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Rezensionen verfasst von
joachimdörr

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How to Train Your Dragon
How to Train Your Dragon
Wird angeboten von Audible GmbH

5.0 von 5 Sternen BESSER als der Film!, 29. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: How to Train Your Dragon (Hörbuch-Download)
Schlimm vor allem, da die Filme ja nicht als solche übel sind und OHNE den Bezug auf die original Namen und Geschichten
prima anzuschauen wären.

Denn wenn man alle bislang erschienenen Bände im Original gelesen und genossen hat wird schnell klar, dass Disney den Stoff bis zur Unkenntlichkeit verdreht und aus einer mittlerweile sehr anspruchsvollen Geschichte
eine Art von "filmischem junk food" gemacht hat , die mir persönlich unerträglich ist.
Vor allem frage ich mich "warum" war das nötig?
Aber mit größter Sicherheit sind eben die Inhalte der Originale für nordamerikanische Verhältnisse zu ironisch und komplex, um sie werktreu umzusetzen.
Schlimm für diese Zielgruppe ist natürlich auch, das hier der "Nerd" und ndicht der "Sportler" gewinnt. Dann auch noch starke Frauen wie Kamikazi, Valhallarama und Big boobed Bertha (deren Namensgebeung alleine ist in den USA schon aus prüderiegründen "unmöglch") - das geht ja gar nicht!
Schade auch das Mrs. Cowell wohl nicht überissen hat, was sie damit ihren Figuren und sich angetan hat, als sie
die Seele ihrer wundervollen Geschichten "verkauft" hat.
Ich kann nur wünschen, dass man diese Disney-Filmchen bald wieder vergisst und die Geschichte von Hickup Horrendous Haddock irgendwann nochmals "richtig" verfilmt.

Das hier vorliegende, leider wieder NICHT mit den original Zeichnungen von CC sondern den unsäglichen Disney's verunzierte Audiobook, lebt zusätzlich zum Inhalt auch durch seinen hervorragenden Sprecher - ein echter Genuss!

Man kann den Verlagen nur ABRATEN die Bücher und Audioversionen mit den Disney-Produkten in einem Atemzuge zu nennen!
So verlockend das merketingtechnisch sein mag, es ist eine Schande sowohl für die Verlage die falsche Erwartungen wecken als auch für die enttäuschten Leser/Hörer.
Diejenigen die die Filme kennen und nun seichte Unterhaltung in derem Stile erwarten werden wahrscheins überfordert (seufz :-)). Die Kenner der Originale werden das Disney Produkt einfach ignorieren (oder sich darüber echauffieren wie ich :-)).

Ich persönlich werde aber gespannt auf den 12. Band warten und hoffe das CC es wirklich schafft die Geschichte abzuschließen (und nicht vergleichbar so erbärmlich wie J.K. Rowling im letzten Harry Potter).


Mahlstrom: Roman
Mahlstrom: Roman
von Peter Watts
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Suum cuique, 19. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mahlstrom: Roman (Taschenbuch)
Nun - über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten.
Das was Watts da schreibt, ist schlicht und ergreifend schlecht.
Die Ideen mögen gut sein - aber alleine durch das Aufzeigen "unerhörter Ereignisse" wird aus Quark noch kein guter Roman.
Der Bemerkung meiner Vorredner, daß SF sich durch solche "Werke" aus dem Bereich der Trivialliteratur erhebe, sei entgegnet, dass es, meiner persönlichen Meinung nach, lieber auf dem Niveau von Trivialliteratur (ver)bleiben möge, wenn lediglich durch die verbale Auslebung einiger ans pathologische grenzender Sujets ein "Sprung" in literarische Höhen erzielt werden sollte.
SF lebt von Ideen das ist wahr.
SF lebt aber auch von handwerklich gut "gemachten" Romanen - Watts muß hier m.E. noch lange üben.
Auch das Balancieren entlang gesellschaftlicher Grenzwerte "kann" dazugehören, da gerade in der SF diese aufzeigbar werden.
Allerdings halte ich seine Romane mittlerweile eher für eine Art Auto(ren)therapie an der er seine Leser teilhaben lassen will.
Denn mit Verlaub - wie er so schön selbst beschreibt - kann man nicht nicht an "rosa Elefanten" denken, ohne sich diese vorstellen zu müssen. Dass also das pathologische Element, das er beschreibt wohl in ihm stecken muss - nun, diese Frage lasse ich bewusst und gewollt provokativ offen.

Vor ca. 30 Jahren wurden frisch ins romanische Seminar kommende Menschen beiderlei Geschlechtes mit den Werken des Marquis de Sade als "Literatur" begrüßt - ein kleiner Teufel in mir fragt sich seit damals, ob im Sinne der etablierten Literaturkritik wohl nur das als wertvoll erachtet wird, das entweder pathologisch, dystopisch oder schlicht so langweilig ist, dass es außer den Kritikern selbst keiner lesen mag.
Oder etabliert sich hier etwa der beissende Zynismus der Kritiker in einer subtil anmutenden Rache an uns normalen Lesern, da sie derlei Werke permanent lesen müssend, zum Verweilen in einer Art dantescher Hölle menschlicher Kreativität verbannt sind? :-)

Summasumarum - es mag lesen wer es mag - meins ist es nicht.


Der Schwarm: Roman
Der Schwarm: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

3.0 von 5 Sternen Es kommt halt drauf an was man draus macht... :-), 19. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Schwarm - nun ja.
Zugegeben, es ist ein gut geschriebener (vor allem m.E. ein sehr gut recherchierter) Roman. Kennt man Cachalot. Ein Roman aus dem Homanx- Commonwealth.von Alan Dean Foster aus dem Jahre 1980 wird man schon ein wenig ob der Ähnlichkeiten der Plots stutzig. Liest man "der Schwarm" parallel zu "Cachalot" wird aber schnell klar, dass Schätzing hier einer weitaus reifere, von den Charakteren her dichtere und, wie oben schon angemerkt, wesentlich besser recherchierte eigenständige Ausarbeitung der Grundidee liefert. Dank der größeren "Nähe" zum Zeitgeschehen halte ich, obschon auch ADF-Fan, Schätzings Roman für den "Besseren".
Geht man von Schätzings Rechercheleistung aus, dann erst recht. Denn in der Tat sind seine Nachrichten aus einem unbekannten Universum: Eine Zeitreise durch die Meere die als Zusammenfassung seiner Recherchen zu "der Schwarm" entstanden sind, m.E. sogar um einiges "spannender" zu lesen als der Schwarm selbst.
Es wäre allerdings schön gewesen, wenn Frank Schätzing wenigstens einen Querbezug zu "Cachalot" gemacht hätte. Im späteren Werk Limit: Roman zeigt er, dass er solcherlei "Fremdideen" mit wirklich charmanter Leichtigkeit sogar in die Handlung einzubauen in der Lage ist. Schade, den das wäre das I-Tüpfelchen auf diesem Roman gewesen.
Persönlich riecht mir die Story etwas zu sehr nach "Drehbuch" und ich hatte mir, auch die anderen Werke Schätzings kennend und schätzend, tatsächlich mehr versprochen. Insbesondere das Ende des Romans ist mir zu flach: Helden und Böse darniderritzt, Waffenstillstand, "Friede, Freude, Eierkuchen". Da hätte mehr rauskommen dürfen - ob es da vielleicht eine Fortsetzung geben könnte?


Die letzten Geheimnisse der Kochkunst: Hintergründe  -  Rezepte  -  Experimente
Die letzten Geheimnisse der Kochkunst: Hintergründe - Rezepte - Experimente
von Peter Barham
  Gebundene Ausgabe

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Aussen Springer - innen ?!?, 11. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Aha - schau an der Springer Verlag...hat der alte Hexenmeister...
Nun - m. E. nach hat sich der Springerverlag mit diesem "Werk" etwas zu weit über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausgewagt - es sei denn
es lebte in dem Kontext der wissenschaftlichen Ironien wir z.B. "Bau und Leben der Rhinogradentia" aus dem Spektrum Verlag.
Derlei Ironie habe ich aber bislang beim ernsthaften Springer Verlag noch nicht feststellen dürfen - sollte es so sein - Chapeau.
Sollte es ernst gemeint sein nun ...

Das Buch ist, auch unter der Vorgabe mehr Sach- als Kochbuch zu sein, schlicht und einfach schlecht.
Die aufgeführten Experimente sind - mit Verlaub - wohl als ironische Anspielung auf sinnloses Experimentieren weltfremder Physiker gedacht.
Ich erlaube mir zu postiulieren, dass ausserhalb eines Gedankenexperimentes weder der Autor noch irgendein Leser diese Experimente jemals
nachvollzogen hat.
Die vorgestellte Chemie und Physik wird in anderen Publikationen zu diesen Themen wesentlich treffender und praxisnäher vermittelt.
Saucenbindung z.B. lediglich via Stärkezugabe vermitteln zu wollen, zeugt entweder von sehr geringer Sachkenntnis (man sollte vielleicht
die sog. Rezepte lieber beiseite lassen - das würde das Buch stark verbessern), oder zu starkem Vertrauen in die Unverfrorenheit
der angelsächsischen Küche und den daran angepassten Geschmackssinn des Verfassers.

Übersetzungsfehler dank fehlender Sachkenntnis des Übersetzers runden dann den "Aua-Effekt" noch ab.
"Bunsenbrenner" sind nun einmal keine "Flammenwerfer" und lassen sich auch nicht durch solche ersetzen!
Letztere, so sei angemerkt, nutzen als Brennmittel Dieselöl oder leichtes Heizöl, welches den Geschmack der so "gratinierten" Speisen
nicht besonders heben dürften. (Man könnte natürlich, den Sprachraum des Verfassers würdigend, als Brennöl gebrauchtes Frittenfett
eines schottischen Fish & Chips Imbisses verwenden, das passte dann vielleicht gerade noch in den Kontext des Buches.)
Bunsenbrenner hingegen arbeiten mit einem geschmacksneutalen Brenngas (obschon es dem Erfinder wohl eher um die spektroskopische
Reinheit des Brennmittels, als um desen Geschmacksneutralität gegangen sein mag), meist einem Propan/Butangemisch.

Mein Résumé - ist als schlechtes(tes) Beispiel des Genres kein Ruhmesblatt für den Springer Verlag.
Taugt m.E. bestenfalls zur Vervollständigung einer Sammlung von Literatur zu desem Themenkreis.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2012 4:21 PM CET


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