Profil für nicigirl85 > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von nicigirl85
Top-Rezensenten Rang: 887
Hilfreiche Bewertungen: 1536

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
nicigirl85 "Janine"
(TOP 1000 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Wilder Wacholder
Wilder Wacholder
von Susanne Schomann
  Broschiert
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn der Wacholder blüht..., 20. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Wilder Wacholder (Broschiert)
Nach "Die Farbe des Mondes" ist dies bereits der zweite Roman, den ich von Susanne Schomann gelesen habe. Ich bin sonst eher nicht der Typ für Liebesromane, aber der Schreibstil der Autorin ist so unverwechselbar und ihre Geschichten ohne großartigen Kitsch, da mache ich gern mal eine Ausnahme und meine Erwartungen wurden vollends erfüllt.

Im Buch lernen wir die schüchterne Isabell Valentine, die nach dem Tod ihres Mannes in das kleine, beschauliche Örtchen Lunau gezogen ist, kennen. Hier kreiert sie mit Leidenschaft tolle Torten und andere Gaumengenüsse. Und dann gibt es da noch den gutaussehenden Exsoldaten und Arzt Dr. Kjell Loewenthal. Für beide Charaktere beginnt ein Neustart im Leben, wird das Schicksal ihre Wege kreuzen? Klar, was sonst?

Frau Schomann gelingt es einfach Charaktere zu schaffen, die einen sofort emotional packen und die man nicht so schnell vergisst. Dabei liegen nicht nur die Hauptpersonen im Vordergrund, sondern auch die Nebendarsteller sind gut gezeichnet. Man fühlt und leidet mit jedem von ihnen.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven geschildert, denn mal begleiten wir Kjell und mal Isabell. Dieser Wechsel sorgt dafür, dass man einen idealen Einblick in die Charaktere erlangt und deren Gefühlswelt besser nachempfinden kann.

Die Geschichte bietet nicht nur jede Menge Liebe und Leidenschaft, sondern auch Krimielemente finden hier wie üblich ihren Platz. Das letzte Drittel des Buches ist dann auch so spannend, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen kann.

Für mich war das Lesen dieses Buches ein wahrer Genuss und ich freue mich schon jetzt auf den Nachfolger "Der Holundergarten", der mich dann wieder ins beschauliche Lunau führen wird.

Und ein kleines Highlight befindet sich am Ende des Buches, denn hier findet man Rezepte für die im Roman erwähnten Torten.

Fazit: Beste Unterhaltung mit jeder Menge Gefühl. Lesenswert und für mich ein neuer Schatz im Bücherregal.


Im Schatten der Vergeltung
Im Schatten der Vergeltung
von Rebecca Michéle
  Broschiert
Preis: EUR 11,99

3.0 von 5 Sternen Auf dem Rachefeldzug..., 16. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Im Schatten der Vergeltung (Broschiert)
Da ich großes Interesse an historischen Romanen habe, probiere ich regelmäßig neue Autoren für mich aus und so kam ich zu Rebecca Michéle mit ihrem Buch "Im Schatten der Vergeltung". Man darf sich keineswegs vom kitschigen Cover ablenken lassen, denn kitschig ist die Geschichte ganz und gar nicht.

Als Leser begeben wir uns in das Jahr 1780 und begleiten Maureen, die Ehefrau eines englischen Landadeligen. Sie erfährt von ihrer Mutter, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt hatte, dass sie die Frucht einer Vergewaltigung ist und diese Offenbarung zerstört Maureens bisheriges Leben. Sie sinnt nach Rache und begibt sich auf die Suche nach den Peinigern ihrer Mutter. Doch wird sie diese finden? Und wenn ja, was soll sie dann bloß tun?

Der Roman besticht vor allem durch sehr viel geschichtliches Hintergrundwissen, was ich sehr ansprechend fand. Ich erfuhr viel über Schottland und England der damaligen Zeit.

Die Handlung wird uns aus der Perspektive der dritten Person näher gebracht und ist ungemein temporeich. Zahlreiche Wendungen sorgen dafür, dass man als Leser ins Staunen gerät.

Der Nebencharakter Frederica, die Tochter von Maureen, gefiel mir außerordentlich gut, denn ihr Handeln konnte ich immer nachvollziehen und sie war mir sofort sympathisch. Die Hauptprotagonistin Maureen machte es mir jedoch sehr schwer sie zu mögen, da ihre Gedanken für mich oft sehr naiv waren und ihr Handeln stets wankelmütig und völlig überstürzt war. Personen, die eigentlich etwas Gutes tun wollen, aber mit ihrem Handeln mehr Schaden anrichten als alles andere, sind bei mir leider keine Sympathieträger.

Die Autorin beschreibt alles sehr ausführlich, manchmal zu detailliert, denn wenn angeführte Informationen die Geschichte nicht vorantreiben, dann haben sie für mich stets den Charakter eines Seitenfüllers.

Unangenehm aufgefallen ist mir (dafür kann die Autorin jedoch nichts), dass sich bei meiner Printausgabe einige Fehler eingeschlichen haben, mal ist ein Wort zu viel, mal fehlt ein Buchstabe, Satzzeichen oder ähnliches, was mir das Lesen doch etwas vergällt hat. Die Schriftgröße war mir persönlich zu klein. Der Klappentext verrät für mein Empfinden auch viel zu viel, denn um das alles zu erfahren, muss man die ersten 100 Seiten gelesen haben.

Alles in allem hat mich die Geschichte zwar nicht enttäuscht, aber wirklich überzeugen konnte sie mich leider auch nicht. Es passieren einfach viel zu viele Zufälle, die die Geschichte unglaubwürdig erscheinen lassen. Nun gut und wahrscheinlich liegt es auch daran, dass ich mich in die Hauptperson nicht einfühlen konnte.

Fazit: Wer historische Schmöker liebt, der wird hier auf seine Kosten kommen. Mir hat das Buch leider nur eingeschränkt gefallen, da mir unter anderem einige Passagen zu grausam waren. Geschmackssache und daher nur bedingt zu empfehlen!


Schattenhauch. Ruinen der Dämmerung
Schattenhauch. Ruinen der Dämmerung
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dystopie der anderen Art, 15. August 2014
"Schattenhauch – Ruinen der Dämmerung" ist bereits das zweite Buch von Tanja Bern, welches ich gelesen habe und mich wieder vollends gefangen nahm.

Die Autorin entführt uns in eine ferne Zukunft, in der die Welt wie wir sie kennen, nicht mehr existiert. Eine chemische Grippe hat vielen Menschen das Leben gekostet und nun leben nur noch vereinzelt Menschen ein naturverbundenes Leben ohne jedweden technischen Luxus.

Unser Hauptcharakter Amelie ist 17 Jahre alt und sie lebt glücklich in ihrem Dorf, denn sie kennt es gar nicht anders mit den Entbehrungen zu leben. Zweifel hegt sie nur gegenüber dem androgynen Derlyn, der so anders ist als die anderen Jungs. Kann man einen Außenseiter mögen? Doch dann verschwindet ein Mädchen aus dem Dorf und zusammen mit ihm versucht sie das Mädchen zu retten. Wird es ihnen gelingen? Und was ist eigentlich hinter den Schutzwällen? Für beide beginnt ein Abenteuer, dass sie zusammenschweißt wie nichts zuvor.

An der Dystopie hat mir vor allem gefallen, dass die beschriebene, ausgedachte Welt völlig anders ist als in anderen Geschichten, die ich bisher gelesen habe.

Im Buch legt die Autorin nicht nur ein besonderes Augenmerk auf die Charaktere, sondern beschreibt auch sehr stimmig die Welt ringsherum inklusive der besonderen Flora und Fauna. Man merkt, dass ihr nicht nur die Entwicklung ihrer Figuren wichtig war, sondern auch, dass man die geschilderte Welt bildlich vor Augen hat.

Der Wechsel zu den einzelnen, handelnden Personen sorgt für zusätzliche Spannung. Alle aufgeworfenen Fragen werden am Ende der Geschichte geklärt und führen zu einem schlüssigen Ende.

Tanja Berns Schreibstil hat mich ansonsten wieder ungemein verzaubert, denn ihre Beschreibungen lassen in einem Bilder entstehen, die man so schnell nicht vergisst, z.B.: "Iriden so grün wie frisches Moos."

Ich habe die Geschichte mit Begeisterung gelesen und fühlte mich gut unterhalten.

Fazit: Eine besondere Dystopie, in die es sich lohnt einzutauchen. Lesenswert!


Das Haus am Alsterufer: Roman
Das Haus am Alsterufer: Roman
von Micaela Jary
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe auf Umwegen…, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Haus am Alsterufer: Roman (Taschenbuch)
Da sich der Beginn des ersten Weltkrieges gerade zum 100. Mal gejährt hat, habe ich großes Interesse an historischen Romanen, die zu dieser Zeit spielen, da verwundert es dann kaum, dass ich zu diesem tollen Roman gegriffen habe. Es ist mein erstes Buch der Autorin.

Als Leser werden wir in das Hamburg von 1911 geführt und begleiten das Leben der Familienmitglieder der angesehenen Reederfamilie Dornhain. Diese besteht aus Vater Victor und den drei Töchtern Ellinor, Helene und Lavinia. Die drei Schwestern sind sehr unterschiedliche Charaktere, die Ältere Ellinor ist ruhig und besonnen, die Mittlere Helene ist künstlerisch begabt und die Jüngste im Bunde ist eine oberflächliche Schönheit. Und dann gibt es da noch die illegitime Tochter Klara, die im Haus als Dienstmädchen arbeitet. Die jüngste Schwester Lavinia verliebt sich unsterblich in einen Architekten und hat sich in den Kopf gesetzt, dass sie nur diesen Mann heiraten kann, auch wenn er nicht standesgemäß ist. Zur selben Zeit lernt Helene auch einen Mann kennen, der Architekt ist und das Desaster nimmt seinen Lauf, erst Recht da der Krieg das Leben der reichen Familie ordentlich durcheinander wirbelt.

Im Roman begleiten wir jeden Charakter immer mal wieder im Wechsel und bekommen so von allen handelnden Personen ein gutes Bild. Für mein Empfinden sind sogar die Nebencharaktere besondere Persönlichkeiten, die man so schnell nicht vergisst. Das Schicksal aller berührt beim Lesen, man fühlt und leidet mit.

Im Vordergrund der Handlung steht nicht der Krieg, sondern der Werdegang der Familie Dornhain und die Umbrüche und Wandlungen der damaligen Zeit.

Mir hat an dem Roman vor allem gefallen, dass man sich die Stadt Hamburg einfach unheimlich gut vorstellen konnte und auch welchen Charme die Stadt versprüht hat.

Ebenso hervorheben möchte ich, dass die Autorin durch viele Nebensächlichkeiten die ganze Geschichte so bildhaft gestaltet, dass man beim Lesen das Gefühl hat eine extrem fesselnde Dokumentation / einen tollen Spielfilm zum ersten Weltkrieg zu schauen.

Mich hat dieser Roman ungemein gefesselt und sehr gut unterhalten. Zudem habe ich wieder einiges an Geschichtswissen aufbauen können.

Fazit: Ein toller Roman, der einen den Alltag vergessen lässt. Nicht nur etwas für Geschichtsinteressierte. Lesenswert und daher uneingeschränkt zu empfehlen!


Veronica Mars - Zwei Vermisste sind zwei zu viel
Veronica Mars - Zwei Vermisste sind zwei zu viel
von Jennifer Graham
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht nur etwas für Fans..., 11. August 2014
Ich kenne die TV-Serie um Veronica Mars nicht, aber als Thriller- Liebhaberin bin ich immer offen für Neues.

Veronica Mars ist nach ihrem Jurastudium in der Großstadt wieder zurück in Neptune und muss ihren Vater Keith in seiner Privatdetektei unterstützen. Die Einsätze sind rar und wenig motivierend, doch dann flattert ein großer Fall ins Haus. Während der örtlichen Spring- Break- Partys ist ein Mädchen spurlos verschwunden und diese gilt es zu finden, denn die ersten Touristen stornieren bereits ihre Buchungen und haben Angst in der Kleinstadt Urlaub zu machen. Und dann verschwindet noch ein zweites Mädchen. Kann Veronica den Fall lösen?

Ich konnte der Geschichte gut folgen, auch wenn ich die Serie bisher noch nicht gesehen habe, denn Vergangenes wird kurz angerissen und handelnde Protagonisten näher beleuchtet. Dennoch bin ich der Meinung, dass Serienkenner noch mehr Spaß an dem Buch haben werden, denn es gibt für diese bestimmt einige Aha- Momente, bekannte Charaktere tauchen auf und die Rückblenden lassen alte Ereignisse dem Leser vor Augen erscheinen. Zudem denke ich, dass Zusammenhänge noch klarer werden.

Veronica als Ermittlerin ist schon eine tolle Person. Sie hat einen unheimlichen Spürsinn und weiß auch menschlich zu überzeugen. Ich konnte mich gut in sie einfühlen und mochte sie auf Anhieb. Für mich hat der Thriller sogar Lust auf die Serie gemacht, da man Veronica und ihre Freunde als Personen noch näher kennenlernen möchte.

Der geschilderte Fall selbst ist nach anfänglichen Startschwierigkeiten unheimlich spannend und voller Wendungen. Erst ganz am Ende löst sich alles schlüssig und vor allem überraschend auf.

Ich habe den Thriller mit Spannung gelesen und fühlte mich sehr gut unterhalten.

Fazit: Nicht nur etwas für Veronica-Mars-Fans, denn auch Nichtkenner kommen auf ihre Kosten. Lesenswert!


Stigmata: Nichts bleibt verborgen
Stigmata: Nichts bleibt verborgen
von Beatrix Gurian
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Vom Leben gezeichnet…, 9. August 2014
Von der Autorin habe ich bisher nur die Romane für Erwachsene gelesen, die mich stets begeistert haben und da musste dann auch mal ein Jugendbuch her, erst recht bei so einem mysteriösen Klappentext.

Emma versucht gerade noch den Tod ihrer Mutter so verarbeiten als sie ein ominöses Päckchen erhält. Im beigelegten Brief wird sie dazu aufgefordert sich auf die Suche nach den Mördern ihrer Mutter zu begeben, die sie angeblich bei einem Jugendcamp finden wird. Wurde ihre Mutter wirklich umgebracht oder war es doch nur ein Unfall? Kommt Emma dem Geheimnis auf die Spur?

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten bin ich gut in das Buch eingestiegen. Ich konnte mich anfänglich einfach nicht mit Emma identifizieren, was sich aber im Laufe der Geschichte schlagartig änderte.

Die Handlung wird dem Leser aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten näher gebracht, denn mal begleiten wir Emma in der Gegenwart und mal ihre Mutter in der Vergangenheit. Der Einsatz von Rückblenden hat die Story richtig spannend gemacht.

Ein großes Highlight in dem Buch sind ganz klar die eingesetzten Fotos, die die Handlung unterstützen, denn so etwas habe ich in einem Thriller bisher noch nicht vorgefunden.

Das Augenmerk bei den Personen liegt auf Emma und ihrer Mutter Agnes, aber auch die Nebendarsteller werden ausreichend beschrieben, um ein Bild von ihnen im Kopf zu haben.

Was mich am meisten an dem Buch fasziniert hat war die konstante Steigerung der Spannung, denn kaum glaubte man vor Staunen würden einem die Augen herausfallen, passiert wieder etwas völlig Unerwartetes und man liest voller Staunen und teilweise mit offenem Mund.

Das Ende ist schlüssig und nahezu alle Fragen werden aufgeklärt.

Fazit: Ein spannender Jugendthriller, der nur etwas für Leser mit starken Nerven ist. Lesenswert, ich empfehle dieses Buch nur zu gern weiter. Nicht nur etwas für jugendliche Leser…


Der Sommer der Freiheit: Roman
Der Sommer der Freiheit: Roman
von Heidi Rehn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit dem Ende des Alten ist immer mehr Platz für Neues…, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Sommer der Freiheit: Roman (Taschenbuch)
Dies ist mein zweites Buch der Autorin und mit diesem Roman führt sie uns in das beginnende 20. Jahrhundert zum Ausbruch des ersten Weltkrieges.

Als Leser lernen wir die ungestüme Selma Rosenbaum kennen, die zu den modernen Frauen der damaligen Zeit gehört, denn gerade hat sie das Autofahren gelernt und erkundet mit dem knallroten Auto ihres Verlobten Gero die Gegend um den Sommerfrischeort Baden- Baden. Doch die Idylle ist nur von kurzer Dauer, denn wir schreiben den Sommer 1913 und der erste Weltkrieg ist nicht mehr fern und wird die Welt komplett verändern. Und dann lernt sie auch noch den sympathischen Franzosen Robert kennen, der ihre Gefühlswelt komplett durcheinander wirbelt…

Frau Rehn schafft es nicht nur die Hauptprotagonistin Selma zum Glänzen zu bringen, denn auch die Nebencharaktere wie Großmutter Meta, Selmas Freundin Constanze oder die Herren der Schöpfung sind sehr realistisch dargestellt, man fühlt und leidet mit den Charakteren.

Der historische Roman erzählt in erster Linie nicht vom Krieg, sondern zeigt vielmehr den Umbruch der damaligen Zeit auf. Was änderte sich in der Gesellschaft? Inwiefern betrifft das unsere Protagonisten? Zudem wirft die Autorin ein Auge auf die Sexualität der Protagonisten, was mich ein wenig überrascht hat, aber nicht unangenehm zu lesen war. Die Schilderungen werden nur immer mal wieder am Rande erwähnt, dominieren aber keinesfalls die Handlung.

Mir hat vor allem gefallen, dass die Schrecken des Krieges realistisch und nachvollziehbar erzählt worden sind. Nie hatte ich das Gefühl, dass etwas geschönt oder bagatellisiert worden ist. Als Leser ist man nicht direkt an der Front dabei, sondern erfährt über die Männer in der Geschichte was ihnen passiert ist.

Mich hat dieser Roman überaus gut unterhalten und in eine Zeit katapultiert, über die jeder Deutsche durchaus Näheres wissen sollte, erst Recht wo der Beginn des ersten großen Krieges bereits hundert Jahre zurückliegt.

Fazit: Ein gelungener Roman mit allem was man als Leser so braucht: Spannung, Liebe, Trauer, … Lesenswert und daher empfehle ich ihn gerne weiter.


Krähenmädchen: Band 1 der "Victoria-Bergman-Trilogie" - Psychothriller
Krähenmädchen: Band 1 der "Victoria-Bergman-Trilogie" - Psychothriller
von Erik Axl Sund
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Grauen hat einen Namen: "Krähenmädchen", 30. Juli 2014
Bei "Krähenmädchen" habe ich lange überlegt, ob ich das Buch lesen soll oder nicht, da bereits der Klappentext verrät, dass der Inhalt nicht gerade zimperlich mit dem Leser umgeht. Aufgrund der zahlreichen, positiven Bewertungen habe ich mich dann doch dazu entschlossen es zu wagen und ich bereue es keinesfalls.

"Krähenmädchen" ist der erste Teil der Victoria- Bergman- Trilogie und sicher nichts für Leser mit schwachen Nerven, denn es gilt herauszufinden wie viel Leid ein Mensch verkraften kann, bevor er selbst zum Monster wird.

Das Geschehen wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven geschildert. Mal begleiten wir die taffe Polizistin Jeanette Kihlberg, die zwar im Beruf alles im Griff hat, privat dafür umso weniger, mal den ominösen Täter oder die Psychologin Sofia Zetterlund, die hauptsächlich Patienten mit multiplen Persönlichkeiten betreut wie z.B. Victoria Bergman.

Die dargestellten Charaktere sind selten Personen, mit denen man befreundet sein will oder die man sympathisch findet, denn sie sind alle sehr speziell mit ihren sonderbaren Problemen. Mir selbst hat es vor allem die Polizistin Jeanette angetan, die mich in allem irgendwie an Kommissarin Lund aus dem TV erinnert hat.

Schnelle Szenenwechsel und verstreute Handlungsstränge, deren Fäden erst im Verlauf des Geschehens zueinander finden, sorgen für atemlose Spannung.

Würde ich näher auf den eigentlichen Inhalt dieses Psychothrillers eingehen, würde ich bereits zu viel verraten, daher nur eins: Lesen!

Fazit: Ein Psychothriller, der mir das Fürchten gelehrt hat, Spannung der Extraklasse. Empfehlenswert! Ich kann kaum das Erscheinen von Band 2 ("Narbenkind") erwarten…


Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe: Band 1
Lockwood & Co. - Die Seufzende Wendeltreppe: Band 1
von Jonathan Stroud
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

5.0 von 5 Sternen Eiskalte Geisterjagd, oder was?, 30. Juli 2014
Als Liebhaberin der "Bartimäus"- Tetralogie war ich gespannt auf den Startband der neuen Reihe von Autor Jonathan Stroud und ich muss gestehen, dass ich sofort mehr als nur angetan war von der Geschichte.

Als Leser werden wir in ein London katapultiert, das wir so noch nicht kannten, denn dort treiben Geister ihr Unwesen, Menschen verschwinden spurlos und mysteriöse Todesfälle können nicht aufgeklärt werden. Und genau hier treten unsere Freunde von Lockwood & Co auf, denn sie versuchen die Epidemie der Geistererscheinungen einzudämmen. Und dann bekommen unsere drei Agenten plötzlich einen Fall, der es in sich hat, denn im Herrenhaus Combe Carey Hall treiben Erscheinungen ihr Unwesen, die nur den Tod bringen. Hat für unsere Geisterjäger das letzte Stündlein geschlagen?

Jonathan Stroud hat einfach ein Händchen dafür Geschichten zu schreiben, die nicht nur immens spannend sind, sondern einen auch immer wieder zum Lachen bringen. So hat er hier drei Hauptcharaktere erschaffen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Anthony Lockwood ist der Leiter der Agentur, George Cubbins sein Stellvertreter und Lucy Carlyle frisches Mitglied in der Runde und alle drei haben sie unterschiedliche Fähigkeiten die Geister aufzuspüren, so dass sie sich dadurch ergänzen. Mir waren alle drei Protagonisten sehr sympathisch.

Die Handlung wird aus der Ich- Perspektive aus der Sicht von Lucy geschildert.

Besonders gefallen hat mir der Einfallsreichtum des Autors, denn seine Methoden der Geisterbekämpfung sind etwas Außergewöhnliches.

Für mich war dieser Band ein guter Start in die Reihe und ich hoffe, dass noch viele Bände folgen werden, denn Lucy und Co sind für mich regelrecht Freunde geworden.

Das Ende war übrigens so spannend und actiongeladen, dass ich nägelkauend und mit angehaltenem Atem las.

Ein Glossar erklärt übrigens viele im Buch verwendete Begriffe, so dass auch ein Geisterlaie alles versteht.

Fazit: Super Einstieg in eine vielversprechende neue Reihe. Lesenswert und einfach nur klasse!


Alles Liebe oder watt?: Ein Sylt-Roman
Alles Liebe oder watt?: Ein Sylt-Roman
von Marie Matisek
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Zwei Männer sind einer zu viel? Von wegen..., 28. Juli 2014
Silke ist Pastorin, Mutter zweier Kinder, gerade frisch geschieden und begibt sich auf dem Weg zu ihrer neuen Gemeinde auf Sylt. Ob sie in dem kleinen Nest zurechtkommen wird als Großstädterin? Schnell wird klar, dass das kleine Kuhkaff Horssum recht beschaulich ist, doch warum gibt es Streit zwischen den Bewohnern? Ob Silke als Pastorin schlichten und ihre Schäfchen versöhnen kann?

Die Geschichte wird dem Leser aus der 3. Person erzählt und wir begleiten in erster Linie Pastorin Silke Denneler bei ihrem Tun. Diese ist eine überaus sympathische Protagonistin, ist sie doch trotz ihres kirchlichen Amtes ein Mensch wie du und ich, denn auch ihr passieren die tollsten Missgeschicke, die ihr immer wieder die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen. Doch auch die anderen Charaktere sind gut gezeichnet, man kann sie sich bildlich vorstellen und sich in sie hineinversetzen. Mein persönlicher Lieblingscharakter: Jungbauer Knut "Euter" Larsen.

Marie Matisek gelingt es die spannende Geschichte, die ein unerwartetes Geheimnis birgt, mit jeder Menge Witz dem Leser nahe zu bringen. Oft muss man bei der Lektüre schmunzeln oder gar herzhaft lachen.

Der Roman ist sehr kurzweilig und die ideale Unterhaltung für den Urlaub.

Fazit: Eine Reise nach Sylt gefällig? Dann bitte mit "Alles Liebe oder Watt?". Lesenswert!


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20