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Rezensionen verfasst von
Huchoo

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Traumtänzer
Traumtänzer
Preis: EUR 6,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen besser als gedacht, trotzdem doof., 3. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Traumtänzer (Audio CD)
Nachdem ich das Album erst wegen schlechter Kritiken gar nicht kaufen wollte, musste ich es nun doch wissen. Und so sieht es aus meiner Sicht aus:

Zur Musik:
- gute Produktion
- die beiden Frauen liefern ihre bisher beste spieltechnische Leistung
- der Trend zu überbordenden Arrangements, der mir die "Anderswelt" (u.a.) verleidet hat, ist hier glücklicherweise zurückgedreht. Die meisten Lieder sind sehr locker und natürlich, ohne übertriebene Vermehrung der Stimmen gestaltet.
- eine Anbiederung an den Mainstream oder gar Schlagerelemente, wie hier oft beschrieben, kann ich in der Musik nicht erkennen, auch der Kitschfaktor der unsäglichen Balladen auf den beiden letzten Alben ist hier reduziert.

- jedoch: Die charakteristischen, eingängigen kurzen Instrumentalphrasen, die bisher typisches Kennzeichen der Band waren, kommen kaum vor, stattdessen gibt es fließende Übergänge zwischen Gesangs- und Instrumentalparts.
- die CD ist sehr einheitlich, ohne große Kontraste zwischen den Liedern und ohne herausragende Melodien gestaltet. Gut zum durchhören, aber keine Ohrwürmer (schade!)

Und zum Schluss der größte Einwand: Die Textdichtung, die bei Schandmaul ohnehin nie perfekt war, erreicht hiermit ihren Tiefpunkt: Mehr breiige Floskeln, ungeschicktes Hantieren mit ausgelutschten Metaphern, Grammatik-Fehler, verschwommene stereotype Geschichtchen als je zuvor. Wenn man sich einmal alle Refrains hintereinander durchliest, schwirrt einem der Kopf vor lauter Dummheiten.
Selbst das einzige Lied mit einer brauchbaren Grundidee und klaren Struktur ("Der Dichter spricht") ist nicht vorzeigbar.

Mal sehen wie es weitergeht.


Neue Dimensionen der Heilung
Neue Dimensionen der Heilung
von Bärbel Mohr
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Realsatire, 5. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Neue Dimensionen der Heilung (Taschenbuch)
Wussten sie, dass sie ihr Gene verändern können, indem sie liebevoll über die Eizellen ihrer Mutter meditieren? Oder dass die beste Methode, (todbringendes) Leitungswasser zu reinigen ein Zettel mit der Aufschrift "Liebe und Vertrauen" ist? Nein? Dann leihen sie sich dieses lustige Machwerk irgendwo aus und erleben sie eine rasante Fahrt durchs Gruselkabinett esoterischen Aberwitzes.

Die Verfasserin wühlt sich einmal querbeet durch die verschiensten lustigen Irrlehren und leistet dabei stets dummdreister Abzocke der übelsten Art Vorschub. In den helleren Momenten zeigt sie sich als genial kritischer Geist. So unterbreitet sie etwa augenzwinkernd, es sei vielleicht nicht so gut, jungen Frauen wegen einer erfundenen Nonsens-Diagnose den Kiefer so tief abzufräsen, dass sie nicht einmal mehr ein Gebiss tragen können (nicht gut für die Seele).
Frau Mohr fällt nebenbei sogar auf, dass sich die verschiedenen "ganzheitlichen" Ansätze ständig gegenseitig widersprechen. Der Schluss daraus: Man muss halt sehen, was funktioniert und einem am besten liegt. Ja, so wird es wohl sein.

Spott und Hohn den Leichtgläubigen, die solchen Bullshit ernst nehmen.


The Originals - Schubert: Sinfonien Nr. 3 und 8
The Originals - Schubert: Sinfonien Nr. 3 und 8
Preis: EUR 11,99

0 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nun gut, 5. März 2012
Diese nicht so taufrische Aufnahme ist ganz ok. Etwas schwerfällig hie und da, bei lauten Stellen ein etwas starrer und polternder Eindruck. Das Orchester ist tendenziell zu mächtig. Aber es geht.


Liebeslieder und Tänze der Renaissance
Liebeslieder und Tänze der Renaissance
Preis: EUR 5,15

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen schön falsch, 5. Oktober 2011
Zunächst zu den Schwächen dieser Aufnahmen: Dem verwöhnten Ohr mag der Klang dieses Laienensembles grob und ungelenk erscheinen. Die Intonation ist teilweise schlimm schwankend, es werden praktisch keine Verzierungen improvisiert und die Vokalstimmen sind größtenteils unvorteilhaft doppelt besetzt. Außerdem ist der Klang aufnahmetechnisch bedingt nicht sehr detailreich und etwas dumpf.

Deshalb halte ich die CD auch nicht für den besten Einstieg in die Renaissancemusik, da gibt es längst Angenehmeres und Zugänglicheres zu kaufen.

Trotzdem ein interessantes Dokument aus einer Zeit des Aufbruchs, in der die historisch informierte Aufführungspraxis noch kaum über gefestigte Standards verfügte und allgemein wenig verbreitet war. Und es ist schön zu hören, wie die hier ausgewählten schlichten Madrigale, Tänze und Fantasien durch die ungünstigen Rahmenbedingungen keinen Deut von ihrer Frische und ihrem Charme verlieren. Man kann fast umgekehrt den Eindruck gewinnen, dass die glatten, perfekten neuen Aufnahmen unserer Tage dem Charakter dieser Musik, die in ihrer Zeit sicher nicht immer ein Tummelplatz langjährig ausgebildeter Profis mit perfekt gestimmten Instrumenten war, weniger gerecht werden.

Macht Lust zum Nachspielen und -singen.


Illustriertes Lexikon der Musikinstrumente
Illustriertes Lexikon der Musikinstrumente
von Frank P. Bär
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen altes Zeug, 4. Oktober 2011
Dieses merkwürdige Buch ist mitnichten ein Lexikon, es handelt sich um eine sehr willkürliche Auflistung von Prachtstücken und Kuriositäten einiger weniger Sammlungen mit den Schwerpunkten Barock und Klassik. Das 20. Jahrhundert ist nur unter dem Gesichtspunkt skurriler Vierteltoninstrumente vertreten und wird ansonsten vernachlässigt.

Der größte Schwachpunkt ist allerdings nicht der subjektiv gefärbte Ausschnitt aus der unübersehbaren Vielzahl der Instrumente, sondern das Fehlen einer tragfähigen Struktur, die über die Einzelinstrumente hinaus irgend ein Wissen vermittlen könnte. So geht das Buch weder bei der kurzatmigen und damit nutzlosen Auflistung der Lebensdaten von Instrumentenbauern (die fast 1/4 des Inhalts ausmachen) noch bei der Erklärung der Funktion der Instrumente über eine oberflächliche Betrachtung hinaus, weil all dies größtenteils über die kurzen Artikel zu den einzelnen Instrumenten verstreut ist.

Wer wenig Vorwissen hat, wird sich also hauptsächlich an den in der Tat schönen Fotos ergötzen können, fanatische Liebhaber der Materie werden aber, von einzelnen staunenswerten Ausnahmen abgesehen, kaum etwas Neues erfahren und sich zudem an den nicht seltenen groben Verallgemeinerungen, sachlichen Fehlern und dem einseitigen Blick auf die "Weiterentwicklung" und "Verbesserung" der Instrumente stören.

Als Nachschlagewerk wegen seiner selektiven Auswahl ungeeignet, als durchgehende Lektüre wegen der lieblosen Ungründlichkeit weniger unterhaltsam als irgendein Museumskatalog, erfüllt es seinen Zweck nur beim entspannten Durchblättern.


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