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Rezensionen verfasst von
Genussleser

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Meister der Zeit: Die Uhr mit den Kupferintarsien
Meister der Zeit: Die Uhr mit den Kupferintarsien
von Ann-Merit Blum
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nett, 15. August 2010
Eine Frau, die den gesellschaftlichen Zwängen der 19.Jahrhunderts unterworfen, aber dennoch aufgeschlossen und mutig, klug und neugierig genug ist, sich auf magischen Phänomene einzulassen, zu lernen, wie man nicht nur Uhren, sondern Zeitmaschinen baut. Eine sehr hübsche Idee wird hier entwickelt. Leider hält die sprachliche Ausarbeitung nicht ganz, was die Idee verspricht.


Der Fremde
Der Fremde
von Hans S Link
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach ein gutes Buch, 15. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Fremde (Broschiert)
Der Fremde ist eins der seltenen Bücher, die mich überrascht haben.

Auf den ersten Blick eine ganz normale, wenn auch spannende Abenteuergeschichte mit mittelalterlichem Hintergrund und einer kleinen Romanze,findet man beim Lesen immer mehr Zugang zu den ungeheuer lebendig gezeichneten Charakteren. Fast glaubt man, sie berühren zu können.

Auch sprachlich ist DER FREMDE eines der schönsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe und braucht in dieser Hinsicht keinen Vergleich zu scheuen.

Wie gründlich die Autorin fachlich recherchiert hat, kann man erst einschätzen, wenn man selber versucht hat, sich sachkundig zu machen, sei es in Naturwissenschaften, Tierhaltung, mittelalterliche Lebens- und Arbeitsweise oder anderem. Aus diesem belletristischen Werk kann man lernen, ohne dass das Buch belehrend wirkt. Das habe ich in dieser Form früher bei Karl May geschätzt, freilich ohne dass dessen Sprache so leicht verdaulich gewesen wäre.

Die Geschichte fließt spannend, aber leicht und angenehm lesbar vor sich hin, und manches Mal habe ich beim Lesen die Zeit vergessen und bin deutlich zu spät ins Bett gekommen. Man will immer noch mehr von diesen Leuten und ihren Erlebnissen erfahren. Man will wissen, wie sie das jetzt schon wieder unerwartet aufgetauchte Problem lösen, oder jenen Rückschlag bewältigen. Als der kleine Junge starb, war ich fassungslos, weil es so plötzlich und sinnlos geschah!

Als jemand, der beruflich mit der Integration von Randgruppen zu tun hat, bin ich davon fasziniert, dass die Autorin mit der Fremdenfeindlichkeit, der Furcht vor Unbekanntem, mit der Diskriminierung von Frauen, Ausländern, Nichtsesshaften, Heilkundigen, Andersgläubigen, Gauklern, usw im Mittelalter ein gravierendes Problem unserer Zeit aufgegriffen und unaufdringlich zur Diskussion gestellt hat. Hier ist es gerade der Ausländer, der tolerant und gebildet ist, der aber nicht nur vor den fremden Kulturen und Lebensweisen Respekt hat,sondern auch vor seiner eigenen. Die Globalisierung, die Macht weltweit agierender Konzerne droht vielen Menschen die kulturelle Identität zu rauben, manche versuchen sich mit Gewalt oder sogar Terrorismus dagegen zu wehren. Wanja Bajarin, der Fremde, integriert die ganze Welt in sein Wertesystem, ohne sich selber aufzugeben.

Der Fremde erzählt eine spannende Abenteuergeschichte, eine entzückende (weil herrlich verklemmte)Romanze, gibt ein lebendiges Bild vom Leben im Mittelalter, regt zum Denken und Nachdenken an. Man kann mitfiebern, lächeln, sich sorgen, verachten und lieben mit den Charakteren dieses Buches. Es steht inzwischen zu Recht im Finale des Deutschen Phantastik Preises 2010 als bestes deutschsprachiges Romandebüt an erster Stelle. Ich wünsche ihm den Sieg und mir eine möglichst baldige Fortsetzung. Über 500 Seiten bekommt man für den Kaufpreis, und sie sind eng beschrieben, aber ich will mehr davon!


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