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Rezensionen verfasst von
Sakura (NRW)

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The Paper Magician (The Paper Magician Series, Book 1)
The Paper Magician (The Paper Magician Series, Book 1)
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen Ein guter Start, leider schwächelt das Buch ab der Mitte, 16. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ceony hat gerade die Vorbereitungsschule für magisch Veranlagten als Klassenbeste abgeschlossen, eine Schule die theoretisches Magiewissen lehrt und die Grundlage für die praktische Lehre als Magier bringt.
Alle Magier binden sich zu Beginn ihrer Ausbildung an ein Element und Ceony wollte unbedingt Smelter werden, ein Metallmagier. Nur leider hat sie Pech und um das Gleichgewicht der verschiedenen Disziplinen zu wahren, muss sie ein Papiermagier werden, eine als schwach angesehene und daher seltener werdende Magieart.
Sie wird dem Magister Emery Thane zugeteilt, ein junger, exzentrischer Magier, der einige Geheimnisse verbirgt, aber sehr freundlich und aufmerksam zu Ceony ist, die letztendlich doch Interesse an ihrer erzwungenen Disziplin gewinnt.
Aber dann holt Emery Thanes Vergangenheit ihn wieder ein, und Ceony ist die einzige, die bereit ist seine Rettung auch nur zu versuchen, was sie tiefer in seine Gefühlswelt führt als sie je für möglich gehalten hätte.

Mir hat ganz besonders der Beginn des Buches sehr gut gefallen. Ich mag sehr gerne ausgefallene Magiesysteme, und dieses Buch bietet definitiv ein sehr innovatives, neuartiges System, in dem Magier nur von Menschen erschaffene Materialien beeinflussen können, wie Glas, Papier, Metall, Plastik und Gummi.
Das einzige was ich schade fand ist, dass das Buch zwar um 1900 spielt, sich dies aber nicht wirklich im Setting wiederfindet. Es gibt Autos und Kühlschränke, elektrisches Licht und fließendes Wasser überall. Es finden sich nur wenige Hinweise, dass es sich um eine vergangene Zeit handelt, wie das Lockeneisen, das am Feuer aufgewärmt werden muss oder der häusliche Telegraph statt eines Telefons.
Die Sprache ist zwar nicht unbedingt modern, aber auch nicht der Epoche entsprechend altmodisch und gediegen. Es ist eine sehr neutrale Sprache, die in fast jedes Fantasysetting gepasst hätte.

Ceony ist zu Beginn bitter und abweisend, da sie nie Papiermagier werden wollte. Aber Mg. Thane zeigt sich ein liebenswerter, aufmerksamer Lehrer der ihr Vertrauen gewinnt und sie zum lernen animiert. Aber er ist auch ein enigmatischer Mensch, der nicht alle seine Geheimnisse preis gibt. Ceony ist auch sehr neugierig und stöbert etwas hinter ihm her.
Jedenfalls sind die beiden Hauptcharaktere sehr sympathisch, das langsame Kennen lernen, die Einführungen in die Papiermagie und die Andeutungen von Thanes Geheimnissen sind interessant zu lesen.

Dann bricht der Ton des Buches komplett um. Vom den ruhigen, häuslichen Erzählungen kommt es sehr plötzlich zu Konflikt, Spannung, Aktion, Kampf.
Ceony muss sich alleine durchschlagen und hat wenig Unterstützung und ihre Magie ist noch nicht sehr ausgeprägt. Allerdings gibt es auch sehr viele Stellen mit Erinnerungen, traurigen Erlebnissen und persönlichen Momenten.
Es ist schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern, aber ich hätte an diesem Punkt fast aufgehört. Ich fand die Mischung aus Spannung und Aktion gemischt mit sehr ruhigen, emotionalen Szenen schwer zu lesen und es hat sich für mich so dahin geschleppt. Auch fand ich die Situationen oft etwas unlogisch und auch Ceonys nicht unbedingt komplett plötzliche, aber sehr verstärkte Zuneigung fand ich deplatziert. Dieser Punkte hatte für mich einen gezwungen 1950er die Protagonistin muss aber einen Mann finden, nicht wegen der Story sondern weil das ist was Frauen tun Flair.
Am Ende kommt es dann noch zu einem interessanten, Aktion-geladenen und halbwegs realistischen Magierduell, das für mich vieles rausgerissen hat.

Ich fand das Buch an vielen Punkten sehr gut. Die Welt ist interessant und neuartig, die Charaktere sind mehrdimensional und sympathisch. Allerdings hat mir die seltsame Art des Konflikts in der 2ten Hälfte des Buches nicht so recht zugesagt und ich fand einige Elemente zu sauber und vorhersehbar. Ich werde aber die Serie weiter lesen um zu sehen, ob sie sich in eine vorteilhaftere Richtung entwickelt.


Soulless (The Parasol Protectorate, Band 1)
Soulless (The Parasol Protectorate, Band 1)
von Gail Carriger
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Eine paranormale Romanze in einer Steampunk Welt, 16. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alexia Tarabotti ist eine 26- jährige alte Jungfer. Unglücklicherweise hat sie eine große Nase, einen mediterranen Teint und einen italienischen Vater und somit keine Heiratsaussichten. Allerdings hat sie auch einen cleveren Verstand und ein sture, selbstbewusste Persönlichkeit und keine Seele. Sie ist eine Preternatural, sozusagen das Gegenteil zu Vampiren, Werwölfen und Geistern, welche mehr Seele besitzen als normale Menschen.
Als sie auf einem Ball alleine von einem unhöflichen und sehr hungrigen Vampir überrascht wird, kämpft sie mit dieser Kreatur und tötet sie ausversehen.
Allerdings wirft dies viele Fragen auf. Vampire und Werwölfe sind exzellent in der Londoner Gesellschaft integriert, sehr auf ihr Benehmen bedacht, und außerdem auch registriert. Wo kommt also dieses flegelhafte und offensichtlich unerzogene Exemplar her. Gegen den Willen des Alpha Werwolfs Lord Maccon, Beamter bei dem offiziellen Büro für unnatürliche Registrierung versucht Alexia auf den Grund dieses Rätsels zu kommen.

Das Buch spielt im viktorianischen London in einer Steampunk Welt, die zudem mit übernatürlichen Wesen wie Vampiren, Werwölfen und Geistern bevölkert ist. Diese sind hier ganz normal Teil der Gesellschaft, anerkannt und integriert, sie stellen sogar Berater für die Königin. Sie halten Haushalte von 'Dienern' die hoffen irgendwann selbst unsterblich gemacht zu werden und sich um die speziellen, übernatürlichen Probleme kümmern, wie Blutversorgung oder Wache bei Vollmond.
Die Welt ist interessant beschrieben und gut ausgearbeitet. Man muss allerdings sagen, dass Steampunk eher einen kleinen Teil der Welt ausmacht. Es gibt kleine Flugschiffe und einige dampfbetriebene Maschinen und Forschungen in wilde Richtungen, allerdings ist es eher ein Nebenschauplatz.

Alexia ist ein sympathischer Charakter, wenn auch nicht übermäßig realistisch. Sie ist sehr selbstbewusst, man könnte schon herrisch sagen, sieht sich außerhalb der Gesellschaft und macht im Groben was sie will. Sie ist intelligent und belesen und kennt sich gut mit den wissenschaftlichen Entwicklungen der Zeit aus.
Sie ist außerdem was ich als Film-hässlich bezeichne, also offensichtlich attraktiv genug (auch wenn man sich das Cover anschaut) mit 1-2 Mängeln, die völlig über Proportion aufgebauscht werden. Den obwohl sie angeblich schon eine alter Jungfer ist, zeigen durchaus einige Männer Interesse an ihr und sie wird zu Bällen und Events eingeladen.

Die Sprache ist auch eher altmodisch und gehoben gehalten, offensichtlich angelehnt an die Art von Dialogen wie man sie in Büchern aus der Zeit finden würde, allerdings fand ich die Sprache gerade am Anfang sehr überzeichnet und unnatürlich. Es schwankte eine Zeitlang an der Grenze zum albernen, hat sich dann aber gefangen und wurde im Verlaufe des Buches besser.

Ein weiterer Aspekt, der mir nicht so gefallen hat war die Romanze. Zum einen fand ich es etwas zu offensichtlich, wie die beiden sich von Anfang an verbal angegangen sind, zum anderen fand ich es schade, dass sich alles so schnell entwickelt hat. Da es eine mehrteilige Serie ist hätte ich es schön gefunden, wenn man da noch etwas Spannung für die nächsten Teile übrig lässt.
Außerdem fand ich die erotischen Szenen waren zu dominant. Die beiden können nie ihre Hände und Münder voneinander lassen, nicht mal in hoch gefährlichen Situationen, und die Szenen ziehen sich wirklich massiv in die Länge. Zu beginn fand ich diese Szenen noch interessant, aber wenn sie sich über Seiten hinziehen, ohne das viel Neues passiert und die spannenden Entwicklungen sozusagen vor der Tür warten, dass die Aktion weiter gehen kann, dann stört es etwas.
Wer allerdings primär auf paranormale Romantik mit etwas Aktion steht wird wahrscheinlich auf seine Kosten kommen. Ich persönlich habe es lieber mehr Fokus auf die Aktion- und Krimiaspekte.

Letztendlich fand ich das Buch sehr gut zu lesen, flüssig und amüsant, hätte mir aber einen größeren Fokus auf den Fall und das Lösen desselben gewünscht und eher weniger Romantik und Erotik


The Lubetkin Legacy
The Lubetkin Legacy
von Marina Lewycka
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,95

3.0 von 5 Sternen Leider sehr verworren und mit wenig Tiefgang, 30. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: The Lubetkin Legacy (Gebundene Ausgabe)
Als Bertholds Mutter stirbt hat sie eine letzte Bitte an ihren Sohn: "Don't let THEM get the flat", die große Sozialwohnung die sie mit ihrem geschiedenen Sohn gemeinsam bewohnt hat. Im Krankenhaus hat sie auch gleich einen Plan ans Laufen gebracht und Berthold mit ihrer Bettnachbarin Inna bekannt gemacht, eine alte Ukrainerin die bisher alleine lebte. Und so läd Berthold Inna ein bei sich zu wohnen um gegenüber den Behörden zu behaupten sie ist seine Mutter, bis die Wohnung offiziell an ihn überschrieben ist.
Zeitgleich zieht die idealistische junge Kenianerin Violet in die Nebenwohnung ein. Sie hat eine prestigereiche Stelle bei Global Resource Management angetreten, muss aber schnell feststellt, das ihr die Arbeit nicht so liegt und lieber für den Erhalt der Kirschbäume im Garten kämpft.

Das Buch beginnt im typischen Lewycka-Stil: Witzige und bissige Charaktere und Situationen die gleichzeitig überzeichnet wirken aber dennoch realistisch sein könnten.
Leider bekommt man zu dem Hauptcharakter Berthold nur schlecht Zugang. Er ist ein arbeitsloser Schauspieler, der seine Fähnchen immer nach dem Wind zu hängen scheint, auch privat immer eine Rolle spielt und sich sehr von seiner Umgebung beeinflussen lässt.

Violet ist klarer definiert. Dies ist idealistisch aber auch naiv. Sie ist von den finanziellen Machenschaften ihres neuen Chefs angewidert, die auch ihr Heimatland betreffen und sucht nach einem Weg selbst etwas gutes zu tun und etwas zu verbessern. Die Kirschbaumkampagnie scheint dabei mir ein Sprungbrett zu sein, eine persönliche Ersatzhandlung bis sie etwas besseres findet.

Am Anfang bleibt der Plot noch überschaubar. Es gibt viele Rückblicke auf Bertholds Leben und das seiner Mutter und einige sozialkritische Elemente werden an ihrem Aktivismus, der Wohnung und den Mitbewohnern festgemacht, aber leider verkompliziert sich die Geschichte immer weiter.
Mehr Verwandte aus der Vergangenheit tauchen auf, die Familiengeschichten aller Ehemänner von Bertholds Mutter (derer 3) werden erläutert. Bertholds findet Interesse an mehreren Frauen, die er mehr oder weniger stark verfolgt. Viele Personen und Plotelemente tauchen nur kurz auf und verlaufen sich schnell wieder im Sand, manche werden nie aufgeklärt, mache Nebencharaktere werden sträflich vernachlässigt und nur im vorbeigehen abgehandelt. Es geht alles sehr holter-di-polter vor sich, eine Entwicklung jagt die nächste.

Auch wird die Charakterentwicklung immer mehr von der Handlung getrennt. Passiert etwas, so erfahren wir nicht, warum die Charaktere so handeln, man guckt ihnen gerade während der Action nur vor den Kopf. Darauf folgen dann ruhigere Momente der Erinnerungen und Gedankengänge.

Dabei gerät auch die Sozialkritik wieder sehr ins Hintertreffen. Es gibt einige offensichtlich tragische Stellen, aber die Kritik darin ist offen und platt. Mir fehlten die Verbesserungsvorschläge, die Ideen, der Aha-Moment. Einfach das System abzubilden und zu zeigen, das es nicht gut ist, reicht mir nicht, das machen die Tageszeitungen schon.

Letztendlich fehlte mir dann auch der übergreifende Punkt des Ganzen. Am Ende war mir nicht klar, was die Autorin mir nun mit dem Buch sagen wollte. Nachbarschaftlichkeit ist Tod, es lebe die Individualität? Die Unterstützung für Sozialhilfeempfänger und Großbritannien ist nicht gut? Ich weiss es nicht.

Während ich am Anfang noch sehr positiv angetan war von dem Stil und der Charakterdarstellung hat sich das im Laufe des Buches stark gelegt. Es gab einige gute, kritische Ansätze, die letztendlich aber nirgendwo angekommen sind.
Die Geschichte schien mir unnötig kompliziert und die Charaktere, obwohl realistisch dargestellt sind mir doch letztendlich fern geblieben. Es blieb ein kurzweiliges Buch mit recht wenig Tiefgang.


Ebelle. Das Spiel aller Spiele
Ebelle. Das Spiel aller Spiele
Preis: EUR 3,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Netter Anfang, wirklich schlechtes Ende, 26. Mai 2016
Eleanor ist ein typischer, nerdiger Teenager, sozial ungeschickt und ein Außenseiter verbringt sie ihre Tage mit Computerspielen. Doch irgendetwas passiert und sie landet in der Welt ihres aktuellen MMOs Ebelle. Sie wandert etwas ziellos durch diese mittelalterliche Welt bis sie im Gasthaus einen Adeligen trifft, der sie bittet eine Nachricht zu überbringen. Vor dort aus zieht es sie immer weiter durch diese Welt bis sie auf eine große Bedrohung stößt, die nur sie als Außenseiter beseitigen kann.

Das Buch fängt ganz sympathisch an. Elle ist ein typischer Teenager, mit einem frechen Mundwerk und einem etwas sarkastischen Humor. Ihre neue Situation nimmt sie mit einer Mischung aus Verzweiflung und optimistischer Neugierde auf.
Allerdings zeigt sie auch wenig Eigeninitiative oder Heldenmut. Sie trifft in einen Gaststätte auf Willem der sie bittet eine geheime Nachricht in die Hauptstadt Learem zu bringen, was sie auch bereitwillig tut, in der Hoffnung durch beenden der Quest aus dem Spiel zu gelangen. Als sie die Nachricht abgibt und nichts passiert, bleibt sie halt einfach als Magd bei der Empfängerin, die sich dann aber erst für weitere Zwecke als ihre Halbschwester ausgibt und dann in ein anderes Land schickt um Willem nachzureisen. Elle lässt das alles völlig gleichmütig mit sich machen, sie fragt weder nach, obwohl sie die Welt kaum kennt, noch hat sie Einwände.
Sie ist zwar das Buch über der Hauptcharakter, in dem Sinne das die Handlung aus ihrer Sicht erzählt wird und ihr folgt, allerdings tut sie nicht mehr als sich von den Plänen und Intrigen anderer Leute mitziehen zu lassen. Sie leistet keinen großen Beitrag, macht keine großen Taten, hat keinen größeren Sinn. Sie ist halt da und sieht den anderen zu.

Im Buch passiert recht viel, der Plot ist involviert, aber leider oft wenig durchdacht und ausgearbeitet. Die Pläne, die geschmiedet werden sind oft lückenhaft und schlecht ausgearbeitet, aber es klappt halt schon. Sehr oft trifft jemand eine Vermutung aufgrund von sehr wagen Aussagen oder Informationen, aber es stimmt immer so, wie es vermutet wurde. Es gibt wenig Überraschungen, wenig Verwirrungen. Viele der Handlungsstränge fangen auch an und laufen dann einfach irgendwann ins Leere, Dinge werden angefangen und dann einfach irgendwann irrelevant.

Die Welt hat übrigens auch nichts mit einem MMO(RPG) gemeinsam, auch wenn es halt eines sein soll. Es gibt keine Magie, kaum Kämpfer, keine Quests, keine Personen, die man als andere Spieler identifizieren kann. Die Welt ist persistent, also Tote bleiben Tot, kaputtes bleibt kaputt, nichts wird wie bei einem Spiel wieder in den Ursprungszustand zurück versetzt.
Es ist eine durchschnittliche, mittelalterliche Fantasiewelt wie sie in jedem 2ten Fantasieroman vorkommt. Das fand ich sehr enttäuschend. Elle kann nicht Kämpfen und außer einer Unterrichtstunde während einer Reise hat sie da auch keine Ambitionen.
Das komplette Gefühl eines MMOs hat mir einfach gefehlt, das Zusammenschließen für Quests, das gemeinsame Lösen von Problemen, das Absprechen und Gruppenbilden, die albernen Gruppenchats in den Städten, das Erkunden, Handeln, Bauen. Nichts davon wird in dem Buch angesprochen. Das Buch borgt sich die Idee, aber gibt sich nicht die Mühe, diese tatsächlich mit Leben zu füllen.

Und dann kommen wir zum Ende. Vorher war es eine akzeptable, eher seichte Geschichte mit mäßig sinnvollem Plot aber nettem Hauptcharakter. Ich werde etwas spoilern, also nur weiterlesen, wenn ihr damit kein Problem habt. Am Ende gibt es noch eine spoilerfreie, abschließende Zusammenfassung.

-SPOILER-

Dann stellt sich heraus, das die letzten 300 Seiten des Buches, die ganzen Handlungen und Plottwists eigentlich gar keinen Sinn haben. Alle vorherigen Handlungsstränge werden einfach vergessen, es gibt keine Auflösungen dazu, keine Updates was mit den anderen Charakteren passiert ist, alles andere fällt unter den Tisch. Klar, es war ja auch nicht weiter wichtig.

Elle findet Notizen des Spieleentwicklers, der auch in das Spiel gesogen worden war, aber wieder herausgefunden hat. Seine Thesen für diesen Zustand und irgendwie alles, was er seltsames in dem Spiel vorgefunden hat ist "die Programmierung", zudem erklärt er das die Welt von Ebelle vorher schon existiert hätte, "die Programmierung" hat nur Zugang dazu geschaffen. "Die Programmierung" kann zwar die Welt verändern, aber die existiert auch unabhängig von "der Programmierung". Nichts davon hat für mich als tatsächlicher Programmierer irgendwelchen Sinn gemacht.

Es geht nun nur noch darum, die Spieler wieder aus Ebelle zu vertreiben. Diese Spieler werden als seelenlose, gefühllose, grausame Wesen dargestellt, nicht als Menschen die ein Spiel spielen und einen Charakter kontrollieren. Nein, es sind mordende Bestien die die armen NPCs aus Spass töten und keinen anderen Sinn im Leben haben. Das hat mir dann als MMO Spieler die Hutschnurr ordentlich hochgehen lassen, diese moralisierende, verfälschende und völlig unrealistische Darstellung von Rollenspielern. Und das wo die Autorin doch selbst Spielerin sein soll.

Jedenfalls schafft Elle es nun doch noch etwas Eigeninitiative zu zeigen und Zerstört das Portal mit dem die Spieler in die Welt gelangen. Sie selbst bleibt dabei zurück. Warum das ist nicht so ganz klar, alle anderen Spieler verschwinden damit einfach. Aber gut. Es stört sie dabei auch in keiner Weise, dass sie nun vielleicht ihren Vater, mit dem sie sich doch eigentlich ganz gut verstanden hatte, nie wieder sehen wird.

- SPOILER ENDE-

Ich muss sagen ich habe keine adäquaten Worte um auszudrücken wie sehr ich das Ende gehasst habe. Die ersten 300 Seiten waren ok, nicht berauschen, aber ganz nett. Das Ende war einfach nur abstoßend für mich.
Wie die Computerspieler dargestellt wurden, die völlig konvolute und unsinnig simplifizierte Theorie über eine durch Code eröffnete statt geschaffene Welt, die Tatsache, das der vorherige Plot eigentlich keinen Sinn im Gesamtgefüge des Buches hat und nur Padding ist, all das hat mich einfach nur wütend gemacht. Ich kann dieses Buch eigentlich keinem guten Gewissens empfehlen.


Hollow Earth 03. The Book of Beasts
Hollow Earth 03. The Book of Beasts
von John Barrowman
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,50

3.0 von 5 Sternen Spannungscreep, 25. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
The Book of Beasts ist der 3te Teil der Hollow Earth Trilogie.
Gleich zu Anfang wird man in das Geschehen geschmissen, wo der 2te Band aufgehört hatte. Da ich die Bücher nicht direkt hintereinander gelesen hatte, hätte ich mir da noch etwas mehr Übergang gewünscht.

Ganz besonders am Anfang hat das Buch einige Inkonsistenzen und Logikfehler, die mich nicht so recht ins Buch kommen lassen wollten. So zeichnet Matt zuerst eine Rettungskapsel aus Plastik, mit Feinden konfrontiert will er dann aber kein Gewehr beschwören, weil es zu der Zeit ja in Schottland noch kein Schießpulver gab, nur um kurz darauf stattdessen ein Laserschwert zu erschaffen.
Die Kampfszenen fand ich leider auch nicht besonders gut erzählt, ich hatte immer ein sehr unpassendes Bild der Situation, viele Beschreibungen passten nicht mehr zusammen, wenn man sich die Situation ausgemalt hat.

Diese Fehler werden im Laufe des Buches etwas besser, aber vieles was die ersten Bande gut gemacht hat fehlt: Die Interaktionen der Kinder sind sehr eingeschränkt, da die Zwillinge aufgeteilt sind. Auch ihre Talente kommen wenig beeindruckend zum Einsatz.
Dann ist da noch der Bösewicht in der Gegenwart, der anscheinend auch nur deswegen eingeflogen wurde, weil auf Ems Seite sonst nicht genug Spannung entstanden wäre.

Tatsächlich bin ich der Meinung, dieser Teil hat zu viel Anspannung. Es gibt kaum ruhigere Stellen, die neuen Charaktere bleiben flach und irrelevant, man bekommt keinen Zugang zu ihnen.
Es fehlt einfach der Ausgleich zu der ganzen Dramatik.
Dennoch schafft das Buch es dann noch, das große Ende in die letzten paar Seiten zu quetschen. Die ganze aufgebaute Spannung, die Erwartung an den großen Endkampf werden derbe enttäuscht. Er ist plötzlich da und genau so schnell wieder vorbei.

Ich habe das Gefühl, die Autoren haben sich mit der Trilogie in eine Ecke geschrieben. Spannungscreep, sozusagen. Jeder Teil musste spannender sein als der vorherige, so dass es im letzten Teil einfach gleichzeitig zu viel Spannung war, aber auch keine adäquate Steigerung zum letzten Teil mehr möglich war.

Letztendlich bin ich froh, die Trilogie gelesen zu haben, hätte mir aber dennoch ein würdigeren Abschluss gewünscht.


What If?: Serious Scientific Answers to Absurd Hypothetical Questions
What If?: Serious Scientific Answers to Absurd Hypothetical Questions
von Randall Munroe
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,60

5.0 von 5 Sternen Nerdy Fun, 25. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor dieses Buches ist Physiker, Robotiker und Comikzeichner. Eine interessante Mischung, die ihn für ein Buch wie dieses prädestiniert.
Mit Fachkenntnis, Witz und seinen Zeichnungen bewaffnet beantwortet er von Lesern eingesandte "Was wäre wenn..." Fragen. Von eher mondänen wie "Was wäre wenn alle Himmelskörper plötzlich aufhören würden sich zu drehen" oder "Was wäre wenn das Wasser aus den Meeren ablaufen würde" hin zu absurderen Fragen wie "Wieviele Drucker bräuchte man um Wikipedia auszudrucken und auf dem aktuellen Stand zu halten" oder "Was würde passieren wenn man das Periodensystem der Elemente mit Blöcken der entsprechenden Elemente nachbaut".
Einigen Fragen gibt er auch interessante Spins, z.B. erläutert er nach der bereits oft beantworteten Frage was passiert wenn alle Menschen an einer Stelle simultan springen würden (Spoiler: nichts), wie lange es dauern würde, um alle Menschen wieder zurück in ihre Heimat zu bringen.

Hierbei geht er nicht zu sehr ins Detail. Er erklärt die Grundlegenden Phänomene, manchmal gibt es auch eine Formel zu sehen, aber im groben und ganzen wird nicht alles ins kleinste Detail zerlegt, wie es bei vielen populärwissenschaftlichen Büchern der Fall ist.
Das ist auch ganz gut so, für den wissenschaftsaffinen Leser liest sich das Buch so flüssiger, und bekanntlich sind die exakten Werte eh nicht so wichtig wie das grundlegende Verständnis was passiert und vor allem warum es passiert. Und das bekommt man sehr eindrucksvoll und verständlich präsentiert.

Das Buch ist offensichtlich an eine ganz bestimmte Zielgruppe gerichtet. Für all jene Nerds, Geeks und Naturwissenschaftsfans die sich an schrägen Fragestellungen und obskuren Fakten erfreuen ist dieses Buch ein must-have.


Catherine, Called Birdy
Catherine, Called Birdy
von Karen Cushman
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,49

5.0 von 5 Sternen Das Leben im Mittelalter, 25. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Catherine, Called Birdy (Taschenbuch)
m Jahre 1290 schreibt Catherine, die Tocher eines unbedeutetenden Ritters ihr Tagebuch. Sie ist 14 Jahre alt und soll verheiratet werden. Es missfällt ihr verkauft zu werden wie ein Tier, genauso wie sie auch sonst wenig Interesse an den üblichen Frauenarbeiten wie Spinnen und Sticken hat.
Sie erzählt von ihrem Alter auf der kleinen Burg ihres Vaters, von den Läusen, dem Gestank von Dung, ihrem Alltag, besonderen Feiertagen und ihren Streichen, mit denen sie versucht, potenzielle Verehrer fernzuhalten. Doch jetztendlich findet ihr Vater einen Mann, den sie nicht so einfach loswird. Er ist ungepflegt und unmanierlich und uralt und Catherine kann sich mit ihrem Schicksal einfach nicht abfinden.

Das Buch greift sehr gut auch die unschönen Details des Mittelalters auf: Ungeziefer, das von den Betten gesammelt werden muss, Dung überall, Baden einmal im Jahr, das Bett mit vielen anderen Menschen teilen müssen.
Auch ist die Entwicklung von Catherine von frechem Kind zur verantwortungsbewussten Frau schön, aber subtiel dargestellt.
Am Anfang ist versucht sie, ihren Pflichten und Aufgaben zu entgehen, spielt Streiche und versucht sich sogar an Flüchen.
Später im Buch wird sie durch die Fehlgeburt und Krankheit ihrer Mutter und der unmöglichen Zuneigung ihrer Freundin zu ihrem Onkel weicher. Sie übernimmt pflichtbewusster ihre Aufgaben und zeigt mehr Fürsorge und Mitgefühl.

Ich fand das Buch sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es ist natürlich an Kinder gerichtet, aber ich denke auch als Erwachsener kann man daran Spass haben.
Ich denke Kinder haben in Catherine eine Person, die sie nachvollziehen können, die aber gleichzeitig für ihre Zeit nicht unrealistisch dargestellt ist.


The White Tiger: A Novel
The White Tiger: A Novel
von Aravind Adiga
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,38

3.0 von 5 Sternen Man sollte wohl Indien schon kennen, 25. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The White Tiger: A Novel (Taschenbuch)
The White Tiger ist ein Briefroman. Balram, der Erzähler schreibt eMails an dem Premierminister von China, da er gehört hat das dieser nach Indien kommen wird um sich mit Unternehmern und Entrepreneuren zu unterhalten. Genau so einer ist Balram, und deswegen erzählt er dem Premierminister, wie er zu seinem Unternehmen kam und warum es so viel mehr Unternehmergeist in Indien gibt als in China.

Zu Beginn ist die Geschichte etwas Konvolut. Balram nimmt einige Dinge seiner Geschichte vorweg, philosophiert aber auch viel über Geschichte des Landes, das Schulsystem, verschiedene Punkte seiner Kindheit und springt dabei oft von einem Punkt zu anderen.
Ein paar eMails später, sobald er bei seinem Job als Fahrer ankommt wird es aber linearer und wir bleiben chronologisch bei seinem Werdegang.
Er erzählt über seine Kindheit in einem armen, ländlichen Teil von Indien, seiner Familie und Schule, die er verlassen muss, um die Schulden für die Hochzeit seiner Schwester zurück zu zahlen. Seine Arbeit als Fahrer und seine Ergebenheit zu seinem Arbeitgeber, aber auch seine Beobachtungen der sozialen Situation, den Hühnerstall wie er es nennt, wo die Hühner sich gegenseitig am Ausbrechen hindern, und letztendlich wie er es selbst schafft, den Hühnerstall zu verlassen.

Das Buch ist sicher nicht schlecht, auch wenn ich nur 3 Sterne vergeben habe. Es liest sich flüssig und interessant und man lernt so einiges über das moderne Indien.
Leider fehlt mir aber für das Buch die Perspektive. Es ist ganz offensichtlich ein sozialer Kommentar über Indien, und ich weiss einfach nicht genug über das Land um alles einzuordnen. Viele Verhaltensweisen und Charaktere in dem Buch wirken stark überzeichnet, und ich habe keine Ahnung ob sie das wirklich sind, oder ob es realistische Repräsentationen sind. Das Verhalten von Balram und vielen Bediensteten wirkt einfach falsch, unrealistisch von meiner Perspektive aus.
Es ist als würde man Stand-Up Comedy über ein Land sehen, das man kaum kennt. Die Witze fallen flach.

Auch ist mir Balram sehr unsympathisch weil einfach kaum verständlich für mich. Sein Ausbruch aus dem Hühnerstall, seine moralische Umkehr kommt für mich sehr plötzlich und unerwartet. Da das Buch einen Ich-Erzähler hat fehlt mir die neutrale Perspektive von diesem Land. Ich weiss nicht was hier Ironie ist, was Realismus, was lustig. Deswegen ist das Buch einfach nichts für mich.


The Midwife's Apprentice
The Midwife's Apprentice
von Karen Cushman
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,49

4.0 von 5 Sternen Hebammen im Mittelalter, einfach und kinderfreundlich dargestellt, 25. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Midwife's Apprentice (Taschenbuch)
Das Buch beschreibt wie sich das Leben des obdachlosen Bettelmädchens Beetle, später Alyce, wendet, als die Hebame eines Dorfes sie im Misthaufen findet. Sie wird Gehilfin der strengen und schlecht gelaunten Jane Sharp, lernt ihr Handwerk, freundet sich mit einer Katze an, hat Erfolge und Schickssalsschläge bis sie herausfindet wer sie ist und was sie vom Leben möchte.

Ich fand die Geschichte im ersten Drittel sehr oberflächlich. Die Kapitel erzählen einzelne Szenen sehr kurz und mir wenig Detail. Die Charaktere bleiben zuerst eindimensional und man bekommt wenig persönliches mit, als wird die Geschichte von einem rein beobachtenden Erzähler erzählt.
Erst ab der Mitte des Buches werden die Charatere und ihre Handlungen nachvollziehbarer, man bekommt mehr Hintergrund, mehr Gefühl und Nähe zu der Protagonistin. Das Buch wurde für mich besser und nachvollziehbarer um so länger es ging. Leider ist es nur sehr kurz, das macht den langsamen, schwerfälligen Einstieg besonders schade.

Ich habe mehrfach gelesen, dies Buch sollte man Kindern nicht zu lesen geben, wenn sie noch wenig Ahnung von Geburt oder Schwangerschaft haben, dass es vulgär wäre.
Das Buch erwähnt natürlich viele Geburten, geht aber keineswegs in Details, oder ist grausig oder blutig, obwohl der Vorgang natürlich als schmerzhaft beschrieben ist.
Die exakten Vorgänge werden gar nicht beschrieben, aber es gibt Erwähnungen das ein Kind falsch herum geboren wird und auch dass nicht alle Babies und Mütter die Geburt überleben, aber nur in einem Nebensatz. Tatsächlich kommen letztendlich alle Babies in diesem Buch gesund und munter auf die Welt.
Es werden auch einige Aberglauben im Bezug auf Geburten erwähnt, aber auch funktionierende Kräutertränke und Methoden, wie es eben zu der damaligen Zeit üblich war.


Franzosenliebchen (Grafitäter und Grafitote)
Franzosenliebchen (Grafitäter und Grafitote)
von Jan Zweyer
  Broschiert
Preis: EUR 11,00

4.0 von 5 Sternen Ein Lokalkrimi aus Herne und Umgebung, 25. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der junge Polizist Peter Goldstein wird wegen seiner Französischkenntnisse ins besetzte Ruhrgebiet geschickt, wo in Herne eine junges Mädchen erwürgt wurde. Die Bevölkerung machte französische Soldaten für die Tat verantwortlich, diese wurden aber kurzerhand von dem eigenen Militärgericht freigesprochen. Peter Goldstein soll inkognito ermitteln, ob die Franzosen die Täter stillschweigend laufen lassen haben.

Peter Goldmann ist ein sehr realistischer Hauptcharakter. Gezeichnet durch seinen Dienst im 1sten Weltkrieg ist er gleichermaßen pragmatisch wie idealistisch. Auch wenn man ihn nicht bis in die Tiefe seiner Gefühle kennenlernt so ist der doch trotz aller Fehler ein sympathischer, nachvollziehbarer Mann.

Das Buch zeichnet ein sehr interessantes und tiefgreifendes Bild der Zeit der französischen Besetzung des Ruhrgebiets. Die Beschreibung der Lokalitäten und die Mundart ist sehr gut, wie es sich für einen einheimischen Autor gehört, aber auch die historischen Fakten scheinen mir stimmig und gut recherchiert (ich bin aber kein Historiker).
Allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass das Buch eigentlich nur in 2ter Instanz ein Krimi ist. Die Beschreibung der Stimmung und der Zustände zu der Zeit nimmt die erste Geige ein. Der Widerstand wird beschrieben, Intrigen, Sabotagen, Politisches wird gründlich dargestellt und beleuchtet. Der Kriminalfall ist aber an sich stimmig und auch bis zum Ende spannend.


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