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Rezensionen verfasst von
Enzephalon (Bonn)

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Deathspell Catharsis-Mors Semper Maior Est
Deathspell Catharsis-Mors Semper Maior Est
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Immernoch eine Institution, 8. März 2014
Jaja, die guten Herren von Lay Down Rotten. Schon lange kein Underground Geheimtipp mehr, stehen sie aber trotzdem seltsamerweise noch nicht so weit oben auf der Death Metal Leiter, wie es vielleicht angebracht wäre. Ich kenne die Band schon wirklich lange, oft haben sie bei mir in der Heimat gespielt und ich habe mit meiner Band ebenfalls schon mehr als einmal die Bühne mit ihnen geteilt. Und jeder Auftritt war ein absolutes Brett!
Und das gilt auch für ihre Alben. Ausfälle sind da wirklich nicht bei, selbst der Vorgänger Mask Of Malice, der vielleicht "nur" gut war, kickte immernoch einen Großteil der Kokurrenz lächelnd aus der Tür. Aber egal: Mit Deathspell Catharsis sind wir wieder beim "sehr gut" angelangt! Es klappt also auch ohne Mett-God Jakobi! :) Und das auch noch frisch beim neuen Label Apostasy - warum Metal Blade die Band nich mehr wollte muss man mir zwar erstmal erklären, aber mir solls recht sein!
Natürlich ist die Scheibe so innovativ wie ein Busfahrplan, aber das ist ja total egal! Was soll man denn auch ändern? Die Qualität stimmt, hier wird LDR typisch geballert, dass es eine Freude ist, es wird gegroovt bis der Nacken wird zum Nicken gezwungen wird, die Produktion ist schön drückend-leicht-dumpf-deathig aber verschluckt keine Instrumente, Abwechslung gibts neben dem typischen mal-high-mal-eher-mid-tempo mit Schädelberg etwas deutsches und mit Release into Nothingness ein kleines Instrumental-Intermezzo. Dazu gibts ein feines Cover... was will man mehr?
Alle Daumen hoch dafür!


The Satanist
The Satanist
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 17,14

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrscheinlich eines der besten Extrem-Metal Album überhaupt, 11. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Satanist (Audio CD)
Meine Güte. Ich kanns immer noch nich ganz fassen, was Behemoth hier abgeliefert haben.

Ein bisschen Skepsis war ja doch vorhanden, was Nergal nach seiner Erkrankung abliefern würde. Ein weeeenig Hype war ja schon vorhanden und viel viel viel Gerede. Soll aber alles egal sein.
Was Behemoth hier auf "The Satanist" fabrizieren, ist absolute Champions League!
Zugegeben, ein paar Durchläufe brauchte ich, um von "sehr gut" auf "Weltklasse" zu kommen, aber wenn sich die Songs erstmal in der dunklen Hörhirnrinde festgesetzt haben und man auch bei den etwas vertrackteren Tracks komplett durchsteigt, dann gibts wirklich kein halten mehr. Das Album ist absoluter Wahnsinn, von vorne bis hinten.
Dabei agieren Behemoth so abwechslungsreich wie noch nie, zwischendurch sogar irgendwie groovig-rockig. Trotzdem ist diese erhabene, düstere Behemoth-Stimmung die ganze Zeit vorhanden. Das liegt natürlich an dem perfekt durchchoreografierten Songwriting, aber auch an der erstklassigen Produktion, die allen Instrumenten Luft lässt und herrlich deathig klingt.
Nergal singt bzw schreit so gut wie noch nie, würde ich sagen, wobei auch glücklicherweise auf drölf verschiedene Spuren verzichtet wurde - das hier klingt sehr natürlich!
Was sie genau hier spielen, kann ich nich mal sagen... Death/Black/Extrem blablabla, total egal. Man sagt ja eh eher, eine Band klingt nach Behemoth, als umgedreht. Sie haben ihr eigenes Ding, und das haben sie sich verdient.

Ich kann jedem Freund der härteren Töne jedenfalls nur schweeeeerstens anraten, sich diesen zukünftigen Klassiker zuzulegen. Das ist eine Blaupause für wunderbaren, düsteren, extremen Metal. Ich zieh den Hut!


Opaque
Opaque
Preis: EUR 13,27

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melodic Death aus deutschen Landen mit skandinavischem Einschlag - stark!, 23. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Opaque (Audio CD)
Sechs Jahre hat es gebraucht, bis Nailed To Obscurity den Nachfolger ihres Debuts fertig hatten. In der Zeit ist offenbar einiges passiert, denn mit Raimund Ennenga von den Apostasy-Labelkollegen Burial Vault steht ein neuer Mann hinter dem Mikro!
Also, was ist aus NTO 2013 geworden? Kurz gesagt, eine ganz starke Nummer!
Opaque reiht sich nicht nur nahtlos in die großartigen Death Veröffentlichungen von Apostasy 2013 wie z.B. Overtorture oder Spheron ein, nein, sie bieten auch einen tollen, eigenen Sound, der zwar nich wenig an Insomnium erinnert, aber immernoch eigen und frisch klingt! Der Grundtonus is eher düster-melancholisch, über die Rhytmusgitarre liegt sehr oft eine wirklich etwas finnisch anmutende Melodiegitarre, die die Stimmung glänzend trasportiert. Keyboard brauchen die Jungs nicht, hier kommt mit dem Grundgerüst alles rüber, was gesagt werden musst. Die Produktion ist dabei etwas erdig und voll, die Snare knallt schön leicht dumpf und generell ist nichts zu klar und steril gehalten, eben passend zur Atmosphäre. Dazu gibt es einige tolle Tempiwechsel, wobei man aber selten in den Uptempo Bereich kommt - Midtempo dominiert, zwischendurch wirds auch eher etwas langsamer und getragen. Das erinnert stellenweise etwas an Dark Tranquillity, aber nur vom Aufbau her.
Besonders gut funktioniert die Scheibe übrigens am Stück, das Album ist sehr homogen, die Übergänge zwischen den Songs fließend. Dann baut sich die Atmosphäre auch am besten auf. Ein besonderes Lob gilt neben den tollen Melodien auf Sänger Raimund, der mir hier mit seinem etwas Åkerfeld-ähnlichem Gegrowle irgendwie sogar besser gefällt als bei Burial Vault.
Als i-Tüpfelchen gibts dazu ein schönes, passendes Artwork.
Zu meckern gibts wirklich nich viel... die kleinen clean- oder cleanähnlichen Gesangsschnipsel wirkten für mich erst etwas erzwungen, aber schon beim zweiten Durchlauf störten sie nicht mehr, im Gegenteil.
Fazit: Für mich eine der Entdeckungen und Überraschungen des Jahres. Jeder Melodic Death Fan sollte hier wirklich mal reinhören und sich von der Scheibe wegtragen lassen. Ich sag euch, so ab dem zweiten, dritten Durchlauf rafft man erst wirklich, WIE stark die Scheibe ist! In der Form eine große Bereicherung, nicht nur für den deutschen Melo Death!


Monument in Black
Monument in Black
Preis: EUR 13,15

5.0 von 5 Sternen Deutsche Satyricon? Von mir aus, die Qualität stimmt jedenfalls!!, 6. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Monument in Black (Audio CD)
Kommen wir direkt zur Sache. Viele habens schon gesagt: Klar - Die (neuen!) Satyricon Vergleiche drängen sich direkt ab dem ersten Ton auf. Aber macht ja nix, dem Stil kann ich durchaus was abgewinnen. Trotzdem sind Sonic Reign hier keine bloße Kopie. Black Metal aus Deutschland, bzw. der Black Metal, welcher nicht auf Old School getrimmt wird, hat ja oft eine eigene, etwas progressive Note. Diese ist auch hier deutlich zu erkennen... wenn ich hier ebenfalls einen Vergleich zu Landsmännern ziehen müsste, würde ich Secrets of the Moon nennen!
Das ist, wenn ichs mir recht überlege, auch genau die Lücke, in die Sonic Reign hier preschen: Satyricon + Secrets of the Moon, dazu natürlich eine feine eigene Note, die sich immer mal wieder v.a. bei den Gitarren bemerktbar macht! Fans dieser Bands sollten also mal alle Ohren riskieren!

Der Sound ist zur dunklen, aber nicht zu agressiven (eher überlegten) Stimmung passend gewählt: eher etwas erdig als kalt, nicht auf absolute Klarheit abgemsicht, aber auch ohne Instrumente untergehen zu lassen. Gute Arbeit, definitiv! Und über allem stehen dabei die mehr gesprochenen als geschrienen Vocals, ähnlich der beiden oben genannten Bands. Das zeigt auch hier Wirkung!
Die 7 Tracks sind alle jenseits der 5:30 Minuten, der Titeltrack sogar über 8. Es gibt also in den Songs genug zu hören - weniger was für zwischendurch. Dennoch erscheinen die Lieder bzw. die ganze Scheibe durch m.M.n. gutes Songwriting eher kurzweilig, Langeweile kommt nicht auf, auch die längeren Parts wissen zu gefallen und den Hörer einzuspannen - sei es mit angenehmer Kopfnick- oder hypnotischer Wirkung.

Dazu gibt's ein eher unauffälliges, aber passendes Totenschädel Artwork und die Hoffnung, dass die Band in dieser Qualität weiter macht - und sich vielleicht mal überlegt, doch live aufzutreten, was sie bis jetzt nicht vor hatten. Schade, denn die Scheibe ist einfach nur gut!


The Scarred People (Limited First Edition)
The Scarred People (Limited First Edition)
Preis: EUR 14,43

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Stigma der Vergangenheit... loslassen und genießen!, 4. November 2012
Zuerst: Ich bin Tiamat Fan. Und zwar komplett. Vom Anfang bis heute. Die einzige Ausnahme dürfte Tatsächlich die Amanethes darstellen, mit der ich bis heute nicht warm geworden bin... sie war irgendwie mehr ein Experiment, aber das Songwriting zu schwach über den Verlauf der Scheibe... egal. Ich möchte das nur sagen, damit der geneigte Leser dieser Zeilen weiss, dass ich voreingenommen und nich ganz objektiv bin!

Also, The Scarred People! Das aller, aller Wichtigste: Menschen, Dinge, und Bands verändern sich. Wer Fan der großartigen, erhabenen Klassiker von Astral Sleep, besonders Clouds, und dem Überwerk der Andersartigkeit, Wildhoney, war, aber seit The Deeper Kind Of Slumber oder Spätestens Skeleton Skeletron nichts mehr mit der Veränderung der Band anfangen konnte, möge hier nun aufhören zu lesen und sich die Platte auch nicht zulegen - er wird sich höchstwahrscheinlich nur ärgern.
Ich kann das verstehen. Wirklich! Das Album hat (trotz einiger Stimmen in der Presse, die meinten, es ginge wieder Richtung Wildhoney) nämlich wirklich nichts mit dieser Phase von Tiamat zu tun. Dazu nur kurz: Da kann man natürlich sagen "schade", und das mag irgendwie auch stimmen, aber das ist nun über 15 Jahre her, und man sollte nun wirklich drüber hinwegkommen und sich an diesen großen Meisterwerken weiterhin erfreuen.
Wer die spätere Phase dann noch mochte oder erst seitdem die Band überhaupt erst mag, der sollte nun aber mindestens ein Ohr riskieren! Denn The Scarred People verknüpft eine leichte Weiterentwicklung seit Prey (ich klammere Amanethes wirklich nun aus) mit dieser Phase und resultiert in sehr bekömlicher, angenehmer, melancholischer, Gothic-rockiger Mucker mit Tiamat-ischer Atmosphäre und dem typischen Wiedererkennungswert der Band und Johann Edlunds Stimme und Stil. Die Songs sind wieder mal im Kontext ihrer selbst zu sehn (okay, klingt sehr kryptisch). Also mit mehr Wissen über Text und Aussage entfalten die Stücke ihre Wirkung tatsächlich am besten. Ergo, Booklet zur Hand, und vielleicht mal ein Interview mit Herrn Edlund lesen. Ich hab einiges Erfahren über die - nicht grad neue - Ambivalenz in ihm, die Einflüsse, das auch auf dem Album wiederkehrende Thema "Außenseiter" uvm. Hat mir deutlich mehr Zugang zum Album erlaubt, und ließ sogar im ersten Moment seltsame Songs wie "Messinian Letter" schöner erscheinen, wenn man weiss, dass es da um einen Liebesbrief von seiner Freundin ging, den er bekommen hat, wie es ihm schlecht ging - dann fand ichs schön (jaja, ich Hippie).
Und sowieso: mehr als einen Durchgang gönnen vorm urteilen!
Oft hört man auch was von Sisters of Mercy für Arme... erstes ist richtig, zweites nicht. Dass er Fan der Band ist, gibt Edlund offen zu, aber das macht die Songs nicht schlecht. Generell besticht das Album mit guter Synthie Arbeit, zwischendrin tollen, teils etwas bluesigen Soli und einer generell sehr passenden, bewusst nicht so klar gehaltenen Produktion.
Über die Songs im einzelnen mehr zu schreiben finde ich etwas müßig... wenn man in Stimmung ist, sollte man sich eh das ganze Album geben (auch nichts Neues) und wird dann mit einem, finde ich, tollen Stück Musik belohnt!
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2012 10:47 PM CET


Monolith
Monolith
Preis: EUR 17,57

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen übertroffen!, 5. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Monolith (Audio CD)
"Ich hoffe jeder von Euch genießt das neue Album. Es ist das bisher Beste von uns – das ist wissenschaftlich bewiesen!"
Jajajajajaja, hab ich mir gedacht... die üblichen Sprüche einer Band zum neuen Album. Hier aus einem Interview bei metal.de - über deren Seite ich dann auch (dankenswerter Weise) auf den Stream des Albums gestoßen bin. Tja, und das hat mich dann meine vormals zur Entspannung eingeplante Nacht gekostet!

Denn das Zitat stimmt einfach. Das schon tolle Debut, sowie "Edge of the Earth" waren sehr gute Scheiben, die ich immer noch gern höre - aber hier haben die Briten wirklich nochmal ein dezenten, aber merkbaren Qualitätsschritt nach vorn gemacht! Dabei bleibt das Grundrezept bestehn: Moderner, progressiver Thrash, mit variablen Riffs - mal stampfend, mal treibend, mal groovig - sowie tollen Melodien und verschiedenen Stimmungen lassen dem begierigen Hörer (in dem Fall mir) das Herz aufgehen! Der erste Song "Out from Below" setzt direkt schon mal ein fettes Ausrufezeichen und zeigt sowohl die unterschiedlichen Seiten der Band, also auch wo der Hammer hängt! Und danach wirds noch besser, meiner Meinung nach steigert sich das Album nach hinten raus weiter, und Qualitätsabfälle sucht man vergebens.
Was die Band hier ausmacht bzw großartig macht, vielleicht eben das Stück mehr als in den Vorgängern, ist sehr dezent und in den Kompositionen fast schon versteckt. Ein Tick Vertracktheit hier und da, Stellen, die nicht ganz so eingängig sind und zum Wiederundwiederhören einladen, etwas Clean Gesang zur Abwechslung, die verschiedenen Atmosphären in den Song, und irgendwie das Gesamtpaket, eben ihre ganz eigene Note - ich kanns nicht mal genau benennen.

Jedenfalls geht mir die Mucke voll rein und ich bin ziemlich begeistert über meine persönliche Qualitative Überraschung dieses starken Jahrgangs! Das mag bei ihrer eigenen Art nicht jedem so gehen, und grade Puristen werden meine Begeisterung bestimmt nicht teilen können... aber egal. ^^
Komplettiert was das ganze von einem schönen, unaufdringlichen Artwork, welches hier nicht zu sehen ist - diese goldene Sonne auf schwarz ist nur vom Pappschuber, aber gefällt auch.

Alles in allem eine absolute Kaufempfehlung für Freunde des Genres. Wie immer rate ich trotzdem: Erstmal reinhören! Anspieltipp: Der düstere und grandiose Titeltrack "Monolith" und das direkt folgende, optimistischere und vielseitige "Paradox".


Judas (Ltd.Digipack)
Judas (Ltd.Digipack)

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein Best-Of-Hymnen!, 24. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Judas (Ltd.Digipack) (Audio CD)
Ganz neu ist die Judas von Wisdom nicht, 2010 oder 11 kam sie glaub ich das erste mal raus, ich weiss es nicht mehr genau... allerdings erscheint sie nun, und das ihnen gegönnt, neu via Noise Arts Records! Da hab ich sie auch wiederentdeckt.
Die Jungs präsentieren hier klassischen, stark Heavy beeinflussten Powermetal, der auch von früher stammen könnte - vielleicht sogar muss, würden einige Fortschrittarier sagen. Aber mir gefällts, und ich sag das gleiche wie bei der Retro-Heavy Welle (z.B. Skull Fist oder Steelwing) und der Retro-Thrash Welle (z.B. Suicidal Angels): Es ist mir wurstegal, ob eine Band Musik von heute oder gestern macht, solang was vernünftiges bei rumkommt!
Und hier kommt was bei rum! Die Songs sind sehr klassisch, hymnenhaft gehalten, stark auf den Gasang fixiert, unglaublich eingängig und natürlich kitischig pompös! Also alles, was der klassische Powermetal-Fan liebt! Choräle Refrains, knackige Rgythmen, mal schnell, mal langsam und immer zum Kopfnicken und Faust in die Höhe strecken und spätestens beim zweiten mal Hören zum mitsingen! Es macht einfach Spass, den Jungs zuzuhören. Auch durch die gute, bewusst nicht ganz übertriebene Produktion, aber vor allem natürlich ihre Spielweise klingen sie ganz unverbraucht und frisch und mit offensichtlicher Freude am Spielen.
Also, wer die ganenntenn Sachen mag, und generell Powermetal der kitschigeren Art (ich schaue mal exemplarisch Fans der alten Hammerfall an), der sollte hier zugreifen und wird mit einem tollen Stück gute-Laune-Metal belohnt!


Brumlebassen (Limited Digipack)
Brumlebassen (Limited Digipack)
Preis: EUR 17,96

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich Trollfestig und besser als der Vorgänger, 24. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Brumlebassen (Limited Digipack) (Audio CD)
Hoppla, fast hätte ich übersehen, dass schon wieder eine neue Scheibe der bekloppten Norweger in den Laden kommt! Als ich aber im Norwegenurlaub vor ein paar Wochen in Oslo im Unholy war, und mit dem Barkeeper ins Gespräch kam und wir irgendwie auf Trollfest kamen (die sind ja aus Oslo), hat er mir das Video zu TrinkenTroll gezeigt, welches dort gedreht wurde - und von der neuen Scheibe erzählt. True Story. Zum Glück, sonst hätt ich die vielleicht echt noch verpasst! Dabei ist sie wieder so gut.

Man bekommt hier wieder die ganze Trollfest Beklopptheit und Humor ab, eben das, was man sich v.a. bei guter Laune anhören kann oder muss! Abgedrerhte Melodien, Intonierungen, Rhythmen, komische Instrumente zwischendurch, eben das, was man gewohnt ist! Dann noch Stücke, die man auch am Lagerfeuer mit Kumpels in Norwegischen Wäldern spielen kann, und auch leichte Balladenanflüge bei "Sellout" (toller Songtitel, höhö), wo die Sängerin von Tristania mal ihre Stimme geliehen hat. Und zwischen all dem lassen Trollfest aber auch immer wieder durchblitzen, dass sie wirklich Ahnung von ihren Instrumenten haben und dann poltert wirklich guter, knackiger Folk-Death durch die Boxen. Bis zum nächsten Streich zumindest!

Dass das alles nicht Jedermanns Sache ist, ist ja klar, und wer damit nichts anfangen kann - kein Vorwurf. Ich mags jedenfalls, die Scheibe bringt mir gute Laune. Die Musik und Band hat in ihrer Eigenheit einfach Charme, Herz und Ehrlichkeit - sie wissen genau, was sie tun und wie sie sich geben und scheissen auf alles andere... das macht sie sympathisch!
Ich kann Fans der Band und scheuklappenlosen Abgedrehtheitsfreunden im Metal die Scheibe jedenfalls nur empfehlen, alle anderen sollten wirklich zuerst mal reinhören, ob das was für sie ist. Ich finds toll!


Plague Within
Plague Within
Preis: EUR 18,07

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mir fehlen die Worte..., 20. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Plague Within (Audio CD)
Ja, mir fehlen die Worte. Und zwar in wahrsten Sinne des Wortes. Die Worte, das zu beschreiben, was Maladie hier mit ihrem Debut abliefern.

Die Truppe um Tombthroat Gitarrist Björn Köppler spielt etwas, dass wahrlich schwer zu fassen ist. Als Gerüst dient Black Metal, aber dennoch muss ich sofort sagen, dass Purist lieber einen weiten Bogen um die Scheibe machen sollten! Denn hier kommen Einflüsse hinzu, Melodien, Songstrukturen, Vertracktheiten, Tempiwechsel, dazu reine Klavier-Intermezzi, dass sich jede Schublade und das dazugehörige Denken selbst aus dem Schrank rollt, sich demontiert, und lachend wegrennt. Kranke Vocals, die teils an alte Bethlehem erinnern, wechseln und überlagern sich mit klarem Gesang, mal dominant, mal mal nur begleitend, dazu diese Melodien und Passagen, die sich einem ins Hirn ballern und man dennoch dreimal hinhören muss, um sie zu entdecken, Raeserei wechselt mit Rhythmus, Agression und Melancholie - hier wird eine schwer zu fassende Atmosphäre der Krankheit und des Wahnsinns mit einem letzten klammen Stück Hoffnung und hintergründiger Schönheit garniert, vermählt und wieder zerstört. Mit einem Wort: Großartig!

Das klingt zugegebenrmaßen recht seltsam, und ebenfalls muss man zugeben, dass die Scheibe ein paar Durchläufe brauch um zu zünden und um sich drauf einzulassen, aber dabei entdeckt man immer wieder etwas neues, und sei es nur die Wirkung auf einen selbst, abhängig von der Stimmung. Passend dazu ist auch die tolle Produktion, die jedem Imstrument und jeder Stimme seine Klarheit und Raum gibt, sodass nichts untergeht! Dazu kommt wohl eines der schönster Cover dieses Jahres.

Hier ist Höchstpunktzahl Pflicht, und diese Band sollte man als Freund extremen Metals und weit weggeworfener Tellerränder unbedingt im Auge behalten! Wird das Niveau beibehalten, könnte diese Band der Szene eine Menge geben!


At the Gate of Sethu
At the Gate of Sethu
Preis: EUR 14,01

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zündet nicht sofort - aber dann brennts!, 6. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: At the Gate of Sethu (Audio CD)
Zugegeben, ich bin kein Nile Fan der ersten Stunde, bin erst relativ spät auf die Band aufmerksam geworden. Vielleicht liegt's daran, dass ich mit der neuen Scheibe weniger Probleme hab als so manch anderer, längerer Nile Fan, mit dem ich geredet hab. Obwohl ich die "Probleme" meiner Kollegen, sprich Sound und Vocals, nach nun recht zahlreichen Durchläufen weder subjektiv noch objektiv nachvollziehen kann...

Was ich aber sagen muss: Die Scheibe brauch etwas. Gut, Nile sind jetzt mit ihrem recht technischen Death eh nicht die Zugänglichsten, aber für Fans der Band und des Stils ist das natürlich kein Problem. Trotzdem brauchte die Zündung bei mir etwas länger als bei der "Those whom..." oder der "Ithyphallic". Das liegt zum einen an dem erwähnten Sound. Der kommt nämlich nicht so drückend daher wie auf dem Vorgänger, und ich mochte schon fast von schwachbrüstig reden. Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich aber dran, und wenn man den Silberling dann auf einer vernünftigen Anlage hört und die Lautstärke ein bisschen höher als auf sonttagsnachtsundruhederkleineschläft dreht, dann gibt's kaum noch Probleme. Denn dann merkt man auch das, was der gute Herr Sanders jüngst sagte:

"Sethu is a ricicuously clean album ; which is just not going to sound as good : A. If You are listening on your laptop instead of an actual music system , B. Because The ripped version mp3 file compression is very unkind to the squeaky clean production of Sethu . We made this dic to sound Amazingly clean and clear - to hear every last note"

Und das stimmt. Hier kommt dann alles klar durch, was ein etwas anderer Ansatz ist, aber auch zu gefallen weiss! Vor allem Kollias' wie üblich großartiges Drumming bekommt hier etwas mehr Raum, ohne von Gitarrenwänden unterdrückt zu werden! Und ja, Bass ist auch da! ;)
Die Probleme, die viele mit den Vocals haben kann ich gar nicht verstehen. Vielleicht deswegen, weil ich selbst Vocallist bin, keine Ahnung. Aber war mir zu keinem Zeitpunkt negativ aufgefallen. Okay, klingt etwas uriger, und ein paar Experimente sind auch drin, aber das sehe ich nicht als schlecht!
Also: Konzentrieren auf die Songs. Und die sind, meiner Meinung nach durchweg sehr gut - gewohnte Nile Qualität! Was das bedeutet, muss ich ja gewiss nicht erklären. Jemand, der von Death keine Ahnung hat, findet eh nich zu Nile, hehe...
Atmosphärisch kommt die Platte, wohl auch durch den Sound, etwas beklemmnder daher, finde ich. Aber ansichtssache. Meine bisherigen Favoriten und Anspieltipps wären "The Fiends Who Come To Steal The Magick Of The Deceased" und "Supreme Humanism Of Megalomania".

Sonst... Wieviel da jetzt noch an "alten Nile" drinsteckt, wie in einer anderen Rezension bemerkt, kann ich, als wie gesagt nicht-uralt-Fan, auch nicht wirklich beurteilen.
Für mich ist das Album jedenfalls stark, macht Laune, die Aufmachung ist auch sehr fein, es gibt wieder ausführliche Linernotes - ich bin rundum zufrieden, und kann das Album jedem Freund des technischem Deaths bedenkenlos empfehlen!


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