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Rezensionen verfasst von
"anja_klein5"

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With No One As Witness (Thomas Lynley and Barbara Havers Novels)
With No One As Witness (Thomas Lynley and Barbara Havers Novels)
von Elizabeth George
  Gebundene Ausgabe

21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eher ein Tiefpunkt in der Serie, 1. April 2005
Lange habe ich mich auf den neuen Band von Elizabeth George gefreut, und war dann doch ziemlich enttäuscht. Auch wenn das Buch zu der bewährten Kombination von Thomas Lynley und Barbara Havers zurückkehrt, so erreicht es doch bei weitem nicht die Qualität oder die Spannung der ersten Bände.

Das fällt zuerst beim Inhalt auf. Zum ersten Mal schreibt George über die Jagd auf einen Serienmörder. Serienkiller scheinen gerade sehr beliebt in der Krimilandschaft zu sein, aber das führt in "With no one as Witness" dazu, dass sich ein Großteil der Handlung auf die grausigen Einzelheiten der Morde konzentriert. Die Schilderung des persönlichen Hintergrundes der Tat, in der sonst Mrs. Georges Stärken lagen, fällt dabei ziemlich eindimensional und langweilig aus. Sowieso ist der erste Teil ziemlich langatmig und es dauert, bis sich überhaupt so etwas wie Spannung aufbaut. Von da an ist das Ende dann aber ziemlich absehbar und wenig überraschend.

Zweitens leidet die Zeichnung der Hauptpersonen. Da es sich um einen Serienkiller handelt, bildet Scotland Yard eine große Einsatzzentrale unter Führung von Lynley. So kommt es kaum zum direkten Austausch von Havers und Lynley, aus dem heraus sich bisher die Aufklärung der Fälle entwickelte. Nicht dass etwas dagegen zu sagen wäre, wenn Mrs. George mal ein anderes Konzept wählt, aber in diesem Buch führt es doch weitgehend dazu, dass sich die Figuren in ihren Beziehungen zueinander nicht weiterentwickeln. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass der Autorin außer dem Serienmörder wenig eingefallen ist. Stattdessen scheint sie sich nun darauf zu verlegen, den Hauptpersonen das (Weiter)leben so schwer wie möglich zu machen, und sie mit allerlei Schicksalsschlägen zu konfrontieren. Der Schluss, von dem ich hier trotz allem nichts verraten möchte, ist darin wirklich nicht zu überbieten. Ich kann mir kaum vorstellen, wie Mrs. George die Serie danach weiterführen will.

Alles in allem gebe ich zwei Punkte, weil ich mich über das Wiedersehen mit Lynley und Havers gefreut habe. Weil das dann aber doch äußerst unerfreulich verlief, ist mehr einfach nicht drin.



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