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Beiträge von Morus
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Rezensionen verfasst von
Morus

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Wir feiern die Heilige Messe: Texte und Bilder für Kinder
Wir feiern die Heilige Messe: Texte und Bilder für Kinder
von Reinhard Abeln
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 5,90

5.0 von 5 Sternen Informativ, kompakt, ansprechend gestaltet, 29. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer verstehen will, warum was wann in der heiligen Messe geschieht, muß natürlich zu umfangreicheren Werken greifen (hingewiesen sei z.B. auf Lumma "Crashkurs Liturgie" oder Jeggle-Merz et al. "Mit der Bibel die Messe verstehen").

Wer aber einfach eine ansprechend gestaltete Handreichung zu den Abläufen und zur würdigen Beteiligung am zentralen Geschehen des katholischen Gemeindelebens sucht, der ist bestens bedient mit Abeln's kompakter und übersichtlicher Darstellung "Wir feiern die heilige Messe".

Darüberhinaus ist die Verarbeitung des Büchleins hervorragend, was angesichts des sehr niedrigen Preises positiv überrascht.


Euromaidan: Was in der Ukraine auf dem Spiel steht (edition suhrkamp)
Euromaidan: Was in der Ukraine auf dem Spiel steht (edition suhrkamp)
von Juri Andruchowytsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

27 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gott sei Dank ..., 7. Juni 2014
... gibt es die tägliche Dosis Propaganda aus den US-hörigen Mainstreammedien jetzt auch in Buchform!

"Erkenntnisse" werden Sie der Lektüre dieses Machwerks allerdings nur dann abgewinnen können, wenn Sie Ihre Informationen über den Ukraine-Konflikt bislang ausschließlich von ARD und ZDF bezogen haben - und natürlich hartnäckig vermieden haben, selber darüber nachzudenken, was da eigentlich läuft und ob die Abfolge der Ereignisse zu dem "Narrativ" passt, das man uns jeden Tag in den geistigen Trog kippt.

Für alle anderen (also solche, die noch selber denken, solche mit Internetanschluss plus Fremdsprachenkenntnissen und solche, die wissen, dass es gelenkte Demokratie eben nicht nur in Russland gibt) eignet sich das Buch immer noch als Brechmittel, wenn einem von all den Lügen, die man uns jeden Tag auftischt, mal wieder so richtig schlecht ist.

Denen, die weiterhin in Washington für sich denken lassen wollen (wie Juri Andruchowytsch), wünsche ich dagegen: Wohl bekomm's!
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 21, 2016 10:40 PM MEST


Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam
Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam
von John Freely
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorgetäuschte Wissenschaftsgeschichte, 4. April 2013
Dem Vorrezensenten R. Wenzl (siehe "Leider enttäuschend") ist zuzustimmen, wenn er eine Täuschung konstatiert. Hier wird Wissenschaftsgeschichte angekündigt, aber leider nicht eingelöst. Der Autor John Freely ist zwar gebürtiger US-Amerikaner, Physiker und Wissenschaftshistoriker, leider vermisst man bei seiner Herangehensweise wie auch bei seinem Schreibstil sowohl den typisch angelsächsischen Approach, Überblicksdarstellungen in den großen Zusammenhangslinien zu bieten und anschließend zu reflektieren, als auch überhaupt irgendein (natur-)wissenschaftliches Hinterfragen des Warum.

Daher erfährt der Leser leider so gut wie nichts über die möglichen Antworten auf die Schlüsselfrage, warum die islamische Welt nicht nur ihren Wissenschaftsvorsprung vor Europa eingebüßt hat, sondern wissenschaftliches Arbeiten mehr oder minder komplett zum Erliegen gekommen ist, nachdem diverse Wissenschaften einige Jahrhundert lang in diesem Teil der Welt floriert hatten.

Kurz eingeschoben seien hier Hinweise auf Bücher, die sich mit dieser Frage eingehender beschäftigen: "Im Haus der Weisheit" von Jim Al-Khalili und ganz besonders "Versiegelte Zeit" von Dan Diner.

John Freely hingegen stellt so gut wie keine Fragen, gibt entsprechend keine Antworten und stellt auch keine Beziehungen und Zusammenhänge her. Was hier über 330 Seiten (ohne Anhänge) geboten wird, ist so etwas wie ein Ausstellungskatalog. Zu einigen wenigen Graphiken, Karten und Illustrationen werden im Anhang Zitatnachweise, Bildnachweis, Verzeichnis der Quellen und Literatur sowie ein Register geboten. Leider ist der Rest des Buches nicht auch in Tabellenform gehalten, dann könnte man wenigstens den tatsächlichen Informationsgehalt besser nutzen. Denn im Fließtext enthalten sind eigentlich auch nur Auflistungen und persönliche Anekdoten.

Beispeilhaft zitiert sei ein (Schlüssel-)Absatz auf den Seiten 309 und folgende:
"Eines der wichtigsten Nachschlagewerke in meinem Kurs der Wissenschaftsgeschichte ist ein enzyklopädisches Werk, das Boris A. Rosenfeld und Ekmeleddin Ihsanoglu im Jahr 2003 in Istanbul veröffentlichten. Es trägt den Titel Mathematicians, Astronomers and Other Scholars of Islamic Civilisations and Their Works (7th-14th Centuries) - Mathematiker, Astronomen und andere Gelehrte islamischer Kulturen und ihre Werke (7.-14. Jahrhundert). Allgemein unter der Abkürzung MASI bekannt, bietet dieses Werk einen Überblick über 1711 Wissenschaftler, deren Manuskripte gemeinsam mit 1376 Werken unbekannter Verfasser in Bibliotheken in 50 Ländern aufbewahrt werden. Die Mehrzahl der Handschriften ist auf Arabisch verfasst, dazu einige auf Persisch, Syrisch, Sanskrit, Tadschikisch, Urdu, Alttürkisch, Tatarisch, Usbekisch und in anderen asiatischen Sprachen. Das MASI verzeichnet sie unter folgenden Themen: Mathematik, Astronomie, Mechanik, Physik, Musik, mathematische Geographie, beschreibende Geographie, Chemie und Alchemie, Mineralogie, Meteorologie, Zoologie, Botanik, Philosophie und Theologie, Literatur und Sprachwissenschaft sowie Mystik. 29 der Bibliotheken, wo die im MASI aufgeführten Manuskripte aufbewahrt sind, befinden sich im Irak, 27 im Iran, 25 in der Türkei, 15 in Indien, 10 in Ägypten, 9 in Afghanistan, 8 jeweils in Marokko und Russland, 6 jeweils im Libanon, in Spanien, und Syrien, 5 jeweils in Pakistan, Usbekistan und im Jemen, 4 jeweils in Tadschikistan und in der Ukraine, 2 jeweils in Algerien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Portugal, Saudi-Arabien, Tunesien, und jeweils 1 in Armenien, Bangladesch, Bulgarien, Georgien, Indonesien, Kasachstan, Libyen, Nigeria, Katar und Turkmenistan, um nur die Länder zu nennen, wo einst Zentren der islamischen Wissenschaften waren."

Das vorhergehende umfangreiche Zitat wurde ausgewählt, weil es zum Einen den allgemeinen Stil des Buches typisch wiedergibt und zum Anderen, weil mich ebenfalls der Verdacht beschlichen hat, dass John Freely mit dem vorliegenden Buch mehr oder weniger ein "MASI light" vorgelegt hat. (Auf die Funktion des MASI sowie auf die von John Freely auch eingestandenen fehlenden Sprachkenntnisse hat der Rezensent "Geschichtspauker" bereits zu Recht hingewiesen.) Wer sich für ein oberflächliches "MASI light" interessiert, wird möglicherweise bedient. Allen anderen, insbesondere den wachen Geistern, die "verstehen" (also Kausalzusammenhänge erfahren und Argumente gegeneinander abwägen) wollen, ist von "Plato in Bagdad" dringend abzuraten und auf Al-Khalili und Diner zu verweisen.


Das Strategiebuch: 72 Grundfiguren strategischen Handelns für Wirtschaft, Politik, Kommunikation, Design, Architektur und Alltag
Das Strategiebuch: 72 Grundfiguren strategischen Handelns für Wirtschaft, Politik, Kommunikation, Design, Architektur und Alltag
von Rainer Zimmermann
  Broschiert
Preis: EUR 24,90

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Designer erklärt (nicht) die Welt, 12. März 2013
Der Autor ist Germanist, Soziologe und Publizist. Daraus erklären sich auch die deutlichen Defizite dieses (angeblichen) "Strategiebuchs". Sehr viele bunte Bilder und schlechte Beispiele, die leider allzuoft irreführend, nicht wirklich passend gewählt sind (aus der Fülle der Beispiele: Pseudo-Objektivierung durch Piktogramme unter "Institutionalisierung", wachsender Druck auf Laufzeiten von AKW bei gleichzeitiger Blockade neuer Kohlekraftwerke unter "Zwei Fronten") oder schlicht falsch (z.B. freiwillige Einführung der Nährwertampel beim Unternehmen Frosta unter "Stigmatisierung", Verschenken von Sittichen an Schulkinder durch Futterhersteller unter "Steter Tropfen", Reagans SDI-Programm unter "Ultimatum").

Entsprechend findet sich im Buch praktisch nichts Substanzielles zur Militärstrategie (der Autor versteigt sich im Vorwort sogar zu der lachhaften Behauptung, dass es außerhalb der Wirtschaft keine Fachliteratur zu Strategiefragen gäbe), wenig Politik (aber dafür gern mit erkennbarer politischer Meinung des Autors versehen), kaum Recht, fast nichts zur Spieltheorie (und das dann noch falsch).

Aber wie kann das sein, dass ein "Professor für Strategie" (so die eigene Darstellung auf dem Cover) so einen oberflächlichen Mumpitz verbricht? Der Mann ist primär mal Designer und Professor für Kommunikationsdesign und Medienmanagement. Daher beschäftigt er sich auch in seinem Buch vor allem mit den Formen und Bildern (Icons) als mit Inhalten. Letztere sind seine Sache nicht, wie schon aus der Großzahl missglückter Beispiele hervorgeht. Überhaupt erklärt er so gut wie nichts, sondern exemplifiziert mehr oder weniger willkürlich gewählte Stichworte.

Lediglich in einem muss man dem Autor jedoch leider Recht geben: Offensichtlich befasst man sich hierzulande zu wenig kritisch und wissenschaftlich mit dem Thema "Strategie", andernfalls könnte sich so ein Quark, wie ihn der Autor hier und andernorts absondert, nicht halten!


Troja und die Rückkehr des Odysseus: Die Geschichte der Ilias und der Odyssee
Troja und die Rückkehr des Odysseus: Die Geschichte der Ilias und der Odyssee
von Rosemary Sutcliff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Autorenleistung - hui, Verlagsleistung - pfui, 15. Dezember 2010
Erst einmal: Das Buch selbst ist sehr wahrscheinlich die beste Nacherzählung von Ilias und Odyssee, die man zwischen zwei Buchdeckeln finden kann. Die fein differenzierte Sprache und der dynamische Erzählfluss erweisen Rosemary Sutcliff wieder einmal als hervorragende Jugendbuchautorin.

Einen Punkt muss ich leider abziehen wegen der mangelhaften Verlagsleistung:
Der ehemals vorbildliche Verlag "Freies Geistesleben" hatte früher einmal ein besonderes Ethos, wozu ein erstklassiges Verlagssortiment, zuverlässiges Lektorat und nicht zuletzt eine gute Verarbeitung der Bücher (bevorzugte Verwendung von Fadenheftung) zählten.

Hiervon scheint nur noch der erste Punkt zuzutreffen, denn die an sich gute Übersetzung scheint nicht lektoriert worden zu sein (die Sklavin "Chryseis" erscheint schon im darauffolgenden Satz als "Chriseis" - und wird über mehrere Seiten in dieser falschen Weise geschrieben; die Nymphe "Oinone" wird abwechselnd auch "Oenone" geschrieben). Und statt Fadenheftung ist das Buch nur recht billig und wenig haltbar geklebt.


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