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Beiträge von Daniel Florian
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Rezensionen verfasst von
Daniel Florian "danielflorian.de" (Berlin)
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Unpolitische Demokratie: Zur Krise der Repräsentation (edition suhrkamp)
Unpolitische Demokratie: Zur Krise der Repräsentation (edition suhrkamp)
von Franz Walter
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,00

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spannendes Thema, aber Autoren scheitern an der Sprache, 22. März 2014
Mit "Unpolitische Demokratie" geben Danny Michelsen und Franz Walter einen mit 410 Seiten recht umfangreichen Überblick über die unterschiedlichen Theorien zu Postdemokratie. Die repräsentative Demokratie, so die Autoren, befindet sich in einer Krise. Auf der einen Seite entziehen sich globale Unternehmen zunehmend nationaler Rechtsetzung, auf der anderen Seite wächst das Unbehagen an der Basis und eine Vielzahl neue Bewegungen wie "Occupy Wall Street" stellen das politische System von unten in Frage.

Die Politik findet auf diese Herausforderung keine passende Antwort: direktdemokratische Verfahren, das zeigen die Autoren durch eine Vielzahl zitierter Studien, haben einen Bias hin zu einer bürgerlichen Elite und führen nicht notwendigerweise zu mehr "Gemeinwohlorientierung" in der Politik. Und technokratische Beratungsinstitutionen wie Kommissionen und Beiräte - aber auch internationale Organisationen - führen in den Augen von Michelsen und Walter zu einer immer fragwürdigeren Legitimität politischer Entscheidungen.

Das Buch behandelt also ein aktuelles und spannendes Thema - wer allerdings erwartet, dass die Autoren auch Vorschläge für eine Veränderung der kritisierten Umstände machen, wird leider enttäuscht. Der Band beschränkt sich auf die Beschreibung des Theoriediskurses und liefert keine politischen Handlungsempfehlungen wie das zum Beispiel Colin Crouch macht.

Am meisten krankt das Buch leider an der über weite Strecken unnötig schwierigen und verkopften Sprache. Dies ist umso verwunderlicher, als Franz Walter vielen ja eigentlich vor allen Dingen als "Spiegel Online"-Kolumnist bekannt ist. Schreiben kann er also. Dieser gravierende Makel ist auch den Autoren bewusst. In einer in dieser Form vermutlich einmaligen Nachbemerkung schreiben sie:

"Ganz leicht dürfte ihnen die Lektüre nicht gefallen sein. Der ältere der beiden Autoren des hier vorliegenden Buches weiß, dass die Form der Darstellung in einem scharfen Kontrast steht zu allem, was er über Jahrzehnte zum Stil sozialwissenschaftlicher Veröffentlichungen geäußert hat. (...) Der Autor, mitunter als Feuilleton-Politologe charakterisiert, hat die Virtuosität, mit der sein jüngerer Kollege den Stil des akademischen Theoriediskurses leichthändig beherrscht, zu bewundern gelernt. Aber sein Unbehagen daran ist nicht rundum gewichen. Seine Leser jedenfalls müssen mit vergleichbaren Pfadabtrünnigkeiten bei künftigen Publikationen nicht mehr rechnen."

Es drängt sich beim Lesen der Verdacht auf, Walter hat das Manuskript des Buchs erst vor dem Abgabeschluss beim Verlag gesehen und nicht die Zeit gefunden, das Buch so umzuformulieren, dass es auch für politisch interessierte "Normalbürger" lesbar ist. In dieser Form ist das Buch - trotz ein paar guter Gedanken und Ansätze - deswegen nicht zur Lektüre zu empfehlen.


Sozialstaats-Dämmerung
Sozialstaats-Dämmerung
von Jürgen Borchert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen Ohnmächtige Wut, 30. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sozialstaats-Dämmerung (Gebundene Ausgabe)
Borchert schreibt mit Leidenschaft. Seine Grundthese ist klar: die Last der Finanzierung des Gemeinwesens liegt überwiegend auf den Schultern einiger weniger, oft Familien, während Vermögende zwar von dem System profitieren, aber kaum in die Sozialkassen einzahlen.

So weit, so gut. Leider ergeht sich Borchert so in seiner Wut über das politische Establishment, dass die Vorschläge für eine Reform der Sozialversicherungen auf der Strecke bleiben. Der Autor verweist lediglich auf einschlägige Gerichtsurteile, macht aber keine Anstalten zu analysieren, warum eine politische Umsetzung dieser Urteile bislang ausblieb - und wie man den Knoten durchbrechen kann.

Auch dass sich Borchert mehr als einmal auf die Wikipedia als Quelle beruft fällt bei der Lektüre des - nach Angaben des Autors - schnell geschriebenen Buches auf. Ein wenig mehr Analyse und ein bisschen weniger Wut hätten dem Buch gut getan.


Simpler: The Future of Government
Simpler: The Future of Government
von Cass R. Sunstein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,11

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen "Nudge" Reloaded, 1. Januar 2014
"Simpler. The Future of Government" ist ein Rückblick auf die Zeit zwischen 2009 und 2012, in der Cass Sunstein als "Regulatory Czar" für die Obama-Administration tätig war. Als Verhaltensökonom hat Sunstein zusammen mit seinem Kollegen Richard Thaler bereits früher ausführlich über "nudges" geschrieben und darüber geforscht, wie eine kluge "choice architecture" das Leben der Menschen verbessern kann indem der Staat und öffentliche Institutionen kluge Anreize für gesunde Ernährung, Renten- oder Energiesparen setzen.

Leider liefert "Simpler" nur wenig Neues für Menschen, die auch "Nudge" gelesen haben. Viele der Dinge, die Sunstein in diesem 2008 erschienenen Buch beschrieben hat, versuchte er als "Regulatory Czar" umzusetzen und streckenweise liest sich das Buch wie ein Rechenschaftsbericht seiner Arbeit. Interessant ist das Kapitel über Kosten- / Nutzenrechnung als Grundlage für die Gesetzgebung. Hier hätte ich gerne noch etwas mehr über die Methode selbst gelesen, denn es bleibt unklar, auf welcher Basis die Kosten eines Gesetzes kalkuliert werden.

Verhaltensökonomie hat ein großes Potential für "gutes Regieren" - wer sich dafür interessiert, sollte aber lieber zu "Nudge" greifen, da "Simpler" im Vergleich nur wenig Mehrwert bietet.


Der Zirkus: Ein Jahr im Innersten der Politik
Der Zirkus: Ein Jahr im Innersten der Politik
von Nils Minkmar
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Spannendes Sittengemälde der Berliner Republik, 31. Dezember 2013
Über ein Jahr lang begleitete Minkmar den Kanzlerkanidaten der SPD, Peer Steinbrück. Herausgekommen ist ein Buch, das sich nicht darauf beschränkt, den - oft unkoordiniert und erratisch wirkenden - Wahlkampf der SPD zu schildern, sondern das ein Schlaglicht auf den Gemütszustand der ältesten Partei Deutschlands wirft und (durchaus selbstkritisch) beschreibt, in welchem medialen Umfeld Politik heute gemacht wird.

Der Wahlkampf, dessen Chronologie dem Buch einen roten Faden gibt, ist letzten Endes nur die Schablone für ein Sittengemälde der politischen Kommunikation zu Beginn der 2010er Jahre, die eng mit der Digitalisierung verbunden ist.

Mit Nachsicht beurteilt Ninkmar das Auftreten von von Peer Steinbrück im Wahlkampf und kritisiert seine Kollegen, die lieber über Steinbrücks Missgeschicke als über sein politisches Programm berichten wollen. Aufgrund der Komplexität moderner Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik fiele es den Medien eben leichter, ein Urteil über die Person und die moralische Integrität eines Spitzenpolitikers zu fällen als über seine fachliche Eignung. Und hier habe Steinbrück mit seinen Aussagen über das Kanzlergehalt, den Preis von Weinen und seine Rednerhonorare eben mehr Angriffsfläche geboten.

Dass Minkmar in seinem Buch den Wahlkampf und das politische Establishment allgemein mit einer gewissen Distanz beobachtet - schließlich ist er als Kulturjournalist nicht Teil des "politisch-medialen Komplexes" - ist eine der Stärken des Buches. Während Wahlkampf für Politik-Geeks ein kommunikatives Hochamt ist, fremdelt Minkmar auch nach einem Jahr intensiver Beobachtung mit dem Politgeschäft, was sich schließlich auch im Titel des Buches niederschlägt. Für ihn ist Wahlkampf ein "eigener Modus", geprägt durch "große Tristesse" und "seltenen Dorfplätzen des Glücks".

Deswegen ist das Buch auch nicht einfach ein Buch für Wahlkampf-Geeks, sondern ein nachdenklicher Zwischenruf über den Zustand der Demokratie in Deutschland. Der feuilletonistische Stil mag dem ein oder anderen Leser vielleicht etwas schwerfallen, wen das allerdings nicht stört, für den ist "Im Zirkus" eine wärmstens empfohlene Lektüre für die Zeit zwischen den Jahren.

Eine Langfassung dieser Rezension finden Sie auch auf meiner Webseite.


Die Moses Methode. Führung zu bahnbrechendem Wandel
Die Moses Methode. Führung zu bahnbrechendem Wandel
von Bernhard Fischer-Appelt
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wenig hilfreiche Anleitung, 5. Januar 2013
"Die Moses Methode" beschreibt, wie Manager Change-Prozesse in einem Unternehmen anstoßen und umsetzen können, bleibt dabei leider jedoch auf einer sehr allgemeinen und wenig konkreten Ebene. Der Change-Prozess wird in drei Stufen unterteilt - Personalisierung, Profilierung und Dynamisierung - und anhand von Beispielen aus deutschen Unternehmen beschrieben. Allerdings gehen die Beschreibungen nicht über die Tiefe von Zeitungslektüre hinaus und bieten daher wenig konkrete Anhaltspunkte, wie denn die drei genannten Stufen umgesetzt werden können.

Etwas genauer wird Fischer-Appelt im letzten Drittel des Buches, in dem er einem erfolgreichen Change-Manager drei Rollen zuweist - der "Prophet", der "Priester" und der "König" - die jeweils einen Aspekt des Change-Prozesses verkörpern.

Erst im Nachwort schreibt Fischer-Appelt, dass das Buch kein "aus wissenschaftlichen Untersuchungen abgeleitetes Werk" sei und das ist aus meiner Sicht auch der wesentliche Kritikpunkt, denn ohne diese wissenschaftliche Analyse ist der Band nicht mehr als eine Sammlung von gut recherchierten Anekdoten erfolgreicher Change-Prozesse, eingebettet in das "Thema" der Wanderung der Israeliten ins Gelobte Land. Wer vor der Herausforderung steht, selber einen Change-Management-Prozess zu leiten, ist mit einer empirischen Studie möglicherweise besser bedient ...


Machiavelli: oder Die Kunst der Macht
Machiavelli: oder Die Kunst der Macht
von Volker Reinhardt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Rehabilitierung von Niccolo Machiavelli, 31. Oktober 2012
Der italienische Diplomat, Philosoph und Dichter Niccolo Machiavelli gilt als ein zynischer Techniker der Macht, für den Erfolg wichtiger als Moral ist. In seiner umfassenden Biographie zeichnet Volker Reinhardt (Universität Freiburg) jedoch ein differenzierteres Bild von Machiavellis, der nämlich auch ein überzeugter Republikaner war, dessen großes Vorbild Rom auch Leitbild für den Stadtstaat Florenz sein sollte.

Andererseits ist die Republik in den Augen Machiavellis immer auch expansiv und Krieg ein legitimes Mittel der Politik. Die Glorifizierung des Krieges als Mittel der Politik bleibt ein sichtbarer Schatten auf dem intellektuellen Nachlass Machiavellis.

Stilistisch ist das Buch zwar wenig aufregend zu lesen, aber für Machiavelli-Interessierte ist es sicherlich dennoch eine Pflichtlektüre.

Eine ausführliche Rezension finden Sie auch auf danielflorian.de


Der Stratege: So werden Sie die Führungskraft, die Ihr Unternehmen braucht
Der Stratege: So werden Sie die Führungskraft, die Ihr Unternehmen braucht
von Cynthia A. Montgomery
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viele Fallstudien, etwas Handwerk, 30. August 2012
Das Buch bietet in knappen acht Kapiteln einen ganz guten Überblick über das Thema "Strategieentwicklung in Unternehmen". Zwei Dinge werden dabei besonders betont: 1) dass Strategien flexibel sein müssen und sich kontinuierlich weiterentwickeln; 2) dass Strategien keine Querschnittsfunktion im Unternehmen ist sondern eine Managementaufgabe. So weit so gut, allerdings wird der Rest des Bandes vor allen Dingen mit Fallstudien von Apple bis Gucci gefüllt, die zwar interessant sind, aber am Ende eben doch nur Fallstudien. Das Handwerkszeug zur Strategieentwicklung wird zwar "nebenbei" ebenfalls mitgeliefert, allerdings hätte man den Methoden der Strategieentwicklung insgesamt doch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken können.


Reemtsma auf der Krim: Tabakproduktion und Zwangsarbeit unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1941-1944
Reemtsma auf der Krim: Tabakproduktion und Zwangsarbeit unter der deutschen Besatzungsherrschaft 1941-1944
von Karl Heinz Roth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie deutsche Unternehmen die Nazi-Herrschaft nutzten, 23. August 2012
In dem Buch "Reemtsma auf der Krim" zeigen die Autoren auf eindrucksvolle Weise, wie deutsche Unternehmen die Nazi-Herrschaft genutzt haben, um ihre geschäftlichen Interessen voranzutreiben. Obwohl es im Deutschen Reich selber eine starke Anti-Nikotin-Bewegung gab, gelang es den Managern des Zigarettenkonzerns Reemtsma, die Krim und Teile des Kaukasus mit den dort befindlichen Tabakbetrieben für sich auszubeuten.

Den Autoren geht es dabei auch darum zu zeigen, dass die Zwangsarbeit in den besetzten Gebieten wesentlich weiter verbreitet war als es die Debatte um die Zwangsarbeiterentschädigung in den 2000er Jahren vermuten lässt. Tatsächlich arbeitete ein Großteil der Bevölkerung der Krim unter Zwang für die Besatzer.

An manchen Stellen hätte ich mir eine etwas dichtere historische Beschreibung gewünscht - allerdings muss man wohl konstatieren, dass die Quellenlage für diesen Teil der Geschichte nicht besonders groß ist, zumal es kaum eine historische Aufarbeitung der NS-Zeit durch die Sowjetunion gab. Auch verlassen sich die Autoren stark auf Interviews mit Zeitzeugen, die zur Zeit der deutschen Besatzung allerdings Größtenteils noch Kinder und Jugendliche waren.

Dennoch zeichnet das Buch ein interessantes Bild über einen bislang kaum beschriebenen Teil der deutschen Geschichte.


Das Ende des freien Marktes: Der ungleiche Kampf zwischen Staatsunternehmen und Privatwirtschaft
Das Ende des freien Marktes: Der ungleiche Kampf zwischen Staatsunternehmen und Privatwirtschaft
von Ian Bremmer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Analyse, aber die Empfehlungen fehlen leider, 21. März 2012
Mit seinem Buch "Das Ende des freien Marktes" liefert Bremmer einen umfassenden und gut zu lesenden Überblick über das Phänomen des Staatskapitalismus und beschreibt, welche Auswirkungen dies auf die Weltwirtschaft hat. Im Detail analysiert er die verschiedenen Instrumente staatskapitalistischer Systeme und skizziert die unterschiedlichen Strategien einzelner staatskapitalistischer Regierungen.

Etwas weniger klar sind seine Empfehlungen, wie die Regierungen der marktwirtschaftlichen Staaten damit umgehen sollen. Während Privatunternehmen mit Joint Ventures eine gute Möglichkeit haben, in staatskapitalistischen System Geschäfte zu machen, fällt der Politik eine Antwort auf diese Herausforderung schwerer.

Wegen seiner inhärenten Schwächen werde sich der Staatskapitalismus über kurz oder lang selber erledigen, so lässt sich Bremmers Haltung zusammenfassen. Aber ist das wirklich so? Diese Hoffnung hat sich auch nach dem Fall der UdSSR nicht bewahrheitet. Und was sollen unsere Staatschefs bis dahin tun? Die Hoffnung, dass eine Liberalisierung des Welthandels durch den Westen zu einer entsprechenden Öffnung auf der Gegenseite führen würde, kann nicht überzeugen, wenn man Bremmers eigener Argumentation folgt.


Schneeschwestern: Kriminalroman
Schneeschwestern: Kriminalroman
von Matthias Wittekindt
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie ein spannender "Tatort" in Buchform, 28. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Schneeschwestern: Kriminalroman (Taschenbuch)
Ein spannender Winterkrimi für kalte Nächte: die sechzehnjährige Geneviève wird nach einer Disko-Nacht erschlagen im Winterwald gefunden. Der Fall scheint klar, denn das Mädchen ist vor der Tat mit einem stadtbekannten Aufreißer gesehen worden. Aber das Team um Kommissar Colbert ermittelt weiter und entdeckt, dass der Fall doch vielschichtiger ist als ursprünglich gedacht. Das spannende an diesem Buch ist dass nicht der Kommissar im Mittelpunkt steht, sondern das gesamte Ermittlerteam - jeder mit seinen eigenen Fähigkeiten und seiner eigenen Persönlichkeit. Und auch der Schreibstil von Wittekind erinnert an einen Fernsehkrimi, so dass "Schneeschwestern" sich liest wie das Drehbuch zu einem "Tatort".


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