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Rezensionen verfasst von
Sarlascht

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Waidmannsdank
Waidmannsdank
von Alexandra Bleyer
  Broschiert
Preis: EUR 10,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Freund oder Feind?, 3. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Waidmannsdank (Broschiert)
Inhalt:
Freiwillig wollte Martin Schober eigentlich nicht mehr ins Mölltal zurückkehren, zu viele schwierige Gestalten, aber auch unangenehme Erinnerungen verbindet er mit seiner Heimat. Das Leben ist aber kein Wunschkonzert, so landet er doch wieder im Mölltal und das Sterben geht schon bald los. Nicht nur Vierbeiner müssen daran glauben, auch der ein oder andere Mensch muss sein Leben lassen. Einen Schuldigen gibt es schnell, aber wie es so ist, nichts ist so, wie es scheint – oder etwa doch?

Meine Meinung:
Ein Krimi ist für mich sehr sehr untypisch und doch habe ich zu „Waidmannsdank“ gegriffen – warum? Nun ja, überwiegend wollte ich wissen, ob es etwas an meiner Leseleidenschaft ändert, wenn ich einen Krimi aus meiner Region lese, wo Städte genannt werden, bei denen ich sagen kann, kenn ich, war ich gestern erst dort. Und tatsächlich, wenn man die Welt um den Krimi kennt, sind die Schauplätze noch deutlicher vor einem, wohl wissend nickte ich an den verschiedensten Stellen.

Okay, was ist aber jetzt für einen Leser, der nicht aus Kärnten kommt. Wird er sich langweilen? Zusammenhänge nicht verstehen? Die Antwort lautet klar: Nein! Sicherlich, für jemanden aus der Region ist es vermutlich ein Sahnhäubchen, doch kann der Krimi auch an sprachlicher und inhaltlicher Front überzeugen.
Die wirklich gut ausgearbeiteten Charaktere geben einen Einblick in das Leben auf dem Dorf, wie es wirklich ist. Für alle Stadtmenschen, es funktioniert ungefähr so: Man niest, am nächsten Tag wissen alle das man erkältet ist, zwei Tage später ist sicher, dass man die Schweinegrippe hat und am dritten Tag, am dritten Tag ist man dann vermutlich laut Dorffunk längst tot. Nicht umsonst heißt es, dass Leben in einem Dorf wäre sehr speziell und man könnte sich über die negativen Dinge auslassen, was die Autorin tut, aber nicht überwiegend, sie zeigt auch Zusammenhalt, wenn jetzt nicht unbedingt in einer positiven Angelegenheit, so ist es doch, vor allem für mich als Dorfkind, sehr nachvollziehbar. Braucht der Nachbar Hilfe, hilft man.
Diese Welt, dieses Leben, der Autorin gelingt es wunderbar es authentisch und nachvollziehbar zu skizzieren.

“Waidmannsdank“ ist ein Krimi, was die Frage aufwirft, ob es auch überzeugend und nachvollziehbar ist, bleibt es spannend? Zugegeben, auf den ersten Seiten war ich noch nicht sehr intensiv in der Geschichte, aber ab ungefähr der Hälfte, waren irgendwie alle Dorfbewohner verdächtig und ich lief richtig heiß. Die Autorin legt so viele Fährten aus, dass man irgendwann mal den Punkt erreicht, an dem man das Buch zum Fenster rauswerfen möchte, es nur nicht tut, weil man dann erst Recht nicht wüsste, wer gut und wer böse ist.

Jetzt kam aber ein Kritikpunkt, der doch ein wenig schwer wiegt: Es ist viele Namen in der Geschichte, ob Polizisten, Jäger, Dorfbewohner etc. Bis man es auf die Reihe bekommt, wirklich alle zuzuordnen, braucht es ein gutes Stück, schwerer wiegt jedoch, dass die Personen mal mit Vornamen, mal mit Nachnamen, auch, wenn ich mich richtig erinnere, mit Vulgonamen* beschrieben werden. Sprich, neben den Vornamen, muss man sich auch noch alles andere merken und es richtig zuordnen. Ehrlich, auch nach der Hälfte des Buches, habe ich mir dabei ziemlich schwer getan. Es ist halt etwas lässig, wenn man beim Lesen innehalten muss, um nachzudenken: Wer was das noch einmal?

Fazit:
Überraschenderweise hat mir dieser Krimi richtig gut gefallen, besonders, weil für mich der Bezug zur Region vorhanden war, allerdings kommen auch alle anderen Leser auf ihre Kosten, wenn es auch manchmal mit den Namen schwierig wird.

*Was für Namen?!? Keine Schande es nicht zu kennen, weil man es vermutlich nur weiß, wenn man vom Dorf kommt. Anstelle des Nachnamens, wird dieser oft durch etwas an der Familie Herausragendes überdeckt – Beispiel: Meine Familie heißt Ranacher mit Nachnamen, mein Großvater war Schuster. Schuster war unser Vulgoname – jeder nannte uns so, obwohl es nicht unser wirklicher Name war. Heutzutage hört es sich damit fast auf, bei uns ist es überwiegend die ältere Generation, die nach daran festhält).


Smart oder Die Welt mit anderen Augen: Roman
Smart oder Die Welt mit anderen Augen: Roman
von Kim Slater
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

3.0 von 5 Sternen Gute Ansätze, 28. Februar 2016
Inhalt:
Der 15-jähringe Kieran Woods tut sich nicht leicht in der Welt. Nähe zuzulassen, die Stimmung anderer zu erkennen und ähnliches, fällt ihm sehr schwer, was seine Mitschüler zum Anlass nehmen, um ihn zu mobben. Dafür kann er allerdings wunderbar zeichnen und ist ein guter Beobachter, alles war er braucht, um seinen Traum, später einmal Kriminalreporter zu werden, wahr zu machen.
Als er einen Obdachlosen tot im Fluss findet und die Polizei nicht sonderlich motiviert ist, darin ein Verbrechen zu sehen, ist es Kieran, der die Wahrheit ans Licht bringen möchte, unter allen Umständen.

Meine Meinung:
Der Inhalt alleine hat mich ein wenig an „Supergute Tage“ von Mark Haddon erinnert, da mich diese Geschichte damals nicht so überzeugt hat, war ich doch hier sehr gespannt, ob es jetzt funktionieren würde.

Kieran tut sich, man liest es aus dem Inhalt heraus, schwer mit anderen Menschen. Dadurch wird er für seine Mitschüler zur Zielscheibe, was oft auf seine Art zurückkommt. Er spricht aus, was er denkt, auch wenn es den Anderen verletzen könnte. Er tut es nicht willentlich, für ihn ist Ehrlichkeit einfach wichtig, in jeder Situation. Es sind aber nicht nur die Mitschüler, die damit Probleme haben, auch Erwachsene reagieren oft schroff. In der Schule unterstützt ihm die Lehrerin Miss Crane, sie hilft ihm, manchmal den Alltag zu verstehen. Was Kieran genau hat, weshalb er die Unterstützung braucht, dass erfährt man im Buch nicht, was allerdings auch gar nicht so wichtig ist, weil es viel mehr darum geht, die Welt mit seinen Augen zu sehen.

Sein Alltag ist nicht leicht, voller Tücken, weil er nicht immer versteht, warum die Menschen tun, was sie tun. Gerade diese Hilflosigkeit beschreibt die Autorin authentisch und nachvollziehbar. Mit Miss Crane versucht er sich in die Gesellschaft einzufügen, weiß, wann man lieber nichts sagt, aber mir kam es vor, dass er dadurch auch ein wenig verloren geht. Leider, so muss ich sagen, fehlen mir hier aber ganz oft die Gefühle. Mag sein, weil Kieran selbst so weit von seinen eigenen entfernt ist, doch war für mich die Geschichte doch sehr monoton. Das Mitgefühl für ihn hat mir einfach gefehlt und so konnte ich auch nicht ganz im Buch versinken.

Die Geschichte dreht sich darum, dass Kieran einen Obdachlosen tot im Fluss findet und sofort glaubt, dass es sich hierbei um Mord handelt. Die Polizei sieht es anders, glaubt die „Saufnase“ wäre einfach ins Wasser gefallen und ertrunken. Fall abgeschlossen. Gut, prinzipiell ist beides möglich, aber gerade die Kühle der Polizei, das Desinteresse an einem Menschen, nur weil er heimatlos ist, hat mich schon sehr mitgenommen. Jean ist ebenfalls obdachlos und eine Freundin von Kieran, gerade ihr zu Liebe, will er herausfinden, was wirklich geschah.
So ermittelt er und löst das Rätsel. Die Lösung verratet ich natürlich nicht, aber ich kann nur sagen, überzeugt hat es mich nicht. Zu viele lose Fäden, nicht wirklich nachvollziehbar und einfach seltsam. Vielleicht aber, sind solche Fälle einfach manchmal so – unergründlich.

„Smart oder Die Welt mit anderen Augen“ hat Potenzial, wobei ich sagen muss, dass es nicht ganz ausgeschöpft wurde. Der Ansatz gut, aber wenn es in die Tiefe geht, fehlt die Eindringlichkeit. Kierans Probleme mit Menschen waren mir zu oberflächlich, der Tod des Obdachlosen zu unverständlich, einzig der Umgang mit der Polizei, das Aufzeigen, wie „wertlos“ ein Leben in ihren Augen ist, nur weil ein Menschen aus dem Raster gefallen ist, dass hat mich mitgenommen und berührt.

Fazit:
„Smart – oder Die Welt mit anderen Augen“ ist sicherlich ein gutes Buch für Zwischendurch, aber man hätte meines Erachtens mehr aus dem Stoff machen können, so bleibt die Geschichte leider nicht in Erinnerung und ist schnell vergessen.


Die Luft da oben
Die Luft da oben
von Pauline Keller
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine große Überraschung, 12. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Luft da oben (Taschenbuch)
Der Inhalt klingt ziemlich verwirrend und seltsam, zumindest dachte ich es zu Beginn und hatte, zugegeben, nicht große Lust in die Geschichte abzutauchen. Das Versprechen jedoch, ein Buch über eine Außenseiterin zu lesen, hat mich dann doch angetrieben und was soll ich sagen, selten habe ich ein Buch gefunden, in welchem ich mich komplett verloren habe.

Aber fangen wir langsam an: Lena hält sich selbst für einen Freak, was einerseits an ihrer Größe liegt, die viele als Anstoß finden, Witze über sie zu reißen. Die Schulzeit war nicht leicht, immer von Zweifel geplagt, aber anstatt es irgendwann aufhört, dass sie für ihr Aussehen beurteilt wird, hat sie ihren Schwager Manfred, der damit weitermacht. Sie lässt sich zwar nie anmerken, dass die Witze sie verletzen, aber das tun sie und so ist sie voller Selbsthass, findet sich nicht gut genug. Klingt nicht so schlimm, aber ich verstehe die Protagonistin vollkommen, ich bin nicht groß, ich bin klein (1,54 m) und darf mir auch heute noch Spitznamen anhören. Hier geht es um die Größe, aber es spricht mehr an: Wie man aussieht, dass gibt die Natur vor, dafür kann man nichts, jemanden deswegen verurteilen oder auf dessen Kosten Scherze zu machen, ist einfach völlig unangebracht.

Es sind allerdings nicht nur diese Scherze, Lena gerade ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, doch anstatt sich ihre Eltern freuen, stellen sie nur die Frage, warum sie eigentlich noch keine Arbeit hat. „Die Tochter einer Bekannten, die hat sofort nach dem Studium angefangen zu arbeiten, aber unsere Lena ist für uns einfach eine maßlose Enttäuschung.“ Dieser Worte sind allgegenwärtig und Lena nimmt sie sich zu Herzen, ist sie wirklich so eine Versagerin? Das Studium seit 3 Wochen abgeschlossen und immer noch arbeitslos, einen Job bei ihrem Schwager Manfred in Aussicht, welchen sie aber nicht annehmen will, weil sie weiß, dort nur tägliche Schikane zu erleben. Ist sie zu wählerisch?
Und die Frage stellt man sich doch: Wie wählerisch darf man in der heutigen Zeit sein, sollte man nicht jeden Job annehmen, auch wenn man weiß, dass er einen nicht glücklich macht?
Ich zumindest befasse mich auch damit, wohin ich will, weil da wo ich bin, ich noch nicht wirklich angekommen bin. Mit Lena fühlt man mit, die Gedanken sind vertraut, als hätte die Autorin in meinen Kopf geschaut, manchmal, da war es schon ein wenig gruselig, wie vertraut ich mit Lena war.

Das Selbstbewusstsein von Lena ist eigentlich nicht vorhanden, hat sie einmal etwas Mut gefasst, ist glücklich mit sich, verschwindet er im nächsten Moment, durch ein verletzendes Wort schnell wieder und sie stellt sich die Frage: bin ich überhaupt gut genug für diese Welt?

Mir fällt es so wahnsinnig schwer, diese Geschichte in Worte zu fassen, weil sie nicht spektakulär ist, kein Feuerwerk nach dem Anderen, sondern einfach ein Buch über das Erwachsenwerden ist, sich selbst finden, mit all den Rückschlägen, die dazugehören.
Ich bin komplett im Buch versunken, weil mir der Inhalt, die Gedanken, die Zweifel und das Suchen nach sich selbst, so unglaublich vertraut waren.

Fazit:
Erwachsen werden, selbstständig sein, es ist ein langer Weg, auf dem man vielen begegnet, die es besser wissen, die alles besser wissen und nicht davor scheuen, einem zu sagen, was man alles falsch macht, aber letztlich ist nur wichtig, dass man selbst herausfindet, was richtig ist, den man kann ein Leben führen, wie es andere einen ausdenken, oder ein Leben, was einen selbst erfüllt.


Ewig verbunden
Ewig verbunden
von Diandra Voigt
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen Alles ist verbunden, 24. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Ewig verbunden (Taschenbuch)
Inhalt:
Sophie stirbt. In einem Rückblick erfährt sie, wie sie mit so vielen Menschen verbunden ist, weil sie einen Moment der Zeit mit ihnen geteilt hat, aber auch ihr eigenes Leben erhält Konturen und der Leser ist verwoben mit all den Strängen. Es ist eine Geschichte von vielen und doch nur von einer Person, eine Reise in die Welt, die einen die Augen öffnet.

Meine Meinung:
Ehrlich gesagt, konnte ich mir unter dem Buch nicht wirklich etwas vorstellen, aber da ich schon das erste Buch von Diandra Voigt „Gedankensturm“ gelesen hatte, stellte sich mir gar nicht, ob ich es eventuell nicht lesen sollte, weil wisst ihr, es gibt Geschichte, von denen weiß man vielleicht im Vorhinein nicht, um was sie handeln, aber man weiß, dass es wunderbar werden würde.

Sophie stirbt, damit fängt die Geschichte an und endet sie auch, dazwischen erfährt man in einzelnen Kapiteln, welche Menschen sie in ihrem Leben begegnet ist. Sie erzählen ihre eigene Geschichte, die zumeist düster ist. Ganz viele Lebensausschnitte und sie alle, sie sind miteinander verbunden, was beim Lesen klar wird, aber auch etwas schwierig ist. Wer war noch mal XY? Was hat er gemacht? Diese Fragen stellte ich mir, nachdem ich eine kleine Pause bei dem Buch eingelegt hatte, weshalb ich wohl raten würde, es rasch zu lesen, somit ist die Erinnerung frisch, ansonsten muss man, wie ich, auch einmal vorblättern, um den Zusammenhang wieder zu verstehen.

Der Schreibstil ist beeindruckend, eigentlich unbeschreiblich und doch versuche ich es. Wunderschön poetisch, dass man eigentlich gleich das ganze Buch mit einem Textmarker markieren könnte, allerdings ist es auch dieser Umstand, der es einen schwer macht, wirklich die Geschichte ohne Unterbrechung so lesen. Man möchte den Zusammenhang verstehen und liest weiter, wenn sie auch schon ein Gedankenknoten gebildet hat, was eigentlich negativ ist, weil man dann nicht mehr alles auffassen kann. Ist das Buch nun zu poetisch oder war ich als Leser zu überfordert? Vielleicht beides, aber vielleicht ist es auch einfach der Anreiz, das Buch noch einmal lesen zu wollen, der dann im Nachhall bleibt, weil man eben noch längst nicht alles erfasst hat.

In Diandra Voigts ersten Buch hatte ich viele Beistrichfehler entdeckt, deswegen habe ich ein wenig Angst gehabt, wie es hier wohl werden würde – es ist besser geworden, eindeutig, aber es sind immer noch sehr viele Fehler darin, auch simple Rechtschreibfehler, allerdings tut es der Geschichte an sich keinen Abbruch und ich sehe es positiv: das erste Buch war extrem fehlerhaft, das zweite hat sich gebessert und das dritte, es wird perfekt sein.
Was hier nur gut war, die Fehler stören den Lesefluss nicht, so war es nämlich leider bei „Gedankensturm“ und so ist es einfach ein kleiner Schönheitsfehler.

Lesern von Lilly Lindner kann ich dieses Buch nur ans Herz legen, besonders, weil mich „Ewig verbunden“ ein bisschen an „da vorne wartet die zeit“ erinnert. Inhalt, eine Geschichte in einer Geschichte sind ähnlich, obwohl die Lebensgeschichten ganz andere sind.

Fazit:
Diandra Voigt, diesen Namen sollte man sich merken. Eine Frau, die es versteht Worte in Sätze zu bringen, die einen direkt ins Herz fahren. Ich hoffe, von ihr noch ganz viel lesen zu dürfen.


Klausmueller - Ein Esel sucht ein Pferd
Klausmueller - Ein Esel sucht ein Pferd
von Pebby Art
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffentlich gibt es noch viele Bücher von Klausmüller!, 26. Februar 2015
Inhalt:
Was für ein Schock: Klaras Eltern beschließen, dass die Familie die Ferien bei Großtante Agnes verbringen soll. Eigentlich war ein Mallorca-Urlaub geplant, aber der fällt ja jetzt wohl ins Wasser. Auf Langeweile eingestellt, ist es für Klara eine wunderbare Überraschung, dass ihre Großtante Pferde hat und dann lernt sie auch noch den Jungen Joey kennen, aber das Beste: Ihr Stoffesel Klasmüller wird lebendig. Nun scheint der Urlaub doch nicht so schrecklich, doch dann verschwindet das Pferd Favorit und für Klara ist selbstverständlich: dieser Fall muss gelöst werden!

Meine Meinung:
Stofftiere spielen für viele Kinder (und einige Erwachsene) eine große Rolle, was wünscht man sich da mehr, als das sie lebendig werden. Genau so geht es aber mit Klausmüller weiter und ich wusste, es wird entweder richtig gut und nachvollziehbar, oder allerdings eine große Katastrophe. Entwarnung: Es wurde wunderbar und einzigartig!

Klausmüller, er ist eigentlich unbeschreiblich, zumindest tu ich mir mit den Worten schwer, aber er ist einfach zum Verlieben, seine große Klappe und sein Humor machen einfach Spaß, auch mich Erwachsene hat das Buch mitgenommen, nicht unbedingt wegen dem Kriminalfall, der zwar eine nette Sache ist, aber ich war dann doch einfach mehr in den Esel verliebt, der sich sofort in mein Herz geschlichen hat.
Klara selbst, so muss ich leider sagen, bleibt für mich ein bisschen im Schatten, die Hauptperson ist nun einmal Klausmüller, was dem Buch aber keinen Abbruch tut, wie gesagt, der Esel eroberte mein Herz und somit hat mir jede Seite einfach wahnsinnig viel Freude gemacht.

Empfohlen ist das Buch ab 8 Jahren, was schon passend ist, wenn ein Kind es selbst lesen möchte, meiner Meinung nach eignet sich die Buch auch als Vorlesegeschichte – gut, mit ca. 200 Seiten liest man dann vielleicht am Abend immer nur ein Kapitel, aber diese sind angenehm kurz gehalten, dass es überhaupt kein Problem sein sollte. Ich bin mir bei einem sicher, sollte ich jemals ein Kind haben, wird es definitiv Klausmüller kennenlernen.

Im Nachwort wird erwähnt, dass noch weitere Abenteuer von dem Schlaumeier erscheinen sollen und wisst ihr was: Ich warte sehnsüchtig darauf. Nach dem Lesen war ich sehr traurig, dass ich Abschied nehmen musste, ich wollte es einfach nicht, ich wollte einfach weiterlesen und weiterlesen und weiterlesen. Ein Reihenleser bin ich nicht, viel zu mühselig finde ich es meistens, aber hier würde ich glatt eine Ausnahme machen. Liebe Peppy Art, bitte schreib unbedingt noch ganz viel mehr!

Fazit:
Ich liebe Klausmüller – es ist eine Geschichte für Kinder, aber auch Erwachsene, die nie vergessen haben, wie schön es ist, ein Stofftier an seiner Seite zu haben.


Lonesome zweisam (Edition Pure)
Lonesome zweisam (Edition Pure)
von Christian Hanewinkel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Eine einzigartige Liebesgeschichte, 17. Dezember 2014
Inhalt:
Tom und Viola, der Zufall führt sie zusammen und doch, einsame Wölfe, sie finden schwer zueinander und wolle doch nur Geborgenheit. Ein Risiko, wenn man sich selbst irgendwie im Leben verloren hat und versucht, sie irgendwie zu finden, geht es leichter, wenn man jemanden an der Seite hat oder wird alles nur noch komplizierter?

Meine Meinung:
Skeptisch war ich bei diesem Buch, klingt es doch ein wenig so, als wäre es eine haltlose Liebesgeschichte, zumindest malten sich meine Gedanken dahingehend aus und es ist auch eine Liebesgeschichte, durchaus, aber eine ganz besondere.

Tom und Viola, sie treffen sich zufällig, so fangen Geschichten häufig an, aber es ist auch der Zufall, der sie immer wieder einander in die Arme treibt, doch besonders Viola, sie sträubt sich gegen diese Arme, glaube etwas wie Liebe nicht verdient zu haben, war sie doch ein Leben lang von ihrer Mutter dominiert worden, die auch jetzt noch versucht Macht über sie auszuüben.

Außenseiter, Tom und Viola sind welche, weil sie, wie es mir vorkam, weitab vom Leben standen, ein bisschen verloren in sich selbst und in der großen Welt, suchen sie etwas, wobei wissen was sie suchen, sie vermutlich nicht wissen und auch als Leser ist man ein wenig ratlos, aber doch, zumindest ich konnte mich gut in sie versetzen. Die Beiden stehen an der Schwelle zum Erwachsen werden und wer schon in der Situation war, der weiß, es ist eine schwierige Zeit voller Veränderungen und diese werden in der Geschichte richtig gut spürbar.

Wie geschrieben, Viola windet sich und Tom ist betrübt, weil er sie nicht halten kann. Man lernt beide Seiten kennen, wobei man natürlich merkt, dass beide im Prinzip das Gleiche wollen: Geborgenheit. Sie windet sich und er streckt seine Arme aus, zwei unterschiedliche Versuche und gerade dieser Kontrast macht die Geschichte so spannend. Ich muss zugeben, Tom war mich um Längen lieber, er war traurig, sehnsuchtsvoll und verloren, in den Arm wollte ich ihn nehmen, trösten und sagen: Ja, das Leben ist schwer, aber gib bitte die Hoffnung nicht auf.
Viola, sie war ziemlich anstrengend. Sie war kalt gegenüber Tom, wobei ich glaube, sie selbst hatte keinen triftigen Grund dafür und vielleicht ist sie mir nur unsympathisch, weil sie sich selbst nicht leiden konnte und deswegen alles madig an ihr redet. Obwohl ich sie nicht mochte, passt sie für mich perfekt in die Geschichte.

Einen Kritikpunkt gibt es jedoch: das Buch, es würde gut noch mehr Seiten verdienen. Das Ende, es ist geschrieben, als wäre der Autor in Eile gewesen und wollte schnell Schluss machen. Es gibt einen Sprung, einen weiten in die Zukunft und als Leser wollte ich mehr Zwischensätze wissen, wie es geschah, wie sie diesen Punkt erreichten usw. Vielleicht möchte der Autor, dass man sich selbst Gedanken macht und die Fantasie spielen lässt, aber ehrlich gesagt, hätte ich es schöner gefunden, wenn ich Geschichte rundum erzählt bekommen hätte.

Fazit:
Eine etwas andere Liebesgeschichte, über einsame Wölfe, verloren im Leben und der Welt.


Atemnot
Atemnot
von Ilsa J. Bick
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atemnot, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Atemnot (Broschiert)
Inhalt:
Jenna Lords Leben ist nicht einfach, in der Schule neu, mit psychischen Problemen behaftet, mit Eltern gesegnet, die genug eigene Probleme haben und einen Leben, was vor ein paar Jahren beinahe geendet hättet. So sieht es in ihrer Welt als, ihr einziger Halt war ihr Bruder Matt, doch dieser ist im Irak stationiert und kann sie somit nicht beschützen, doch es gibt jemanden, der sich für sie interessiert, auf seine eigene Weise.

Meine Meinung:
Nach dem Cover zu urteilen, hat man es hier mit einem Thriller zu tun und eigentlich ist auch die Autorin dafür bekannt, eher horrorartige Geschichten zu schreiben (Die Ashes Reihe), aber in diese Kategorie passt dieses Buch nicht. Es ist ein ernstes Jugendbuch, was viele Themen anschneidet, worin auch das Problem besteht, es schneidet zu viel an. Es kam mir ein bisschen so vor, als hätte Frau Bick einfach zu viel gewollt. Gewiss, alle Themen sind wichtig, sehr sogar, aber dadurch, weil man eben alle versucht einzubringen, geht keines wirklich in die Tiefe und wird eher nur oberflächlich behandelt, was ein wenig schade ist, hätte man sich eingegrenzt, dann hätte alles ein bisschen eindringlicher sein können, aber schlecht ist die Geschichte trotzdem nicht.

Jenna kommt neu in die Schule und sich einleben, es ist immer eine schwierige Sache, wo sie doch das Gefühl hat, am äußeren Rand zu stehen, nicht in die Mitte zu finden, doch da ist ein Lehrer, Mr Anderson, er nimmt sich ihr an und möchte ihr helfen, kennt er doch auch selbst die grauen Seiten des Lebens. Aus diesem Strang entwickelt sich jetzt auch die Hauptgeschichte des Buches, die auch ehrlich gesagt für mich schon ziemlich schnell offensichtlich war, trotzdem ist es der wunderbare Schreibstil der Autorin, der mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht hat, mich durch die Seiten zu arbeiten, weil man zwar vielleicht wissen mag, was passiert, aber es gibt doch so viele interessante Verzweigungen, auf die ich doch niemals gekommen wäre. Das Spannungslevel ist somit sehr gut gelungen.

Ein bisschen unglücklich bin ich mit dem Ende. Auf der einen Seite ist es natürlich ein gelungener Abschluss, schließt gut ab, auf der anderen Seite ist es ein etwas kitschig und so ganz anders wie erwartet. Ich zumindest hätte mir einen anderen Schluss gewünscht, wenn ich auch ehrlich sagen muss, so genau kann ich nicht sagen, was ich mir gewünscht hätte.

Dieses Buch habe ich in Zuge einer Leserunde gelesen, wo die Meinung aufkam, dass das Buch mit einer Altersempfehlung von 12 Jahren zu niedrig ist und dem gebe ich Recht. Ab 14 Jahren ist die Geschichte schwer verdaulich, aber doch empfehlenswert, es sind einfach eine Dinge sehr detailreich beschrieben und mit so einer Heftigkeit sollte man nicht unbedingt ein Kind konfrontieren, wobei, so extrem heftig, wie viele gesagt haben, fand ich es dann auch wieder nicht, aber da geht es wohl auch darum, wie weit und gefestigt man für sein Alter ist.

Fazit:
Ein spannungsgelandenes Buch, was einen auf eine besondere Reise mitnimmt und besonders durch einen einnehmenden Schreibstil besticht. Ein paar kleine Fehler gibt es, aber ansonsten ein gelungenes und eindringliches Jugendbuch!


Ein Mann namens Ove: Roman
Ein Mann namens Ove: Roman
von Fredrik Backman
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man weint und lacht, 27. August 2014
Inhalt:
Der 59-jährige Ove ist ein Nachbar, wie man ihn sich nicht wünscht. Jeden Morgen startet er seine Kontrollrunde und schaut, ob die Mülltrennung stimmt, die Fahrräder auch ordentlich verräumt sind und notiert sich die Falschparker. Man könnte sagen, ein Mann der wirklich nicht liebenswert ist, doch so ist Ove eigentlich nicht, es ist die Trauer, die diesen Mann so verbittern ließ. Seit seine Frau Sonja gestorben ist, hat er jeden Halt im Leben verloren, als man ihn auch noch in Rente schickt, hat er, so ist er der Meinung, überhaupt keinen Sinn mehr. Dann zieht eine neue Familie in sein Nachbarhaus und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war.
Meine Meinung:
Es ist wirklich so, nach wenigen Seiten, da mag man Ove nicht besonders. Er ist dieser Bilderbuch Horrornachbar, die man lieber aus der Ferne genießt und auch, als die Familie neben ihn einzieht, wird es nicht unbedingt besser, es ist nur so, durch seine direkte Art ist er unerwartet witzig, besonders mit der neuen Nachbarin harmoniert dieser Humor perfekt.
Und ich dachte mir – kann man ein Buch mögen, wenn man für den Hauptcharakter nur Ablehnung übrig hat und letztlich weiß ich jetzt, man kann und die Dinge sind nicht immer so, wie man auf den ersten Blick denken mag. Ove ist vielleicht penibel und auch nervig, aber es ist die Trauer, die ihn so werden hat lassen. Sonja, seine Frau, er hat sie vergöttert, ja es vielleicht nicht überdeutlich gezeigt, aber die beiden, sie haben sich einfach ergänzt. Jetzt ist seine zweite Hälfte weggebrochen und wie kann man da diese Bitterkeit nicht verstehen, die er ausstrahlt. Diese Bitterkeit sieht man auf jeder Seite, aber man sieht auch eines, dieser Mann, so nervig er auch sein mag, ist eine wundervolle Person. Alles scheint man von ihn haben so können, fragt man nach einen Gefallen, dann tut er ihn auch, natürlich murrt er und meckert, aber letztlich, da würde er für seine Mitmenschen vermutlich alles tun.

Auf den Cover ist neben Ove eine Katze abgebildet – mhh…ich als Leser mach mir vor Beginn eines Buches gerne darüber Gedanken, was es wohl mit der Geschichte zu tun hat, weil es meistens doch irgendwie immer zusammenpasst, aber was sich hier entwickelt, ist vermutlich eine Herzensangelegenheit sondergleichen. Zu viel mag ich nicht verraten, aber dieser kleine Handlungsstrang geht einen so nahe, dass man dieser Geschichte irgendwann komplett verfällt, weil so viele kleine Dinge zusammenkommen, die einen zutiefst berühren und lange nicht mehr loslassen.

Man lernt aber Ove nicht nur heute kennen, oft blickt er auf sein Leben zurück und man darf ihn in die Vergangenheit begleiten, lernt ihn als Kind und Jugendlichen kennen, letztlich auch den Moment, wo er Sonja trifft und wie sie zueinander finden, was auch wieder so eine herzergreifende Geschichte ist, dass ich mich während der Lektüre des Buches wie in einen Gefühlskarussell fühlte, man lacht und weint, aber eines ist ganz wichtig – mag lernt Ove lieben und abschließend lässt sich nur sagen, dieser Mann ist auch mit all seinen Ecken und Kanten liebenswert.

Fazit:
Ein Buch, was die ganze Gefühlspalette für den Leser bereithält. Zwischen einen Lachen auf den Lippen und Tränen der Trauer in den Augen, ist alles dabei und macht diese Geschichte zu etwas sehr besonderen, was ich niemals missen möchte und sicherlich wieder lesen werde. Absolut empfehlenswert.


Ein ganz besonderes Jahr
Ein ganz besonderes Jahr
von Thomas Montasser
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ganz besonderes Buch, 24. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein ganz besonderes Jahr (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Valeries Tante verschwindet und alles was bleibt, ist ein Zettel, in dem sie darum bitte, dass sich ihre Nichte um alles kümmert, alles schließt auch ihre Buchhandlung ein, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Es ist nicht das Sortiment, was Mängel aufweist, die Kunden fehlen und mit etwas Widerwillen macht sich Valerie an, diese Tatsache zu ändern.
Eines Tages stößt sie auf ein merkwürdiges Buch, es wurde nicht zu Ende geschrieben, sie hält es für ein Mängelexemplar und wirft es zum Altpapier, doch dann betritt ein Kunde ihren Lade, der genau dieses Buch sucht. Ein Jahr voller Wunder beginnt!

Meine Meinung:
Ich hatte ja ein bisschen Angst, dass mir die Geschichte zu romantisch sein könnte, weil Frau findet Buch, welches Mann sucht, man könnte sich zusammenreimen wie es weitergeht, aber hier ist nicht die Beziehung untereinander im Vordergrund, hier geht es um dieses Buch, um Bücher an sich und einen ganz besonderen Buchladen.

Valerie weiß nicht, ist ihre Tante tot oder hat sie sich einfach eine Auszeit genommen, sicher ist nur, sie muss sich um ihren Laden kümmern. Ihre Tante war eine Buchliebhaberin, Valerie selbst mag zwar Geschichten, aber verliebt in sie, nein, dass ist sie nicht, noch nicht. Diese Entwicklung, die sie nimmt, ist wunderschön und eine Hommage an die Literatur. Als Buchhändlerin muss sie sich natürlich auch mit ihr Sortiment auseinandersetzen und da es sowieso an Kunden mangelt, liest sie sich quer durch den Laden. Als Leser darf man ihrer Lektürenliste lauschen, Titel werden genannt, die ich zumindest sofort recherchieren musste, damit ich mir auch wirklich ein vollkommenes Bild von Valeries Alltag machen konnte.

Jetzt könnte man denken, ein Buch über Bücher, wie nett, aber es ist viel mehr, weil als Buchhandlung hat man auch Kunden, vielleicht in Valeries Fall nicht viele, aber die die kommen, sind dafür umso ausdrucksstärker, wobei zwei besonders hervorgehoben werden und dieser Wechsel, zwischen verloren gehen zwischen Seiten und diese mit anderen zu teilen, der macht die Geschichte zu etwas ganz besonderen. Ich würde sagen, für einen Buchliebhaber ist es ein richtiges Wohlfühlerlebnis, wenn man die Zeit mit Valerie teilen darf.

Aber da war es ja noch, dass nicht fertiggeschriebene Buch, natürlich erfährt man auch seine Geschichte, die aber wieder so punktgenau ist, dass ich mich frage, wo sich der Autor versteckt hat. Sprachlich eine wahre Perle, kann das Buch allerdings auch inhaltlich auf ganzer Linie überzeugen. Es geht einfach alles Hand in Hand und hätte vermutlich perfekter nicht sein können.

Ich bin ja kein großer Fan von offenen Enden und ich dachte mir, ach herrje, genau damit werde ich hier abgespeist, aber auch hier macht der Autor eine Drehung, damit jeder zufrieden ist, der, der sich lieber selbst noch Gedanken über die Geschichte machen mag, aber auch der, der gerne zu einen vollkommen Abschluss finden möchte.

Fazit:
Wer diese Geschichte nicht liebt, der mag vermutlich Bücher nicht besonders gerne. Rundum gelungen, erzählt der Autor über eine Buchhandlung, die nach wenigen Seiten gedanklich im Kopf erscheint und von der man weiß, sie niemals wieder verlassen zu wollen.


Das Reich der Tränen
Das Reich der Tränen
von Janine Wilk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, bis auf das Ende, 8. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Reich der Tränen (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Mia wohnt mir ihren Eltern und dem Hund Goldi in einer großen Villa, was nach außen hin ein schönes Bild abgeben mag, schaut hinter den Mauern jedoch anders aus. Ihre Mutter hat ihre Gefühle nicht unter Kontrolle, lässt ihre Wut oft an dem kleinen Mädchen aus und ihr Vater, er schweigt darüber. Zuflucht findet sie in ihrer Fantasiewelt, welche von Königin Zenoide regiert wird, diese jedoch trachtet ihr nach dem Leben, als sie ihren besten Freund Goldiur gefangen nimmt, unternimmt Mia alles, um ihn wieder zu befreien.

Meine Meinung:
Das Buch hat mich sofort an „Die Goldatmerin“ von Susanne Markgraf erinnert, zumindest der Inhalt verspricht eine ähnliche Darstellung der Dinge und so war es letztlich auch, zu sagen, welches Format besser war, kann ich nicht, es sind jedenfalls beides sehr wichtige Geschichten, die erzählt werden sollten, die Kinder Mut machen, ihre Gefühlen zu vertrauen und eine Stimme zu finden, wenn ihnen Unrecht angetan wird.

Mia ist sehr verschwiegen, nur dem Leser lässt sie an ihren Gedanken teilhaben und die sind so schmerzhaft, dass der Wunsch wächst, sie einfach irgendwie zu beschützen, doch das Mädchen, so zerbrechlich es wirken mag, finde Schutz in ihrer Fantasie, man könnte auch sagen, sie flüchtet vor der Realität, aber manchmal, da braucht es einfach die Illusion, um das Leben zu überstehen. Das Reich der Tränen ist spannend aufgebaut, natürlich muss man sich erst einmal einlesen und auch dazu bereit sein, seiner Fantasie Flügel zu verleihen. Man stolpert vielleicht zuerst ein wenig über die Namen der einzelnen Personen, doch langsam werden sie zu Vertrauten und man hat das Gefühl, tief in der Geschichte zu sein, viel mehr verwoben mit dem Ganzen, wie man zu Anfang annahm.

Die Altersempfehlung für dieses Buch ist 11 Jahre, an und für sich klasse, es ist wichtig, das Kinder auch mit solchen schweren Themen in Berührung kommen, wenn sie selbst betroffen sind, vielleicht einfach merken, dass es Hilfe gibt, hier jedoch gibt es meinen großen Kritikpunkt – das Ende. Diese Geschichte macht keinen Mut, es gibt viel mehr den Hinweis: schweige und lüge, damit niemand dein Geheimnis erfährt. Ich mag Bücher, die ein trauriger Ende haben, aber manche Geschichte, besonders bei diesem Thema und für diese Altersempfehlung brauchen ein gutes Ende, damit sie Mut machen und nicht noch mehr zum Schweigen verleiten.

Es ist jetzt nicht so, dass das Ende vollkommen unbefriedigend ist, viel mehr, es ist einfach nicht vorhanden, die Fantasiegeschichte mag abgeschlossen sein, doch Mias Leben, aus dem wird man ausgeschlossen und trifft sie nur kurz als Erwachsene wieder, wie sie aber die Zeit überstanden hat, dass erfährt der Leser nicht. So fantasievoll und toll der vordere Teil ist, so kaputt wird es durch das Ende, so sollte man in meinen Augen die Geschichte nicht stehen lassen. Ein Erwachsener kann damit vielleicht umgehen, sieht diesen Sprung als großes Stilmittel, sich selbst Gedanken zu machen, von einen Kind kann ich mir aber dies nicht erwarten, dafür sind sie noch zu unsicher.

Fazit:
Fantasievoll reist man durch eine Welt, die so wunderschön und furchtbar zugleich ist. Mia schließt man ins Herz, möchte sie nie wieder gehen lassen, einfach nur an ihrer Seite sein. Leider ist das Ende, meines Erachtens, sehr schlecht gewählt. Für Erwachsene/Jugendliche mag es geeignet sein, Kinder werden dadurch vermutlich doch eher mutlos und so etwas sollte bei diesem wichtigen Thema nicht passieren.


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