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SonataFanatica

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Rosewood 11580 Jolly Moggy Mikromaus
Rosewood 11580 Jolly Moggy Mikromaus
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der letzte Müll, 5. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Rosewood 11580 Jolly Moggy Mikromaus (Misc.)
An dieser ferngesteuerten Stoffmaus zur Belustigung von Katzen ist wirklich leider ALLES schlecht. Zu schade, dass der andere Rezensent hier (wohl aus Versehen) fünf Sterne vergeben hat.

Zunächst ist das gesamte technische Konzept vollkommen unbrauchbar. In die Fernbedienung kommen 2 handelsübliche AA-Batterien - in die Maus selbst keine. Stattdessen schließt man die Maus an die Fernbedienung an, sodass sie durch diese 2 Batterien aufgeladen wird. Dass die Maus dadurch viel zu wenig Saft bekommt, steht also von vornherein schon fest.

Aber auch Dinge, die eigentlich problemlos sein sollten, wurden hier in den Sand gesetzt. So war es mir auch mit einem perfekt passenden Schraubenzieher nicht möglich, das Batteriefach der Fernbedienung zu öffnen, um die Batterien einzusetzen – die winzige Schraube war SO festgezogen, dass sie sich nicht einmal einen Millimeter drehen ließ. Ich musste das Batteriefach an der anderen Seite aufbiegen und die Batterien so gut es ging reinquetschen.

Da die Maus selbstverständlich nach dem Auspacken aus der Verpackung nicht geladen war (wie auch?), musste ich diese an die Fernbedienung anschließen (also nichts mit Auspacken und direkt Ausprobieren). Dies erwies sich aber ebenfalls als zu kompliziert. Die Steckverbindungen sind eigentlich gut erkennbar, aber man musste das Ding schon mit Gewalt draufdrücken. Da die winzigen Plastikbügel sehr zerbrechlich aussahen, hatte ich die ganze Zeit die Sorge, ich würde sie aus Versehen beim Anbringen der Maus abbrechen. Glücklicherweise ist das nicht passiert.

Die Zeit, die die Maus zum Aufladen brauchte, habe ich nicht genau beachtet. Nach ungefähr einer Stunde hab ich nach dem Apparat geschaut und die rote LED-Ladeanzeige leuchtete nicht mehr, also dachte ich: die Maus ist aufgeladen. War sie auch.

Doch nach wenigen (maximal 3!) Minuten war der Spaß dann auch wieder vorbei. Die Maus war leer, die Katzen gerade erst richtig motiviert.

So lief es dann auch nur die ersten beiden Male. Beim dritten Mal musste ich erst die winzigen Rädchen der Maus von feinen Katzenhärchen befreien, denn sonst ging nichts mehr. Beim vierten Mal hatte die Maus nichtmal eine ganze Minute lang Energie. Einmal durch's kleine Wohnzimmer geflitzt, war der "Spaß" auch schon wieder vorbei. Offenbar lädt die Fernbedienung die Maus also nicht mehr gescheit auf. Und das obwohl die Batterien in der Fernbedienung neu sind.

Fazit:
– sehr schlechte Verarbeitung
– VIEL zu kurze Batteriedauer
– Rädchen der Maus SEHR schmutzempfindlich
– hält nicht länger als einen Tag

Finger weg.


True North
True North
Preis: EUR 8,97

44 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hat das Zeug zum neuen Meilenstein, 18. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: True North (Audio CD)
Endlich sind Bad Religion wieder da. Und bereits nach kurzem Hören wird klar: was die Jungs auf "True North" darbieten, hat das Zeug zum absoluten Meilenstein. Nicht dass die letzten Alben der Band nicht auch grandios gewesen wären. Aber "True North" hat etwas, das Viele vermutlich nicht mehr erwartet hätten: es bietet Songs, die es locker mit bisherigen Höhepunkten der Karriere (wie zum Beispiel dem Überflieger-Album "Against The Grain" oder dem nahezu perfekten "Stranger Than Fiction") aufnehmen können. Und das ohne auch nur ansatzweise "alt" zu klingen. Nur etwa die Hälfte der Songs überschreitet die 2-Minuten-Marke, was bei Bad Religion-Songs fast immer eine super Sache ist. Kompakt, schnell, prägnant und immer packend - so kennen wir die Jungs und so lieben wir sie.

Die drei schon vorab präsentierten Songs ließen bereits durchscheinen: hier ist die alte Schule des melodischen Punk Rock vertreten. So klingen einige Songs glatt nach dem 1988er Album "Suffer". Das seltsam beginnende, aber dann doch zum klassischen Bad Religion-Song zurückkehrende "Past Is Dead" erinnert stark daran – wie auch das geniale "Nothing To Dismay". "The Island" kopiert beinah schon das Grundriff des Songs "When?", wartet dann aber doch mit überraschenden Gesangsstrukturen und -melodien auf.

Es ist ein bißchen schwer, das neue Material zu umschreiben. Ich glaube, man wird dem am ehesten gerecht, wenn man sagt: die Grundriffs klingen oftmals sehr vertraut (wie es bei Bad Religion einfach dazugehört, wenn ihr mich fragt), doch die Songstrukturen sind oftmals unvorhersehbar und beinah schon experimentell zu nennen. So schafft es die Band auch nach über 30 Jahren noch, frisch und "neu" zu klingen. Selbstverständlich findet man die packenden mehrstimmigen Gesangsmelodien, das High-Speed-Punkrock-Drumming und auch die eine oder andere ruhige Nummer dazwischen (zum Beispiel das sehr nachdenkliche "Hello Cruel World"), aber die Momente, in denen man den Song bereits nach wenigen Sekunden durchschauen kann, sind hier eher seltener anzutreffen. Immer wieder ist man angesichts einiger Taktwechsel oder sehr abwechslungsreicher Gesangsmelodien überrascht. Alte Schule? Ja. Aber irgendwie doch sehr neu!

Höhepunkte auf diesem knapp halbstündigen Album herauszuheben, ist beinah hinfällig, denn jeder Song beinhaltet irgendetwas Besonderes. "My Head Is Full Of Ghosts" beinhaltet beispielsweise seltsame und doch coole Stimmeneffekte. "In Their Hearts Is Right" treibt den mehrstimmigen Aufbau grandios auf die Spitze. Das für Bad Religion eher untypische "Dharma And The Bomb" wird größtenteils von Brett Gurewitz gesungen. "Popular Consensus" beeindruckt besonders aufgrund des hochmelodischen Gesangs, der beinah auf die Alben "No Substance" oder "The New America" gepasst hätte. Und der Song "True North" mit dem unglaublich tollen Gesang Gregs während des Refrains ist wohl einer der besten Opener, die Bad Religion je geschrieben haben.

Das Fazit des Ganzen: ein überraschend abwechslungsreiches Album, das vielleicht nicht so klingt, wie man es erwartet hätte. Aber gerade deshalb ist es so genial und wird viele Fans (wie auch Neulinge) aufhorchen lassen. Man wird sowohl angenehm an alte Zeiten erinnert als auch immer wieder überrascht. Eine absolute Kaufempfehlung meinerseits!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2013 9:12 PM CET


Silverthorn (BOX-Set)
Silverthorn (BOX-Set)
Preis: EUR 19,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension des Boxsets, 26. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silverthorn (BOX-Set) (Audio CD)
Länge:: 5:01 Minuten

Hier meine Videorezension zu dem Boxset von Kamelots neuem Album "Silverthorn". In der zeige ich euch, was euch erwartet, wenn ihr das Boxset kauft. Denn im Gegensatz zu anderen Boxsets erwartet euch hier wirklich etwas ganz Besonderes. Meine persönliche Wertung: Absolut genial! Viel Spaß damit.


TRON Legacy
TRON Legacy
DVD ~ Jeff Bridges
Preis: EUR 7,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn nur der Stilbruch nicht wäre..., 22. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: TRON Legacy (DVD)
Eines vorweg: ich möchte mit dieser Rezension auf ein paar Dinge aufmerksam machen, die bisher kaum in Rezensionen erwähnt wurden.

Ich bin ebenfalls mit "TRON" aufgewachsen und die fiktive Welt "im Computer", die dort dargestellt wird, ist einfach genial, mystisch und besonders! Auch das Spiel "TRON 2.0" gehört bis heute zu meinen Lieblingsspielen, weil es die spezielle Atmosphäre einer fiktiven Welt innerhalb von Computern perfekt darstellt.

Meine Erwartungen an "TRON Legacy" waren recht niedrig, muss ich sagen. Ich hatte mich schon auf einen ähnlich nervenzerfetzenden "Schnell noch Geld machen"-Mainstream-Film eingestellt wie das bei so manchen Fortsetzungen der Fall ist - wurde in dieser Vermutung leider auch fast komplett bestätigt. Denn der Film strotzt nur so vor Fehlern, die einfach nicht in die "TRON"-Welt gehören! Jeder, der auch nur ansatzweise Ahnung von dem ersten Film hat - ach, was sag ich, jeder, der den ersten Film auch nur EINMAL gesehen hat! - wird das bestätigen können!

Was zum Beispiel sollen REGENnasse Straßen in einer Welt im Computer? Was sollen die Wolken am Himmel? Hat schonmal einer von euch auf die Darstellung des Himmels im ersten "TRON"-Film geachtet? Da GAB es nichts am Himmel! Der Himmel im Computerspiel "TRON 2.0" besteht aus Pixeln, daherfließenden Einsen und Nullen und anderen Dingen, die atmosphärisch perfekt passen! In "TRON Legacy" sind es, wie gesagt, Wolken! Was sollen die "Wastelands" (also die Gegend, in die sich Flynn verzogen hat) - diese Gegend ist voll von steinigem, felsigem Gelände! Hat jemand von euch schonmal Steine auf der Festplatte gefunden, irgendwo zwischen MP3s und Bilddateien? Ich nicht. Da kann man sagen was man will: eine COUCH (in der Form), ein Spanferkel, ebenso wie normale Holztüren sollte es einfach nicht im "TRON"-Universum geben. Das passt einfach nicht. Auch die fliegenden Aufklärer (Recognizer) lassen in "TRON Legacy" an den "Füßen" Dampf ab, sobald sie landen. Wie bitte?! Was soll denn sowas? Das sind digitale Gebilde! Programme! Die müssen nicht von irgendetwas angetrieben werden!

Alles, wirklich alles in der Welt ist so konzipiert wie eine düstere, verregnete Version der wirklichen Welt. Halt aus Glas und futuristisch erleutet, das ist alles. Die ganze Chose wirkt also viel mehr wie: "böse Gladiatorenkämpfe auf Glas und in Glas in einer dystopischen Zukunft" - und NICHT wie eine Welt im Computer. In dem Spiel "TRON 2.0" haben die Macher die Ansätze aus dem guten alten "TRON"-Film absolut perfektioniert! In "TRON Legacy" dann leider alles über'n Haufen geworfen.

Mir ist schon klar, dass die Idee sein soll, dass Kevin Flynn nach und nach immer mehr Einfluss aus der wirklichen Welt rüber in die digitale Welt geholt hat, aber trotzdem! Das ist ein absoluter Stilbruch!
Betrachtet das mal folgendermaßen: während das herumfliegende "ja" oder "nein" sagende Bit in "TRON" und auch in "TRON 2.0" eine glaubwürdige Sache war, hätte es in "TRON Legacy" einfach nicht mehr reingepasst. Das hätte dann - so blöd das jetzt auch klingt - UNREALISTISCH gewirkt!!! (So im Sinne von: Digitaluhren hätten in "Der Herr der Ringe" auch keine Daseinsberechtigung!) Da kann man mal sehen, wie sehr die Filmemacher das Ganze umgekrempelt haben!

Wenn man über diesen Stilbruch-Fakt hinwegsieht (was unheimlich schwer war und mir einfach nicht gelungen ist als ich "TRON Legacy" im Kino gesehen habe), dann kann man den Film aber durchaus wohl genießen.

Effekte: sind wirklich toll, besonders in 3D.
Story: ganz brauchbar. Nicht perfekt, aber andersrum fand ich die Story aus dem ursprünglichen "TRON"-Film jetzt auch nicht sooooo dolle. Hat ihren Zweck aber erfüllt und so ist das auch in "TRON Legacy".
Charaktere: mir ist Sam Flynn in der digitalen Welt von vornherein eine Spur ZU zuversichtlich und wirkt irgendwie wie unbesiegbar. (Klar ist er ein User, aber es ist trotzdem seltsam, dass er von vornherein das Gefühl zu haben scheint, alle in die Tasche zu stecken und jedem die Stirn bieten zu wollen. Eine Coolness von der Sorte nervt mich persönlich immer.) Der Rest der "Belegschaft" ist glaubhaft und spielt gut (wenn auch sehr vorhersehbar)! Übrigens: Michael Sheen macht seine Sache ebenfalls echt gut, allerdings wäre es absolut perfekt gewesen, wenn DAVID BOWIE den Bar/Disco-Inhaber "Castor" gespielt hätte! :)
Musik: allererste Sahne! Daft Punk mag ich eigentlich nicht soooo sehr (also die bisherigen Sachen von denen kaum), aber hier passt's perfekt und klingt absolut super!

Fazit: der Film macht Vieles falsch, der Protagonist führt sich größtenteils lächerlich arrogant und überlegen auf. Dafür ziehe ich 2 Sterne in der Gesamtbewertung ab. Drei Sterne sind ganz passend für den Film, finde ich. Rasante, bildgewaltige Action, von der man sich durchaus mitreissen lassen kann. Es wäre halt noch viel mehr drin gewesen, hätten die Entwickler sich ein bißchen mehr Mühe gemacht, was Story, Atmosphäre und die Gestaltung der digitalen Welt angeht.


The Incident
The Incident
Preis: EUR 22,43

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Späte Erkenntnis, 29. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
Zu irgendeiner Rezension hier habe ich als Kommentar einmal geschrieben, dass "The Incident" mich einfach nur schlecht fühlen lässt. Dass das Album eine total unangenehme Atmosphäre versprüht. Ich muss diese Aussage zurücknehmen. Sie stimmt einfach nicht.

Ich hab mich vor kurzem wieder in aller Ruhe mit dem Album beschäftigt. Größtenteils weil ich immer mal wieder Ohrwürmer von zwei oder drei der Songs in den Gehörgängen hatte, ohne dass ich das Album gehört hatte. Und nach ungefähr 3 oder 4 kompletten Durchläufen des Albums wurde mir klar: das Album ist klasse! Keineswegs unangenehm! Lediglich EIN EINZIGER SONG des Albums hat mich nachhaltig schlecht fühlen lassen. Wenn man den weglässt, ist das Album absolut super!

Man muss dazu sagen, dass die komplette erste CD ein einziger Longtrack sein soll. Man könnte da als Vergleich das Album "Light Of Day, Day Of Darkness" von Green Carnation heranziehen. Es besteht aus einem einzigen Track, der gute 60 Minuten lang ist. Vergleichbar es auch bei CD 1 von "The Incident", nur dass der Giganto-Song in 14 Teile aufgeteilt wurde. CD 2 beinhaltet die anderen 4 Tracks des Albums. Sie wurden nur deshalb auf eine zweite CD gepackt, weil sie thematisch nicht zum Konzept von "The Incident" gehören. Das Ganze wirkt dadurch leider so, als wäre CD 1 das eigentliche Album und CD 2 nur eine Bonus-Zugabe, was einfach nicht der Fall ist! Insofern ist es absolut ratsam, sich hin und wieder NUR CD 2 anzuhören, damit sie nicht zur "Bonus-CD" verkommt!

"The Incident" handelt von verschiedensten Schicksalsschlägen. Autounfälle, Kindesentführung, Mord, etc. Dinge, die uns von den Medien als einfacher "Vorfall" mitgeteilt werden, die für die Menschen, die darin verwickelt sind, allerdings Momente sind, nach denen nichts mehr so ist wie zuvor. Steven Wilson hat die Vorfälle in den Songs alle aus der Sicht eines betroffenden Menschen geschrieben, sodass man sich mit der Tragweite des "Vorfalls" (so trivial das Wort auch klingt) stark identifizieren kann. Außerdem hat er einige autobiographische Elemente eingebracht - beispielsweise bei dem tollen Song "Time Flies".

Nun aber mal zu den Songs an sich. Vorab muss ich sagen, dass ich persönlich es so empfinde, dass kein Album der Band an den genial-hinreißenden Meilenstein "In Absentia" rankommt. Auch "Stupid Dream" finde ich absolut super! Dies ist mein persönlicher Geschmack.

"The Incident" ist anders, aber keineswegs schlecht! Es ist super abwechslungsreich und führt den Hörer durch die unterschiedlichsten Emotionen, Atmosphären und Klanglandschaften. Es ist im Grunde alles da, was den Sound von Porcupine Tree so ausmacht. Die typische Porcupine Tree-Melancholie, die mit positiver Stimmung durchsetzt ist (besonders in den Songs "Great Expectations", "Kneel And Disconnect" und "I Drive The Hearse"), die typische Pink Floyd-Gelassenheit (besonders im Mittelteil des Songs "Time Flies", der übrigens ein wenig an das legendäre "Trains" erinnert), die dichte und experimentelle Atmosphäre, die man vom Album "Signify" kennt (in den Songs "The Incident", "The Yellow Windows Of The Evening Train" und ganz besonders in "Bonnie The Cat" von CD 2) und den rockigen, vorantreibenden Abwechslungsreichtum, den man auf den Releases "Deadwing", "Fear Of A Blank Planet" und "Nil Recurring" kennengelernt hat (bei "The Blind House", "Octane Twisted", dem gnadenlosen Ohrwurm "Drawing The Line" und dem genialen letzten Song "Remember Me Lover" auf CD 2).

Im Grunde kann sich also kein Porcupine Tree-Fan wirklich beschweren. Es ist alles da! "The Incident" ist ein Porcupine Tree-Album durch und durch. Man muss in das Album einfach nur viel mehr Zeit investieren und sich nicht durch den Ersteindruck abschrecken lassen.

Ach ja: vielleicht fragt sich der eine oder andere jetzt, welcher der Song war, der mich nachhaltig hat schlecht fühlen lassen...? Das war (und ist) das überzogen frickelige und schrecklich unangenehme "Circle Of Manias". Ich kann den Song einfach nicht hören. Da er auch noch kurz vor Schluss der ersten CD kommt, hat man ihn noch in Erinnerung, wenn die CD durchgelaufen ist, was einen bitteren Nachgeschmack verursacht. Das KÖNNTE einer der Gründe sein, warum das Album hier auf Amazon von so vielen Leuten in der Luft zerrissen wird. Im Ernst, Leute: überspringt den Song mal und hört euch das Album mal mehrmals komplett ohne diesen Song an. Das bessert den Eindruck deutlich!


Fables & Friends: Hand of Fate
Fables & Friends: Hand of Fate
Wird angeboten von Freaksshop1
Preis: EUR 15,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein farbenfrohes, abwechslungsreiches und lustiges Fantasy-Märchen, 26. Januar 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Zanthia. Alchemistin von Kyrandia.

Bereits im Kampf gegen den bösen Hofnarren Malcolm konnte sie König Brandon in seinen jungen Jahren gute Dienste erweisen (oder war es anders herum?). Die Meisterin im Brauen allerlei nützlicher Tränke steht nun im Mittelpunkt des Interesses von ganz Kyrandia. Die königlichen Mystiker haben SIE, die Jüngste unter ihnen, auserwählt, um einen magischen Ankerstein aus dem Mittelpunkt der Erde zu bergen. Nur dieser Ankerstein kann das Ende verhindern. Denn Kyrandia verschwindet. Stein um Stein und Baum um Baum.

Die Fortsetzung von Westwoods Grafikadventure-Klassiker "Fables & Fiends: The Legend Of Kyrandia, Book One" stellt nicht einfach eine Fortsetzung der Geschichte um den Protagonisten des ersten Teils dar, sondern setzt stattdessen auf die Ausweitung der wunderschönen Welt von Kyrandia.

Sehr schön wurde dies gestaltet, indem man nun, in Teil 2, Gegenden durchstreifen kann, die in Teil 1 noch nicht zugänglich waren. So hat man im ersten Teil zwar als Prinz Brandon die Hütte von Zanthia in den Wäldern Kyrandias besucht, konnte die Umgebung jedoch in einigen Himmelsrichtungen (also den sumpfigen Teil) nicht weiter erforschen. Und eben diese Gebiete sind nun in Teil 2 begehbar. (Im Grunde könnte man nun eine vollständigere Karte der Insel Kyrandia anfertigen, indem man alle passenden Locations aus Teil 1 und 2 zusammensetzt.)

In "Hand Of Fate" steuert man, wie schon erwähnt, nicht den frischgebackenen König Brandon aus Teil 1, sondern die junge Alchemistin Zanthia, der man im Vorgänger bereits begegnet ist. Und Zanthia ist nicht dumm! Warum sollte sie den ganzen Weg bis hin zum Mittelpunkt der Erde mühselig und langwierig reisen? Nein nein, stattdessen braut sie sich doch lieber einen Teleportations-Spruch! Was eigentlich kein Problem wäre, hätte nicht jemand ihr Zuhause vollkommen verwüstet und ihren Kessel gestohlen!

So beginnt eine Reise, die die gute Zanthia - die für jeden Anlass richtig gekleidet ist - an Orte führt, die sowohl gefahrenreich als auch wunderschön sind und sie vor immer neue Aufgaben stellen. Während Brandon in Teil 1 das sagenumwobene Kyragem, ein Amulett mit vier Kristallen, die dem Träger vier verschiedene magische Fähigkeiten bieten, zur Verfügung hatte, vertraut Zanthia voll und ganz auf ihre alchemistischen Fähigkeiten. Sobald sie ihren Camping-Kessel und das Rezeptbuch aus der Magierschule gefunden hat, weiß sie sich mit allerlei Tränken zu helfen.

Zanthia kann durchaus während ihres Abenteuers sterben, woraufhin man einen Spielstand laden oder das Spiel von Neuem beginnen muss. Allerdings erkennt man diese brenzligen Situationen sofort und hat direkt das Gefühl, dass die Sache prekär werden könnte. Auch Zanthia handelt in solchen Situationen (z.B. wenn man auf ein wildes Krokodil klickt) nicht direkt, sondern bringt erst einmal einen Kommentar. Erst beim zweiten Klicken handelt sie wirklich, was dann zumeist ins Verderben führt.

"Hand Of Fate" hat einen sehr ausgewogenen Rätselanteil, der in der Schwierigkeit nach und nach ansteigt. Die Hindernisse, die sich Zanthia in den Weg stellen, sind ausnahmslos spannende Aufgaben, die es zu lösen gilt. So stolpert sie in immer neue Bredouillen, findet aber auch immer wieder neue Verbündete, die ihr zur Seite stehen. Oft - wie könnte es anders sein - zwar erst nach Gegenleistung, aber sowas ist man ja gewohnt. Und hier kommen wir zu einem Spielaspekt, der ebenso liebevoll gestaltet ist, wie die Welt von Kyrandia selbst: die Charaktere!

Ein wenig schade ist es schon, dass viele der Charaktere aus dem ersten Teil lediglich im Intro in Person zu sehen sind (wie zum Beispiel der Zauberer Darm und sein Hausdrache Brandywine), doch das machen die ganzen neuen Bekanntschaften mehr als wett. Marco, der Magierlehrling, der Zanthia unbedingt auf ihrer Reise helfen möchte, sein Kammerdiener, eine übergroße Hand, die es liebt, sich die Füße... pardon... die Finger im Sumpf zu vertreten, eine lebensfrohe Vogelscheuche, ein liebestoller Yeti, ein lispelnder Briefboten-Drache und ein einfacher Stock, der an den seltsamsten Stellen immer wieder auftaucht. Alles in allem sehr erinnerungswürdige Begegnungen in einem tollen Abenteuer.

Die Reise ist ein farbenfrohes, abwechslungsreiches und lustiges Fantasy-Märchen. Bei "Hand Of Fate" handelt es sich definitiv um eines der alten Grafikadventures, bei denen die tolle VGA-Grafikpracht Schwärmereien hervorruft. Aber nicht nur diese lassen einem Fan toller Abenteuerspiele das Herz höher schlagen - auch die unglaublich gute Musikuntermalung, für die Westwood damals auch berühmt war, macht Freude! (Vergleiche hierzu auch die Musik von "Kyrandia 1", "Lands Of Lore" und "Dune II"!)

Das Sahnehäubchen auf dem Ganzen stellt dann noch die perfekte Sprachausgabe dar. Wie schon in Teil 1 bietet auch der zweite Teil englische Sprachausgabe zu wahlweise deutschen, englischen oder französischen Bildschirmtexten. Und die Sprecher leben ihre Rolle auch richtig schön aus. Viele der Charaktere bekommen besonders durch die tollen Sprecher ganz besondere Plastizität und... naja... Charakter eben! Zanthia hat außerdem zu jeder Location, an der man sich befindet, auch den einen oder anderen Spruch auf Lager, wenn man eine Weile lang nichts macht. Das Introvideo der deutschen Version wurde zudem komplett deutsch vertont.

Wo Licht ist, ist auch Schatten und so ist auch "Hand Of Fate" nicht ohne Fehler. Es sind aber keine Fehler im eigentlichen Spiel, sondern ausschließlich in der Lokalisation. So wurden einige Sprüche so richtig falsch übersetzt. Ein "You're welcome" im Sinne von "Gern geschehen" wird dann plump zu einem "Du bist herzlich willkommen". An einer Stelle wurde aus dieser Schluderei ein echtes Problem:

Bei dem ersten Zaubertrank, den man im Spiel mixen muss, wird nach einem Giftpilz verlangt. Wenn man allerdings einen solchen in den Kessel wirft, passiert nichts; der Trank wird nicht vervollständigt. Warum? Ganz einfach! Im Englischen heißt Giftpilz "Toadstool". Dies ist ein englisches Wortspiel aus "Toad" (Kröte) und "Stool" (Hocker). Man muss nicht etwa einen Giftpilz für seinen Trank benutzen, sondern einen "Kröten-Hocker", einen Hocker, der einer Kröte gehört!!

Es ist schon verständlich, dass Übersetzer einen schweren Job haben. Man denke nur an das Wortspiel mit dem Malzbier (="Rootbeer") aus "Monkey Island", wo man für die Kannibalen die Wurzel (= "Root") davon stehlen soll. Der "Toadstool"-Patzer aus "Hand Of Fate" ist meiner Meinung nach aber das absolute Paradebeispiel dafür, wie man es NICHT machen sollte. Wenn man über diese Lokalisationspanne hinweg sehen kann, steht dem ungetrübten Spielspaß allerdings nichts mehr im Wege. Absolut nichts.

Fazit:

+ wunderschöne VGA-Grafik
+ exzellenter Soundtrack
+ super Sprachausgabe
+ abwechslungsreiche Locations
+ ausgewogene Rätsel
+ tolle Idee mit dem Tränkemischen
+ erinnerungswürdige Charaktere
+ spannende Story
+ toller Humor

- teilweise schludrige deutsche Übersetzung

Viel besser kann ein Grafikadventure nicht sein! Wer es noch nicht kennt: auf der Stelle spielen.
Da einige (wenige) Anspielungen auf Teil 1 vorhanden sind, wäre es interessant, diesen zu kennen - nötig ist das aber nicht.


Re-Cycle [2 DVDs]
Re-Cycle [2 DVDs]
DVD ~ Lawrence Chou
Preis: EUR 17,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gewaltiges Fantasy-Alptraum-Abenteuer, 8. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Re-Cycle [2 DVDs] (DVD)
Die junge Schriftstellering Ting-yin (Schauspielerin und Sängerin Angelica Lee Sin-Jie, bekannt aus dem Film "The Eye") ist in Bedrängnis. Bei einer Pressekonferenz, in der die Verfilmung ihres letzten Liebesromans besprochen wird, platzt ihr Manager damit heraus, dass sie bereits an einem neuen Roman arbeitet, der von der Welt der Geister handelt - dabei hat sie noch nicht einmal eine Idee für die Story.
Schon als sie in ihrer Wohnung zu schreiben beginnt, hört sie seltsame Geräusche, findet eine fremde (klischeeträchtige, obligatorische) lange, schwarze Haarsträhne in ihrer Küche und wird von Anrufen geplagt, bei denen sie höchst gruselige Geräusche hört.

So weit, so typisch und langweilig. Innerhalb der ersten halben Stunde des Films hab ich mir noch hin und wieder gedacht "Gäääähn, typisch. Alles schonmal irgendwo gesehen." Doch kurz nach der 30. Minute steigt unsere Protagonistin in einen Fahrstuhl... und ab da geht's los.

Ziemlich unvermittelt findet sie sich in einer Welt wieder, die man am besten mit "postapokalyptisches Silent Hill" umschreiben kann. Die Hochhäuser sind zerfallen und verlassen. Nebel und Verfall füllen die grünlich-gelbe Atmosphäre aus. Bald schon muss Ting-yin erfahren, dass diese Welt ganz und gar nicht verlassen ist und dass die Wesen, die hier leben, ihre schlimmsten Alpträume in den Schatten stellen.

Aber das Tolle an "Re-Cycle" ist, dass er nie wirklich bei einer Atmosphäre, bei einem Areal, bei einem Setting verharrt, sondern im Gegenteil ständig wechselt. Und so findet sich Ting-yin bald in einem Escher-artigen Labyrinth von Treppen und Häuserfassaden wieder, durchquert panisch düstere Gassen, die zu beiden Seiten Einblick in trostlose Zimmer mit seltsamen Wesen gewähren und stolpert auf einen verlassenen, rostigen Spielplatz mit Karussels und einer gigantischen Gondel-Schaukel, die im Himmel hin und her schwingt.

Die Pang Brothers haben in "Re-Cycle" besonders den Wechsel zwischen den Settings perfekt umgesetzt. Nie läuft man Gefahr, ZU lange in einer trostlosen Gegend steckenzubleiben. Immer wieder wechseln sich helle und bunte Gegenden mit den düsteren, bedrückenden Orten ab. Bald schon ist Ting-yin nicht mehr allein, sondern trifft auf Charaktere, denen sie vertrauen kann. Und spätestens dann - ab der 50. Minute - erinnert die Atmosphäre nicht mehr an typischen Japano-Horror, sondern viel mehr an "Chihiros Reise ins Zauberland" oder "Alice im Wunderland". ALLERDINGS nicht ohne immer wieder auftretende Schockmomente, Schrecken erregende Wesen und erschütternde Anblicke.

Das Ende hat mich zwar ein wenig enttäuscht - vermutlich, weil ich noch gerne mehr von den verschiedenen Facetten der Welt gesehen hätte - aber auf jeden Fall überrascht. (Eigentlich gab es sogar DREI größere Überraschungen am Ende des Films!)

Alles in Allem steht fest: der Film "fühlt" sich stark nach einem Traum an, den man durchlebt. Mit alptraumhaften Sequenzen, obskuren Gegenden, Schreckensgestalten und Gefährten. Also einen schlichten Japano-Horror hat man hier definitiv NICHT vorliegen! Eher eine Art Fantasy-Alptraum-Abenteuer-Film, den man auch gerne noch mehrere Male mit verschiedenen Freunden entdecken möchte. Auch die musikalische Untermalung ist absolut gelungen und ich kann gut verstehen, dass die Macher ihn extra noch zum Anhören auf die zweite DVD der Special Edition gepackt haben (wie bei der Special Edition von "The Fountain" beispielsweise), auch wenn eine Audio-CD sicherlich praktischer gewesen wäre.

Ich gebe dem Film 8 von 10 möglichen Ohngesichtern - sprich: 4 von 5 Amazon-Sternen. Ich runde allerdings großzügig auf 5 von 5 Sterne auf, da 4 Sterne einfach zu wenig für diesen tollen Film wären!

PS: EIN GUT GEMEINTER RAT NOCH!!!
Schaut euch den Filim --NICHT-- mit einer Person an, die eine Abtreibung hinter sich hat!!!
Dies könnte ernstzunehmende psychische Folgen bei der Person verursachen!


Lunatic Soul II
Lunatic Soul II
Preis: EUR 16,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Reise geht weiter..., 24. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lunatic Soul II (Audio CD)
Mariusz Dudas erstes Soloalbum, "Lunatic Soul", war bereits eine absolut einzigartige Reise. Storymäßig handelte das Album von einem Mann, der in den ersten Minuten des Albums stirbt und die Reise ins Jenseits antritt. Vom Todesmoment selbst, über die Trennung von Körper und Seele, während der er seine Lebensgefährtin über seinem Körper kauernd weinen sieht, über seine Beerdigung im Regen bis hin an einen unbeschreiblichen Ort, der ihn vor die wichtigste Entscheidung seines Daseins stellt - alles unbeschreiblich harmonisch, tief melancholisch, treibend, mystisch, teilweise recht esoterisch, hypnotisierend, und atmosphärisch fesselnd dargeboten durch feinste Klangspielereichen, wunderschöner Akustikgitarren-Parts, sachter Percussion, hier und da eingespielter Trommeln und Flöten und natürlich Dudas Gesang, der von sanfter Melodie bis hin zu ängstlichem Rufen ein unglaublich facettenreiches Spektrum bildet. Und nicht zuletzt mit einem storymäßig mitreißenden Finale der Reise. Nicht nur irgendein Soloalbum. Nicht nur Musik. Ein Erlebnis!!

Verständlich, dass die Erwartungshaltung in Hinsicht einer "Lunatic Soul II" sehr hoch ist - besonders, wenn es sich (nach einem so "runden" Vorgängeralbum) um eine Fortsetzung handelt! Ich muss zugeben, dass ich zunächst zögerte, das Album zu hören, weil ich etwas Angst hatte, enttäuscht zu werden.

Doch glücklicherweise stellt die Fortsetzung der Reise, die mit "Lunatic Soul" begann, auch eine hundertprozentige Fortsetzung des gewohnten Stils dar. Erneut findet man sich als Hörer in unglaublich vollen, einnehmenden und facettenreichen Klanglandschaften wieder, die von Dudas Stimme erfüllt werden. Es ist alles da, was bereits das Vorgängeralbum ausgemacht hat - und noch viel mehr! So erklingen nun auch stellenweise Tambourin, Westerngitarre, Mundharmonika, und das Glockenspiel. Laut Eigenaussage wollte Mariusz Duda dieses Album (wie schon durch das Cover ausgedrückt) "weiß klingen lassen", so wie das Vorgängeralbum eher melancholische Dunkelheit verkörperte. Und das ist ihm - meiner Meinung nach - auch absolut gelungen! Das Album ist somit durchaus eine Weiterführung - und nicht nur eine Wiederholung des Vorgängers!

Ein wenig enttäuscht war ich (anfangs!) vom sowohl klanglichen als auch storymäßigen Verlauf der letzten zweieinhalb Songs auf dem Album. Denn ab der Hälfte des drittletzten Songs ("Transition") beginnt Duda mehr zu erzählen als zu singen, was beim ersten Hören holprig erscheinen mag. Der vorletzte Song ("Gravestone Hill") stellt dann einen kurzen melancholischen Blick in die Welt der Lebenden dar und ist einfach wunderschön. Dann geht es mit dem letzten Song ("Wanderings") zurück zu unserem Protagonisten, woraufhin das Album mit einem storymäßig bitteren Nachgeschmack endet (was besonders deshalb tragisch ist, weil "Lunatic Soul II" das letzte Kapitel der Story darstellt). Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn "Lunatic Soul II" ist in sich absolut schlüssig und klingt wie aus einem Guss. Auch die genannten "Erzähl"-Passagen aus "Transition" passen sich bei mehrmaligem Hören perfekt ins Gesamtschema ein!

Fazit: wie schon "Lunatic Soul" zuvor, bietet "Lunatic Soul II" eine unvergleichliche Reise in die Sphären einer mystischen Zwischenwelt zwischen Leben und Tod. Wer das Vorgängerwerk also mochte, wird auch diese CD mögen! Auch Riverside-Fans, die besonders die ruhigeren Riverside-Songs mögen ("Us", "Acronym Love", "Through The Other Side", etc.), werden die beiden "Lunatic Soul"-CDs LIEBEN!

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Noch ein Tipp für alle Fans: hört euch unbedingt auch die beiden Alben der Band INDUKTI an: "S.U.S.A.R." von 2005 und "Idmen" von 2009! Nicht nur klingt die (ebenfalls polnische) Band stark nach "Lunatic Soul" bzw. Riverside - nein, auch Mariusz Duda singt auf dem 2005er Album bei 3 Songs mit!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2011 5:09 PM CET


La Marche De L'empereur
La Marche De L'empereur
Preis: EUR 12,33

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für mich der schönste Soundtrack aller Zeiten, 10. November 2010
Rezension bezieht sich auf: La Marche De L'empereur (Audio CD)
Ich selbst habe den Film noch immer nicht gesehen. Aber als mir eine Freundin den Soundtrack das erste Mal vorgespielt hat, war ich vollkommen benommen! Die absolut dichte Atmosphäre, dieser unvergleichliche VOLLE Klang in Kombination mit dezent einfließenden Rythmen und hauchdünn gestreuten Soundeffekten ist eine absolut berauschende Reise für sich! Dazu kommt (bei einigen Tracks) Émilie Simons zarte Stimme, die streckenweise an Katie Melua erinnert - einfach traumhaft! Zudem bleiben einige Musikthemen Song-übergreifend bestehen - so findet man Elemente aus den ersten Songs auch gegen Ende des Albums wieder und kurze Songelemente, die zu Anfang angedeutet wurden, entwickeln sich später zu ganzen Songs.

Selbst Soundtracks von Joe Hisaishi (der z.B. für die Musikuntermalung von "Chihiro's Reise ins Zauberland" und "Prinzessin Mononoke" verantwortlich ist) werden von Émilie Simons "La marche de l'empereur" locker übertroffen. Unbedingt kaufen und sich selbst davon überzeugen!


Professor Layton und die ewige Diva - Der Kinofilm [2 DVDs] [Deluxe Edition]
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DVD ~ Masakazu Hashimoto
Preis: EUR 21,13

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3.0 von 5 Sternen Schön gemacht - aber mit DERBEN Logikfehlern, die das Ganze kaputtmachen, 1. November 2010
"Professor Layton und die ewige Diva" ist ein sehr schön animierter Film, der auf den Erfolgen der Nintendo DS-Spiele aufbaut. Die Atmosphäre ist sozusagen typisch Layton und die Musikuntermalung ist ebenfalls sehr gelungen. Schön ist auch, dass man bei den Rätseln, die im Film aufkommen, eine Weile selbst mitdenken kann, bevor sie von Layton und Luke gelöst werden. Leider kann man jedoch die tatsächlich im Film auftretenden Rätsel an einer Hand abzählen.

Die Altersbeschränkung "ab 6 Jahre" ist übrigens absolut angebracht, da die ganze Story auf einer recht makabren Prämisse aufbaut. So geht es - ohne zuviel verraten zu wollen - um ein Spiel auf Leben und Tod und es gibt einige Szenen, die zumindest stark erahnen lassen, dass Menschen sterben würden. Eine tatsächliche Darstellung dessen kommt glücklicherweise nicht im Film vor.

Das große Problem, das bei dem Zuschauer einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlässt, ist Folgendes: für einen Film, der auf einer Spielreihe basiert, die das logische Denken motiviert und erfordert, gibt es viel zu schwerwiegende Logikfehler! Bis zu dem Punkt, an dem man den kompletten Fall, mit dem Layton hier betraut wurde, als hinfällig abstempeln muss. Den jüngeren Zuschauern wird dies vielleicht nicht einmal auffallen, da es nun einmal ausdrucksstarke Charaktere in einem rasanten Abenteuer zu bestaunen gibt, aber jede Person, die etwas mitdenkt, wird leider recht enttäuscht sein. Zuviele Dinge ergeben keinen Sinn und verschiedene Handlungsstränge verlaufen einfach ins Leere ohne je wieder erwähnt zu werden.

Insgesamt lohnt es sich schon, den Film zu sehen, wenn man Layton-Fan ist. Und selbst wenn nicht, ist der Film immernoch schön animiert und recht unterhaltsam. Ich ziehe bei der Bewertung 2 Sterne ab, weil die Story im Großen und Ganzen einfach keinen Sinn ergibt. Warum nicht? Darauf möchte ich nun noch - für jene, die den Film schon gesehen haben oder Leute, die nicht planen, ihn sich anzusehen - eingehen.

==== ACHTUNG! AB HIER WERDEN PUNKTE DER STORY HINTERFRAGT! BITTE NUR LESEN, WENN SIE DEN FILM BEREITS GESEHEN HABEN ODER IHN NICHT SCHAUEN WOLLEN! ====

Es gibt sowohl bei der Storyline um Melinas Erinnerungen/Seele als auch bei der Ambrosia-Geschichte je drei grobe Logikfehler. Und zwar folgende:

Melina-Fehler 1: Warum hat Melina, die sich ja in Janice's Körper befand, nicht direkt mit ihrem Vater gesprochen und ihm erzählt, dass sie in einem neuen Körper weiterlebt? Dadurch hätte sie die ganze Sache, wegen der sie Layton überhaupt erst kontaktiert hat, direkt verhindern können! (Außerdem: warum hat Whistler an dem Computer, mit dem er Melinas Erinnerungen transferieren wollte, nicht selbst gesehen, dass der Vorgang letztendlich doch erfolgreich war?)

Melina-Fehler 2: Als Layton das blonde Schachgenie befreit, schnappt sich Whistler kurzerhand Luke und sagt "nun, dann nehme ich halt IHN, um die Erinnerungen von Melina in sein Gehirn zu kopieren". Wenn er aber jede beliebige Person dafür nehmen kann, warum um alles in der Welt hat er dann nicht einfach von vornherein irgendjemanden genommen (z.B. entführt oder eine bekannte Person überredet), anstatt das ganze Spiel zu veranstalten?

Melina-Fehler 3: Die Erinnerungen von Melina sind zum Teil in dem kleinen, hellblonden Mädchen namens Nina vorhanden. Warum aber versucht sie so vehement, Inspektor Grosky und Professor Layton loszuwerden - mit den Worten "du kommst mir nicht in die Quere"? Was soll das? Es wird einfach nicht erklärt, warum sie auf irgendeine Art und Weise böse sein sollte - es ergibt schlichtweg keinen Sinn!

Ambrosia-Fehler 1: Der große Plan von Descole ist ja, Ambrosia wiederauferstehen zu lassen (obwohl nirgends erklärt wird, was überhaupt seine Motivation dafür ist!!). Layton lässt ihn die ganze Zeit gewähren, obwohl er weiß, was es mit den drei Melodien, die dazu gespielt und gesungen werden müssen, auf sich hat. Erst nachdem alle dem sicheren Tode durch Descole um Haaresbreite entkommen sind, tritt er vor und erklärt nicht nur, was Sache ist, sondern SPIELT die Melodien auch noch SELBST!

Ambrosia-Fehler 2: Nachdem Layton Descole geholfen hat, Ambrosia wiederauferstehen zu lassen, greift dieser ihn mit den Worten "Ambrosia gehört mir!" an. Warum?? Layton absolut kein Interesse an Ambrosia!! Klar dient dies dem Zweck des kühnen Zweikampfs im Film, aber eigentlich müsste Descole Layton doch unendlich dankbar sein, anstatt auf ihn loszugehen?

Ambrosia-Fehler 3: Irgendwann ist Descole sauer und anstatt Janice die Melodie singen zu lassen, um Ambrosia wiederauferstehen zu lassen, will er dies mit seiner gigantischen Maschine einfach gewaltsam bewerkstelligen. Wenn er aber glaubt, dies zu können, warum hat er das nicht einfach von vornherein getan, anstatt sich all die Mühe zu machen?

==== Eine Rezension von Stephan Venker und Lena Sophie Koch ====
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2014 5:05 PM MEST


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