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Rezensionen verfasst von
ArrowPen
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Der Hexenhammer: Malleus Maleficarum
Der Hexenhammer: Malleus Maleficarum
von Günter Jerouschek
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das vielleicht schrecklichste Buch des Mittelalters in hervorragender neuer Fassung, 8. Januar 2014
Der Malleus Maleficarum, der Hexenhammer, ist möglicherweise das schlimmste Machwerk der Geschichte. Detailliert instruiert es den Inquisitor, wie er Hexen erkennen, finden, befragen und bestrafen soll. Entstanden in einer Zeit, in welcher die meisten Menschen glaubten, das Ende der Welt sei nahe und deshalb häufig fanatischem religiösem Unfug in die Falle gingen, hatte dieses Buch einen durchschlagenden Erfolg.

Heinrich Kramer, ein zunächst unbedeutender Mönch ohne den finanziellen Hintergrund einer wohlhabenden Familie, hätte ohne diesen Coup wohl niemals jene Karriere in der Kirche gemacht, die ihm der Hexenhammer bescherte. Aufgrund dieses Buches und seiner Überzeugungskraft (nicht zuletzt wegen des gerade eingeführten Buchdrucks) starb eine hohe Zahl Männer und Frauen auf grausame Weise in den Händen von Inquisitoren.

Das Buch selbst ist keine einfache Lektüre. Es erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Einlassen auf die ungewohnte Sprache. Wie einige meiner Vorredner bereits betonten - man kann es nicht einfach so wegschmökern wie einen Historienroman. Ich denke, das Buch richtet sich eher an Fachpersonal (z.B. Historiker, Lehrer) oder an historisch Interessierte (wie mich), die schon über etwas Hintergrundwissen verfügen.

Ich finde jedoch auch, daß man dieses Buch unbedingt lesen sollte - nicht zuletzt, um nicht zu vergessen, zu welchen unglaublichen Greueltaten manche Menschen unter dem Deckmantel der Religion fähig waren.


Psychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann
Psychopathen: Was man von Heiligen, Anwälten und Serienmördern lernen kann
von Kevin Dutton
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Provokant, ironisch, informativ, 8. Januar 2014
Ein aus meiner Sicht großartiges, nicht selten provokantes, mitunter polemisches Buch. Anhand von zahlreichen, ausnahmslos belegten wissenschaftlichen Studien (die der geneigte Leser im Anhang findet, sollte er sich weiter damit beschäftigen wollen) führt Kevin Dutton in die Welt der Psychopathen ein.

Es ist jener Menschentyp, der heute zum Protagonisten oder dunklem Mittelpunkt zahlreicher Bücher, Filme und TV-Serien geworden ist (z.B. Hannibal, Dexter, Halloween, Psycho, Criminal Minds, The Mentalist etc). Man kann sicher sagen, daß viele Menschen eine Faszination diesem Menschentyp gegenüber empfinden, denn sonst hätten besagte Filme et al kaum solchen Erfolg. Diese Faszination mag von der Sicherheit des heimischen Sofas ausgehen - es spielt sich alles im Buch/Film ab, und man darf sich sicher fühlen.

Leider ist das nicht in Gänze so und man kann von Glück reden, daß die meisten Menschen einem Psychopathen vom Kaliber eines Hannibal Lecter wohl nie begegnen werden. Die Kriminalgeschichte ist jedoch voll von ihnen, ob man weit in die Vergangenheit blickt (z.B. Gilles de Rais im 15. Jahrhundert, der mehrere hundert Kinder im Rahmen okkulter Praktiken tötete) oder in die jüngere Vergangenheit schauen möchte (Fritz Haarmann, das Ehepaar West, Kenneth Bianchi und Angelo Buono - die Hillside Strangler), sie leben unter uns. War Hitler ein Psychopath? Möglicherweise. Und er besaß genug Empathie, um genau zu analysieren, wie er andere beeinflussen konnte bzw. wie er das Bedürfnis anderer nach dem, was er wollte, bedienen konnte, was sich - wie die Geschichte zeigt - als unglückseliges, schreckliches Talent erwies.

Kevin Dutton zeigt in seinem, auch für den Laien, gut lesbaren Buch, wie Psychopathen denken, wonach sie zumeist streben und wie sie sich behaupten, d.h. wodurch sie in manchen Situationen durchaus überlegen sein können. Menschen tun nie etwas ohne Grund. Hier versucht Dutton dem geneigten Leser nahe zu bringen, weswegen Psychopathen sich gewissenlos und zielstrebig verhalten - sie bekommen eine Menge dafür, sei es Status, Wohlstand oder der "Kick", besser" zu sein, als alle anderen. Und das ist in der überwiegend narzißtischen Gesellschaft von heute eine Eigenschaft, die sie recht problemlos in Chefetagen bringt.

Im Grunde spiegelt Duttons Buch in unangenehmer Weise unsere Gesellschaft wider - der optimierte Mensch wird gewissermaßen glorifiziert. Es erscheint kaum eine Zeitschrift oder Selbsthilfebuch, die nicht mit Tipps aufwartet, wie man das eigene Leben bzw. die eigene Persönlichkeit verbessern kann bzw. soll. Du willst reich sein? Wünsche es dir vom Universum, und es wird dir gelingen. Wenn es dir nicht gelingt, hast du es dir eben nicht intensiv genug gewünscht. Bücher wie The Secret" arbeiten mit dieser Philosophie. Mehrere Jobs gleichzeitig? Kein Problem, wenn du dir deine Zeit nur optimal einteilst. Du willst zwanzig Kilo verlieren? Kein Problem - folge dem Diätprogramm von XY, und in wenigen Monaten bist du schlank und attraktiv. Wie unrealistisch das Ganze tatsächlich ist (auch wenn es einigen Menschen gelingen mag), wird nicht beleuchtet und führt letztlich in die Depression und den Burn-Out, weil es den meisten Menschen unmöglich ist, die hohen Ziele zu erreichen - zumal sie häufig vermittelt bekommen, es sei ihre eigene Schuld (du hast dich eben nicht gut genug zusammengerissen... etc...).

Der Psychopath ist frei von solchen Schuldgefühlen oder Gewissensbissen und verkörpert nahezu das Idealbild der narzißtischen Gesellschaft. Er ist quasi der optimierte Typus, weil er seine Ziele häufig erreicht. Sein Vorteil ist in der Tat der Mangel an Gewissen. Wenn er über Leichen gehen muß, sei's drum.
Natürlich ist ein solches Verhalten nicht akzeptabel. Und das vertritt Dutton keinesfalls. Er glorifiziert den Psychopathen nicht. Aber er zeigt auf, welche Vorteile der Psychopath sich verschaffen kann, weil er so ist, wie er ist. Wenn ich mir manche Rezensionen meiner Vorredner ansehe, komme ich nicht umhin zu denken, daß viele das Buch nicht verstanden haben - selbstverständlich ist dies keine Anleitung im Sinne von "wie werde ich am schnellsten zum Psychopathen".

Der Autor ist Brite. Und sein Schreibstil ist zutiefst britisch, geprägt von Ironie und schwarzem Humor, der hierzulande leider nur selten verstanden wird. Er ist nicht immer wörtlich zu nehmen.
In seiner provokanten Weise hält Dutton dem geneigten Leser durchaus einen Spiegel vor - hast du schon einmal dein Gewissen ausgeschaltet, um etwas zu erreichen? Hast du schon einmal jemanden verletzt, um dich zu rächen und es genossen, wie gut sich das anfühlt?

Im Grunde lädt Dutton den geneigten Leser ein, sich mit den eigenen Anteilen, die jenen eines Psychopathen vielleicht ähnlich sein mögen, auseinanderzusetzen. Dem eigenen Schatten, jene Anteile, die wir gerne verleugnen, weil wir Gutmenschen" sein möchten, den Phantasien von gnadenloser Wut, die die meisten Menschen sicher schon erlebt haben, etc.

Ich hätte mir gewünscht, daß Dutton noch einen weiteren Typus des Psychopathen näher beleuchtet hätte - nämlich jenen, der durchaus zu Empathie fähig ist und deswegen nur schwer für den Diagnostiker klassifizierbar ist. Aber dafür kann ein Buch, das für das breite Publikum gedacht ist, wohl kaum verantwortlich gemacht werden.

Hier noch einige weiterführende Lesetipps für den interessierten Leser:
Robert Hare "Without Conscience" Without Conscience: The Disturbing World of the Psychopaths Among Us

Jean Twenge "The Narcissism Epidemic" The Narcissism Epidemic: Living in the Age of Entitlement

Philip Zimbardo "Der Luzifer Effekt" Der Luzifer-Effekt: Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen

Joachim Bauer "Schmerzgrenze" Schmerzgrenze: Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt

Manfred Spitzer "Digitale Demenz" Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen

Peter Winterhoff-Spurk "Kalte Herzen" Kalte Herzen: Wie das Fernsehen unseren Charakter formt

Cornelia Musolff "Täterprofile bei Gewaltverbrechen" Täterprofile bei Gewaltverbrechen: Mythos, Theorie, Praxis und forensische Anwendung des Profilings: Mythos, Theorie und forensische Anwendung des Profilings

Rainer Sachse "Selbstverliebt aber richtig" Selbstverliebt - aber richtig: Paradoxe Ratschläge für das Leben mit Narzißten


Love Never Dies [Blu-ray]
Love Never Dies [Blu-ray]
Preis: EUR 9,97

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider kein Vergleich zur Londoner Uraufführung, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Love Never Dies [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich hatte das große Glück, dieses Stück im Londoner Adelphi Theatre mit Ramin Karimloo und Sierra Borgess zu sehen - was mich gewiß für andere Darsteller verdorben hat, zumal ich ihre Darstellung der Rollen für die besten halte, die ich je gesehen habe. Ich möchte damit nicht sagen, daß Ben Lewis als Phantom oder Anna O'Byrne ihre Sache nicht gut machten. Das tun sie. Ihre Stimmen sind hervorragend ausgebildet und voller Nuancen. Allein, diese australische Inszenierung gefällt mir insgesamt nicht so gut wie jene aus London.

Einige Veränderungen sind vorgenommen worden, was der Geschichte insgesamt gut tat, aber dennoch empfinde ich Bühnenbild und Lichtregie etwas zu steril. Und leider konnte mich O'Byrnes Darstellung nicht überzeugen. Sie singt großartig, erreicht mühelos die hohen Passagen, aber ihr Ausdruck ist der einer Puppe, so leblos und starr.

Die Geschichte an sich ist möglicherweise eine Antwort für die seit langem dürstenden Fans des Phantoms. Wie viele haben sich gewünscht, daß er und Christine zusammenkommen? Hier geschieht es (und geschah schon bevor das Stück beginnt), doch es endet tragisch. Be careful what you wish for...

Andrew Lloyd Webber hat auch für dieses Musical eine wunderbare Musik geschrieben, auch wenn sie nicht ganz an den Vorgänger, "Phantom of the Opera", heranreicht. Aber wir finden einige großartige Stücke - wie das leidenschaftliche Duett "Beneath a Moonless Sky" von Christine und dem Phantom, "Look With Your Heart" oder "Devil Take the Hindmost".

Persönlich ist diese Version keine, die ich mir häufig ansehen werde. Da nehme ich lieber die CD zur Hand und genieße die Stimmen von Karimloo und Borgess (und das Kopfkino, das auf Bilder der Londoner Aufführung zurückgreift).

Sehr zu empfehlen ist aber die Aufführung des Original-Phantoms in der Royal Albert Hall, die mit Ramin Karimloo, Sierra Borgess, und dem wunderbaren Hadley Fraser als Raoul aufwartet. Besser geht es kaum...
Das Phantom der Oper - zum 25. Jubiläum: Live aus der Royal Albert Hall London


Rudolf Affaire Mayerling - Das Musical - Live aus dem Raimund Theater
Rudolf Affaire Mayerling - Das Musical - Live aus dem Raimund Theater
DVD ~ Drew Sarich
Preis: EUR 30,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anspruchsvoller Stoff mit hervorragendem Rudolf, 7. Januar 2014
Anfangs war ich skeptisch - seit vielen Jahren begeistert mich die Wiener Musicalszene, doch trotzdem war ich nicht ganz überzeugt, als ich vom Projekt "Rudolf" hörte. Ich wurde jedoch eines Besseren belehrt. Rudolf Affaire Mayerling hat mir überaus gut gefallen.

Mit dem eher reduzierten Bühnenbild, haben Darsteller und Musik mehr Raum und ziehen den geneigten Zuschauer in ihren Bann. Durch die großartige Kameraführung ist man "ganz nah" dabei, kann in den Gesichtern der Darsteller lesen und selbst kleinste Mimik erkennen, was man aus dem Zuschauerraum des Theaters so nicht erlebt (es sei denn man sitzt wirklich in der ersten Reihe Mitte).

Die Darbietung der Stücke besticht durch klare Aussprache aller Beteiligten, und Drew Sarich gefällt mir als Rudolf sehr gut, gerade weil er nicht glatt ist, die Rolle mit vielen Nuancen spielt, so daß ich an mancher Stelle nicht einmal sicher war, ob Rudolf mir sympathisch sein soll. Eine solche vielschichtige Darstellung findet man nicht immer. Auch Lisa Antoni als seine Geliebte Mary Vetsera bewegte mich sehr, und Caren Filipcics Stimme ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
Die einzig wirkliche Enttäuschung war für mich Uwe Kröger. Stimmlich vermochte er mich nicht zu überzeugen und erweckte den Eindruck, daß seine besten Tage vorbei sind. Auch darstellerisch empfand ich ihn als sehr schwach, manchmal unfreiwillig komisch und zuweilen fremd-beschämend. Seitdem ich ihn als Tod in Elisabeth gesehen habe (den er in den frühen Neunzigern in großartiger Weise spielte), verfolgte ich mit großen Interesse seine Laufbahn. Leider hat er sich damals schon manche Manierismen in Gesang und Darstellung angeeignet, die er inzwischen in fast jeder Rolle wiederholt, womit er bei mir ein Gefühl zurückläßt, als spielte er sich stets immer nur selbst bzw. eine Version des Todes, ganz gleich in welcher Rolle. Es scheint, als müsse er beim Gesang große Kraft und viel Druck aufwenden, um die komplexen Töne zu erreichen, was diesen Eindruck leider negativ verstärkt. Inzwischen muß ich sagen, daß ich mich an Uwe Kröger satt gehört habe und heute kein Geld mehr bezahlen würde, um ihn auf der Bühne zu sehen.

Rudolf Affaire Mayerling ist kein Musical, das mal eben "so nebenher" plätschern kann. Es erfordert Konzentration, um die Komplexität der Geschichte zu erfassen, aber gerade das macht es zu einem Genuß.


Anna Karenina
Anna Karenina
DVD ~ Vittoria Puccini
Preis: EUR 9,07

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Trotz Freiheiten gegenüber der Vorlage ein opulenter Genuß, 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Anna Karenina (DVD)
Anna Karenina ist seit vielen Jahren einer meiner liebsten Romane. Die unvergleichlich schöne Sprache Tolstois berauscht mich bei jedem Lesen aufs Neue - und so bin ich stets gespannt auf ein Neuverfilmung des Stoffes.

Die DVD ist noch nicht erschienen, uns so kann sich meine Meinungsäußerung allein auf die gerade im TV gezeigte Version beziehen. Die deutsch-italienische Koproduktion muß sich keinesfalls hinter ihren Vorgängern verstecken. Die Ausstattung ist so opulent, wie man es von der Gesellschaft des prärevolutionären Rußland erwarten darf, die Kostüm- und Maskenbildner schwelgen in traumhaften Stoffen und extravaganten Frisuren... und daß man wohl an Originalschauplätzen drehte, gibt der Geschichte eine wunderbare Authentizität.

Einige der Darsteller dürften manchem Zuschauer bekannt sein - Vittoria Puccini spielte in "Kronprinz Rudolfs letzte Liebe" bereits Max von Thuns Geliebte Mary Vetsera, so trafen die beiden sich bei dieser Produktion wieder. Puccini macht ihre Sache sehr gut, zumal die Figur der Anna nicht immer sympathisch ist und die Gradwanderung zwischen tragisch verliebter und zuweilen grausam handelnder Frau für eine Schauspielerin nicht immer einfach zu bewältigen. Es gelingt ihr, mich für ihre Situation einzunehmen, und wie sie allmählich in ihre verbotene Liebe hineingleitet, später durch Drogenkonsum leicht irritabel und unberechenbar wird, meistert Vittoria Puccini sehr anrührend.

Als Ehemann Karenin spielt Benjamin Sadler auf, dem es gelingt, Karenin viele Facetten abzugewinnen. Man vergißt hierzulande gern, wie hervorragend ausgebildet Sadler ist (z.B. studierte er an der RADA in London, die u.a. Darsteller wie Peter O'Toole, Vivien Leigh, Ben Whishaw oder Ralph Fiennes zu ihren Abgängern zählt, eine der bedeutendsten Schauspielschulen weltweit) - doch er stellt es hier unter Beweis. Er gestaltet die schwierige Rolle des politisch ambitionierten Karenin mit vielen Zwischentönen und erlaubt es dem geneigten Zuschauer, seinen Standpunkt zu verstehen.

In der Rolle des Grafen Wronski erleben wir Santiago Cabrera, der u.a. am Londoner Drama Centre studierte, und mich z.B. als Lancelot in der hierzulande wenig beachteten Serie Merlin begeisterte. In Kürze wird er in der BBC als Aramis zu sehen sein. Mir gefällt seine reduzierte Version des Wronski sehr, und insbesondere mit dem, was Cabrera nicht sagt, sondern allein durch Körpersprache und Mimik transportiert, berührt er mich sehr. Auch er muß sich nicht vor seinen zahlreichen Vorgängern verstecken.

Die bezaubernde Lou de Laage begeistert mich in der Rolle der leidenschaftlichen Kitty, der es gelingt, ihr Leben innerhalb der von Etikette regierten Gesellschaft in die Hand zu nehmen und damit letztlich Max von Thuns Lewin erobert. Beide spielen mit großer Spielfreude auf, was den Genuß für den Zuschauer vermehrt. Léa Bosco ist als Prinzessin Betsy vertreten. Ich habe Bosco zuletzt vor etlichen Jahren in dem Mehrteiler "Der Kurier des Zaren" gesehen und freue mich, daß ihr Schauspiel sich deutlich verbessert hat. Fand ich sie in früheren Produktionen noch sehr hölzern und unauthentisch, so zeigt sie hier in der Rolle der nicht eben zuverlässigen Betsy sehr interessante Facetten.

Eine wunderschöne Verfilmung ist diese Anna Karenina. Persönlich fehlte mir z.B. eine sehr wichtige Szene, in welcher Anna allein ausgeht, obschon Wronski sie davon abzuhalten versucht. Die Erfahrung, die sie dort macht - der offene Ausdruck der Verachtung der Gesellschaft - bewirkt bei Anna wichtige Einsichten. Im Buch eine sehr zentrale Szene. Hier leider wird sie dem Zuschauer vorenthalten. Auch an anderen Stellen erlaubt sich diese Umsetzung literarische Freiheiten. Ich denke aber, wer den Roman nicht kennt, wird sich daran nicht stören.

Diese Anna Karenina ist eine in wunderschönen Bildern schwelgende Erzählung einer bekannten Geschichte, die mit ihrer Tragik jeden Zuschauer zu fesseln vermag, der sich auf diese drei opulenten Stunden einzulassen vermag. Ich hatte große Freude daran.


Witch's Daughter (The Shadow Chronicles)
Witch's Daughter (The Shadow Chronicles)
von Paula Brackston
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,83

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Tochter der Hexe..., 31. Dezember 2013
Zufällig stieß ich auf Paula Brackstons Roman. Ich bin stets auf der Suche nach interessanten, übernatürlichen Geschichten und in dieser begleitet der geneigte Leser die Protagonistin Elizabeth Hawksmith durch ihr mittlerweile ca. dreihundert Jahre andauerndes Leben.

Elizabeth, oder Bess, ist eine Hexe. Zunächst weiß sie nichts von ihren Kräften und erst langsam und aufgrund von schmerzhaften Erfahrungen macht sie sich damit vertraut. Zugegeben, der Kern der Geschichte ist nicht neu. Es gibt haufenweise Bücher, die eine ähnliche Thematik behandeln. Viele jedoch sind meiner Meinung nach erbärmlich geschrieben. Paula Brackston, ihres Zeichens Waliserin, besticht durch eine sehr schöne Sprache, die an mancher Stelle fast barock anmutet, aber für mich gut in die Zeitepochen, welche Bess durchschreitet, paßt und von ihrer Vergangenheit zeugt.

Brackston erzählt eine sehr emotionale Geschichte mit zahlreichen spannenden und auch grausamen Momenten, und sie hat die Hintergründe ihrer Figuren genau recherchiert. Das Buch entführt den geneigten Leser in die Zeit der Hexenverfolgungen in England, über die man hierzulande eher wenig weiß.

Ich freue mich schon auf die weiteren Romane dieser Autorin. Gewiß, sie ist nicht Thomas Hardy, aber das will sie auch gar nicht sein - dennoch hält sie ein sprachlich besseres Niveau als manch andere Romane des "übersinnlichen" Genres. Der Roman hat mich exzellent unterhalten, die Hauptfigur wuchs mir im Lesen ans Herz und ließ mich nicht los. Ich hatte große Freude beim Lesen.


Naomi's Room
Naomi's Room
von Jonathan Aycliffe
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,30

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassischer Grusel, 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Naomi's Room (Taschenbuch)
Dies ist der erste Roman von Jonathan Aycliffe, den ich gelesen habe, und ich wurde nicht enttäuscht. Er erzählt die tragische Geschichte eines jungen Paares, das seine Tochter bei einem Weihnachts-Einkaufsbummel in London verliert. Daß die Eltern es nicht allein mit ihrer verheerenden Trauer werden aufnehmen müssen, sondern auch mit Geschehnissen, die jenseits ihrer Vorstellungskraft liegen, wissen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht... aber unaufhörlich rollt der Ball des Autors in eine gespenstische Richtung...

In diesem recht kurzen Roman gelingt es Aycliffe meisterhaft, eine klassische Gespenstergeschichte zu schaffen, die sich dem geneigten Leser langsam unter die Haut schiebt. Ich habe es in der Nacht gelesen und muß sagen, daß meine Sinne begannen, mir Streiche zu spielen... Beim nächsten Roman dieses Autors werde ich mir zweimal überlegen, ob ich es tatsächlich des Nachts lesen möchte... ;-)

Das Buch ist sehr gut geschrieben, die Sprache vielschichtig, die Auflösung unerwartet und in grausamer Weise tragisch. Wer atmosphärisch dichte Gruselgeschichten mag, wird hier sicher nicht enttäuscht sein.


Witch Hunt
Witch Hunt
von Syd Moore
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,43

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Hexenprozesse von Essex, 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Witch Hunt (Taschenbuch)
Eine junge Journalistin ist einer jahrhundertealten Intrige auf der Spur, die sie ins 17. Jahrhundert und ein dunkles Kapitel der englischen Geschichte führt - zu den Hexenprozessen von Essex und dem Witch Finder General, Mathew Hopkins. Währenddessen entdeckt sie Hinweise auf ihre eigene Biographie und welche Verbindung sie selbst möglicherweise zur Hexenjagd von damals besitzt.

Dies ist das erste Buch von Syd Moore, das ich gelesen habe, und ich bin angenehm überrascht. Ihre Sprache ist voller Lokalkolorit, sarkastischem Humor und Vielschichtigkeit. Zweifellos hat die Autorin die Orte der Handlung besucht, und es gelingt ihr, den Leser in die Atmosphäre jener Orte mitzunehmen.

Für mich war das Buch ein echter "pageturner". Allein einen Stern ziehe ich hier ab, weil die Auflösung der Geschichte mir - nach vielen Seiten voller geschichtlicher Verweise, Geistererscheinungen und persönlicher Tragödie - zu gewollt erschien... und nicht wirklich überraschend.
Dennoch möchte ich dieses Buch jenen Lesern empfehlen, die sich für gut geschriebene Geistergeschichten mit historischem Bezug interessieren. Über die Hexenprozesse von Essex, die jenen von Salem in Massachusetts nur kurz voraus gingen, weiß man hierzulande eher wenig. Dieses Buch führt den geneigten Leser sehr gut in die furchtbaren Ereignisse ein und läßt ihn nicht selten erschauern.


Hannibal - Staffel 1 - Uncut [Blu-ray]
Hannibal - Staffel 1 - Uncut [Blu-ray]
DVD ~ Mads Mikkelsen
Preis: EUR 29,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hannibal endlich auf blu-ray - technisch einwandfrei und ein eleganter, psychopathologisch-korrekter Hochgenuß, 22. Dezember 2013
Es gibt wohl kaum einen Krimi- und Filmliebhaber, dem Hannibal Lecter kein Begriff wäre. Ein hochintelligenter, überaus kultivierter Mann, der in seiner Freizeit speziellen kulinarischen Höhepunkten frönt. Die bisher erschienenen Romane und Filme setzen zu einem Zeitpunkt ein, als Lecter und der FBI Agent Will Graham sich bereits kennen (mit Ausnahme von "Hannibal Rising", der die traumatische Kindheit und Jugend des späteren Psychiaters erzählt). Die aktuelle TV-Serie geht einige Schritte zurück und bringt die beiden Protagonisten erstmals zusammen.

Der Verhaltensspezialist Will Graham (Hugh Dancy) unterrichtet angehende FBI Agenten und versucht, sie mit seiner einzigartigen Gabe in Verbindung zu bringen - der Fähigkeit, sich einem Täter auf besondere, empathische Art zu nähern. In seinem Kopf versetzt er sich exakt in die Situation, verschmilzt geradezu mit dem Blickwinkel des Täters und versteht so den Plan hinter dem Mord ("This is my design.") Das macht ihn interessant für den hochrangingen FBI Agenten Jack Crawford (Laurence Fishburne), der ihn zu einem komplexen Fall hinzuzieht. "Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft"? Mitnichten. Hannibal ist keineswegs Casablanca.

Es ist der Beginn einer eher als unheilig zu bezeichnenden Allianz zwischen dem FBI, Will Graham, der zu diesem Zeipunkt noch kein "richtiger" Agent ist, da er im Aufnahmeprozedere als zu instabil erachtet wurde, und Dr. Hannibal Lecter, dem Psychiater, der gleichfalls konsultiert wird. Fortan folgt der geneigte Zuschauer nicht immer sehr appetitlichen Fällen und bemerkt zunehmend mehr Diskrepanzen zwischen dem, was gesagt wird und dem, was geschieht.

Der Zuschauer, der mit Hannibal vertraut ist, weiß natürlich, was Dr. Lecters Agenda sein könnte, während die Protagonisten der Serie zunehmend im Dunkeln tappen. Manche von ihnen werden sich im Netz des Dr. Lecter verfangen, andere die Begegnung mit ihm nicht überleben. Das Faszinierende ist, daß der geneigte Zuschauer sich von außen als Kriminalist betätigen kann, weil unzählige Möglichkeiten geschaffen werden, in welchen Hannibal seinem Ruf gerecht werden könnte.

Noch faszinierender empfand ich den psychologischen Verfall einiger Figuren. Die Macher der Serie sind offenbar gut beraten worden, denn die Psychopathologie und daraus resultierenden Möglichkeiten sind korrekt und schlüssig - und in der Realität ähnlich denkbar. Ich möchte an dieser Stelle keine Spoiler erwähnen, nur, daß hier hervorragend recherchiert worden ist, was man nicht immer im TV in dieser Qualität findet.

Die Darsteller sind allesamt großartig ausgewählt. Mit dem dänischen Darsteller Mads Mikkelsen wird der Hannibal-Kanon um einen weiteren Leckerbissen ergänzt. In manchen Rezensionen wurde Mikkelsens Aussprache bemängelt (im Original), sie sei schlecht zu verstehen. Dem kann ich mich nicht anschließen, allerdings muß ich gestehen, daß ich Englisch nahezu muttersprachlich spreche und seine Zeilen für mich keinerlei Schwierigkeiten darstellten. Da Hannibal aus Litauen stammt, finde ich es exzellent, daß Mikkelsen sich nicht um ein amerikanisches Englisch bemüht. Er klingt wie ein kultivierter Ausländer, der Hannibal ja auch ist, der seine Worte sehr genau wählt, wie man es häufig bei Migranten findet. Diese sprechen nicht selten ein wunderbares Englisch (wie z.B. der gebürtige Tscheche Tom Stoppard, der auf der britischen Insel als einer der am meisten geachteten Autoren gilt).

Mikkelsen hat ein unglaubliches Gesicht, in dem sich sehr viel abspielt. Allein mit einem Blick ist er in der Lage, ganze Dialogzeilen auszudrücken. Er ist nicht glatt, sondern in seiner Darstellung komplex, daß es eine Wonne ist, seinen Psychopathen zu beobachten.

Will Graham wird vom Briten Hugh Dancy gespielt, der in England ein sehr geachteter junger Darsteller ist, bekannt aus z.B. "Adam" mit Rose Byrne oder "Elizabeth I" an der Seite von Helen Mirren. Nebenbei spricht er ein perfektes amerikanisches Englisch. Das psychologische Zusammenfallen seines Charakters gelingt ihm in großartiger Weise. Es ist beinahe körperlich schmerzlich, ihm zuzusehen.

Laurence Fishburne bringt seine übliche Gravitas in seine Rolle und ist gleichfalls, wie auch die anderen Hauptprotagonisten, schlicht wunderbar. Ein herrliches Schmankerl ist die hinreißende Gillian Anderson in der Rolle von Hannibal Lecters Psychiaterin.

Hannibal bietet eine sehr elegante Serie an, trotz der nicht selten unappetitlich daherkommenden Morde. Aber der magenschwache Zuschauer ist ja nicht gezwungen, nebenbei zu essen. Unterstützt vom spanischen Starkoch José Andrés wurden wunderschön anzusehende kulinarische Köstlichkeiten kreiert, die Hannibal seinen Gästen vorsetzt (so besteht z.B. eine angebliche Lammzunge, die aber in der Handlung einem Mädchen gehörte, aus veganen Zutaten) - allein die Speisen sehen wundervoll aus... man sollte nur den inneren Spielfilm abschalten können... was die mitlaufenden Wortspiele nicht gerade einfach machen (wobei ich nicht sagen kann, ob dies im Deutschen auch transportiert wird. Ich habe allein die englische Fassung gesehen).

Insgesamt macht die Serie Hunger auf mehr...

Die Qualität der Blu-ray ist ausgezeichnet. Neben den ungeschnittenen Episoden bietet sie zahlreiche, interessante Featurettes (z.B. über die Entstehung und das Food-Design), wie auch den Pilotfilm einer französischen Serie, "The Returned". Die Bildqualität ist sehr gut, auch der Ton satt und klar.

Ich wünsche viel makabren Spaß...


Archipelago [DVD] [UK Import]
Archipelago [DVD] [UK Import]
DVD ~ Christopher Baker
Wird angeboten von gameshop_fuerth - Alle Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 16,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine einfache Kost, dennoch köstlich..., 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Archipelago [DVD] [UK Import] (DVD)
Edward (Tom Hiddleston) ist im Begriff, seine Arbeit in der Großstadt für einen Trip nach Afrika aufzugeben, wo er ehrenamtlich helfen will, die Verbreitung von Aids durch Aufklärung über safe sex einzudämmen. Seine Mutter (Kate Fahy) und seine Schwester (Lydia Leonard) organisieren einen Familienurlaub auf den Scilly Inseln, quasi als Verabschiedung des in einer persönlichen Krise befindlichen Edward, der eigentlich gar nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen möchte.

Weil es ein reiner Familienurlaub sein sollte, wurde es Edward untersagt, seine Freundin Chloe mitzubringen, was diesem gar nicht gefällt, zumal durchaus auch Fremde in diesem Urlaub auftauchen, u.a. ein lokaler Künstler und die engagierte Köchin Rose (Amy Lloyd), die Edward versuchen wird zu verführen.

Wie so oft, wenn Familien unter, sagen wir, ungünstigen Umständen zusammenkommen, brodelt es unter der Oberfläche und entlädt sich an einer Frage guten Benehmens - soll man Rose, die Köchin, zum Essen dazu bitten oder nicht, was zu einer überaus unangenehmen Szene in einem Restaurant führt, Fremdschämen inbegriffen, die trotzdem sehr realistisch daher kommt.

Archipelago ist kein einfacher Film. Er bietet keine eingängigen Dialoge oder Actionsequenzen, die Kamera bewegt sich kaum, was für die meisten Zuseher sehr ungewohnt sein dürfte. Das meiste spielt sich unterschwellig ab, Vieles wird nicht ausgesprochen, sondern manifestiert sich in den Gesichtern und Stimmen der Protagonisten, die sich nicht selten als Snobs entpuppen.. Als Zuschauer fühlt man sich fast als Eindringling, ist peinlich berührt, gleichzeitig hilflos.... Keine Musik lenkt ab, allein die Geräusche der Gegend sind zu hören.

Die Motive der Einzelnen und ihre emotionalen Krisenmomente erschaffen eine Atmosphäre von Ressentiments und Unsicherheit. Diese Menschen, die hier aufeinander treffen, kennen einander nicht wirklich gut, obschon sie eine Familie sind. In Augenblicken voller Intimität wird deutlich, daß sie weder die Fähigkeit noch die Absicht zu haben scheinen, dem anderen tatsächlich nahe zu sein. Und vieles bleibt unausgesprochen.

Angesehen habe ich mir den Film wegen Tom Hiddleston, den ich für einen der besten Schauspieler seiner Generation halte. Und seine Rolle ist für mich einer der schwierigsten, weil sie so vielschichtig ist - Edward ist nicht der Gutmensch, als der er gern gesehen werden möchte, er ist durchaus oberflächlich und selbstbezogen, und dennoch ist man als Zuschauer gewissermaßen auf seiner Seite, versteht seinen Standpunkt und seine Unsicherheit.

Hiddleston enttäuscht mich in diesem Film nicht. Nachdem ich ihn in sehr vielen unterschiedlichen Rollen gesehen habe, bin ich mittlerweile der Auffassung, daß mich dieser hinreißend gute und authentische Darsteller wohl nie enttäuschen wird. Er scheint außer Stande, mittelmäßige Arbeit abzuliefern. Auch hier begeistert er mich mit seinem Spiel, mit dem, was er nicht sagt, aber spürbar werden läßt.

Archipelago ist ein Film, für den man sich Zeit nehmen muß, der Konzentration erfordert, weil er dem Zuschauer nicht das liefert, was wir üblicherweise gewohnt sind. Man muß sich quasi auf die Spur dieser Charaktere begeben, die allesamt nicht einfach zu mögen sind. Es gibt keine offensichtlichen Sympathieträger. Ich denke aber, wer sich darauf einlassen möchte, wird einen schönen Filmabend genießen.


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