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Rezensionen verfasst von
SonataFanatica

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Lost Magic [Software Pyramide]
Lost Magic [Software Pyramide]
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 27,96

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht abschrecken lassen! Ein absolut genialer Dauerbrenner!!, 20. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Lost Magic [Software Pyramide] (Videospiel)
"LostMagic" war das erste Spiel, das ich mir zu meinem Nintendo DS dazugekauft habe. Nachdem ich mir einige Trailervideos und Screenshots angesehen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie sich dieses Spiel spielt.

Die Steuerung hält glücklicherweise, was sie vom Prinzip her schon verspricht. Per Stylus markiert man seine Einheiten (Monster, die man zuvor per Zauber eingefangen hat, auch ein sehr cooles Element) und kann sie über das Terrain wandern und andere Einheiten angreifen lassen - ganz im Stile alter Echtzeitstrategiespiele wie "Command & Conquer" oder "WarCraft II". Die Wegfindung ist zwar nicht immer perfekt, doch da die Terrains pro Mission immer recht klein und nicht zu kompliziert geraten sind, stört das nicht sonderlich.

Am allermeisten Spaß macht aber das Zaubern per Stylus! Man kann im Gefecht jederzeit die "L"-Taste am DS gedrückt halten, währenddessen mit dem Stylus eine entsprechende Rune zeichnen, dann die "L"-Taste loslassen und auf das Ziel tippen, dem man den Zauber entgegenschleudern will. Die Runen sind hierbei glücklicherweise simpel gehalten, sodass man sie sich nicht immer wieder im Zauberbuch anschauen muss, sondern sie eigentlich sofort auswendig kann. Es gibt im Übrigen nicht nur Angriffszauber sondern auch Dinge wie Mauern, die man zum Schutz zeichnen kann und ähnliches.

Was am Anfang recht irreführend ist, ist die doch sehr kindliche Optik. Davon sollte man sich nicht täuschen lassen, ist LostMagic doch ein ziemlich schweres Spiel...

...ES SEI DENN man wird sich bewusst, dass man in diesem Spiel (wie beispielsweise in der "Final Fantasy"-Reihe) ebenfalls den Charakter hochleveln kann!
Ich selbst habe diesen Aspekt erst spät entdeckt und war schon fast verzweifelt, denn wenn man versucht, das Spiel ganz einfach regulär zu spielen (sprich: einen Ort nach dem anderen aufsuchen, wie es einem im Spiel gesagt wird), wird man früher oder später nicht mehr weiterkommen und nur noch "Game Over" sehen.
Wenn man allerdings, anstatt zum nächsten Zielort zu gehen, ein wenig auf der Karte hin- und herläuft, gerät man immer wieder in Kämpfe, durch die man viel an Erfahrungspunkte und Kraft gewinnt. So ist das Spiel auch im späteren Verlauf ein Klacks!

Die Story beginnt durchaus abgegriffen, wird aber nach dem ersten Viertel des Spiels sehr spannend. Besonders später, wenn man Doppelrunen zeichnen kann, die noch mächtiger sind als die Standard-Zauber, wird es angenehm ideenreich und motivierend!

Ich kann den anderen Rezensenten, was die Musikuntermalung im Spiel angeht, nicht ganz folgen. Einige der Melodien sind richtige Ohrwürmer und passen perfekt in die actionreichen Stellen des Spiels!

Klar ist das Spiel grafisch eher auf GameBoy Advance Niveau, doch Leuten, die mehr Wert auf ein fesselndes Spiel als auf neueste Grafikspielereichen legen, sei "LostMagic" sehr empfohlen! Bisher habe ich - neben "Final Fantasy IV" - mit keinem DS-Spiel soviel Spaß gehabt und Zeit verbracht, wie mit "LostMagic"!

Somit spreche ich eine eindeutige Kaufempfehlung aus! Besonders jetzt, wo es sehr sehr günstig zu haben ist, kann man mit "LostMagic" nichts falsch machen.

(Es gibt übrigens noch ein weiteres DS-Spiel, wo man Zauber mit dem Stylus zeichnen kann. Es nennt sich "Tao's Adventure - Curse Of The Demon Seal" - dieses legt zwar nicht gerade den Schwerpunkt auf Magie, doch sollte man es unbedingt auch ausprobieren, wenn man "LostMagic" mag!)


Parkan 2
Parkan 2
Wird angeboten von cdgirl666
Preis: EUR 4,75

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn's erstmal läuft, ist es ganz nett..., 21. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Parkan 2 (Computerspiel)
"Parkan II" ist der Nachfolger des nicht sonderlich bekannten "Parkan - Die imperialen Chroniken" (mit "Parkan - Iron Strategy" hat es nichts zu tun) und knüpft direkt an dessen Storyline an. (Nachzulesen ist die gesamte Story im Handbuch von "Parkan II".)

Das, was man generell über "Parkan II" hört, sind zweierlei Dinge.
Erstens, dass es ein genialer Genremix ist - nämlich ein Weltraumshooter à la Wing Commander oder Freelancer, der dem Spieler zudem die (extrem seltene) Möglichkeit bietet, auf Planeten zu landen und an Raumschiffen anzudocken und von da an in Shootermanier durch die Gegend zu laufen.
Zweitens, dass es dermaßen fehlerhaft programmiert wurde, dass es praktisch unspielbar ist.

Trotz dieser extrem schlechten Nachricht kam ich nicht drumherum, mir das Spiel zu kaufen. (Kostet ja auch inzwischen nicht mehr so viel Überwindung, bei Preisen zwischen 6 und 10 Euro.) Die Tatsache, dass man Planeten erkunden kann, begeistert mich einfach zu sehr. Schon bei Spielen wie Elite, Wing Commander, Freelancer, X2 oder auch Aquanox hatte ich mir diese Möglichkeit - wie wohl so mancher Space-Shooter-Fan - sehnlichst gewünscht!

Nach etlichen Schwierigkeiten (siehe mein Erfahrungsbericht unten!) bekomme ich das Spiel doch noch zum Laufen und bin eigentlich doch positiv überrascht von der Vielfalt, die drinsteckt. So ist die Menüführung im Cockpit wie auch überall sonst im Spiel sehr einfach und angenehm. Man kann sein Raumschiff ausrüsten, Planeten ansteuern, ein Logbuch mit den Missionszielen ansehen, jede Konversation nachlesen und sogar seinen eigenen Raumanzug aus- und aufrüsten, was sich bei den Shooter-Sequenzen auswirkt. Auch wird man bei den Story-Missionen zu Anfang noch sehr an die Hand genommen, sodass man einen angenehmen Einstieg hat.

Nachdem die erste Euphorie über die rasanten Weltraumschlachten und tollen Planetenoberflächen etwas abgeflacht ist, stellt man jedoch ernüchtert die inhaltlichen Mängel des Spiels fest. Denn nicht nur die Angst, das Spiel könne jeden Moment abstürzen, dämpft das Vergnügen. Auch die extrem flach und simpel animierten Roboter (ich hab noch keinen einzigen Menschen im Spiel zu Gesicht bekommen!) sind sehr enttäuschend geraten, jede Handelsstation auf jedem Planeten ist 100%ig gleich und die Dialoge der Gegner sind schlichtweg erbärmlich albern. Hier haben es sich die Entwickler des Spiels eindeutig zu einfach gemacht.

Trotz dieser Mankos ist "Parkan II" aber spielenswert und kann für einige Stunden an den Monitor fesseln - nicht zuletzt wegen der motivierenden Story.

Die 10 Euro, die das Spiel wie gesagt nur noch kostet, ist es in jedem Fall wert. Vorausgesetzt man nimmt sich die Standardregel "S.o.S. - Spiel oft Speichern" zu Herzen und ist bereit, einige Mühen auf sich zu nehmen, um das Spiel größtenteils stabil zum Laufen zu kriegen.

Welche Mühen das genau sind, können sich interessierte hier noch in meinem Erfahrungsbericht durchlesen:

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Bereits Mitte 2005 ist "Parkan II" in Russland und den USA erschienen - bis es in Deutschland ankam, dauerte es noch über ein Jahr. Da sollte man meinen, dass es inzwischen genügend Patches gibt, die alle Bugs beseitigen, doch der einzige offizielle Patch, der bisher veröffentlicht wurde, ist der Patch 1.3.0, welcher noch lange nicht alle Fehler beseitigt. Trotzdem ist er wohl besser als nichts, also habe ich ihn runtergeladen und nach der Spielinstallation installiert.

Nach einem PC-Neustart (damit sich der fiese StarForce-Kopierschutz aktivieren kann) starte ich also das Spiel und bekomme erst einmal eine Fehlermeldung, dass die Spiel-CD nicht erkannt wurde. Dass es nur daran liegt, dass CD 1 im Laufwerk sein muss und nicht CD 2, die noch von der Installation drin war, steht nirgends, aber was soll's. Andere CD eingelegt und nochmal gestartet.

Kaum sind die üblichen Introvideos durchgelaufen, bemerke ich die extremen Grafikfehler bereits bei dem in Spielgrafik animierten Hauptmenü. Riesige weiße Dreiecke füllen fast den gesamten Bildschirm aus. "Na gut", denke ich mir, "schrauben wir halt die Grafikeinstellungen runter". Doch auch das bringt nichts. Ich entschließe mich dazu, das Spiel trotzdem zu starten, Grafikfehler hin oder her. Ein grober Fehler, wie sich herausstellt, denn bereits in der ersten Sekunde, in der ich nach einigen Anweisungen an die Steuerung darf, wird mein Bildschirm komplett blau (ohne jegliche Fehlermeldung) und ich höre, wie sich mein CPU ausklinkt.

Nach dem Neustart des PCs suche ich erstmal in dem offiziellen Parkan-Forum (vom deutschen Frogster Interactive, da das ursprüngliche Forum vom russischen Hersteller Nikita Software schon nicht mehr existiert) nach Erfahrungsberichten von anderen geplagten Spielern - und werde fündig. Ich soll vor dem Spiel in dem Launcher-Menü die Grafik- und Toneinstellungen verändern.

Würde ich ja gerne, aber die Schriftart im Launcher ist so groß, dass sie nur halb zu sehen ist und man somit keinerlei Einstellungen vornehmen kann. Es dauerte schon eine Weile, bis ich darauf kam, dass man hierzu erst das Windows-Design von "XP-Stil" auf "klassisch" umstellen muss, damit alles korrekt dargestellt wird.

Naja gut, nun also in den Grafikeinstellungen die "Prozessorspezifische Grafik-Pipeline" deaktiviert und in den Toneinstellungen die "Hardwarebeschleunigung" und "EAX" ausgeschaltet. Dann starte ich das Spiel nochmal und bekomme - diesmal erst beim ersten Weltraumkampf - wieder einen Bluescreen ohne Fehlermeldung. Also nochmal PC aus- und wieder angeschaltet. *seufz*

Nochmal im Forum nachgelesen, stoße ich auf den Hinweis, man solle zudem noch im DirectX die Sound-Hardwarebeschleunigung auf "minimale Beschleunigung" herunterregeln. Wird gemacht, dann Spiel gestartet und...

...voilà! Es läuft. Ohne Grafikfehler, ohne Abstürze. Na geht doch.
Da ich aber auch im Forum gelesen habe, dass das Spiel hin und wieder zwischendurch abstürzt, nehme ich mir vor, das Spiel möglichst oft zu speichern - sonst pfeffere ich das Spiel am Ende doch noch vor lauter Frust aus dem Fenster... ;-)


Holographic Universe
Holographic Universe
Preis: EUR 5,99

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Erwartungen haushoch übertroffen!, 3. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Holographic Universe (Audio CD)
Scar Symmetrys 2006er Album "Pitch Black Progress" war für mich ein unglaublicher Lichtblick im Genre Melodic Death Metal. In Zeiten, wo die 'führenden' Bands dieses Genres (wie In Flames und Children Of Bodom) immer mehr an Melodik verlieren und stattdessen auf Härte setzen, die oft ideenlos und langweilig wirkt, tun Scar Symmetry genau das, was man sich als Melodic Death Metal Fan sehnlichst wünscht: sie kombinieren harte, aber stets groovige und aufregende Death Metal Parts mit genialen Ohrwurm-Melodien und fügen das ganze in ideenreiche progressive Songstrukturen ein - soviel zum "Rezept Melodic Death".

Was aber kann man vom neuen Album "Holographic Universe" erwarten? Ich selbst hatte befürchtet, Scar Symmetry könnten den hohen Standard, den sie sich selbst mit "Pitch Black Progress" gesetzt haben, nicht halten (das Album hatte nicht EINEN schwachen Track!) und würden entweder härter, ideenloser und unmelodischer werden - wie es soviele Bands inzwischen tun (und sowas nennt sich dann "Fortschritt") - oder aber eine Art Selbstkopie von "Pitch Black Progress" raushauen.

Weit... nein, MEILENweit gefehlt!

Was die Schweden mit "Holographic Universe" abliefern ist so perfekter und aufregender Melodic Death Metal, dass man bereits nach dem ersten Hördurchlauf gefesselt ist und - trotz der wahren Flut an guten neuen Releases zur Zeit - garnichts anderes mehr hören will! Und wieder schafft es die Band, ein Album zu kreieren, welches nicht einen einzigen Ausfall zu verbuchen hat und durch viele frische, einzigartige Ideen zu überzeugen weiß!

Immer wieder hab ich mir beim Anfang eines Tracks gedacht "Na gut, das klingt jetzt wie der typische Auf-die-Fresse-Song, der weniger Substanz hat, aber zumindest Death-Puristen gefallen dürfte", woraufhin dann aber jedes(!) Mal eine SO melodische Bridge, ein SO aufregender Break oder Refrain folgte, dass ich breit grinsen musste und mich über einen weiteren Ohrwurm-Track freuen durfte. Die Tracks wirken zu keinem Zeitpunkt überladen, sperrig, ZU melodisch (sprich: kitschig) oder ZU stumpf-geknüppelt. Scar Symmetry bringen tatsächlich die perfekte Mischung aus ideenreicher Härte und Melodie - dargeboten vom vielleicht besten Vocalisten des Genres (neben Mikael Åkerfeldt von Opeth).

12 Tracks - 12 Ohrwürmer. Mal ehrlich, welche Band schafft sowas heutzutage noch? Nach "Pitch Black Progress" hätte man noch von einem Glücksgriff sprechen können - nach "Holographic Universe" steht aber fest: Scar Symmetry sind ohne jeglichen Zweifel die neue Melodic Death Metal Referenz.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 27, 2016 11:51 AM CET


Tortuga: Two Treasures - Jubiläumsedition (inkl. Patrizier 2 Gold / Port Royale Gold / Piraten - Herrscher der Karibik)
Tortuga: Two Treasures - Jubiläumsedition (inkl. Patrizier 2 Gold / Port Royale Gold / Piraten - Herrscher der Karibik)
Wird angeboten von karunsode
Preis: EUR 4,10

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannendes Arcade-Abenteuer in der Karibik - allerdings auch nicht viel mehr..., 28. April 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Tortuga - Two Treasures" darf man von vornherein nicht in dieselbe Schublade stecken, in der Spiele wie "Sid Meier's Pirates!", "Fluch der Karibik", "Age Of Pirates - Caribbean Tales" oder "Sea Dogs" zu finden sind. Auch sind Strategenkönige und Taktikfans mit "Tortuga - Two Treasures" nicht gut beraten. Denn schon zu Anfang (aber auch nach motiviertem Durchspielen) des so lang erwarteten Piraten-Leckerbissens steht eines fest: "Tortuga - Two Treasures" ist ein recht abwechslungsreiches, wenn auch sehr geradliniges ARCADE-Game - und nichts anderes.

Zu Anfang war ich enttäuscht: kein Intro, sondern direkt ein Schiffskampf, von dem Piratenspiel-Fans den Blick abwenden und dann Fecht-Sequenzen, die aus nicht mehr als stumpfem Draufhauen bestehen.

Ich wollte aber nicht vorschnell urteilen und spielte das Spiel ernüchtert weiter. Und bereits nach wenigen Missionen wurde mir klar: das Spiel weiß durchaus zu fesseln! Wenn schon nicht mit anspruchsvollem Detailreichtum oder Komplexität, dann doch zumindest mit einer tollen Optik und der aufregenden und überraschenden Story.
Doch was bei "Tortuga - Two Treasures" am allermeisten überzeugt ist der hohe Ideenreichtum, was die verschiedenen Aufgaben und Missionen angeht! Denn hier werden Dinge geboten, die in den oben genannten Piraten-Spielen nicht vorhanden sind. Mal muss man den Häschern in einem Beiboot entkommen, mal benutzt man das Beiboot, um ein fremdes Schiff in die Luft zu sprengen, und vieles mehr!

Die Story von "Tortuga - Two Treasures" wird das gesamte Spiel über während der Missionen als Sprach-Unterlegung vom Protagonisten erzählt. Die Missionen selbst werden durch über 35 toll gemachte Videosequenzen verbunden. Zwar sind einige Details der Story doch eher unglaubwürdig (teilweise fast unlogisch), doch alles in allem wird einem ein ungewöhnliches und aufregendes Abenteuer erzählt, in dem einem der Hauptcharakter von Anfang an sehr sympathisch ist.

Klar ist es schade, dass hier nicht wieder ein Piraten-Spiel vorliegt, welches einem die Freiheit bietet, zu tun und zu lassen was man will. Man kann die Städte zwar erkunden, aber bringt einem das eigentlich nichts, denn ausser angucken kann man nichts tun, was von dem roten Faden der Story abweicht. Aber wenn man sich darauf einlässt, einfach eine abenteuerliche Story zu erleben, macht "Tortuga - Two Treasures" richtig Spaß und verwöhnt mit recht aussergewöhnlichen Missionen.

Also: ruhig mal Segel setzen, zumal das Spiel inzwischen recht günstig zu haben ist und auch noch 2 weitere karibische Ascaron-Klassiker beinhaltet.


Joey - Season 1 [UK Import]
Joey - Season 1 [UK Import]
DVD ~ Joey
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 19,67

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nette Serie, aber die restlichen Friends fehlen trotzdem..., 24. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Joey - Season 1 [UK Import] (DVD)
Logisch, dass jeder "Friends"-Fanatiker früher oder später auf die Spin-Off-Serie "Joey" stößt. So mancher lässt sich dann durch all das Gemeckere in den Rezensionen davon abhalten, die Serie überhaupt erst anzusehen. Andere wollen der Serie doch eine Chance geben, in der Hoffnung, zumindest einen Teil des vertrauten "Friends-Feelings" zurückzubekommen. Wieder andere denken sich "Schauen wir uns doch einfach mal die Serie an, ohne zuviel zu erwarten." bzw. "Tun wir mal so, als sei dies einfach eine Comedy-Serie, die nichts mit Friends zu tun hat."

Ich gehöre zu der letzteren Fraktion, allerdings bin ich auch ein Riesenfan von "Friends" und werd jetzt schon sentimental, obwohl ich erst bei der Mitte der 9. Staffel (von 10 Staffeln) bin. Ich konnte es also beim Schauen der "Joey"-Serie nicht vollständig abstellen, dieses Gefühl à la "Bitte bitte, mehr Bezüge zu Friends!".

Die Serie ist als einfache Comedy-Serie ganz nett. Joey als Charakter ist und bleibt nunmal lustig und sympathisch. In Hollywood Fuß zu fassen scheint doch komplizierter, als Joey erwartet hatte - trotz Schwester, Neffe, Nachbarin & Co.
Diese sind als Nebencharaktere übrigens recht nett, aber nicht wirklich plastisch. Eher oberflächlich. Sie entwickeln einfach nicht diese Charaktertiefe, die die "Friends" hatten - und was noch schwerer ins Gewicht fällt: diese Gruppendynamik der verschiedenen Stereotypen, die "Friends" vorangetrieben hat, ist schlichtweg nicht vorhanden. Kurz gesagt: Ross, Monica, Phoebe, Rachel und ganz besonders Chandler fehlen dem geneigten "Friends"-Fan schmerzlich!

Und das ist ganz logisch, denn wenn man die Charakterrollen aus "Friends" mal simpel aufrollt, kommt man zu dem Schluss, dass die Serie nie so funktioniert hätte, wenn auch nur einer der Freunde gefehlt hätte! Denn: jeder Charakter steht für einen Stereotyp. Ganz platt (und andeutungsweise) gesagt:
Chandler: lustig. Joey: gutaussehend. Ross: seriös.
Phoebe: lustig. Rachel: gutaussehend. Monica: seriös.
Wie die sechs Freunde sich als Gruppe perfekt ergänzen, steht damit ausser Frage. Aber logisch ist dann auch, dass eine Serie, die auf EINEM Stereotypen basiert, nicht sooo 100%ig funktionieren kann, wie "Friends"! Das ist wohl auch der Grund warum die Gags nicht wirklich auf "Friends"-Niveau sind, sondern meist recht platt.

Anders hätte es vielleicht ausgesehen, wenn die Serie "Joey & Chandler" heißen (und auch so sein) würde! (Mal ehrlich: Joey ohne Chandler? Naja...)

Als Fazit möchte ich sagen: die Serie ist keineswegs grottenschlecht. Allerdings auch nicht so gut, dass man sie unbedingt besitzen muss. Eine sehr gute Idee für den "Friends"-Fan ist es, die DVDs auszuleihen und einmal anzuschauen. Denn sie hat auch ihre Momente. (Daher auch die 3 Sterne, die ich vergebe.) Und es ist auch sicherlich sehr interessant für so manchen Fan, mitzuerleben, was Joey so nach seinem Umzug nach Hollywood erlebt! Aber nicht unbedingt direkt kaufen, eher aus ner Videothek oder direkt von Amazon.de ausleihen - sonst bereut man's vielleicht, so viel Geld dafür ausgegeben zu haben.


Ashes To Ashes -  Complete Series 1 [4 DVDs]
Ashes To Ashes - Complete Series 1 [4 DVDs]
DVD ~ Philip Glenister
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 6,70

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach anfänglicher Skepsis nun doch hin und weg, 28. März 2008
"Ashes To Ashes" ist die Geschichte von Alex Drake, einer Polizeipsychologin, die kurz vor dem Geburtstag ihrer jungen Tochter von einem Schwerverbrecher in den Kopf geschossen wird. Diese Kugel bringt sie praktisch zurück in das Jahr 1981. Warum auch immer sie dort landet - sie muss kämpfen. Kämpfen, um ihre Tochter wiederzusehen und wieder in die wirkliche Welt zu gelangen.

Eines vorweg: ich bin ein Riesenfan von "Life On Mars - Gefangen in den 70ern", in dem der Protagonist Sam Tyler einen Autounfall hat und in den 70er Jahren aufwacht. Als ich das erste Mal von "Ashes To Ashes" gehört habe, war ich logischerweise skeptisch - nicht zuletzt, da John Simm als Sam Tyler fehlen würde. Klar, hat man doch so sehr um Sam's Schicksal in "Life On Mars" gefiebert. Aber allein die Tatsache, dass dieselbe Thematik mit einem anderen Protagonisten wiederholt wird, hat mich erst abgeschreckt. Und... würde ein "Gefangen in den 80ern" mit dem Charme der 70er überhaupt mithalten können?

Ja, glücklicherweise kann es das. Zu Anfang war ich noch recht skeptisch was unsere neue Protagonistin angeht. Und in den ersten paar Folgen war mir diese 80er-Jahre-Atmosphäre definitiv nicht dicht genug - es hätte ebensogut eine einfache Krimiserie sein können. Auch die "Nachrichten aus der wirklichen Welt" (wie bei Sam in "Life On Mars" die Botschaften aus dem Fernseher, dem Radio, etc.) sind hier eher spärlich gestreut und beschränken sich zumeist auf Träume, die Alex hat.

Doch nach und nach wird man auch von "Ashes To Ashes" ebenso in den Bann gezogen, wie zuvor von "Life On Mars". Ich habe heute die letzte Folge auf englisch gesehen und bin schon tierisch gespannt, wie die zweite Staffel (die nächstes Jahr ausgestrahlt wird) die Story weiterführt! Alex passt sehr gut in das Team von Gene Hunt, Ray Carling, und Chris Skelton, der mit Shaz Granger eine junge Kollegin und süße Freundin an seine Seite gestellt bekommt. Wie gesagt: leider kein Sam und leider auch keine Annie, aber insgesamt ein cooles Team.

Die englische Sprache ist auch hier - wie schon bei "Life On Mars" - recht schwierig zu verstehen. Ich selbst (Abiturient, Englisch immer Note 1) hatte viele Male Schwierigkeiten, all die umgangssprachlichen Ausdrücke zu verstehen und generell sind viele Charaktere - glücklicherweise aber nicht Alex selbst - schwer zu verstehen. Doch... wenn man einige Stellen ein zweites Mal hört, kommt man schon dahinter. So richtig unverständlich ist die Serie zu keinem Zeitpunkt. Und mit Untertiteln? Klar, alles perfekt.

Die Box enthält alle 8 Folgen der ersten Staffel:
1 - Déjà Vu
2 - The Happy Day
3 - Nothing Changes
4 - The Missing Link
5 - The Smoking Gun
6 - Over The Hill
7 - Charity Begins At Home
8 - Alex's Big Day

Absolute Kaufempfehlung! :)


Die Reise der Pinguine (The Emperor's Journey)
Die Reise der Pinguine (The Emperor's Journey)
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 14,48

5.0 von 5 Sternen Für mich persönlich der schönste Soundtrack aller Zeiten!, 12. März 2008
Ich selbst habe den Film noch nicht gesehen. Aber als mir meine Freundin den Soundtrack vorgespielt hatte, war ich vollkommen benommen. Die absolut dichte Atmosphäre, dieser unvergleichliche VOLLE Klang in Kombination mit dezent einfließenden Rythmen und hauchdünn gestreuten Soundeffekten ist eine absolut berauschende Reise für sich! Dazu kommt (bei einigen Tracks) Émilie Simons zarte Stimme, die streckenweise an Katie Melua erinnert - einfach traumhaft! Zudem bleiben einige Musikthemen Song-übergreifend bestehen - so findet man Elemente aus den ersten Songs auch gegen Ende des Albums wieder und kurze Songelemente, die zu Anfang angedeutet wurden, entwickeln sich später zu ganzen Songs.

Selbst Soundtracks von Joe Hisaishi (der z.B. für die Musikuntermalung von "Chihiro's Reise ins Zauberland" und "Prinzessin Mononoke" verantwortlich ist) werden von Émilie Simons "La marche de l'empereur" (Originaltitel dieser CD) locker übertroffen. Unbedingt kaufen und sich selbst davon überzeugen!


Pictures
Pictures
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 6,00

10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht soooo gut wie "Piece By Piece", 30. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Pictures (Audio CD)
Ich habe mir Katie's drittes Album direkt am Freitag gekauft und hab eine Weile lang gezögert, es in den Player zu legen. Ich war ehrlich gesagt etwas ängstlich, die junge Dame könnte die Erwartungshaltung, die sie mit "Piece By Piece" gesetzt hat, nicht wirklich erfüllen.

Leider hatte ich damit sogar teilweise recht. Damit möchte ich nicht sagen, das Album sei schlecht. Denn das ist es auf garkeinen Fall. Aber gegen vorherige Songs wie "Spider's Web", "Piece By Piece", "Jack's Room" und "Crawling Up A Hill" kommt das neue Songmaterial leider einfach nicht an. Besonders so extrem berührende Stellen wie im Mittelteil von "Spider's Web" sucht man auf "Pictures" leider vergeblich.

Ich gebe dem Album 3 Sterne, denn ein Fehlkauf war die CD auf gar keinen Fall! Doch einen Stern Abzug gibt es dafür, dass kaum einer der Songs im Ohr bleibt - anders als es noch bei dem Vorgängeralbum der Fall war. Ich persönlich komme auch mit dem Reggae-Rhytmus in "Ghost Town" überhaupt nicht klar - das passt einfach nicht so recht zu der typischen Katie-Atmosphäre! Und das ist der zweite Stern, den ich abziehe.

Dennoch hat auch dieses Katie-Album das gewisse Etwas, das es von CDs anderer Künstler (wie Norah Jones etc.) abhebt. Irgendetwas in den Songs - mal abgesehen von der grandiosen Ausnahmestimme Katie's selbst - versprüht doch diese einzigartige Atmosphäre. Insofern: wer Katie's Musik bisher mochte, wird auch "Pictures" mögen. Und wer ihre Stimme liebt, sollte auch "Pictures" definitiv im Schrank stehen haben - trotz einiger Abstriche.


Unia [Vinyl LP]
Unia [Vinyl LP]
Wird angeboten von music_wasmyfirstlove
Preis: EUR 67,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Meisterwerk und Sonata's bestes Album!, 8. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Unia [Vinyl LP] (Vinyl)
Durch einen guten Freund aus Finnland bin ich an eine Promo-Version des neuen Sonata Arctica Albums "Unia" (zu deutsch: "Träume") gelangt, wobei diese Promo-Version laut Band der endgültigen Version des Albums entspricht.

Puh. Das erste Wort, das mir nach dem ersten Durchhören des Albums in den Sinn gekommen ist, war: Puh! Man ist schlichtweg überwältigt von der Fülle und dem Abwechslungsreichtum. Sonata klingen auf ihrem neuen Album ungewohnt progressiv und wesentlich weniger eingängig als noch zuvor. Man sollte auf jeden Fall mehr Zeit in das Album investieren, denn dann entwickelt es sich zu einem derartigen Dauerbrenner, dass man garnichts neues mehr hören will (und das trotz der Flut an sehr guten neuen Releases momentan). Ich habe ungefähr 2 Wochen gebraucht, um mich mit dem neuen Material anzufreunden und noch eine weitere Woche für einen bestimmten Song - dazu aber später. Im Großen und Ganzen hat sich der Stil von Sonata Arctica dahingehend geändert, dass die typischen Dauer-Doublebass-Teppiche nicht mehr vorhanden sind - zugunsten eines wesentlich variableren Drummings und abwechslungsreicheren Songstrukturen. Auf gut deutsch: diesmal kein "My Selene" oder "Blank File". Dafür mehr der Marke "White Pearl, Black Oceans", "Wildfire" oder "Don't Say A Word". Viele Rezensenten beschrieben das neue Album als die logische Entwicklung nach "Reckoning Night", was ich allerdings nicht hundertprozentig unterschreiben kann. Dafür unterscheiden sich die Alben einfach zu sehr.

Ich gebe dem Album die Höchstpunktzahl. Es ist das absolute Meisterwerk der Band und ein riesiger Schritt nach vorn. Während einige Fans vielleicht vorerst enttäuscht sein werden, weil diese typischen Mitsing-Refrains à la "Replica", "FullMoon" oder "The Cage" nicht direkt vorhanden sind, werden anspruchsvolle Metal-Fans aufhorchen und sich verzaubern lassen. Ich gebe eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Wer dieses Album nicht kennt, hat wirklich etwas Großes verpasst.

Wer möchte, kann sich nun noch die Rezension der einzelnen Songs durchlesen. Viel Spaß!

1.) In Black And White

Der Opener des Albums beginnt mit einer Atmosphäre, die entfernt an die Keyboards des Songs "Dream Thieves" erinnert. Von der Songstruktur bemerkt man direkt, dass Sonata wesentlich progressiver sind als bisher. Ein kleines Bißchen erinnert der Mittelteil von Tonys Gesang her ein wenig an "Abandoned Pleased Brainwashed Exploited", allerdings ist das Drumming im Einklang mit den Gitarren sehr viel rhytmischer. Thematisch scheint es darum zu gehen, dass man nicht blindlings allen Erwartungen entsprechen will, sondern sein eigenes Ding durchzieht. Alles in allem ein perfekter Startschuss für das Album.

2.) Paid In Full

Die erste Singleauskopplung (bereits erhältlich seit dem 27.04.2007) und ein wunderschöner Song. Vom Rhytmus her am ehesten mit "Don't Say A Word" vergleichbar, dabei schön mit vereinzelten Keyboardanschlägen verziert. Tony hatte diesen Song eigentlich für Finnlands Variante von Pop Idol geschrieben, hat allerdings dann gemerkt, dass der Song dafür viel zu gut ist und so haben Sonata den Song selbst verwendet. Dieser Song ist noch am eingängigsten und entwickelt sich direkt beim zweiten Hören zum Ohrwurm. Zudem ist der Text, der davon handelt, dass man erst lernen muss, sich selbst zu lieben, bevor man jemand anderes lieben kann, einfach wunderschön.

3.) For The Sake Of Revenge

Ja, derselbe Titel, der bereits für die Live-DVD verwendet wurde. Entgegen den Erwartungen ist aus diesem Song nicht der typische Wolf-Song geworden, der inzwischen jedes Sonata-Album ziert. Stattdessen ist es eine sehr düstere Halbballade, die in etwa dem Flair von "Broken" oder "Blinded No More" entspricht, jedoch ist die Atmosphäre noch eine ganze Ecke verzweifelter und wird von einem sehr tiefen Synthesizer-Unterton noch betont.

4.) It Won't Fade

Der Wolf-Song dieses Albums. Einer meiner absoluten Lieblingssongs. Der Refrain ist einer der stärksten des Albums. Es dauert eine Weile, bis man dessen Struktur nachvollziehen kann, doch bald entdeckt man, dass es sich um einen echten Ohrwurm handelt. Stampfendes Riffing, wunderbar mächtiger Chor-artiger Refrain und ein wunderschöner, von seichten Keyboards getragener Mittelteil. Zudem wird auch hier mehrmals mit dem Tempo des Songs variiert, sodass die sechs Minuten lang absolut keine Langeweile aufkommen kann.

5.) Under Your Tree

Eine der beiden Balladen des Albums. Ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, aber thematisch scheint er davon zu handeln, dass Tony einen verstorbenen Freund von sich begräbt. Da es im Text heißt 'my little friend' und der Lieblingsort dieses Freundes ein Baum ist, schließe ich einfach mal, dass es sich dabei um den Affen handelt, den sich Tony (laut Steckbrief auf der Homepage) immer schon gewünscht hat. Allein bei dem Songtext kommen einem die Tränen. Stilistisch vielleicht mit "Tallulah" oder "The Misery" zu vergleichen.

6.) Caleb

Bei Caleb handelt es sich um die Vorgeschichte der Songs "The End Of This Chapter" und "Don't Say A Word", in dem man erfährt, warum der Stalker-Typ aus den genannten Songs so geworden ist. Es geht um seine Kindheitsgeschichte, die mehr als tragisch ist. Das Grundriff des Songs ist einfach der Oberhammer. Stampfendes Riffing, hier und da verziert mit Obertönen und dazu Tony's herzzerreissender erzählerischer Gesang. Im letzten Drittel kommt dann ein kurzer Break, gefolgt von einem derart hymnenartigen und triumphalen Chor, dass man sich gleich an Blind Guardian erinnert fühlt. Doch damit nicht genug: es folgt das genialste Gitarrensolo des Albums und ein Vocal-Crescendo, dass es dem Fan die Freudentränen in die Augen treibt, nur um im nächsten Moment mit einem völlig genial-anderem Riffing auszufaden. Mein absoluter Lieblingssong! Selbst mein bisheriger Dauerbrenner "The Boy Who Wanted To Be A Real Puppet", den ich gern als 'geistigen Vorläufer' dieses Songs bezeichne, kann da nicht mehr mithalten.

7.) The Vice

Tja, und jetzt wird's progressiv. Wo die erste Hälfte des Albums noch relativ gemäßigt war, wird die zweite Hälfte zum Lebenselixier von Fans vertrackter Strukturen. Man kann sich The Vice ungefähr vorstellen wie die progressiven Zwischenteile von "White Pearl, Black Oceans" - nur noch eine Ecke verrückter und streckenweise sogar humoristisch! Ich bin auch der Meinung, dass der Song stark nach der Zehn-kleine-Negerlein-Thematik klingt. Aber überzeugt euch davon lieber selbst. Sehr genial ist auch das Fade-Out in Form eines virtuosen Piano-Parts.

8.) My Dream's But A Drop Of Fuel For A Nightmare

Ja, der Songtitel ist Programm. Dies ist er also, der Song für den ich noch eine weitere Woche benötigt habe, um damit warm zu werden. Hiermit liefern Sonata ihren komplexesten Song aller Zeiten ab. Wer Symphony X und neuere Blind Guardian Songs mag, wird von dem Stück begeistert sein. Allerdings (wie gesagt) erst nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit. Sobald man ungefähr weiß, welcher Teil im Song wann kommt (was wirklich seine Zeit dauert), sieht man ein, wie absolut genial der Song doch ist. So wird der geneigte Leser auch verstehen, warum ich gar nicht erst versuche, den Song mit bisherigen Sonata-Songs zu vergleichen. Dies ist eher Sonata's Antwort auf Guardian's "And Then There Was Silence".

9.) The Harvest

Wer "Wildfire" vom "Reckoning Night"-Album mochte, wird The Harvest lieben! Thematisch scheint es eine Art Fortsetzung des Songs zu sein. Zudem gibt es gleichermaßen aggressive Vocals (teilweise sogar extreme Shouts), böse 'Jahrmarkt-Keyboards' und eine kurze emotionale Verschnaufpause vor dem Ende des Songs sorgen für Gänsehaut und Euphorie.

10.) The Worlds Forgotten, The Words Forbidden

Ursprünglich für Sonata's PC-Spiel "Winterheart's Guild" geschrieben, verbreitet der Song (ernsthaft!) eine eisige Atmosphäre. Gedämpfte, verzweifelnde, teils wimmernde Vocals sorgen für Gänsehaut, bis im zweiten Teil des Songs schrammende Gitarrenriffs einsetzen. Noch nie wurde das 'Arctic' in 'Sonata Arctica' so sehr betont.

11.) Fly With The Black Swan

Die absolut geniale Geschichte einer Person, die im Körper eines schwarzen Schwans zwischen Leben und Tod festhängt und sich anderer Leute Seelen aneignet um sein Ableben zu verzögern. Der Gesang in den 'marschierenden' Strophen klingt eher freudig und trotzig (erinnert an den Blind Guardian Song "A Dark Passage"), während die Bridge und der Refrain wehmütig und mitleiderregend klingen.

12.) Good Enough Is Good Enough

Die zweite Ballade des Albums - und was für eine! Erstmals benutzen Sonata Arctica echte Streicher - und nicht nur ein 'String Quartet' sondern eine ganze 'String Band'! Neben den Streichern ist ausschließlich Tony's gefühlvolle Stimme zu hören. Ein wunderschöner Gänsehaut-Song, der ein ganz kleines Bißchen vielleicht mit "Draw Me" zu vergleichen ist. Zunächst mag der Song vielleicht etwas langweilig klingen, aber bereits nach kurzer Zeit möchte man ihn schon nicht mehr missen.

Was für ein Album!


Unia
Unia
Preis: EUR 17,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Meisterwerk und Sonata's bestes Album!, 8. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Unia (Audio CD)
Durch einen guten Freund aus Finnland bin ich an eine Promo-Version des neuen Sonata Arctica Albums "Unia" (zu deutsch: "Träume") gelangt, wobei diese Promo-Version laut Band der endgültigen Version des Albums entspricht.

Puh. Das erste Wort, das mir nach dem ersten Durchhören des Albums in den Sinn gekommen ist, war: Puh! Man ist schlichtweg überwältigt von der Fülle und dem Abwechslungsreichtum. Sonata klingen auf ihrem neuen Album ungewohnt progressiv und wesentlich weniger eingängig als noch zuvor. Man sollte auf jeden Fall mehr Zeit in das Album investieren, denn dann entwickelt es sich zu einem derartigen Dauerbrenner, dass man garnichts neues mehr hören will (und das trotz der Flut an sehr guten neuen Releases momentan). Ich habe ungefähr 2 Wochen gebraucht, um mich mit dem neuen Material anzufreunden und noch eine weitere Woche für einen bestimmten Song - dazu aber später. Im Großen und Ganzen hat sich der Stil von Sonata Arctica dahingehend geändert, dass die typischen Dauer-Doublebass-Teppiche nicht mehr vorhanden sind - zugunsten eines wesentlich variableren Drummings und abwechslungsreicheren Songstrukturen. Auf gut deutsch: diesmal kein "My Selene" oder "Blank File". Dafür mehr der Marke "White Pearl, Black Oceans", "Wildfire" oder "Don't Say A Word". Viele Rezensenten beschrieben das neue Album als die logische Entwicklung nach "Reckoning Night", was ich allerdings nicht hundertprozentig unterschreiben kann. Dafür unterscheiden sich die Alben einfach zu sehr.

Ich gebe dem Album die Höchstpunktzahl. Es ist das absolute Meisterwerk der Band und ein riesiger Schritt nach vorn. Während einige Fans vielleicht vorerst enttäuscht sein werden, weil diese typischen Mitsing-Refrains à la "Replica", "FullMoon" oder "The Cage" nicht direkt vorhanden sind, werden anspruchsvolle Metal-Fans aufhorchen und sich verzaubern lassen. Ich gebe eine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Wer dieses Album nicht kennt, hat wirklich etwas Großes verpasst.

Wer möchte, kann sich nun noch die Rezension der einzelnen Songs durchlesen. Viel Spaß!

1.) In Black And White

Der Opener des Albums beginnt mit einer Atmosphäre, die entfernt an die Keyboards des Songs "Dream Thieves" erinnert. Von der Songstruktur bemerkt man direkt, dass Sonata wesentlich progressiver sind als bisher. Ein kleines Bißchen erinnert der Mittelteil von Tonys Gesang her ein wenig an "Abandoned Pleased Brainwashed Exploited", allerdings ist das Drumming im Einklang mit den Gitarren sehr viel rhytmischer. Thematisch scheint es darum zu gehen, dass man nicht blindlings allen Erwartungen entsprechen will, sondern sein eigenes Ding durchzieht. Alles in allem ein perfekter Startschuss für das Album.

2.) Paid In Full

Die erste Singleauskopplung (bereits erhältlich seit dem 27.04.2007) und ein wunderschöner Song. Vom Rhytmus her am ehesten mit "Don't Say A Word" vergleichbar, dabei schön mit vereinzelten Keyboardanschlägen verziert. Tony hatte diesen Song eigentlich für Finnlands Variante von Pop Idol geschrieben, hat allerdings dann gemerkt, dass der Song dafür viel zu gut ist und so haben Sonata den Song selbst verwendet. Dieser Song ist noch am eingängigsten und entwickelt sich direkt beim zweiten Hören zum Ohrwurm. Zudem ist der Text, der davon handelt, dass man erst lernen muss, sich selbst zu lieben, bevor man jemand anderes lieben kann, einfach wunderschön.

3.) For The Sake Of Revenge

Ja, derselbe Titel, der bereits für die Live-DVD verwendet wurde. Entgegen den Erwartungen ist aus diesem Song nicht der typische Wolf-Song geworden, der inzwischen jedes Sonata-Album ziert. Stattdessen ist es eine sehr düstere Halbballade, die in etwa dem Flair von "Broken" oder "Blinded No More" entspricht, jedoch ist die Atmosphäre noch eine ganze Ecke verzweifelter und wird von einem sehr tiefen Synthesizer-Unterton noch betont.

4.) It Won't Fade

Der Wolf-Song dieses Albums. Einer meiner absoluten Lieblingssongs. Der Refrain ist einer der stärksten des Albums. Es dauert eine Weile, bis man dessen Struktur nachvollziehen kann, doch bald entdeckt man, dass es sich um einen echten Ohrwurm handelt. Stampfendes Riffing, wunderbar mächtiger Chor-artiger Refrain und ein wunderschöner, von seichten Keyboards getragener Mittelteil. Zudem wird auch hier mehrmals mit dem Tempo des Songs variiert, sodass die sechs Minuten lang absolut keine Langeweile aufkommen kann.

5.) Under Your Tree

Eine der beiden Balladen des Albums. Ich bin mir noch immer nicht ganz sicher, aber thematisch scheint er davon zu handeln, dass Tony einen verstorbenen Freund von sich begräbt. Da es im Text heißt 'my little friend' und der Lieblingsort dieses Freundes ein Baum ist, schließe ich einfach mal, dass es sich dabei um den Affen handelt, den sich Tony (laut Steckbrief auf der Homepage) immer schon gewünscht hat. Allein bei dem Songtext kommen einem die Tränen. Stilistisch vielleicht mit "Tallulah" oder "The Misery" zu vergleichen.

6.) Caleb

Bei Caleb handelt es sich um die Vorgeschichte der Songs "The End Of This Chapter" und "Don't Say A Word", in dem man erfährt, warum der Stalker-Typ aus den genannten Songs so geworden ist. Es geht um seine Kindheitsgeschichte, die mehr als tragisch ist. Das Grundriff des Songs ist einfach der Oberhammer. Stampfendes Riffing, hier und da verziert mit Obertönen und dazu Tony's herzzerreissender erzählerischer Gesang. Im letzten Drittel kommt dann ein kurzer Break, gefolgt von einem derart hymnenartigen und triumphalen Chor, dass man sich gleich an Blind Guardian erinnert fühlt. Doch damit nicht genug: es folgt das genialste Gitarrensolo des Albums und ein Vocal-Crescendo, dass es dem Fan die Freudentränen in die Augen treibt, nur um im nächsten Moment mit einem völlig genial-anderem Riffing auszufaden. Mein absoluter Lieblingssong! Selbst mein bisheriger Dauerbrenner "The Boy Who Wanted To Be A Real Puppet", den ich gern als 'geistigen Vorläufer' dieses Songs bezeichne, kann da nicht mehr mithalten.

7.) The Vice

Tja, und jetzt wird's progressiv. Wo die erste Hälfte des Albums noch relativ gemäßigt war, wird die zweite Hälfte zum Lebenselixier von Fans vertrackter Strukturen. Man kann sich The Vice ungefähr vorstellen wie die progressiven Zwischenteile von "White Pearl, Black Oceans" - nur noch eine Ecke verrückter und streckenweise sogar humoristisch! Ich bin auch der Meinung, dass der Song stark nach der Zehn-kleine-Negerlein-Thematik klingt. Aber überzeugt euch davon lieber selbst. Sehr genial ist auch das Fade-Out in Form eines virtuosen Piano-Parts.

8.) My Dream's But A Drop Of Fuel For A Nightmare

Ja, der Songtitel ist Programm. Dies ist er also, der Song für den ich noch eine weitere Woche benötigt habe, um damit warm zu werden. Hiermit liefern Sonata ihren komplexesten Song aller Zeiten ab. Wer Symphony X und neuere Blind Guardian Songs mag, wird von dem Stück begeistert sein. Allerdings (wie gesagt) erst nach einer angemessenen Eingewöhnungszeit. Sobald man ungefähr weiß, welcher Teil im Song wann kommt (was wirklich seine Zeit dauert), sieht man ein, wie absolut genial der Song doch ist. So wird der geneigte Leser auch verstehen, warum ich gar nicht erst versuche, den Song mit bisherigen Sonata-Songs zu vergleichen. Dies ist eher Sonata's Antwort auf Guardian's "And Then There Was Silence".

9.) The Harvest

Wer "Wildfire" vom "Reckoning Night"-Album mochte, wird The Harvest lieben! Thematisch scheint es eine Art Fortsetzung des Songs zu sein. Zudem gibt es gleichermaßen aggressive Vocals (teilweise sogar extreme Shouts), böse 'Jahrmarkt-Keyboards' und eine kurze emotionale Verschnaufpause vor dem Ende des Songs sorgen für Gänsehaut und Euphorie.

10.) The Worlds Forgotten, The Words Forbidden

Ursprünglich für Sonata's PC-Spiel "Winterheart's Guild" geschrieben, verbreitet der Song (ernsthaft!) eine eisige Atmosphäre. Gedämpfte, verzweifelnde, teils wimmernde Vocals sorgen für Gänsehaut, bis im zweiten Teil des Songs schrammende Gitarrenriffs einsetzen. Noch nie wurde das 'Arctic' in 'Sonata Arctica' so sehr betont.

11.) Fly With The Black Swan

Die absolut geniale Geschichte einer Person, die im Körper eines schwarzen Schwans zwischen Leben und Tod festhängt und sich anderer Leute Seelen aneignet um sein Ableben zu verzögern. Der Gesang in den 'marschierenden' Strophen klingt eher freudig und trotzig (erinnert an den Blind Guardian Song "A Dark Passage"), während die Bridge und der Refrain wehmütig und mitleiderregend klingen.

12.) Good Enough Is Good Enough

Die zweite Ballade des Albums - und was für eine! Erstmals benutzen Sonata Arctica echte Streicher - und nicht nur ein 'String Quartet' sondern eine ganze 'String Band'! Neben den Streichern ist ausschließlich Tony's gefühlvolle Stimme zu hören. Ein wunderschöner Gänsehaut-Song, der ein ganz kleines Bißchen vielleicht mit "Draw Me" zu vergleichen ist. Zunächst mag der Song vielleicht etwas langweilig klingen, aber bereits nach kurzer Zeit möchte man ihn schon nicht mehr missen.

Was für ein Album!


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