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Beiträge von Dr. R. Manthey
Top-Rezensenten Rang: 34
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Rezensionen verfasst von
Dr. R. Manthey
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   

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FC Bayern Helden
FC Bayern Helden
von Detlef Vetten
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte des FC Bayern als Heldensaga, 20. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: FC Bayern Helden (Gebundene Ausgabe)
Was ist die Geschichte eines der besten Fußballvereine der Welt ohne die Geschichte seiner besten Spieler, Trainer und Manager? Nicht nur unvollständig, sondern nur eine leere Hülle. Deshalb kann man die Idee zu diesem Buch nur lebhaft begrüßen. Neben den zahlreichen eindrucksvollen Bildern profitiert dieser Band vor allem von den Texten, die Detlef Vetten schrieb, der den Verein offenbar bestens kennt.

Selbstverständlich lebt ein solches Buch immer von der Gegenwart und der nahen Vergangenheit, die auch hier etwas mehr betont werden als manche Geschichte aus ferner Zeit. Immerhin ist der FC Bayern 1900 gegründet worden. An die Zeiten vor dem Ersten Weltkrieg wird sich aber kaum noch jemand bewusst erinnern können. Umso schöner ist es, dass auch diese Zeit in Wort und Bild hier ausreichend gewürdigt wird. Für die meisten Menschen beginnt die Geschichte des Vereins wohl erst mit dem Aufstieg in die Bundesliga oder sogar mit der Mannschaft um Franz Beckenbauer. Von dort an wird auch dieses Buch in der Tat viel intensiver. Und das setzt sich bis in die Gegenwart fort.

Nun gibt es viele sogenannte Helden, über die man beim FC Bayern berichten kann. Nicht immer jedoch erweisen Vettens Texte diesen Menschen die nötige Ehre. Manchmal scheinen sie eher belanglos zu sein. Besonders betrifft das aus meiner Sicht Jupp Heynckes, der schließlich der Vater des größten Triumpfs der Vereinsgeschichte ist. Vielleicht kann aber auch bei einem solchen Format nicht mehr erwarten. Am besten haben mir in diesem Zusammenhang noch die Geschichten gefallen, die gelegentlich bei einigen der Helden stehen. Etwa bei Uli Hoeness. Oder als Einstimmung auf eine gewisse Periode, nach denen das Buch strukturiert ist. Dort erfährt man wirklich interessante Einzelheiten zur Geschichte dieses Vereins. Am Ende häufen sich die Helden etwas. Vielleicht musste man sich deshalb kürzer fassen.

Das Buch bietet dem FC Bayern-Fan neben ausreichend viel Bildmaterial auch eine Menge Information und vielleicht auch viele Erinnerungen, auch wenn nicht alles tiefschürfend ist. Aber das war wohl auch nicht der Sinn und Zweck dieses Buches.


Fußball ist ding, dang, dong: 333 Zitate rund um das schönste Spiel der Welt
Fußball ist ding, dang, dong: 333 Zitate rund um das schönste Spiel der Welt
von Marco Fuchs
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Das wird alles hochkristallisiert", 20. Oktober 2015
Man versteht, was gemeint ist. Und man muss lächeln. Vielleicht helfen ja solche scheinbaren Peinlichkeiten manchen Intellektuellen darüber hinweg, dass solche Leute viel mehr verdienen als sie selbst. Die obige Aussage eines Hamburger Torwartes passt in die Kategorie mißverstandene Fremdwörter, aus der zahlreiche Sprüche in diesem kleinen Büchlein stammen. Doch nicht alle Zitate offenbaren ein gewisses falsches Verständnis .

Man findet auch sehr intelligente, ironische und sarkastische Bemerkungen oder Sätze, die die Dinge ins rechte Licht rücken. Wie zum Beispiel: "Druck? Was für ein Druck? Druck ist, wenn arme Menschen sich dumm und dämlich arbeiten, um ihre Familien ernähren zu können. Im Fußball gibt es keinen Druck." Das stammt Jose Mourinho, dem am Ende des Büchleins zusammen mit Sir Alex Ferguson und Franz Beckenbauer jeweils ein spezieller Abschnitt gewidmet ist. Leider fällt da unsere Lichtgestalt etwas unter die Meßlatte, die die beiden anderen gesetzt haben. Aber das macht nichts, denn schließlich geht es auch in dieser Sammlung um Spaß. Der wird ohne jeden Zweifel geboten. Wenn man mal Langeweile hat, lohnt sich ein Blick hinein.

Die wenigen etwas ernsthafteren Aussagen fallen gelegentlich ein wenig aus dem Erwartungsrahmen. Aber warum nicht auch einmal überraschen? Denn: "Wenn sich die Geschichte wiederholt, können wir meiner Meinung nach das Gleiche nochmal erwarten."

Genau.


Das Unbehagen der Elsa Brandt: Roman (Solibro Literatur)
Das Unbehagen der Elsa Brandt: Roman (Solibro Literatur)
von Bettina Steinbauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Alles bleibt ohne Nachhall", 18. Oktober 2015
Elsa Brandt leidet. Sie kann das Leben nicht fassen. "Warum soll ich etwas fassen, was ich am Ende nicht halten kann?", fragt sie sich. Klar kennt sie "den abgelutschten Carpe-diem-Anspruch" und die wenigen Momente, in denen alles gut ist. Doch, so klagt sie, solche Augenblicke kann man nicht mitnehmen. Und schon gar nicht ins Grab.

"Lieber das Unerträgliche als das halb Erträgliche. Das Unerträgliche bringt mich um oder verändert mich. Das halb Erträgliche hält nur aus." Klingt irgendwie nach Nietzsche, aber es beschreibt den Schmerz, der in Elsa Brandt rumort. Deshalb findet man diese Sätze wohl auch als eine Art Hinweis bevor man überhaupt die erste Seite dieses Romans gelesen hat.

Elsa Brandt macht merkwürdige Dinge. Sie hört den Verkehrsfunk nach Staus in ihrer Nähe ab, um dann dorthin zu fahren und sich Männern anzudienen. Vielleicht steckt ja in irgendso einer Zufallsbekanntschaft noch ein Kick, der ihre Gefühlstaubheit wenigstens zeitweise aufhebt. Aber da kommt nichts außer Öde. Elsa ist "nur noch genervt und aller Dinge überdrüssig." Lorenz, der "ihr Leben warm gemacht hat", ist weg. Sie weiß nicht einmal, ob sie ihn geliebt hat. Schon bei dem Wort Liebe kommt Angst in ihr auf, denn "wenn es Liebe war, wäre nichts Größeres mehr vorstellbar". Davor fürchtet sie sich, weil Lorenz in ihr nicht das Feuer entfachen konnte, das sie nicht beschreiben kann, weil sie es noch nicht erlebt hat. Aber irgendwoher weiß sie, dass sie sich danach sehnt.

In Elsa tobt ein Dilemma. Ein wildes Herz sucht nach einem Gegenstück. Ohne diese unerträglichen Halbheiten. Passend, aber nicht abgeschliffen. Sie kann es nicht finden, weil sie Angst hat, sich wirklich zu öffnen und sich der Ungewissheit des Lebens zu stellen. Sie sehnt sich nach leidenschaftlicher Liebe und redet sich gleichzeitig ein, dass dieser leere Platz in ihr wohl niemals besetzt werden wird. Nach außen trägt sie nur Schroffheit und Provokation. Bis sie Justus trifft, der sich davon nicht abschrecken lässt.

Bettina Steinbauers sprachgewaltiger Roman erzählt Elsas Suche nach einem Anker in ihrem Leben. Auf die eine oder andere Art werden ihre Leser Elsas Unbehagen vielleicht selbst schon einmal kennengelernt haben. Man weiß, dass einem etwas fehlt, aber man glaubt einfach nicht mehr daran, dass dieser Mangel überhaupt jemals beseitigt werden kann. Bis sich plötzlich eine Tür öffnet, gegen die man unvermutet gerannt ist, weil man sie noch nicht einmal gesehen hat.

Ein überraschend gutes Buch über einen Schmerz, der so selten nicht ist.


The Family Album of Wild Africa
The Family Album of Wild Africa
von Laurent Baheux
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 98,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrliche Bilder eines großen Fotografen, 17. Oktober 2015
Warum nur fotografiert ein solcher Künstler in schwarz-weiß? Diese Frage habe ich mir oft beim Betrachten der vielen hervorragenden Bilder in diesem umfangreichen Band gestellt. Glaubt man der Autorin des bedeutungsschweren und ziemlich geschwollen formulierten Vorwortes, dann tut er dies um sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Aber besteht das Wesentliche der afrikanischen Wildnis nicht auch und insbesondere in ihren Farben? Nur in schwarz-weiß zu fotografieren bedeutet immer auch eine Verfremdung zuzulassen. Und eine solche Absicht muss man dem Fotografen zweifellos unterstellen. Baheux fotografierte wohl nie anders, und die Jahre, in denen er seine Technik auf dieser Basis entwickelte, festigten seine Herangehensweise. Von ihr abzugehen, würde alles infragestellen. Und Bilder mit einer anderen Wirkung erzeugen.

Baheux Fotografien faszinieren. Er sucht oft den Blick der Tiere oder fotografiert sie, wenn sie würdevoll ruhen oder sich elegant bewegen. Man kann seinen Blick für solche Situationen, in denen sich die Gelegenheit zu diesen Bildern ergibt, nur bewundern. Ihm geht es wohl weniger um die reine Natur- oder Tierfotografie, sondern mehr um die Komposition einer Szene, so wie vielleicht ein Zeichner nur mit einem Bleistift ein Bild entwerfen würde. Dass er dabei dem Tier Respekt erweist und es als empfindsames Wesen porträtiert, muss man wohl voraussetzen und nicht wie die Autorin des Vorwortes als besondere Leistung hervorheben.

Ein toller Bildband mit sehr einfühlsamen und intensiven Bildern. Und mit dem Anspruch auf eine gewisse Einzigartigkeit, dem man ihm ohne Abstriche zugestehen muss.


Mein Afrika
Mein Afrika
von Timo Heiny
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 68,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Porträtfotografie "ursprünglicher" Bewohner Ostafrikas, 16. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Mein Afrika (Gebundene Ausgabe)
Timo Heiny nennt dieses Buch "Mein Afrika". Das verwirrt ein wenig, denn seine Bilder zeigen vor allem Porträts von Menschen, welche zu Stämmen in Ostafrika gehören, die noch "ursprünglich" leben. Das ist die Bezeichnung, die die Autorin des Vorwortes gerne wählt. Vielleicht weil sie ein wenig romantisch klingt und in ein bestimmtes, leicht verklärtes Weltbild passt. Tatsächlich leben diese Menschen unter Bedingungen, wie sie im Europa der Steinzeit herrschten. Ob man diese Zeit wirklich verklären sollte, mag man bezweifeln. Glaubt man jedoch dem Vorwort, dann müssen diese Menschen völlig glücklich gewesen sein, denn der "Konsumismus" hatte sie schließlich noch nicht erreicht. Mir würden noch einige sarkastische Bemerkungen zu solchem Unfug einfallen, doch das würde dem wirklichen Inhalt des Buches - den Fotografien - nicht gerecht werden. Dass in und zwischen diesen Stämmem für Romantik kein Platz zu sein scheint, sieht man alleine daran, dass zum Stolz der fotografierten Krieger auch gelegentlich eine AK 47 gehört, die man als Kalaschnikow kennt.

Vergisst man das Vorwort und betrachtet man die wirklich hervorragenden Porträts, dann erzeugt dieses Buch eine ganz andere Wirkung. Es bietet einen gewissen Einblick in eine Kultur, die wir vergessen haben, obwohl einst auch unsere Vorfahren wohl so ähnlich gelebt haben müssen. Man kommt beim Betrachten dieser Menschen auf die verschiedensten Gedanken, zum Beispiel auf die Frage, warum es ausgerechnet in der Wiege der Menschheit an bestimmten Stellen zu keiner wesentlichen Entwicklung gekommen ist. Wären nicht die Europäer in Afrika eingefallen, stände wohl fast der gesamte Kontinent noch auf der Entwicklungsstufe dieser Stämme.

Es war die Intention des Fotografen diese Menschen so zu fotografieren, solange sie noch ihre "Ursprünglichkeit" besitzen. Sieht man die Bilder unter einem rein technischen Blickwinkel, dann erweisen sie sich als ungemein eindrucksvoll. Hier macht es auch nichts aus, dass sie sich nur in Schwarz-Weiß-Tönen zeigen. Dem Anliegen des Autors und wohl auch den Interessen von Völkerkundlern kämen Farbfotografien sicher näher. Aber an dieser Stelle haben sich offenbar der Künstler und seine Erfahrungen durchgesetzt. Für Ethnologen, Liebhaber von Porträtfotografien und Afrika-Enthusiasten wird sich dieser Bildband gewiss als eine Fundgrube erweisen.


Piratenherz
Piratenherz
von Marliese Arold
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich bin da in eine dumme Sache verwickelt", 14. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Piratenherz (Gebundene Ausgabe)
Rebekkas Mutter hat den Kampf gegen ihre tödliche Krankheit verloren. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, hat die Familie dabei ihre letzten Ersparnisse verloren, und auch Vaters Computerladen ist pleite. So bleibt ihnen nichts weiter übrig, als bei Vaters Mutter in Hamburg Unterschlupf zu suchen. Dessen Familie gehört zum reichen Hamburger Bürgertum. Ohne dass sie es wirklich will, kommt Rebekka, nun in eine ganz neue und völlig ungewohnte Welt. In der Privatschule, in der sie ihr Abitur machen soll, lernt sie den geheimnisvollen Juri kennen, der angeblich dem Hamburger Geldadel entstammt. Obwohl sie es nicht wirklich versteht, fühlt sie sich zu ihm seltsam hingezogen

Aus dieser Konstellation entwickelt die Autorin eine Liebesgeschichte, deren Dynamik sich auch aus einem Stück Fantasy speist, das manche Zeitgenossen oder religiöse Bhuddisten allerdings auch für ein Teil der Realität halten. Können sich zwischen zwei Menschen Dramen wiederholen, die es schon einmal in ganz anderer Konstellation gab, ohne dass diese das wirklich wissen oder gar begreifen?

Allerdings wäre Marlies Arold auch ohne diese phantasiereiche Umrankung mit der "nackten" Geschichte ein interessantes Jugendbuch gelungen. So dagegen wirkt das Ganze noch ein wenig aufgeladener, obwohl der Fantasy-Anteil nur sehr zurückhaltend zum Zuge kommt.


Scary Harry - Ab durch die Tonne
Scary Harry - Ab durch die Tonne
von Sonja Kaiblinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besuch aus dem Jenseits, 12. Oktober 2015
Ottos neuer Kunstvertretungslehrer Mr Malone sieht verdächtig bleich aus. Komischerweise kennt Malone sofort Ottos Namen und auch seinen Wohnort. Es dauert nicht lange, bis sich Ottos erster Verdacht erhärtet. Malone stammt aus dem Jenseits. Irgendwie scheint sich da ein geheimes Portal geöffnet zu haben, das nicht einmal die Sensenmänner oder der SBI kennen. Ungewollt flutscht auch Professor Schwefelkopf, nachdem Ottos Schule benannt wurde durch diesen dunklen Kanal zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Als Otto und Emily gerade dabei sind, den Dingen auf den Grund zu gehen, entführt Malone Tante Sharon ins Jenseits, denn in Wirklichkeit ist er hinter Onkel Archibalds neuster Erfindung her, die er zunächst im Diesseits vermutet. Ob Tante Sharon im Jenseits in Zeitnot kommt und dort bleiben muss, oder ob Otto und Emily sie gemeinsam mit Harold retten können, muss sich noch erweisen.

Sonja Kaiblinger hat es wieder einmal geschafft, einen neuen Band dieser inzwischen kultigen Serie fertig zu schreiben, der den anderen ebenbürtig ist. Gleichwohl ist diesem Buch schon ein wenig anzumerken, dass der Stoff langsam ein wenig dünner wird. Ein fünfter Band scheint jedoch zum Glück für alle Fans dieser Reihe mit dem Ende dieser vierten Geschichte unausweichlich.


Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe
Was ich jahrzehntelang verschwiegen habe
von Erich von Däniken
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

49 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mann mit Rückgrat, 11. Oktober 2015
Vielleicht ist dieses Buch das letzte Werk des Erich von Däniken. Immerhin ist er schon über 80 Jahre alt. Dass das schade wäre, werden seine Fans sicher bestätigen. Auch mir würden seine inspirierenden und die Phantasie anregenden Bücher fehlen. Seit einer gefühlten Ewigkeit wird Erich von Däniken nicht müde, seine Hypothese von einem oder mehreren Besuchen Außerirdischer auf der Erde unters Volk zu bringen. Er liefert dafür immer wieder neue Hinweise. Mir fehlt leider die Kompetenz, um darüber urteilen zu können, ob es sich bei diesen Dingen tatsächlich um ernstzunehmende Indizien handelt. Von der Hand zu weisen sind sie sicher nicht so einfach.

Wenn man jedoch von einem unvoreingenommenen Standpunkt an seine grundsätzliche Hypothese herangeht, dann muss man feststellen, dass man sie nicht widerlegen, sondern bestenfalls beweisen kann. Doch ein solcher endgültiger Beweis, etwa in Form definitiv außerirdischer Technologie, fehlt. Wer allerdings nach Planeten im Universum sucht, auf denen menschliches Leben möglich wäre, also die Frage zu beantworten versucht, ob wir tatsächlich nur ein äußerst unwahrscheinlicher Sonderfall oder etwas Normales sind, der kann doch nicht ernsthaft ausschließen, dass es ältere und entsprechend technisch viel höher entwickelte Zivilsationen im Universum gibt. Und wenn das der Fall sein sollte, dann wäre es ziemlich merkwürdig, einen solchen Besuch von vorneherein einfach auszuschließen, nur weil wir die Technik nicht verstehen, mit der eine solche Reise funktionieren könnte.

Da man Däniken nicht widerlegen kann, versuchte man es jahrzehntelang mit Rufschädigung. Das ist leider selbst in der Wissenschaft eine nicht unübliche Methode, eine verlorengegangene Deutungshoheit zurückzuerlangen. Erich von Däniken hat diese Angriffe mit viel Rückgrat ausgehalten und sich gewehrt. In diesem Buch erfährt der Leser auch darüber etwas. Der Text beginnt jedoch mit einem Thema, bei dem man genau beobachten kann, wie die Gemengelage aussieht, nämlich bei UFOs. Es gibt viele ernstzunehmende Berichte von Piloten und anderen Augenzeugen, die solche nicht identifizierbaren und sich merkwürdig verhaltenden Flugkörper gesehen haben wollen. Dazu gesellen sich die Garden der Spinner, der Esoteriker und der Fälscher. Besonders die Fälscher von UFO-Bildern machen die Sache kompliziert und unübersichtlich und ziehen die zahlreichen erntzunehmenden Augenzeugen ebenfalls ins Lächerliche. Der Autor beschreibt die Erlebnisse einen japanischen Piloten, der ein UFO-Erlebnis hatte.

Fälschern und Betrügern war aber auch Erich von Däniken ausgesetzt. Er beschreibt so einen Psychopathen, der ihn nach Südamerika lockte und ihn zu außerirdischer Technologie führen wollte.

Man findet in diesem Buch auch Hinweise auf eine erhebliche Vernetzung, die sich der Autor über die Jahre auch zu bekannten Wissenschaftlern und Astronauten aufgebaut hat. Eine Liste seiner Vorträge an US-Universitäten lässt sicher so manchen Wissenschaftler vor Neid erblassen. Von Däniken stattete auch der US-Weltraumüberwachung einen Besuch ab. Mancher kennt den Eingang zu diesem Komplex, den man in jeder Folge der ersten Stargate-Staffeln mindestens dreimal pro Folge zu sehen bekam und für das Stargate Center halten sollte.

Über die letzten beiden Abschnitte dieses Buches kann man lange nachdenken, denn sie erweisen sich völlig unabhängig von der Von-Däniken-Hypothese als sehr lehrreich. Von Däniken äußert sich darin über den Umgang mit ihm und seiner Theorie. Er bestreitet die Annahme von "gekauften Journalisten". Diese Leute, über die nun mit einer gewissen Wut und Verachtung in einem generellen Zusammenhang geredet wird, seien nicht gekauft, schreibt er. Sie würden nur dem Zeitgeist folgen. Vielleicht ist Zeitgeist nicht das richtige Wort, vielleicht erfasst "elitärer Herdentrieb" die Situation besser. So wie kein karrierebewusster Wissenschaftler sich in Deutschland auf die Seite des Autors schlagen und ihm das Recht auf eine solche Hypothese zugestehen würde, so wird sich kaum ein Journalist gegen den Mainstream stellen. Das ist schließlich unbequem und riskant. Aber genau so sind gesellschaftliche Umwälzungen in der deutschen Geschichte immer begleitet worden. Und die folgenden Generationen fragen sich dann, wie das geschehen konnte, um es anschließend in einer anderen Version nachzumachen.

Erich von Däniken jedenfalls hat Rückgrat bewiesen. Und das erfordert Respekt.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2016 2:49 PM CET


NORDISCHES LICHT 2016 - NORDSEE + OSTSEE - Norddeutsche Küsten - Deutschland - Kalender 60 x 50 cm
NORDISCHES LICHT 2016 - NORDSEE + OSTSEE - Norddeutsche Küsten - Deutschland - Kalender 60 x 50 cm
von PALAZZI Kalender
  Kalender
Preis: EUR 39,80

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorfreude auf den Sommer, 11. Oktober 2015
Wenn man nicht genau hinsieht, könnte man das Titelbild dieses Kalenders für eine leicht kitschiges Gemälde halten. Aber es tatsächliche eine Fotografie und spiegelt so die Wirklichkeit eines wunderschönen Sonnenuntergangs wieder, die man auf Sylt beobachten konnte. Noch interessanter erscheint das Februarbild, auf dem sich die das gelb-rote Sonnenlicht auf dem Meer vor Fehmarn zeigt.

Wenn man die Orte, die diese Bilder zeigen kennt oder wenn man ähnliche Erinnerungen im Kopf hat, dann freut man sich bei jedem dieser stimmungsvollenFotos auf die nächste Zeit an der Ost- oder Nordsee. Mir geht es jedenfalls so. Ich habe schon das Nordische Licht von 2015 in meinem Büro hängen. Diesen 2016er Kalender finde ich noch schöner.


Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin
Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin
von Tania Kambouri
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

71 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einen Staat, der sich aufgibt, respektiert man nicht, 9. Oktober 2015
"Es geht mir aber nicht um einzelne Provokationen, sondern darum, dass sich die Polizei nicht alles gefallen lassen darf. Wenn wir ein solches Verhalten nicht einmal ansprechen, merken die Machos nur, dass sich die Polizei (als Ganzes, nicht nur die Frauen!) eh nichts dagegen unternimmt. Dafür haben sie nämlich ein ein erstaunlich gutes Gespür. Und beim nächsten Mal geht es dann noch ein Stückchen weiter."

Das steht auf Seite 116 dieses Buches und bezieht sich auf männliche türkische oder arabische Migranten und ihr demonstratives Machtverhalten gegenüber der deutschen Polizei. Was zeigt dieses Zitat aus einem Buch, das wie ein Hilferuf einer von den politisch Verantwortlichen allein gelassenen Polizei klingt?

Erstens zeigt es (unterlegt mit vielen Beispielen im Text), dass die sogenannten Integration türkischer und arabischer Einwanderer in Deutschland zum überwiegenden Teil gescheitert ist. Zweitens verdeutlicht es, dass der deutsche Staat sich hier (und in zahlreichen anderen Fällen, die partiell auch in diesem Buch angesprochen werden) ganz bewusst zurücknimmt, was wiederum in diesen Kreisen als Gesichtsverlust aufgefasst wird und zu noch größeren Provokationen führen muss. Und drittens beschreibt es, in welche Verfassung Deutschland vom herrschenden Parteiensystem gebracht wurde, wenn beklagt wird, dass man solche gravierenden Probleme nicht einmal mehr ansprechen darf.

Der letzte Punkt zeigt sich in diesem Buch, wenn man zwischen den Zeilen liest, sehr deutlich. Die Autorin bringt immer wieder Beispiel aus ihren täglichen Einsätzen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen. Was viele Leser sicher ahnten, wird nun plötzlich zur Gewissheit. Dann aber versucht Tania Kambouri doch wieder zurückzurudern und entschuldigt sich fast für ihre Offenheit und grenzt sich von allem Möglichen ab, was sie aber offenbar nur aus der Brandmarkung durch die Medien kennt. Verstehen kann man das allemal, denn sie ist keine freischaffende Publizistin, sondern verdient ihr Geld in einem streng geregelten Dienstverhältnis. Und in diesem Zusammenhang muss man den Mut, dieses Buch zu schreiben, einfach nur bewundern.

"Deutschland im Blaulicht" liefert also einen Bericht aus der Wirklichkeit, gesehen durch die Augen einer griechischen Migrantin, die als Polizistin von muslimischen Männern nicht ernst genommen wird. Und genau darum geht es in diesem Buch: um die Schilderung von Polizeieinsätzen in der muslimischen Parallelwelt Bochums oder bei der Bekämpfung osteuropäischer Bandenkriminalität und um ihre Verarbeitung im Kopf der Autorin. "Notruf" bedeutet, dass es aus der Sicht der Autorin so nicht weiter gehen kann. Tatsächlich nämlich weicht der Staat immer weiter zurück. Die Polizei fängt Gesetzesbrecher, die Staatsanwaltschaft lässt sie aus "Verhältnismäßigkeitsgründen" wieder frei. Kaum vorstellbar für den einheimischen Bürger ist es, dass er während einer Polizeikontrolle zu einer Polizistin sagen würde: "Verp... dich, du Schlam..." Bei Einsätzen im entsprechenden Milieu hört die Polizistin darüber freundlich hinweg. Kommt es bei Delikten muslimischer Gesetzesbrecher doch einmal zu Urteilen, liest man in diesem Buch, dann fallen diese erstaunlich milde aus. Was ist denn das anderes als zweierlei Recht in einem Land? So etwas kann auf Dauer nicht gutgehen.

Wer also einen gewissen Einblick in die Wirklichkeit der deutschen Einwanderungsgesellschaft erhalten möchte, sollte sich dieses Buch antun. Dass die Autorin ein härteres Vorgehen des Staates fordert, kann man nur unterstützen. Zu befürchten ist allerdings, dass genau das Gegenteil eintreten wird, weil man zunehmend den Eindruck gewinnen muss, dass das massenhafte Nichteinhalten von Gesetzen darin mündet, dass diese Gesetze dann einfach abgeschafft werden, obwohl sie sich aus dem Zusammenleben der Gesellschaft und einem entsprechendem Rechtsverständnis ergeben haben. Damit untergräbt man die Grundlagen einer Gesellschaft und gerät auf den sehr abschüssigen Weg in die Anarchie.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2015 11:42 PM MEST


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