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Rezensionen verfasst von
Michael Gohlke "cinehasi" (Berlin)
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Fallout 4 Uncut - [PC]
Fallout 4 Uncut - [PC]
Preis: EUR 24,00

4 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kopierschutz ja, wenn's sein muss, aber nicht so!, 30. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Fallout 4 Uncut - [PC] (Computerspiel)
So, nachdem wieder mehrere positive Rezensionen den Artikel zu stark über die 3-Sterne-Grenze hypen, gebe ich mal wieder einen der notwendigen vorsichtigen Dämpfer ab, denn eine solche Sicherheitspolitik, welche nur zu Lasten zahlwilliger Kunden geführt wird, die genötigt werden eine gute Internetverbindung zu besitzen und sie auch überdurchschnittlich belasten zu müssen, ist völlig inakzeptabel!
Auch ich bewerte hier nicht das Spiel, da ich es nicht besitze und mir den Kauf trotz vorhandener VDSL50- Leitung auch aus Prinzip verkneifen werde.
Und wisst ihr wer über solche Sicherheits- und Verkaufspraktiken am meisten lacht und als eigentlicher Gewinner hervorgeht (vom wirtschaftlichen Nutzen mal abgesehen)? Ich glaube, die Antwort kennt jeder selbst.
Als Spielehacker darf man sich in diesen Tagen fast ein wenig wie ein Robin Hood der Freizeitindustrie fühlen.
Als positives Gegenbeispiel verweise ich gerne auf CD-Project Red mit ihrem "Witcher 3" und vor allem auf deren Veröffentlichungspolitik mit dem Trend, Gelder anstatt für unnötige Sicherheitshürden, welche allesamt den Verbraucher benachteiligen, lieber in die Entwicklung zu investieren, womit zum Releasezeitpunkt ein zwar nicht fehlerfreies aber ein zumindest kundenfreundlich installierbares Spiel angeboten wird.
Bethesda und einigen anderen Spieleentwicklern würde ich noch plakativ zu ihrer Doppelmoral einen ähnlichen Aufkleber empfehlen, wie man ihn auf beschmierten Berliner S-Bahnzügen öfter sieht, auf dem man inhaltlich davon in Kenntnis gesetzt wird, dass böse Jungs den Zug wieder beschmiert haben und diese Schmierereien jetzt mit goldenem Lack überzogen werden müssen, um den Fahrgast schon mal auf die nächste Managerdiätenerhöhung (oder heißt das Fahrpreisanstieg?) vorzubereiten.
Ich werde das Spiel möglicherweise kaufen und dann auch DIESES rezensieren, wenn es eine Vollversion, also komplett auf dem erstandenen Datenträger, geben sollte.
Um solche Machwerke, wie sie mit diesem Titel in dieser Form angeboten werden, sollte sich im Sinne aller Verbraucher, also auch derjenigen wenigen die über gar kein oder schwaches Internet verfügen, der Verbraucherschutz kümmern, falls er nicht schon im Fahrwasser solcher Machenschaften mitschippert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2016 6:41 PM MEST


Duffy Duck. Classic Cartoon Edition
Duffy Duck. Classic Cartoon Edition
DVD ~ -
Wird angeboten von the-dvd-house
Preis: EUR 6,09

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lieblos zusammengeschustert, 7. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Duffy Duck. Classic Cartoon Edition (DVD)
fettgedruckt im Titel sollte der Teil "und seine Freunde" sein, da die wesentlich mehr Platz einnehmen als der Titelgeber.
In vier, etwa 25- bis 50-minütigen Blöcken, welche es in summa übrigens auf etwa 155 und nicht wie groß auf dem Cover angepriesen auf 180 Minuten bringen, wird Duffy Duck lediglich im ersten, knapp 36-minütigen Block in mehreren Episoden, welche NICHT (!) separat anwählbar sind, angeboten. Da ich weder über Fernsehen noch fernsehkompatible DVD-Player verfüge und alle DVD's über meinen PC anschaue, ist mir ebenfalls noch übel aufgestoßen, dass man zusätzlich zum Handicap, die Episoden nicht einzeln anwählen zu können, auch den Schieberegler nicht betätigen kann, jedenfalls bei den gängigen, kommerziellen Abspielprogrammen nicht, aber man weiß sich ja zu vlc-hen.
Es gibt keinerlei Tonoptionen und tatsächlich nur die vier anwählbaren Blöcke in ziemlich übler Qualität (was mich nicht mal sonderlich stört, da ich kein Freund des Kaputtdigitalisierens bin). Bei Duffy Duck handelt es sich ausschließlich um die ganz frühen Episoden.
Wer sich, so wie ich, Kurzfolgen aus der Bugs Bunny Show mit der unverbesserlichen "pöööööhhh"-Synchronisation erhofft hatte, sitzt hier sprichwörtlich im falschen Film. Die falsche Schreibweise, denn unser Enterich heißt ja eigentlich Daffy Duck, hätte da schon skeptisch machen müssen. Den zweiten Stern gibt es für die somit immerhin gelungene Sicherstellung historischen Filmmaterials.


Fallout: New Vegas
Fallout: New Vegas
Preis: EUR 6,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Oblivion als Endzeitshooter, 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Fallout: New Vegas (Computerspiel)
Das dieses Spiel aus der gleichen Schmiede wie die Elder Scrolls Serie kommt,
muss einem niemand verraten. Man erkennt es an der gleichen technischen
Umsetzung, den gleichen Standartkeys für gewisse Transaktionen (z.B. Warten)
und ähnlich über die Spielwelt verteilte, sammelbare Items und Pflanzen (wenn-
gleich es hier wesentlich weniger zu finden gibt als in Oblivion oder Skyrim,
was wohl der Wüstenlandschaft und der Thematik des Spiels geschuldet ist).
Hier kämpft man auch nicht mit Schwertern, Bögen oder Zauberstäben sondern mit
Schusswaffen, Schlagringen, Messern oder Granaten.
Leider ist das Spiel ähnlich wie die Elder Scrolls Teile sehr langatmig und
für mein Dafürhalten zu offen angelegt. Es motiviert kurzzeitig ungemein, wird
aber mit fortschreitender Spieldauer immer eintöniger, was durch die Landschaft,
die für eine Endzeitthematik schon richtig toll gestaltet ist, noch beschleunigt
wird, da sich Wellblechzäune, Autowracks, verbogene Strommasten und Wohnbaracken
überall nur noch wiederholen und gleich aussehen. Hat man einmal den Strip er-
reicht, und dazu braucht man nicht einmal 10 Spielstunden, wird der Entdeckungs-
drang nebensächlich.
Aus der Ferne hat man mitunter zusätzlich auch noch üble Grafikfehler, welche
besonders durch die Kargheit der Landschaft ins Auge fallen, so z. B. das feh-
lende Wasser, wenn man sich dem Bootssteg im Tal nähert über den man zu Cäsar
geschippert wird. Dort springt dann der Wasserspiegel erst ins Bild, wenn man
nur noch ein- bis zweihundert Meter entfernt ist. Vorher hat man ein hübsches
Luftloch in der Matrix.
Das die unterschiedlichen Rassen, welche sich häufig gegenseitig bekriegen, am
besten durch ihre Bewaffnung unterschieden werden können, spült für mich bereits
den Shooter in den Vordergrund und lässt RPG-Elemente nur noch als Randerschei-
nung zu.
Jetzt aber zu dem Punkt, der mich an diesem Spiel am meisten nervt. Die Idee
eines Endzeit-RPG's an sich finde ich super. Ist eine in die Neuzeit importierte
Variante ansonsten eher mittelalterlicher RPG's und durch die veränderten Kampf-
methoden eine Bereicherung des Genre, wenn, ja wenn mehr Rollenspiel und mehr
verfolgbare (von mir aus auch eher lineare, aber dadurch besser strukturierte)
Geschichte, welche dann auch mit mehr Grips als mit haufenweise Munition erle-
digt hätte werden können, vorhanden wäre.
Da bei solchen Spielen bei mir eben Entdeckerdrang und Geschichtsstrang im Vor-
dergrund stehen und ich es absolut hasse und es daher gerne vermeide zu sterben,
(jeder Spieltod ist für mich wie ein bißchen wirklich sterben) spiele ich solche
Spiele in der Regel auf dem nidrigsten Schwierigkeitsgrad. Im Falle von Fallout
NV heißt dieser "sehr leicht". Dann kommt man in ein Gebiet, wo irgendeine Frak-
tion (wenn man sie dann so nenen darf) nach Lust und Laune mit Dynamit rumwirft.
Das wäre für mich okay, wenn ich Gelegenheit hätte, für mich festzustellen,
"okay, der Weg ist Mist, du musst versuchen da anders reinzukommen." - Keine
Chance! Aus der Nummer kommt man lebend nicht mehr raus. Jetzt bin ich tod! New
Vegas ist damit beendet!
Ich meine, wozu gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade? Es reicht doch aus,
wenn derjenige, der keine Probleme damit hat in Spielen ständig zu krepieren die
Schwierigkeit auf Mittel oder gar hoch setzt. Shooterprofis spielen darunter ver-
mutlich eh nichts.
Positiv hat mich dagegen eher noch die Tatsache beeindruckt, dass man ab gewissen
Gewinnsummen in Kasinos zunächst hofiert wird, um dann, wenn man dann doch über
Gebühr gewinnt, letztlich Spielverbot zu erhalten.
Insgesamt ist Fallout New Vegas schon ein solides Game und auch das einzige Spiel
aus der Fallout-Serie, welches mich thematisch überhaupt reizt. Vom Entdecken und
der Gegnerfülle und auch -stärke her, fühle ich mich bei den Elder Scrolls dann
doch eher zu Hause, wenngleich diese Spiele allesamt nach einer Weile zuuuu kom-
plex werden, dabei aber eher eine vergleichsweise dünne Geschichte aufweisen.
Den Spielspaß hätte ich auf 4 Sterne gesetzt, wenn das quasi Zwangssterben ver-
meidbar wäre. Es würde ja auch reichen, wenn man aus einer solchen Gefahrenquelle
nur noch mit 10 Prozent TP rauskommt, aber tod ist eben tod, da helfen keine
Pillen.


The Witcher 2: Assassins of Kings - Premium Edition (uncut)
The Witcher 2: Assassins of Kings - Premium Edition (uncut)
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 68,41

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Achtung Downloadfehler beim Upgrade zur EE, 6. November 2013
Hallo allerseits,
die Witcherspielreihe erscheint mir mit als eine der schönsten, aber auch storytechnisch
anspruchsvollsten Rollenspielserien.
Da ich hier gerade unerhört viel (berechtigten) Frust herauslese, der mir kürzlich eben-
falls wiederfahren ist, erscheint mir eine kurze erklärende Rezension sinnvoll.
Ich besitze die ganz normale Erstausgabe (3391891954372) des Spiels, wo ich auch meine
Rezension zum Spiel selbst verfasst habe. Das Spiel habe ich vor einigen Tagen erneut instal-
liert, da ich zwischenzeitlich mein System neu aufgesetzt habe. Ich arbeite übrigens
immernoch mit WIN XP Home V2002 SP3.
Am Ende der Installation (mit Ausnahme der EE und von Steam-Usern wohl bei allen PC-Kauf-
versionen) wird dem zahlenden Kunden nun von CD Projekt sozusagen als Dank, kostenlos der
Download der mit neuem Spielkontent und neuen Videosequenzen (incl. Intro) angereicherten
Enhanced Edition angeboten. Dieser ist mit 10,57 GB recht umfangreich und sicher nicht für
jede Bandbreite geeignet. Es handelt sich zunächst also NICHT um einen Patch!
Wie mir selbst aufgefallen ist, kann man diesen Download nur schlecht ablehnen, da einem
dann vom Installer vorgegaukelt wird, dass die Installation nicht vollständig ist. Man
kann ihn aber trotzdem ablehnen und müsste dann aktuelle Patches (momentan wohl 3.3) "von
Hand" ziehen und installieren. Sollte danach der Launcher immer noch versuchen die EE zu
ziehen und nicht zum Punkt "Spiel starten" übergegeangen werden können, müsste man das Spiel
versuchen direkt über die Gameexe zu starten, die im bin-Ordner liegt.
Bei mir war es allerdings so, dass ich aufgrund einer guten Leitung den Download der
Enhanced Edition dankend annahm und damit nahm das Ungemach seinen Lauf. Im April 2012
wurde dieser Download über den sogenannten Pre-Loader zur Verfügung gestellt, der es ermög-
lichte, den Download auch zwischenzeitlich abzubrechen, um später fortzufahren. Dieser Pre-
Loader saugt immer 287 MB große Pakete und speichert sie an einem frei wählbaren Ort auf der
Festplatte. Die zum Download bereitgestellten Pakete sind dabei sogar fehlerfrei, aber durch
einen Fehler in diesem Pre-Loader, wenn ich das richtig verstanden habe, werden Daten oder
Prüfsummen beim Download (speziell die ersten 3 Parts und der 1. Part der Sprachdateien) ver-
ändert und machen somit eine Installierung der EE unmöglich, wodurch natürlich auch die Spiel-
installation selbst beschädigt wird.
Dieser Fehler konnte bis heute (November 2013) noch nicht behoben werden und übersteigt die
Kenntnisse vieler User, also auch meine. Der Frust ist also verständlich! Informiert euch am
besten auf der Herstellerseite oder in einschlägigen Gamer-Foren (Worldofplayers etc.) über
dadurch notwendige "Reparaturmaßnahmen" bzw. alternative Downloadmöglichkeiten. Leider gibt
es hier keine Verlinkungsoptionen und einen Komplettlink will ich hier nicht posten, da sonst
unter Umständen keine Veröffentlichung erfolgt.
p.s. bei Worldofplayers gibt es übrigens auch einen Fix für bzw. gegen die Desktopabstürze,
welche meist aus dem Inventar heraus erfolgen und offenbar durch die deutschen Umlaute verur-
sacht werden.


Arcania: Gothic 4 (Special Edition)
Arcania: Gothic 4 (Special Edition)
Wird angeboten von GoForGames
Preis: EUR 34,34

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ruckelgrafik ohne Rollenspielelemente, 13. September 2013
Bevor ich zum "in der Luft zerreißen" des Spiels übergehe, möchte ich mich kurz den positiven Merkmalen, welche zweifelsohne vorhanden sind, widmen.

Der Held ist perfekt vertont, hat gute Dialoge und über diese wird auch seine Weiterentwicklung im Spielverlauf, was das Selbstbewusstsein angeht, sehr
gut transportiert.
Die Grafik ist ansehnlich bis sehr gut, zumindest solange, wie man sich nicht bewegt.
Der größte Pluspunkt ist die Spielwelt. Schade, dass man aus dieser nur sehr linear begehbaren Welt nicht mehr herausgeholt hat, denn Aargan (und auch
die Prologinsel Feshyr) sind sehr liebevoll und abwechslungsreich gestaltet. Zu den Sehenswürdigkeiten würde ich spontan mal den bewohnten Riesenbaum
von Tooshoo, aber auch die sehr detailreiche Felsenstadt Stewark zählen.

Das war's aber auch schon mit der Herrlichkeit, denn zu viele der positiv aufgeführten Punkte führen gleichzeitig zu negativen Abstrichen. So sorgt zum
Beispiel die hübsche Grafik bzw. deren technische Umsetzung in Verbindung mit der Beleuchtung und dem dynamischen Wettersystem für derart hohe Einbrüche
der Framerate, dass das Spielen von mehr als 15 Minuten am Stück zu starken Kopfschmerzen führen kann.
Nun verfüge ich nicht gerade über eine High-End-Maschine, aber selbst Spiele wie The Witcher II und Skyrim laufen bei mir flüssig mit über 30 Bildern
pro Sekunde.
Nach der Installation klinkte sich das Spiel auf meinem Rechner selbsttätig mit den höchsten Grafikeinstellungen ein, was ich grundsätzlich für ein
gutes Zeichen hielt. In freier Wildbahn geht es auch noch einigermaßen, aber sobald es regnet (und es regnet oft) oder man sich aber in die Nähe größerer
Ansiedlungen begibt, geht die Leistung teilweise auf 10 oder noch weniger Bilder runter.
Größtes Kuriosum dabei - zum Test habe ich alle Werte inklusive der Sichtweite auf Minimum gesetzt, gespeichert und neu gestartet. Ergebnis: So gut wie
keins! Wo ich vorher in Stewark bei Regen vielleicht 9 Bilder pro Sekunde hatte, hatte ich nun vergleichsweise 11. Zwei Bilder auf Kosten dessen, was das
Spiel einigermaßen spielenswert macht, das kann es nicht sein.
Weitere Anmerkungen zur

GRAFIK
Recht gelungene Darstellung von Wasser und Vegetation, wobei mir bei der Animation beider Punkte eine vermutlich beabsichtigte Übertreibung auffällt. So
bewegen sich die Wälder um Tooshoo herum teilweise sehr heftig, was atmosphärisch einem verhexten Märchenwald nahe kommt, letzten Endes aber dadurch auch
die etwas maue Einbindung von Speedtree verdeutlicht, wo sich alle Laubwerktexturen wieder gleichzeitig im Wind bewegen, was den atmosphärischen Ansatz
leider in gewisser Weise killt. Eine wesentlich bessere Speedtree-Einbindung weist degegen der Konkurrent Risen auf.
Der Resourcenfresser "Regen" ist natürlich optisch sehr hübsch verarbeitet, da er auch an Kleidung und Umwelt Spuren hinterlässt. Damit komme ich direkt
zum Punkt

AUDIO
Regen oder nicht, es gibt immer genau ein Audiogeräusch. Ausnahme bilden dabei natürlich die Dialoge, welche die Umgebungsgeräusche zwar dimmen, aber
glücklicherweise nicht ganz unterdrücken. Es gibt auch Windgeräusche, aber sobald es regnet, hört der Wind auf. Worin dann die Bäume weiter heftig hin
und her schaukeln bleibt ein Geheimnis der Macher. Tritt man auf einen der zahlreichen Balkone Stewarks, kann man den Regen hingegen zwar sehen, aber
nicht hören.
Die Musik passt sich den Geschehnissen recht unaufdringlich an und findet von daher ebenfalls Einzug in die Aufzählung der Positivpunkte, zumal man sie
auch auf ein für sich erträgliches Lautstärkenmaß einstellen kann.
Die Dialogvertonung war bereits ein positives Thema. Doch die sehr gute Vertonung des Helden überträgt sich auf viele NPC leider nicht, was wohl
Geschmackssache ist, aber dieses übertrieben grollende Säuferorgan von Rauter (Marke Westernhagen, richtig?) oder der künstelnd heisere Stewarker
Bäckermeister (Marke Loriot, bei dem ist es wenigstens witzig) hauen mich nicht gerade vom Schemel.

CHARAKTERE
Besagter Rauter ist übrigens wie jeder zweite weitere männliche NPC ein Zwillingsbruder von Gromar. So bleibt uns zwar nicht unbedingt unsere heiß
geliebte und durch uns zu rächende Ivy in dauerhafter Erinnerung, aber wenigstens ihr Vater hat einen festen Platz in unserer visuellen Wahrnehmung.
Die weiblichen NPC beschränken sich auch auf zwei oder drei Gesichtstypen, die nicht einmal besonders hübsch sind, aber auch das ist wohl jedem's
Geschmack überlassen.

RPG
wie hier schon reichlich erwähnt: Nicht vorhanden.
Keine Charakterklassenwahl
Keine Fraktionszugehörigkeit (sieht man mal von einigen entweder/oder-Aufgaben ab)
Keine Strafen bei Diebstahl, Einbruch etc.
Kein Schlafen und somit auch keine Möglichkeit Nächte abzukürzen
Kein Trinken
Keine Fähigkeitenerlernung im üblichen Sinne (Bücher/Lehrer)
aber das Schlimmste daran: es gibt interaktive Buchständer in denen man nicht lesen kann, Betten, in denen man liegen, aber nicht schlafen kann, Fässer,
aus denen man trinken, sich aber nicht heilen kann etc.

GESCHICHTE
Die Story ist sehr linear und wenn man mal die Aspekte RPG und Gothic außen vorlässt, sondern das Spiel als eigenständig bezeichnet, eigentlich gar nicht
sooo schlecht. Auch die Nebenquests sins ganz solide, leiden in ihrer Umsetzung aber oft unter dem primitiven

KAMPFSYSTEM
Dieses lässt sich im Nahkampf zu 95 Prozent mit Linksklicken erledigen. Man muss nur von Zeit zu Zeit darauf achten, dass man in die richtige Richtung
schlägt. Bei einigen Gegnern empfielt sich die Zuhilfenahme von Zaubern, wenngleich das mit Ausnahme von Questgegnern fast nie nötig ist.
Interessanter gestaltet sich der Fernkampf, den ich nur mit Pfeil und Bogen beurteilen kann, da ich in Gothic 3 seinerzeit zuviele Nachladetode mit der
Armbrust gestorben bin. Von allen Zieltechniken, die so in Spielen verwendet werden, finde ich die hier umgesetzte eigentlich am glaubwürdigsten, da man
als ungelernter Bogenschütze eine sehr unruhige Zielerfassung hat, was sich mit Ausbau der zugehörigen Skills aber stetig verbessert. Oft suggerieren einem
bisherige Fernkampfsysteme, dass man das Ziel verfehlt hat, obwohl man genau gezielt hat. Da dann aber eine skillabhängige, prozentuale Trefferrate errechnet
wird, geht dann trotzdem jeder dritte Schuss daneben, egal, wie gut man zielt.

SPIELWELT
Oben schon positiv erwähnt, sehr hübsch, abwechslungs- und einfallsreich gestaltet. Die Vorenthaltung des kostenpflichtigen Nachzüglers Setarrif ist ein
unwiderruflicher Schandfleck in dieser Map. Die Grenzlinienführung an Wegen oder sonstigen begehbaren Areas entlang kann mit Jumps jeweils überwunden werden,
endet aber entweder tödlich oder im Freeze. Anhand der immer schlechter und grober werdenden Texturen kann man dann aber auch erkennen, dass ein Erreichen
bestimmter Landstriche auch ohnehin weder geplant noch sonderlich erstrebenswert ist.

SPIELSPASS
bewerte ich selten höher als das Spielkonzept an sich. Hier ist es der Fall, da im Spiel an sich von der RPG-Idee her schon so viel kaputt gemacht worden ist,
dass sich das Durchlaufen und Metzeln nicht als sonderlich anspruchsvoll, aber eben auch nicht problematisch gestaltet, sieht man mal von unzähligen unsichtbaren
Barrieren ab. Wie viele Rezensenten bereits erwähnten ist das Spiel eigentlich schlicht langweilig, aber durch die recht hübsche Grafik macht es auch kurzzeitig
Spaß, durch Wälder zu laufen, ein paar Scavengers zu linksklicken und mal ein Wildschein oder einen Wolf auf's Korn zu nehmen und hier und da ein paar mehr oder
weniger nützliche Items einzusacken. Denn Tränke oder ähnliches braucht man eigentlich so gut wie gar nicht.
Für längere Sitzungen sollte man gute Kopfschmerztabletten bereithalten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 9, 2014 9:29 AM MEST


Risen 2: Dark Waters
Risen 2: Dark Waters
Wird angeboten von karunsode
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Risen 2 und Wünsche / Visionen für eventuelle Nachfolger, 26. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Risen 2: Dark Waters (Computerspiel)
Inzwischen recht überstrapaziertes Thema, aber trotzdem besteht die Hoffnung, dass die lauten Forderungen: "Weg von dieser Methode!" nicht abreißen und irgendwann (wie bei Witcher 3) auch die Entwickler überzeugen. Die Rede ist vom Plattformzwang und vom Kopierschutzschnickschnack, der zum einen Unmengen an Zusatzkosten für die Entwickler/Publisher bedeutet und zum anderen solche Spiele für technische Laien teilweise unspielbar macht. Größter Hohn an dieser Methode: Bereits am Tag vor dem Release gibt es im Netz unzählige Crackversionen von solchen Spielen.
Gebt den Konsumenten die Entscheidung darüber, wie und wo sie ihr Spiel installieren wollen und ob sie es ggf. patchen wollen oder auch nicht in die eigenen Hände zurück!

Jetzt aber zum Spiel an sich. In dieser Rezension werde ich mich möglicherweise unstrukturiert umherbewegen und von daher sowohl Positiv- als auch Negativeindrücke vermischen, was dem Erleben der Spielrealität aber auch am nahsten kommt. Natürlich muss sich der Entwickler beim Namen ...2 auch mit Parallelen zum Vorgänger konfrontiert sehen, aber durch Ideen, Änderungswünsche auch bereichert werden für eine ggf. geplante Storyfortsetzung.
Auch wenn die Risen-Reihe der Gothic-Linie entstammt und viele Features übernommen wurden (erinnert sei an Jack, den Leuchtturmwärter), werde ich nach Möglichkeit keine Vergleiche zur Gothic-Reihe bemühen.

Erste Eindrücke nach der Installation:
Bessere Texturen mit großer Detailtreue bei den Hauptfiguren und den meisten NPC. Die Bewegungen wirken eher hölzern. Schnell stellt sich heruas, dass auch Risen 2 bei Release so unfertig war, dass es ungepatcht kaum spielbar ist. Die Vegetation, der Schattenwurf und die Bewegungsoptionen des Spielers sind Hauptgründe dafür. Andere Unpässlichkeiten, wie drei Meter vor dem Spieler aufploppende Gegenstände, völlig übertriebene Überstrahlungseffekte, unterschiedliche Maussensibilität auf der X- und Y-Achse oder das unsägliche Autospeicherfeature, welches über wenige Spielstunden schon mal einige hundert Spielstände anfertigen kann, können mühseelig und mit entsprechender Kenntnis in der ConfigDefault.xml im ini-Ordner des Spiels modifiziert werden.

Die Geschichte:
Einer der positiven Punkte des Nachfolgers. Mit Sicherheit kann man nicht von einer besseren Geschichte reden, da die von Risen 1 schon so gut war, dass man allenfalls etwas anderes, etwas Neues machen konnte. Das ist mit der Verlagerung ins reine Piratenmillieu, der Einführung von Schusswaffen aus dieser Zeit und dem Ersetzen der Christallmagie durch den Voodoo-Zauber durchaus gelungen. Sucht man bei solch mystischen Geschichten nach einer Art gehobenen Anspruchs, war man in Risen 1 meiner Meinung nach gefühlt besser aufgehoben. Das liegt aber auch nicht zuletzt am:

Kampsystem:
Wie auch die Grundbewegungen der Spieler sind die Kampfanimationen sehr hölzern. Als komplett gescheitert dürfte man die Finishing-Moove-Zeitlupensequenzen bezeichnen. Selten etwas so Schlechtes gesehen.
Das Kampfsystem in Risen 1 war für meine Verhältnisse (in der Regel mit un- oder schlecht geskillten Waffen) schwer, aber gut, besonders was die Animation betrifft. Davon ist im Nachfolger nichts mehr geblieben und leider eine Verschlechterung eingetreten. Die Kämpfe sind zwar insgesamt keine Herausforderung, aber durch Unzulänglichkeiten, wie das plötzliche Vorwärtsbewegen mit angelegter und im Zielmodus befindlicher Schusswaffe, obwohl man sich mit dem Finger auf der S-Taste (also eigentlich im Rückwärtsgang befindlich) ausruht, einfach nur ärgerlich. Auch Bewegungen zur Seite werden häufig erst nach mehreren Schritten in die alte Richtung realisiert. Vor-, Rück- und Seitwärtsrollen wurden zudem erst mit einem Patch nachgereicht.

Die Spielwelt:
Ist im Vergleich zum Vorgänger viel größer. Durch die gute Verschachtelung und Verwinkelung der Insel Faranga hat man dennoch nur das Gefühl einer etwa anderthalb bis zwei mal so großen Spielwelt. Sechs oder sieben Inseln stehen drei Festlandbereiche gegenüber. Die Welt macht zunächst einen abwechslungsreichen Eindruck, sieht aber bei genauerem Hinsehen, besonders an der Schwertküste, auf Antigua, Takarigua, der Insel der Diebe, der Sturminsel und der Maracai-Bucht irgendwie überall gleich aus. Lediglich die Insel der Toten und Caldera heben sich von der Gestaltung etwas ab. Aber Südseeinseln sehen vermutlich auch immer relativ gleich aus, von daher kein Minuspunkt.

Vegetation:
Hier gilt, dass Speedtree in Risen 1 sehr viel schöner in Szene gesetzt wurde. Nun lag die Messlatte dadurch aber auch extrem hoch. Aber warum Gebüsche in Relation zur Entfernung nun unproportional "wachsen" und teilweise dort auch nur einfach gekreuzte Pflanzentexturen verwendet wurden, was jedes Eintauchen in die Flora verhindert und einfach auch nicht schön aussieht, bleibt Geheimnis der Entwickler. Besser wurden die Palmen umgesetzt und auch die Gräser wirken wieder sehr echt.
Die Darstellung der Wasseroberfläche wirkt sehr gelungen. Bei Risen 1 hatte man aufgrund des Betrachtungswinkels von großen Höhen aus mitunter das Gefühl auf einen Texturenteppich zu blicken. In Risen 2 hat man vermutlich einfach auf die großen Höhen verzichtet.

Wetter:
Bis auf die Länge der Zyklen von Sonne und Mond in der ConfigDefault.xml leider nicht modifizierbar. Aber mehrere Ingame-Tage anhaltende grollende Gewitter bei blauem Himmel (die "sieben Samurai" lassen grüßen) und ohne sichtbaren Regenfall nerven irgendwann. Selbst wenn man es geschafft hat, an der Schwertküste etwa mehrere Tage das Gewitter totzuschlafen, fängt dieses spätestens nach fünf Spielminuten wieder an.
Auch die eingangs erwähnten Überblendungseffekte und Vernebelungen bei ohenhin schon eingeschränkter Sicht wirken sich eher negativ aus.
Bei "schönem" Wetter, hat man auf Antigua eigentlich durchweg, sieht auch die Beleuchtung gut aus.

Die Quests:
Häufiges Speichern ist sinnvoll, besonders vor Gesprächen, weil durch Annahme einiger Gesprächsoptionen andere Questen als abgebrochen oder gar gescheitert angezeigt werden, was nicht immer einen sofort erkennbaren Sinn ergibt. Ansonsten das Übliche. Nicht besonders einfallsreich, aber solide und überwiegend jenseits der Mainquests auch unlinear abarbeitbar.

Kleiner Gag zum Ende:
Der Schneider Pantaleo in Caldera macht sich bei der ersten Gesprächsoption über die Kleidung unseres Helden lustig. Dieses Gimmik wirkt besonders witzig, wenn man exakt die selbe Kleidung trägt wie er :o)

Insgesamt ein solides Spiel und eine würdige, aber keine bessere Fortsetzung.
Einige Wünsche bleiben:
Tagesabläufe von NPC's sollten noch glaubwürdiger und auch zufallstechnisch variabel gestaltet werden. Das z. B. ein NPC nachts schlafen geht, aber auch mit 15-%iger Wahrscheinlichkeit mal eine Nacht in der Kneipe oder im Puff verbringt und dadurch weniger ausrechenbar wird. Auch wenn man in fremden Betten bis Mitternacht schläft, sollte der dazugehörige NPC uns kräftig die Leviten lesen. Aktuell befinden sich dann NPC's nämlich immer noch an ihrem Aufenthaltsort für tagsüber.
Mehr Viecher-Respawn und dadurch freiere Levelobergrenzen und für den, der's braucht, Weiterspieloption nach Storyende und Abspann.


Roman Polanski - Arthaus Close-Up [3 DVDs]
Roman Polanski - Arthaus Close-Up [3 DVDs]
DVD ~ Roman Polanski
Preis: EUR 13,33

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was'n das..., 30. Juni 2013
...für 'ne Zusammenstellung? Sorry Arthaus, aber Roman Polanski-typisch und angemessen als Close-Up wären Titel wie "Das Messer im Wasser", "Ekel" oder vielleicht "Rosemaries Baby", "Der Mieter" und "Der Pianist", aber enthaltene Titel liegen vermutlich in Rohlingform tausendfach auf Lager und passen darauf auf, dass die Möbel nicht abheben. Ginge es Arthaus hier wirklich darum eine representative Edition zu veröffentlichen, würde das vermutlich mit Ausgaben für weitere Rechte verbunden sein. Schade Arthaus, das war nix!!! Der zweite Stern für die Idee einer Würdigung des Filmschaffens Polanskis.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 4, 2014 2:09 PM CET


Sindbads 7. Reise
Sindbads 7. Reise
DVD ~ Kerwin Mathews
Preis: EUR 6,79

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lebt von Harryhausens phantastischen Trickanimationen, 7. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Sindbads 7. Reise (DVD)
Der erste und laut Userbewertungen vermeintlich beste der drei Harryhausen-Sindbad-Filme ist für mich storytechnisch der schwächste Teil der Reihe, was selbst die 15 Jahre, die zwischen dem ersten und zweiten Film liegen, nicht auszugleichen vermögen.
Was man noch am ehesten der Entstehungszeit in den 50er Jahren zuschreiben kann, ist das endlose Schmalz, welches bei den Liebesbekundungen zwischen Sindbad und seiner angebeteten Prinzessin aus dem Äter trieft. Soviel Liebe allein ist so bedrückend, dass es gar keines fallenden Riesenzyklopen mehr bedarf um einen Menschen zu zerquetschen. Aber auch unsinnigste Logik- und Skriptfehler machen das Sehen des Filmes in heutiger Zeit und zugegebenermaßen inzwischen erwachsenem Zustand doch eher zu einer Belustigung. Nur zwei Beispiele: Ein erwachsener Mann versucht mit seiner Axt für seinen von Hunger geplagten Kumpan die Schale eines Rieseneies zu zerschlagen, aus dem deutlich Lebensgeräusche einer vermutlich überdimensional großen Lebensform zu vernehmen sind. Wozu könnte diese Aktion dienen? Soll der Kumpan vielleicht an der Eierschale nagen? Könnte das Riesenküken möglicherweise am Spieß gebraten werden? oder sollte letzten Endes Sindbad mit einer Riesenpfanne herbeieilen, um für den Fall eines doch unausgebrüteten Eies, den eiweißhaltigen Inhalt jenes Geleges aufzufangen? An einer anderen Stelle wird einem ein Felsentor bewachenden, feuerspeienden Drachen über eine Winde die Halskette entsprechend verkürzt oder verlängert, damit er den Durchgang zugänglich bzw. unzugänglich machen kann. Die dazugehörige Kette kann allerdings nicht TÜV-geprüft gewesen sein, denn bei der ersten etwas hektischen Bewegung des Drachen reist sie prompt.
Sicher war in den 70er Jahren die Tricktechnik dann noch etwas besser, aber auch an den Scripten von Sindbad und das Auge des Tigers und Sindbads gefährliche Reisen sind mir nicht soviele Riesenschnitzer aufgefallen. Auch gefällt mir bei beiden 70er Jahre Titeln die Geschichte um einiges besser und wirkt viel durchdachter. Um schweres Kino mit großen Tiefgang geht es ja ohnehin nicht und die Filme lebten hauptsächlich von der seinerzeit hochmodernen Tricktechnik.
Für mich kommt erschwerend hinzu, das Kerwin Mathews von allen dreien der unsympathischste Sindbaddarsteller ist (bzw. war, 2007 verstorben). Letztlich bleibt der Film, neben seiner unfreiwilligen Komik, aber unterhaltsam, woran die richtige Länge (kurz und knackig) und natürlich die hervorragenden Trickszenen Harryhausens den größten Anteil haben.
Da ich die DVD bewerte (ich vermute mal, dass diese hier identisch mit der in der Best Of Harryhausen Box ist), kann ich zum technischen nur sagen, dass das Bild für meine Begriffe okay ist. Der Ton leidet leider an der fast allen älteren auf DVD gebannten Filmen mitgegebenen Entrausch- und automatischen Aussteuerungskrankheit. Er klingt grundsätzlich sauber, macht aber, wenn man in einem hellhörigen Haus wohnt und den Film nach 22 Uhr schaut, ein pausenloses Überwachen des Lautstärkereglers unabdingbar, denn, nachdem sich Sindbad und seine Prinzessin wieder ein paar Ferrero-Küsschen in die Ohren gesäuselt haben, was zu verstehen etwa 40 Prozent der vorhandenen Lautstärke bedarf, ertönt plötzlich Kampf- naja sagen wir ruhig -musik, welche bei gleichgebliebener Lautstärke zu einem erheblichen Stabilitätsverlust des Mauerwerkes unseres Miethauses führt, ganz zu schweigen von allen plötzlich hellwachen Mitmietern und der wieder abzubestellenden Polizei, welche von ebenfalls verärgerten Anwohnern der Reihenhäuser schräg gegenüber gerufen wurde. Nee, Spaß beiseite, vier Sterne sind wohl okay.


The Witcher 2: Assassins of Kings Enhanced Edition
The Witcher 2: Assassins of Kings Enhanced Edition
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 47,32

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene zweite "Verspielung" der Hexer-Reihe von Andrzej Sapkowski, 29. April 2013
Nach über einem Jahr habe ich das Game nochmal "hochgeholt", um es dieses Mal direkt im Anschluss an eine ebenfalls neuerliche Durchspielung von Witcher 1 zu spielen und somit im zeitlichen Ablauf der Geschehnisse zu bleiben.
Während Witcher 1 zu Beginn im Prolog in Kaer Morhen etwas hölzern wirkt, wird man im zweiten Teil gleich erschlagen von einer überaus fetten Grafik. Dabei kann man sich getrost in den ersten zehn Minuten zurücklehnen und zunächst einmal die geschichtliche Einleitung, welche über sehr ausfürliche Filmsequenzen realisiert wurde, genießen.
Den Prolog durchläuft man in der Gegenwart in einem Kerker, wobei man die Gründe für die Inhaftierung dann in spielbaren Rückblenden erfährt, um letzlich mit einer spektakulären Flucht aus dem Kerker diesen Prolog zu beenden. Wie bereits im ersten Teil gelangt man über weitere Kapitel in neue, sehr hübsch, aber diesmal auch sehr farbenfroh gestaltete Regionen. Hierbei bleibt die Bewegungsfreiheit weitgehend begrenzt wie bereits in Witcher 1. Zwar hat man etwa interaktive Felsvorsprünge, über die man sich auf eine andere Ebene hochziehen kann, aber Zäune und andere Hindernisse sind, bis auf Stellen, wo dieses storytechnisch vorgesehen ist, nach wie vor unüberwindbar. Die insgesamt eher klein gehaltenen Gebiete bleiben jedoch dadurch sehr lange interessant und man findet oft Ecken und Stellen, die man zuvor noch nicht entdeckt hat, da diese Regionen sehr schlauchig verschachtelt angelegt sind.
Die Meinung, dass das Spiel nicht mehr die atmosphärische Dichte des ersten Teils erreicht, kann ich nur bedingt teilen. Sie findet meines Erachtens auf einem anderen Niveau statt. Während in und um Wyzima herum die Pest regierte, verbot sich eine übertriebene Farbenpracht quasi von selbst. In Witcher 2 geht es, neben den hexerberufrechtfertigenden Ungeheuern, mehr denn je um politische Ereignisse, aus denen sich Geralt in Teil 1 noch so erfolgversprechend herauszuhalten versuchte.
Da ich politisch eine ziemliche Niete bin, muss ich gestehen, dass mir die Ereignisse diesbezüglich dann später in der Vergener Region stark über den Kopf wachsen und mich die Entscheidungen mehr und mehr verwirren. Vor meinem Aufbruch nach Loc Muinne, kannte ich zwar die dort zu erledigenden Aufgaben, zu welchen Leuten und Fraktionen ich nun allerdings eine Loyalität aufgebaut hatte und zu welchen eher nicht, war mir zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht mehr so eindeutig klar. Möglicherweise gibt es aber auch tatsächlich keinen RICHTIGEN Weg. Auf jeden Fall lässt die Komplexität der Auswirkungen vieler Entscheidungen tatsächlich nicht nur zwei Durchspielvarianten mit teilweise völlig unterschiedlichen und sich gegenseitig ausschließenden Aufgaben zu, wenngleich es oberflächlich betrachtet nur die Iorweth- und die Vernon Roche-Variante gibt, wobei man sich meines Erchtens nach während des Spiels sogar noch umentscheiden kann.
Inzwischen wird wohl bereits an Witcher 3 gearbeitet. Über die ersten beiden Teile gesehen handelt es sich um eine sehr reife, erwachsene und dadurch außergewöhnliche Spielreihe. Leider steht zu befürchten, dass sich ein möglicher dritter Teil gemäß der aktuellen Entwicklung ebenfalls einem Plattformzwang unterziehen wird, und somit irgendwie Kinderkram daraus wird, wenn man nicht mehr selbst entscheiden darf, wann und OB man überhaupt die neuesten Patches aufspielen möchte. Ich weiß übrigens, dass man solche Einstellungen in den marktüblichen Plattformen verändern kann. Da solche Eingriffe jedoch von Seiten der Betreiber unerwünscht sind, werden die Einstelloptionen auch wie Ostereier versteckt, aber das soll hier nicht das Thema sein, denn Witcher 2 hängt ja nicht an so einem Kropf und ist Gegenstand dieser Rezension.
Zusammenfassend muss ich zugeben, dass mir beide Witcherteile sehr gut gefallen, obwohl (oder gerade weil) sie sehr unterschiedlich angelegt wurden, was ja dann häufig nicht funktioniert. Trotz der Unterschiede behält man irgendwie immer noch einen Bezug zum ersten Teil. Diesen gespielt zu haben ist nicht zwingend notwendig um den zweiten Teil zu verstehen, macht die Sache aber einfacher.
Was auch ein guter Beweis des Funktionierens der Story für mich ist, ist die Tatsache, das Fantasy und Realität sich so stark vermischen, dass es nach jeder Sitzung einige Minuten braucht, bis ich das Vorhandensein von Untoten, wie Nekkern oder Ertrunkenen im Mittelalter erneut hinterfrage. Aber vielleicht gab es sie ja wirklich :o)
+ geniale Grafik durch sehr scharfe und detaillierte Texturen, besonders die Charaktere wirken dabei sehr gut gearbeitet und nicht nur in den Cutszenes glaubhaft
+ sehr viele unterschiedliche Gesichter im Vergleich zu Teil 1 besonders auffällig
+ sehr gute deutsche Synchro. Geralt schläft nicht mehr ein beim Sprechen, wie in der Nachvertonung des ersten Teils
+ stimmiger Soundtrack
+ abwechslungsreiche Aufgaben
+ mindestens zwei sehr unterschiedliche Lösungswege, aber weitaus mehrere Variationen, was den Minuspunkt der kürzeren Spiellänge etwas abmildert
+ das "rote Tuch" für mich, die QTE's sind auf leicht einstellbar und daher auch bequem zu händeln

- mitunter schweres und nur verbuggtes Erreichen des Hauptmenüs vom Spiel aus, mal mit, mal ohne Corsor und dann häufig mit Abstürzen bei Neuladeversuchen
- sehr tapsige Laufsteuerung von Geralt, so dass ich häufig freiwillig überladen in der Gegend rumlaufe, besonders nervig auch in den Minen von Vergen, wo man teilweise nicht an den Zwergen vorbeikommt, die einem auf den Füßen herumstehen
- mitunter gehen Nebenquesten beim Abarbeiten der Storyline unter und erscheinen dann unwiderruflich als gescheitert im Questlog. Grund dafür ist, dass man sie oft nicht bewusst annimmt und diese dann nach Dialogoptionen unbemerkt starten, das Gameplay aber weiter die Haupt- bzw. aktive Quest verfolgt
- deutlich kürzere Spiellänge als im ersten Teil
- das Brücken-QTE im Prolog wo man mit dem eingehakten König vor dem Drachen flieht wird falsch erklärt, anstelle der zu hämmernden S-Taste erzählt einem das Tutorial irgendwas von mehrfachen Maustastendruck, was beim fünften Scheitern, wenn man's nicht weiß, doch arg nervt.


Tomb Raider
Tomb Raider
Wird angeboten von Kunoyo
Preis: EUR 12,00

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen QTE-Spektakel, 17. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Tomb Raider (Computerspiel)
Tomb Raider als Game kannte ich bis jetzt nur aus einer Uralt-PC-Demo, welche ich auf einer früheren Heft-CD eines Computermagazines fand, was entweder Ende der 90er Jahre oder um die Jahrtausendwende herum gewesen sein muss.
Durch mehrere Videos wurde ich auf das neue, optisch sehr gut aussehende Spiel aufmerksam. Meine spielerische Heimat sind ansonsten mittelalterliche RPG's, aber auch mit Grenzfällen, welche eine Mischung aus RPG und Ego-Shooter aufweisen, habe ich einschlägige Erfahrungen. Tomb Raider siedelt sich irgendwo in dieser Mischung an.
Bei meinem Durchspielen bin ich noch unter 20 Prozent. Die Geschichte wird sehr spannend vorangetrieben und auch die Videosequenzen stören mich eher wenig. Ebenfalls positiv fallen mir bis jetzt das sehr gut ausgefeilte Kampf- bzw. Verteidigungssystem (hauptsächlich mit Pfeil und Bogen) auf, bei Feuerwaffen kann man ja eh nicht viel falsch machen, und die Möglichkeit, bereits abgeforstete Gegenden, welche schon relativ schlauchartig angeordnet sind, später wieder Betreten zu können.
Vom Potential her hätte Tomb Raider ein Meilenstein werden können, wenn man die Geschichte noch etwas ausgeweitet und mit mehr und vor allem freieren Nebenaufgaben versehen hätte, um so eine Durchspiellänge von mehr als maximal 20 Stunden zu gewährleisten.
Die größte (im wahrsten Sinne des Wortes) SPASSBREMSE dieses Games sind jedoch die ständig wiederkehrenden, schlecht erklärten und einfach nur nervigen Quick-Time-Events. Bei Witcher 2 habe ich diese QTE's bereits verflucht, wenngleich sie dort nur in Minigames, wie dem Boxen, häufig angewandt wurden und in der Storyline höchstens zwei, drei mal. Bei Tomb Raider endet jede meiner Spielsitzungen nicht aus Erschöpfung oder Konzentrationsmangel oder weil ich etwa zur Arbeit muss, sondern nach maximal 45 Minuten und dem vierten bis fünften Scheitern eines solchen Events. Der Grund dafür ist nicht einmal, dass sie nur schwer zu meistern sind, sondern dass sie grottenschlecht erklärt sind. Anstatt die Sequenz vllt. einfach kurz zu pausen und dem Spieler die Möglichkeit zu geben, den Erklärungstext erst einmal zu finden in den meist kontrastreich ohnehin völlig überladenen Bildausschnitten, werden in weiß, Grautönen und schlecht erkennbarem rot Anweisungen eingeblendet, bei deren visuellem Fund man bereits die Sterbeanimation von Lara präsentiert bekommt. In besagt schlecht erkennbarem rot wird dann etwa ein Fußsymbol angezeigt. Sorry, meine Tastatur verfügt über keine Fußtaste. Das damit das Drücken der F-Taste gemeint ist, hätte man doch auch dokumentieren können, oder ist dies eines der übriggebliebenen Rätsel des Games?
Das mag für reizüberflutete Teenies keine Herausforderung sein, aber jemand, der dieses Jahr zum fünften Mal nullt, hat da schon Probleme. Vielleicht sollten Spieleentwickler der Tatsache ins Auge sehen, dass auch alte Stoffel zocken und einen Ü40-Patch rausbringen, wo diese Tastenklickarien durch ein lustiges Rätsel ersetzt werden.
Wegen der tollen Grafik, besonders auch der gelungenen und realistischen Wasserdarstellung, der herzerweichenden Kreischtöne schussverletzter Hirsche und derer Animation und natürlich wegen der insgesamt allemal spannend erzählten Story halte ich 4 Sterne für angemessen. Der fünfte Stern, sowie alle möglichen beim Spielspaß fallen der Spielgesamtlänge und den über Gebühr oft verwendeten, schlecht umgesetzten Quick-Time-Events zum Opfer.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 19, 2013 12:02 PM CET


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