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Rezensionen verfasst von
McLarsen "McLarsen" (Berlin)

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Hardcore Will Never Die, But You Will
Hardcore Will Never Die, But You Will
Preis: EUR 15,35

4.0 von 5 Sternen Mogwai #7, 25. Dezember 2011
Das Album #7 dieser Band aus Glasgow mit dem genial blöden Namen "Hardcore Will Never Die But You Will" ist wiederum eine sehr gelungene Angelegenheit, eine Platte, die ich zu fast jeder Gelegenheit hören kann. Die Musik von Mogwai kann man etwa mit folgenden Stichworten beschreiben : Rockmusik, Postrock, instrumental, Tempowechsel, Laut/Leise Wechsel, hymnisch, Einsatz von Elektronik, das alles sehr dynamisch.

Der Opener "White Noise" ist ein gutes Beispiel für den Stil Mogwais, ein fortwährend anschwellendes Stück elektrischer Gitarrenmusik, Song #2 "Mexican Grand Prix" kommt mit erhöhtem Elektronikanteil und verzerrten Gesang daher und läßt sich bestimmt ganz gut tanzen, ich muß an MGMT denken. Das nächste Stück "Rano Pano", auch als Single erhältlich, ist das wohl eingängigste und hymnischste Stück dieser Platte. Für Leute mit fundierten Musikerwissen ist diese Platte sicher ein Leckerbissen, mir als Laie fehlen ein wenig die Worte zur weitergehenden Beschreibung der 10 Stücke, aber dazu wurden sie ja auch nicht gemacht, man soll sie ja wohlwollend hören... und das ist über allen Maßen gelungen. Laut mit Kopfhörern kommt sie übrigens am besten.

Ende September veröffentlichte die Band noch eine externe Platte : "Division Earth EP" mit teils klassischer Untermalung, dafür gibt es noch einen Zusatzpunkt...


Mockingbird Time
Mockingbird Time
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jayhawks united !, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Mockingbird Time (Audio CD)
Mitte der 1990er trennten sich die Wege der beiden Jayhawks Leader Gary Louris und Mark Olson, Louris machte trotzdem 3 Alben lang weiter als einziger Songwriter der amerikanischen Folkrockband und er machte es gut, die Countryeinflüsse wichen größtenteils poppigeren Klängen. Vor ca. 10 Jahren kam das Sommeralbum Smile in die Läden und war zusammen mit dem gleichzeitig veröffentlichten Teenage Fanclub Album Howdy! eines meiner Lieblingsalben dieses Jahres. Nun ist Mark Olson zurück und das erste gemeinsame Album seit 1995 ist im Kasten.

Schon gleich mit dem Opener wird klar, was drei Alben lang fehlte : der harmonische Gesang zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Hide Your Colours ist ein wunderbarer Popsong mit unheimlich viel euphorischem Harmoniegesang, Streichern, Piano, Glockenspiel, hui... ganz schön dick aufgetragen, aber sehr schön. Mit Closer To Your Side geht es ähnlich, wenn auch nicht ganz so üppig weiter. Die Single She Walks In So Many Ways zeigt dann die andere Seite der Band : eher schlicht gehalten und mit starken Einflüssen der Byrds, auch so geht Pop.

Mit Highwater Blues tauchen sie gleich in mehrere Richtungen, ein sehr vielseitiger Song, der sich allerdings erst nach mehrmaligem Hören öffnet. Mit dem Titelsong Mockingbird Time folgt das Highlight des Albums. Ähnlich opulent wie der Opener, dennoch 1000 mal trauriger, allerdings ohne runter zu ziehen, Mockingbird Time ist der schön-schaurigste Song des Jahres und mir fällt kein besserer Song dieser Band ein. Danach geht es weiter vielseitig zu, nicht immer auf höchsten Niveau, Guilder Annie könnte ich mir auch im MDR Abendprogramm mit Florian Silbereisen und hundert klatschenden Senioren vorstellen, aber das ist eher die Ausnahme. Blackeyed Susan erinnert mit der Violine etwas an die Waterboys und Hey, Mr. Man muß sich Eagles Vergleiche gefallen lassen.

Unterm Strich ist das Album auf Grund etlicher Songs, besonders des Titeltracks, ein erfolgreiches Comeback der Herren Olson & Louris. welcome back ! L.P.


Gravity the Seducer
Gravity the Seducer
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen just in time, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Gravity the Seducer (Audio CD)
Bevor ich von U2, Big Country, The Church, Simple Minds oder Waterboys mit Gitarren erleuchtet wurde, fand ich durchaus großen Gefallen an der damals noch recht neuen Welt des Synthesisers und wippte den Fuß vorsichtig zu den Takten von Soft Cell, OMD, Tears For Fears, Human League, Depeche Mode und Heaven 17, allessamt ja durchaus Vertreter der Musiker, die auch in der Lage waren, gute Songs zu kreieren. Mit der Entdeckung der Gitarre ca. 1983 verschwand mein Interesse zur elektronischen Musik in einer gut versteckten Schublade, welche lange geschlossen blieb, nur selten öffnete ich sie mal, z.B. in den 1990ern, als Saint Etienne mal vorbei schauten, oder seit 10 Jahren ab und zu, wenn es was neues von der Band gab, die dieser Musik, die sich heutzutage ja wieder größter Beliebtheit erfreut, stets die Fahne hochgehalten hat, auch zu Zeiten, als das niemanden interessierte : Ladytron.

Gravity The Seducer ist das 5. Studioalbum in 10 Jahren der Band, die sich nach einem frühen Roxy Music Lied benannten. Das schottisch-bulgarisch-englische Quartett mit Hauptsitz Liverpool belebt die eher minimalistische Elektronik der frühen 1980er Jahre, nicht alles finde ich genial, aber einige große Songs sind immer dabei, die es verdient hätten, in der einen oder anderen Hitparade abzuräumen, ganz oben mit dabei : Tomorrow vom letzten Album Veloficero. Die Hitsingle gibt es dieses mal gleich zu Beginn : White Elephant ist ein wunderbarer Popsong der eigentlich dringend in die Charts gehört, aber wie es immer so ist, den Ruhm stecken andere Künstler ein, auch wenn sie gaga sind... Ich hoffe nur, das genug von den Erlösen der Platte übrig bleibt, das es in zwei Jahren wieder neue Electropophits der angenehmen Art gibt... L.P.


What Did You Expect from The Vaccines?
What Did You Expect from The Vaccines?
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,05

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Debut des Jahres, 25. Dezember 2011
Das Debutalbum des Jahres kommt von der Londoner Band The Vaccines. Schon der Opener Wrecking Bar macht klar: ab geht's, wir sind jung, haben keine Zeit für Schnörkel 1-2-3 und schon wieder vorbei, in bester Ramones Manier. Neben Ramones muß man als Referenz dringend The Jesus & Mary Chain nennen, die anfangs auch mit kleinsten Mitteln coole Atmosphäre erzeugten, außerdem hat der Sänger eine ähnliche Stimmlage wie die Reids. Die Mehrheit der Songs ist um die 2 Minuten lang, die Hitsingle Post Break Up Sex beginnt gleich ohne Anlauf, nur selten hält die Geschwindigkeit inne, wie z.B. bei All In White, wobei deutlich wird, was für Potential in der Band steckt, die es erst seit 2010 gibt. Am Ende gibt es etwas Feedbacklärm bevor das Album mit einer schlichten Pianoballade als hidden Track ausklingt. Es darf befürchtet werden, daß von dieser jungen Band noch viel zu hören sein wird. L.P.


Travels in the Dustland
Travels in the Dustland
Preis: EUR 15,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein sehr erfreuliches Wiederhören mit alten Bekannten, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Travels in the Dustland (Audio CD)
Ja wie doch die Zeit vergeht, auch diese Band kenne ich jetzt schon 20 Jahre. Das erste mal sah ich sie im Sommer 1991 mit dem Album Scavanger im Gepäck, in einem kleinen Klub. Ich kaufte mir ein T-Shirt, zog es den nächsten Tag an , machte Mittagspause an einem Dönerstand in Kreuzberg. Plötzlich tippte mir eine zierliche Frau mit amerikanischen Akzent auf die Schulter und meinte auf deutsch, es seie ein sehr schönes T-Shirt. Es war Sängerin Carla Torgerson und der Rest der Band war auch dabei, ich war überrascht und ein wenig schüchtern, wir wechselten noch einige Worte miteinander und von diesem Moment an, war ich ein etwas größerer Fan der Band aus Seattle, ja Seattle, Anfang der 1990er Jahre DIE Stadt schlechthin : Nirvana, Pearl Jam, Alice In Chains, Soundgarden....aber die Walkabouts waren anders. Die Wurzeln der Band liegen deutlich im Folkrock, mit Grunge hatten sie nichts am Hut, die einzige Gemeinsamkeit war eine Vorliebe für knarzige Neil Young Momente. Das nächste Album New West Motel kaufte ich zwei Jahre später direkt auf der Bühne, von Carla, die sich tatsächlich an die Episode Dönerbude erinnern konnte, das Album wurde 1993 mit Abstand Platte des Jahres (wenn auch leider nur in meinem Kopf). Es folgte mit Setting The Woods On Fire ein weiteres gutes Album mit lauten Gitarren, danach wurde es ruhig, die Band hatte mit der Ballade The Light Will Stay On einen kleinen, aber beachtenswerten Charterfolg, ging mit dem Warschauer Philharmonikern auf Tour, machte Tributealben für europäische Songwriter und wurde auf dem deutschen Glitterhouse Label sesshaft. Hin und wieder besuchte ich vereinzelte Konzerte, vom Hocker konnte mich der Schlafwagenfolk der Band aber nicht mehr reißen. 2005 besannen sie sich endlich ihrer Fähigkeiten, laute Gitarren spielen zu können, veröffentlichten das Album Acetylene und hatten Erfolg mit der Single Devil In The Details, welche als Werbespot für Jack Wolfskin bekannt wurde. Privat hatte sich einiges geändert, Carla und Bandleader Chris Eckman waren längst kein Paar mehr, die Bandmitglieder leben auf der ganzen Welt verstreut, ein Grund für längere Veröffentlichungspausen. Nun, 6 Jahre später das neue Album Travels In Dustland, ein Konzeptalbum ist es geworden, ähnlich The Suburbs von Arcade Fire. Wo Dustland liegt (?), ich zitiere Chris Eckman :

'Er befindet sich irgendwo im westlichen Landesinneren, wo die Menschen schon immer ein hartes Leben hatten, die Umstände es ihnen aber heute nicht wirklich leichter machen. Einige Regionen dort haben sich in den letzten 100 Jahren nicht stark verändert. Ich wollte Dustland aber keinem konkreten Ort zuordnen, sondern eine Art Porträt eines fast realen Ortes skizzieren, es also wie William Faulkner halten, der ja auch in seinen Romanen das fiktive Yoknapatawpha County irgendwo in Mississippi erfunden hat, in dem all seine Geschichten spielen.'
(Quelle : Glitterhouse Records)

Musikalisch geht es wieder eine Spur ruhiger als auf Acetylen zu, manche Stücke könnten direkt aus der The Light Will Stay On Zeit stammen, nur nicht so üppig instrumentiert, andere wiederum aus den härteren Alben. Besang man 1993 noch Grand Theft Auto, heißt es heute Long Drive In A Slow Machine... man wird halt nicht jünger...

Insgesamt ist das Album, gemessen am eigenen Gesamtkatalog, keine Granate, aber dennoch allen zu empfehlen, die den Kontrast zwischen Engelsstimme Carla Torgerson und dem eher rauhen Organ von Chris Eckman schätzen. Es hat einige Balladen, ohne komplett in die Schwermut abzudriften, die viele Sachen aus ihrer mittleren Phase so langweilig machten. Im Januar steht mal wieder ein Konzert in Berlin an... vielleicht geh ich ja hin und bringe Carla einen Döner mit... L.P.
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Angles
Angles
Preis: EUR 6,99

4.0 von 5 Sternen Comeback !, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Angles (Audio CD)
Tatsächlich ist es bereits 10 Jahre her, als die New Yorker Band ihr starkes Debut "Is This It ?" veröffentlichte, genau so lang dauerte es meiner Meinung nach, bis sie wieder an dessen Qualität anknüpfen konnten, fand ich doch die Nachfolger "Room On Fire" und besonders "First Impressions Of Earth" deutlich schwächer, ja beinahe ärgerlich durchschnittlich. Nach 5 Jahren Pause und einigen uninteressanten Solowerken zündet die alte Magie wieder, die trockene Schnittmenge aus Velvet Underground und Television. Nachdem man das Gesicht wegen des scheußlichen Covers verzogen hat, überraschen die ersten Klänge von "Machu Piccu" mit komischen Reggaetakten, die darauf folgende Singleauskopplung "Undercover Of The Darkness" scheint wie vom Reißbrett gemacht, bleibt aber mit ihren ganzen Gitarrenhäkchen und Spielereien ewig lange im Ohr. Apropos Gitarren : "Two Kinds Of Happiness" ist so retro, das man sich echt an Tom Verlaine und Richard Lloyd von Television erinnert fühlt, nur das Schlagzeug kommt so grottig dumpf herüber, das man schon überlegt, ob das besonders cool ist, oder einfach nur Murks, ich tendiere zu ersteren. Man muß die Platte öfters hören um alle kleinen Häkchen zu finden, die das ganze interessant gestalten. Anderswo, z.B. in "Your So Right" und besonders "Games" dominieren betont billige Synthesiser den Sound der Gitarrenband, das ist nicht weiter schlimm, es lockert die Platte auf, am Schluß steht mit "Life Is Simple In The Moonlight" ein ruhiger Song, der mit 4:15 auch der längste der Platte ist, dann ist auch schon Feierabend. Kein Gramm zu viel. Fazit : hat mich wieder mal sehr gefreut. L.P.


Sky Full of Holes
Sky Full of Holes
Preis: EUR 16,72

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sommerplatte des Nichtsommers 2011, 16. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Sky Full of Holes (Audio CD)
Eine Sommerplatte aus dem Jahr ohne Sommer muß schon etwas besonderes sein. Ich nahm die Tatsache, es seie eine neue Platte der Fountains Of Wayne erschienen mit einem lapsigen Schulterzucken wahr. Zu lange ist es schon her, das mich die Band mit ihren melodiösen Powerpop begeistern konnte. 1997 das Debüt war schon großartig, auf "Welcome Interstate Managers" von 2003 waren immerhin eine Handvoll guter Songs dabei, der Rest ihrer Veröffentlichungen ging komplett an mir vorbei. Umso größer war die Überraschung, als ich das neue Werk "Sky Full Of Holes" das erste mal komplett hörte. Geblieben ist ihr Gespühr für hochmelodiösen Powerpop mit mehrstimmigen Gesang, der größtenteils sonnendurchflutet ist, aber beim genaueren Hinhören stets einige melancholische Tropfen offenbart. Was diesmal besonders auffällt, sind die Texte, worum ich mich im Allgemeinen weniger beschäftige, aber man hört einfach zu, wenn es um Erinnerungen an ein altes Sommerhaus, Richie und Ruben, die eine Bar namens "Living Hell" aufmachten, und lauter nette Geschichten rund um das Thema Versagen. Großer Höhepunkt : "Action Hero", so wohl musikalisch als auch vom Text. Spätpubertärer Fun Punk a la "Steacy's Mom" ist diesmal nicht dabei und nur einmal ("Radio Bar") wird es ein wenig beliebig. Im zweiten Teil der Platte wird es ein wenig countryesk, was neu für die Band ist und normalerweise nicht unbedingt zu meinen Baustellen gehört, aber auch das paßt, ich muß an The Jayhawks denken und das ist schließlich nicht verkehrt.

Fazit : Seit ich diese Platte höre, ist das Wetter endlich wieder sommerlich... Sky Full Of Holes... für die Sonne.


Red Barked Tree
Red Barked Tree
Preis: EUR 12,31

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wie schön, das es die noch gibt..., 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Red Barked Tree (Audio CD)
Wire, gegründet 1976, Pioniere der britischen Punkmusik, sind zurück und voll in der Gegenwart angekommen.

Als Kunststudenten hatten die Musiker um Colin Newman freilich wenig mit bierseligen Punk a la Sex Pistols zu tun, es war oft Improvisation, Experiment und eben, ja Kunst im umfangreichen Werk der Londoner. Waren die ersten drei Alben schlichter Punk mit Gitarre, Bass und Schlagzeug, entdeckte man in den Achziger Jahren die Elektronik, später sogar tanzbaren Pop (was nicht wirklich gelang). Vor 10 Jahren gab es dann die Reunion mit knüppelhartem Punkrock. Ich durfte dem Spektakel live beiwohnen und war beeindruckt von der Kompromisslosigkeit der Musik. Vor zwei Jahren meldete man sich mit "Object 47", einer Platte mit sagen wir mal modernem Indiepop zurück.

"Red Barked Tree", das neue Album hat ein wenig von allen vorangegangenen Veröffentlichungen, Punkrock (2 Minutes), Indierock (Please Take) und mit dem wundervollen Adapt sogar so etwas wie eine Ballade.

Alles in Allem so etwas wie eine Best Of Wire, aber mit ausschließlich neuen Songs. welcome back !
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Valley of Rain (25th Anniversary ed
Valley of Rain (25th Anniversary ed
Preis: EUR 18,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 25 years later..., 27. Februar 2011
Mittlerweile über 25 Jahre her, das Debütalbum der Band um Howe Gelb, dessen Rythmussektion, sprich Handlanger Convertino und Burns später mit ihrem Freizeitprojekt Calexico mehr Platten verkaufen sollten, als Giant Sand mit mittlerweile ca. 30 Platten, von etwa 20 Solo- und Nebenprojekten mal ganz zu schweigen. Sicher war nicht alles Gold in diesem üppigen Œuvre, aber gerade auf dem Debut der Band finden sich zahlreiche Perlen, darunter das herrlich pessimistische "Death, Dying & Channel 5" und der absolute Giant Sand Übersong "Valley Of Rain", der auch ein von Robert Forster geschriebener Go-Betweens Song hätte werden können (der wäre halt der australischen, statt der arizonischen Wüste entsprungen). Die Platte wurde gerade neu veröffentlicht, anlässlich des Jubiläums, allerdings mit anderer Titelfolge, sowas find ich komisch...

5 Sterne für das Original !


Buffalo
Buffalo
Preis: EUR 11,12

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Perfekter Pop vom Ende der Welt, 27. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Buffalo (Audio CD)
Wie eine frische Brise an einem lauen Sommertag (sic), ein leises Rauschen des Meeres an irgendeinem einsamen Strand Neuseelands, kommt der Opener dieser schönen und entspannten Platte von dieser Band daher. Ihre früheren Platten veröffentlichte das Sextett auf dem legendären Flying Nun Label, ein Name, der mir durchaus ein gewisses Strahlen in die Augen zaubert, gab es doch so nette Bands wie The Chills, Verlaines, Able Tasmans, JPS Experiance, Bailter Space, Tall Dwarfs etc..., ich habe eine Menge Flying Nun CDs im Schrank, allesamt aus den Achzigern bis Mitte der Neunziger, danach verlor ich die Neuseeländer etwas aus den Augen. The Phoenix Foundation sind die ersten seit ca. 1995, die ich als Flying Nun Band wahrnehme und ich bin begeistert. Wenn ich erklären sollte, was typisch neuseeländisch oder typisch Flying Nun sein soll, dann muß ich wohl stottern, versuche aber, es als Popmusik mit netten Ecken und Kanten zu beschreiben, genau wie dieses Album. Der Opener "Eventually" gibt die Linie für das Album vor, ein analoges Keyboard (erinnert mich an Swell) dominiert, der Sänger ist relaxed, als würde er die Zigarette danach rauchen, ich muß an The House Of Love denken, natürlich auch an die späteren The Chills Platten. Wenn man die Platte unaufmerksam hört, findet man warscheinlich nichts aufregendes, beschäftigt man sich etwas intensiver mit den Songs, wird man mit lauter kleinen, teils schrulligen Details fündig, etwa das kurze Gitarrensolo in "Flock of Hearts", das geradezu klingt, als wäre es einer Smokie oder Suzy Quatro Platte entsprungen. Anderswo tauchen komische Tröten und karibisches Geklimper auf, stets verhüllt in der weichen Decke dieser warmen Platte. In "Bitte Bitte" geht es offenbar um den Berliner Bezirk Mitte, in dem die Punks von den Yuppies verdrängt wurden, am Ende schwappt die Platte genau so relaxt aus, wie sie angerauscht kam. Ich werde diese Platte sicher noch einmal vorstellen, warscheinlich im Dezember, wenn die Platten des Jahres gekürt werden...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2011 12:08 PM CET


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