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Rezensionen verfasst von
G. Walt

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Die Geächteten: Roman
Die Geächteten: Roman
von Hillary Jordan
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1.0 von 5 Sternen Eher kein Spannungsroman, 17. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Geächteten: Roman (Taschenbuch)
Der Inhalt liest sich wie ein wirklich gelungener SF-Roman. Eine Geschichte wie man sie sich als SF-Fan wünscht, wenn man nicht gerade auf Weltraumabenteuer steht. Die Idee ist auch tatsächlich ganz interessant und erinnert unweigerlich an ähnliche große Klassiker, die in der Zukunft spielen und mit einem wertvollen menshclichen Gut geradezu monströse Sachen anstellen. Ich erinnere an Filme wie "Futureworld" und "InTime", die das Thema Zeit themaisieren. Oder auch "Geburten verboten" wo es um Überbevölkerung geht. "Die Geächteten" ist von der Story aus dem gleichen Holz geschnitzt. Es geht jedoch um das Thema "Bestrafung". In all diesen Geschichten gibt es einen oder mehrere Helden, die gegen die herrschenden Zustände aufbegehren. Auch in Hilary Jordans Roman ist das so. Doch der Zukunftsroman ist seltsam aufgebaut. Er behandelt nämlich in weiten Teilen die Vergangenheit. und zwar die Vergangenheit der Hauptperson. Was sicher als Clou der Autorin gedacht war, wird zum Hänger. Denn es kommt zu unweigerlichen Längen und die Story stockt. Gern hätte man mehr erfahren über die GELBEN, die BLAUEN und die ROTEN. Doch die Schreiberin gewährt in weiten Teilen des Romans nur Einblicke in die Gefühlswelt der Heldin.

Spannend ist das Ganze damit leider nicht und der Wille das Buch endlich aus der Hand zu legen und zu vergessen wird mit jeder Seite stärker. Dennoch ist die Schreibweise der Autorin recht angenehm und unterhaltsam. Sie versteht es selbst die langen Passagen einigermaßen Neugierweckend zu gestalten. Am Ende reicht das leider nicht aus.

Fazit: Ein Roman der viel verspricht, aber kaum etwas davon hält.


Silas - Die komplette Serie [2 DVDs]
Silas - Die komplette Serie [2 DVDs]
DVD ~ Patrick Bach
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschendes Wiedersehen mit Erwachsenenaugen, 17. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Silas - Die komplette Serie [2 DVDs] (DVD)
Nach "Timm Thaler" (1979) und "Madita" (1980) war Silas die dritte sogenannte Weihnachtsserie des ZDF, die während und zwischen den Feiertagen zum Ausklang eines jeden Fernsehjahres gezeigt wurde. Der damals 13jährige Patrick Bach wurde auf dem Bolzplatz für diese Rolle entdeckt und debütierte damit als Fernsehstar, der ähnlich wie Thommi Ohrner über Nacht zum Teenie-Idol wurde. Weitere Weihnachtsserien mit ihm folgten: ("Jack Holborn", "Anna", "Laura und Luis").
Gehörte "Timm Thaler" noch zu den eher mystisch aufgebauten Serien, wie auch später "Oliver Maas", so handelt es sich bei "Silas" eigentlich um eine klassische Abenteuerserie für Kinder. In dieser Tradition, die an literarische Helden wie Tom Sawyer erinnert, wurde auch ein Jahr darauf "Jack Holborn" gedreht. Etwas später kamen moderne Stoffe hinzu und auch helden der italienischen Literatur. "Silas" war eigentlich das Pardebeispiel für die Weihnachtsserien und wenn auch nicht so bedeutend wie "Timm Thaler" doch eindrucksvoll.

Die Geschichte ist simpel. Ein kleiner Zirkusjunge läuft weg und will seinen eigenen Weg gehen. daraus entsteht ein ganz eigenwilliges und selbstdynamisches Geschehen.

Schwer zu sagen in welcher Zeit "Silas" spielt. Wahrscheinlich im ausgehenden 19. Jahrhundert, wenn man die dort beschriebenen Lebensarten und Umstände betrachtet. Auch der Ort ist unbekannt. Wahrscheinlich Dänemark. Denn die Autorin des kindlichen Helden ist Dänin.

Studio Hamburg Enterprises GmbH bringt den 6-Teiler nun auf DVD. Die einfach gestaltete DVD-Ausgabe soll all jenen noch einmal Gelegenheit geben in ihrer Kindheit zu stöbern, die von "Silas" damals fasziniert waren. Sie werden feststellen, dass mit den Augen eines Erwachsenen die Serie schnell belanglos und langweilig erscheint. Denn die Story war einfach zu profan und wenig ausgeglügelt. Die wenigen bekannten Schauspieler, die hier neben Bach auf deutscher Seite mitwirken ändern daran wenig. So ist zum Beispiel Diether Krebs als fieser Zirkusdirektor zu sehen. Eine zur damaligen Zeit recht ungewöhnliche Rolle für den Komiker und SOKO-Kommissar. Genial ist Ingeborg Lapsien als sogenannte Pferdekrähe. Auch Hans-Helmut Dickow und Michael Habeck haben kurze aber ansprechende Rollen.

Als Fazit sei zu sagen, dass die DVD-Anschaffung tatsächlich nur für diejenigen lohnt, die wirklich einen Blick in ihre Kindheit werfen wollen und vielleicht ihren Kindern auch diese Einblicke verschaffen wollen. denn für die Vorschulkinder dürfte die Serie immer noch interessant sein. Darüber hinaus wird es schwierig.


Kommissar Marthaler: Die Braut im Schnee
Kommissar Marthaler: Die Braut im Schnee
DVD ~ Matthias Koeberlin
Preis: EUR 11,99

4.0 von 5 Sternen Killerhatz durch Frankfurt, 23. April 2014
Deutsche Krimibestseller zu verfilmen ist eine innovative Sache fürs TV. Man hält sich damit fern von dem Krimiserien-Einerlei des Vorabend-Programms und kommt auch nicht in Versuchung geradezu langweilige Krimidramen zu senden, die weder spannend noch interessant sind.

Der Marthaler-Krimi liegt genau dazwischen. Der Film liefert eine spannende Story um einen Serienmörder, der scheinbar wahllos zuschlägt und der Polizei immer um Schritte voraus ist. Für sich gesehen vereint dieses Werk alle Attribute eines modernen Krimis mit Versatzstücken klassischer Erzählkunst. Und Kommissar Marthaler hat nicht nur das Potenzial in Serie zu gehen - nein in Buchform ist er das längst. Die Zuschauer haben den Fernsehkrimi bei seiner Erstaustrahlung im ZDF gut angenommen und somit kommt auch bald der zweite Fall.

Das Spannende an der Geschichte ist, dass es fast bis zum Schluss eigentlich keinen Verdächtigen und kein Motiv gibt. Somit fällt selbst das Mitraten schwer. Hinzu kommen einfach tolle Bilder, die dem Zuschauer hier geliefert werden.

Matthias Koeberlin ist sicher nicht der Typus Kommissar, den sich Jan Seghers als Schauspieler für seine Figur Marthaler gewünscht hätte. Ihm wäre ein etwas korpulenterer Typ lieber gewesen. Doch im Gesamtergebnis konnte auch er zufrieden sein. Ein junger und smarter Hauptkommissar kommt zumindest dem jüngeren Publikum auch etwas näher. Weitere überzeugende Darsteller sind Bernadette Herwagen als Kommissarin und auch Jürgen Tonkel, der schon Katharina Böhm in "Die Chefin" unterstützen durfte. Eine undurchsichtige Rolle im Ermittlerteam nimmt zunächst Floran Pantzer ("Die Frau hinter der Wand") ein.

Fazit: Ein rundherum gelungener und sehr unterhaltsamer Krimi ohne Längen, der nun auf DVD erschienen ist und die Hoffnung weckt, das noch mehr Marthalers erscheinen.


39/das Feld Beim Krähenhaus
39/das Feld Beim Krähenhaus
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Augestopfte Vögel, geheimnisvolle Silohetten und Psycho, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 39/das Feld Beim Krähenhaus (Audio CD)
Augestopfte Vögel in einem abgelegenen Motel, eine geheimnisvolle Silouhette am Fenster, ein Motelbesitzer der mit Nachnamen Perkins heißt und eine unvergessene Duschszene aus der Filmgeschichte. Ja klar, man hat sich im 39. Abenteuer der Motive des alten Hitchcock-Films "Psycho" bedient. Und man sagt es auch ganz deutlich. Auf diese Weise geht das neuste Abenteuer der Jungdetektive ein wenig ironisch ab und doch unheimlich und gruselig.

Umständlicherweise trägt die Folge den Titel "Das Feld beim Krähenhaus" anstatt das Haus beim Krähenfeld, was logischer gewesen wäre. Doch mit dieser Folge will man bewusst etwas anders sein und das intelligente abkupfern beim Filmklassiker ist eine ganze neue Facette, der man sich öffentlich bedient.

Es beginnt damit, dass Dereks Opa Alfred seiner Jugendliebe einen Überraschungsbesuch abstatten möchte und Derek ihn dabei begleitet. Die einstige Kultautorin Lila Miles lebt mittlerweile zurückgezogen als Dauergast in einem abgelegenen Motel am niemals zu Ende gebauten Balestrero Beltway.

Aber der Betreiber des Motels, ein verschrobener Kerl namens Lester Perkins, wimmelt Derek und seinen Großvater noch an der Türschwelle rigoros ab. Unter fadenscheinigen Vorwänden erklärt er, Lila Miles sei ganz plötzlich erkrankt und verweigere jeglichen Besuch. Dass gleichzeitig im Hinterzimmer eine Frau vom Stuhl rutscht und inmitten ausgestopfter Vögel am Boden liegen bleibt, macht den werten Mister Perkins nicht weniger verdächtig.

Auf Drängen von Opa Ashby mieten sich Jay und Tom tags darauf in der Pension ein. Aber auch sie können Lila Miles nirgends aufspüren. Einzig eine starre Silhouette am Fenster zeugt davon, dass sie überhaupt noch hier wohnt.

Mit jeder Stunde, die die Jungen in dem einsamen Motel verbringen, schließt sich die Schlinge der Beklemmung enger um sie. Warum führt Lester Perkins Selbstgespräche mit verstellter Stimme? Warum täuscht er offensichtlich nur vor, dass Lila Miles noch im Haus weilt?

Produzent Sassenberg himself agiert als Lester Perkins in einzigartig gewollt monotoner Art und verbreitet allein auf diese Weise Unbehagen, die dem Hörer allerdings mehr auffällt als den übrigen Figuren. Horst Lampe ist herrlich schrullig und altverliebt als Opa Alfred.

Soundtechnisch ist die Reihe über jeden Zweifel herhaben und rangiert in diesem Punkt ganz oben in seiner Klasse.

Fazit: Perfekt abgestimmte Story mit Motiven aus dem alten Hitchcock-Film, die jedoch spätestens bei der berühmten Duschszene etwas aufdringlich wirken aber deshalb den gewollt humorigen Charakter schnell erkennen lassen.


Die Armee der Unsichtbaren
Die Armee der Unsichtbaren
Preis: EUR 5,99

3.0 von 5 Sternen Gewohnte Qualität, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Armee der Unsichtbaren (Audio CD)
Keine Dämonen, keine der üblichen Topfeinde, keine Höllenwesen. Automatisch ist das bei mir immer der bessere Sinclair. Diesmal geht es um Unsichtbare. Menschen werden unsichtbar gemacht zu Mördern. Auf diese Weise können mehrere Verbrechen begangen werden ohne dass ein Täter ermittelt wird. Doch natürlich ist John Sinclair dazu in der Lage.

Die Geschichte, die dem Gespensterkrimi mit John Sinclair (Nr. 70) zugrunde liegt übnerzeugt vor allem durch Spannung und weniger durch Grusel. Doch das tut dem Gesamteindruck diesmal keinen Abbruch, denn natürlich kann eine Gruselgeschichte auch einmal mehr kriminalistisch als unheimlich sein. Verschiedene Fans mochten das auch und lobten die Vielseitigkeit, von der allerdings viel zu wenig Gebrauch gemacht wurde.

Atmosphärisch, technisch und auch von der Inszenierung her geht diesmal wieder alles in Ordnung. Die Handlung ist wie gesagt brauchbar, zieht sich aber am Ende ein wenig zu stark in die Länge. Auch die Sprecher machen wie gewohnt gute Arbeit. Zwei Veteranen des Hörspiels, nämlich Karin Rasenack und Uschi Sieg sind hier ebenfalls vertreten. Rasenack dazu in ihrer typischen Art mit rauchig und böser Stimme als eiskalte Gegnerin von Sinclair.

Das Cover von Timo Würz schürt die Aufmerksam der Kunden. Im Gegensatz zu den echten spanischen Covern sind die doch viel lebendiger und aussagekräftiger als die klecksigen Heftromanabbilder.

Fazit: Im Gesamteindruck eher ein mittelmäßiges Hörspiel, wenn auch in gewohnter Qualität.


Serpent Island Teil 1 (S.01 E.08)
Serpent Island Teil 1 (S.01 E.08)
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen Späte Fortsetzung, 22. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Serpent Island Teil 1 (S.01 E.08) (Audio CD)
Da dauerte es nun 9 Monate bis nach Folge 7 nun endlich die achte Folge der ungewöhnlichen Familiensaga herauskommt. Die Geschichte ist damit immer noch nicht zu Ende erzählt. Die Chronik der Earlams ist eine gute Krimidee zu Beginn gewesen. Im Moment (frühestens seit Folge 7) stagniert die Handlung für meinen Geschmack etwas. Earlams Erzfeind Quint wird endlich der Prozeß gemacht. Damit kommt die Handlung scheinbar ein gehöriges Stück weiter. Doch wie es der Klappentext bereits verrät, wirft der Prozess neue Frage auf und treibt neue Blüten in die Handlung.

Interessant bleibt weiter der Stil und die Atmosphäre dieses Werkes, welches im London der 30er Jahre spielt.

Auch die Sprecher, teilweise aus dem Amateurlager, teilweise bekannte Profis machen Folge 8 der Earlam-Chroniken immer noch hörenswert. Die musikalische Untermalung ist sehr passend und trägt zum gelungenen atmospärischen Gesamtbild bei.

Fazit: Häppchenweise geht es weiter. Die Handlung tritt eigetlich auf der Stelle und nach fast neun Monaten nocheinmal nuanchenhaft anzusetzen ist sicher sehr gewagt für eine kommerzielle Produktion. Aber die Earlams sind nicht vergessen.


41/Verehrung
41/Verehrung
Preis: EUR 16,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alte Templer und Magier - schwache Lesung, 22. März 2014
Rezension bezieht sich auf: 41/Verehrung (Audio CD)
Beim aktuellen GB-Hörspiel handelt es sich um eine Lesung. Also ein Hörbuch. Die Erzählweise gerät dabei reichlich monoton. Die kleinen Musikpassagen sind okay. Doch eine Lesung ist freilich nicht jedermanns Sache. man benötigt sie auch nicht unbedingt für den Verlauf der Serie. Die Story ist zuerst als Roman erschienen. Damals im Fahrwasser des unglaublichen Erfolges der Hörspielserie. Nun fügt man die Handlung in die Hörspielserie ein. warum man kein richtiges Hörspiel draus gemacht hat, wird sicher eines der ungelösten Rätsel von Gabriel Burns bleiben.

Interessant ist in der Geschichte die Verbindung zu alten Templern und den Maya. Eine Querverbindung zu den Rätseln von GB erhalten hier ein neues Gewicht. Also eigentlich ganz spannend. Aber irgendwie passt es dann doch nicht in die Serie. und das nur weil es eine Lesung ist.

Fazit: Neue Lösungsansätze, neue Mythen. Aber eine Lesung braucht man nicht wirklich.


Mörderspiel
Mörderspiel
DVD ~ Magali Noël
Preis: EUR 11,23

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Schmankerl deutscher Krimikunst, 18. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Mörderspiel (DVD)
Die Handlung des Films beginnt damit, dass Troger (Harry Mayen) minutiös die Spuren eines von ihm begangenen Frauenmordes verwischt. Dabei hört man aus dem Off seine Stimme mit den Gedanken. Als er aus dem Haus tritt wird er von einem Bekannten aufgegabelt. Kersten (Götz George) ist nun ein unangenehmer Mitwisser. Er sah ihn aus dem Hause des Opfers treten. Die Gedanken Trogers beschäftigen sich nun fortwährend damit wie er Kersten beseitigen kann. Der nimmt Troger zunächst zu einer Party mit, auf der auch seine Frau weilt. Gastgeber ist ein reicher Industrieller, der mit Trogers Frau ein Verhältnis hat. Die Party ist langweilig und Kersten schlägt das Mörderspiel vor. Per Karten wird ausgelost wer Mörder und Detektiv ist. Das Opfer ist zufällig. Der Detektiv befragt nach dem Mord alle Gäste. Alle müssen die Wahrheit sagen, außer dem Mörder. Troger will die Gunst der Stunde nutzen und in der Dunkelheit Kersten töten. Doch er er verwechselt ihn mit Dahlberg, dem Industriellen. Unter allen Partygästen hat nur Troger ein Motiv, Dahlberg umzubringen...

Der alte Krimi ist ungeheuer spannend. Man darf Trogers Gedanken verfolgen, wie er verzweifelt versucht einen Mord zu vertuschen und dafür weitere begehen muss. Am Ende sieht es tatsächlich so als könne Troger entkommen - doch im letzten Moment passiert etwas womit er nicht mehr gerechnet hatte - und der Zuschauer auch nicht.
Während des gesamten Films ist die Spannung zum Zerreißen gespannt. Zwischendurch ein Bier holen ist nicht. Der Zuschauer ist gebannt und folgt der eigentlich sehr kammerspielartigen Handlung bis zum Schluss.

Man nehme: eine raffinierte Krimigeschichte, einen Schauplatz der einige Menschen an einen Ort fesselt und eine Schar von bekannten Darstellern. Harry Mayen mimt den kalten Mörder Troger grandios. Er scheint zu keiner Gefühlsregung fähig. Seine Frau hat ihn jahrelang betrogen. Nur im Gespräch mit ihr scheint er Gefühle zu zeigen, denn er leibt sie dennoch.
Götz George spielt 20 Jahre vor seinem Schimanski-Einstand einen Jüngling mit Partylaunen, der nicht ahnt in welcher Gefahr er ständig schwebt. Er ist als Kersten so ahnungslos, dass er dem Mörder schließlich sein Leben anvertraut.
Wolfgang Kieling (1986 übrigens ebenfalls mit Götz George in dem Thriller „Abwärts“ zu sehen) mimt den harten Kommissar und ihm zur Seite steht bei den Ermittlungen der grandiose Hans Paetsch.

Fazit: Ein wahres Schmankerl deutscher Krimikunst vom Krimiregisseur Ashely (Derrick, Der Alte, Jerry Cotton).


02: Todeszone Sinai
02: Todeszone Sinai
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 26. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: 02: Todeszone Sinai (Audio CD)
Ich sage "einfach nur genial". Auch der zweite Fall des Detektiven Morgenstern ist überragend und überzeugend. In Ägypten bekommt es der Ermittler mit ganzen harten Genossen zutun. Wieder ein neuer ungewöhnlicher Fall, der voller Überraschungen und Horrorelementen steckt.

Ein bisschen Horror ist MORGENSTERN schon. Wenn er so durch die Wüste eilt und Körperteile kürzlich hingerichteter entdeckt...

Die Folge ist wieder glänzend inszeniert, denn es ist nicht nur Sprecher Olaf Reitz, der die ganze Sache bewegend und recht flott herunter erzählt, sondern es sind auch die zahlreichen Nebengeräusche, die aus diesem Hörbuch von erfrischenden 70 Minuten, eine kurzweilige Angelegenheit machen.
Aber nicht nur der Inhalt überzeugt. Auch die äußere Aufmachung ist ein Hingucker. Man freut sich regelrecht auf die kommenden Folgen.


Draculas Liebesbiss (12) (Original Dan Shocker Hörspiele)
Draculas Liebesbiss (12) (Original Dan Shocker Hörspiele)
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen schön mit kleinen Makeln, 26. Februar 2014
Dass mit Draculas Liebesbiss ein Zweiteiler vertont wird, verschweigt R&B zunächst. Auf dem Cover wie im Inhalt. Doch der LB-Fan und Interessierte weiß um diesen Zweiteiler aus den frühen Jahren der Heftserie. Damit vertont man erneut einen richtigen Klassiker der Serie, der es auf jeden Fall verdient hat. Die Folge kommt actionbetont daher. Gruselig ist es nur stellenweise. Doch darüber kann man in diesem Fall hinwegsehen, denn die Spannung hat hier die Oberhand. Die Folge ist sehr unterhaltsam, hat aber zu Beginn etwas Schwierigkeiten in die Gänge zu kommen. Also die erste Viertelstunde ist etwas holprig und behäbig, da es hier mehr Dialoge als szenische Spannung gibt.

Das Finale ist ein Ohrenschmaus. Da gibt es Kampf- und Spannungsszenen, wie es sie oft bei LB am Ende gibt, wenn Iwan auftaucht und reinen Tisch macht.

Sprechertechnisch hat sich viel getan. Der produzent hat gut gemeinte Ratschläge entgegen genommen und Farbe und Abwechslung in sein Ensemble gebracht. Löwenberg ist ein inzwischen sehr routinierter Larry Brent geworden und auch Herr Nathan scheint mit seiner Rolle als Iwan warm zu werden. Schwächstes Glied in der Kette bleibt Jo Jung als Erzähler (nicht als Gallun, da geht er durch).

Das Cover von Timo Würz überzeugt auch diesmal nicht. Zu dunkle Töne, so dass die Hauptsache des Bildes nicht sichtbar ist. Das Cover sagt einfach nichts aus, deswegen nehme ich das Lonati Bild.

Fazit: Schönes Hörspiel, fast wie in alten Zeiten. Unfeinheiten bleiben weiter, z.B. die "falsche Ausprache" des X-RAY, was man meiner Meinung einfach gewählt hat um zwanghaft anders zu sein, als der Klassiker. Unnötig. Denn inzwischen dürfte sich die Serie von Simeon Hrissomallis seinen eigenen Stellenwert erkämpft haben.


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