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Rezensionen verfasst von
C. Schäfer (Nagold)
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Alien: Isolation - Ripley Edition - [PC]
Alien: Isolation - Ripley Edition - [PC]
Preis: EUR 9,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Furcht und Frust, 29. Dezember 2015
Alien Isolation gehörte zu den Spielen, bei denen ich sofort sagte: „Will ich haben!“, auch wenn die Kritiken etwas gemischt waren. Aber alleine das Spielprinzip reizte mich sehr, ohne je so ein Spiel gespielt zu haben.
Kein „Ich bin der Supersoldat, mit der riesen Kanone und ich schieße alles weg.“ Und auch kein „Gegner 1 steht dort und wenn ich lade steht er immer noch da und wird jedes Mal das selbe machen.“

Bei Alien Isolation wurde mir versprochen, dass das Alien stets eine reale Gefahr ist (keine zwar schöne Skrips Schocker, die aber nur vor einem ablaufen), dass man es nicht einfach so aufhalten kann und es nicht immer exakt so reagieren würde wie zuvor. Ich stellte mir das unglaublich spannend und atmosphärisch vor und ja, ich würde nicht enttäuscht.
Ich hatte Angst, ich hatte Herzklopfen und ich war bis ans äußerste Angespannt, wenn das Alien in der Nähe war. So etwas erlebte ich bis jetzt bei keinem anderen Spiel, denn kein noch so gut geskriptes Spiel, kann es mit der Unvorhersehbarkeit dieses Spielemechanismus aufnehmen. Das bedeutet jetzt nicht, dass Alien Isolation überhaupt nicht geskriptet ist (besonders in den letzten zwei Missionen nimmt es doch etwas überhand), aber der wahre Horror generiert die Unberechenbarkeit des Aliens.

Nur leider ist das auch die größte Schwäche von dem Spiel, den dadurch kann es ziemlich frustrierend werden, denn das Alien verzeiht kaum Fehler. So kann es vorkommen, dass man bei fünf Versuche immer wieder in den selben Raum geht, und das Alien nie da war, aber beim fünften Mal ist es doch schon dort und dann gibt es kein Entkommen mehr, denn sobald es einen wahrgenommen hat, kann man nicht mehr davonlaufen, auf jeden Fall zu beginn, aber dazu später mehr.

Erst einmal einen Einblick, wie das Spiel aufgebaut ist. A.I. ist ein Survival-Horror-Spiel in der Ego Perspektive. Es ist also kein Ego-Shooter, was man schnell daran merkt, dass sich die wenigen Waffen wie Werkzeuge verhalten. So muss ständig den Knopf fürs anlegen gedrückt gehalten werden um mit der Waffe schießen zu können und dann bewegt man sich auch nicht mehr so schnell wie zum Beispiel beim Drehen um die eigene Achse. Auch schaltet man im Spiel nicht wirklich viele Gegner aus. Es gibt Ego-Shooter, wo man schon in der ersten Mission mehr Gegner eliminiert, wie im ganzen Alien Isolation. Wer also eher ein Spiel wie Alien vs Predator erwartet ist hier völlig falsch.
Das Spiel lebt hauptsächlich davon, dass man schleicht und sich versteckt und alles was man tut kostet Zeit und macht einen Angreifbar, denn das Spiel läuft ständig weiter. Nur wenn man die Karte benützt, wird pausiert. Ansonsten läuft das Spiel weiter, ob man nun einen Computer benützt, Tonbänder anhört oder eine Tür mit dem Schweißbrenner oder Hackergerät öffnet. Alles kostet Zeit und muss sogar mit mehreren Knopfdrücken und Stickbewegungen ausgeführt werden.

Ein Beispiel bei einer Türe, die man mit dem Schweißbrenner öffnen muss. Als erstes muss man mit dem A-Knopf den Vorgang aktivieren. Dabei wendet sich der Charakter der Türe zu und holt den Schweißbrenner hervor. Anschließend muss man mit dem linken Stick den Schweißvorgang vollziehen. Sobald die Abdeckung abfällt, muss man den Notöffner der Tür wieder mit dem A-Knopf anvisieren, mit der Taste L1 festhalten und mit dem linken Stick nach unten bewegen um den Griff im Spiel runter zu drücken. Und so ist das bei allem.

Gegner gibt es im Grunde drei verschiedene: Menschen, Androiden, Alien (später Facehugger). Wobei nicht alle Menschen und nicht alle Androiden böse sind.
Dabei sind Menschen die einzigen mit Waffen und wohl auch die intelligentesten, weil sie ein am schnellstes finden, oder wissen, dass man da ist, selbst wenn man sich verstecken will. Dafür halten sie kaum etwas aus und können mit Rauch- und Blendgranaten in die Irre geführt werden.

Androiden tragen keine Waffen und sind auch langsam, sind aber dafür widerstandsfähiger als Menschen und besonders zu beginn, wenn man keine richtigen Waffen hat noch sehr gefährlich.

Am gefährlichsten ist aber das Alien. Es ist sehr schnell, kann durch Schächte krabbeln und ist auch unverwundbar. Ja, genau. Es ist unverwundbar. Nur mit dem Flammenwerfer (welchen man eher später bekommt), oder Molotowcocktail kann man es kurzzeitig verjagen.

Man kann nun darüber streiten, ob das logisch ist. Das es von einer normalen Pistole unbeeindruckt ist, glaube ich ja noch, bei einer Pumpgun vielleicht auch, aber bei einer Bolzenkanone oder Rohrbomben wird es schon unglaubwürdig, nach dem selbst Androiden diesen Dingern nichts entgegenzusetzten haben. Natürlich wäre es witzlos, wenn man es irgendwie schon zu Beginn töten könnte und dann hätte man ruhe, aber suspekt wirkt es trotzdem. Auch etwas witzlos ist, dass man besonders in den letzten zwei Missionen immer noch Pistole- und Pumpgunmunition findet, obwohl man nur noch auf das Alien trifft. Also, wofür?

Ebenfalls immer wieder etwas seltsam ist das Verhalten des Aliens. Auf was es auf jeden Fall reagiert sind Geräusche. Schießen, rennen, das Öffnen einer Tür. Alles kann es anlocken. Andererseits scheint es nicht gut sehen zu können, denn reicht es meisten aus, wenn man sich duckt und sich hinter eine Kiste oder einem Stuhl stellt, denn Verstecken kann man das nicht nennen, weil es eigentlich einen so sehen müsste. Besonders bei Androiden oder Menschen sieht man, dass dieses Verbergen weniger etwas bringt.

So weit so nachvollziehbar, doch gibt es auch stellen, wo es den anscheint hatte, dass es mehr wusste. So gab es mal einen Levelabschnitt, bei dem ich die Hälfte der Zeit in Schränke verbrachte und selbst da fand es mich dann oft. Da huschte ich in einen Raum und konnte gleich in einen Schrank verschwinden, da es mit 100 % Sicherheit anschließend genau diesen Raum durchsuchen würde, obwohl es sich laut Bewegungsmeldung am anderen Ende der Ebene aufhielt, wusste es wo ich war. Und selbst dann kam es ab und zu zwei dreimal zurück. Egal wie leise ich war. Es wusste in welchem Raum ich war.

Ebenfalls viel zur Spannung trägt bei, dass man nicht beliebig speichern kann. Es gibt nicht einmal Checkpoints, sondern Konsolen an Wänden, welche die Speicherpunkte sind. Schafft man es nicht bis zum nächsten, beginnt man wieder beim letzten Speicherpunkt. Wenigstens ist das Spiel so fair, dass das Alien sich nur selten in der Nähe des Speicherpunkts aufhält und sollte es mal vorkommen, dass man abspeichert, während das Alien quasi neben einem steht, braucht man sich keine Gedanken machen, dass man nun an einem Punkt gespeichert hat, bei dem man nach dem laden gleich stirbt, da das Alien bei jedem neuen Laden wo anders ist. Dies bedeutet aber auch, dass ein zuvor sicherer Weg beim nächsten mal nicht unbedingt auch sicher ist.

Was mir auch aufgefallen ist bei dem Spiel, dass es doch sehr mit Informationen geizt. Über Funk erfährt man, man soll etwas machen und auf der Karte wird die Position markiert. Das war’s dann auch schon. Die Karte selbst muss man erst einmal erkunden oder sich am Terminal herunterladen und der markierte Punkt ist auf der Karte auf allen Ebenen zu sehen. Man weiß also manchmal nicht einmal auf welche Ebene das Bezogen ist. Wenn man dann ankommt, weiß man manchmal nicht, was man tun soll. Den Computer bedienen, oder ist der Generator das richtige? Und wenn es der Generator ist, was muss ich dann machen? Das wäre ja nicht so ein Problem, wenn einem nicht das Alien im Nacken sitzen würde und der nächste Speicherpunkt nun mal erst nach dem Rätzel kommt. So passiert es oft, dass man dasteht, das richtige Terminal sucht und dabei vom Alien geholt wird und man wieder vom letzten Speicherpunkt anfängt.

Ebenfalls bekommt man nicht erklärt, dass man Gegenstände bauen kann. Man findet Baupläne, mit denen man nichts anfangen kann. Irgendwann mal merkt man, dass man mehr Gegenstände auswählen kann und irgendwann kapiert man auch, dass man etwas zusammenbaut und dann hat man etwas, dessen Funktion man nicht kennt und wenn man es dann testet, merkt man, dass der Großteil gegen das Alien gar nichts bringt und man es auf einen damit nur Aufmerksam macht. Das ist zwar toll, wenn einem nicht unbedingt alles vorgekaut wird oder sogar mit einem Pfeil gezeigt wird, wohin man muss und was man machen soll, aber wenn man bei einem Misserfolg damit abgestraft wird, dass man vom letzten Speicherpunkt alles nochmals machen darf, ist das sehr Frustrierend.

Die Story wird hauptsächlich durch Aufzeichnungen die man findet erzählt. Wenn man wissen will, was auf der Station passiert ist und so, muss man aufmerksam lesen und auch die Aufzeichnungen anhören. Ansonsten beschränkt sich die Story auf: „Du bist auf einer Station, hier geht alles den Bach runter und du musst irgendwie entkommen.“ Aber dem entspricht der Realität am meisten. Wer würde schon in echt Aufzeichnungen lesen und Tonbänder anhören, wenn etwas Einen töten will und überall sein kann.

Der Umfang zu bewerten ist schwer. Ich habe auf der zweithöchsten Stufe laut Steam 33 Stunden gebraucht. Vieles von der Zeit kommt auch davon, dass man vieles drei- und vierfach machen muss und man ab und zu nicht weiß, was man tun soll, aber auch allgemein vom Umfang vom 18 Missionen bietet das Spiel viel.

Alien Isolation orientiert sich sehr stakt an den ersten Film und so ziemlich alles sieht auch danach aus, was der Atmosphäre sehr gut tut, was aber auch dazu führt, dass einige Dinge seltsam wirken, wie Computer die nur zwei Farben darstellen können, oder Tonbandgeräte. Das wirkt dann schon etwas antik. Aber all diese Elemente wurden super in das Spiel integriert.

Allgemein muss ich sagen, dass es trotz sehr viele Frustmomente, doch sehr viel Spaß machte. Die Atmosphäre, das Setting, das Alien. Schon alleine das Piepsen des Bewegungsmelders, wenn das Alien in der Nähe ist. Das alles ist so unglaublich toll umgesetzt, dass es einen richtig fesselt… Wenn einem das Spielprinzip gefällt.
Wie schon gesagt, ist es ein langsames Spiel. Es gibt keine Daueraction, oft sitzt man nur im Schrank und wartet, dass das Alien verschwindet. Waffengebrauch ist eher die Ausnahme. Anzumerken ist, dass besonders zu Beginn nicht viel los ist und das Spiel ein Weilchen braucht, bis es richtig losgeht, aber dann Beispiellos.

Ich vergebe vier von fünf Sterne. Das Spiel macht sehr viel richtig und ist einfach atmosphärisch und fängt die Atmosphäre des Alien Universum bis jetzt am besten ein. Und es ist auch ziemlich Bugfrei. Keine Fünf Sterne gibt es, weil es trotz allen doch sehr viele Frustmomente hat. Besonders wenn man für etwas Bestraft wird, dessen schuld man nicht ist.


Alien: Isolation Ripley Edition (D1) [AT-PEGI]
Alien: Isolation Ripley Edition (D1) [AT-PEGI]
Wird angeboten von Games2Game
Preis: EUR 29,99

4.0 von 5 Sternen Zwischen Furcht und Frust, 29. Dezember 2015
Alien Isolation gehörte zu den Spielen, bei denen ich sofort sagte: „Will ich haben!“, auch wenn die Kritiken etwas gemischt waren. Aber alleine das Spielprinzip reizte mich sehr, ohne je so ein Spiel gespielt zu haben.
Kein „Ich bin der Supersoldat, mit der riesen Kanone und ich schieße alles weg.“ Und auch kein „Gegner 1 steht dort und wenn ich lade steht er immer noch da und wird jedes Mal das selbe machen.“

Bei Alien Isolation wurde mir versprochen, dass das Alien stets eine reale Gefahr ist (keine zwar schöne Skrips Schocker, die aber nur vor einem ablaufen), dass man es nicht einfach so aufhalten kann und es nicht immer exakt so reagieren würde wie zuvor. Ich stellte mir das unglaublich spannend und atmosphärisch vor und ja, ich würde nicht enttäuscht.
Ich hatte Angst, ich hatte Herzklopfen und ich war bis ans äußerste Angespannt, wenn das Alien in der Nähe war. So etwas erlebte ich bis jetzt bei keinem anderen Spiel, denn kein noch so gut geskriptes Spiel, kann es mit der Unvorhersehbarkeit dieses Spielemechanismus aufnehmen. Das bedeutet jetzt nicht, dass Alien Isolation überhaupt nicht geskriptet ist (besonders in den letzten zwei Missionen nimmt es doch etwas überhand), aber der wahre Horror generiert die Unberechenbarkeit des Aliens.

Nur leider ist das auch die größte Schwäche von dem Spiel, den dadurch kann es ziemlich frustrierend werden, denn das Alien verzeiht kaum Fehler. So kann es vorkommen, dass man bei fünf Versuche immer wieder in den selben Raum geht, und das Alien nie da war, aber beim fünften Mal ist es doch schon dort und dann gibt es kein Entkommen mehr, denn sobald es einen wahrgenommen hat, kann man nicht mehr davonlaufen, auf jeden Fall zu beginn, aber dazu später mehr.

Erst einmal einen Einblick, wie das Spiel aufgebaut ist. A.I. ist ein Survival-Horror-Spiel in der Ego Perspektive. Es ist also kein Ego-Shooter, was man schnell daran merkt, dass sich die wenigen Waffen wie Werkzeuge verhalten. So muss ständig den Knopf fürs anlegen gedrückt gehalten werden um mit der Waffe schießen zu können und dann bewegt man sich auch nicht mehr so schnell wie zum Beispiel beim Drehen um die eigene Achse. Auch schaltet man im Spiel nicht wirklich viele Gegner aus. Es gibt Ego-Shooter, wo man schon in der ersten Mission mehr Gegner eliminiert, wie im ganzen Alien Isolation. Wer also eher ein Spiel wie Alien vs Predator erwartet ist hier völlig falsch.
Das Spiel lebt hauptsächlich davon, dass man schleicht und sich versteckt und alles was man tut kostet Zeit und macht einen Angreifbar, denn das Spiel läuft ständig weiter. Nur wenn man die Karte benützt, wird pausiert. Ansonsten läuft das Spiel weiter, ob man nun einen Computer benützt, Tonbänder anhört oder eine Tür mit dem Schweißbrenner oder Hackergerät öffnet. Alles kostet Zeit und muss sogar mit mehreren Knopfdrücken und Stickbewegungen ausgeführt werden.

Ein Beispiel bei einer Türe, die man mit dem Schweißbrenner öffnen muss. Als erstes muss man mit dem A-Knopf den Vorgang aktivieren. Dabei wendet sich der Charakter der Türe zu und holt den Schweißbrenner hervor. Anschließend muss man mit dem linken Stick den Schweißvorgang vollziehen. Sobald die Abdeckung abfällt, muss man den Notöffner der Tür wieder mit dem A-Knopf anvisieren, mit der Taste L1 festhalten und mit dem linken Stick nach unten bewegen um den Griff im Spiel runter zu drücken. Und so ist das bei allem.

Gegner gibt es im Grunde drei verschiedene: Menschen, Androiden, Alien (später Facehugger). Wobei nicht alle Menschen und nicht alle Androiden böse sind.
Dabei sind Menschen die einzigen mit Waffen und wohl auch die intelligentesten, weil sie ein am schnellstes finden, oder wissen, dass man da ist, selbst wenn man sich verstecken will. Dafür halten sie kaum etwas aus und können mit Rauch- und Blendgranaten in die Irre geführt werden.

Androiden tragen keine Waffen und sind auch langsam, sind aber dafür widerstandsfähiger als Menschen und besonders zu beginn, wenn man keine richtigen Waffen hat noch sehr gefährlich.

Am gefährlichsten ist aber das Alien. Es ist sehr schnell, kann durch Schächte krabbeln und ist auch unverwundbar. Ja, genau. Es ist unverwundbar. Nur mit dem Flammenwerfer (welchen man eher später bekommt), oder Molotowcocktail kann man es kurzzeitig verjagen.

Man kann nun darüber streiten, ob das logisch ist. Das es von einer normalen Pistole unbeeindruckt ist, glaube ich ja noch, bei einer Pumpgun vielleicht auch, aber bei einer Bolzenkanone oder Rohrbomben wird es schon unglaubwürdig, nach dem selbst Androiden diesen Dingern nichts entgegenzusetzten haben. Natürlich wäre es witzlos, wenn man es irgendwie schon zu Beginn töten könnte und dann hätte man ruhe, aber suspekt wirkt es trotzdem. Auch etwas witzlos ist, dass man besonders in den letzten zwei Missionen immer noch Pistole- und Pumpgunmunition findet, obwohl man nur noch auf das Alien trifft. Also, wofür?

Ebenfalls immer wieder etwas seltsam ist das Verhalten des Aliens. Auf was es auf jeden Fall reagiert sind Geräusche. Schießen, rennen, das Öffnen einer Tür. Alles kann es anlocken. Andererseits scheint es nicht gut sehen zu können, denn reicht es meisten aus, wenn man sich duckt und sich hinter eine Kiste oder einem Stuhl stellt, denn Verstecken kann man das nicht nennen, weil es eigentlich einen so sehen müsste. Besonders bei Androiden oder Menschen sieht man, dass dieses Verbergen weniger etwas bringt.

So weit so nachvollziehbar, doch gibt es auch stellen, wo es den anscheint hatte, dass es mehr wusste. So gab es mal einen Levelabschnitt, bei dem ich die Hälfte der Zeit in Schränke verbrachte und selbst da fand es mich dann oft. Da huschte ich in einen Raum und konnte gleich in einen Schrank verschwinden, da es mit 100 % Sicherheit anschließend genau diesen Raum durchsuchen würde, obwohl es sich laut Bewegungsmeldung am anderen Ende der Ebene aufhielt, wusste es wo ich war. Und selbst dann kam es ab und zu zwei dreimal zurück. Egal wie leise ich war. Es wusste in welchem Raum ich war.

Ebenfalls viel zur Spannung trägt bei, dass man nicht beliebig speichern kann. Es gibt nicht einmal Checkpoints, sondern Konsolen an Wänden, welche die Speicherpunkte sind. Schafft man es nicht bis zum nächsten, beginnt man wieder beim letzten Speicherpunkt. Wenigstens ist das Spiel so fair, dass das Alien sich nur selten in der Nähe des Speicherpunkts aufhält und sollte es mal vorkommen, dass man abspeichert, während das Alien quasi neben einem steht, braucht man sich keine Gedanken machen, dass man nun an einem Punkt gespeichert hat, bei dem man nach dem laden gleich stirbt, da das Alien bei jedem neuen Laden wo anders ist. Dies bedeutet aber auch, dass ein zuvor sicherer Weg beim nächsten mal nicht unbedingt auch sicher ist.

Was mir auch aufgefallen ist bei dem Spiel, dass es doch sehr mit Informationen geizt. Über Funk erfährt man, man soll etwas machen und auf der Karte wird die Position markiert. Das war’s dann auch schon. Die Karte selbst muss man erst einmal erkunden oder sich am Terminal herunterladen und der markierte Punkt ist auf der Karte auf allen Ebenen zu sehen. Man weiß also manchmal nicht einmal auf welche Ebene das Bezogen ist. Wenn man dann ankommt, weiß man manchmal nicht, was man tun soll. Den Computer bedienen, oder ist der Generator das richtige? Und wenn es der Generator ist, was muss ich dann machen? Das wäre ja nicht so ein Problem, wenn einem nicht das Alien im Nacken sitzen würde und der nächste Speicherpunkt nun mal erst nach dem Rätzel kommt. So passiert es oft, dass man dasteht, das richtige Terminal sucht und dabei vom Alien geholt wird und man wieder vom letzten Speicherpunkt anfängt.

Ebenfalls bekommt man nicht erklärt, dass man Gegenstände bauen kann. Man findet Baupläne, mit denen man nichts anfangen kann. Irgendwann mal merkt man, dass man mehr Gegenstände auswählen kann und irgendwann kapiert man auch, dass man etwas zusammenbaut und dann hat man etwas, dessen Funktion man nicht kennt und wenn man es dann testet, merkt man, dass der Großteil gegen das Alien gar nichts bringt und man es auf einen damit nur Aufmerksam macht. Das ist zwar toll, wenn einem nicht unbedingt alles vorgekaut wird oder sogar mit einem Pfeil gezeigt wird, wohin man muss und was man machen soll, aber wenn man bei einem Misserfolg damit abgestraft wird, dass man vom letzten Speicherpunkt alles nochmals machen darf, ist das sehr Frustrierend.

Die Story wird hauptsächlich durch Aufzeichnungen die man findet erzählt. Wenn man wissen will, was auf der Station passiert ist und so, muss man aufmerksam lesen und auch die Aufzeichnungen anhören. Ansonsten beschränkt sich die Story auf: „Du bist auf einer Station, hier geht alles den Bach runter und du musst irgendwie entkommen.“ Aber dem entspricht der Realität am meisten. Wer würde schon in echt Aufzeichnungen lesen und Tonbänder anhören, wenn etwas Einen töten will und überall sein kann.

Der Umfang zu bewerten ist schwer. Ich habe auf der zweithöchsten Stufe laut Steam 33 Stunden gebraucht. Vieles von der Zeit kommt auch davon, dass man vieles drei- und vierfach machen muss und man ab und zu nicht weiß, was man tun soll, aber auch allgemein vom Umfang vom 18 Missionen bietet das Spiel viel.

Alien Isolation orientiert sich sehr stakt an den ersten Film und so ziemlich alles sieht auch danach aus, was der Atmosphäre sehr gut tut, was aber auch dazu führt, dass einige Dinge seltsam wirken, wie Computer die nur zwei Farben darstellen können, oder Tonbandgeräte. Das wirkt dann schon etwas antik. Aber all diese Elemente wurden super in das Spiel integriert.

Allgemein muss ich sagen, dass es trotz sehr viele Frustmomente, doch sehr viel Spaß machte. Die Atmosphäre, das Setting, das Alien. Schon alleine das Piepsen des Bewegungsmelders, wenn das Alien in der Nähe ist. Das alles ist so unglaublich toll umgesetzt, dass es einen richtig fesselt… Wenn einem das Spielprinzip gefällt.
Wie schon gesagt, ist es ein langsames Spiel. Es gibt keine Daueraction, oft sitzt man nur im Schrank und wartet, dass das Alien verschwindet. Waffengebrauch ist eher die Ausnahme. Anzumerken ist, dass besonders zu Beginn nicht viel los ist und das Spiel ein Weilchen braucht, bis es richtig losgeht, aber dann Beispiellos.

Ich vergebe vier von fünf Sterne. Das Spiel macht sehr viel richtig und ist einfach atmosphärisch und fängt die Atmosphäre des Alien Universum bis jetzt am besten ein. Und es ist auch ziemlich Bugfrei. Keine Fünf Sterne gibt es, weil es trotz allen doch sehr viele Frustmomente hat. Besonders wenn man für etwas Bestraft wird, dessen schuld man nicht ist.


Unreal Tournament III - Special Edition (DVD-ROM)
Unreal Tournament III - Special Edition (DVD-ROM)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast das beste Unreal Tournament oder Wo sind die Spielmodi, 5. März 2009
System:
Core 2 Quad 9550
Radeon HD 4870 (Treiber 9,1)
4GB Arbeitspeicher

AT Version. Gespielt mit Patch 1.3.

Unreal Tournament 3 ist in der Zwischenzeit der vierte Ableger der Serie und behält den Kern der Serie bei (schnelle Multiplayermatche).

Da das Spiel auf der neuesten Unreal Engine basiert, sieht das Spiel dementsprechend besser aus wie sein Vorgänger. Dazu gehört, dass die Levels und Charaktere detailliert aussehen. Dagegen wirken die Vorgegner geradezu steril. Trotzdem läuft das Spiel mit allem am Anschlag ohne jemals zu Ruckeln (siehe System oben).
Ich habe damals auch die Demo auf meinem alten Rechner, einen Pentium IV 2,8GHz, 1GB und einer Radeon X800GTO zu laufen gebracht. Zwar habe ich die Auflösung runtergeschraubt, aber es sah immer noch gut aus und es lief damals recht flüssig.

Aber was ist nun anders, was ist neu, was blieb gleich?
Im Waffenarsenal wurde nicht viel geändert. Die klassischen Waffen, welche noch aus dem ersten Teil bekannt sind, gibt es auch wieder bei UT3. Dazu gibt es noch einen Raketenwerfer, welcher zur Bekämpfung von Fahrzeuge gedacht ist (mit der Rechten Maustaste wir das Fahrzeug anvisiert und die Rakete sucht dann auch das Ziel). Gab es aber glaub schon bei UT2004. Was ich aber nicht wiedergesehen habe, waren die Spinnenminen, welche es noch im letzten Teil gab.
Einige Waffen wurden in ihren Verhalten leicht verändert. So kam es mir vor, als würde man mit der der aufgeladenen Bio Waffe nun besser treffen. Der Raketenwerfer wiederum behält für eins zwei Sekunden die Raketen fest (wenn man den Knopf gedrückt hält), bevor er sie abschickt. Somit hat man noch Zeit zu zielen. Ansonsten sind mir keine größeren Änderungen aufgefallen.

Bei Kriegsführung (Warfare) und einige Capture the Flag Levels gibt es nun ein Hoverboard statt dem Translocator (welchen es aber in anderen Levels noch gibt). Mit dem Board kommt man schneller Voran, kann aber die Waffen nicht verwenden und sobald man getroffen wird liegt man auf der Nase. Sollte man nicht schnell genug wieder auf den Beinen sein, ist man so gut wie tot.

Was es reichlich neues gibt sind Fahrzeuge, besonders im Bereich Alienfahrzeuge. Dabei ist wohl der Darkwalker der imposanteste. Die Fahrzeuge kommen dann nur in den Spielmodi Kriegsführung (Warfare/Conquest) und einige (dafür ausgelegte) Capture the Flag vor. Aber gerade die CTF Fahrzeuglevels haben mir nicht so gut gefallen, wie ohne Fahrzeuge. Da man die Flagge sowieso nicht in einem Fahrzeug mitführen kann, sind diese auf dem Rückweg sowieso nutzlos und zu Fuß ist man nicht wirklich schlechter dran.
Die Fahrzeuge machen nur bei Warfare Sinn, wo sie zur Zerstörung der Knotenpunkte Hilfreich sind.
Was es aber nicht mehr gibt, ist das Adrenalin (aus UT2004), mit dem man für kurze Zeit Extrafähigkeiten bekommen konnte, wie Schnelligkeit oder Unsichtbarkeit.

Im Bereich Spielmodi gibt es das klassische Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag (mit und ohne Fahrzeuge), Warfare, Duell... Dies war es schon.
Es gibt weder Domination noch Assault oder dem aus UT2004 bekannten Bombing Run. Es ist wirklich schade, dass diese Spielmodi nicht mehr dabei sind. Mir wäre es lieber gewesen, wenn einer der Modi drin gewesen wäre und dafür das Fahrzeug CTF dafür nicht mehr dabei (am besten wäre natürlich gewesen, wenn alle Modi dabei wären).

Wie bei UT üblich bewegen sich die Levels auf einem sehr hohen Niveau. Sie sind toll gestaltet und Waffen und Items sind meistens gut verstreut. Die Levels von UT3 bewegen sich innerhalb des Szenarios. Das bedeutet Hauptsächlich Endzeit und Sci-Fi. Leider gibt es diesbezüglich keine anderen Szenarien, wie es sie noch um ersten UT gab, wie eine Burg oder ein Schiff. Wie Üblich darf natürlich auch nicht das Level Deck 16 fehlen, welches seit dem Ur-Unreal gibt. Ansonsten habe ich nur ein Capture the Flag Level gesehen, welches mir noch aus dem ersten UT bekannt war.

Was neu bei UT3 ist, ist der Singelplayermodus mit Story. Die Story ist ziemlich schlicht. Als einer der wenigen Überlebenden eines Planeten, schließt man sich und das eigenen Team Malcolm (bekannt seit dem ersten UT) an, um gegen die Feinde zu kämpfen. Die Story wird dabei immer mal in Zwischensequenzen erzählt. Die Levels welche bestritten werden, sind meistens vorgegeben. Nur selten darf zwischen zwei gewählt werden. Ab und zu gibt es auch Missionen, bei denen man mit einem oder zwei Mann unterlegen ist.
Um sich selbst einen Vorteil zu verleihen, können spezielle Karten (Wortwörtlich) eingesetzt werden, die man ab und zu bekommt. Diese werden vor dem Match eingelöst und bekommt somit Verstärkung oder dem Gegner werden Mitstreiter abgezogen.
Ich habe den Solomodus in der Zweithöchsten Stufe gespielt und abgesehen vom letzten Match (welches bei UT immer ein harter Brocken ist) war es gut zu schaffen.
Ist so ein Solomodus nun Sinnvoll? Die Story ist nicht gerade Originell und wird auch auf diesem Niveau erzählt, auch wenn die wenigen Zwischensequenzen toll aussehen. Dazu kommt, dass die für UT übliche Gefechtbestreitung da etwas unglaubwürdig ist (Besonders Capture the Flag).
Mir wäre es wir bei den alten UT, dass es einfach nur ein Tournier ist, bei dem man an Schluss Pokale bekommt lieber gewesen.
Das alles ändert aber nichts daran, dass es trotzdem viel Spaß gemacht hat, für ein Gefecht für zwischen durch. Trotzdem nett, der Storymodus kann auch zu mehrt durchgespielt werden.

Im Bereich KI habe ich im Vergleich zu den Vorgängern jetzt nicht viel Neues gesehen. Mir kam es aber sehr oft vor, als wären meine Teamkameraden immer einen Tick blöder, als meine Gegner.

Die Deutsche Synchronisation ist auf jeden Fall besser, wie in UT2003/04 (was wirklich nicht schwer war). Bei den letzten UT kam es mir immer vor, als wären die Sprecher mit wenig Begeisterung an die Sache gegangen, weshalb sich vieles Unspektakulär anhörte und meistens nur runter gelesen. Bei UT3 hat es etwas mehr Überzeugungskraft. Die Englische Version klinkt trotzdem cooler und besser. Wer also es lieber Englisch will, stellt bei der Installation dies entsprechend ein (verweiß auf die AT Version).

Die Spezialedition ist in einer schönen Blechbox und hat neben einem kleinen Artbook (mit schönen Bilder) noch eine Making of DVD. Da die Spezialedition in der zwischen Zeit zum fast selben Preis zu bekommen ist (je nach Händler), kann auch diese bedenkenlos erworben werden.

Fazit:
UT3 ist wie seine Vorgänger ein sehr gutes Spiel. Die Waffen sind gut Ausbalanciert und die Levels sind zahlreich und einfach nur toll. Dies ist das Wichtigste bei einem Multiplayershooter. Dazu kommt natürlich die bessere Grafik, bessere Animationen der Charaktere usw.
UT3 hätte wirklich der beste Teil werden können. Dies schafft er aber aus dem Grund nicht, da einfach die Spielmodi wie Assault, Domination und Bombing Run fehlen. So hat man immer das Gefühl, dass doch etwas UT Typisches fehlt.
Gesamt bekommt es von mir vier Sterne. Die Fünf Sterne verfehlt es nur ganz knapp, schafft es aber einmal wegen dem unnötigen Storymodus nicht. Ich habe nichts gegen einen Solomodus, aber nächstes Mal wieder wie bei den anderen Teilen. Der zweite Grund ist, da es wie schon erwähnt, die Spielmodi nicht mehr gibt.
Spielspaß ist es dasselbe Lied. Qualitativ gibt es nur drei Modi: Deathmatch, CTF und Warfare. Auch wenn allesamt die Levels großartig sind, hätte es durch die weiten Spielmodi mehr Abwechslung gegeben und somit fünf Sterne. Das ist nun aber nicht so tragisch, wie es sich anhört. Spaß macht es auf jeden Fall. Für die neuen vielen Levels lohnt sich der kauf auf jeden Fall.


Stargate: The Ark of Truth - Quelle der Wahrheit
Stargate: The Ark of Truth - Quelle der Wahrheit
DVD ~ Ben Browder
Preis: EUR 6,25

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht gerade das beste Ende, 5. Januar 2009
Nach dem man sich nach dem Ende der 10 Staffel von StarGate ziemlich im Regen stehen gelassen füllte, war die Hoffung bei The Ark of Truth ein tolles Finale zu erleben ziemlich groß. Immerhin glaubte man bei StarGate schon oft, dass die Serie Enden würde, weshalb es des Öfteren schon ziemlich gute Staffelfinalen gab, welche einen guten Abschluss geboten hätte.
Leider ist dies bei The Ark of Truth nicht ganz so gut gelungen.

Vorweg, man kauft sich hier (oder leit es sich in der Videothek aus, so wie ich) ein Film, welcher nur auf DVD erschienen ist und kein Kinofilm. Auch das Budget liegt weit von dem eines Kinofilmes entfernt. Deshalb sollten die Erwartungen nicht so groß sein, wie man sie in einen Kinofilm hätte. Es gibt in bereich Spezialeffekte sicher eine Steigerung, welche etwas über dem Seriendurchschnitt liegt, aber immer noch ein gutes Stück von Kinoqualität entfernt ist.

Zur Story. Wie der Titel sagt, handelt die Geschichte von der Quelle der Wahrheit. Ein uraltes Artekfakt, mit dem es Möglich sein soll, selbst den Fanatischsten Orianhänger von der Wahrheit zu überzeugen. Also macht man sich mit Hilfe des Supergates in die Origalaxie auf, um die Quelle der Wahrheit zu finden und den Krieg somit zu beenden. Nur sind nicht alle von der Erde vom Erfolg des Plans überzeugt, weshalb man nun mit Hilfe der Replikatoren (die Normalen in Käferform) die Ori besiegen will. Das dies nicht gut gehen kann, ist wohl jedem StarGate Fan klar. Nun gilt es nicht nur die auf dem Planeten versteckte Quelle der Wahrheit zu finden, sonder nicht auch noch die Odyssey an die Replikatoren zu verlieren (Nebenbei schießen noch "vier" Orimutterschiffe auf die Odyssey ein, welche große Mühe haben, die Asgardschilde des Schiffes zu durchbrechen).

Meine Erwartungen waren jetzt nicht Euphorisch hoch und mir war klar, dass fast eine Komplette Staffel in weniger als 100 Minuten erzählt werden sollen. Trotzdem habe ich doch etwas mehr erwartet. Die Art wie man nun den Krieg beendet hatte war nicht gerade die überzeugendste. Da gab es in andere Staffelfinale schon bessere Ideen.
Auch hätte man nicht unbedingt wieder die Replikatoren dazunehmen müssen. In Betracht einer 11 Staffel wäre dieser Storystrang vielleicht interessant gewesen, aber so klauen die Replikatoren den Ori die Show.

The Ark of Truth hat aber auch seine gute Seiten. So besitzt auch dieser Film das übliche StarGate Feeling, wie man es gewohnt ist. Der Kampf Mitchell gegen die Replikatoren ist spannend umgesetzt und die schönen Außenaufnahmen, während Teal'C seiner Wanderung sehen wirklich toll aus. Dazu kommt, (auch wenn die Geschichte an sich etwas schwach war) dass einige Storystränge (Adria, Tomin) zufriedenstellend zu Ende erzählt wurden.

Fazit: Der Film bekommt von mir drei Sterne. Man hätte um einiges mehr daraus machen können und auch einiges Anders. Das Ende war leider nicht so gut, wie man es von anderen Staffelfinalen gewohnt war. Wenigstens wurden die Storystränge ausreichend zu Ende erzählt. Der Film wäre eine Solide Doppeltfolge gewesen.

Wer wissen will, wie die Ori geschlagen werden, kann sich den Film bedenkenlos in der Videothek ausleihen. Die Gebühr ist er sicher wert. Kaufen muss man ihn aber nicht unbedingt.


Windows Vista Home Premium 64 Bit OEM inkl. Service Pack 1
Windows Vista Home Premium 64 Bit OEM inkl. Service Pack 1
Wird angeboten von TechPoint1111
Preis: EUR 129,95

38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mindestens so gut wie XP, 31. Oktober 2008
Das Betriebssystem läuft auf:
Core 2 Q9550
Radeon 4870 (kurzzeitig GeForce7900)
4 GB DDR2

Das OS wurde mit diesen Komponenten zusammen gekauft und nur darauf getestet. Ich kann nicht sagen, wie es vor dem Service Pack 1 lief. Alle Erfahrungen beruhen alleine auf der 64 Bit Version.

Wie gewohnt läuft die Installation sehr unkompliziert ab. Was mir positiv aufgefallen ist war, dass man schon vor der Installation die Partition der Festplatte vornehmen kann. Sollte man dies noch im Nachhinein ändern wollen, kann man dies genau so unkompliziert vornehmen. Ein paar Suchbegriffe im Hilfemenü führen einen hin. Wie gewohnt dauert die Installation auch wieder ein Weilchen und man sollte etwas Zeit übrig haben.

Erfahrung Hardware:
Worüber ich mir am meisten Sorgen machte, war die Treiberunterstützung (wofür aber MS eigentlich nichts kann). Insofern aber vom Anbieter Treiber für Vista 64 angeboten werden, laufen diese Einwandfrei. Nur meine TV Karte von Hauppauge wollte nicht. Nach zwei Tage googeln und einem Anruf bei Hauppauge selbst, fand ich doch noch einen Treiber mit dem ich sie zum laufen gebracht habe. Bei neueren Produkten, wie z.B. meiner Soundkarte, war ein Vistatreiber mit dabei. Auch für den Netzwerkdrucker, war schnell ein Treiber beim Hersteller zu finden.

Erfahrung mit Spiele und Software:
Wie man an der Hardware sehen kann, wird dieser Rechner auch zum Spielen benützt. Als erstes wurde Anno 1701 installiert, welches aber gleich wegen dem Kopierschutz streikte. Dies lässt sich aber mit der neusten Version des Kopierschutzes aus dem Internet schnell beheben. Ansonsten ließen sich auch alte Spiele wie Unreal Tournament installieren und starten. Trotzdem laufen nicht alle Spiele. So ging das über 10 Jahre alte Jedi Knight z.B. nicht mehr. Insofern das Spiel nicht noch aus Zeiten von Win 95 und älter stammte, stehen die Chancen nicht schlecht, dass es läuft. Was bei mir nicht lief, war das Antivirusprogramm, wegen Mangel an Unterstützung für das Vista 64 System (Vista 32 wird aber unterstützt). Ansonsten hatte ich bis jetzt keine Probleme mit Fremdsoftware, wenn sie etwas Aktueller war.

Erfahrung Bedienung & Stabilität:
Vista lässt sich umfangreich einstellen, so ist es auch möglich die Bedienoberfläche so einzurichten, dass es wie das Win 95 aussieht. Ansonsten findet man vieles dort, wo man es auch schon bei XP gefunden hatte. Einige Sachen in der Systemsteuerung wurden aber vom Namen her geändert, so heißt die "Software" Verwaltung nun "Programme und Funktionen" (es hat drei Tage gedauert, bis ich mich an den neuen Namen gewöhnt hatte).
Was noch geändert wurde ist, dass Vista wirklich jedes Mal nachfragt, ob man die Software ausführen oder Installieren möchte. Dies kann man aber mit einem Hacken für solche Software umgehen. Zu beginn noch etwas ungewohnt. Einige Programme erwarten auch eine Administrationserlaubis, welche man mit Rechtsklick ausführen kann. Dieser Vorgang kann manchmal dazu führen, dass eine Autoinstallation nicht richtig funktioniert, da die Installation nicht der Administrator ausführt. In dem Fall muss man das Setup Manuell ausführen. Wenn man es weiß, ist es kein großes Ding. Ansonsten kann es dann doch Frustrieren sein, wenn man nicht weiß, an was es liegt.
Vista selbst ist bei mir in über zwei Monate kein einziges Mal Abgestürzt und auch gab es keine Abgestürzte, welche von einer anderen Software verursacht wurden.

Erfahrung Performance:
Mein Rechner gehört sicher zurzeit zur Oberklasse, weshalb ich nicht für schwächere Systeme schreiben kann. Auf meinem System läuft es aber schnell und ohne merkliche Performanceseinbrüche. Das hochfahren ist so schnell wie bei XP. Was aber sehr schnell geht, ist das erwachen aus dem Energiesparmodus. Nicht mal mein TFT Monitor fährt schneller hoch. Leider konnte ich den Stromverbrauch nicht nachmessen und kann deshalb nicht sagen, wie effektiv diese Vorrichtung ist.
Was aber doch etwas schockierte war der hohe Arbeitspeicher bedarf. Zurzeit habe ich nur die Worddatei offen, in der ich die Kritik schreibe und Vista braucht schon über 1GB Arbeitspeicher. Durchschnittlich brauch es im Normalen Zustand 1,3 GB. Wenn man viel Arbeitspeicher hat, geht Vista auch großzügig damit um. Laut andere Quellen, benützt Vista weniger Speicher, wenn weniger vorhanden ist, dies kann ich aber nicht nachprüfen.
Da Arbeitspeicher (DDR2) zurzeit recht günstig ist, kann dieser einfach nachgerüstet werden. 2GB sollten es mindestens sein, besser sind 3GB oder 4GB (bei der x64 Version), sollte man Aufwändigere Programme benützten.

Fazit:
Ich bin mit Vista 64 sehr zufrieden. Es läuft stabil und schneller als ich erwartet habe (sehr stabil sogar). Auch läuft mehr darauf als ich dachte. Viele Lösungen zu Problemen mit Hardware oder Software kann man im Internet suchen und wird meistens schnell fündig und kann das Problem beheben. Sollte mal etwas nicht laufen, liegt das meistens an fehlenden Treiber vom Fremdhersteller, welche man aber dann auf der Homepage finden sollte. Vista (x64) ist jetzt lange genug draußen, dass kein Hersteller mehr sagen könnte, sie kamen noch nicht dazu. Wer sich ein aktuelles System kauft, kann sich auch Vista holen. Aber auf einem alten System braucht man nicht unbedingt von XP auf Vista umsteigen.
Bei Vista kann es aber nicht schaden etwas mehr Arbeitsspeicher zu haben. Auch wenn auf Vista der Großteil läuft, sollte man zu beginn immer das XP noch in der nähe haben. Nach über zwei Monat war ich aber nicht gezwungen XP auf den neuen Rechner drauf zu installieren.
Außerdem gilt, Informieren sie sich, ob wichtige Programme darauf laufen, und ob Hardware Anbieter passende Treiber anbietet. Wenn man dies mit ja beantworten kann, sollte man es sich zu einem neuen System auch kaufen. Ich wollte nicht wieder auf XP zurückwechseln.
Ich vergebe fünf Sterne. Wenn der Rechner etwas neuer ist und nach etwas Eingewöhnungszeit (besonders der Umgang der Admin Rechte), geht das OS sicher und angenehm über die Hand.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2009 12:48 PM MEST


Crysis (DVD-ROM)
Crysis (DVD-ROM)
Wird angeboten von Wülfrather Game Box
Preis: EUR 32,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toller Shooter (mit Ecken und Kanten), 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Crysis (DVD-ROM) (Computerspiel)
System:
Core 2 Quad 9550
Radeon HD 4870 (Treiber 8,7)
4GB Arbeitspeicher

Gespielt mit Patch 1.2.

Crysis ist der indirekte Nachfolger von FarCry und wie damals spielt Crysis wieder auf einer Dschungelinsel, legt die Grafikstandart höher und bietet relativ frei begehbare Levels.

Crysis spielt im Jahre 2020 und als Mitglied einer Spezialeinheit, welche den neuen Nanosuit (zu dem später mehr) benützten darf, soll man auf einer Dschungelinsel schauen, was die Koreaner vor haben. Schon in den ersten Minuten wird klar, dass es neben den Koreaner auch noch etwas anderes geben muss. Die Koreaner bilden aber zum absoluten Großteil des Spiels die Hauptwidersacher.

Crysis ließ sich offensichtlich von sehr vielen Filmen Inspirieren. Etwas Predator, ein gutes Stück aus einem Beliebigen Vietnamkriegfilm, ein Stück Krieg der Welten und noch einige mehr, findet man in Crysis wieder. Neben den "coolen" Kollegen, gibt es auch noch den Admiral, den Bösen Koreanercomander und die Wissenschaftlerin, die mal wieder alles besser weiß. Crysis baut wie schon FarCry sehr auf Bimovie Elemente. Die Story wird aus Zwischensequenzen erzählt, welche immer aus der Sicht des Spielers abläuft. Auch wenn die Story nicht wirklich was Neues bietet, ist sie sehr gut umgesetzt und spektakulär erzählt und macht dadurch einiges wieder gut, wie zum Beispiel einseitige Charaktere.

Wie FarCry spielt Crysis auf einer Dschungelinsel und bieten wie damals einen relativen Freiheit sich auf der Karte zu bewegen. So kann man ein Lager aus allen Richtungen angreifen oder beim gang durch den Dschungel, gibt es entweder den direkten Weg, welcher von den Koreaner besetzt ist, oder man schleicht einfach den Fluss entlang, an allen Gegner vorbei. Damit man sich nicht verläuft, gibt es eine kleine Karte, welche einem immer zeigt, wo es lang geht. Zwar kam es mir so vor, als wäre die Freiheit in FarCry größer gewesen, trotzdem bietet Crysis immer noch mehr Freiheit wie jeder andere Shooter, ist aber durch seine Feste Missionsziele trotzdem noch ein Linearer Shooter.
Erst nach dem man auf dem Alienschiff war, wird Crysis ziemlich Linear, welche aber immerhin dann gut umgesetzt wurde. Trotzdem liegt die Starke von Crysis in den offenen Karte.

In Bereich Missionsziele ist Crysis doch ziemlich einseitig. So lauten die Ziele immer, laufe dort hin und nimm das Lager ein, oder triff dich mit den anderen. Manchmal darf man auch ein Störsignal zerstören. Diese kann man dann entweder mit dem Raketenwerfer machen, oder mit einem Benzinfass, welche immer in den Lager stehen. Aufgaben wie, Transportiere eine LKW Ladung mal dort hin, oder Finde einen Code für eine Tür gibt es nicht.
Was man darf, ist eine Mission lang einen Panzer fahren und am Schluss einen Jet. Auch wenn die Gefechte alle toll sind und in sich Abwechseln sein können, hätten ein paar Kreativere Missionsziele gut getan.

Ich bin auch ein Fan von Rätseln in Shootern, welche Crysis auch nicht bietet. Da Crysis aber eine ziemlich offene Karte besitzt, verzeihe ich ihnen das noch, da es in einer Offenen Welt nicht so einfach ist, Rätsel einzubauen (aber unmöglich wäre es auch nicht gewesen).

Was Crysis sehr gut macht, sind seine Gefechte. Auf der Insel gibt es fast ausschließlich nur Einfache Blechhäuser, welche unter Beschuss einbrechen. So passierte es öfter, dass eine Schützende Wand einfach einbricht und man mitten im Kreuzfeuer steht. Somit ist man immer in Bewegung.

Auch der Nanosuit leistet dabei seinen Beitrag, der vier Fähigkeiten hat. Panzerung (ist die Standarteinstellung und bietet mehr Schutz), Geschwindigkeit, Stärke (hoher Springen) und Tarnung. So kann die Tarnung dienlich sein, sich in ein Lager zu schleichen, bis man eine gute Stellung hat, oder Tempo um mal schnell aus dem Kreuzfeuer zu flüchten. Stärke habe ich dabei am seltensten benützt. Bei richtigem Einsatz kann aber jede Fähigkeit sehr nützlich sein und dadurch hebt sich Crysis von einigen anderen Shooter ab (wobei es solche ähnliche Fähigkeiten auch in anderen Shooter schon gab).

Im Bereich Waffen bietet Crysis den Standart. Pistole, Pumpgun, MG, Minigun, Raketenwerfer. Dabei besitzten die meisten Waffen zwei Schußarten. Beim MG kann man z.B. das übliche Schnellfeuer, oder Einzelschuss für Präzise Schüsse auswählen.
Dann können die Waffen noch mit Extras ausgestattet werden, wie Schalldämpfer, Laserpointer, Taschenlampe oder Zielrohr. Zum Gegensatz zum Nanosuit sind nicht alle Extras Sinnvoll, bzw. gibt es keinen Grund sie nicht ständig drauf zu haben, wie den Schalldämpfer. Die Taschenlampe habe ich nur einmal benützt, und der Laserpointer ist nur für den schwersten Schwierigkeitsstufe sinnvoll, da es dort kein Zielkreuz gibt.
Die Idee an sich ist toll, aber es wird nur bedingt konsequent durchgezogen.

Die Grafik ist eine (wenn nicht sogar die Beste) die es zurzeit gibt. Die Charaktere sehen unglaublich toll aus, einige Bodentexturen sehen auf dem ersten Blick wie echt aus, und die Dschungel ist dicht bewachsen. Leider bewegt sich nicht alles auf diesem Niveau. Einige Felsen hatten Matschige Texturen, oder Gegenstände blopten einfach auf.

Mit der Oben erwähnten System konnte ich Crysis zu 90% in Maximaler Einstellung (Kantenglättung aus) in der Auflösung 1680x1050 spielen. Nur manchmal musste ich die Einstellung von sehr hoch" auf hoch" stellen und beim letzten Endgegner die Auflösung eine Stufe runtersetzten.

Die KI der Gegner ist meistens gut, aber nicht überwältigen. Im Gegensatz zu FarCry hat sich nicht viel getan. Gespielt habe ich auf der Zweitschwerstenstufen. Das Spiel ist selbst dort noch gut Schaffbar und wird eigentlich nie unfair. Die Physik macht sich meistens bei den Umfallenden Bäume, oder den zusammenstürzenden Gebäude bemerkbar. Dies kommt meistens Glaubwürdig rüber und biete in dem Bereich etwas mehr als andere Shooter.

Crysis Speicher immer Selbstständig und fair ab. Sollte man mal das Speichern selbst vergessen, hat man nicht viel Zeit verloren. Da die Speicherpunkte aber nicht durch Skripts festgelegt sind, sondern duch Feste Punkte auf der Karte, kann es selten mal vorkommen, dass man den Punkt überschreitet und dabei mitten in einem Gefecht ist.

Nun zu den Ecken und Kanten von Crysis, welche selbst bei dem Patch 1.2 noch auftauchten. Diese tauchten aber nur relativ selten auf und etwa 80% vom Spiel merkte man nichts davon, aber wenn dann überdeutlich.

Beim ersten Mal spielen, hatten die Jeeps keine Hinterreifen und ich glaubte schon, sie dienten nur als Stationäre geschützte. Nach einem Neustart waren die Reifen aber da.
Bei einigen Wänden waren Pixelgroße Punkte zu sehen, welche wohl durch eine Fehlerhafte Lichtberechnung zu Stande kamen, da nur Wände, wo die Sonne dahinter war, diese Punkte hatten.
Als zum ersten Mal der Dschungel vereist war, flackerten die Büsche.
Ganz Schluss gab es einen Skriptbug. Einfach alte Spielstände laden.

Fazit: Crysis ist ein wirklich guter Shooter. Die Levels sind sehr gut und wirken durch ihre (relative) Freiheit glaubwürdig, die (Bi)Story wird immerhin packend erzählt und die Feuergefechte gehören zu den Besten die ich bei einem Shooter bis jetzt gesehen habe.
Was ich vermisste waren ein paar kreativere Missionsziele und weniger oberflächliche Charaktere.

Spielspaß bekommt es fünf Sterne, da die Kämpfe immer Spannend waren und das Spiel nur sehr selten Frustmomente aufkommen ließ.
Gesamt hätte es auch fünf Sterne bekommen. Zwar hat Crysis ein paar Schwächen, kann diese aber durch seine Stärken ausgleichen. Den Stern Abzug bekommt es, da es selbst mit dem Aktuellen Patch immer noch so offensichtliche Fehler drin hat, auch wenn diese meist durch einen Neustart behoben sind.


Call of Juarez
Call of Juarez

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles was der Wilde Westen zu bieten hat, 31. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Call of Juarez (Computerspiel)
System:
Core 2 Quad 9550
Radeon HD 4870 (Treiber 8,7)
4GB Arbeitspeicher

Gespielt wurde in Version 1.1.1.0. Anmerkung zum Patch. Mit dem Patch wurde nicht nur DX10 eingeführt, sondern auch ganz am Anfang bei der Flucht nach dem Bordell die Mission vereinfacht. Man muss nicht mehr durch die ganze Stadt laufen.

Das besondere und erste was bei Call of Juarez auffällt ist, dass es im Wilden Westen spielt, was im Ego-Shooter Genre eine große Seltenheit ist. Call of Juarez bietet alles, was man sich unter dem Wilden Westen vorstellt. Cowboys, Banditen, Farmer, Indianer, Revolverhelden, Verfolgungen auf dem Pferd, einen Eisenbahnüberfall und was nicht fehlen darf, Mann gegen Mann Duelle.

Call of Juarez besitzt eine wirklich tolle Grafik. Die Texturen der Bergklippen sind sehr hochauflösend, es gibt tolle Licht und Schatteneffekte und das Gelände ist mit Gras überwachsen. Was etwas negativ auffällt sind die ein oder andere Matschige Textur, wie bei den Schienen, oder in der Mine, wo man die Orientierung verliert, da alle Wände gleich aussehen, ansonsten bewegt sich die Grafik auf einem sehr hohen Niveau.

Die Levels sind sehr schön gestaltet und sind in ihrer Größe schon fast mit denen von Far Cry zu vergleichen. Leider besitzt Call of Juarez aber nicht dessen Freiheit. Zwar kann man einige Levels in einige Masse Frei erkunden, aber es gibt nur einen Weg zum Ziel und nicht mal eine alternative Route. Dies hat seinen Grund, da das Spiel sehr Skript lastig ist, welche aber sehr gut sind und eine wirklich tolle Story erzählen. Was mir sehr gut gefallen hat, sind die Farmergebäude, welche wirklich glaubwürdig aufgebaut sind.

Die Story handelt von "Billy die Kerze" und " Reverend Ray" und dem Schatz von Juarez. Billy ist ein Junger Mann, wohl nicht älter als 20, welcher als er eines Tages zu seiner Mom kam, sie tot auffindet. Sofort glauben die Einwohner der nahe gelegenen Stadt, dass Billy der Mörder ist. Nun macht sich Ray, der sich selbst für die Rechte Hand Gottes bezeichnet und dessen Wort mit einer Bibel und zwei Revolver kund tut, auf die jagt nach dem Jungen.

Nun wird immer Abwechseln aus der Sicht von Billy und Ray gespielt. Währen die Passagen von Billy viel mit schleichen und klettern (was nur er kann) zu tun hat, erschießt Ray, wie bei einem Ego-Shooter üblich, alles nieder was auf einen selbst schießt.
Dabei besitzt Billy eine Peitsche, mit der er sich an Äste an Bäume schwingen kann. Ray dagegen kann mit seinen zwei Revolver einen Zeitlupentrick, welcher zu beginn recht schwer zu beherrschen ist, aber mit ein bisschen Übung sehr hilfreich ist, im Gegensatz zu seiner Bibel, welche die Gegner kurz Kampfunfähig machen soll. Ich habe sie nie benützt.

Waffen gibt es in Call of Juarez ziemlich wenig. Es gibt Revolver, Gewehre und Schrotflinte (Billy kann auch noch einen Pfeil und Bogen benutzten). Dafür hat jede Waffe ihre Vor und Nachteile, was Genauigkeit oder Durchschlagskraft angeht und durch Ray Zeitlupen Fähigkeit sind selbst die Revolver noch bis zum Schluss wichtige Waffen. Dazu gibt es bei Billys Part einige wirklich gute Rätsel.
In Bereich Action geht CoJ nicht ganz so Spektakulär ran und sind eher Ruhiger wie andere Shooter. Das liegt wohl auch daran, dass wirklich große Wummern fehlen, was aber im Wild West ziemlich unglaubwürdig wäre. Ein Stationäres MG (eine altmodische Minigun) ist da schon das größte. Nette Idee, die Waffen gehen nach einiger Zeit kaputt, aber Ersatz gibt es genügen. Dazu kann man bei Zweihänderwaffen nur eine davon tragen, sprich, man kann nicht gleichzeitig die Schrotflinte und das Gewähr tragen.

Es gibt auch viele Zwischensequenzen, welcher aber immer aus der sicht von Billy, bzw. Ray gezeigt werden. Es gibt ziemlich viele Charaktere, welche aber meisten ziemlich schnell sterben oder nicht mehr erwähnt werden. Billy und Ray können auch gut alleine die Geschichte tragen, aber es ist schade, dass die Banditen lange Gesichtslos bleiben (was zwar der Auflösung zu gute kommt, aber für was gibt es eine Rechte Hand).

Fazit: Gesamt bekommt COJ von mir fünf Sterne. Es bietet ein unverbrauchtes Szenario, schöne Levels, Abwechslung und eine tolle Story die auch gut erzählt wird. Ich habe JoC auf Schwer durchgespielt und Abgesehen einer Szene am Schluss war es immer gut Schaffbar. Zwar gibt es bei JoC jetzt nicht "Das macht es besser, wie jeder andere Shooter", aber es macht alles überdurchschnittlich gut und besitzt in der Genanten Patchversion keine Bugs.
Genauso der Spielspaß, da es durch Ray und Billy immer abwechseln war und einige Rätsel und alternative Ziele bietet.


Portal  (DVD-ROM)
Portal (DVD-ROM)

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mal etwas anderes, 20. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Portal (DVD-ROM) (Computerspiel)
Zu beginn, auch ein paar Worte zu Steam. Wenn man dies noch nicht drauf hat, kann es am Anfang zu einigen unangenehme Überraschungen kommen. So brauchte ich zwei Versuche um das Spiel zu installieren. Danach machte es Probleme mit der Firewall. Es hat gute vier Stunden gebraucht, bis es mal anstandslos lief.
Am Schluss lief es dann reibungsfrei, aber mein Ersteindruck war nicht gerade berauschen.

Aber nun zum Spiel selbst. Das Spiel baut Komplett darauf auf, dass man zwei Portale platziert (wie man sie aus Prey kennt, nur mit dem Unterschied, dass man sie selbst setzten kann), welche nun als Übergangstor dienen.
Die zwei Portale (Blau und Orange) werden mit einer Kanonean an Wände, Decke und Boden platziert, wobei der Linke und Rechte Mausknopf je das eine Ende vom Portal abfeuert.

Das Spiel beginnt mit sehr einfache Rätsel welche dann immer schwerer werden. Dadurch bildet sich eine angenehme Lernkurve, wobei die ersten Aufgaben sehr einfach sind und schon langweilen können. Später Aufgaben werden schon schwerer, wobei der Lösungsansatz immer zu erkennen ist, wenn man sich etwas umsieht und ausprobiert. Während dem Abenteuer begleitet einen eine Computerstimme, welche jeden Erfolg in höchsten Tönen lobt. Dies führt zu dem einen oder anderen Lächeln auf dem Gesicht.

Die Levels sehen in der ersten Hälfte alle gleich aus, in einem Typischen Laborweiß. Nach der anderen Hälfte, sobald es sicher ist, dass es nicht mit rechten Dingen zu geht, kommt man auch hinter die Fassaden des Testlabor, welches etwas dreckiger sind. Diese beiden Schauplätze sind die einzigsten. Dies passt zwar sehr gut zum Szenario, wirkt aber nach einiger Zeit etwas einseitig.

Abgesehen von der Portalkanone gibt es keine weitere Schussgeräte. Als Gegner dienen Selbstschussanlagen, welche aber nach einmal umschmeißen, keine Gefahr mehr darstellen (was aber ohne Waffen nicht so einfach ist, wie es klingt).

Das Spiel lebt in erster Linie von seinen Rätsel. Darunter gibt es einige wirklich gute Ideen, wobei man aber schon früh für einige Rätsel ein Muster erkennen kann und diese Schemen sich wiederholen. Trotzdem machen die meisten Rätsel immer wieder Spaß.

In dem Spiel gibt es nur zwei Charaktere (drei, wenn man den Kubus dazu zählt), einen selbst und den Computer. Mit den paar Charaktere wird eine kleine Geschichte erzählt. Diese regt immer wieder mal zum Schmunzeln an, aber tiefgründig oder komplex ist sie nicht und lebt vom Humor und sorgt dafür, dass es auch etwas Sinn ergibt. Der Storymodus habe ich in zwei Tage (andere werden es schon an einem Schaffen) durchgespielt.
Danach kann man die Bonuskarten durchspiele, welche meist Karten aus dem Storymodus sind, die leicht abgewandelt wurden. Diese kann man nun mit den Kriterien Wenig Zeit, wenige Schritte oder wenige Portale spielen, welche mit Auszeichnungen belohnt werden.
Auch gibt es bei Portal ein Audiokommentar. Den stellt man sich so vor: man spielt das Spiel und trifft dann immer wieder auf Sprechblasen, welche Aktiviert werden können und man zur Situation ein Kommentar hört.

Fazit: Portal spielt sich wie ein Egoshooter ist aber ein Rätselspiel und lebt auch davon. Nach dem bei Ego-Shooter Rätsel doch selten sind, ist Portal da eine angenehme Abwechslung und bietet für zwischendurch immer mal ein Rätsel.
Spielspaß bekommt es von mit vier Sterne. Die Rätsel machen spaß und sind fair und es gab eigentlich nie Frustmomente. Ein Stern Abzug gibt es weil es doch etwas eintönig ist und eher für zwischen durch. Dies aber sehr unterhaltsam.
Gesamt bekommt das Spiel auch vier Sterne. Portal ist nicht mehr ganz stand der dinge, auch wenn es noch recht ordentlich aussieht. Auch hätten ein paar Szenarien mehr gut getan. Im Storymodus hat man die Laborlevels lassen könne, aber für die Allgemeinen Levels, hätte ein anderer Ort auch gut getan. Auch gibt es nicht viele Karten und es ist wirklich kurz.
Ansonsten hat Portal ein frischen (wenn auch sehr einseitiges) Spielererlebnis und natürlich geht Portal von beginn an mit den Anspruch an den Start, dass es eher ein Minigame sein will weshalb man bei der kurzen Spielzeit und geringen Umfang, ein Auge zudrücken kann. Für den Preis kann man sicher zugreifen.


F.E.A.R.: First Encounter Assault Recon - Ultimate
F.E.A.R.: First Encounter Assault Recon - Ultimate
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 19,86

8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das gab es schon besser, 27. Juni 2008
FEAR war seiner Zeit durch seine Atmosphäre, KI, Story und Gruseleffekte ein hochgelobter Shooter.

FEAR beginnt mit einer sehr guten und schon fast Filmreifen Zwischensequenz. Dies ließ besonders auf gute Inszenierung und Story hoffen. Nach einem kurzen Einsatzbesprechung (es sollte nicht nur die erste, sondern auch die letzte sein), läuft man durch das Menschenlehre erste Level. Dort findet man schon einige gute Ideen, welche einen Aufschrecken lassen (Stichwort: Ratte).

Nach kurzer Zeit tauchen die ersten Gegner auf. Diese stellten aber zuerst keine wirkliche Gefahr dar. Da kommt es gut, dass der Schwierigkeitsgrad während dem Spiel geändert werden kann. Neben dem üblichen "Gegner Schießen besser, halten mehr aus", regeneriert sich die Lebensenergie in leichteren Stufen zum Teil wieder. Doch selbst in der höchsten Stufe (besonders wegen der Zeitlupenfunktion), stellen die Gegner 2/3 des Spiels für erfahrene Spieler nur bedingt eine Gefahr dar (im vergleich zu Far Cry oder Stalker ist es geradezu beleidigend einfach).
Die Gegner unterscheiden sich Hauptsächlich durch die Waffen welche sie haben. Nur ab und zu lässt sich auch mal ein Stark gepanzerter Elitesoldat blicken, welcher auch gleich eine Stärkere Waffe besitzt. Ganz selten taucht auch ein Art Geschützroboter mit Granatwerfer auf. Durch die etwas schwache Panzerung, lassen sich die Gegner schon mit wenigen Schüssen beseitigen. Durch die Zeitlupefunktion wird es sogar noch leichter und selbst mehrere Gegner sind dann noch gut zu besiegen.
Die KI der Gegner ist Überdurchschnittlich gut, aber nicht überragend (wie sie damals bei Far Cry war, welches etwa zur selben Zeit aktuell war).

Die Zeitlupenfunktion (wohl bekannt aus Max Payne 2) ist ein elementare Eigenschaft von FEAR. Durch Knopfdruck lässt sich die Zeitlupe aktivieren, welche nun (durch einen Balken dargestellt) allmählich abnimmt. Der Balken regeneriert sich nach einiger Zeit wieder und die Zeitlupenfunktion ist wieder einsatzbereit. Ab und zu findet man Aufputschmittel, mit dem die Zeitlupenfunktion dauerhaft Verlängern werden kann. Das selbe gilt auch für die Lebensenergie, welche sich jedes Mal um 5 Lebenspunkte dauerhaft erhöht. So ist es möglich bis zum ende des Spiels seine Lebensenergie um gut 50 Punkte zu erhöhen (wenn nicht sogar mehr). Die Lebensenergie kann durch Medipacks aufgefühlt werden, welche der Spieler findet und dann nach eigenen Ermessen einsetzten kann. Dabei kann man 10 Stück mit sich tragen und jeder Medipack gibt 50 Lebenspunkte. Zu beginn gibt es mehr, als benötigt wird und so ist es keine seltenheil, dass man quasi 600 Punkte Lebensenergie hat. Dies ist auch ein Grund, weshalb FEAR so einfach ist. Erst gegen Schluss werden sie weniger und es wird schwerer. Trotzdem aber immer noch fair.
Die Gefechte sind alle mal unterhaltsam, doch fehlt durch den immer gleichen Ablauf das "Aha" Erlebnis.

Neben den Standartwaffen MG, Pistole Pumpgun, gibt es auch noch ein Raketenwerfer, Plasmakanone und eine Art Bolzengewehr. Dabei können nur drei Waffen gleichzeitig getragen werden. Für die Standartwaffen gibt es Munition in Hülle und Fühle. Von die Stärkeren Waffen ist Munition knapper, aber in Ausreichender Stückzahl vorhanden. Dazu gibt es noch Handgranaten, Minen und Fernzündgranaten. Im Bereich Waffen kann FEAR nicht wirklich Besonderheiten vorweißen und bietet nur Standart.

FEAR besitzt eine tolle Grafik, welche aber dem entsprechen viel Rechenpower verlangt. Im Unfangreichen Menü ist es aber möglich die Einstellungen so weit zu regeln, bis es auch auf älteren, schwächeren Rechner läuft. Leider sieht es dann nicht mehr so toll aus. Eine Besonderheit von FEAR sind auch die Schatten. Dabei werfen nicht nur die Gegner Schatten sondern auch man selbst. Neben den Eigenschatten besitzt der Held auch endlich mal ein paar Füße, wenn man nach unten schaut oder er klettert richtig eine Leiter runter, ohne daran zu gleiten oder des gleichen.

Zum Großteil des Spiels erkundigt man Bürokomplexe. Dabei gibt es (wie es in jedem gut ausgestatteten Büro üblich ist) Munition, Waffen und Medipacks. Dies macht sicher gut 2/3 des Spiels aus, wenn nicht sogar mehr. Dabei sind die Levels weder wirklich Originell noch Abwechseln. So wird das Spiel sehr schnell eintönig und Abwechslungsarm. Dies merkt man besonders am Mangel von Rätsel. Im ganzen Spiel gibt es so viele Rätsel, dass man sie an einer Hand abzählen kann. Dabei sind diese weder wirklich gut noch Originell.

Zu beginn baut FEAR eine tolle Gruselatmosphäre auf. Doch diese geht sehr schnell verloren, nach dem man merkt, dass weder das kleine Mädchen noch die Geistererscheinungen eine Gefahr darstellen. Dadurch kommt nie ein Gefühl der Bedrohung auf, im Gegensatz zu Doom3, wo wirklich alles was man sieht und hört, eine Gefahr sein kann. Erst in den letzten zwei Levels kommt noch mal etwas Gruselatmosphäre auf.

Die Story wird Hauptsächlich durch die Anrufbeantworter erzählt (welches nicht die beste Art ist eine Story zu erzählen), welche man abhören kann. Dadurch erfährt der Spieler schnell was los ist und kann sich die Ereignisse um das Mädchen selbst zusammenreimen, auch wenn einige Sachen erst am Schluss offenbart werden. So ziemlich alle Charaktere welche man trifft sind flach und oberflächlich. Besonders da der Held auch nicht wirklich einen Charakter hat, auch wenn es zu ihm (in der letzten halben Stunde) noch einiges zu erfahren gibt. Zwar ist dies bei einem Ego-Shooter nicht unüblich, aber FEAR hätte Potenzial gehabt, mehr daraus zu machen und wollte mehr sein, weshalb es eher auffällt. Ich habe schon Storys schlechter erzählt bekommen, aber auch oft genug besser Storys besser erzählt (Prey, Halo oder Max Payne 2 um mal nur drei zu nennen (selbst Far Cry hat mir da besser gefallen. Zwar eine klischeehaftere Story, dafür besser erzählt)).

Auch gibt es in diesem Spiel sehr wenig Physik, selbst für diesen Jahrgang. Oft ist es nicht mal möglich Fässer oder Kisten zu verschieben.

Fazit: Bei FEAR hatte ich steht's das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben, nur Besser. FEAR möchte viel bieten, kann aber in kaum einer Disziplin wirklich überzeugen oder sich hervorheben. Keine Besondere Waffen, die Story (welche sich nur darauf Profiliert, dass man sich fragt, was es mit dem Mädchen auf sich hat) wird bescheiden erzählt, die Level sind zu abwechslungsarm und einseitig.
Was am Schluss übrig bleibt, ist einfach Gegner niederschießen.

Wo FEAR Punkten kann sind solche Kleinigkeiten wie, dass nur drei Waffen getragen werden können oder der Held richtig eine Leiter runter läuft, was der Glaubwürdigkeit zu gute kommt.

Gesamt bekommt von mir FEAR drei Sterne. Das Spiel hat eigentlich keine Bugs, (Version 1.08), die Bedienung ist gut, Sound Grafik auch noch auf hohen Niveau und die gerade genannten Punkte heben es auf drei Sterne. Der Rest ist wenn es hoch kommt gerade mal Durchschnitt. Da sind drei Sterne noch mehr als gnädig.

Spielspass bekommt es zwei Sterne. Man läuft rum und erschießt (fast immer die selben) Gegner. Es gibt keine Rätsel, kaum Abwechslung in den Levels und die Story wird schlechter erzählt, als sie es verdient hat.

Wer schon ein paar gute (Ego) Shooter gespielt hat, wird bei FEAR nichts neues oder besseres finden, was den Kauf rechtfertigen würde. Wenn man mich fragen würde, was mir bei diesem Spiel im Gedächtnis blieb, würde ich sagen: "Die Ratte in den ersten 10 Minuten."
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 10, 2009 10:43 AM CET


cm² - Crazy Machines II (Pepper Games)
cm² - Crazy Machines II (Pepper Games)
Wird angeboten von pb ReCommerce GmbH
Preis: EUR 24,89

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spaßiger umfangreicher Werkzeugkasten, 13. April 2008
Mit Crazy Machines II geht die Tüftelei in die zweite Runde und es beschränkt sich nicht nur auf ein paar neue Werkzeuge.

Kurz zu cm allgemein. In dem Spiel geht es darum, mit verschiedenen Gegenstände, wie z.B. Roboter, Ballons, Dynamit und Bahnen eine Kettenreaktion auszulösen, um damit simple Sache zu erreichen, wie z.B. eine Blume erblühen zu lassen. Dabei besitzt man nur ein beschränktes Arsenal an Gegenständen.

Das Spiel wurde komplett runderneuert, angefangen bei der Grafik. Cm2 ist nun in 3D, spielt sich aber auch weiterhin wie die Vorgänger nur in zwei Dimensionen ab. Durch die 3D Engine ist es aber nun möglich an das geschehen rein zu zoomen oder das Experiment etwas Anzuwinkeln, um die Ereignisse mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Was einem wohl als erstes auffällt, sollte man die Vorgänger kennen, ist dass die Baustelle viel mehr Platz bietet. Die Bauteile kamen mir beim ersten mal spielen unglaublich winzig vor.

Das Spiel erzählt auch eine kleine Geschichte. Als angehender Tüftler, begibt man sich mit dem Professor auf eine Weltreise. Dabei werden viele Orte besucht wie Griechenland, Russland oder Ägypten und noch einige mehr. Die einzelnen Orte unterscheiden sich Hauptsächlich durch einen neuen Hintergrund und einer anderen Hintergrundmusik. Aber das reicht schon aus, damit das Szenario nicht ganz so eintönig wird. Dabei besteht jedes Reiseziel (Kapitel) aus 10 Experimente. Es ist auch Möglich ein Kapitel zurück zu setzten um es noch mal zu spielen (zu dessen Sinn später mehr).

Der Professor wird von Lutz Mackensy gesprochen, welche viele als Synchronsprecher von Christopher Lloyd als Dr. Emmett Brown in Zurück in die Zukunft (II + III) kennen sollten. Dabei gibt es auch ein paar Anspielungen auf Dr. Brown (der Toaster verbraucht 1,21 GW). Eine wirklich gute Idee.

Neben der Optischen Erneuerung, warten auch sehr viele neue Gegenstände auf einen, wie ein Laser, Traktorstrahl, neue Schalte, Elektromagnet, eine Batterie, welche sich entlädt und vieles mehr.
Dann wurden noch ein paar alte Gegenstände überarbeitet. So brennen z.B. Kerzen nicht mehr ewig, sondern brennen nieder (Entlosbrennende Sachen sind nun Fackeln).
Leider ist der Gebrauch der Gegenstände führ ihren Umfang gemessen etwas einseitig. Dampfmaschine oder Laser sieht man sehr häufig, weshalb man die Lösungen für diese Bauteile später schnell durchschaut. Der Traktorstrahl dagegen kommt sehr selten.

Das Spiel bietet eine angenehme Lernkurve (es gibt auch noch ein Tutorial). Die ersten paar Experimente sind sehr einfach zu lösen. Für Neueinsteiger ist dies sehr angenehm. Cm Veteranen fühlen sich aber zu beginn noch etwas unterfordert, aber der Schwierigkeitsgrad steigt im späteren verlauf spürbar an. Trotzdem sieht man zu oft sofort wo ein Rad hinmuss, oder eine Dampfmaschine. Die Experimente sind in Primäre und Sekundäre Aufgaben unterteilt. Die Primären sind auf jeden Fall, zum Bestehen des Experiments, zu erfüllen. Die Sekundäre bringen jeweils nur Extrapunkte. Dabei gibt es Experimente, wo es eigentlich zum normalen Vorgang gehört auch die Sekundäre zu erfüllen, bei anderen wiederum muss man wirklich einen Umweg machen, damit auch die andere Ziele erreicht werden. Sollte alle Ziele erfüllen worden sein, wird als Abzeichen ein Goldenes Zahnrad verliehen. Wenn nur die Primäre schafft wurden, wird Silber verliehen und wenn die Lösung benützt wird nur Bronze.
Etwas ärgerlich ist, sollte man sich mal beim Timing verschätzt haben und nicht alle Sekundärziele vor abschließen des Experiments erfühlt haben, muss das ganze Kapitel zurück gestellt werden und alle Experimente noch mal gemeistert werden.
Was mir positiv auffiel, dass es nicht mehr so viele Experimente gab, wo "Pixelgenaues Positionieren" nötig war.

In cm2 ist es möglich sich Abzeichen zu verdienen in dem man einen Gegenstand besonders oft benützt oder andere Sachen erfüllt. Dabei werden dann neue Gegenstände für den Editor Freigeschaltet. Leider ist nicht bekannt für was ein Abzeichen verliehen wird, weshalb ein gezieltes Hinarbeiten unmöglich ist.

Das Spiel besitzt eine unerwartete hohe Hardware Voraussetzung. Zwar ist es möglich, dass Spiel auf Rechner zu spielen, welche schon ein paar Jahre auf dem Rücken haben, aber dann muss auch mit Rückler gerechnet werden. Dabei ist es wohl weniger die Grafik als die Physikengine welche so viel Power braucht. Es ruckelt nur stark, wenn viele Gegenstände sich bewegen.

Auch wenn das Spiel auch ohne Patch gut läuft (gespielt Version 1.0), sollte jeder, der das Spiel neu kauft gleich (und allgemein jeder) den aktuellen Patch runter laden, da dieser doch den einen oder anderen Schönheitsfehler beseitigt.

Was mich wirklich ärgerte war, dass das Spiel 150 Missionen hat, aber bei mir nach 130 Schluss war. Wieso ich die letzten 20 nicht Spielen kann, verrät das Spiel nicht.

Dann gibt es noch 20 Extramissionen, welche aber nur mit der Physikkarte von Ageia gespielt werden können (zu diesen Experimente kann ich also nichts sagen).

Spielzeit war bei mir (bis Kapitel 13) laut Spielanzeige 15 Stunden. Für den Preis sehr gut.

Kleiner Hinweis. Im Auswählmenü kann man in der Werkstatt die Gegenstände benützten. Tipp: Dartpfeile in die Mitte der Scheibe schmeißen.

Fazit: Cm2 bringt viele Neuerungen mit sich welche das Spielprinzip Sinnvoll erweitern. Die Grafik sieht schön und stimmig aus (und bietet viel Abwechslung) und die Musik passt auch jedes Mal. Dazu gibt es noch einen Editor und eine Internetfunktion, mit der man seine Experimente ins Netz stellen kann. Wer das Spiel nur gekauft hat, um zwischendurch mal etwas zu tüfteln (zu denen ich mich zähle), wird diesen Funktionen nur bedingt in gebrauch nehmen. Wer aber selbst gerne Experimente erstellt, wird damit sicher seine Hellefreude dabei haben. Besonders da wohl cm Veteranen viele Rätsel für zu einfach halten, können sie schnell untereinander schwerere Austauschen.
Was ich bedauern musste ist, dass die Items doch sehr Einseitig vorkommen und zu viele Rätsel (nicht alle) zu schnell durchschaubar sind.
Gesamt bekommt das Spiel gute vier Sterne.
Für mich war cm ein Spiel für zwischendurch. Lange am Stück hat es nicht motiviert, aber in dem Zeitraum hat es spaß gemacht. Außerdem gehört cm zu den wenigsten Spiele, wo es ein gutes Zeichen ist, wenn man sich aufregt, da es ein Zeichen ist, dass das Rätsel etwas verzwickter ist und man will nicht aufhören, bis man es hat. Ich würde sagen zwischen drei und vier Sterne und vergebe noch vier Sterne.

Fans können zugreifen, und selbst wem die Rätsel zu einfach sind, wird im Internet bestimmt schwerer finden. Wer mal etwas anderes will kann bei dem geringen Preis schon fast bedenkenlos zugreifen. Dem Spiel sollte man auf jeden fall mal eine Chance geben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 26, 2013 10:31 PM MEST


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