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Beiträge von Dr. R. Manthey
Top-Rezensenten Rang: 36
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Rezensionen verfasst von
Dr. R. Manthey
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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Mein Afrika
Mein Afrika
von Timo Heiny
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 68,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Porträtfotografie "ursprünglicher" Bewohner Ostafrikas, 16. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Mein Afrika (Gebundene Ausgabe)
Timo Heiny nennt dieses Buch "Mein Afrika". Das verwirrt ein wenig, denn seine Bilder zeigen vor allem Porträts von Menschen, welche zu Stämmen in Ostafrika gehören, die noch "ursprünglich" leben. Das ist die Bezeichnung, die die Autorin des Vorwortes gerne wählt. Vielleicht weil sie ein wenig romantisch klingt und in ein bestimmtes, leicht verklärtes Weltbild passt. Tatsächlich leben diese Menschen unter Bedingungen, wie sie im Europa der Steinzeit herrschten. Ob man diese Zeit wirklich verklären sollte, mag man bezweifeln. Glaubt man jedoch dem Vorwort, dann müssen diese Menschen völlig glücklich gewesen sein, denn der "Konsumismus" hatte sie schließlich noch nicht erreicht. Mir würden noch einige sarkastische Bemerkungen zu solchem Unfug einfallen, doch das würde dem wirklichen Inhalt des Buches - den Fotografien - nicht gerecht werden. Dass in und zwischen diesen Stämmem für Romantik kein Platz zu sein scheint, sieht man alleine daran, dass zum Stolz der fotografierten Krieger auch gelegentlich eine AK 47 gehört, die man als Kalaschnikow kennt.

Vergisst man das Vorwort und betrachtet man die wirklich hervorragenden Porträts, dann erzeugt dieses Buch eine ganz andere Wirkung. Es bietet einen gewissen Einblick in eine Kultur, die wir vergessen haben, obwohl einst auch unsere Vorfahren wohl so ähnlich gelebt haben müssen. Man kommt beim Betrachten dieser Menschen auf die verschiedensten Gedanken, zum Beispiel auf die Frage, warum es ausgerechnet in der Wiege der Menschheit an bestimmten Stellen zu keiner wesentlichen Entwicklung gekommen ist. Wären nicht die Europäer in Afrika eingefallen, stände wohl fast der gesamte Kontinent noch auf der Entwicklungsstufe dieser Stämme.

Es war die Intention des Fotografen diese Menschen so zu fotografieren, solange sie noch ihre "Ursprünglichkeit" besitzen. Sieht man die Bilder unter einem rein technischen Blickwinkel, dann erweisen sie sich als ungemein eindrucksvoll. Hier macht es auch nichts aus, dass sie sich nur in Schwarz-Weiß-Tönen zeigen. Dem Anliegen des Autors und wohl auch den Interessen von Völkerkundlern kämen Farbfotografien sicher näher. Aber an dieser Stelle haben sich offenbar der Künstler und seine Erfahrungen durchgesetzt. Für Ethnologen, Liebhaber von Porträtfotografien und Afrika-Enthusiasten wird sich dieser Bildband gewiss als eine Fundgrube erweisen.


Piratenherz
Piratenherz
von Marliese Arold
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich bin da in eine dumme Sache verwickelt", 14. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Piratenherz (Gebundene Ausgabe)
Rebekkas Mutter hat den Kampf gegen ihre tödliche Krankheit verloren. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, hat die Familie dabei ihre letzten Ersparnisse verloren, und auch Vaters Computerladen ist pleite. So bleibt ihnen nichts weiter übrig, als bei Vaters Mutter in Hamburg Unterschlupf zu suchen. Dessen Familie gehört zum reichen Hamburger Bürgertum. Ohne dass sie es wirklich will, kommt Rebekka, nun in eine ganz neue und völlig ungewohnte Welt. In der Privatschule, in der sie ihr Abitur machen soll, lernt sie den geheimnisvollen Juri kennen, der angeblich dem Hamburger Geldadel entstammt. Obwohl sie es nicht wirklich versteht, fühlt sie sich zu ihm seltsam hingezogen

Aus dieser Konstellation entwickelt die Autorin eine Liebesgeschichte, deren Dynamik sich auch aus einem Stück Fantasy speist, das manche Zeitgenossen oder religiöse Bhuddisten allerdings auch für ein Teil der Realität halten. Können sich zwischen zwei Menschen Dramen wiederholen, die es schon einmal in ganz anderer Konstellation gab, ohne dass diese das wirklich wissen oder gar begreifen?

Allerdings wäre Marlies Arold auch ohne diese phantasiereiche Umrankung mit der "nackten" Geschichte ein interessantes Jugendbuch gelungen. So dagegen wirkt das Ganze noch ein wenig aufgeladener, obwohl der Fantasy-Anteil nur sehr zurückhaltend zum Zuge kommt.


Scary Harry - Ab durch die Tonne
Scary Harry - Ab durch die Tonne
von Sonja Kaiblinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besuch aus dem Jenseits, 12. Oktober 2015
Ottos neuer Kunstvertretungslehrer Mr Malone sieht verdächtig bleich aus. Komischerweise kennt Malone sofort Ottos Namen und auch seinen Wohnort. Es dauert nicht lange, bis sich Ottos erster Verdacht erhärtet. Malone stammt aus dem Jenseits. Irgendwie scheint sich da ein geheimes Portal geöffnet zu haben, das nicht einmal die Sensenmänner oder der SBI kennen. Ungewollt flutscht auch Professor Schwefelkopf, nachdem Ottos Schule benannt wurde durch diesen dunklen Kanal zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Als Otto und Emily gerade dabei sind, den Dingen auf den Grund zu gehen, entführt Malone Tante Sharon ins Jenseits, denn in Wirklichkeit ist er hinter Onkel Archibalds neuster Erfindung her, die er zunächst im Diesseits vermutet. Ob Tante Sharon im Jenseits in Zeitnot kommt und dort bleiben muss, oder ob Otto und Emily sie gemeinsam mit Harold retten können, muss sich noch erweisen.

Sonja Kaiblinger hat es wieder einmal geschafft, einen neuen Band dieser inzwischen kultigen Serie fertig zu schreiben, der den anderen ebenbürtig ist. Gleichwohl ist diesem Buch schon ein wenig anzumerken, dass der Stoff langsam ein wenig dünner wird. Ein fünfter Band scheint jedoch zum Glück für alle Fans dieser Reihe mit dem Ende dieser vierten Geschichte unausweichlich.


Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe
Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe
von Erich von Däniken
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

53 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mann mit Rückgrat, 11. Oktober 2015
Vielleicht ist dieses Buch das letzte Werk des Erich von Däniken. Immerhin ist er schon über 80 Jahre alt. Dass das schade wäre, werden seine Fans sicher bestätigen. Auch mir würden seine inspirierenden und die Phantasie anregenden Bücher fehlen. Seit einer gefühlten Ewigkeit wird Erich von Däniken nicht müde, seine Hypothese von einem oder mehreren Besuchen Außerirdischer auf der Erde unters Volk zu bringen. Er liefert dafür immer wieder neue Hinweise. Mir fehlt leider die Kompetenz, um darüber urteilen zu können, ob es sich bei diesen Dingen tatsächlich um ernstzunehmende Indizien handelt. Von der Hand zu weisen sind sie sicher nicht so einfach.

Wenn man jedoch von einem unvoreingenommenen Standpunkt an seine grundsätzliche Hypothese herangeht, dann muss man feststellen, dass man sie nicht widerlegen, sondern bestenfalls beweisen kann. Doch ein solcher endgültiger Beweis, etwa in Form definitiv außerirdischer Technologie, fehlt. Wer allerdings nach Planeten im Universum sucht, auf denen menschliches Leben möglich wäre, also die Frage zu beantworten versucht, ob wir tatsächlich nur ein äußerst unwahrscheinlicher Sonderfall oder etwas Normales sind, der kann doch nicht ernsthaft ausschließen, dass es ältere und entsprechend technisch viel höher entwickelte Zivilsationen im Universum gibt. Und wenn das der Fall sein sollte, dann wäre es ziemlich merkwürdig, einen solchen Besuch von vorneherein einfach auszuschließen, nur weil wir die Technik nicht verstehen, mit der eine solche Reise funktionieren könnte.

Da man Däniken nicht widerlegen kann, versuchte man es jahrzehntelang mit Rufschädigung. Das ist leider selbst in der Wissenschaft eine nicht unübliche Methode, eine verlorengegangene Deutungshoheit zurückzuerlangen. Erich von Däniken hat diese Angriffe mit viel Rückgrat ausgehalten und sich gewehrt. In diesem Buch erfährt der Leser auch darüber etwas. Der Text beginnt jedoch mit einem Thema, bei dem man genau beobachten kann, wie die Gemengelage aussieht, nämlich bei UFOs. Es gibt viele ernstzunehmende Berichte von Piloten und anderen Augenzeugen, die solche nicht identifizierbaren und sich merkwürdig verhaltenden Flugkörper gesehen haben wollen. Dazu gesellen sich die Garden der Spinner, der Esoteriker und der Fälscher. Besonders die Fälscher von UFO-Bildern machen die Sache kompliziert und unübersichtlich und ziehen die zahlreichen erntzunehmenden Augenzeugen ebenfalls ins Lächerliche. Der Autor beschreibt die Erlebnisse einen japanischen Piloten, der ein UFO-Erlebnis hatte.

Fälschern und Betrügern war aber auch Erich von Däniken ausgesetzt. Er beschreibt so einen Psychopathen, der ihn nach Südamerika lockte und ihn zu außerirdischer Technologie führen wollte.

Man findet in diesem Buch auch Hinweise auf eine erhebliche Vernetzung, die sich der Autor über die Jahre auch zu bekannten Wissenschaftlern und Astronauten aufgebaut hat. Eine Liste seiner Vorträge an US-Universitäten lässt sicher so manchen Wissenschaftler vor Neid erblassen. Von Däniken stattete auch der US-Weltraumüberwachung einen Besuch ab. Mancher kennt den Eingang zu diesem Komplex, den man in jeder Folge der ersten Stargate-Staffeln mindestens dreimal pro Folge zu sehen bekam und für das Stargate Center halten sollte.

Über die letzten beiden Abschnitte dieses Buches kann man lange nachdenken, denn sie erweisen sich völlig unabhängig von der Von-Däniken-Hypothese als sehr lehrreich. Von Däniken äußert sich darin über den Umgang mit ihm und seiner Theorie. Er bestreitet die Annahme von "gekauften Journalisten". Diese Leute, über die nun mit einer gewissen Wut und Verachtung in einem generellen Zusammenhang geredet wird, seien nicht gekauft, schreibt er. Sie würden nur dem Zeitgeist folgen. Vielleicht ist Zeitgeist nicht das richtige Wort, vielleicht erfasst "elitärer Herdentrieb" die Situation besser. So wie kein karrierebewusster Wissenschaftler sich in Deutschland auf die Seite des Autors schlagen und ihm das Recht auf eine solche Hypothese zugestehen würde, so wird sich kaum ein Journalist gegen den Mainstream stellen. Das ist schließlich unbequem und riskant. Aber genau so sind gesellschaftliche Umwälzungen in der deutschen Geschichte immer begleitet worden. Und die folgenden Generationen fragen sich dann, wie das geschehen konnte, um es anschließend in einer anderen Version nachzumachen.

Erich von Däniken jedenfalls hat Rückgrat bewiesen. Und das erfordert Respekt.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2016 2:49 PM CET


NORDISCHES LICHT 2016 - NORDSEE + OSTSEE - Norddeutsche Küsten - Deutschland - Kalender 60 x 50 cm
NORDISCHES LICHT 2016 - NORDSEE + OSTSEE - Norddeutsche Küsten - Deutschland - Kalender 60 x 50 cm
von PALAZZI Kalender
  Kalender
Preis: EUR 39,80

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorfreude auf den Sommer, 11. Oktober 2015
Wenn man nicht genau hinsieht, könnte man das Titelbild dieses Kalenders für eine leicht kitschiges Gemälde halten. Aber es tatsächliche eine Fotografie und spiegelt so die Wirklichkeit eines wunderschönen Sonnenuntergangs wieder, die man auf Sylt beobachten konnte. Noch interessanter erscheint das Februarbild, auf dem sich die das gelb-rote Sonnenlicht auf dem Meer vor Fehmarn zeigt.

Wenn man die Orte, die diese Bilder zeigen kennt oder wenn man ähnliche Erinnerungen im Kopf hat, dann freut man sich bei jedem dieser stimmungsvollenFotos auf die nächste Zeit an der Ost- oder Nordsee. Mir geht es jedenfalls so. Ich habe schon das Nordische Licht von 2015 in meinem Büro hängen. Diesen 2016er Kalender finde ich noch schöner.


Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin
Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin
von Tania Kambouri
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

71 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einen Staat, der sich aufgibt, respektiert man nicht, 9. Oktober 2015
"Es geht mir aber nicht um einzelne Provokationen, sondern darum, dass sich die Polizei nicht alles gefallen lassen darf. Wenn wir ein solches Verhalten nicht einmal ansprechen, merken die Machos nur, dass sich die Polizei (als Ganzes, nicht nur die Frauen!) eh nichts dagegen unternimmt. Dafür haben sie nämlich ein ein erstaunlich gutes Gespür. Und beim nächsten Mal geht es dann noch ein Stückchen weiter."

Das steht auf Seite 116 dieses Buches und bezieht sich auf männliche türkische oder arabische Migranten und ihr demonstratives Machtverhalten gegenüber der deutschen Polizei. Was zeigt dieses Zitat aus einem Buch, das wie ein Hilferuf einer von den politisch Verantwortlichen allein gelassenen Polizei klingt?

Erstens zeigt es (unterlegt mit vielen Beispielen im Text), dass die sogenannten Integration türkischer und arabischer Einwanderer in Deutschland zum überwiegenden Teil gescheitert ist. Zweitens verdeutlicht es, dass der deutsche Staat sich hier (und in zahlreichen anderen Fällen, die partiell auch in diesem Buch angesprochen werden) ganz bewusst zurücknimmt, was wiederum in diesen Kreisen als Gesichtsverlust aufgefasst wird und zu noch größeren Provokationen führen muss. Und drittens beschreibt es, in welche Verfassung Deutschland vom herrschenden Parteiensystem gebracht wurde, wenn beklagt wird, dass man solche gravierenden Probleme nicht einmal mehr ansprechen darf.

Der letzte Punkt zeigt sich in diesem Buch, wenn man zwischen den Zeilen liest, sehr deutlich. Die Autorin bringt immer wieder Beispiel aus ihren täglichen Einsätzen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Was viele Leser sicher ahnten, wird nun plötzlich zur Gewissheit. Dann aber versucht Tania Kambouri doch wieder zurückzurudern und entschuldigt sich fast für ihre Offenheit und grenzt sich von allem Möglichen ab, was sie aber offenbar nur aus der Brandmarkung durch die Medien kennt. Verstehen kann man das allemal, denn sie ist keine freischaffende Publizistin, sondern verdient ihr Geld in einem streng geregelten Dienstverhältnis. Und in diesem Zusammenhang muss man den Mut, dieses Buch zu schreiben, einfach nur bewundern.

"Deutschland im Blaulicht" liefert also einen Bericht aus der Wirklichkeit, gesehen durch die Augen einer griechischen Migrantin, die als Polizistin von muslimischen Männern nicht ernst genommen wird. Und genau darum geht es in diesem Buch: um die Schilderung von Polizeieinsätzen in der muslimischen Parallelwelt Bochums oder bei der Bekämpfung osteuropäischer Bandenkriminalität und um ihre Verarbeitung im Kopf der Autorin. "Notruf" bedeutet, dass es aus der Sicht der Autorin so nicht weiter gehen kann. Tatsächlich nämlich weicht der Staat immer weiter zurück. Die Polizei fängt Gesetzesbrecher, die Staatsanwaltschaft lässt sie aus "Verhältnismäßigkeitsgründen" wieder frei. Kaum vorstellbar für den einheimischen Bürger ist es, dass er während einer Polizeikontrolle zu einer Polizistin sagen würde: "Verp... dich, du Schlam..." Bei Einsätzen im entsprechenden Milieu hört die Polizistin darüber freundlich hinweg. Kommt es bei Delikten muslimischer Gesetzesbrecher doch einmal zu Urteilen, liest man in diesem Buch, dann fallen diese erstaunlich milde aus. Was ist denn das anderes als zweierlei Recht in einem Land? So etwas kann auf Dauer nicht gutgehen.

Wer also einen gewissen Einblick in die Wirklichkeit der deutschen Einwanderungsgesellschaft erhalten möchte, sollte sich dieses Buch antun. Dass die Autorin ein härteres Vorgehen des Staates fordert, kann man nur unterstützen. Zu befürchten ist allerdings, dass genau das Gegenteil eintreten wird, weil man zunehmend den Eindruck gewinnen muss, dass das massenhafte Nichteinhalten von Gesetzen darin mündet, dass diese Gesetze dann einfach abgeschafft werden, obwohl sie sich aus dem Zusammenleben der Gesellschaft und einem entsprechendem Rechtsverständnis ergeben haben. Damit untergräbt man die Grundlagen einer Gesellschaft und gerät auf den sehr abschüssigen Weg in die Anarchie.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2015 11:42 PM MEST


Mohamed: Eine Abrechnung
Mohamed: Eine Abrechnung
von Hamed Abdel-Samad
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mohamed war ein Gefangener seiner eigenen Geschichte", 8. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Mohamed: Eine Abrechnung (Gebundene Ausgabe)
Das Gefangensein in sich selbst und dessen wechselseitigen Einfluss auf das eigene Handeln und Denken ist sicher kein seltener Befund bei Menschen. Bedrohlich wird er, wenn es sich bei solchen Menschen um Diktatoren handelt, die ihre Macht absichern wollen. Dann entwickelt sich oft eine diese Entwicklung verschärfende Eigendynamik. Und zu einer Katastrophe artet es aus, wenn es auf einen diktatorischen Religionsstifter wie Mohamed zutrifft. Hamed Abdel-Samad versucht in dieser Mohamed-Biografie zu erläutern, warum der Islam Menschen zu unglaublichen Greultaten verleitet und warum er sich in seiner jetzigen Form nicht mit dem deutschen Grundgesetz oder allgemeiner mit der europäischen Werteordnung in Übereinstimmung bringen lässt.

Sicher kann man darüber streiten, ob es sinnvoll ist, eine legendäre Gestalt, die vor 1400 Jahren lebte (oder gelebt haben soll) einer Psychoanalyse zu unterwerfen. Die dazu in diesem Buch benutzten Quellen entstanden erst weit nach Mohameds Tod. Deshalb kann man, wenn überhaupt, nur von einem Psychogramm des in diesen Dokumenten beschriebenen Menschen sprechen. Doch das ist in Wirklichkeit überhaupt nicht der Punkt. Nicht die Psyche des Propheten steht im Mittelpunkt dieses Buches, sondern das, was der Koran und die anderen Quellen des Islam in der Psyche der Muslime anrichteten und bis zum heutigen Tag anrichten. Leider macht der Autor diese Intention nicht so deutlich, wie man sich das vielleicht gewünscht hätte. Die Psyche des Propheten zu analysieren, ist gewiss eine spekulative Beschäftigung. Die psychische Grundstruktur und die daraus erwachsenen Handlungen heute lebender Muslime sind dagegen unbestreitbare Tatsachen, deren enger Zusammenhang mit dem Islam nicht bestritten werden kann. Etwa das Macho-Gehabe, die nicht in unsere Vorstellungen passende Rolle der Frau, das permanente Beleidigtsein oder das ständige aggressive Erheben von Forderungen ohne Gegenleistung, der Hass auf andere Religionen oder alle Andersdenkenden und vieles andere mehr.

Abdel-Samad hofft auf eine Reformation des Islam, auf eine Befreiung dieser Religion aus ihrem historischen Käfig. Aber geht das überhaupt? Sicher gibt es viele gute Gründe für einen berechtigten Zweifel. Man muss nicht lange überlegen um den Kern dieser Reformunfähigkeit zu finden. Er liegt in der Genialität, sieht man es aus Mohameds Sicht, dieser ganzen Konstruktion. Nicht er hat sich den Koran ausgedacht, sondern der Erzengel hat ihm Gottes Wort überbracht, das er anschließend (stets passend zu seiner persönlichen Situation) verkündete. Wie soll man Gottes Wort anzweifeln oder gar ändern? Das geht eben nicht, wenn man diesem Glauben anhängt. Und darüber hinaus sollte man sich einmal daran erinnern, dass man eine so weit verbreitete Religion nicht mal eben nebenbei und in kurzer Zeit reformieren kann. Dazu braucht es zunächst einmal eine entsprechende Autorität. Und: Die vergleichsweise harmlose Reform des Christentums hat zu fürchterlichen Kriegen in Europa geführt. Schon vergessen?

Worum geht es also in diesem Buch? Es ist eine Abrechnung des Autors mit Mohamed. Und zwar auf allen Ebenen. Der Leser lernt Abdel-Samads Sicht auf den Propheten kennen, auf dessen Verdienste, die vor allem in der Einigung der damaligen arabischen Stämme durch Kriege besteht, und auf dessen problematische Beziehungen zu Frauen. Selbstverständlich beschreibt der Autor auch die Entstehungsgeschichte und die Widersprüche des Korans. Sie muss man unbedingt kennen, wenn man dem, was der Autor Suren-Pingpong nennt, aus dem Wege gehen will. Der Koran bezieht sich nämlich auch auf christliche Quellen. Er entstand in verschiedenen Lebensperioden Mohameds, die man deutlich unterscheiden kann. In seiner Zeit in Mekka, als er ausgelacht und verspottet wurde, entstanden die Suren, die Verteidiger dieser Religion gerne zitieren. Später als Kriegsherr in Medina folgen dann sich in ihrer Aggressivität ständig steigernde Suren, die oft genau das Gegenteil ausdrücken. Abdel-Samad erklärt auch die Widersprüche zwischen den Forderungen des Korans und dem überlieferten Leben des Propheten.

Insgesamt kann man sich mit dieser Biografie, deren Abrechnungscharakter man ins Kalkül ziehen muss, sehr gut über den Islam und seinen selbsternannten Propheten informieren. Bei kritischer Betrachtung bietet sich eine sehr gute Analyse des grundsätzlichen Verhaltens von gläubigen Muslimen. Schließlich wollen und müssen sie ihrem Propheten nacheifern. Dass der Islam weit davon entfernt ist, eine friedliebende Religion zu sein, sieht man allein daran, dass eine Abkehr vom Glauben, wie sie der Autor vollzogen hat, mit dem Tode bestraft wird. Ohne diese Strafe wäre es wahrscheinlich niemals zu einer solchen Ausbreitung dieser Unterwerfungsideologie gekommen. Darüber hinaus wird aus diesem Text noch einmal deutlich, dass der Islam wohl kaum mit den europäischen Werten in Einklang zu bringen ist, was genau der Grund dafür ist, warum sich muslimische Parallelgesellschaften entwickeln. Eine tatsächliche Integration hätte nämlich zur Voraussetzung, dass man diese Werte nicht nur anerkennt, sondern auch lebt. Wie aber soll das gehen, wenn man damit in Widerspruch zu einer Religion gerät, die keinen Widerspruch duldet?
Kommentar Kommentare (14) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 11, 2015 4:08 PM MEST


Geographical Norway Herren Softshell Funktions Outdoor Jacke wasserabweisend [GeNo-5-Schwarz-Gr.M]
Geographical Norway Herren Softshell Funktions Outdoor Jacke wasserabweisend [GeNo-5-Schwarz-Gr.M]
Wird angeboten von GoldenBrands
Preis: EUR 89,90

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolles Design, viel zu enge Ärmel, 8. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dem Design dieser Jacke kann man nur schwer widerstehen. Auch ihr Preis ist sehr günstig. Zieht man sie jedoch das erste mal an, dann kann es zu einer heftigen Enttäuschung kommen. Obwohl ich die Rezensionen zu diesem Produkt gelesen hatte, war ich der Überzeugung, dass es bei mir kaum Probleme mit der Paßgenauigkeit geben würde. Doch weit gefehlt. Auf einer Länge von 178 cm verteilen sich bei mir 71 Kilo Masse, was nicht gerade oberhalb des Durchschnitts liegt. Größe M muss also einfach passen und sollte eher zu groß sein. Schließlich sind Größen Normen, die Hersteller im eigenen Interesse einhalten sollten. Das tut dieser Hersteller gewöhnlich auch, wovon ich mich bei einer anderen Jacke überzeugen konnte.

Doch hier ging irgendetwas völlig daneben. Meine Erfahrungen sehen so aus:

1. Bei meinen für Größe M eher unterdurchschnittlichen Maßen paßt diese Jacke nur, wenn ich lediglich ein T-Shirt darunterziehe. Aber selbst dann wird es im Schulter-Brust-Bereich und besonders in den Ärmeln eng.
2. Sowie ich ein Flanellhemd darunterziehe, komme ich kaum noch in die Ärmel. Ein Durchbeugen der Arme wird unmöglich.
3. In Größe L geht das dann einigermaßen.

Fazit: Während das Design hervorragend aussieht, ist der Schnitt dieser Jacke insbesondere im Armbereich die blanke Katastrophe. Aussehen 5 Sterne, Schnitt ein Stern.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2015 12:15 PM CET


Lügenpresse
Lügenpresse
von Markus Gärtner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Belehren, ausblenden, diffamieren", 6. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Lügenpresse (Gebundene Ausgabe)
So beschrieb Roland Tichy, vor einem Jahr noch Chefredakteur der "Wirtschaftswoche", die Arbeitsauffassung der selbsternannten deutschen Qualitätsmedien. Tichy selbst besitzt eine andere Vorstellung von Journalismus und betreibt heute einen lesenswerten Blog. Sieht man sich die Absatzzahlen der Printmedien an, dann sollten deren Besitzer eigentlich langsam nervös werden. Vielleicht sind sie es auch. Allerdings begreift man dann nicht, warum man sich nicht wie jedes andere halbwegs vernünftige Management am Kunden orientiert und wenigstens aufhört ihn zu vergraulen. Doch genau das Gegenteil passiert. Und ein solches Verhalten mündet nicht nur in Kaufzurückhaltung, sondern in diesem speziellen Fall in Verachtung und Wut. Insbesondere dann, wenn man sich wie im GEZ-Fernsehen anlügen lassen und auch noch dafür zwangsweise bezahlen muss.

Dieses Buch befasst sich insgesamt mit dem Verhalten der sogenannten Massenmedien und geht dabei bis zur Jahrtausendwende zurück. Sein Autor war von 1993 bis 1996 Finanzkorrespondet der ARD in Frankfurt. Er wanderte anschließend nach Malaysia aus und berichtete dann für Presse und Fernsehen über die wirtschaftliche Entwicklung in Asien. Gärtner kennt sich also in der Medienwelt zur Genüge aus. Seine spezielle Sicht lässt sich auch in diesem Buch nicht verleugnen. Sie führt aber leider auch zu einer gewissen Vermischung von Vorgängen, die miteinander nicht viel zu tun haben. Das Buch beginnt nämlich mit den Lobpreisungen der Medien über den Neuen Markt als dessen Welt noch völlig in Ordnung war. Gärtner wirft den Medien auch hier Versagen vor. Aber ist das tatsächlich das gleiche Verhalten, was sie jetzt an den Tag legen?

Wohl nicht. Damals nämlich passierte genau das Gegenteil von dem, was man heute beobachtet. In einer Phase der totalen Börsen-Euphorie schrieben und erzählten Journalisten, die möglicherweise genau so empfanden wie ihre potentiellen Leser, auch genau das, was diese lesen und hören wollten. Man ging also konform. Den Medien aus heutiger Sicht vorzuwerfen, dass sie den Crash nicht sahen oder davor nicht warnten, scheint nicht nur völlig übertrieben, es ist auch naiv. Denn man kann einen Börsencrash niemals genau voraussagen, wenn man - wie die meisten Journalisten - nicht wirklich etwas vom Börsenhandel versteht. Man kann höchstens in einer Überhitzung davor warnen. Aber glauben wird einem das in einer Phase der Hysterie sowieso keiner, zumal bis zum eigentlichen Ereignis noch Monate vergehen können und man dann entsprechend blöd dasteht.

Dieses angebliche Fehlverhalten der Medien, das der Autor auch bei der nächsten Krise 2007/2008 beklagt, in einen Topf mit der jetzigen politischen Medienpropaganda, also dem bewussten Weglassen, Verdrehen und Lügen, zu werfen, geht an der Sache vorbei. Lässt man diese merkwürdige Vermischung unterschiedlicher Vorgehensweisen einmal beiseite, dann findet man in diesem Buch eine treffende Beschreibung und auch zum Teil eine Analyse der gegenwärtig laufenden suizidalen Medienkampagne gegen die eigenen Konsumenten. Wer den Sozialismus bewusst erlebt hat, fühlt sich plötzlich zurückversetzt in alte Zeiten: Überall hört oder liest man oftmals denselben Unsinn, der mit dem eigenen Erleben oder den eigenen Erfahrungen nicht übereinstimmt. Der Autor erklärt seinen Lesern, warum das so ist. Wenn man sich für eine solche Analyse interessiert, dann kann man dieses Buch als Quelle durchaus empfehlen, auch wenn es neben der oben erwähnten Vermischung noch den Mangel besitzt, nicht besonders strukturiert zu sein.

Das Universum schlägt zurück, heißt eine Abschnittsüberschrift am Ende des Buches. Und so wird es kommen. Der Leser erhält im Text auch eine gewisse Übersicht über Internetseiten, auf denen man sich besser als in den Mainstream-Medien informieren kann. Diese Liste ist der Sichtweise des Autors unterworfen, sicher interessant, aber natürlich nicht vollständig.

Bei allen Kritikpunkten ein gutes Buch, das die gegenwärtige Lage an der Propagandafront adäquat beschreibt und analysiert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 11, 2015 1:15 PM CET


Afrika - Auf Safari
Afrika - Auf Safari
von Kym Illman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit neuer Technik auf Foto-Safari in Südostafrika, 5. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Afrika - Auf Safari (Gebundene Ausgabe)
Die Bilder beeindrucken. Besonders das auf dem Cover, denn wann bekommt man schon einmal neun Löwen auf einem Baum vor die Linse? Es dauerte eine Weile, bis sich das Ehepaar Illman zusammengerauft hatte und beide den Reiz einer Foto-Safari zu entdecken bereit waren. Zunächst waren die Bilder nur für den privaten Gebrauch bestimmt. Aber sie erwiesen sich wohl mit zunehmender Professionalität einfach als zu gut, um sie nur für sich zu behalten.

Wie so oft im Leben kommt bei ausreichender Beharrlichkeit auch das Glück aus seinem Versteck und hilft. Viele der in diesem Buch vorgestellten Fotografien entsprangen solchen glücklichen Umständen. Man ist bereit, und dann passiert es einfach: Man trifft unverhofft auf Situationen, die man sich so lange nicht vorstellen konnte, bis man sie eben erlebt. Solche Bilder werden oft einzigartig, besonders dann, wenn der Fotograf weiß was er tut.

Aber natürlich findet man in diesem großartigen Bildband der Tierfotografie nicht nur solche Fotos. Vielmehr entwickelten beide Illmans Techniken, die bei ausreichender Geduld und Feinfühligkeit ganz andere als die gewöhnlichen Perspektiven liefern. Besonders ihre ferngesteuerte mobile Kamera, die sie beispielsweise in Löwenrudel fahren lassen, wo sie sofort Interesse erweckt, halten Momente fest, die man anders gar nicht zu sehen bekommt.

Am Ende dieses wunderschönen Buches findet man Hinweise zu den Camps, zu Foto-Safaris und zur Ausrüstung der Autoren. Aber auch im Begleittext zu den einzelnen Fotografien bekommt man die Gelegenheit, sich in die Entstehungssituation der Fotos zu versetzen. Dieses Buch ist ein eindrucksvolles Dokument hervorragender Tierfotografien, die mit viel Engagement und Hingabe entstanden.


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