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Dr. R. Manthey
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Neugierde verboten!: Fragen - Funde - Fakten
Neugierde verboten!: Fragen - Funde - Fakten
von Erich Däniken
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schatzsuche und Panspermia, 25. Juni 2014
Natürlich ist Neugierde nicht verboten. Wie sollte das auch durchsetzbar sein? Immerhin verdankt Erich von Däniken seiner über eine Vielzahl von Büchern, Filmen und Vorträgen ins staunende Publikum getragenen Neugierde ein beträchtliches Vermögen. Dafür kann man ihn genau so bewundern, wie für seine offenbar nicht versiegende Energie, mit der er seiner in all diesen Publikationen stets wiederholten und mit zahlreichen Indizien unterlegten Theorie nachgeht, nach der die Entwicklung der Menschheit durch außerirdische Lebewesen entscheidend beeinflusst wurde.

Bei diesem Buch handelt es sich um den achten Band einer Serie von Publikationen, in denen zahlreiche Autoren ihre Beiträge veröffentlichen, die mit neuen Funden, Indizien oder Stellen aus alten Dokumenten die Theorie von der außerirdischen Einflussnahme unterstützen. Wie immer in solchen Sammelbänden besitzen die einzelnen Texte nicht durchgängig dieselbe Qualität. Aber immerhin findet der geduldige Leser auch hier einige wirklich interessante Artikel. Beispielsweise wird in einem von ihnen das Grundproblem der hier verfolgten Theorie diskutiert, nämlich die fehlenden eindeutigen Beweise.

Dort heißt es richtigerweise, dass die Theorie von der außerirdischen Einflussnahme mit einem Schlag als richtig erkannt und unser gesamtes Weltbild revolutionieren würde, fände man eine außerirdische Hinterlassenschaft auf der Erde. Doch eine solches Fundstück konnte bisher nicht präsentiert werden. Zwar findet man in diesem Buch auch wieder Behauptungen, dass es solche Stücke tatsächlich geben würde, doch wenn es zum Schwur kommt, sind sie entweder verschwunden oder die jeweiligen Quellen haben nach einer entsprechenden Ankündigung plötzlich das Zeitliche gesegnet, wie zum Beispiel der Herr, der uns die angeblich außerirdische Bundeslade zeigen wollte, die angeblich in Äthiopien versteckt wird. Natürlich kann man dann argumentieren, dass irgendwelche geheimnisvollen Mächte die Sache im Dunklen behalten wollen.

Am Anfang des Buches findet man einige interessante Beiträge über den Einfluss von archäologischen Fundstücken auf unser Geschichtsbild oder über die Rolle der Wissenschaften bei der Bewertung der Theorie von der außerirdischen Einflussnahme. Von Däniken beklagt sicher zu recht, dass die etablierten Wissenschaften seine Theorie völlig ignorieren und ihn lächerlich machen würden. Ihre Suche nach "natürlichen" Erklärungen von Dingen, die nach unserer derzeitigen Weltsicht nicht in die Zeit passen, der sie zugeordnet werden, würde die nach von Dänikens Ansicht näherliegende Erklärung mit einer gewissen Blindheit einfach ausschließen. So recht von Däniken da hat, so zutreffend ist sicher auch das gegenteilige Vorgehen, denn die Anhänger der Theorie von der außerirdischen Einflussnahme machen es nicht anders. Sie suchen gewissermaßen immer nach Indizien für diese Theorie, die aus ihrer Sicht schon lange keine solche mehr ist, sondern die Wahrheit verbreitet. Deshalb ignorieren auch sie andere Erklärungen oder behandeln sie abschätzig. In diesem Buch findet man eine solche Vorgehensweise als es etwas am Rande um Thor Heyerdahl ging, der immerhin praktisch nachgewiesen hat, dass schon in grauer Vorzeit Kontakte zwischen weit entfernt lebenden Zivilisationen auf der Erde möglich waren und man auch so gewisse kulturelle Ähnlichkeiten erklären kann.

Was wirklich stimmt, wissen wir trotz der zahlreichen Indizien für eine außerirdische Einflussnahme bisher nicht. Man findet in diesem Buch leider auch wieder Behauptungen, die Kritikern eine Steilvorlage liefert. In einem Beitrag wird beispielsweise ein altägyptisches Schriftzeichen als Glühlampe gedeutet, was auf die Kenntnis von Elektrizität im alten Ägypten hindeuten würde. Natürlich können das die alten Ägypter nicht selbst erfunden haben, denn dann würde es ein technologisches Umfeld und entsprechende Fundstücke geben. Aber kann man sich vorstellen, dass Außerirdische, die auf eine für uns nicht wirklich nachvollziehbare Weise gigantische Entfernungen zurückgelegt haben müssten, mit einer völlig altmodischen Glühlampe hantieren?

Wie auch immer: Dieses Buch bietet den Anhängern der Paläo-SETI-Hypothese viel Material und zahlreiche neue Indizien, die diese Hypothese scheinbar auf vielfältige Weise stützen. Wie immer bei Publikationen, die Erich von Däniken mitzuverantworten hat, wird die eigene Phantasie angeregt, wenn man sich nicht gegen die durchaus interessanten Interpretationen in diesem Buch von vorne herein sperrt.

Einen Vorteil hat die Paläo-SETI-Hypothese auf jeden Fall: Ob man sie beweisen kann, ist offen. Ein Gegenbeweis, also ihre Widerlegung, ist schlicht unmöglich.


Der Wildnis entkommen: Die Geschichten meiner Vorbilder - wahre, spannende und tragische Begebenheiten an den entlegensten Orten der Erde
Der Wildnis entkommen: Die Geschichten meiner Vorbilder - wahre, spannende und tragische Begebenheiten an den entlegensten Orten der Erde
von Bear Grylls
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Wer es nicht schafft, sich vorzubereiten, bereitet sich darauf vor, es nicht zu schaffen.", 23. Juni 2014
Nichts beschreibt die Ursachen des Scheiterns großer Vorhaben besser als dieses Armee-Sprichwort, das Bear Grylls auf Seite 273 zitiert. Grylls beschreibt in seinem neusten Buch 25 Grenzerfahrungen von Menschen, die sich mehr oder weniger bewusst dahin gebracht hatten oder die ein plötzliches Ereignis in eine Situation zwang, aus der sie sich nur unter Aufbietung schier unermesslicher Kräfte wieder lebend befreien konnten. Aber Grylls erzählt auch Dramen des tödlichen Scheiterns. Dennoch begreift er all die Menschen in seinen Geschichten als seine Vorbilder, weil sie um ihr Leben kämpften und dabei über Grenzen gingen, die sie sich bis dahin nicht vorstellen konnten. Für Grylls sind sie Beweise dafür, das Unmögliches doch möglich ist.

Solche Heldengeschichten hat man vielleicht schon in der Jugend gerne gelesen. Sie waren spannend und zeigten, was Menschen alles aushalten können, wenn es ums nackte Überleben geht. Doch richtig nachvollziehen kann man so etwas wohl nur, wenn man schon einmal in einer halbwegs ähnlichen Situation gewesen ist.

Das Buch beginnt mit der legendären Geschichte eines Flugzeugabsturzes in den Anden, den nur wenige deshalb bis zur Rettung überlebten, weil sie sich von den Toten ernährten. Im nächsten Kapitel geht es um Juliane Koepke, die aus einem Flugzeug in den Regenwald stürzte und sich trotz schwerer Verletzungen tagelang bis zu einer menschlichen Behausung vorkämpfte. Es folgen Geschichten über Forschungsreisende (unter anderem über Thor Heyerdahl), deren zäher Überlebenswille sie bis an ihre Ziele brachte. Darunter fallen aber auch zahlreiche Berichte des tödlichen Scheiterns, etwa beim Bergsteigen oder dem unglückseligen Versuch, den Südpol im Wettrennen zu erreichen.

Mittendrin findet man auch eine Reihe von Kriegshelden und ihre schier unglaublichen Erlebnisse. Inwieweit sie alle wirklich stimmen, kann man nicht beurteilen. Sicher ist aber, dass Grylls dabei seine patriotischen oder kollegialen Gefühle ins Spiel bringt und zu gewissen Übertreibungen neigt, die man zum Teil schon aus den Kapitelüberschriften erkennt.

Grylls erzählt knackig und spannend. Folglich ist dieses Buch sehr unterhaltsam und mitunter auch lehrreich. Man kann den Mut derer bewundern, die das Schicksal in solche Extremsituationen versetzt hat. Man kann sich aber auch fragen, warum sich einige Menschen freiwillig in Gefahren begeben, die ihr Leben kosten können. Und man kann dabei sehen, wie schmal der Grat zwischen Heldenmut und Wahnsinn in Wirklichkeit ist. Und natürlich - und das war die Absicht des Autors - führen alle diese Geschichten vor, welche Kraft Menschen entfalten können, wenn es um alles geht.


Wie man tolle Frauen rumkriegt: Ein Profi-Aufreisser verrät seine Methoden
Wie man tolle Frauen rumkriegt: Ein Profi-Aufreisser verrät seine Methoden
von Michal "
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Sorgen Sie dafür, dass die Frau Ihnen mehr Wert gibt als Sie ihr.", 20. Juni 2014
Das ist Teil des Plans und gehört zur sogenannten Mid-Game-Phase, wenn man die Methode des Autors anwenden will, um für beständig neuen Nachschub im Bett zu sorgen. Meister Mehow gehört zu den Profi-Frauenaufreißern, die sich für Künstler halten, ihre Kunst über Bücher und Seminare unters Männervolk bringen und davon offenbar nicht schlecht leben.

Glaubt man seiner Geschichte, dann hatte er nach einer teuren Scheidung nicht nur kein Geld, sondern auch ewig keinen Sex mehr. In dieser trostlosen Situation bekam er einen Tipp, ließ sich von einem Herrn mit dem Künstlernamen "Mystery" praktisch beraten und kam so auf die Erfolgsschiene bei Frauen.

Bei seinen Abenteuern folgt er nach seinem Bekunden einer vermutlich zutreffenden Erfahrung. Männer, so Mehow, probieren nicht genug. Bei der ersten Frau, die ihnen zusagt, gehen sie meistens in die Ehefalle und bleiben dauerhaft unbefriedigt. Das mag stimmen und gilt sicher auch für das andere Geschlecht.

Interessante Theorien prüft man am besten durch Selbstanwendung auf ihre Schöpfer. Oft kommt man dabei zu lustigen Paradoxien. Glaubt man nämlich Mehow, dann hatte er wohl inzwischen mehr als genug Erfahrungen. Doch offenbar hat er dennoch seine Traumfrau noch nicht gefunden. Und welche Frau lässt sich wohl dauerhaft auf einen Profi-Aufreißer ein?

Mehow arbeitete früher als Computer-Hacker. Es verwundert also nicht, dass er seinen Klienten so etwas wie einen Algorithmus zur Verfügung stellen möchte, der ihnen bei Anwendung desselben eine bestechende Erfolgsquote verschaffen soll. Ich habe da so meine Zweifel, ob das tatsächlich gelingen wird. Schließlich verlangt all das nichts weniger als eine Image- , wenn nicht sogar eine Persönlichkeitsveränderung seiner Leser. Ohne praktische Hilfe wird das nur selten gelingen.

Mehows "Arbeitsstelle" sind Bars und Klubs, in denen nach seiner Auffassung die meisten heißen Singlefrauen zu finden sind. Und dort geht er nach seiner im Buch erläuterten Methode vor. Offenbar ist er dabei sehr erfolgreich, wenn man Erfolg als "Herumkriegen" definiert. Beim Lesen seines Buches schwankt man zwischen Extremen hin und her. Auf der einen Seite sind die im Text aufgeführten Dialoge zwischen ihm und seinen Opfern dermaßen primitiv, dass es einen gelegentlich schaudert. Andererseits offenbart er bei aller Primitivität doch die Grundprinzipien eines erfolgversprechenden Flirts.

Ich wage die Prognose, dass die Mehow-Methode in der im Buch vorgestellten Art und Weise nur bei einem bestimmten Frauentyp funktioniert und dass der Anwender hart im Nehmen sein muss. Und zu gerne würde ich daneben stehen, wenn jemand sie mit dem Buch in der Jackentasche zum ersten Mal ausprobiert. Der Knackpunkt, den Mehow auch erwähnt, besteht nämlich darin, wie viel Ablehnung der Proband schließlich wirklich aushält, bis er entweder aufgibt oder einen Zustand erreicht, bei dem Ablehnung von ihm abperlt wie beim Meister.

Ob man mit diesem Buch tatsächlich etwas anfangen kann, lässt sich schwer beurteilen, weil das von vielen subjektiven Faktoren abhängt. Es vermittelt zwar einige Prinzipien des Flirtens, tut dies aber auf einer wenig geistreichen Ebene. Schüchternen Männern wird es nicht viel nützen, weil es deren Grundproblem allenfalls theoretisch löst. Mir hat vieles nicht gefallen, anderes fand ich nicht schlecht, wenn man es auf ein anderes Niveau zu heben versteht.


Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen (Sunny Valentine, Band 1)
Von Tropenvögeln und königlichen Unterhosen (Sunny Valentine, Band 1)
von Irmgard Kramer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,95

4.0 von 5 Sternen Wenn die Klotür vom Backinghäm Päläs in den eigenen Keller führt, 18. Juni 2014
Tja, dann kann man Prinz Philip beim Pinkeln zusehen oder sich auf den Weg zur Kwien machen. Allerdings muss man dazu auch im Haus von Sunny Valentine wohnen, das sie für weniger als einen Euro gekauft hat. Natürlich ist das kein normales Haus. Es spricht zu einem, hat Launen und stellt Forderungen. Zum Beispiel möchte es gerne, dass die Unterhose von Prinz William auf seinem Dach gehisst wird.

Zugegeben, man muss schon ziemlich viel Phantasie besitzen, um der verwegenen Handlung dieses Kinderbuches über seine Herrlichkeit, das magische Haus von Sunny Valentine, folgen zu können. Und man sollte sich etwas im englischen Königshaus auskennen, was bei der Zielgruppe dieses Buches nicht ganz selbstverständlich zu sein scheint. Unter diesen Voraussetzungen hat dieses lustige und mit absichtlichen Rechtschreibfehlern garnierte Buch bestimmt eine gute Chance bei seinen kleinen Lesern gut anzukommen.

Sunny jedenfalls muss sich durch den Keller in den Palast der Queen, äh Kwien, begeben, um das launische Haus wieder gütig zu stimmen. Dabei wird sie natürlich von der Sicherheit erwischt, die sofort Eindringlingsalarm auslöst, denn gerade läuft dort die Hochzeitsfeier zwischen William und Kate, auf der Sunny natürlich nichts zu suchen hat. Ob Sunny dennoch William die Unterhose klauen kann, sei hier nicht verraten. Dazu muss man dann doch in dieses recht ungewöhnliche Buch schauen.


Die 156 besten Rezepte für Selbstversorger: Wie Sie mit Gemüse, Obst und Kräutern aus eigenem Anbau leckere Gerichte zaubern
Die 156 besten Rezepte für Selbstversorger: Wie Sie mit Gemüse, Obst und Kräutern aus eigenem Anbau leckere Gerichte zaubern
von Constanze Eschbach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schönes Gartenbuch mit leckeren Rezepten, 16. Juni 2014
Vielleicht dachte der Verlag, dass sich Kochbücher besonders gut verkaufen und gab diesem Produkt einen den Inhalt leider nicht vollständig widerspiegelnden Namen. Tatsächlich handelt es sich nämlich um eine gelungene und sehr schön aufgemachte Mischung aus einem Selbsterfahrungs-Gartenbuch und einer Vielzahl von Vorschlägen zur Zubereitung der eigenen Ernte.

Wer entschieden hat, dass man hier die 156 besten Rezepte für Selbstversorger findet, ist nicht überliefert und wahrscheinlich wieder einmal einer der üblichen laut tönenden und unnützen Marketing-Übertreibungen - schmackhaft sind die unkompliziert herstellbaren Gerichte auf jeden Fall. Und es ist auch für alle etwas dabei.

Ich habe dieses Buch allerdings zunächst als eine sehr sympathische und nach dem Jahresverlauf ausgerichtete Darstellung der gärtnerischen Selbstversorgungsversuche der Autorin verstanden. Nach einem einführenden Kapitel, das Basiswissen für Selbstversorger (für ungefähr 100 Quadratmeter, aber auch für den Anbau auf kleineren Flächen) vermittelt, beschreibt Constanze von Eschbach, was sie vom Frühjahr bis in den späten Herbst und auch in der Winterruhe in ihrem Garten und mit Ihrer Ernte alles anstellt.

Neben Anregungen und gärtnerischen Tipps findet man vor allem Kommentare zu den jeweils aktuellen Pflanzen und ihrem Anbau. Danach folgen die zahlreichen Rezepte mit diesen Gewächsen. Im Frühjahr zum Beispiel geht es unter anderem um die Themen Kartoffeln und um den Spargelanbau. Nach meinem Eindruck handelt es sich bei diesem Buch um einen sehr praktischen Ratgeber, der für einen normalen Garten bestens geeignet ist. Er spiegelt die Erfahrungen der Autorin wider, die sich all diese Erkenntnisse, Techniken und Methoden offenbar selbst angeeignet hat und sie nun unkompliziert weitergibt.

Einfachheit und Praktikabilität bei Herstellung und Verarbeitung eigener Gartenprodukte sind wohl die Eigenschaften, mit denen man die zahlreichen Tipps, Anregungen und Rezepte aus diesem liebevoll gestalteten Buch am besten beschreiben kann. Da die Autorin Vegetarierin ist und da es sich bei den Grundprodukten vorrangig um die eigene Ernte aus dem Garten handelt, verwundert es nicht, dass die meisten Produkte ohne Fisch und Fleisch auskommen, wenngleich man auch einige mit solchen Beigaben finden kann.

Am Ende des Buches gibt es als Zugabe eine hilfreiche Übersicht aller beschriebenen Pflanzen (Zeit der Aussaat, benötigte Pflege, Eignung für die Permakultur, Ernte, Bevorratung, Tipps) und eine Übersicht über die von der Autorin favorisierten Gartenbücher. In meinen Augen stellt dieses Buch eine sehr gelungene Mischung aus einem Gartenbuch und einem Kochbuch für frische Gerichte aus einem typischen deutschen Garten dar.


Bhutan
Bhutan
von Harald Nestroy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 48,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Bilderreise durch das "Land des friedlichen Donnerdrachens", 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Bhutan (Gebundene Ausgabe)
Druk Yul, Land des friedlichen Donnerdrachens, nennen die Bhutaner ihr Land bereits seit dem 13. Jahrhundert. Zwischen den beiden Riesen Indien und China eingeklemmt, erscheint dieses für westliche Besucher recht sonderbare Königreich klein. Tatsächlich aber ist es etwas größer als die Schweiz. Man findet in diesem für westliche Verhältnisse bitterarmen Land eine fast noch unbehelligte buddhistische Kultur, die von den rund 700.000 Einwohnern bhutanischer Abstammung bis in den Alltag gelebt wird. Bhutan war niemals eine Kolonie westlicher Eroberer, hatte jedoch nicht selten Ärger mit seinen Nachbarn, wovon die zahlreichen Klosterburgen auch heute noch zeugen.

Der Betrachter findet in diesem Bildband kurze (in deutsch und englisch gehaltene) Einführungen in die Geschichte Bhutans, Bemerkungen zum Verhältnis zu seinen beiden jetzigen Nachbarn, zur Kultur des Landes und zum Selbstgefühl seiner Einwohner. Natürlich dominieren die Bilder, die die bhutanischen Landschaften, die Klosterburgen und die Menschen bei ihren Verrichtungen zeigen. Harald N. Nestroy arbeitete als deutscher Diplomat unter anderem in Indien, wo sein Interesse für Bhutan entstand.

Fotografieren lernte er vor allem bei Jaroslav Poncar, einem Meister seines Faches. So schön die meisten Bilder in diesem Buch auch sind, an die Kunst von Poncar reichen sie nicht heran. Da einige dieser Fotografien scheinbar unnötig klein abgedruckt wurden, fragt man sich, ob das nicht auch an ihrer technischen Qualität liegt. Auch bei größeren Bildern fallen die nicht immer optimal getroffenen Lichtverhältnisse auf. Jedenfalls, wenn man genauer hinsieht. Am überwältigenden Eindruck, den dieser wunderschöne Bildband von Bhutan erzeugt, ändert diese eher technische Bemerkung allerdings überhaupt nichts.


Das glücklichste Land der Welt: Mein Leben in Bhutan
Das glücklichste Land der Welt: Mein Leben in Bhutan
von Linda Leaming
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein kleines Land, jedoch umgeben von Erhabenheit und Größe", 13. Juni 2014
Nach Bhutan zu reisen, dürfte auch heute noch nicht ganz einfach sein. Nicht nur wegen seiner geografischen Abgeschiedenheit, sondern auch, weil es sich erst vor nicht allzu langer Zeit überhaupt für den Tourismus geöffnet hat. Bhutan liegt in einem Tal des Himalaja und wurde mit einer herrlichen Landschaft und einer reichen Vegetation beschenkt, jedenfalls dort, wo es die Höhe noch zulässt. Dass man auf drei- oder viertausend Metern Höhe noch Dörfer findet, gehört auch zum Bild dieses kleinen Landes.

Was aber offenbar westliche Besucher besonders fasziniert, ist die noch größtenteils intakte buddhistische Kultur, die man bis in die alltäglichen Verrichtungen der Menschen zu spüren bekommt. Davon erzählt dieses Buch. Linda Leaming aus Tennessee kam zum ersten Mal mit neununddreißig nach Bhutan und verliebte sich in dieses Land. Anschließend beschloss sie, dort als Lehrerin zu arbeiten. Nicht jeder wird einen solchen Schritt nachvollziehen können, denn das Land ist nach westlichen Maßstäben sehr arm, das Leben primitiv. Wie fast alles im Leben erweist sich auch diese Sichtweise auf Bhutan von außen als eine Frage der eigenen Vorstellungen, Ansichten oder Gewohnheiten.

Linda Leaming blieb aus Prinzip kinderlos, weil sie ihre Abenteuerlust ausleben wollte und Kinder ein solches Leben aus ihrer Sicht nicht zulassen. In Bhutan lernt sie den Lehrer Namgay kennen. Sie verlieben sich und heiraten. Dadurch wird die Autorin vollständig in das bhutanische Alltagsleben integriert, von dem sie nun in ihrem Buch berichtet. Der Text liest sich ausgezeichnet, weil er eben nicht das Land aus den Augen eines Fremden beschreibt, der dort vielleicht eine Weile gelebt hat, sondern weil Linda Leaming sich dort bei allen Entbehrungen offenbar sehr wohl fühlt und ihre eigentliche Heimat gefunden hat. Mit viel Witz, Selbstironie und gleichzeitiger Hochachtung für die Geisteshaltung und Würde ihres Mannes beschreibt sie ihr neues Leben in einer noch nicht stark von den Gaben des Westens infiltrierten Kultur.

Allerdings muss man wohl viele Eigenschaften der Autorin mitbringen und sich von fast allen westlichen Vorstellungen des Alltagslebens lösen, wenn man diesen Schritt nachmachen wollte. Vielleicht muss man das erst einmal selbst erlebt haben, um es wirklich zu verstehen.

Ein sehr gut geschriebenes, äußerst interessantes und liebevolles Buch über ein Land, das sehr weit weg von unserem Leben ist.


Die Krise ... ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig: Es geht um unser Geld - 77 Bilder zum Selberdenken und Mitreden
Die Krise ... ist vorbei ... macht Pause ... kommt erst richtig: Es geht um unser Geld - 77 Bilder zum Selberdenken und Mitreden
von Daniel Stelter
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar auf den Punkt gebracht, 11. Juni 2014
Dieses Buch ist ein außerordentliches Beispiel dafür, wie man einen scheinbar komplexen Sachverhalt auf das Wesentliche reduzieren kann und ihn dabei auch noch so darstellt, dass er sich wie von selbst erklärt.

Stelter geht der Finanzkrise zunächst chronologisch nach und gliedert sein Büchlein in

A. Die Party
B. Die Blase platzt
C. Bekämpfung der Krise
D. Wie raus aus der Krise?
E. Ausblick.

Danach folgt das Formular auf dem Cover, und man kann dann nur noch sein Kreuz beim letzten Punkt machen. Das Ganze ist einfach nur eine perfekte Präsentation zum Thema, denn auf jeder Seite findet man eine Grafik, die den jeweiligen Ausschnitt des ganzen Desasters offenlegt. Die Zahlen lügen auch hier nicht, und sie zeigen, was man in der offiziellen Darstellung gerne vertuscht.

Insbesondere der vierte Abschnitt öffnet wohl jedem endgültig die Augen über die Zukunft. Stelter zeigt dort, welche Optionen es gibt, um aus der Schuldenkrise zu gelangen. Dass es dabei um Enteignungen auf verschiedenen Wegen geht, die selbstverständlich mit "Gerechtigkeit" und "Solidarität" beworben werden, dürfte kein Geheimnis mehr sein, denn inzwischen sind bereits erste Gesetze in dieser Richtung beschlossen worden.


Im Gehirn des Bösen: Die spektakulärsten Fälle eines Gerichtsgutachters
Im Gehirn des Bösen: Die spektakulärsten Fälle eines Gerichtsgutachters
von Helmut Kury
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Täter-Versteher, 10. Juni 2014
Gerichtsgutachter wie Helmut Kury besitzen in der deutschen Öffentlichkeit keinen guten Ruf. Solche Leute entscheiden mit, ob ein Straftäter nach seiner Mindesthaft oder später zurück in die Freiheit entlassen werden kann. Schwere Straftaten kurz nach der Entlassung oder noch während vorbereitender Freigänge setzen diese Gutachter in ein schlechtes Licht. Helmut Kury beschwert sich in seinem Buch darüber, dass die deutsche Öffentlichkeit eine absolute Sicherheit wünsche, die es aber nicht geben könne. Die Entlassung eines Schwerverbrechers nach einem positiven Prognosegutachten sei ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten. Und das müsse man eben hinnehmen. Wirklich?

Merkwürdigerweise fällt Kury nicht auf, dass er in seinem Buch bei einer anderen Frage völlig entgegengesetzt argumentiert. Wenn es nämlich um die Todesstrafe geht, kommt er mit dem Argument, es könne schließlich auch Unschuldige treffen. Erst jüngste krasse Fehlurteile deutscher Gerichte würden schließlich zeigen, dass Irren menschlich wäre. Abgesehen davon, ob ein Todesurteil Ausdruck von Menschlichkeit ist oder nicht, kann man doch nicht auf der einen Seite absolute Sicherheit ausschließen und auf der anderen verlangen.

Mich würde übrigens auch interessieren, ob der Autor immer noch so argumentieren würde, wenn Menschen aus seinem unmittelbaren Umkreis Opfer von schweren Straftaten geworden wären. Kurys Argumentationslinie ist für viele Opfer geradezu ein Hohn. Im Grunde lehnt er sogar Freiheitsstrafen ab. Allerdings weiß er sehr genau, dass dies die seiner Ansicht nach unaufgeklärte Öffentlichkeit nicht tolerieren würde. Freiheitsstrafen würden nichts bringen und nur Geld kosten. Im Mittelalter, so Kury, wären die Strafen viel drastischer gewesen, die Kriminalitätsrate hätten sie aber auch nicht gesenkt. Unabhängig davon, dass ein solcher Vergleich völlig unsinnig ist, verkennt der Autor offenbar ein im Menschen tief verankertes Bedürfnis nach Vergeltung, dem das Strafrecht wenigstens in gewissem Maße Rechnung trägt.

Um Straftäter kümmert sich der Staat. Die Opfer oder ihre Angehörigen müssen sich selbst kümmern, auch wenn sie damit nicht fertig werden. Beschwerden über diese Schieflage nennt Kury ein gegeneinander Ausspielen von Opfern und Tätern. Auch das ist eine sehr seltsame Sichtweise. Kury argumentiert immer aus einer angeblich gesamtgesellschaftlichen Sicht. Und dabei spielen die Opfer eigentlich keine Rolle. Um den Konflikt auf den Punk zu bringen: Die Öffentlichkeit würde beispielsweise bei einem gefassten Kinderschänder immer verlangen, dass dieser lebenslang weggesperrt solle. Kury und mit ihm das deutsche Rechtssystem versuchen jedoch, solche Leute wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Und wenn es in einem solchen Fall danach zu einem Rückfall kommt, wäre das eben so etwas wie Wahrscheinlichkeitspech, auch wenn dabei ein junges Leben zerstört wird.

Dass mir dieses Buch dennoch gefallen hat, liegt allein daran, dass Kury Fälle beschreibt, die einen schaudern lassen und dabei seine Arbeitsweise mehr oder weniger offenlegt. Immerhin kann man aus diesem Text lernen, wie einer der berühmtesten Gutachter Deutschlands denkt und arbeitet. Kury versucht immer die Entwicklung von Tätern bis hin zu ihren schrecklichen Verbrechen zu verstehen. Die Öffentlichkeit, so Kury, hätte meistens keine Ahnung, wenn sie aus seiner Sicht schlimme Dinge fordert. So etwas können eigentlich nur Experten wie er entscheiden. Dass aber gerade Experten ein eingeschränktes Sichtfeld besitzen, eben weil sie immer nur auf einer Seite arbeiten (und davon leben) und dabei zwangsläufig befangen sind, kommt ihm nicht in den Sinn.

Der Text beschreibt sieben Fälle, doch in Wirklichkeit sind es einige mehr, die verkürzt zusätzlich in einigen Kapiteln dargestellt werden. Dazwischen trägt der Autor Grundsätzliches vor, beispielsweise zur Jugendkriminalität oder zur Therapie von Sexualstraftätern. Sicher sind das deutsche Strafrecht und die zum Teil unverständlich milden Strafen keine Angelegenheit, bei der es einfache Antworten gibt. Mit diesem Buch kann man eine Sichtweise kennenlernen, die zum Täter-Verständnis aufruft und behauptet das gesamtgesellschaftliche Interesse im Blick zu haben.

Meine vom Betreiber dieser Plattform geforderte Sterne-Bewertung bedeutet keineswegs, dass ich die Argumente des Autors teile, sondern lediglich, dass ich die gut geschriebene und klare Gelegenheit hatte, sie im Detail kennenzulernen.


Wassersport: naturaverbunden in Schleswig-Holstein
Wassersport: naturaverbunden in Schleswig-Holstein
von Landessportveraband Schleswig-Holstein e.V. (Hrsg.)
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Natura-verbundener Wassersport im Norden, 4. Juni 2014
In dieser Broschüre werden nicht nur die schönsten Segel- und Wassersport-Reviere Schleswig-Holsteins vorgestellt, sondern sie werden auch mit dem Naturschutz in Verbindung gebracht. In der Überschrift findet man also keinen Druckfehler, sondern den Hinweis, dass diese Gewässer "Teil des europäischen Naturschutzgebietsnetzes NATURA 2000" sind.

Auf den recht kleinen Karten in dieser Broschüre sind diese Gebiete und eventuelle Besonderheiten extra gekennzeichnet. Für andere Zwecke sind sie eher nicht zu gebrauchen. Vermutlich besitzen aber potentielle interessierte Wassersportler sowieso bessere Unterlagen und sind auf solche Karten nicht angewiesen.

Vorgestellt werden folgende Gewässer:

die Flensburger Förde,
die Schlei,
die Kieler Bucht bis Fehmarn,
die Lübecker Bucht,
Trave und Wakenitz zwischen Lübeck und Ratzeburg,
die Trave zwischen Wardersee und Lübeck,
die Schwentine,
das Osterautal,
die Stör und
Eider, Treene und Sorge.

Nachdem die einzelnen Gebiete kurz beschrieben wurden, folgen immer wieder kurze Hinweise auf interessante Sehenswürdigkeiten am Rande. Und dann natürlich kommen Flora und Fauna zu ihrem Anteil an diesem Buch. Insbesondere erklären die Autoren die jeweiligen Schutzgebiete. Am Ende eines Kapitels findet man dann die Adressen von Yachthäfen, Marinas, Wassersportvereinen, Verleihern und Wassersportschulen sowie die Daten der vorher vorgestellten besonderen Orte.

Sicher kann man sich das alles auch aus dem Netz holen, jedoch wahrscheinlich nicht in diesem Zusammenhang und nicht in dieser kompakten Form. Sehr hilfreich, wenn man sich für Wassersport und die umliegende Natur interessiert.


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