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Dr. R. Manthey
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Warum französische Frauen jünger aussehen: Attraktiv in jedem Alter
Warum französische Frauen jünger aussehen: Attraktiv in jedem Alter
von Mireille Guiliano
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Haltung altern!, 15. Mai 2014
Hierzulande spricht man gerne davon, dass man doch bitte schön in Würde altern möchte oder solle. Mireille Guiliano ersetzt Würde durch Haltung, was doch ein beträchtlicher Unterschied ist. Was genau damit gemeint ist, erklärt sie in ihrem Buch.

Ohne Zweifel wurde dieser Text für Frauen geschrieben. Die Autorin erwähnt zwar, dass Männer auch etwas davon hätten, wenn sie ihr Buch lesen würden, aber so ganz ernst gemeint erschien mir das nicht. Ich habe es dennoch gelesen, weil ich wirklich wissen wollte, warum viele französische Frauen auch noch in hohem Alter Eleganz und anziehende Weiblichkeit versprühen. Liegt das an speziellen Genen? Oder gibt es kulturelle Besonderheiten? Ehrlich gesagt bin ich auch nach dem Lesen dieses Buches nicht wirklich viel schlauer als vorher. Insofern ist der Titel dieses Buches vielleicht leicht irreführend.

Doch das soll keineswegs eine übermäßige Kritik sein. Man sollte allerdings wissen, dass es in Frau Guilianos Buch größtenteils um nicht ganz neue Ratschläge geht, die nicht unbedingt nur aus Frankreich stammen. Was ich über französische Frauen gelernt habe, hält sich eigentlich in engen Grenzen: Sie gehen öfter zu Fuß, schlafen viel mehr als etwa amerikanische Frauen, essen gesünder und lassen sich weniger gehen. Insbesondere Letzteres scheint der entscheidende Unterschied zu sein, der wohl aus der französischen Kultur entspringt. Doch die Autorin geht darauf nur an sehr wenigen Stellen ein. Vielmehr beschreibt sie sehr konkret, was sie unter einem Altern mit Haltung versteht. Und da sie Französin ist, muss man davon ausgehen, dass es sich aus ihrer Sicht um typisch französische Ratschläge handelt.

Entstanden ist auf diese Weise ein recht umfassender Ratgeber, der mit stilvoller Kleidung beginnt, die Themen Körperpflege und Sport (nebenbei zum Beispiel durch mehr alltägliche Bewegung) ausführlich behandelt, dann über Ruhe und Entspannung sowie Spaß und Spiel diskutiert und sich über den Unsinn von Diäten auslässt. Beim Thema Ernährung findet man viele gute Hinweise und zahlreiche interessante Rezepte. Dass die Autorin Nahrungsergänzungsmittel nicht grundsätzlich ablehnt und sich selbst mit Hormonen behandeln lässt, muss man nicht unbedingt mitmachen, zumal sie bei einigen Dingen offenbar auch nicht weiß, dass sich hinter solchen Maßnahmen auch erhebliche Gefahren verbergen (etwa beim unkontrollierten Einnehmen von Vitamin D in Verbindung mit Kalziumpräparaten, wie von ihr empfohlen).

Man kann das ganze Buch vielleicht auch ganz einfach zusammenfassen: Altern beginnt im Kopf. Wer den jung hält, beispielsweise durch Aktivitäten mit jungen Menschen, sich dazu noch vernünftig sportlich an der frischen Luft bewegt, sich in Körperpflege und Stil nicht gehen lässt und sich sinn- und maßvoll ernährt, der hat gute Chancen, dass sein Altern ihn nicht deprimieren wird.

Natürlich enthält der Text viel mehr und detaillierte Informationen, die zwar kaum neu sind, aber deshalb schließlich nicht falsch werden. Wenn man alles weglassen müsste, was andere vielleicht schon wissen, dann bräuchte man keine Bücher mehr zu schreiben. Das kann also kein Bewertungskriterium für Bücher sein. Inhaltsarm ist dieser Text gewiss nicht. Da ich nicht zur weiblichen Zielgruppe gehöre, fällt es mir schwer, das Buch zu bewerten. Ich fand es gut und vermute, dass es vielen Frauen gefallen wird.


Wildhexe - Die Botschaft des Falken
Wildhexe - Die Botschaft des Falken
von Lene Kaaberbøl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magie ist kein Kinderspiel, 14. Mai 2014
Eigentlich ist Clara Ask ein schüchternes zwölfjähriges Mädchen. Niemand außer ihrem Freund Oscar und ihrer Familie weiß, dass sie eine Wildhexe ist und über magische Fähigkeiten verfügt. Während Clara die neue Wohnung ihres Vaters inspiziert, segelt ein Turmfalke geradewegs durch die offene Balkontür auf sie zu und übergibt ihr einen Zettel, auf dem nur ein Ort und eine Uhrzeit stehen.

Clara findet dort die Wildhexe Shanaia leblos vor. Zusammen mit Oscar schafft sie es, Shanaia zu Tante Isa zu bringen, die gerade noch im letzten Moment helfen kann. Erneut hatte die außer Kontrolle geratene Hexe Chimära ihre bösen Hände im Spiel. Wieder zu Kräften gekommen, erzählt Shanaia ihnen die traurige Geschichte ihrer Vertreibung aus Vestmark, wo sie einst als Waise aufwuchs.

In Vestmark ruht ein Geheimnis, zu dem Clara den Schlüssel in sich trägt. Dort liegt ein Buch, das nur Clara lesen kann und für das sich Chimära brennend interessiert. Geschrieben wurde es vor langer Zeit von der Wildhexe Viridian im Kampf gegen das Vergessen. Viridian und Clara sind im Blute verbunden.

Als Isa, Clara, Oscar und Shanaia in Vestmark eintreffen, kommt es nicht nur zu dunklen Ereignissen, sondern auch zu einem Kampf auf Leben und Tod zwischen Chimära und Clara.

Die Fortsetzung des ersten fast märchenhaften Bandes dieser Geschichte gestaltet sich unerwartet düster und dramatisch. Hier zeigt sich, warum die Alterseinstufung für den ersten Band so überraschend hoch war. Für Kinder in Claras Alter ist diese Fortsetzung ein tolles Buch, wenngleich der Zauber des ersten Bandes hier durch einen unerbittlich ausgetragenen Konflikt im Reich der Magie ersetzt wird. Magie ist eben doch kein Kinderspiel.


Wildhexe - Die Feuerprobe
Wildhexe - Die Feuerprobe
von Lene Kaaberbøl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Jemand, der die Tiere liebt. Jemand, der die ganze Wilde Welt mag. Jemand, der niemals nimmt, ohne zu geben.", 14. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Wildhexe - Die Feuerprobe (Gebundene Ausgabe)
Das sind Claras Antworten als sie umgeben von Flammen und Hitze im Herzen des Feuersterns stand und gefragt wurde, was eine Wildhexe denn nun sei.

Dabei fing alles so völlig unerwartet an. Als Clara eines Morgens mit ihrem Rad zur Schule fahren will, wird sie von einem ungewöhnlich großen schwarzen Kater angefallen. Die tiefen Kratzer auf ihrer Stirn führen zu Fieber und Unwohlsein. Claras Mutter befürchtet Schlimmes, denn sie weiß von den Veranlagungen in ihrer Familie. Kurzerhand fährt sie mit Clara zu deren Tante Isa, die irgendwo im Wald wohnt und eine Wildhexe ist.

Isa heilt Clara. Doch bald wird klar, dass die kleine Clara nicht irgendeine Nachwuchs-Wildhexe ist, sondern das Interesse der mächtigen und verschlagenen Hexe Chimära geweckt hat, die sie um jeden Preis zu sich holen möchte. Warum dies so ist, bleibt in diesem Teil zunächst ein Geheimnis.

Dieser erste Teil einer inzwischen auf sechs Bände erweiterten Geschichte überrascht nicht nur durch den zauberhaften und spannenden Inhalt, sondern auch durch die klare und nordisch trockene Sprache, in der Clara ihre ungewöhnliche Geschichte erzählt. Man fragt sich als Erwachsener, warum Kinder diesen ersten Band erst mit 11 Jahren lesen sollten, also in dem Alter, in dem Clara ist. Eigentlich kann man ihn schon Achtjährigen vorlesen. Doch die Geschichte geht ja weiter. Und der zweite Band malt wesentlich düstere Bilder als die Einführungsgeschichte. Dort ist die Alterseinstufung dann genau richtig.

Es verwundert nicht, dass diese Geschichte in Dänemark einen Bestseller-Status erreichte.


Karma Healing
Karma Healing
von Otmar Jenner
  Broschiert
Preis: EUR 6,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schritte zu mehr Freiheit, 11. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Karma Healing (Broschiert)
Wir schleppen immer einen Rucksack mit Ereignissen aus der Vergangenheit mit uns herum. Vieles davon ist unnütz, manches störend und einiges macht uns krank oder verhindert die Heilung früherer Verletzungen der Seele. Im Osten nennt man diesen Rucksack Karma. Und wenn man an Wiedergeburten glaubt, dann stecken in diesem Rucksack auch noch Geschehnisse aus früheren Leben. Aber egal, ob man sich damit anfreunden kann oder nicht, unbestritten ist sicherlich, dass die Vergangenheit des jetzigen Lebens seine Gegenwart und Zukunft beeinflusst. In den östlichen Weisheitslehren versuchte man schon immer, den Einfluss der Vergangenheit dadurch abzuschwächen oder gar zu beseitigen, dass man sie loslässt. Und zwar für immer.

Man findet in diesem Buch zahlreiche solche Rituale. Dazu gehört beispielsweise die Versöhnung mit den Eltern. Oder die Verstärkung der Selbstliebe. Wenn man sich für solche Prozesse und ihren Hintergrund öffnen kann, dann werden sie eine wohltuende und befreiende Wirkung entfalten. Mancher wird das vielleicht nicht können, weil ihm das alles viel zu esoterisch erscheint. Doch tatsächlich hat es mit Esoterik nichts zu tun. Es gibt allerdings noch eine zweite Schwierigkeit, die auch dann auftritt, wenn man sich für diese Art von geistiger Heilung öffnen kann. Ohne Führung durch einen erfahrenen Begleiter wird es vielen Menschen schwerfallen, einige der in diesem Büchlein beschriebenen Rituale der inneren Reinigung bei sich durchzuführen.

Im Gegensatz zur westlichen Psychoanalyse wird bei den hier beschriebenen Methoden die Vergangenheit nicht wieder aufgewühlt, sondern liebevoll losgelassen. Vielleicht bietet dieses kleine Büchlein zunächst einmal einen gewissen Einblick in solche Verfahren, von denen einige (möglicherweise in abgewandelter Form) auch zum Arsenal der modernen Psychotherapie gehören.


Wenn Grenzen keine sind: Management und Bergsteigen
Wenn Grenzen keine sind: Management und Bergsteigen
von Fredmund Malik
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 27,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Berg gelten einfache und ewige Wahrheiten. Im Management ist das nicht anders., 7. Mai 2014
"Vor einer wirklich großen und schwierigen Tour, und besonders vor einer Erstbesteigung, sind Bergsteiger mit Erfahrung weder optimistisch noch pessimistisch, euphorisch oder begeistert schon gar nicht. Schon am Vorabend sind sie eher still und nachdenklich, frühmorgens am Einstieg dann gefasst, gesammelt, sie schweigen ..."

Kein Tschakka-Gebrüll, keine Motivationsveranstaltungen, keine Team-Bildungsmaßnahmen, keine leeren Beschwörungen, sondern Konzentration auf das nötige Handwerk, das man meisterhaft beherrschen sollte, und auf den nächsten Schritt, immer das Ziel vor Augen, immer das Risiko im Blick.

Vergleicht der Autor Bergsteigen und Management, weil er Bergsteiger ist? Sicher spielt das eine Rolle. Viel entscheidender scheint aber zu sein, dass sich beim Besteigen eines Berges die Abläufe und Entscheidungen viel klarer herauskristallisieren als im Management. Alles ist aufs Wesentliche reduziert. Fehler kann man sich in der Regel kaum leisten. Und das Ziel ist das Ziel. Kommt man nicht oben an, dann hat man es nicht geschafft. Dazwischen gibt es nichts.

Auch an einem Guru der Management-Lehre kann man einen interessanten Prozess beobachten, der sich immer wieder zeigt. Überall gelten einfache und ewige Wahrheiten, die gerade deswegen Moden und einen unsteten Zeitgeist überdauern. Am Ende eines Lernprozesses, wenn man die Meisterschaft auf seinem Spezialgebiet erreicht hat, löst man sich von Moden und kommt zurück zu ganz einfach klingenden Lehren, die man aber nun erst in ihrer vollen Tiefe versteht und weitergeben kann. Alles erscheint vor dem geistigen Auge nun in einer vorher nicht gekannten Klarheit. Und dann begreift man vielleicht auch, dass diese Lehren universell gelten und ewigen Bestand haben. Und auch deswegen kann man Bergsteigen und Managementlehre sehr wohl vergleichen. Auf der Ebene der nun erreichten Abstraktheit des Begreifens unterscheiden sie sich kaum voneinander.

Mit Sicherheit ist dies Maliks persönlichstes Buch. Es würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, wenn man auf den Inhalt dieses Textes detaillierter eingehen würde. Er umspannt eigentlich die ganze Managementlehre gewissermaßen auf einer Metaebene und reduziert sie aufs Wesentliche. Es geht Malik auch um Grenzen, von denen man nie weiß, wo sie wirklich sind. Aber sein Text geht viel weiter.

Grenzen sind Hemmnisse. Sie blockieren, weil fast alle glauben, sie seien unüberwindlich. Bis irgendwann einer kommt und zeigt, dass es dahinter weitergeht. Wie lange hat es gedauert, bis endlich der höchste Berg der Erde bestiegen war? Heute bilden sich manchmal am Mount Everest Schlangen. Mit Sauerstoff hochzugehen erscheint fast wie ein Sakrileg.

Und die, die es zuerst geschafft hatten, brauchten dafür keine Motivation. Malik nimmt die ganze unsinnige Motivationslehre in diesem Buch auseinander. Als ich das erste Mal in ein Motivationsseminar mitgeschleppt wurde, dachte ich, ich wäre unter Irren oder bei einer Gehirnwäsche. Maliks Ausführungen zur Motivation in diesem Buch empfand ich als Genugtuung für den gesunden Menschenverstand.

Ähnliche Gefühle kamen in mir auf, als ich seine Bemerkungen zur Team-Fähigkeit oder zur Bekämpfung vermeintlicher Schwächen las. Statt sich auf die Veränderung von Menschen zu konzentrieren, bei der die Erfolgsaussichten sehr dürftig zu sein scheinen, empfiehlt Malik eine Konzentration auf die Stärken von Menschen.

Der Text besitzt zwar eine Gliederung, aber irgendwie hatte ich den Eindruck, dass Malik hintereinanderweg geschrieben hat. Ein wenig mehr optische und inhaltliche Struktur hätte dem Buch sicher gut getan.

Aber dies ist ein Buch voller Weisheiten. Allerdings findet man auch gelegentlich Sätze ohne wirklichen Inhalt, wie das in der Management-Lehre nach meiner Erfahrung nicht unüblich ist. Das kann man verschmerzen, wenn man liest, wie ein Meister dieses Faches zu einfachen Wahrheiten gefunden hat, die überall gelten, aber aus welchen Gründen auch immer von vielen Leuten übersehen werden, die lieber irgendwelchen Moden folgen, anstatt das Wesen der Dinge und Prozesse ergründen zu wollen.

Im Unterschied zum normalen Leben kann man am Berg der Wahrheit nicht ungestraft ausweichen. Und das macht den Vergleich zwischen Bergsteigen und Management so aufschlussreich.


Reise Know-How CityTrip Potsdam: Reiseführer mit Faltplan
Reise Know-How CityTrip Potsdam: Reiseführer mit Faltplan
von Klaus Werner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informativ und praktisch, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Reiseführer haben wohl immer etwas Erschlagendes. Das ist bei diesem nicht anders. Auf den ersten Blick scheint er sehr unübersichtlich zu sein. Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass man keinen Plan hat, die Stadt nicht kennt oder lange nicht gesehen hat und nun von den unerhört vielen Informationen auf engstem Raum förmlich erdrückt wird.

Das vergeht aber nachdem man sich etwas genauer mit diesem Büchlein beschäftigt. Plötzlich erkennt man sehr wohl eine Systematik und dazu noch eine enorme Informationsdichte. Neben praktischen Mitteilungen über Verkehrsmittel, für Notfälle und den üblichen Hinweisen zum Wetter enthält dieser Stadtführer sehr clever systematisierte Informationen über Restaurants, Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten, die man über ein Nummernsystem auch auf der beiliegenden Karte findet. Enthalten sind dabei auch das Preisniveau, Telefonnummer und eventuelle Besonderheiten.

Auf dieselbe Weise wird man durch die touristischen Höhepunkte geführt, die einzeln knapp beschrieben werden. Ein geführter Stadtrundgang mit zahlreichen Beschreibungen ist ebenso enthalten wie Bemerkungen zur Geschichte von Potsdam und einzelnen Gebäuden und Plätzen. Die Umgebung kommt etwas knapp weg, aber das Buch heißt ja auch nicht umsonst City-Trip.

Etwas weniger clever schien mir die sehr gute Karte eingefügt zu sein. Sie ist zunächst mit einem Klebklecks befestigt, der beim Benutzen nervt, weil er überall anklebt. Will man beim Rundgang mal kurz ins Buch schauen, dann segelt die Karte nach dem Entfernen des Klebers ständig weg. Ein kleiner Umschlag am Ende hätte das vermieden.

Alles in allem ist dieses Büchlein ein extrem informativer Führer für diese Stadt.


Rad-, Wander- und Gewässerkarte Havelseen 3: Werder-Potsdam: Mit Fahrland, Glindow, Geltow, Caputh, Ferch, Michendorf. Maßstab 1:35.000.
Rad-, Wander- und Gewässerkarte Havelseen 3: Werder-Potsdam: Mit Fahrland, Glindow, Geltow, Caputh, Ferch, Michendorf. Maßstab 1:35.000.
von Lutz Gebhardt
  Landkarte
Preis: EUR 4,10

4.0 von 5 Sternen Eine gute Kompromiss-Karte, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese universelle Karte fürs Wandern zu Fuß, mit dem Rad oder dem Boot zeigt Potsdam und seine Umgebung im Westen und Süden. Wasserwanderer finden auf ihr zum Beispiel die Lage der Tonnen, Wassertiefen, Hinweise zu Fahrverboten oder anderen Beschränkungen und eventuellen Problemen durch Verkrautungen, Ankerplätze und Übernachtungsmöglichkeiten. Das ist alles nicht schlecht, aber wahrscheinlich werden Bootsbesitzer dann doch speziellere Karten benutzen wollen, obwohl diese für den groben Überblick durchaus reicht.

Auch Radwanderer werden sich mit dieser Karte einigermaßen gut zurechtfinden. Wenn man es denn erkennen kann, enthält die Karte Informationen über die Oberfläche des Radwanderweges. Über die einzelnen Routen verrät sie allerdings gar nichts, obwohl man viele auch überregionale Radwanderwege auf ihr findet. Das nützt also nur dann etwas, wenn man sich vorher anderweitig über diese Strecken informiert hat. Eingezeichnet sind darüber hinaus Fahrradwerkstätten und fahrradfreundliche Gastbetriebe.

Für den Fußwanderer sind viele gekennzeichnete Wanderwege entsprechend in der Karte wiedergegeben. Auf der Kartenrückseite werden die Orte und ihre Sehenswürdigkeiten etwas näher beschrieben.

Alles in allem ist dies eine typische Kompromisskarte. Sie enthält für alle drei Gruppen viele vernünftige Informationen, wirkt aber dadurch etwas überladen und wird dennoch Rad- und Wasserwanderer eher weniger befriedigen, weil sie sich mit Spezialkarten, die noch detailliertere Informationen für ihre Zwecke enthalten, garantiert besser fühlen werden. Für Potsdam selbst braucht man auf jeden Fall eine bessere Auflösung.


Viktor Orbán: Ein Stürmer in der Politik
Viktor Orbán: Ein Stürmer in der Politik
von Igor Janke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Europa ist heute ein System, das seine Seele verloren hat. Es vertritt keine Werte, die aus der menschlichen Seele entspringen., 4. Mai 2014
Wer wie Viktor Orban so etwas öffentlich sagt, muss sich nicht wundern, dass er bei den nicht demokratisch legitimierten Verwaltern der EU nicht beliebt ist. Ausgerechnet diese Leute werfen aber Orban vor, er hätte ein Problem mit der Demokratie und wäre ein Diktator. Dabei hat der ungarische Ministerpräsident inzwischen dreimal sehr erfolgreich freie Parlamentswahlen gewonnen.

Offensichtlich fand sich in Deutschland bisher kein Autor, der den politischen Werdegang von Viktor Orban beschreiben wollte. Es bedurfte erst einer Übersetzung aus dem Polnischen um diese Lücke zu füllen. Dadurch kommt der deutsche Leser in die gelegentlich etwas ungewohnte Situation, Vergleiche zwischen der ungarischen und polnischen Ausprägung des real existierenden Sozialismus und dessen Sterben vorgestellt zu bekommen. Der Autor kennt Viktor Orban noch aus des Zeit des Widerstands gegen die jeweiligen Regime und zeigt sich ihm entsprechend wohlgesonnen. Dies und die an einigen Stellen recht dünne Beschreibung der ungarischen Wirklichkeit sind aber auch die einzigen Kritikpunkte an diesem Buch.

Viktor Orban gehörte ein Jahr vor dem Ende des Gulaschkommunismus zu den Gründungsmitgliedern des Fidesz, der heute die Regierungspartei in Ungarn bildet. Was einst als antikommunistische und antiklerikale Jugendorganisation entstand, präsentiert sich heute als christlich orientierte bürgerlich-konservative Partei, die offenbar eine breite Basis in der ungarischen Gesellschaft besitzt. Doch bis dahin musste insbesondere Orban einen weiten Weg der Veränderungen gehen, der das eigentliche Thema dieses Buches darstellt. Wenn man diesen Text gelesen hat, dann kann man die Abneigung gegen Orban in der EU sehr gut verstehen, denn seine Politik beschreibt gewissermaßen den Gegenentwurf zu den verschwiegenen Zielen der EU. Und das weiß Orban sehr genau.

Er sagt: "Es ist an der Zeit, den europäischen Universalismus zu verwerfen. Wir müssen stolz darauf sein, dass wir abweichende europäische Identitäten haben, uns unterscheiden. Und diese Vielfalt müssen wir in den verschiedensten Gebieten ausdrücken." Leider findet man Orbans Vorstellungen zu Europa erst ganz am Ende des Buches. Wenn man jedoch die voranstehende Darstellung seiner politischen Laufbahn verstanden hat, dann offenbart sich in dieser Haltung eine klare Konsequenz. Orban verbrachte seine Kindheit und Jugend im real existierenden Sozialismus. Er kennt Gleichmacherei, geistige Bevormundung, Denk- und Sprachverbote und die ruinöse sozialistische Planwirtschaft aus eigenem Erleben, wenngleich dies alles im Kadar-Ungarn in einer recht milden Variante aufgeführt wurde. Und Orban wird nicht entgangen sein, dass die Politik der EU in eine merkwürdig ähnliche Richtung abdriftet.

Innenpolitisch geht es Viktor Orban vor allem darum, den Ungarn ihre Identität zurückzugeben und die ungarische Mittelschicht wirtschaftlich zu stärken. In Zeiten, in denen die Nationalstaaten für so manchen EU-Politiker als ein abzuschaffendes Übel gelten und der Mittelstand als Melkkuh aller Umverteilungsprogramme auserkoren wurde, setzt der ungarische Ministerpräsident damit einen Kontrapunkt und schafft sich so kaum Freunde innerhalb eines europäischen Projektes, das nationaleTraditionen nicht mag und lieber auf bunte Fiktionen setzt.

Der Konflikt zwischen der linken Mehrheit im EU-Parlament und der demokratisch gewählten ungarischen Regierung brach 2012 offen aus. Besonders die neue ungarische Verfassung und das Mediengesetz standen dabei im Mittelpunkt. Orbans direkte Antwort auf diese respektlosen Vorwürfe kann man im Buch nachlesen. Darüber hinaus findet man die Präambel der neuen ungarischen Verfassung im Wortlaut. Orban wird auch gerne vorgeworfen, er hätte Ungarn ruiniert. Doch das ist eine leicht zu durchschauende Lüge. Als viel interessanter und aufschlussreicher erweist sich nämlich die Wahrheit, die bei deutschen Lesern entweder nicht bekannt oder in Vergessenheit geraten ist. Der sozialistische Vorgänger Orbans im Amt des ungarischen Regierungschefs, der in Wirklichkeit die wirtschaftliche Katastrophe verursachte, hielt in einem eigentlich geschlossenen Kreis 2006 eine Rede, die den ganzen Zynismus und die unglaubliche Verlogenheit seiner Politik offenbarte. Ein Mitschnitt dieser geheimen Rede wurde später im ungarischen Rundfunk gesendet, woraufhin eine Revolte in Budapest ausbrach, die letztlich den Fidesz und Orban wieder an die Macht brachte

Wenn man also die tatsächliche Lage in Ungarn und die Politik Orbans besser verstehen möchte, dann eignet sich dieses Buch mit den oben genannten Einschränkungen sehr gut. Der Autor beschreibt die Kernfrage, die mit diesem Buch und seiner Hauptfigur verbunden ist, sehr treffend am Ende des Textes: "Es gibt zwei Möglichkeiten Orban zu interpretieren. Als eine an alte Zeiten erinnernde Persönlichkeit, als letzten Boten einer - schon in die Seiten der Geschichtsbücher eingesperrten - politischen Auffassung, oder als einen Politiker, der über eine Zukunftsvision verfügt und seiner Zeit voraus ist und die Welt wird in ein paar Jahren oder Jahrzehnten so aussehen, wie er sie heute beschreibt."


Gefangen im Euro
Gefangen im Euro
von Hans-Werner Sinn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ökonomische Gesetze lassen sich nicht aushebeln!, 2. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Gefangen im Euro (Taschenbuch)
Jeder der zahlreichen Versuche in der jüngeren Geschichte, es doch zu versuchen, endete in einer Tragödie. Auch wenn es die mediale Vernebelung immer wieder zu verhüllen versucht: Die Euro-Krise hat noch nicht einmal wirklich begonnen. Und auch sie ist das Resultat ökonomischer Unvernunft oder des Versuchs, fragwürdige politische Ziele bei gleichzeitiger ökonomischer Ahnungslsoigkeit erreichen zu wollen.

Das neue Buch von Hans-Werner Sinn, das eigentlich mehr ein langes Interview ist, zeigt die ganze Dramatik der Lage. Der Text besteht aus drei Teilen:

(1) Die Eurokrise verstehen - ein Drama in sieben Akten
(2) Die Krise dauerhaft bewältigen - ein sechs Punkte Programm
(3) Europa nach vorne denken.

Im ersten und längsten Teil befasst sich Hans-Werner Sinn mit dem Beginn und dem Verlauf der Krise, die bisher lediglich scheinbar erfolgreich und zu extrem hohen Kosten verschleppt wurde. Im Sprachgebrauch deutscher Politiker heißt das "Zeit kaufen". Sie kaufen nicht mit ihrem Geld und verschweigen geschickt, was sie wirklich tun. Wenn man Sinns Ausführungen gelesen hat, dann weiß man spätestens danach, dass die vor allem mit dem Geld der deutschen Steuerzahler gekaufte Zeit dazu genutzt wird, um privaten Gläubigern die Chance zu geben, das Spielfeld zu verlassen, damit letztlich der ganze Schaden wieder dem ahnungslosen Steuerbürger aufgehalst werden kann.

Hans-Werner Sinn nennt die offiziell verkündete Alternativlosigkeit dieser Politik "Pfadabhängigkeit". Dieser Pfad begann eigentlich schon mit Kohl Ahnungslosigkeit und führte zum Bruch des Maastrichter Vertrages durch fast alle Beteiligte. Doch erst mit dem Beschluss, das schon lange bankrotte Griechenland gegen jede Vernunft über Wasser zu halten, vollzog sich das eigentliche Drama. Die fatale Kaskade immer gigantischerer Rettungsversuche eines falsch konstruierten Systems begann.

Sinn zeigt, wie sich die deutsche Politik auf diesem Pfad von den anderen europäischen Nationen des Euroraums schrittweise immer weiter über den Tisch hat ziehen lassen. Auf diesem Tisch liegt nun nach Hans-Werner Sinn die goldenen Kreditkarte, von der deutsche Politiker ernsthaft glauben, dass sie nicht benutzt werden wird. Die Naivität des deutschen Regierungspersonals besteht aber nicht nur darin, sondern vor allem in dem Glauben, dass die anderen Beteiligten die deutsche Angst, Schuld am Scheitern dieses fehlgeleiteten Projekts zu sein, nicht weitestgehend ausnutzen würden.

Zu den sechs Akten, in denen Deutschland systematisch ausgespielt wurde, gehört auch die Bankenunion als letzter Bestandteil. In den Medien wurde dies als Rettung der Steuerzahler vor zukünftigen Belastungen gefeiert. Manchmal fragt man sich schon, ob dieser Kinderglaube ernst gemeint ist. In einigen Jahren sollen die europäischen Banken einen Fond mit 50 Milliarden Euro ansparen, der dann zur Rettung schon jetzt scheintoter Artgenossen genutzt werden soll. Das ist lachhaft, denn schon heute wird der Bestand an Ausfallpapieren auf das Dreizehnfache dieses Betrages geschätzt. In Wahrheit dient diese Bankenunion nur dazu, dass vor allem der deutsche Steuerzahlern nun auch noch ausländische Banken retten muss, obwohl er schon mit der Scheinrettung anderer Staaten überfordert ist, wobei das auch noch gegen abgeschlossene Verträge verstößt.

Der siebte Akt des Dramas steht aber noch bevor. Oder besser: Er läuft schon indirekt. Denn obwohl wir noch keine offiziellen Eurobonds haben, kann man Konstrukte der Eurorettung bereits als solche auffassen. Das wird in diesem Buch erklärt. Hans-Werner Sinn geht aber auch auf einen Aspekt der Eurobonds ein, der in der öffentlichen Diskussion völlig vernachlässigt wird. Er sagt: " Es ist die Stärke des marktwirtschaftlichen Systems, dass die Schuldner-Gläubiger-Verhältnisse auf der mikroökonomischen Ebene stattfinden und dass wir mit dem Zivilrecht ein Verfahren haben, diese Verhältnisse zu regeln und Streit zu schlichen. Etwas Vergleichbares gibt es auf der zwischenstaatlichen Ebene nicht." Und das ist ein entscheidender Punkt, an dem das sogenannte Friedensprojekt sich ins glatte Gegenteil verkehren kann. Sinn verweist in diesem Zusammenhang auf den amerikanischen Bürgerkrieg, vor dem es eine ähnliche Konstruktion gab.

Im zweiten Teil unterbreitet Hans-Werner Sinn dann Vorschläge, wie man die schwelende Krise jetzt noch zwar teuer, aber vergleichsweise glimpflich lösen kann. Die Kosten sind so oder so extrem hoch. Deshalb schlägt er einen radikalen Schuldenschnitt vor. Alles andere würde die Kosten nur noch weiter in die Höhe treiben. Ein solcher Vorschlag würde aber bedeuten, dass sich die deutsche Politik vom eingeschlagenen Pfad lösen müsste. So recht Sinn mit seinem Vorschlag auch hat, so unwahrscheinlich ist dessen Verwirklichung. Denn zuzugeben, dass man gescheitert ist, scheint undenkbar, obwohl es nun wirklich nicht mehr zu übersehen ist.

Auch Sinns Vorschlag, die EZB, die einst nach dem Vorbild der Bundesbank konstruiert werden sollte und in der diese Bundesbank nun völlig isoliert dasteht, einschneidend zu reformieren, scheint zunächst unausführbar zu sein. Die Machtverhältnisse sind schließlich im Augenblick für die Pleitestaaten ganz hervorragend organisiert, denn sie haben die Mehrheit in der EZB. Wenn die Verhältnisse in der EU nach ökonomischen Gesichtspunkten umorganisiert werden würden, so wie das im privaten Bereich üblich ist, dann stünde dies in krassem Widerspruch zur Gesamtkonstruktion der EU, die ja gerade darauf ausgelegt ist, ökonomische Machtverhältnisse und dabei vor allem die deutsche Industriemacht nicht widerzuspiegeln. Folglich wird das auch nicht geschehen.

Im dritten Teil bekennt sich Hans-Werner Sinn zu europäischen Integration. Er schlägt einen anderen europäischen Vertrag vor und sieht dabei die Kantonsstruktur der Schweiz als Vorbild. Für Schulden sollte es auch eine Hinterlegung eines Pfands geben, so wie das einige europäische Staaten, etwa Finnland bereits vorgemacht haben. Dass solche Vorschläge auf gespielte Empörung treffen, sagt doch nur eines: Die Schuldner haben überhaupt nicht vor, ihre Schulden jemals zurückzuzahlen. Wenn man das erst einmal begriffen hat, dann erschließen sich viele Dinge wie von selbst.

Dieses kleine Buch bringt eigentlich alles, was gegenwärtig in der Krise der europäischen Kunstwährung liebend gern im Dunkeln bleiben soll, ans Licht. Der Autor erklärt dabei alles so klar, dass auch Laien es verstehen können. Entstanden ist so ein sehr erhellendes Buch, in dem auch ökonomisch und politisch vernünftige Lösungsvorschläge für einen Ausweg aus der Krise stehen. Natürlich werden sie mit dem gegenwärtigen Personal nicht verwirklicht werden, denn das käme einem totalen Gesichtsverlust dieser selbst ernannten europäischen Eliten gleich. Eines ist jedoch sicher: Die ökonomischen Gesetze werden sich früher oder später durchsetzen. Die Frage ist nur, zu welchem Preis.


Mädchenjäger: Thriller (Mark-Heckenburg-Reihe, Band 1)
Mädchenjäger: Thriller (Mark-Heckenburg-Reihe, Band 1)
von Paul Finch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Welche Frau er auch wollte - er musste nichts weiter tun als ihren Namen zu nennen und den Preis zu bezahlen, 29. April 2014
Detective Sergant Mark Heckenburg aus dem Dezernat für Serienverbrechen in der National Crime Group sucht allein nach 38 vermissten Frauen. Seine Bemühungen tragen aber seit Wochen kaum Früchte. Weder kann er Beweise für einen Zusammenhang dieser Fälle vorlegen, noch hat er eine heiße Spur. Dem Chef der National Crime Group reicht das aus, um Heckenburg den Fall zu entziehen. Drei Monate Urlaub sollen Heck wieder auffrischen.

Während Heckenburg noch grollt, weiß man als Leser inzwischen mehr als er, denn man wird Zeuge der 39. Entführung und des damit verbundenen grauenvollen Geschehens. Obwohl damit scheinbar ein Teil der Spannung genommen zu sein scheint, baut Paul Finch mit Laura Wraxford eine neue Figur auf, die dem weiteren Verlauf einen zusätzlichen Kick gibt. Laura ist eine Veteranin des Irak-Krieges und die Schwester einer der Entführten. Da Heckenburg nun illegal weiter an seinem Fall arbeitet, kann er dabei eigentlich keine Zivilistin gebrauchen. Aber Laura lässt sich nicht abwimmeln.

Beide werden beobachtet und in eine scheinbar ausweglose Falle gelockt, die sie zusammen in Mordverdacht bringt und nun auch noch zu Gejagten der Polizei macht. Finch beschreibt die actionreiche Flucht von Mark und Laura, die zugleich eine tödliche Jagd auf die Gehilfen der Entführer wird und die beiden immer näher an die Hintermänner und ihr Geschäftsmodell bringt.

Es sind dieses Geschäftsmodell und die filmreifen Action-Szenen, die das vielleicht ein wenig zu umfangreiche Buch sehr spannend machen. Immerhin gibt es noch eine Fortsetzung, denn nicht alle Fragen fanden eine befriedigende Antwort.


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