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Enzephalon (Bonn)

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At the Gate of Sethu
At the Gate of Sethu
Preis: EUR 15,49

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zündet nicht sofort - aber dann brennts!, 6. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: At the Gate of Sethu (Audio CD)
Zugegeben, ich bin kein Nile Fan der ersten Stunde, bin erst relativ spät auf die Band aufmerksam geworden. Vielleicht liegt's daran, dass ich mit der neuen Scheibe weniger Probleme hab als so manch anderer, längerer Nile Fan, mit dem ich geredet hab. Obwohl ich die "Probleme" meiner Kollegen, sprich Sound und Vocals, nach nun recht zahlreichen Durchläufen weder subjektiv noch objektiv nachvollziehen kann...

Was ich aber sagen muss: Die Scheibe brauch etwas. Gut, Nile sind jetzt mit ihrem recht technischen Death eh nicht die Zugänglichsten, aber für Fans der Band und des Stils ist das natürlich kein Problem. Trotzdem brauchte die Zündung bei mir etwas länger als bei der "Those whom..." oder der "Ithyphallic". Das liegt zum einen an dem erwähnten Sound. Der kommt nämlich nicht so drückend daher wie auf dem Vorgänger, und ich mochte schon fast von schwachbrüstig reden. Im Laufe der Zeit gewöhnt man sich aber dran, und wenn man den Silberling dann auf einer vernünftigen Anlage hört und die Lautstärke ein bisschen höher als auf sonttagsnachtsundruhederkleineschläft dreht, dann gibt's kaum noch Probleme. Denn dann merkt man auch das, was der gute Herr Sanders jüngst sagte:

"Sethu is a ricicuously clean album ; which is just not going to sound as good : A. If You are listening on your laptop instead of an actual music system , B. Because The ripped version mp3 file compression is very unkind to the squeaky clean production of Sethu . We made this dic to sound Amazingly clean and clear - to hear every last note"

Und das stimmt. Hier kommt dann alles klar durch, was ein etwas anderer Ansatz ist, aber auch zu gefallen weiss! Vor allem Kollias' wie üblich großartiges Drumming bekommt hier etwas mehr Raum, ohne von Gitarrenwänden unterdrückt zu werden! Und ja, Bass ist auch da! ;)
Die Probleme, die viele mit den Vocals haben kann ich gar nicht verstehen. Vielleicht deswegen, weil ich selbst Vocallist bin, keine Ahnung. Aber war mir zu keinem Zeitpunkt negativ aufgefallen. Okay, klingt etwas uriger, und ein paar Experimente sind auch drin, aber das sehe ich nicht als schlecht!
Also: Konzentrieren auf die Songs. Und die sind, meiner Meinung nach durchweg sehr gut - gewohnte Nile Qualität! Was das bedeutet, muss ich ja gewiss nicht erklären. Jemand, der von Death keine Ahnung hat, findet eh nich zu Nile, hehe...
Atmosphärisch kommt die Platte, wohl auch durch den Sound, etwas beklemmnder daher, finde ich. Aber ansichtssache. Meine bisherigen Favoriten und Anspieltipps wären "The Fiends Who Come To Steal The Magick Of The Deceased" und "Supreme Humanism Of Megalomania".

Sonst... Wieviel da jetzt noch an "alten Nile" drinsteckt, wie in einer anderen Rezension bemerkt, kann ich, als wie gesagt nicht-uralt-Fan, auch nicht wirklich beurteilen.
Für mich ist das Album jedenfalls stark, macht Laune, die Aufmachung ist auch sehr fein, es gibt wieder ausführliche Linernotes - ich bin rundum zufrieden, und kann das Album jedem Freund des technischem Deaths bedenkenlos empfehlen!


Phantom Antichrist
Phantom Antichrist
Preis: EUR 6,66

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreator in Höchstform! Abartig geil!, 1. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Phantom Antichrist (Audio CD)
Puh! Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal so oft eine neue Scheibe am Stück gehört habe! Phantom Antichrist stand überraschender- und glücklicherweise schon Mittwoch im Plattenladen meines Vertrauens, und seitdem ist Dauerrotation angesagt!
In Zeiten wo viele Bands den Thrash-von-früher frönen (und das teils ja auch gerne und gut), scheinen Kreator sich gesagt zu haben "Nö, wir machens mal moderner", und heben ihren Sound anscheinend kinderleicht und homogen auf eine neue Ebene. Rausgekommen ist wohl das abwechslungsreichste und auch melodischste Album der Essener, aber auf schwindelerregend hohen Niveau!
Genug Arschtritt nach bester Kreator Manier ist jedenfalls immernoch vorhanden, aber mit eingestreuten Heavy Einflüssen, die an Maiden oder Priest erinnern, sowie eine Prise Bombast und sogar zwischendurch mal Klargesang. Das sollte aber keinen Fan abschrecken, denn die Qualität der Songs ist so extrem hoch, die Gitarren so unverschämt geil (Sami du GOTT! ^^), der Drumsound perfekt und Milles Geschrei wie gehabt stark, sodass für alle was dabei ist und sie die schmalen Grenzweg zwischen was-neues-machen und ihrem-Stil-treu-bleiben fast schon mühelos meistern. Hier klingt alles wie aus einem Guss. Ich bin jedenfalls immernoch ganz hin und weg, könnte auch keinen konkreten Anspieltipp nennen, weil einfach alle Songs zünden. Bin mal gespannt wie des live rüberkommt, aber Hymnen wie "From flood into fire" oder "United in Hate" werden garantiert die Meute begeistern, genauso wie der Titaltrack und "Your Heaven, my hell" und ach, eigentlich alles!
Kreator lassen hiermit jedenfalls meiner Meinung nach alle anderen Genrevertreter spielend hinter sich und zeigen, dass bei ihnen und im Thrash definitiv noch nich alles gesagt ist!
Pflichtkauf, und Anwärter auf Album des Jahres, und dass heisst was bei dem starken Jahrgang bis jetzt!


Mayhem Maniac Machine
Mayhem Maniac Machine
Preis: EUR 13,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die perfekte Death Scheibe?, 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Mayhem Maniac Machine (Audio CD)
Deadborn sind wieder da, 5 lange Jahre nach ihrem schon grandiosen Debüt "Stigma Eternal" legen sie endlich mit "Mayhem Maniac Machine" nach. Und wie sie nachlegen!
Meine Güte, dieses Jahr kam ja schon einiges an großartigen Death Scheiben raus, ich nenne da mal nur Cannibal Corpse, Hour of Penance, Charon, Burial Vault und und und. Aber Deadborn setzen hier sogar noch ein Schippchen drauf! SO kann und soll Technical Death klingen! Abwechslunsgreich, technisch unglaublich versiert, dazu noch auf ihre eigene Art und Weise eingängig - hier wird dem Todesbleifanatiker alles geboten! Natürlich muss man sagen: Die Scheibe ist hart. Freunde seichterer "Party-Death" Töne mögen sich eventuell nicht ganz angesprochen fühlen, aber wenn ein Album Werbung für ein Genre machen kann, dann dieses. Schnelle, brutale Salven wechseln mit technischen Überparts und groovigen Zwischenspielen, bis dann wieder mit Sinn und Verstand die grobe Kelle ausgepackt wird, dass einem das Herz aufgeht. Dazu ein herrlicher Sound, der allen Instumenten ihren Platz lässt und nichts verschluckt, ein cooles, zum Album passendes Artwork - einzig die Spielzeit könnte was länger sein, knapp 35 Minuten sind nicht das allermeiste, aber dafür bekommt man auch pure Qualität ohne Durchhänger oder Abfälle. Freunde von Bands wie z.B. Suffocation, Sinister, und v.a. Necrophagist haben die Scheibe gewiss eh schon sehnlichst erwartet und bezogen (wenn nicht, dann los jetzt) und sonst sei auch jedem Deathmetaller tunlichst geraten, sich diesen künftigen Genreklassiker in den Schrank zu stellen.
Ich weiss, dass klingt hier alles sehr euphorisch, aber hörts euch einfach an, denn die Scheibe spricht definitiv für sich!


DNA Phantom Effect
DNA Phantom Effect
Preis: EUR 6,93

5.0 von 5 Sternen Industrial Thrashmetal mit Herz, Hirn und Wumms!, 7. März 2012
Rezension bezieht sich auf: DNA Phantom Effect (MP3-Download)
Dimenzion:Psychosphere dürfte hierzulande wirklich nur den größten Kennern ein Begriff sein. Die Mannen um Tov Aanonsen (Gitarre, ehemals Drummer bei Harm, die ihrerseits letztes Jahr mit Demonic Alliance eine fette Thrash Keule hingelegt haben), Frank Hagen (Keayboards, Ex-Trail of Tears) und Erik Mortensen (Basser bei Communic) sind sogar in ihrer Norwegischen Heimat nicht wirklich bekannt. Dies allerdings völlig zu unrecht! Denn gut aus den Lautsprechern ballern konnten die Herren mit ihrem Industrial Thrash schon immer, aber mit "DNA Phantom Effekt" haben sie meiner Meinung nach einen großen Schritt nach vorne getan und halten locker internationalen Vergleichen stand. Einmal den Regler von Pop- auf Metal-Lautstärke gestellt ballert die Scheibe einen quer durch den Raum. Fette, industrialtypische Riffs, tiefer Bass, Stimmungs- und Tempiwechsel, und das alles untermalt von den passenden, zwischen etwas verzerrt geschrieenen und mal cleanen Vocals von Jan Vigeland ergeben eine angenehm harte, aber eingängige und qualitativ absolut hochwertige Mischung. Ich empfehle "Speech" als Hörbeispiel, welches die Seiten der Band ganz gut zeigt.
Definitiv eine Band, die es sich lohnt zu unterstützen!


A Vision of the Final Earth
A Vision of the Final Earth
Preis: EUR 18,03

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Future Extreme Metal, 4. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: A Vision of the Final Earth (Audio CD)
Future Extreme Metal... so nennen die Engländer Nexus Inferis ihren Stil. Aha. Wie herrlich vielsagend... nicht! Hab ich mir zumindest zuerst gedacht. Ist aber letztendlich doch irgendwie passend.

Aber der Reihe nach: Aufmerksam geworden bin ich auf die Band durch ihren Gewinn beim Rock the Nation Award. Immerhin sind da schon großartige Bands wie Suicidal Angels, Steelwing oder Skull Fist bei rausgekommen. Und jetzt mit Nexus Inferis ein ganz anderer Stil. Ich war auch zuerst etwas skeptisch, weil die Reviews von sehr gut bis sehr schlecht ziemlich variierten. Und nach einigen Durchläufen kann ich auch genau verstehen, warum und was man der Scheibe nicht mögen kann, bzw. mögen muss. Man sollte nämlich kein Problem haben mit: Schnellen Death. Klinischen Drums und absichtlich etwas sterile Produktion. Synths, Electro-Sounds, Sprache etc mit ziemlichem Space-touch. Und das alles mal mehr mal weniger gemischt, von faaaast reinen Todesmetallgranaten wie Tremor bis dem verstörend-elektro-synth-irgendwas Stück "Destroyed Aperture" als Zwischestück. Ich betone mal, man sollte das alles mögen, weil die Scheibe, wie ich finde, am Stück am definitiv besten funktioniert! Und wenn man das alles mit den Texten und der aus der Musik resultierenden Atmosphärte verbindet, dann passt "Future Extreme Metal" irgendwie, obwohls nur ein (sehr gelungener, eigener) Mix aus bekannten Sachen ist, mit Grundbaustein m.M.n. Deathlastigem Dark Metal.

Also... wer mit den genannten Sachen oder dem Mix ein Problem hat, der sollte lieber einen Bogen um die Scheibe machen. Wem sowas gefällt (wie mir), der bekommt hier eine echt sehr geile Scheibe geliefert, mit einem Sound, den ich in der Mischung noch nich gehört hab! Mal sehen was von denen in Zukunft noch kommt. Feine Sache! Aber vorher Reinhören empfohlen!


Bloodbath
Bloodbath

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man kommt an den Jungs nich vorbei..., 4. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Bloodbath (Audio CD)
Da sind sie ja wieder, die Vorzeige-Old-School-Thrasher von Suicidal Angels! Tja, und was soll man sagen, nichts groß Neues aus dem Staate Griechenland! Und das ist auch gut so.

Die Angels haben definitiv ihren Stil gefunden. Old School Thrash, zwischen Slayer, Kreator, Sodom, Sepultura, alles irgendwie zusammengewürfelt und mit eigem Gewürz versehen. Und das funktioniert auch weiterhin prima! Ich muss wirklich sagen, ich kann beim Hören der Scheibe null Aussetzer oder große Schwächen finden. Sie zelebrieren hier alles, was ich an dem Genre hören will: Geschwindigkeit, Agression, gutes Songwriting. Alles da. Hier und da kommt mal etwas mehr Melodie hoch als früher, aber insgesamt steht der Fuß meistens auf dem Gaspedal mit saftigen Riffs und schnellen Soli! Abwechslung gibts vor allem bei den längeren Titeln "Morbid intention to kill" und "Bleeding cries", und v.a. Letzterer ist ein Bockstarker Song, der zeigt, was die Jungs im Midtempo so können und irgendwie mein momentaner Favorit des Albums. Der Gesang ist ähnlich wie beim Vorgänger "Dead Again", also zum Glück etwas mehr in den Vordergrund gemischt.

Zusammengefasst: Wer auf den Old School Thrash von Qualität steht, kann über fehlende Innovation oder sonstwas meckern wie er will, man kommt an den Griechen aber einfach nich vorbei. Die sind einfach gut...


Craving
Craving
Preis: EUR 13,98

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als ordentliches Debut, 25. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Craving (Audio CD)
Ok, zuallererst: Leicht gemacht haben Craving es mir nicht! Aber der Reihe nach...

Gestossen bin ich auf die Truppe eher zufällig und über zwei Ecken, und hätte sie auch fast schon als "egal" abgetan, bis mir ein Probesong von ihrem Debutalbum vorgesetzt wurde. Der hatte mich beim ersten Hören auch noch nicht 100%ig überzeugt, allerdings ging mir diese verdammte, eingängige Melodie von "V les! (Into the forest)" (Song 7 auf dem Album, wer sich wundert, da sind halt komische russische Buchstaben, und als so steht der Song auf deren Facebookpage drin, hehe) nicht mehr aus dem Schädel. Und beim Versuch, mir den Ohrwurm wegzuhören (und nochmal und nochmal) haben sie mich dann erwischt. Album wurde besorgt, und ja, dass war eine gute Entscheidung.
Zwar musste ich mich auch dort etwas einhören, aber seitdem lässt mich die Scheibe nich mehr los. Hier kommt einiges zusammen: Eine Mischung aus Melodic-Death und -Black, irgendwas mit Pagan/Folk, aber ohne Keyboards. Sehr schnelle und böse Parts wechseln mit ruhigen und melodiösen ab (wobei sich des öfteren eine Art Gute-Laune-Melancholie einstellt, schwer zu beschreiben), dazu mit Aufnahmen in Deutsch, Englisch und Russisch(!) sprachlich mal was wirklich nicht alltägliches, und zwei Gastmusiker mit gelungenen Auftritten - einmal Helge Stang (muss wohl Fans des Genres nicht vorgestellt werden) und Sole Genua (wer von ihr noch nichts gehört hat sollte dies mal nachholen, macht gutes Zeug, die Frau...). Sänger Ivan Chertov bekommt zwar keine Innovationspreise, macht die Sache aber ordentlich. Generell überkommt mich beim Hören der Gedanke, dass sie gewiss eine geile Liveband sind, aber das Vergnügen hatte ich noch nicht.
Für den Mix zeigt sich - was mich verwundert hat - Sebastian "Seeb" Levermann verantwortlich, der mit seiner Bombast-Power Truppe Orden Ogan normal stilistisch ganz woanders unterwegs ist und der Platte einen für das Genre relativ klaren Sound verpasst hat, den ich zuerst etwas unpassend fand, aber nach kurzer Eingewöhnung nun gar nich schlecht finde. V.a. da sich beim mehrmaligen Hinhören so einige Passagen rauskristallisieren, die deutlich aus dem Heavy-Sektor kommen, sich aber geschickt einordnen.

Was soll ich zusammenfassend sagen... wir haben hier ein mehr als ordentliches Debutalbum einer jungen Melodeathblackpagantruppe, welches wohl ein bisschen Zeit brauch um sich aus der Masse herauszuheben, aber sich dann definitiv lohnt - hier is mehr drin als man glaubt, und dann macht die Scheibe richtig Spass! Selbst mit Kükenbonus - das haben andere Bands des Genres am Anfang nicht so hinbekommen.
Aufgeschlossene Fans der Genres können mal ein Ohr riskieren und Fans von alten Suidakra, Equilibrium, Wintersun etc. sowieso.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 20, 2014 9:50 PM MEST


Ekpyrosis (Periodic Destruction)
Ekpyrosis (Periodic Destruction)
Preis: EUR 10,52

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melodic Death von damals, als die Keyboards noch aus Holz waren!, 24. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ekpyrosis (Periodic Destruction) (Audio CD)
Burial Vault, mit denen habe ich mit meiner Bands 2010 die Newcomer Stage auf dem Metalfest geteilt, und fand sie da schon super. Danach sind sie irgendwie ein wenig aus meinem Blick verschwunden - umso mehr freute es mich, wie sie mir auf einmal auf Facebook, im Legacy, Rock Hard Forum und sonstwo beim neuen Label Apostasy Records mit einer neuen Scheibe entgegen strahlten!

Und was soll ich sagen, ich find sie immernoch großartig. Sie machen quasi das (und zwar richtig gut), was im Moment im Heavy und Thrash dauernd fabriziert wird: schöner, frischer Metal der alten Schule - nur hier eben Melodic Death! Und zwar den von Zeiten, wo In Flames noch nicht ihre Eier irgendwo in einem schwedischen Wald verloren haben und Riesenradvideos drehen, und Keyboards noch nicht das Trendmark im Melo Death sind.
Hier treffen eben seehr alte In Flames und Dark Tranquillity auf At the Gates, Dismember und Konsorten, aber mehr als Verneigung an deren Sound, denn als Plagiat. Denn genug eigene Note (wenn auch nicht grade Innovation, aber die ist anscheinend auch nicht gewollt) steckt immernoch drin - dafür sorgen neben den mehr als ordentlichen Growl- und Kreisch-Vocals des Sängers vor allem das gute Songwriting. Es gibt immer mal so einen Part, eine Gitarre oder sonstwas, der sich in den ohrwurmaffinen Gehörgang einkleistert! Hachja... ich finds schön! Harte, schnelle Gitarren wechseln sich ab oder paaren sich mit schönen Melodien, Melancholie und Groove. Davon bitte in Zukunft mehr!


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Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 44,49

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Band an sich ist doch schon ein Best-Of!, 20. Januar 2012
Eine Best-Of von Blind Guardian... wie stellt man sich das vor? Alle Songs auf Zettel schreiben, und dann aus einem Hut ziehen? Passt schon, egal was kommt, ist ein Best-Of! ;)

Aber im ernst: Blind Guardian haben in ihrer langen Karriere so viele unglaublich gute Songs geschrieben, dass sogar die 3 CD Version theoretisch zu wenig ist (man merkt: hier spricht ein Fan)! Trotzdem mussten bzw. wollten sie sich entscheiden, und nun ist sie da, die erste BG Best-Of, mit einem Rundumschlag ihres Schaffens, Remixed und Rerecorded (sogar wieder mit Kai Hansen bei Valhalla, hehe).

Natürlich stellt sich, wie bei vielen Best-Ofs, die Frage: Brauch man sowas überhaupt? Lohnt sich das überhaupt? In diesem Fall: Definitiv.
Sollte es tatsächlich noch Metaller auf der Welt geben, die die Gardinen noch nicht kennen oder was von ihnen besitzen, die bekommen hier die volle Ladung unglaublich guter Songs, der sie augenblicklich zu Fans werden lässt; und die, die schon Fans sind und die ganze Diskographie zu Hause haben (wie ich), freuen sich, dass man neue Rexime und Aufnahmen bekommt und sich nicht nur das in den Schrank stellt, was man schon hat. Dabei sei mal dahingestellt, ob man nun die alten oder neuen Aufnahmen mehr mag, und das soll auch hier keine Rolle spielen, denn über die Qualität der Songs lässt sich selbstverständlich nicht streiten.
Dass dem ein oder anderen und auch mir vielleicht der ein oder andere Songs fehlt (wo zur Hölle ist Banish from Sanctuary?? ^^), ist bei der riesigen Auswahl denke ich ganz normal. Objektiv gesehen ist dies jedenfalls ein toller Einblick in das ganze Schaffen der Krefelder.
Und dass in der 3-CD Version auch noch die Lucifer's Heritage Songs sind, is noch das Sahnehäubchen - jeder Sammler und Fan wird wissen, wie schwierig diese heutzutage zu bekommen sind. ;)

Also, kurz gesagt: Eine absolut lohnendes Paket, sowohl für Fans als auch für Neueinsteiger. Eine vorbildliche Best-Of, wo sich andere Bands mal eine Scheibe von abschneiden könnten!

Selbstverständlich 5 Sterne, alles andere ist Unsinn.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2012 12:32 AM MEST


Clockwork Udder (Ltd. Digipak)
Clockwork Udder (Ltd. Digipak)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jaja, die komischen Ziegen..., 19. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Clockwork Udder (Ltd. Digipak) (Audio CD)
Da sind sie ja wieder. Die Ziegen. Glaube, die haben auch nie Pause... sie touren ja quasi ununterbrochen, man sieht sie auch dauernd auf Festivals, und Zeit für CDs im Jahresrhythmus und Videos (die 2 bisher vorhandenen zur neuen Scheibe kann ich nur empfehlen, hehe) ist auch noch. Was ich dabei nur interessant finde: Bei diesem ganzen Schlag-auf-Schlag leidet die Qualität nicht. Im Gegenteil, irgendwie gefällt mir grade die neue Scheibe sogar ein Stück besser als der Vorgänger... kann aber ncih genau sagen warum. Das Rezept wurde ja nich groß geändert, warum auch... schmeckt doch. Wieder mal ne Scheibe mit Druck, Groove und abgedrehtem Humor, läuft! Zugegeben: Muss man mögen, wie bei so vielem. Einigen mögen die Ziegen zu affig sein, und andere gehen ab wie Sau! Ich erfreue mich jedenfalls immer wieder daran, auch an den Liveauftritten, bei mir muss nich alles bierernst sein. Und wenn ich mal bedenke, wie die Jungs sich gemacht haben (sie erzielen ja auch durchgängig gute Reviews, v.a. live, und das zurecht), is das schon ne respektable Nummer. Dazu persönliche Erfahrung dazu: War mal mit meiner Band Vorband von End of Days, irgendwand mitte 2009, und als mittlerer Slot im Line-up spielte da eine komische neue kleine Truppe mit Lay Down Rotten Gitarrist namens "Milking the Goatmachine" (damals noch ohne Ziegenmasken auf der Bühne)... und ich hab da schon gedacht "oha, des is ja schon irgendwie sehr geil aber auch seltsam... gute Mischung, aus den könnt was werden." Hatte ich wohl zumindets ein bisschen recht! ^^

Also: Wer Die Milkings vorher schon mochte: bedenkenlos zugreifen. Wer sie vorher nicht mochte, wird sie jetzt höchstwahrscheinlich auch nich mögen. Wer sie noch gar nich kannte: riskiert mal ein Ohr und einen Blick, lohnt sich! Aber vorher Stock ausm Hintern ziehn, falls vorhanden, hehe... ;)


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