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Beiträge von Dr. R. Manthey
Top-Rezensenten Rang: 28
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Rezensionen verfasst von
Dr. R. Manthey
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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Blissany Trocknerbälle - Der schonende Weichspüler aus 100% neuseeländischer Schafswolle, 4 Bälle
Blissany Trocknerbälle - Der schonende Weichspüler aus 100% neuseeländischer Schafswolle, 4 Bälle
Wird angeboten von BLISSANY (Versand aus Deutschland)
Preis: EUR 22,50

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilft tatsächlich, 29. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Trocknerbälle haben etwa die Größe von Tennisbällen, besitzen aber nicht deren Elastizität. Das ist auch gut so, denn offenbar besteht ihre Wirkung darin, die Wäscheladung während des Trocknens in der Trommel aufzulockern. Auf diese Weise kommt wahrscheinlich mehr Luft zwischen die Kleidungsstücke, und sie trocknen schneller. Und tatsächlich dauerte der Trocknungsprozess bei mehrmaliger Erprobung stets wesentlich kürzer als sonst (beispielsweise 1:50 h statt 2:30 h).

Man muss sich nur daran gewöhnen, dass es in der Trommel etwas mehr rumpelt, denn die Bälle sind halt hart. Ob sie einen Weichspüleffekt besitzen, kann ich nicht beurteilen, denn wir benutzen sonst keinen Weichspüler. Deshalb fehlt mir der Vergleich. Allerdings wird die Wäsche beim Trocknen in der Maschine sowieso viel weicher als bei einem natürlichen Trockenvorgang.

Da der Trocknungsvorgang tatsächlich erheblich verkürzt wird, lohnt sich die Anschaffung. Mir wurde dieses Produkt bis auf den Versand kostenfrei zum Testen angeboten.


Wanderkarte Wernigerode - Elbingerode - Ilsenburg - Schierke am Brocken: Mit Ausflugszielen, Einkehr- & Freizeittipps und Stadtplan Wernigerode, wetterfest, reissfest, abwischbar, GPS-genau. 1:25000
Wanderkarte Wernigerode - Elbingerode - Ilsenburg - Schierke am Brocken: Mit Ausflugszielen, Einkehr- & Freizeittipps und Stadtplan Wernigerode, wetterfest, reissfest, abwischbar, GPS-genau. 1:25000
von Publicpress
  Landkarte
Preis: EUR 3,95

3.0 von 5 Sternen Verbesserungswürdig, 27. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielleicht liegt es an Karten dieser Reihe für andere Gegenden, dass ich aufgrund guter Erfahrungen sehr hohe Erwartungen an diese Harzwanderkarte hatte. Leider haben sie sich nicht wirklich erfüllt. Zunächst einmal fällt auf, dass in der Karte eingezeichnete Übernachtungsmöglichkeiten offenbar danach ausgewählt werden, ob die Unternehmen dafür bezahlen. In Wernigerode und in Schierke fehlen auf der Karte viele bekannte Hotels. Andere Kennzeichnungen verwirren etwas. So steht zum Beispiel mitten in der Pampa ein Fähnchen mit "Brockenbahn", das an einer markanteren Stelle viel besser gepasst hätte.

Der Maßstab für die Ausschnittskarte von Wernigerode erweist sich als nur unwesentlich größer als der der gesamten Karte. Hätte man sich auf das Zentrum und den Schlossberg beschränkt, wäre eine viel bessere Orientierung für Touristen geschaffen worden. So muss man den Marktplatz fast mit der Lupe suchen.

In Schierke fehlt neben fast allen Hotels und Einkehrmöglichkeiten das große Parkhaus am Ortsausgang Richtung Brocken, das auf anderen Karten derselben Marke verzeichnet ist. Wer es nicht kennt, bekommt ein ziemliches Problem, wenn er im Ort einen Parkplatz sucht.

Ansonsten erwies sich die Karte für die Routen, auf denen sie benutzt wurde, als nützlich.


Wanderkarte Hochharz: Mit Ausflugszielen, Einkehr- & Freizeittipps, wetterfest, reissfest, abwischbar, GPS-genau. 1:25000
Wanderkarte Hochharz: Mit Ausflugszielen, Einkehr- & Freizeittipps, wetterfest, reissfest, abwischbar, GPS-genau. 1:25000
von Publicpress
  Landkarte
Preis: EUR 3,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bei näherem Hinsehen wird man skeptisch, 27. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auf den ersten Blick sieht diese Wanderkarte sehr gut aus. Da ich gute Erfahrungen mit diesen Karten in anderen Gegenden hatte, habe ich nicht lange mit dem Kauf gezögert. Etwas überraschend zeigt diese Karte jedoch deutliche Schwächen, wenn man die Örtlichkeiten kennt oder in unbekanntem Terrain etwas sucht. Auf dem Brocken muss man sich lange anstellen, wenn man ein Bild vor dem Stein mit der Höhenangabe machen will. Dort steht sehr deutlich lesbar 1142 Meter. Die Karte zeigt einen Meter weniger. Vielleicht ist der Berg ja inzwischen geschrumpft.

Dumm aus der Wäsche guckt man jedoch in Schierke, wenn man einen Hauptwanderweg benutzen will, der auf der Karte als solcher gekennzeichnet ist, jedoch auf einer Straße (kleinere Ausschnittskarte von Schierke) verläuft, die für Fußgänger gesperrt ist. Man fragt sich dann bei näherer Betrachtung auch, warum in diesem Ort nur eine Übernachtungsmöglichkeit angegeben ist, wenn es noch viele andere gibt. Fast alle Einkehrmöglichkeiten fehlen. Das große Parkhaus am Ortsausgang Richtung Brocken ist als "Freizeiteinrichtung, Infostelle" in der Karte gekennzeichnet und heißt dort "Nationalparkhaus". In der Realität trägt es einen anderen Namen, und in der Karte fehlt das simple Parkplatzzeichen. Bei so vielen Merkwürdigkeiten auf kleinstem Raum kann man schon Zweifel an der Tauglichkeit dieser Karte bekommen. Ganz abgesehen davon, dass man in der Tat die Lage des Brockens am oberen Rand der Karte schon als etwas ungeschickt empfinden kann.

Ansonsten wartet diese Karte mit vielen Wandervorschlägen auf, wie man das von ähnlichen Produkten dieser Reihe kennt. Nachdem ich jedoch schon bei der ersten Benutzung auf zahlreiche Merkwürdigkeiten gestoßen bin (und das auf einem sehr begrenzten Gebiet), ist wohl Skepsis angebracht.


Gebrauchsanweisung für den Harz
Gebrauchsanweisung für den Harz
von Jana Thiele
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Hektiker sind kaum anzutreffen", 26. November 2015
Was wäre der Harz ohne seinen höchsten Berg? Alles dreht sich um den Brocken, der mit seinen 1142 Metern Höhe nun nicht gerade zu den schwer erklimmbaren deutschen Gipfeln gehört. Dem Blocksberg wurde aber schon früh ein mystischer Charakter angedichtet. Goethe hat ihn bestiegen, weil er einen Eindruck für seinen "Faust" brauchte. Heute wirbt die Brockenbahn für eine gleichnamige Rockoper, die auf "Deutschlands höchster Bühne" aufgeführt wird. Die liegt gleich neben Deutschlands höchstem Bahnhof, auf dem man ankommt, wenn man für die Hin- und Rückfahrt 37 Euro bezahlt. Ein stattlicher Preis, wenn man bedenkt, dass die Strecke vom Ausgangsbahnhof Wernigerode gerade einmal knapp über 30 Kilometer beträgt, und von Schierke nicht einmal zehn, was aber nichts daran ändert, dass man für die Fahrt von dort genau so viel bezahlen muss.

Man kann übrigens nicht oft genug auf dem Brocken sein. Meistens sieht man nämlich nicht sehr weit, weil er nur etwas mehr als 50 Tage nicht im Nebel liegt. Das erfährt man unter anderem aus dieser Gebrauchsanweisung, die zu den Besseren der Reihe gehört. Zumindest wenn man andere Gebrauchsanweisungen für Gegenden oder Städte in Ostdeutschland zum Vergleich heranzieht. Jana Thiele geht es in ihrem Text tatsächlich um den Harz und nicht um irgendeine Art von Vergangenheitsbewältigung, die den heutigen Reisenden nicht wirklich in erster Linie interessiert. Natürlich bringt die Autorin auch eine persönliche Note in ihr Buch. Das ist bei "Gebrauchsanweisungen" durchaus erwünscht, solange es die Autoren nicht übertreiben. Von Jana Thiele erfährt man, dass sie eine Datsche bei Quedlinburg zusammen mit Freunden besitzt. Von dort aus hat sie sich den Harz für dieses Buch erwandert. Dass sie dabei auch Teile unseres literarischen Erbes einbringt, hängt sicher mit ihrem Wissen und ihrer eigenen Geschichte zusammen. Warum man das als störend empfinden sollte, erschließt sich mir nicht. Immerhin kann man so Eindrücke aus der Vergangenheit gewinnen und manches, was heute seltsam erscheint, besser verstehen. Eine solche Herangehensweise, die einige Leser vielleicht langweilt, ist eher eine Stärke als ein Kritikpunkt, wenn man es nicht überzieht.

Die Autorin besuchte die meisten der offenkundigen Sehenswürdigkeiten des Harzes und seines Vorlandes, aber auch eine Reihe von Orten, auf die man nicht so einfach kommt. Dabei versteht sie es sehr gut, die seltsame Stimmungslage im östlichen Teil dieser Gegend zu vermitteln. Die Autorin vermutet sicher nicht zu unrecht, dass Sachsen-Anhalt sich das "Land der Frühaufsteher" nennt, weil nicht wenige Bewohner weit fahren müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn man sich Wernigerode etwas näher ansieht, dann fallen die gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur auf, ebenso das aufgehübschte Zentrum, aber eben auch das etwas andere Aussehen der Randgebiete.

Bei Jana Thiele findet man solche Eindrücke ebenso, aber auch viele lohnswerte Reise- oder Wanderziele, die sie gut beschreibt. Ihr Text liest sich angenehm, vielleicht auch deshalb, weil er klar nach ihren Wanderungen oder Reisen gegliedert ist. Die einzelnen Abschnitte gestaltet sie kurz und prägnant. Natürlich kann man über die eine oder andere Schwerpunktsetzung streiten. Aber ein Buch aus dieser Reihe gibt dem Autor immer das Recht auf einen sehr persönlichen Ansatz. Man sollte ein solches Buch deshalb nicht mit einem Reiseführer verwechseln. Dieses Buch erfüllt seinen eigentlichen Zweck recht gut, weil es eine Sammlung von kurzen und gut geschriebenen Reiseberichten durch den Harz und sein Vorland ist.


Senza Parole
Senza Parole
von Marc Lagrange
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 79,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ohne Worte, 24. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Senza Parole (Gebundene Ausgabe)
So heißt dieser Bildband. Und ehrlich gesagt, mir fehlen sie auch. Leider fehlt mir auch größtenteils das Verständnis für das, was Marc Lagrange mit seinen Bildern ausdrücken möchte. Wenn es um originelle Aktfotografie gehen soll, dann müssten seine Bilder wenigstens einen Hauch von Erotik versprühen. Doch tun sie das? Vielleicht liegt es tatsächlich an mir, dass ich nicht begreife, warum man schöne Frauen mit Dreck oder Farbe beschmieren muss. Was will mir der Künstler damit sagen? In meinen Augen ist das eine Beleidigung. Und genau so sehen Lagranges Modelle auch aus. Aber vielleicht gehören diese Gesichtsausdrücke zum Gesamtkunstwerk. Vielleicht auch nicht. Wer weiß das schon außer Lagrange selbst. Ob er es allerdings erklären könnte, muss sich erst noch erweisen. Schließlich heißt dieser Band nicht umsonst so.

Neben den zahlreichen äußerst merkwürdigen Bildkompositionen findet der Betrachter dieses Buches auch einige Fotografien, die durchaus die fotografischen und ästhetischen Fähigkeiten des Autors zeigen. Leider erweisen sie sich aber nicht nur als recht selten, sondern sie besitzen auch eine leicht depressive Note. So wie das Bild auf dem Cover, das noch eines der schöneren ist.

Mir fällt eine Bewertung dieser vorgeblichen Kunst sehr schwer. Mein Eindruck, dass hier eine etwas kranke Seele am Werke ist, mag völlig falsch sein, ebenso wie mein Gefühl, dass sich Lagrange über Frauen auf irgendeine Weise und möglicherweise unbewusst lustig macht. Meine Bewertung ist selbstverständlich völlig subjektiv und etwas höher als mein eigentliches Empfinden. Vielleicht gehört Lagrange zu den Menschen, die glauben, Kunst müsse verstören und provozieren. So lange man die Botschaft jedoch erraten muss, erscheinen mir solche Versuche eher als Selbstzweck.


Über New York: Das Porträt einer Stadt
Über New York: Das Porträt einer Stadt
von George Steinmetz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein visueller Stadtführer New Yorks (von oben gesehen), 20. November 2015
Wie man ein Buch für sich oder andere bewertet, hängt selbstverständlich von der eigenen Erwartungshaltung ab. Kennt man also bereits ein Buch, das New York von oben zeigt und dabei viel Wert auf die Kunst des Fotografierens legt, dann wird man jedes ähnliche Buch mit diesem vergleichen. Dagegen kann man sich nicht wehren, weil unser Gehirn so funktioniert. Ob das jedoch fair oder sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.

George Steinmetz hat sich also in die Luft begeben und zeigt in diesem Bildband New York von oben. Es geht ihm (wie der deutsche Untertitel verheißt) um ein Porträt New Yorks. Wohl nicht in irgendeinem ausgedachten oder intellektuell abgehobenen Sinn, sondern ganz banal als besonderer visueller Stadtführer. Wenn man es so versteht, eignet sich dieses Buch ganz hervorragend, um New York und seine geografische Struktur sowie einzelne Objekte kennenzulernen. Es geht hier also nicht in erster Linie um ein Kunstwerk, sondern um etwas ganz Praktisches. Das soll keineswegs heißen, dass die Fotografien des Autors in irgendeinem Sinne schlecht wären. Ganz im Gegenteil. Wer New York noch nie so ausführlich und differenziert von oben gesehen hat, wird überrascht sein, was es dort alles zu entdecken gibt. Insbesondere auf den Dächern mancher Hochhäuser.

Aus meiner Sicht ging es Steinmetz also nicht um das außergewöhnliche, um das besondere Foto, das noch niemandem vor ihm gelungen war, sondern einzig um die Vorstellung New Yorks aus einer Sicht, die man als Tourist wahrscheinlich so nie sehen wird, die aber hilft, diese Stadt in ihren Achsen, in ihren Besonderheiten und Attraktionen und in ihrer ganzen Struktur zu verstehen. Die Mehrheit der Fotografien widmet sich attraktiven Objekten, also einzelnen Gebäuden, Brücken, aber auch ganzen Stadtteilen oder Siedlungsgebieten und selbst dem Umland.

Zu jedem Foto findet man eine informative Beschreibung und eine Verortung auf zwei Übersichtskarten (Manhattan im vorden Innenteil des Buchdeckels, den Rest im hinteren). Man kann also entweder von dort aus die jeweiligen Seiten aufschlagen oder aus dem Buch zurück auf die Karte sehen und dort die Seitenzahl suchen, auf der man gerade war. Auf diese Weise kann man New York einmal ganz anders kennenlernen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass besonders visuell ausgerichtete Menschen nach dem Benutzen dieses Buches einen sehr guten ersten Eindruck von New York gewinnen werden. Mehr noch, sie werden sich diese Stadt nun auch punktuell und strukturell vorstellen können. Das, glaube ich, ist der Sinn und Zweck dieses Buches. Wenn man es so sieht, ist es nicht nur sehr hilfreich, sondern macht auch viel Freude.


Der Navy-SEAL-Survival-Guide
Der Navy-SEAL-Survival-Guide
von Cade Courtley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über die Illusion, ein kleiner SEAL zu werden, 19. November 2015
Bevor ein Anwärter ein Navy-SEAL werden kann, muss er erst einmal einen Test durchlaufen. Gehört er danach zu der kleinen Minderheit, die ihn besteht, dann steht ihm eine harte Zeit bevor, in der auch wieder zahlreiche Kandidaten ausscheiden, weil sie die mentalen und physischen Belastungen nicht durchhalten. Man kann erahnen, was wirklich hinter dieser Ausbildung steht und über welche Fähigkeiten ein ausgebildeter SEAL tatsächlich verfügt, wenn man die Einleitung dieses Buches liest. Erahnen heißt aber nur, dass man sich darüber eine Vorstellung macht, die wahrscheinlich immer noch mit vielen Illusionen verbunden ist, weil man in Wirklichkeit nichts aus eigener Erfahrung weiß.

Der Haken an diesem und ähnlichen Büchern, die eine Theorie des Überlebens in schwierigen Situationen vermitteln wollen, ist, dass sie ein praktisches mentales und situatives physisches Training nicht einmal im Ansatz ersetzen können, aber ihren Leser vorgauckeln, dass es auch ohne eine solche Ausbildung und bereits mit solchen Handbüchern funktionieren würde. Dennoch erweisen sich solche Bücher durchaus als nützlich. Immerhin enthalten sie wertvolle und praktisch erprobte Anleitungen und Informationen. Bereits dadurch erschaffen sie eine andere Grundsituation im Kopf. Man darf nur nicht glauben, dass man all diese Dinge anschließend auch praktisch beherrscht, wenn man sie nie unter realistischen Bedingungen geübt hat.

Dieses Buch ist vor allem für den amerikanischen Markt geschrieben. Man muss sich also nicht über patriotische Lobpreisungen und ein wenig Selbstbeweihräucherung der SEALs wundern. Das gehört eben dazu und stört diejenigen Leser wohl eher nicht, denen es um Informationen zur Sache geht.

Der Text gliedert sich in vier Teile: (1) SEAL-Mentalität und Überlebenspsychologie, (2) Überlebensszenarien, (3) Ausrüstung und improvisierte Waffen, (4) Survival-Medizin. Besonders im zweiten Teil findet der Leser viele Hinweise und Anleitung, um seine eigenen Überlebenschancen in Katastrophen oder Angriffssituationen zu steigern. Auf knapp 300 Seiten werden alle denkbaren Szenarien vom Amoklauf über Unfälle, Bombenanschläge, Überfälle, Erdbeben, Entführungen, Paniken und vieles andere dargestellt, um dann jeweils ein rationales Verhalten zu beschreiben, das die eigenen Überlebenschancen steigert. Wenn man sich die einzelnen Szenarien durchliest, wird schnell deutlich werden, dass vieles im Ernstfall unter erheblichem Stress nicht ganz so einfach sein wird, wie es sich anhört, zumal die Mehrheit der Deutschen solche Situationen überhaupt nicht kennt.

Der erste Teil dieses Buches ist zwar recht kurz, mir erscheint er jedoch als der wichtigste. Denn ob man sich in den im Folgenden beschriebenen Szenarien tatsächlich so benehmen kann, wie vorgeschlagen, hängt ganz entscheidend von den eigenen mentalen und physischen Fähigkeiten ab. Man kann beispielsweise noch so viele Kurse in Selbstverteidigung absolviert haben und wird sich dennoch in Schockstarre wiederfinden, wenn man auf einen entschlossenen Angreifer trifft. So wird unter anderem im dritten Teil des Buches vorgeschlagen, einen Flugzeugentführer im Flieger mit dem eigenen Laptop einen Schalg an die Kehle zu verpassen. Wer würde das denn tatsächlich tun, wenn er sich nicht absolut sicher wäre, dass es funktioniert? Eine solche Sicherheit erlangt aber man nur durch Übung unter Stress. Und so etwas macht man gewöhnlich nicht, wenn man dazu keine Anleitung und Führung bekommt.

Wer also glaubt, es würde auch ohne ein solches Training gehen, ist wohl ein hilfloser Optimist mit einer eher gesunkenen Lebenserwartung in den in diesem Buch beschriebenen Szenarien. Dass ich dem Buch dennoch vier Sterne gebe, liegt an seinem Informationscharakter. Was man daraus macht, steht auf einem anderen Blatt.


Draußen (über)leben
Draußen (über)leben
von Bear Grylls
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Abenteuer sind das Ergebnis schlechter Planung einer Expedition.", 17. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Draußen (über)leben (Gebundene Ausgabe)
Dieser Satz stammt von Roald Amundsen und steht bei Bear Grylls gleich einmal als Zitat über dem ersten Kapitel dieses Buches. Nichts bringt die Sache besser auf den Punkt als diese lapidare Feststellung. Und kaum jemand hat sich daran mehr gehalten als Amundsen selbst. Bei Bear Grylls geht es jedoch nicht um Expeditionen zum Südpol, sondern um ein Leben und Überleben in der Wildnis oder einfach im Draußen. Dieses Buch stellt somit eine Art Überlebensfibel für Pfadfinder dar. Und zwar für neue und unerfahrene Interessenten.

Wenn man nämlich etwas älter und erfahrener ist, wird man über so manchen Ratschlag in diesem Buch schon lächeln müssen. Grylls Empfehlungen sind so oft elementar, dass man sich schon wundert, warum sie überhaupt erwähnt werden müssen. Aber vielleicht haben wir inzwischen ein Niveau erreicht, bei dem selbst solche Hinweise den Charakter von sensationellen Neuigkeiten erlangen. Schließlich ist in unserer Welt immer alles vorhanden, was vielleicht bei einigen Zeitgenossen jedwede Fähigkeiten zur Selbstversorgung verkümmern ließ. Und wenn wir mal keine Ahnung von einer Sache haben, dann holen wir unsere Lebenshilfe aus der Tasche und fragen einfach die Suchmaschine unserer Wahl.

Besonders fällt das hier im Kapitel über Orientierung im Gelände und Kartenlesen auf. Schließlich hat man GPS auf seinem Smartphone. Man kann (wenn man es nicht sowieso schon wusste) von Grylls lernen, dass eine gute Karte viel mehr Informationen enthält und von Netzen oder Akkus nicht abhängt.

Bear Grylls legt mit diesem Titel ein Buch vor, dass elementare Überlebensregeln in der Natur vermittelt. Es ist folgendermaßen gegliedert:
1. Ausrüstung
2. Handwerkszeug
3. Ein Camp bauen und ein guter Pionier sein
4. Die Kunst des Feuermachens
5. Kochen im Camp
6. Leben in der Wildnis
7. Pfadfinder werden
8. Naturbeobachtung
9. Erste Hilfe und Rettung im Gelände
10. Körper, Geist und Seele aufs Überleben ausrichten.

Neben den leicht lesbaren, immer sehr guten und stets verständlichen Anleitungen findet der Leser zahlreiche Bilder, die den Text illustrieren und auch den letzten eventuell vorhandenen Zweifel an der Beschreibung von Grylls Empfehlungen beseitigen helfen. Das Buch richtet sich zwar an Anfänger und Fortgeschrittene, aber es ist in vielen Dingen recht elementar, sodass erfahrene Menschen wohl gelegentlich auch abwinken werden.


Im Bann der Bären: Mein Leben in Alaska
Im Bann der Bären: Mein Leben in Alaska
von Andreas Kieling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Wir haben verlernt, uns in der Wildnis sicher zu fühlen und in ihr zu bestehen.", 16. November 2015
Wenn man das Vorwort zu diesem wunderbaren Buch gelesen hat, dann weiß man bereits, dass die Bilder in ihm nicht die ganze Wahrheit erzählen. Dazu sind sie einfach zu schön. Im Vorwort berichtet Andreas Kieling von mehreren Nahtoderfahrungen, von Einamkeit und Entbehrungen, von Ängsten und Gefahren, die er überlebte. Natürlich gibt es für solche Situationen keine Bilder. Da hat man andere Probleme. Aber vergessen sollte man als Betrachter und Leser nicht, was sich hinter den Reiseberichten und Bildern von Kielings Expeditionen an Schwierigkeiten und Gefahren versteckt. Und natürlich kann man das alles nur durchstehen und genießen, wenn man über einen starken Willen und eine enorme Widerstandskraft verfügt.

Kieling war schon immer von Alaska fasziniert. Und nachdem er dieses menschenleere Gebiet das erste Mal betreten hatte, konnte er dem Verlangen, immer wieder dorthin zu reisen nicht mehr widerstehen. Dieses Buch besteht aus zahlreichen kurzen Reiseberichten und noch mehr Bildern. Das verwundert nicht, weil es schließlich die Fotografien (und Filme) waren, für die Kieling all die Strapazen auf sich genommen hat.

Aus Indianerbüchern kennt man den Grizzly als ein furchterregendes Tier. Begegnungen mit diesem Bären endeten nicht selten mit Kampf und Tod. Doch in diesem Bildband sieht man Kieling in aller Ruhe fotografieren, obwohl Grizzly-Mütter mit ihren Kindern in unmittelbarer Nähe lagern. Kieling erzählt sogar, dass eine Bärin ihr Junges gewissermaßen bei ihm ablieferte, um in Ruhe fischen gehen zu können, weil sie sicher war, dass auf Krawall gebürstete Männchen Kieling meiden und damit ihren Nachwuchs in Ruhe lassen würden. Ein solches Verhalten steht in völligem Widerspruch zu anderen Berichten. Das mag vielleicht daran liegen, dass diese Tiere noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben und Kieling so weder als Bedrohung noch als Konkurrenz empfanden.

Neben seinen Reisen zu den Bären unternahm Kieling noch viele andere Expeditionen. Zweimal war er mit seiner Frau und später auch mit der ganzen Familie auf dem Yukon unterwegs. Er durchstreifte die kanandische Tundra, war auf dem höchsten Berg Alaskas und an der Nordostküste Kanadas. Man kann seine Expeditionen bewundern, aber auch darüber rätseln, warum ihn sein Schutzengel noch nicht einmal im Stich gelassen hat. Denn in vielen seiner Berichte klingt an, wie oft er auf dem schmalen Grat zwischen Risikobereitschaft und Dummheit kurzzeitig auf die falsche Seite geriet, um sich (oder seinen älteren Sohn) gerade noch retten zu können. Kieling ist selbstverständlich nicht jemand, der im Großen unüberlegt handelt. Gefahr entsteht bei ihm immer aus einem Moment, in dem er das Risiko noch ein klein wenig erhöht, um vielleicht noch schönere Bilder zu bekommen, oder aus Situationen, die (für ihn) nicht vorhersehbar sind, aber dann zu falschen Augenblicksentscheidungen führen. Man kann ihm nur wünschen, dass sein Glück halten möge.

Für den Leser und Betrachter entstehen dagegen aus Kielings Abenteuern tolle Bücher und Filme über Landschaften und Tiere, die man so selbst nie sehen wird, weil sie sich nur Menschen mit seltenen Talenten erschließen, zu denen Kieling zweifellos gehört.


225 Jahre Knast: Die Bekehrung eines berüchtigten Finanziers
225 Jahre Knast: Die Bekehrung eines berüchtigten Finanziers
von Florian Homm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wenn du wissen willst, wer deine Freunde sind, verschaff dir eine Gefängnisstrafe.", 14. November 2015
"Hör zu du Klugscheißer. Willst du, dass ich deinen Kopf gegen diese Wand schlage, bis dein Gehirn rausspritzt? Hörst du mich? Hast du das verstanden? Leg dich ja nicht mit mir an. Nie wieder." Das sind Sätze aus dem Munde eines Mannes, der von sich behauptet, Maria, die Mutter Gottes, hätte ihn auf den rechten Weg geführt und seine Seele vor dem Ruin gerettet. Und nun würde er von ihr dazu berufen worden sein, ihre Botschaft in die Welt zu tragen, damit "andere Seelen in Not auch von ihrer großen Gnade profitieren können."

Wer nicht glauben kann oder will, dass eine gezielte kalte Gewaltandrohung und die Gnade der Mutter Gottes irgendwie zusammen in einen Kopf passen, der kennt Florian Homm nicht. Man mag seine vorgebliche Bekehrung nicht glaubhaft finden und auch dieses Buch schulterzuckend und voller Unverständnis beiseite legen, doch dann verpasst man eine Gelegenheit für eine seltene Vorführung einer tief gespaltenen Seele. Homm hat sich in seinem Vorgängerbuch Kopf Geld Jagd - Wie ich in Venezuela niedergeschossen wurde, während ich versuchte, Borussia Dortmund zu retten. selbst als Psychopathen bezeichnet. Damals war er noch vor Kopfgeldjägern untergetaucht. Aber nach drei Jahren und 153 Tagen wurde er in Florenz festgenommen. Es drohte ihm die Auslieferung in die USA, wo ihm der Prozess gemacht werden sollte. Die Höchststrafe für die ihm dort zur Last gelegten Vergehen, die im Buch nicht wirklich präzise erläutert werden, liegt dort bei mehrfach lebenslänglich oder 225 Jahren Knast ohne die Möglichkeit einer Bewährung. In Deutschland gibt es keine Anklage gegen ihn.

Wer Homms Geschichte oder gar ihn nicht kennt, sollte vorher sein erstes Buch lesen. Oder er muss sich mit der Zusammenfassung des Geschehens aus Homms Sicht am Anfang dieses Buches begnügen. Was Homm dann im Weiteren schildert, sind seine Bemühungen, sich der drohenden Auslieferung in die USA zu entziehen, was ihm letztlich gelungen ist. Wen das auch nicht besonders interessiert, kann den Text vielleicht als Information über die Korruptheit der italienischen Justiz und der unfassbaren Zustände in italienischen Gefängnissen lesen. Selbst wenn nur ein Bruchteil von Homms Beschreibungen stimmt, dann kann man allein deswegen den Glauben an all das verlieren, was angeblich die gelebten europäischen Werte sein sollen. Oder man sieht, wie weit Beschwörungsformeln aus Sonntagsreden und die Realität von einander entfernt liegen.

Homm war und ist einer der meistgesuchten Leute auf einer Liste des FBI. Er beschreibt in diesem Buch, welchen Druck die amerikanischen Dienste auf die angeblich souveränen Staaten Europas ausüben, wenn sie etwas erreichen wollen. Gesetze und Regeln anderer Nationen scheren sie nicht. In Homms Fall führte dieser Druck dazu, dass Italien (und damit die EU) eine Reihe von Gesetzen brach. Die Erwartung einer mehrfach lebenslänglichen Gefängnisstrafe ohne Bewährung sind "weder mit der Europäischen Menschenrechtskonvention noch mit der italienischen Verfassung vereinbar". Da Homm unter chronisch-progressiver Multipler Sklerose leidet, hätte er schon allein deswegen gar nicht in Haft kommen dürfen. Dass ihm Medikamente verweigert wurden, krönt die Sache noch. Es gab nie einen formalen Auslieferungsantrag der USA, was an sich schon ein Grund ist, Homm in Freiheit zu lassen. Über seine partielle Isolationshaft muss man in diesem Zusammenhang erst gar nicht reden. Warum die Sache dennoch am Ende für ihn nach 15 Monaten glimpflich ausging, kann man im Buch nachlesen.

Selbstverständlich darf man über Homms Taten und seinen Charakter ganz unterschiedlicher Meinung sein. Allerdings sollte man dazu auch die Tatsachen wirklich kennen und nicht nur auf Beschreibungen aus seiner Sicht zurückgreifen müssen. So gesehen ist sein Buch lediglich eine sehr interessante Beschreibung eines Teils seines Schicksals, die mit der Schilderung von skandalösen Zuständen in Europa verbunden wird. Man lernt in diesem Buch einen Menschen und einen Stück seiner Lebensgeschichte aus dessen Sicht kennen, die soweit abseits der Normalität liegt, dass sie fast unglaublich erscheint. Egal, was man über Homm denkt - sein Überlebenswille und seine Intelligenz sind erstaunlich, ebenso wie seine Kaltblütigkeit und sein psychopathischer Hang. Eine sehr seltsame und seltene Mischung, die entweder fasziniert oder abstößt. Oder beides gleichzeitig macht.


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