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Rezensionen verfasst von
Matthias Klingenberg "Tea-Time" (Neukölln)
(REAL NAME)   

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Traumsammlerin
Traumsammlerin
von Patti Smith
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Gut aber wieso hat der Verlag den Originaltitel verändert?!, 3. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Traumsammlerin (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch mit poetischen kurzen Texten, Lyrikeinflechtungen, Gedankenspielen. Die Originalausgabe heißt "Woolgathering", die deutsche Ausgabe "Traumsammlerin". Warum? Die Autorin, man sollte es kaum glauben, hatte sich etwas dabei gedacht, das Buch so zu nennen. Es gibt ein Kapitel in dem die Bedutung des Originaltitels erklärt bzw. nicht erklärt wird ... man möge das Buch kaufen und lesen, um mehr zu erfahren. Auf jeden Fall ist Wollsammler oder Wollsammlung genau der Titel, den dieses Buch tragen sollte.

Patti Smith ist in diesem Büchlein auch gar keine Traumsammlerin, es handelt sich ganz platt gesagt, einfach nicht um Träume. Ausserdem ist der Titel in seiner männlichen Form, also Traumsammler, schon vergeben, der afghanische Autor Khaled Hosseini nannte seinen 3. Roman so.


Subkultur Westberlin 1979-1989. Freizeit. FUNDUS Band 203
Subkultur Westberlin 1979-1989. Freizeit. FUNDUS Band 203
von Wolfgang Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zu viel Tödliche Doris, 10. August 2013
Ein höchst amüsantes Buch über die Subkultur der 80er in Westberlin. Leider gleitet die hervorragende Darstellung dann und wann ins Anekdotische ab. Der Leser hat den Eindruck, dass der Autor dieses Werk auch nutzt um hier und da ein wenig gegen alte Mitstreiterinnen und Mitstreiter auszuteilen. Einige genannte Zeitgenossen werden ganz dezidiert angeriffen. Das ist Schade, denn woimmer Wolfgang Mülller dies tut, verliert das Buch an Überzeugngskraft und Stärke.

Ausserdem suggeriert der Titel einen Überblicksband und nicht eine Fokussierung auf Müllers Projekt Die Tödliche Doris; leider fehlt hier die Balance zwischen dem eigenen und anderen wichtigen Projekten.


Flüchtlingsgeschichten. 43 Berichte aus den frühen Jahren der DDR. Mit Photographien von René Burri.
Flüchtlingsgeschichten. 43 Berichte aus den frühen Jahren der DDR. Mit Photographien von René Burri.
von Erika von Hornstein
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Die Kraft von Zeitzeugengeschichten, 4. August 2013
Die Herausgeberin besuchte die Aufanglager in Berlin Marienfelde und in Westdeutschland (Friedland, nehme ich an) und hat über 100 Republikflüchtige interviewt. 43 der Zeitzeugengeschichten sind im Buch versammelt.

Das Buch zeigt sehr anschaulich, welche Wirkung es hat, wenn man die Betroffenen einfach erzählen lässt. Selbst, wenn der ein oder andere Moment, die ein oder andere Erzählung nicht ganz der Wahrheit entsprochen haben sollte, gibt das Buch in seiner Gesamtheit einen Einblick in die frühe DDR. Es erzählt, was pasiert, wenn man ohne nach links und nach rechts zu schauen, eine Idelogie, einen Plan, ein Sytsem über ein ganzes Land zu stülpen versucht. Spannend


Speaking to One Another: Personal Memories of the Past in Armenia and Turkey Wish they hadn't left Whom to forgive? What to forgive?
Speaking to One Another: Personal Memories of the Past in Armenia and Turkey Wish they hadn't left Whom to forgive? What to forgive?
von Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V.
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen ein Unikat, 4. August 2013
Das Buch enthält Zeitzeugengeschichten aus Armenien und der Türkei und ist ein Unikat, da dort türkische und armenische Zeitzeugen, Autoren und Wissenschaftler erstmals zusammen die schrecklichen Ereignisse der Völkermords an den Armeniern 1915 besprechen. Das Buch erschien in einer sehr kleinen Auflage und ist mittlerweile vergriffen.

Hier ein Link zu einer Rezension (in English)
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Enquire Within
Enquire Within

5.0 von 5 Sternen Psycho 80ies Indie at its best!, 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Enquire Within (Audio CD)
Dieses Album verirrte sich damals als Vinyl in meinen Plattenschrank. Das muss irgendwann um 1985 gewesen sein. Ich glaube, die Scheibe blieb nach einer Party einfach bei mir stehen (erinnere mich sogar, wer sie vergaß; und hoffe er will sie nie wieder haben), danach habe ich sie dann Jahre nicht angerührt, bis ich sie vielleicht Anfang der 90er began immer wieder zu hoeren. Bester Song "Master James", wer Jesus and the Mary Chain, New Model Army oder die frühen Belle und Sebastian Sachen mag, wird THE STEPPES lieben. Kaufempfehlung!


Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman
Der Turm: Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman
von Uwe Tellkamp
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der große Wenderoman?, 24. März 2013
Erleichterung. Ich habe den Turm tatsächlich bis zur letzten, fast 1000sten, Seite gelesen. Gibt dafür einen Leninorden? Nun zu dem, was mir wiederfuhr in der lesenden Zeit:

Erstens:
Ist Suhrkamp schon so weit runter, dass er keine fähigen Lektoren mehr hat? Dieses Buch hätte um mindestens 200 Seiten gekürzt gehört. Nicht, weil es zu viele Seiten hat, sondern, weil es unglaubliche Läääääääääääääääääääääääääääääängen und extrem unverständliche, ja unpassende Passagen (die kursiv gedruckten inneren Monolge und Selbstrefelxionen zum Beispiel!) hat. Wieviel würde der Turm an Höhe gewinnen ohne diese Seiten!

Zweitens:
Dieses Buch verliert sich in Details, beschreibt Gegenstände, Begebenheiten so unglaublich detailversessen, dass sich Panoramen längst vergangener DDR-Welten in Leserköpfen auftun. Kompliment an Telkamp! Diese Dichte hat noch kein DDR- oder Wenderoman erreicht.

Drittens:
Aber(!): der große Wenderoman ist er nicht, der Turm. Auch wenn der Erfolg, die euphorischen Besprechungen und der medial überall gegenwärtige Autor uns dies suggerieren möchten. Denn, der große Wenderroman muss die Frage beantworten, wie die friedliche Revolution möglich war. Telkamp wählt Dresden, wählt den miiieuhaften Teilausschnitt der Tumstraße, steigt tief ein, baut Charaktere, lässt die ganze selbsterlebte Autobiographie einfliessen, errichtet Welten und lässt sie an Realexistierendem zerschellen - aber dennoch, auch er kann die Frage nicht einmal für seinen kleinen ausschnitthaften Buchkosmos beantworten. Schade.

Wir warten weiter.


The Lost Tapes
The Lost Tapes
Preis: EUR 33,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen can can, 11. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Lost Tapes (Audio CD)
ich will mich nicht wiederholen (siehe die anderen rezensionen) aber das auf lost tapes hörbare material hätte locker drei weitere reguläre alben abgegeben.

für mich der absolute hammer und anspieltipp: millionenspiel
ebenso can'sche trance pur track 2 waiting for the streetcar.

was wohl auf dem rest der bänder noch der entdeckung harrt?


Waging Heavy Peace: A Hippie Dream
Waging Heavy Peace: A Hippie Dream
von Neil Young
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 37,78

5.0 von 5 Sternen Waging Heavy Peace, 3. Dezember 2012
Neil Young’s Hippie Traum, wie die deutsche Ausgabe leider heißt (die Beibehaltung des englischen Originaltitels Waging Heavy Peace wäre definitiv besser gewesen!), ist ein kurzweiliges Buch. Ich selbst las es in 3 Stunden auf meinen Anschlussflug nach Tiflis wartend. Zwei oder dreimal macht Herr Young Andeutungen, dass er Lust und Material für ein oder zwei weitere Bücher hätte, her damit! Denn das Lesen macht süchtig: Die lockere, nicht chronologisch arrangierte Lebensgeschichte macht großen Spaß. Young beschreibt die Episoden seiner mittlerweile 65 Jahre beinahe assoziativ in einer Art ungeordneten Retropsektive, die ein wenig an ein chaotoisch geführtes Tagebuch erinnert. Immer wieder kommt er dabei zurück in die Jetztzeit, redet über sich selbst, was er denkt und fühlt, während er Waging Heavy Peache niederschreibt. Die verschiedenen Plattenproduktionen, Konzertanekdoten und Backstagestories nehmen, wider Erwarten, nicht den Großteil des Buches ein; vielmehr widmet sich Neil Young ausführlich seiner zahlreichen Nebenprojekte, wie Pure Tone (eine qualitative Alternative zu mp3) und LincVolt (der Versuch einen alten amerikanischen Straßenkreuzer in ein low emision vehicle umzubauen). Angenehm auch, dass sich das Buch, im Gegensatz zu anderen seines Genres, in Anekdoten über die Großen des Rock’n’Roll auspart. Auch Seitenlange Gruppiestories über die obligatorischen Sixtyexsesse fehlen. Dafür liefert das Buch ganz nebenbei ein Panorama der 60iger und 70iger Jahre und der Rezeption dieser Zeit durch einen gealterten aber nicht zur Ruhe kommenden Zeitgenossen. Ein Stück Zeitgeschichte also. Absolut lesenswert!

And once you're gone,
you can never come back
When you're out of the blue
and into the black.


Goin' Out Of My Head (Verve Originals Serie)
Goin' Out Of My Head (Verve Originals Serie)
Preis: EUR 10,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen It's not goin' out of my head, 25. April 2010
"It was a very good year" (track 8) ist in der für Wes berühmten sanften Anschlagweise einfach so durchdringend, obwohl - den Kritikern zustimmend - s e i c h t. Es ist ein Dilemma der Musik- und Kunstgeschichte, das man/ frau nur das erfolgreiche Frühwerk dem Künstler als Schublade zugesteht. Dass dem Künstler, einmal erfolgreich, ein Schwenk, ein Durch- und Überdenken seines Schaffens negativ angekreidet wird. (Weiter-)Entwicklung als negativ belegtes Phänomen. Sorry, aber diese Album ist in seiner angepassten Orchester-anbiedernden Art einfach grandios. Das große Chillen à la Wes!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 16, 2010 1:54 PM CET


Mein letzter Versuch die Welt zu retten
Mein letzter Versuch die Welt zu retten
von Jo Lendle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

12 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mein letzter Versuch ein Buch zu schreiben, 1. Oktober 2009
Sorry, aber das ist ganz daneben. Alle die dabei waren und sich im Wendland verprügeln, wegtragen, beschimpfen, verhöhnen und verhaften (nicht zu vergessen naßspritzen) lassen haben werden dieses Buch bzw. seine nennen wir es einmal "Aussage" hassen müssen. Der Versuch eines viel zu jungen Demotouristen sich selbst zu finden hat leider nichts mit der bitteren Notwendigkeit zu tun gegen dieses Endlager und die Atomenergie zu kämpfen. Dieses Buch stellt den Kampf, der by the way mitnichten zu Ende ist und jetzt mit den Tigerenten neu entfachen wird und muss, in ein völlig falsches Licht. Es waren die Ereignisse von Tschernobyl (und wie die ganzen andere Orte nuklearer Unfälle und Verseuchungen heißen) und der stetige und von allen Gesellschaftsschichten getragene Widerstand der Menschen im Wendland und der BürgerIni Lüchow-Dannenberg, die Deutschlands Weg aus der Atomenergie geebnet haben. Dieses Buch stellt alles das in den Dienst einer kleinbürgerlichen pubertären Selbstfindungsstory, die nebenbei auch noch ganz grottenschlecht geschrieben ist - der Verfasser hat leider keinerlei Talent die bürgerkriegsähnlichen Zustände im Wendland auch nur annähernd wiederzugeben. Das systematische Überreagieren der Polizeikräfte dieser Jahre, die vielen Fälle von Körperverletzung und Demütigungen bleiben so gut wie unerwähnt.

Und! Der Quatsch am Ende des Buches - Tod an der Zonengrenze - und das durch Buch mäandernde Feuerwehrauto und seine Besatzung sind einfach ganz doof und unendlich langweilig.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 25, 2010 11:16 PM MEST


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