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Rezensionen verfasst von
Dibowsky "www.pommesgabel.de" (Blankenfelde bei Berlin)
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Sovereign
Sovereign
Preis: EUR 7,93

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teilweise recht zerfahren, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Sovereign (Audio CD)
Was macht man als Musiker, wenn man Zeit totschlagen muss? Im Falle von Drum-gott Gene Hoglan kann so ein Fall eigentlich nicht eintreten, doch bei seinen Zim-mers hole Kollegen Jed Simon und Byron Stroud kann dies schon mal vorkommen. Also, was tun? Kurz mal bei Kumpel Glen Alvelais durchgeklingelt, der scheinbar mit Forbidden momentan ebenfalls nicht allzu viel zu tun hat und Thrash Gott Steve Zetro" Souza hinters Mikro verfrachtet...Fertig ist die Allstar-Thrash Band Tenet. Doch halten die Namen das, was sie versprechen?

Zugegeben, ich bin ein riesiger Thrash Fan, doch manchmal komme auch ich nicht mehr mit. Dies geschieht auf Sovereign" (geiles Wortspiel übrigens...) leider häufi-ger. Musikalisch kamen mir sofort die seligen Sadus in den Sinn, wo ich allerdings einschränken muss, das im Gegensatz zu den Highspeed Thrasher aus Corpus Christi der Philadelphia Fünfer nicht ganz anstinken kann. Auf jeden Fall macht es Spaß, endlich mal wieder Zetro keifen zu hören, da ich ein bekennender Fan seines extremen Organs bin, was an meinen Kritiken bezüglich des aktuellen Exodus Shou-ters nachzuvollziehen ist. Tenet bewegen sich zwischen rasendschneller Virtuosität (Crown of thorns"), tollen Background Chören mit Midtempopassagen (Take a long line") und extrem nervtötenden Rifattacken (Going down"), sprich, Licht und Schat-ten wechseln sich in schönster Regelmäßigkeit ab. Außerdem ist es schade, das Zetro teilweise extrem gegen die Musik ansingen muss (Being and nothingsness") statt mit ihr das haus zu rocken.

Spielerisch klatschen Tenet so manche Band an die Wand, doch leider sind die Songs sehr hektisch und teilweise ziemlich unverdaulich geraten. Ein gepflegter Headbang ist somit nur bedingt möglich. Dennoch ist Sovereign" musikalisch ein höchst interessantes Album, welches jeden Highspeedd Puristen entzücken wird. Für mich war das Album dennoch etwas enttäuschend, ich hatte mehr erwartet.


Massive Aggressive (Ltd.Edition Incl.Schweißband, Aufnäher & 3 Buttons)
Massive Aggressive (Ltd.Edition Incl.Schweißband, Aufnäher & 3 Buttons)

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zum Vorgänger, 17. September 2009
So Leute, Röhrenjeans an, die weißen, knöchelhohen Adidas Sneakers ange-schnallt, das ärmellose Shirt übergestreift und ab geht die Luzie. Thrash ist angesagt und zwar so richtig oldschool. Die Virginia-Bande Municipal waste geben sich zum vierten Mal die Ehre und ballerm dem geneigten Zuhörer auf Massive aggressive" 13 Songs in exakt 28 Minuten ins Hirn. Ergo kann sich der Konsument auf kurze, knackige Genickschläge einstellen.

Dass das Quartett mit ihrer neuen Scheibe das Rad neu erfindet, durfte bereits im Vorfeld nicht erwartet werden, dennoch war ich ein klein wenig konsterniert, da im Gegensatz zum Oberkracher The art of partying" von 2007 die Jungs sich diesmal viel zu sehr an alten Heroen der späten Achtziger, Anfang Neunziger namens D.R.I., Suicidal Tendencies oder den Crumbsuckers orientiert haben und somit das kleine bisschen Eigenständigkeit diesmal gänzlich flöten ging. Sprich, es wird diesmal mehr Crossover statt Thrash geboten, was bei den vorhandenen spielerischen Fähigkeiten der Jungs einen Schritt zurück bedeutet. Gelegentlich werden noch alte Attribute ausgepackt und fachmännisch an den Mann gebracht. Bestes Beispiel hierfür ist Mech-cannibal", der mit einem Riff-Massaker aufwartet und einem die Nackenwirbel verrückt. Ebenfalls in diese Kerbe schlägt Relentless threat", der Rest ist mir für eine Thrash Band einfach zu Hardcore-lastig und daher auch nur in Dosen genießbar.

Massive aggressive" hält, was der Titel verspricht, doch ich sehe zu der Mucke von Municipal waste eher die Kurzhaarigen im Kreis rennen, als gestandene Szene Ve-teranen das Haupthaar schütteln. Das ist das große Manko des Quartetts, die durch-aus in der Lage sind, knallharte Thrashsongs zu schreiben. Diesmal hat das leider nicht geklappt.


As Shadows Burn
As Shadows Burn

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Furchtabr schwach, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: As Shadows Burn (Audio CD)
Ich hasse Verrisse! Ehrlich, viel lieber sitze ich gemütlich über meiner Tastatur und lasse mich über die Qualitäten einer Band und deren CD aus, als das ich irgendje-mand in die Pfanne haue. Doch manchmal fällt es mir wirklich schwer, salbungsvolle oder gar besänftigende Worte zu finden, wenn mir eine Platte wirklich überhaupt nicht gefällt.

Dies ist leider im Falle der Amis von Echoes of eternity so, denn solch eine schwa-che Platte habe ich schon lange nicht mehr gehört. Die handwerklichen Fähigkeiten sind durchaus vorhanden, auch gefallen die teils dem Death Metal Background des Gitarristen Brandon Patton und Drummers Kirk Carrison entsprungenen Ideen, doch wenn Fronterin Francine anfängt mit ihrem Fiepsstimmchen die Songs zu versauen, geht gar nichts mehr. Diese Stimme hat mit unserer geliebten Musikrichtung ebenso-viel gemeinsam, wie Spongebob mit Black Metal. Ebenso nervt die total klinische Produktion, die so steril und blutleer ist, das selbst Dracula davon absehen würde. Lediglich Descent of a blackened soul" oder das fette Riffing bei "Buried beneath a thousand dreams" und "Veiled horizon" konnte mich etwas hinter dem Ofen vorlo-cken. Ansonsten bleibt die Erkenntnis, dass diese Scheibe an Langeweile kaum zu überbieten ist. Die Frage sei erlaubt, warum Nuclear Blast nach dem Debüt The for-gotten goddess" die Band schasste?

As shadows burn" ist leider eine der schwächsten Veröffentlichungen aus dem Hau-se Massacre Records, die in den letzten Monaten eigentlich immer fette bis überra-gende Veröffentlichungen aus dem Hut gezaubert haben. Momentan gibt es einen arschvoll guter Releases, da spielen Echoes of eternity überhaupt keine Rolle.


Bury the Lies
Bury the Lies

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend gut, 15. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Bury the Lies (Audio CD)
Es gibt Momente im Leben, da wird man nichtsahnend positiv oder negativ über-rascht. So ging es mir 2006 bei der Geburt meiner Tochter, die so gar nicht geplant war (positiv) oder dem Abschiedsgig von Running wild beim diesjährigen WOA (ne-gativ). Eine ebensolche positive Überraschung boten mir die Schweden tAKiDA, die nicht nur durch ihren recht ungewöhnlich geschriebenen Bandnamen meine Auf-merksamkeit erregten, sondern auch mit ihrer recht ungewöhnlichen Mucke.

Bury the lies" heißt das hiesige Debüt einer Band, die bereits in Schweden riesige Erfolge verbuchen konnte, hierzulande allerdings noch ein völlig unbeschriebenes Blatt ist. Dies könnte sich umgehend ändern, denn tAKiDA können mit ihren 12 Songs locker in die Nahtstelle zwischen BFMV oder Psychopunch springen und sich dort einnisten. Dennoch wird es dauern, bis sich ähnliche Erfolge wie 2 Single Top Platzierungen oder Platinauszeichnungen für die ersten beiden Scheiben hier in Resteuropa einstellen, doch die Chancen stehen nicht schlecht. Teils fett rockig (Lo-sing"), teils gefühlvoll (Feeble pride"), teilweise etwas zu gefühlduselig und emotio-nal verklebt (Curly Sue") hat der Fünfer sämtliche Paletten drauf und überzeugt durch hohen Wiedererkennungswert, der auch der Stimme von Robert Pettersson (ohne Findus...grins) geschuldet ist. Mein persönlicher Favorit ist Hole in the ground", der als perfekter Radio Rock für gute Stimmung sorgt.

Eine Grammy Nominierung wie in Schweden wird es in Deutschland in der Art nicht geben, dennoch sollte jeder, der mit gutem Hard Rock etwas anfangen kann mal Bu-ry the lies" antesten und selber entscheiden. Eine Chance haben tAKiDA allemal verdient, denn dafür sind die Jungs zu gut.


Descend Into Depravity
Descend Into Depravity
Preis: EUR 15,99

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Pfund Hack, 13. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Descend Into Depravity (Audio CD)
Geht mal in den Plattenladen Eures Vertrauens und bestellt ein Pfund Gehacktes. Zu 90%iger Sicherheit wird Euch der gute Verkäufer/in eine Dying Fetus in die Hand drücken, wenn Ihr Glück habt sogar die neue. Das infernalische Trio aus Anapolis latscht bei ihrem siebten Output Descend into depravity" mal wieder mächtig aufs Gaspedal und lässt heruntergeklappte Kinnladen zurück.

John Gallagher und sein kongenialer Partner Sean Beasley ballern erneut 8 Hy-perspeed-Granaten ins Volk, die vor Technik und Spielfreude nur so strotzen. Den-noch würde mich mal interessieren, wo die Jungs nur immer die Drummer finden, die diesem Massaker gewachsen sind, denn nach dem Vorgänger War of attrition" strich Duane Timlin die Segel und wurde von Trey Williams ersetzt, der seinen Vorgängern jederzeit das Wasser reichen kann. Überrascht hat mich der Opener Your treachery will die with you", der mit flotten Tempiwechseln aufwartet und für Dying Fetus Ver-hältnisse äußerst abwechslungsreich geraten ist. Das Highlight gleich zu Beginn, klasse. Der Rest ist erneut Gebolze pur, wo hingegen At what expense" anfänglich fast wie eine Ballade anmutet, sich aber wie seine Kollegen ebenfalls schnell zu ei-nem Nackenkiller entwickelt. Neben der wieder einmal saufetten Produktion begeis-terte mich das Coverartwork, welches wie eine Zeichnung von Frank Miller aus Sin city" anmutet und perfekt zur Band passt.

Descend into depravity" ist wieder einmal der Beweis, dass Geschwindigkeit gepaart mit Technik keine Hexerei ist. Dieses Scheibchen wir Dying Fetus einen erneuten Schub geben und ist der perfekte Soundtrack zum Rasenmähen. Ehrlich, habe ich ausprobiert, ging diesmal ganz fix. Schade nur, dass ich die Jungs auf ihrer Tour mit Cannibal Corpse im Oktober nicht sehen kann, da ich im Urlaub verweile. Selbst hartnäckige Versuche bei den Plattenlabels der Band, die Tournee um 2 Wochen zu verschieben, stieß auf taube Ohren. So ein Schei...


Utopia (Ltd.Edition)
Utopia (Ltd.Edition)
Preis: EUR 21,55

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glückwunsch zum 20jährigen, 13. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Utopia (Ltd.Edition) (Audio CD)
Zuerst die Fakten: 11.Album, 20jähriges Bandbestehen. Glückwunsch dazu. Pünkt-lich zum Jubiläum legt Bernhard Weiß mit seinen Mitstreitern ein neues teutonisches Powermetal Leckerli in Form des Albums Utopia" vor, welches genau das hält, was Axxis verspricht: 13 hammergeile Mitgeh Hymnen, die zwar teilweise im Pathos er-saufen, dennoch immer zum mitwippen und mitsingen einladen. Was anderes habe ich von den Jungs auch nicht erwartet.

Ich weiß noch, wie dämlich ich von meinen Mitstreiter angeglotzt wurde, als ich 2008 statt Kreator zu lauschen in Wacken vor die Partystage pilgerte, um meine Axxis Live Feuertaufe zu erleben. Doch auch ein Thrasher hat einen weichen Kern und in meinem Falle eine eklatante Vorliebe für tolle Songs. Die bietet Utopia" in Hülle und Fülle und lassen jeden, der auf sauber produzierten und fetten Metal steht, in Frohlo-cken ausbrechen. Gut, nicht jedermanns Geschmack ist die hohe Stimme des Maest-ros, doch ohne diese wären Axxis halt nicht Axxis. Nach einem stimmungsaufbau-enden Intro legen die Jungs mit dem Titeltrack los wie die berühmte Feuerwehr. Bombast Metal vom allerfeinsten bietet auch das folgende Last man on earth", wel-ches mit einem bärenstarken Refrain zu begeistern weiß. Als kleines Bonbon hat man diesmal offiziell mit Fass mich an" einen deutschen Titel am Start, der nicht übertrieben oder aufgesetzt wird und sich perfekt in die Diskographie der Jungs ein-fügt. Diese Tendenz war ja bereits beim 2007er Doom of destiny"-Bonustrack Engel aus Hass" klar erkennbar. Warum machen Axxis nicht einmal ein Album komplett in Deutsch? Würde der Band perfekt zu Gesicht stehen. Grandios sind erneut die Key-boards von Harry Oelers, der neben Bernhard Weiß mit 19 Dienstjahren langjährigste Mitstreiter, die teilweise parallel mit den Gitarrenläufen eingesetzt werden und der Mucke noch einen Tick Theatralik mehr verleihen. Ebenfalls eine typische Trademark von Axxis, die dieses leider bei For you I will die" etwas übertreiben. Die Diskoarti-gen Tastenanschläge des Herrn Oelers gingen mir dann doch etwas auf den Sack. Dennoch wissen die Jungs, wie man das Ruder dann wieder rumreißt, denn Eyes of a child" oder der 20th anniversary Track, bei dem gestandene Szenegrößen Axxis gesangstechnisch für 12 Minuten unter die Arme greifen, sind erneut ganz großes Kino.

Wer sich eine CD von Axxis kauft kann sicher sein, das er erstklassige Qualität be-kommt. Dies gilt auch für Utopia", welches zwar nicht ganz so stark wie sein Vor-gänger Doom of destiny" ist, dennoch erneut einem so richtig die Löffel langzieht. Ich find die Platte wieder geil und freue mich darauf, Axxis endlich einmal in einem Club erleben zu dürfen.


Unborn Again
Unborn Again
Preis: EUR 14,87

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unglaublich...enttäuschend, 13. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Unborn Again (Audio CD)
Kennt Ihr das Gefühl: Ihr wartet sehnsüchtig auf eine Platte, freut Euch wie Bolle auf'm Milchwagen darüber, endlich neues Futter einer Eurer alten Faves zu hö-ren...und werdet dann so unglaublich enttäuscht, das Euch fast das Haupthaar aus-fällt? Kennt Ihr? Jau, ich jetzt auch, denn Whiplash haben sich 11 Jahre nach ihrem letzten Album Thrashback" nun mit ihrem Comeback Unborn again" mächtig auf den Allerwertesten gesetzt. Doch um eines vorweg zu nehmen, dies liegt nicht am technischen Vermögen des Trios um Bandgründer und Chef Tony Portaro oder dem wie immer exzellenten Cover eines Ed Repka, sondern an den teils unterirdischen Kompositionen und der leider offensichtlichen Fehlleistung des Produzenten Harris Johns, der in der Vergangenheit eher mit außergewöhnlichen Arbeiten von sich re-den machte, diese Scheibe an verschiedenen Stellen aber tierisch verhunzt hat.

Whiplash waren Anfang der Neunziger am stärksten, als man als drittes Album In-sult to injury" mit dem damaligen Sänger Glen Hansen am Mikro aufnahm und einen mehr als legendären Gig im damaligen Berliner Ecstasy spielte, bei dem sage und schreibe 27 Nasen anwesend waren, die Sänger Glen und Gitarrist Tony alle persön-lich begrüßte, um den Set anschließend inmitten des Publikums zu vollenden. Die ersten beiden Scheiben Power and pain" und Ticket to mayhem" sind Thrash Klas-siker, die in keiner Sammlung fehlen sollten, doch damit hat Unborn again" wirklich nur den Bandnamen gemeinsam. Das siebte Album der Jersey Boys ist an Lange-weile und Inspirationslosigkeit fast nicht zu überbieten. Musikalisch ist der Ostküs-ten-Thrash klar zu erkennen, orientiert sich aber meinem Erachten nach zu sehr an Bands wie Nuclear Assault, gerade was den Gesang des Bassers angeht, was Whiplash eigentlich aufgrund ihrer eigenen Geschichte und Identität überhaupt nicht nötig haben. Songs wie Firewater", welcher durch seinen indianischen Sing Sang erheblichen Nervfaktor besitzt, das an Led Zeppelin auf LSD erinnernde Hook in mouth", die Thrash'n'Roll Nummer I've got the fire", bei dem man die Produktions-schnitte deutlich hört, was bei keiner Band der Welt passieren darf, sind Zeugnis für ein Comebackalbum, das als solches nicht bezeichnet werden darf. Lediglich Float face down" verdient das Attribut Thrash Metal, wo hingegen Parade of two legs" mu-sikalisch das Beste Stück des Albums ist, allerdings als Instrumental daher-kommt...und was ich davon halte, sollte den aufmerksamen Lesern meine Reviews hinlänglich bekannt sein.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses schwache Album von Whiplash im Sinne des 2002 im Alter von 36 Jahren viel zu früh verstorbenen Originalbassers Tony Bo-no sein dürfte, denn mit den legendären, vorhin bereits angesprochenen Granaten hat Unborn again", wie ebenfalls schon angesprochen, nichts mehr gemeinsam. Für mich persönlich war das Hören dieses Albums ein trauriger Moment, denn meine Erwartungshaltung war ungemein höher.


Solfernus Path
Solfernus Path
Wird angeboten von First Box
Preis: EUR 28,07

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein dunkles Meisterwerk, 12. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Solfernus Path (Audio CD)
Zugegeben, von den Polen Darzamat kannte ich bisher eigentlich nur den Namen und ein etwas rumpeliges Banddebüt namens In flames of black art", welches anno 1997 auf keine allzu große Karriere hoffen ließ. Doch Zwölf Winter und vier Alben später haben sich die Polen zu einem richtig fetten Act gemausert, der mit seiner aktuellen Scheibe Solfernus path" den lang anvisierten Durchbruch endgültig schaffen müsste. Und da man anno 2009 mit den Abstattern von Massacre Records einen mehr als kompetenten Partner im Rücken hat, dürften keine Steine mehr im Weg liegen.

Vierzehn Songs, wobei vier wirklich fantastische Intros mit ihrer düsteren und gruseligen Atmosphäre sicht nahtlos in eine Scheibe einfügen, die so rund wie ein perfekter Kreis ist. Glasklar, erneut von King Diamond Gitarrist Andy LaRoque produziert, fett und brutal walzen die tonnenschweren Goth/Black Granaten den Zuhörer nieder und verbreiten eine apokalyptische Endzeitstimmung. Herauszuheben ist das perfekte Zusammenspiel der beiden Stimmen von Nera, die den weiblichen Part übernimmt, und Fronter und Bandkopf Flauros, der mit seinem infernalischen Gebell jedem Song seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt. Doch neben erwähnten Black Referenzen befinden sich auch althergebrachte Thrash Riffs auf dem Album, welche hervorragend zum Gesamtsound der Osteuropäer passt. Zu hören beim mehr als famosen Vote for heresy". Doch auch die Dimmu Borgir Fraktion sollte ruhig mal einen Lauschlappen an die Düsterheimer verleihen, die mit Chimera", False sleepwalker" oder Final conjuration" ein mächtig finsteres und teils symphonisches Brett sägen. Doch an die beiden überragenden Monumente metallischer Spielkunst auf dieser Scheibe ist kein Ankommen: Pain collector" beinhaltet einen leicht arabischen Touch, um dann in ein infernalisches Blastgewitter umzuschwenken. Die dominanten Keyboards geben diesem kleinen Opus magnum das gewisse Etwas und auch der von Chris gezupfte Viersaiter pumpt ohne Ende. Ein grandioses Stück Metall. Gleiches gilt für Gloria inferni" der als Referenztitel und unbedingter Anspieltip herhalten muss. Ein perfektes Zusammenspiel zwischen Brutalität und Melodie, die einfach unwerfend ist.

Darzamats Fünftling ist ein Meisterwerk in Sachen dunkler Spielkunst und der Beweis dafür, dass Härte und Brutalität nicht unbedingt inkompatibel mit Melodie und Schönheit sein müssen. Da müssen erneut Metallica als geflügeltes Wort herhalten, denn Solfernus path" ist der Polen schwarzes Album und wird hoffentlich von der Hartwurstgemeinde ebenso abgefeiert, wie ich es seit Tagen tue. Ein grandioses Meisterwerk!


A Dark Burial
A Dark Burial
Preis: EUR 10,93

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mal kein Krach aus Norwegen, 12. September 2009
Rezension bezieht sich auf: A Dark Burial (Audio CD)
Das aus dem Norwegischen Bergen nicht nur Langhammer'scher Krach kommt, beweisen die Doomer Syrach, die mit ihre Zweitwerk A dark burial" zum Frontalangriff auf die Europäische Doom Szene ansetzen. Durchaus ein lohnenswertes Unterfangen mit hehren Zielen, dennoch darf bezweifelt werden, ob das Quartett in die Phalanx der etablierten Bands einzubrechen vermag.

Nach etlichen Line Up Wechseln konnte man 2007 endlich mit Napalm Records einen kompetenten Partner vorweisen, welcher auch prompt das vielbeachtete Debüt Days of wrath" auf den Markt schmiss. Doch danach war lange Funkstille welche nun, 2 Jahre später, gebrochen wurde. Leider fällt sofort und als augenscheinlichstes Manko die extrem schlechte Produktion auf, die dem intensiven und mehr als ansprechenden Lava-Metal zu keinem Zeitpunkt gerecht wird. Das ist unglaublich schade, sind Gerade der Opener Curse the souls" oder das treibende I darkness I sigh" richtig tolle Songs, die bei einer entsprechenden, klangtechnischen Veredelung weitaus mehr Bums gehabt hätten. Dennoch macht die Platte Spaß, was vor allem an der Stimme von Fronter Kenneth liegt, der einen mit seinem Organ ein ums andere Mal frösteln lässt.

A dark burial" ist ein pechschwarzes, sauheavies Album, welches sich im Vergleich zu den Szenegrößen nicht zu verstecken braucht, wäre da nicht der schlappe Sound, der die teils ultralangen, dennoch nie langweilig werdenden Songs ins Negative driften lässt. Dennoch sollte jeder die neue Syrach mal antesten, der auf gaaaanz alte Paradise Lost, My dying bride oder Anathema steht. Wenn die Jungs dann noch auf Album 3 etwas mehr Briketts auflegen, sollte der Karriere nichts im Wege stehen.


The Incident
The Incident
Preis: EUR 19,33

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig, aber geil!, 12. September 2009
Rezension bezieht sich auf: The Incident (Audio CD)
Eines gleich vorweg: Obwohl es sich bei The incident" um das mittlerweile 10. Studioalbum der Briten handelt, habe ich bis heute noch nicht ein Stück der Mannen um Multitalent, Gitarrist, Songwriter und Bandkopf Steven Wilson gehört. Klar wusste ich, das es Porcupine tree gibt, habe der Band allerdings nie Beachtung geschenkt. Ein furchtbarer und fast unverzeihlicher Fauxpas, denn was ich in knapp 80 Minuten auf dem aktuellen Album erleben durfte, war wunderschön, beruhigend und ein totaler Kontrast zu dem, was sonst in meinem Player rotiert.

The incident" ist eigentlich ein langer, ein seeeehr langer Song, der in 18 Teilstücke unterteilt ist. Teils länger (das all umfassende Time flies"), teils kürzer (das zum dahinschweben schöne I drive the hearse"), mit vielen ruhigen oder rockigen Bridges versehen, die das Gefüge zusammenhalten und ihm die notwendige Stabilität verleihen. Würde einer dieser Überleitungen fehlen, wäre das Gesamtbild nicht mehr stimmig. Ich selber genoss dieses Werk an einem ruhigen Abend mit meiner Frau, einem Gläschen Wein und Kerzenschein...so sollte man an diese Scheibe herangehen. Zum Abschädeln laden andere ein.

Ich werde tunlichst den Backkatalog der band zulegen, denn die Musik ist wirklich und wahrhaftig groß und monumental und steht in einer Tradition mit Bands wie Pink Floyd, Asia oder Rush. Ein unglaublich schönes und entspannendes Album, welches sich meine Hochachtung verdient hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 24, 2009 7:32 PM CET


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