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Rezensionen verfasst von
Yakari's horse

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Bach, Ysaye, Bartok (Hybrid Sacd)
Bach, Ysaye, Bartok (Hybrid Sacd)
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 8,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stradivari würde vor Freude weinen darüber, was B. Skride hier aus seinem Instrument hervorzaubert, 20. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Bach, Ysaye, Bartok (Hybrid Sacd) (Audio CD)
Allein die Partita von Bach, und daraus allein die legendäre Ciaccona, wäre schon für sich die Veröffentlichung dieser CD wert gewesen, so wird sie hier zum Leben erweckt, dazu in einer brillanten klangtechnischen Aufnahmequalität.

In ihrem sparsam, wohldosiert eingesetztem Vibrato und umso präziserer Intonation nähert sich Baiba Skride der 'historisierenden' Spielweise, in der Virtuosität (auch der anderen Werke) erinnert sie z.B. an Nemanja Radulovic, aber klangtechnisch und spieltechnisch, auch in gewissen Überraschungseffekten (plötzliches Pianissimo, in unglaublicher Präzision aber dabei zugleich großer Wärme des Tons u.s.w.) übertrifft sie alle, die ich bisher gehört habe. Ich könnte hier über unzählige Feinheiten sprechen, auch manches Detail, das ich selbst anders spielen würde, und von Ysaye und Bartok habe ich noch fast gar nichts gesagt, aber das würde jetzt zu viel werden.

Sehr gut klingt die besagte Ciaccona übrigens auch in manchen Bearbeitungen für Gitarre, z.B. von Narciso Yepes - in einer leider heute kaum mehr erhältlichen Aufnahme (ursprünglich auf einer LP). Erwähnt sei außerdem bei dieser Gelegenheit Busonis Bearbeitung für Klavier in der Interpretation von Hélène Grimaud auf deren CD mit dem kurzen Titel "Bach". Dieses Werk in verschiedenen Versionen zu hören steigert meines Erachtens sogar - je wechselwirkend - die Ausdruckskraft der einzelnen Versionen, besonders solch außergewöhnlich eindrucksvoller wie dieser von B. Skride.

Die CD lässt sich sowohl auf herkömmlichen, wie auf SACD Geräten abspielen.

F a z i t : Baiba Skride zaubert Töne aus ihrem Instrument, dass dem Erbauer desselben - sie spielt eine sagenhafte Stradivari von 1708 - die Tränen kämen, vor Ergriffenheit und auch vor Freude und den Komponisten dieser Werke, könnten sie diese Interpretation hören, ebenfalls.


Weiss: Lute Sonatas, Vol. 6
Weiss: Lute Sonatas, Vol. 6
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderbar gespielte Lautenwerke, nicht nur für Gitarren- und Lauten-Freaks, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Weiss: Lute Sonatas, Vol. 6 (Audio CD)
Wer den meisterhaften Komponisten S. L. Weiss und den großartigen Interpreten Robert Barto noch nicht kennt, aber grundsätzlich den "Flair" von Gitarren- oder Lautenmusik mag, sollte sich nicht nur diese sechste, sondern alle mittlerweile erschienenen neun CD.s dieser Reihe anhören.

Der Charakter der Stücke ist insgesamt recht ruhig, aber schnellere und langsamere Sätze wechseln sich ab, ebenso die 'dunkleren' Moll-Tonarten mit den 'helleren' Dur-Tonarten. Vielleicht gibt es ja sogar auch noch irgendwann eine 10. CD dieser Reihe. Das wäre wunderbar.


Lieder und Arien
Lieder und Arien
Preis: EUR 9,99

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ausdrucksstarke, klare, natürlich wirkende Stimme von Emma Kirkby hier erneut brillant zu hören, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Lieder und Arien (Audio CD)
Ob sie die schönste ist, bzw. das hübscheste Gesicht hat, darüber mag 'man' sich ja meinetwegen gerne streiten ;-)
aber soweit es um die S t i m m e geht, bzw. was jemand damit macht, gibt es jedenfalls bis heute wenige Sopranistinnen mit einer Gesangskunst wie sie Emma Kirkby bietet*, zumindest für Musik vor 1800, die meist weniger eine Arena-füllende Lautstärke der Stimmkapazität erfordert, wo ihr manche Opernsängerin dann durchaus überlegen sein mag; allerdings hat Kirkby dafür einen unvergleichlich klaren, natürlich wirkenden, auch höchste Töne und virtuoseste Koloraturen problemlos meisternden Gesang zu bieten, der alle Ausdrucksformen der menschlichen Stimme, die in alter Musik enthalten sind, außerordentlich eindrucksvoll zum Klingen bringt.

Auf dieser CD ist dies - wieder einmal - überzeugend belegt, noch dazu mit einer sehr emotionsgeladenen Werkauswahl des englischen Meisters Henry Purcell.

Mit derselben Künstlerin außerordentlich empfehlen kann ich übrigens ebenfalls das "Magnificat" und die Kantate "Jauchzet Gott in Allen Landen", beides von Johann Sebastian Bach, auf einer CD mit John Eliot Gardiner (als Dirigent).

* Zu den oben genannten wenigen zähle ich in den letzten Jahrzehnten auch z.B. Ingrid Schmithüsen, sowie die beiden weniger bekannten Vasilja Jezovsek und Julia Kleiter und einige andere.


4 Floetenkonzerte / Concertos Pour Flute Traversiere 1-4
4 Floetenkonzerte / Concertos Pour Flute Traversiere 1-4

4.0 von 5 Sternen eingängig melodiefreudige, zauberhaft gespielte Musik für Querflöte, Laute & Gambe, 19. November 2008
Diese CD bietet eingängig melodiefreudige Musik, zumeist für Querflöte, Laute & Viola da Gamba von Michel de Montéclair (1667-1737), zauberhaft gespielt von Bernhard Böhm auf einer wunderbar weich klingenden Holzquerflöte, begleitet von Achim Weigel auf einer ebenso schönen Viola da Gamba und (bei dem 3. Konzert, das mit Sopranblockflöte statt Altquerflöte ist) begleitet von Jürgen Hübscher auf einer Laute, bzw. Gitarre, die zu dritt das Hedos-Ensemble bilden.

Besonders gut gelungen finde ich die schnelleren Sätze, bei den langsameren ist mir das vibrato-ähnliche 'auf-und-ab-schwingen' im Ton der Flöte oft zu stark obwohl es so gespielt ist, dass es in dieser Weise mit historischen Quellen begründbar ist. Manch einer/m wird das aber vielleicht gar nicht stören, vielleicht wird es manche/r sogar reizvoll finden.

Das dritte der vier Konzerte ist, wie oben schon angedeutet, nicht mit Altquerflöte, sondern Sopranblockflöte gespielt, was einerseits eine interessante Abwechslung ist, andererseits ist der Ton der Flöte (fast naturgemäß) nicht immer 'sauber' intoniert, was allerdings fast in der Natur dieses Instruments liegt (lauter gespielt ist sie fast zwangsläufig auch höher und leiser ist sie zugleich tiefer) und insofern nicht dem Spieler anzulasten ist, der seine Sache sehr gut macht - soweit das eben geht und besonders bei den schnellen, virtuosen Passagen fällt der Effekt ja auch kaum auf, da hier die Lautstärke weniger wechselt, sondern konstanter bleibt. Wer Blockflöte allgemein nicht so toll findet, hat aber immer noch 3 wunderbare Querflötenkonzerte auf der CD.


Ästhetik und Kunstphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart
Ästhetik und Kunstphilosophie von der Antike bis zur Gegenwart
von Wilhelm Hehlmann
  Gebundene Ausgabe

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen exzellente Einführung zu Ästhetik und Kunstphilosophie in Einzeldarstellungen, 19. November 2008
Die Herausgeberin und der Herausgeber haben für diesen Sammelband kompetente Autorinnen und Autoren gewinnen können, welche die Herausforderung hervorragend meistern, soweit es überhaupt möglich ist in kurzen Darstellungen auf insgesamt mehreren Hundert Seiten die Gedanken verschiedener Philosophinnen und Philosophen zum Themenbereich "Ästhetik" und "Kunstphilosophie" zu präsentieren. Hilfreich beim Nachschlagen ist auch das Register am Ende des Buches.


Angewandte Ethik: Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch
Angewandte Ethik: Die Bereichsethiken und ihre theoretische Fundierung. Ein Handbuch
von Julian Nida-Rümelin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anspruchsvolles Fachbuch, eines der besten, das zur Zeit dazu existiert, 19. November 2008
Dieses Buch setzt zwar ein gewisses Maß an Allgemeinbildung voraus, zudem eine Lesekompetenz, die wohl leider über dem durchschnittlichen Niveau liegt (was zu wissen es eigtl. keiner Pisastudien bedarf), aber sogar wer bisher noch nicht allzu viel zu diesem Thema gelesen hat, aber Zeit, Interesse und ein gewisses Maß oben genannter Voraussetzungen mitbringt, ist dies ein äußerst lohnenswertes Buch.

Leider ist der Preis nicht gerade niedrig, aber schon allein die Einleitung des Herausgebers ist exzellent und enthält eine meines Erachtens sehr gut verständliche, dazu äußerst kompetent und sachlich neutral gehaltene Erläuterung verschiedener Begründungsansätze der Ethik überhaupt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2009 5:06 PM CET


Nordic Spell.Konzerte
Nordic Spell.Konzerte
Preis: EUR 19,76

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen traumhaft faszinierend eindrucksvolle Stimmung, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Nordic Spell.Konzerte (Audio CD)
Drei zeitgenössische Konzerte für Querflöte von Kalevi Aho, Haukur Tómasson, Christian Lindberg, gespielt vom Lahti Symphony Orchestra, Iceland Symphony Orchestra, Swedish Chamber Orchestra, und - natürlich - insbesondere Sharon Bezaly, der diese 3 Konzerte von den Komponisten selbst gewidmet sind und die spieltechnischen Möglichkeiten der Querflöte in verschiedensten Formen ausloten, und die bezaubernde Meisterin beweist erneut, zu welchen Interpretationskünsten sie fähig ist.


Sämtliche Flötenkonzerte
Sämtliche Flötenkonzerte
Wird angeboten von L&P Classics Tonträgerfachhandel GmbH
Preis: EUR 12,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sharon Bezaly hätte mit ihrer Zauberflöte sogar Mozart sprachlos gemacht, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Sämtliche Flötenkonzerte (Audio CD)
W. A. Mozart soll ja einmal gemeint haben, die Flöte sei eigentlich nicht so "sein Favoriten-Instrument".
Das war möglicherweise noch bevor er seine eigenen Werke dazu komponiert hatte,
mit Sicherheit aber, bevor er gehört hat, was Sharon Bezaly daraus macht :o)

- hier begleitet von den einwandfrei spielenden 8 Damen und 12 Herren des Ostrobothinian Chamber Orchestra, geleitet von Juha Kangas, in einer technisch wie musikalisch erstklassigen Einspielung, die sowohl auf herkömmlichen, als auch auf SACD Geräten abspielbar ist.

Bei dieser Gelegenheit sei auch gleich die andere Mozart-CD von derselben Künstlerin empfohlen: Flute Quartets / Flötenquartette, eingespielt mit den Salzburger Solisten (Luz Leskowitz, Johannes Erkes, Ingemar Brantlid), gewissermaßen eine ideale Ergänzung zu dieser Aufnahme.


Mozart:Eine Kleine Nachtmusik
Mozart:Eine Kleine Nachtmusik
Wird angeboten von TOMMY's STORE
Preis: EUR 10,70

5.0 von 5 Sternen eine der besten Einspielungen dieser mozartianischen Kombinationen aus Kunst u. Unterhaltsamkeit, 17. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Mozart:Eine Kleine Nachtmusik (Audio CD)
Diese CD ist eine der besten Einspielungen dieser mozartianischen Kombinationen aus Kunst u. Unterhaltsamkeit, die bis heute existiert.

Sie ist z.B. auf Augenhöhe mit der ähnlichen Einspielung des Freiburger Barockorchesters, die aber statt der sog. Kleinen Nachtmusik die Serenata Notturna, K.239, sowie ein sehr umfangreiches, sogar (mit Fotos vom Freiburger Barockorchester etc.) bebildertes Booklet enthält.

Aber schon allein die außerordentlich brillante, facettenreiche, einfühlsame und zugleich intelligente, in "historischer" Manier Aufnahme des harmonischen Meisterwerks des "reifen" Mozart, K. 525, der "Kleinen Nachtmusik" mit Koopman und dem Amsterdam Baroque Orchestra, die dazu auch klangtechnisch auf höchstem Niveau ist, macht diese CD zu einem Juvel.

Daher ist es, auch wenn eine/r nicht Japanisch oder lesen kann, leicht in Kauf zu nehmen, dass die Informationen im Booklet selbst überwiegend in fernöstlicher (chinesischer bzw. japanischer) Schrift abgedruckt ist, aber das Inhaltsverzeichnis selbst (mit Auflistung der Tracks und ihrer Dauer in Minuten & Sekunden) daneben auch auf Deutsch (bzw. die Satzbezeichnungen natürlich italienisch, also "Allegro" u.s.w.).


Das Glück. Eine Spurensuche.
Das Glück. Eine Spurensuche.
von Ricarda Winterswyl
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen recht interessanter Streifzug durch die Philsophiegeschichte unter dem Aspekt "Glück", 17. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Glück. Eine Spurensuche. (Taschenbuch)
Das Buch ist ein recht interessanter Streifzug durch die Philsophiegeschichte unter dem Aspekt "Glück".

Mindestens zwei deutliche Schwächen hat das Buch allerdings:

Zum einen ist es der Autorin nicht gelungen, sich von einer zu hohen Meinung über F. Nietzsches Werke (bzgl. deren stilistischen wie auch deren inhaltlichen Qualitäten) zu emanzipieren, obwohl sie es offenkundig durchaus versucht hat.

Zum anderen hat sie sich um eine Auseinandersetzung mit Theorien von K. Marx* mit dem lapidaren Hinweis gedrückt, das Wort "Glück" komme bei ihm nicht vor. Anspruchsvoller wäre es da gewesen, in der Textur von dessen Werk, insbesondere den Frühschriften, die Frage nach dem Glück als Frage nach einem menschenwürdigen Leben zu dechiffrieren und herauszuarbeiten (z.B. im Zusammenhang mit Marx' Entfremdungstheorie - vgl. dazu z.B. Joachim Israel: Der Begriff Entfremdung. Rowohlt Verlag)

Auch für einige Zitate wäre eine Quellenangabe hilfreich gewesen, z.B. einige für Nietzsche bezeichnende Sätze wie "(...) gilt mir als oberflächlich (...), wer im Wohlbefinden ein Ziel sieht (...)" oder den ebenfalls von ihr zitierten Satz "Was ist Glück - Das Gefühl davon, dass die Macht wächst (...)". Für etliche andere Zitate nennt die Autorin aber Quellenangaben.

Trotz der genannten Abstriche ein lesenswertes Buch.

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* Fußnote: Sehr lesenswert etwa: Erich Fromm: Das Menschenbild bei Marx; neueren Datums auch das kleine Büchlein zu Marx in der Reihe "Zur Einführung" des Junius Verlages.


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