum Album zu sagen, dass es im Vergleich zu #1 ausgewogener, vollkommener, melodiöser, schlicht besser ist. Der R`n`B Sound von #1 ist ein wenig in den Hintergrund gestellt worden, dafür rockt #2 einfach mehr! Eine Entwicklung, die wohl nicht zuletzt auch mit der neuen Sängerin Peti van der Velde - hauptberuflich Sängerin beim Queen Musical "We will rock you" - zusammenhängt. Diese Frau muss man einfach mal live erleben, dann weiß man, was eine grandiose Sängerin von einer überdurchschnittlichen unterscheidet. Tape wirken reifer auf ihrem neuen Album und #2 hätte mit der alten Sängerin nicht so funktionieren können, wie es jetzt funktioniert. Insofern ist der Einstieg von Peti ein wahrer Glücksfall.

Mit "24/7" startet #2 hochklassig. Der Song hat einen tollen Fluss und einen hervorstechenden Refrain. Auch "Leave it all behind" startet mit krachenden Riffs und der eher ruhig startende Refrain ist einfach wunderschön. Track 3 ist "Playhouse", dessen markanter Gitarrenpart einem schon vom Besuch der Website bekannt ist. Nach dem schon erwähnten "Falling" wartet #2 direkt mit einem nächsten absoluten Highlight auf. Abermals zeigt in Peti "Nothing but lies" wie viel Power sie in der Stimme hat! Ein wunderschöner, gefühlvoller Song. Nach dem druckvollen "Suffocate" folgt mit "Smile" ein grandiose Ballade. Licht aus, Kerzen an, Freund oder Freundin in den Arm und einfach nur Träumen. Mehr muss man zu "Smile" nicht sagen!

Härter aber nicht weniger eindrucksvoll geht es mit "Mary" weiter. Ein unglaublich interessanter Song, der einfach nur Spaß macht. Mit einem rotzigen Refrain und unnachahmlichen, swingenden Strophen, wie nur Tape es können. Kreativ und absolutes Hitpotential! Bei solch einem Drive bleibt kein Tanzbein ruhig. Track 9 ist "Knock out". Hier wird eine besondere Atmosphäre mit einigen Gitarreneffekten erzeugt. Es sind auch diese relativ spärlichen aber wirkungsvollen Effekte, die dieses Album auch im Vergleich zu #1 auszeichnen. Es folgt "Peek a boo" - ein ungewöhnlicher Song, im positiven Sinne! Und dann kommt "LSD". Und nachdem ich dieses Lied gehört habe, war ich etwas verwundert, dass auf dem Album kein "parental advisory explicit content" klebte. Das ist schon ein ziemlich schlüpriger Song. Sehr cool!

Nach 40 Minuten ist man leider schon beim letzten Lied. Das Album zieht flink an einem vorbei. Aber man kennt das ja, die schönsten Sachen vergehen immer am schnellsten. #2 ist bei Leibe kein Zahnarztbesuch. Zum Glück gibt es ja aber die Repeat Taste.Bevor man die aber einsetzt, widmet man seine Aufmerksamkeit aber erst mal "T-Minus". Als wenn die letzten 11 Lieder noch nicht genügt hätten, überzeugen einen Tape hier erneut, dass sie einfach klasse Songs schreiben können. Kaum zu glauben, dass man hier die Scheibe einer Minor- Label Band hört. Jedenfalls ist "T- Minus" ein absoluter Ohrwurm, der recht ungewöhnlich ist für die Band. Er klingt schon ein wenig anders, als der Rest und ist Peti`s sexy Stimme wie auf den Leib geschneidert. Gerade die kleine Swing Einlage (ja, die gibt es, und sie ist klasse) brennt sich ins Gedächtnis.

Das war dann auch schon #2. Und ich würde Boris Kayser nicht zustimmen, wenn er die Hooklines im Vergleich zum ersten Album noch für relativ austauschbar hält. Tolle Melodien, krachende Riffs, schweißtreibende, packende Stücke, innovative Einflüsse, eine tolle Sängerin und freche teils kritische aber stets hochwertige Texte.

#2 bietet mehr Hits als #1 und ist ein ganzes Stück besser geworden, und das soll wirklich was heißen.

Oft hatte ich Schwierigkeiten, Worte zu finden um das Album zu beschreiben. Aber ich glaube, dass das ein großes Kompliment ist. Denn Tape passen wie gesagt in keine Schublade. Klar, es ist Metal, aber es ist auch Rock, ein wenig R`n`B, Swing, Soul, spacige Effekte und alles fügt sich extrem organisch zu einem Ganzen zusammen, das man so nirgends findet. Umso lächerlicher sind dann auch Aussagen einiger Leute, die Tape für ein Plagiat halten. Aber so ist das halt auf dieser Welt. Wenn man außergewöhnlich gut ist, ruft das gleich Zweifel und Neid hervor. So nach dem Motto: "Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen!" Doch das tut es. Tape sind halt so gut und #2 ist halt so gut!

Wenn die Welt gerecht wäre, müssten sie mit diesem Album ganz groß werden. Sie müssten im Radio laufen, große Hallen restlos füllen, die Charts stürmen etc. - aber die Welt ist recht selten gerecht!

Aber wenn man ein Konzert dieser Band besucht oder ihr Album hört, dann merkt man, dass diese Welt eine verdammt schöne sein kann!


Light Grenades
Light Grenades
Preis: EUR 6,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So hat ein Jahr auszuklingen!, 12. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Light Grenades (Audio CD)
Incubus ist eine Ausnahmeband und kaum jemand wird bestreiten, dass sie zu den innovativsten, kreativsten, sympathischsten und größten Bands unserer Zeit gehören. Kein Album gleicht dem anderen und nichtsdestotrotz weiß ein jedes auf seine persönliche Art zu gefallen.

Knapp 3 Jahre nach "A crow left of the murder" dem meiner Meinung nach schwächstem Album der Band, erschien jetzt Light Grenades. Und um es vorwegzunehmen, kommt es extrem dicht an das Ausnahmealbum "Morning View" heran. Dichter als ich es für möglich hielt.

Dabei kommt dem Album vielleicht zu Gute, dass die Vorabsingle "Anna Mölly" zwar ein guter aber keineswegs ein herausragender Songs à la "Megalomaniac" oder "Wish you were here" ist. Denn krankte der Vorgänger meiner Meinung nach sehr daran, dass kein Song des Albums "Megalomaniac" auch nur im Ansatz das Wasser reichen konnte, bietet "Anna Molly" einen guten Vorgeschmack, macht aber gleichzeitig Lust auf mehr. Und - und das ist das Schöne - die Lust auf mehr wird komplett befriedigt. Das Ganze startet ungewöhnlich mit "Quicksand" und ließ mich ähnlich rätselnd zurück wie damals der Opener "Prelude 3.0" auf Slipknots letzter Platte. Aber das Ganze hat wirklich seinen Reiz und ist ein perfekter mystischer Eingang in das folgende Spektakel. Denn in "Kiss to send us off" geht es weitaus rockiger zur Sache. Eine adrenalingeladene Crossovernummer, die auch auf "Make yourself" oder "Morning View" hätte vertreten sein können. Danach kommt "Dig", eine ruhigere, hymnenartige Midtemponummer. Wunderschön und ein legitimer "Drive" Nachfolger. Nach "Anna Molly" kommt die erste Ballade. "Love hurts" zeigt einmal mehr, dass kaum eine Band so schöne emotionale Songs fabrizieren kann wie Incubus. Der schönste Incubus Liebessong seit "I miss you". Danach folgt ein radikaler Wechsel. Von der Landstraße geht es auf die Autobahn und es wird beschleunigt bis zum geht nicht mehr. Ehrlich gesagt hätte ich Incubus einen Song wie "Light Grenades" fast nicht mehr zugetraut. Ein Song, der durchaus auf der S.C.I.E.N.C.E hätte sein können; ein Song, wie ihn System of a down nicht besser hinbekommen hätten; ein Song, der am Ende gar ein wenig an Atari Teenage riot erinnert und neben "Dig" zu meinen absoluten Highlights auf diesem Album gehört. Weiter gehtŽs mit "Earth to Bella I", das zusammen mit "Part II", dass das Album als letzter Track beschließt, eine kunstvolle Träumerei ist. Ruhiger geht es auch bei Track 8 und 9 zu. "Oil and Water" und "Diamonds and Coal" sind Popsongs, wie Coldplay etc. sie nie werden schreiben können. Gerade "Oil and Water" ist sehr gefühlvoll und großartig aufgebaut und mit einem wunderbaren Refrain versehen, bei dem Brandon Boyd abermals seine großen sängerischen Qualitäten offenbart. "Rogues" ist dann wieder ein typischer, funkiger Incubus Song, der wieder ein ganzes Stück härter aus den Boxen strömt. "Paper Shoes" - die aktuelle Single in Japan - ist ein leiser, latinoartiger Song, der meiner Meinung nach genau wie die älteren Stücke "Southern Girl" oder "Mexico" von den letzten Alben zu kitschig ist. Für mich ein hörenswerter Song, aber dennoch der Schwächste. Der vorletzte Song, "Pendulous Threads", ist dann wieder ein schnelleres Stück, das mit seinem noisigen Anfang und seinem jammenden Mittelteil, am ehesten von allen Songs mit der letzten Platte zu vergleichen ist. Auf alle Fälle sehr interessant und vielseitig.

"Light Grenades" ist ihre ruhigste und melodiöseste Platte. Man merkt ihr die intensive, Monate lange Arbeit deutlich an. Kein Song gleicht dem anderen, jeder ist auf seine Weise ein eigenständiges Kunstwerk, bei denen auch die Texte von ganz hoher Qualität sind. Und eine derartige Eigenständigkeit ist meiner Meinung nach das größte Kompliment, was man machen kann. Dennoch bleibt es hinter "Morning View", weil mir ein wenig das Tempo und die Härte gefehlt haben. Riffs wie sie auf "Make yourself" noch in Hülle und Fülle vorkamen. 8 der 13 Songs sind ruhige, zweifellos tolle Stücke. Aber wenn ich mir "Light Grenades" oder "Kiss to send us off" anhöre, dann denke ich schon, dass ein zwei mehr Songs dieser Art toll gewesen wären. Zudem könnte DJ Kilmore ruhig ein wenig mehr zu hören sein. Zwar sind im Booklet dutzende fremdartige Instrumente aufgeführt, aber hören tut man sie wenn überhaupt nur im Hintergrund. Dass das auch anders geht, haben Thrice auf "Veisshu" eindrucksvoll gezeigt.

Von diesen kleinen Kritikpunkten abgesehen, ist das aber ohne Frage eines der besten Alben der letzten Jahre und Incubus dürften ihren Status im Rockolymp weiter festigen. Es bleibt fraglich, ob man auf dieses Meisterwerk noch einen draufsetzen kann, aber wenn es eine Band schaffen kann, dann sie selbst.


Morning View
Morning View
Preis: EUR 6,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Krönung, 27. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Morning View (Audio CD)
Bald kommt nun das neue Album "Light Grenades" von Incubus heraus. Doch es dürfte ihm schwer fallen, die Qualität von "Morning View" zu übertreffen. Die Presse hat das Album damals als eines der besten Alternative- Rock Alben der letzten Jahrzehnte gefeiert. Und Ausnahmsweise teile ich in diesem Fall sogar die Meinung der Musikjournalisten. "Morning View" gehört ohne wenn und aber zu den besten Alben, die ich kenne. Es ist ein wenig poppiger und abwechslungsreicher als "Make yourself" und ein wenig glatter als "A crow left of the murder", das mir persönlich nicht ganz so gut gefiel. Es ging doch immer etwas eintönig (wenn auch auf hohem Niveau) daher. Ganz anders "Morning View". Hier treffen wahre Hymnen, absolute Gitarrenbretter, sanfte Balladen, und poppiger Funk aufeinander, und das absolut stimmig!

Anspieltipps sind "Nice to know you", wozu man auf alle Fälle eine Tanzfläche in der Nähe benötigt, "Just a phase" das wunderbar zwischen den Extremen schwankt und plötzlich von 0 auf 100 startet, "Are you in" - purer Funk, der einfach nur gute Laune versprüht und wie die meisten anderen Songs ein absoluter Ohrwurm ist, und "Aqueous Transmission", der krönende Abschluss, der ungeheuer ungewöhnlich klingt und einen einfach nur in Träume versinken lässt.

Einer meiner absoluten Lieblingssongs überhaupt ist aber "Wish you were here". Ich habe ihn schon hunderte Male gehört, bin aber immer wieder aufs neue verliebt in ihn. Alleine dafür hätte ich mir die Platte schon zugelegt.

Wer also an grandioser, gefühlvoller, kreativer und abwechslungsreicher Rockmusik interessiert ist, der kommt an diesem Meilenstein dieser so zurückhaltenden sympathischen Band, die auf alle Fälle eine der besten unserer Zeit ist, keineswegs herum.


CyberHome CH-DVD 4620 (DivX-zertifiziert) DVD-Player schwarz
CyberHome CH-DVD 4620 (DivX-zertifiziert) DVD-Player schwarz

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert, 24. Oktober 2006
Gut, wenn man nun extrem hohe Ansprüche hat, dann mag man den einen oder anderen Mangel feststellen. Das wurde in einigen Rezensionen ja auch deutlich. Wer aber einfach nur DVDs gucken will, die er sich kauft oder ausleiht und ab und zu mal eine selbsterstellte DVD reinschiebt, der kann absolut nichts falsch machen. Schon gar nicht für diesen super günstigen Preis.

Höchstens die Batterie für die Fernbedienung ist ein wenig unerfreulich, weil es sich um eine Knopfzelle handelt, aber das kann man auch verschmerzen, weil 4 Euro jetzt nicht die Welt sind.


Unstable
Unstable
Wird angeboten von CAPITAL-DISCS
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos schön, 21. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Unstable (Audio CD)
Schlicht und einfach eines der besten Rock/ Metal- Alben, die ich kenne.

Das Album hat keine Schwächen, sondern ist durchsetzt von großartigen Melodien, brachialen Gitarrenparts und wunderschönen ruhigen Momenten.

Und Markys Stimme ist unglaublich präsent und markant und passt perfekt zu der Musik.

Das mit Abstand beste der drei Adema Alben. Kaufen!


Dittsche: Das wirklich wahre Leben - Die komplette 1. Staffel [2 DVDs]
Dittsche: Das wirklich wahre Leben - Die komplette 1. Staffel [2 DVDs]
DVD ~ Olli Dittrich
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 24,45

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was soll man hier noch kritisieren?, 14. Oktober 2006
Diese DVD ist jeden Cent wert.
Viele - so wie ich auch - haben die Serie bestimmt erst mittendrin entdeckt, so dass man nun endlich in den Genuss der ersten Folgen kommt. Die Kritik, dass man an Bonusmaterail gespart habe, kann ich nicht nachvollziehen. Sollen die noch extra einen Spielfilm abdrehen und als Bonus draufpacken? Nein, ich finde es spitze, die alten Aufnahmen der Figur Dittsche, die schon über 10 Jahre alt ist, zu bewundern. Auch das Menü weiß mit witzigen Sprüchen im Hintergrund zu gefallen.
11 Folgen Spitzenunterhaltung mit einem Charakter, der so fein gezeichnet ist, wie man es wohl sonst nur bei Stromberg sieht, und das für 20 Euro, Herz was willst du mehr!
Wer nur ein bißchen was für die Figur Dittsche übrig hat, der kann wirklich bedenkenlos zugreifen.


Liberation Transmission
Liberation Transmission
Preis: EUR 7,77

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders ist nicht immer automatisch schlechter, 29. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Liberation Transmission (Audio CD)
Der direkte Vorgänger zu "Liberation Transmission" zählt mit Sicherheit zu den 10 besten CDŽs, die mir je untergekommen sind. Es waren keine Schwächen, sondern nahezu ausschließlich Ohrwürmer vorhanden. Dementsprechend wartete ich mit einer Mischung aus Vorfreude und Skepsis auf das neue Werk der Prophets. Beides war in gewisser Weise gerechtfertigt. Skeptisch war ich nicht nur auf Grund der Tatsache, dass ich mir sicher war, dass es so gut wie unmöglich sein würde, ein solches Niveau wie auf "Start Something" noch mal hinzubekommen, sondern vor allem, weil ich die doch eher durchschnittlichen Bewertungen in diversen Online- Kritiken sogenannter Online-Journalisten las. Nun ist der Beruf eines Musikkritikers meiner Meinung nach der überflüssigste auf der Welt, da Musik mehr als alles andere subjektiv erfasst wird. Aber ein Satz ließ mich doch aufhorchen. "Liberation Transmission" ist ein Album, das Rock sein will aber nicht kann und das kein Popalbum sein will, aber doch ist. Bei allem Respekt: in welcher Musikrichtung bewegen sich dann Britney Spears und Konsorten. Gerade der großartige Opener "Everyday Combat" ist Punk- Rock at its best und lässt das Album auf einem Niveau und mit einer Power beginnen, dass ich zuvor vielleicht nur bei "ItŽs on" von Korn`s "Follow the leader", "This is how it goes" von Billy Talent`s Debutalbum oder "Megalomaniac" vom letzten Incubus Album her kenne. Zugegeben, nachdem man danach erstmal ordentlich durchgeatmet hat, wird einem beim hören der anderen 11 Songs bewusst, dass sich die Band schon merklich (aber keinesfalls gänzlich) in eine andere Richtung bewegt hat. Während das Debut "The fake sound of progress" eher (und das sehr gekonnt) in der New- Metal Schiene fuhr und "Start something" schon mehr auf Emo und Punk Elemente setzte und deswegen eher Crossover Metal war, wurde die Härte bei "Liberation Transmission" doch schon deutlich zurückgenommen. Im Verlaufe der CD meint man für einige Momente gerade Bloc Party zu hören, einige andere Stellen erinnern an die hervorragenden Feeder, und "4:am forever" klingt schon sehr nach Hoobstank. Die Lostprophets bewegen sich nun vermehrt auf dem Feld des Alternative- Rocks, mit einigen Punk und Emo Einflüssen. Und auch wenn ich dieser Richtung sonst eher kritisch gegenüberstehe, muss ich sagen, dass sie das äußerst gekonnt tun. Und das trotz der Anspielungen auf die erwähnten Bands sehr eigenständig und einzigartig. Die Songs sprudeln sehr kreativ aus den Boxen. Mal schneller, mal ruhiger, aber immer abwechslungsreich und mit vielen Melodiehaken versehen, die einen immer wieder fesseln. "CanŽt catch tomorrow" und besonders das fabelhafte "A town called hypocrisy" haben sich dermaßen in mein Gehirn eingebrannt, dass ich sie nicht mehr missen möchte. Aber auch die anderen Songs wissen zu gefallen. Gerade bei der ersten Singleauskopplung "Rooftops" ist das der Fall. Wobei man meiner Meinung nach schon sagen kann, dass die erste Hälte des Albums, der zweiten ein wenig voraus ist.

Was liefern uns die Lostprophets also mit ihrem neuen Werk? Sicher kein Meisterwerk wie "Start something", aber auf jeden Fall ein abwechslungsreiches überdurchschnittliches Album, dass vielleicht bei einigen Fans der ersten Stunde keinen Anklang finden wird, weil es mit ziemlich vielen Traditionen der bisherigen Prophets bricht, aber gerade das sollte viele Musikliebhaber ermutigen, der Platte eine Chance zu geben, die die Lostprophets vielleicht bisher nicht so sehr mochten. Meiner Meinung nach, hat "Liberation Transmission" solch eine Chance mehr als verdient.


Billy Talent II
Billy Talent II
Preis: EUR 9,23

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Souverän nachgelegt, 29. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Billy Talent II (Audio CD)
Wohl keine Alternative- Rock Band wurde in den letzten Jahren so sehr gehypt und von einer breiten Masse verehrt wie Billy Talent. Kein Alternative Club, in dem einem im Laufe des Abend nicht "Try honoustly" oder "River below" begegnete. Dementsprechend fieberten Millionen Fans weltweit dem zweiten Album des kanadischen Vierers entgegen. "Billy Talent II" beginnt, wie man es von den Jungs kennt. Mit Vollgas. "Devil in midnight mass" ist eine erstklassige und schweißtreibende Singleauskopplung, die einen zum ausflippen (im positiven Sinne) verleitet. Aber um es kurz zu machen, auch so ziemlich die einzige. Vom Tempo und der Intensität und meiner Meinung auch von der Qualität her, reicht keiner der folgenden 12 Tracks an den Opener heran. Spätestens seit "A crow left on the murder" von Incubus weiß man aber, dass das nicht unbedingt gegen ein gelungenes Album spricht. Und das tut es auch in diesem Falle nicht. Das darauffolgende "Red Flag" ist wahrscheinlich der typischste Billy Talent Song des Albums und sehr gut mit "The Ex" vom Debut zu vergleichen. Aber ab Track 3 ist dann schon ein kleiner stilistischer Bruch zu verzeichnen. Waren auf dem Debut noch Uptemponummern wie "This is how it goes" oder "Vioces of violence" breit vertreten, präsentiert sich die Band im Vergleich dazu auf ihrem 2 Album etwas gediegener und ruhiger. Auch wenn ich die Band gerade wegen der erwähnten Tracks so mag und mir persönlich manchmal ein wenig Härte und Tempo fehlen, haben die vier meine Erwartungen erfüllt. Mit Ausnahme von von einigen Stellen, bei denen man meint versehentlich das erste Album eingeworfen zu haben, zeigen sich Billy Talent wieder von ihrer kreativsten Seite. Abgesehen von einigen typischen Elementen der Band, wie dem Wechselgesang zwischen Kowalewicz und den Gitarristen DŽsa und Gallant, gleicht kein Track dem anderen und weiß auf seine ganz persönliche Art zu gefallen. Neben "Devil in a midnight mass" und "Red flag" sind da besonders "Worker bees" mit einer ungewohnten und dadurch so interessanten Basslinie und "Pins and needles", das eine Ballade im Stile der aktuellen System of a down ist, die auch deren Qualität erreicht. Unterm Strich bleibt für mich ein Alternative- Rock Album mit vielen Emo Elementen und kreativen Einfällen, dass zwar nicht ganz an den Vorgänger heranreicht, aber trotzdem ein mehr als würdiger Nachfolger ist, und der sich mit Sicherheit sehr gut verkaufen wird.


Compadres
Compadres

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein erneuter Schritt nach vorn!, 14. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Compadres (Audio CD)
Überall hört man, dass New Metal am Ende sei. Aber solange solche Alben erscheinen ist davon ganz und gar nicht zu sprechen. Dabei schaffen es 4Lyn erneut einen regelrechten Stilmix zu generieren, der einem von härteren Adrenalin ausschüttenden Nummern, zu denen man sich einfach bewegen muss, über regelrechte Hymnen, die echte Ohrwürmer sínd, wunderschöne ruhigere Nummern und auch wieder einer für die Band schon fast obligatorischen Spaßnummer am Ende, alles bietet und nie Langeweile aufkommen lässt. Ganz klar: die härteren Töne dominieren wieder, allerdings verbunden mit eingängigen, verspielten Melodien wie sie auch schon das Vorgängeralbum "Kisses of a strobelight" geboten hat. Insofern findet man auf diesem Album alles was diese klasse Band ausmacht. Super Riffs, klasse Drums, eingängige Texte mit viel Flair, unverwechselbare Melodien und abermals das große Talent von Brazz in Sachen Rap.
Ich habe all ihre ALben, aber "Compadres" ist meiner Meinung nach das Beste! Der einzige Grund warum das Album keine fünf Sterne bekommt ist neben den etwas schwächeren Stücken "The phoenix takeover" und "My evil Twin", die Tatsache, dass die Traumnote wirklichen Ausnahmealben wie "Choclate starfish and the hot dog..." oder "Hypnotize" verbehalten bleiben. 4Lyn sind diesem Thron aber näher denn je gekommen.
New Metal ist nicht tod, zumindest nicht, wenn man ihn so gekonnt erweitert und perfektioniert, wie 4Lyn es bei "Compadres" geschafft haben!


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