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Dibowsky "www.pommesgabel.de" (Blankenfelde bei Berlin)
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A Taste of Extreme Divinity (Digi mit Bonustrack)
A Taste of Extreme Divinity (Digi mit Bonustrack)
Preis: EUR 13,97

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jau..., 5. November 2009
Einige Jahre sind es nun her, als uns Hypocrisy mit ihrem letzten Album ''Virus'' beehrten. Mastermind Peter Tägtgren hielt es für angemessen, der Death Metal Fraktion eine schöpferische Pause zu geben. Stattdessen konzentrierte er sich auf seine andere Band Pain und seine Produceraufgaben. Und was soll man sagen!? Die Pause hat Hypocrisy sichtlich gut getan.

Die Schweden gehören zu den wenigen Bands, die 2 verschiedene ''Stile'' perfekt vereinen. Zu einem schleppende und epische Düsterhymnen zu komponieren und andererseits die harte Death Metal Schiene zu fahren. Auch auf dem neuen Output ''A Taste of Extreme Divinity'' ist die Band ihrem kreiertem Schema treu geblieben. Die Band hat sich eindeutig auf ihre Stärken besonnen. Man merkt die Frische der neuen Aufnahmen, die machen einfach Spaß!!!

Schon der Opener ''Valley of the Damned'' ist ein Klassestück und zeigt uns schon nach den ersten Takten, wo der Weg dieser Scheibe hingehen soll. Moderner, abwechslungsreicher und dennoch melodischer Death Metal erster Güteklasse.

''Hang him High'' und ''Solar Empire'' beschlagen dann die melodische Seite.
''Weed out the Weak'' ist ein klassisches Death Metal Riffmonster, welches auf Konzerten für wehendes Haupthaar sorgen sollte.

Ein Song, der die typische Schwergängigkeit der Tägtren-Kompositionen repräsentiert, ist 'No Tomorrow', bei dem eine melancholische Grundstimmung getragen von zähflüssigem Gitarrenteppich transportiert wird und sich dennoch eine eingängige Melodie den Weg bahnt. Der Titelsong 'Taste The Extreme Divinity' dürfte alle Death-Metal-Freunde der Reinkultur begeistern. Hier scheint sämtliches Gebolze inklusive Peters Growls eine Etage tiefer stattzufinden. Penetrante Drums knüppeln sich durch den Song, so als gelte es, sich durch sturmverwüstetes Unterholz zu schlagen. Melodie bleibt hier etwas auf der Strecke, was dem Song aber keinen Abbruch tut, da die Knüppelattitüde einfach fett kommt und sich gut anfühlt.

Extrem schleppend, fast nachdenklich präsentiert sich Track neun mit dem Titel 'The Quest', der mit seiner Mischung aus Melancholie und Langsamkeit balladenhaften Charakter entfaltet. Schwer zu sagen, welcher Song auf dieser Scheibe als größter Hit auszumachen ist. 'Tamed "Filled With Fear" ' dürfte auf jeden Fall aufgrund seiner Eingängigkeit hinsichtlich Rhythmus und Melodie mit zu den Favoriten gehören.

Abschliessend kann man sagen, das Hypocrisy mit einem starken und frischen Album zurückgekehrt sich, für welches ich 8 Pommesgabeln verteile. Wir sehen uns im Januar 2010 auf Tour mit Hatesphere und Survivor Zero als Supportacts.
Stay Tuned!!

by Langhammer)


In the Black
In the Black
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 24,78

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Kätzchen zeigt die Krallen, 5. November 2009
Rezension bezieht sich auf: In the Black (Audio CD)
Als Einleitung zu diesem Review sei erwähnt, das es gerademal 5 Uhr morgens ist und ich mich mit meiner Familie 10.000 Meter über dem Erdboden an Bord eines Fliegers in Richtung Urlaub schwebe. Und da meine Kids keinen Bock mehr auf Horton hört ein Hu" hatten, nutzte ich die Gelegenheit, mir mit ein paar salbungsvoll geschriebenen Zeilen die Zeit zu vertreiben.

Das neben den Wilson Schwestern von Heart härteste Schwesternpaar Kanadas schlägt zum fünften Mal zu. Morgan und Mercedes Lander, die mit ihren Mitstreiterinnen Ivy Vujic und Neu-Gitarristin Tara McLeod das Quartett Kittie bilden, hauen uns auf In the black" nach dem 2004 wiederveröffentlichten und chartgebreakten Oracle" und der Vorgänger Wuchtbrumme Funeral for yesterday" erneut ihren postmodernen Thrash Rock um die Ohren und auch heuer können die vier Mädels begeistern. Hart, melodiös, ranzig, derb, all diese Attribute sind auf den 12 Songs vertreten, die zum mitwippen und Kopfschütteln animieren. Allen voran steht Sorrow I know", der am besten dazu geeignet ist, das Kittie Universum jedem zu erklären, der von den Girls bis Dato noch nichts gehört hat. Aber auch der gnadenlose Rocker Now or never" neigt sehr zum abzappeln. Das einzige Manko ist der eklatante Klassenunterschied zum ersten und zweiten Teil des Albums. Werden auf den ersten sechs Titeln fast ausschließlich Gassenhauer geboten, so sind die zweiten Sechs allesamt im Mittelfeld anzusiedeln, wobei die Halbballade Sleepwalking" und der schwächste Song The riot", der recht struktur- und lieblos runtergerotzt wird, das unrühmliche Schlusslicht bilden.

Dennoch ist Kittie mit In the black" ein richtig partykompatibles Album gelungen, welches seine Anhänger finden wird. Wäre es eine EP mit den von mir angesprochenen ersten 6 Nummern, wäre die Note höher ausgefallen, doch leider wird das Gesamtergebnis, welches im Übrigen richtig schön fett produziert ist, dadurch geschmälert. Trotzalledem ein gutes Album.


Congregation of the Damned
Congregation of the Damned
Preis: EUR 14,53

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die waren mal besser, 5. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Congregation of the Damned (Audio CD)
Nachdem ich bereits vor einigen Monaten die Möglichkeit hatte, mit Drummer Brandon Saller ein ausführliches Interview zu führen und auch schon vorab einen Rough mix des neuen Albums zu Gehör bekam war ich gespannt, wie sich nun das finale Produkt anhören würde.

Eins ist vorweg gleich festzuhalten: An das geniale Vorgängeralbum Lead sails paper anchor" kann Congregation of the damned" nicht anstinken. Das ist leider traurige Realität, soll aber nicht heißen, dass die Jungs aus Orange County einen Rohrkrepierer veröffentlicht haben. Die Scheibe strotzt immer noch vor rotziger Eingängigkeit und ist durch die klangtechnische Veredelung von Ozzy Produzent Bob Marlette ebenso musikalisch leicht zugänglich. Das ist auch das Hauptmanko: Die Stücke sind mir persönlich im Gegensatz zum Vorgänger einfach zu unspektakulär. Dennoch gibt es auch auf einer unspektakulären Scheibe immer wieder Highlights, die vor allem in den bereits vorab als Rohfassung vorgestellten Stop! Before it's too late", "Bleeding is a luxury" oder dem Titelsong bestehen. Aber auch der slowe Rocker "Black days" weiß mehr als zu überzeugen. Leider schleichen sich aber immer wieder mittelmäßige Songs des Kalibers Gallows" oder So wrong" ein, die den Gesamteindruck schmälern. Außerdem müssen sich Atreyu die Frage gefallen lassen, warum man ausgerechnet mit der drögen Halbballade Wait for you" das Album beschließen musste? Nicht gerade punktesteigernd.

Congregation of the damned" ist ein bisschen Fisch, ein bisschen Fleisch. Einerseits wissen die Jungs, wie man es ordentlich krachen lässt, andererseits verlieren sich Atreyu dann doch zu oft im eigenen Songgeflecht. Manchmal wäre ein Tritt in die Weichteile doch die bessere Lösung gewesen. Zum Anhören, auch aufgrund der brillanten Produktion, eine vortreffliche Wahl, allerdings kein Album was dauerhaft haften bleibt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2011 9:34 AM CET


Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt
Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt
Preis: EUR 14,85

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die große Überraschung, 5. November 2009
Willkommen im Jahr Eins nach dem spektakulären Splitt und der öffentlich ausgetragenen Schlammschlacht um die Namensrechte einer der ältesten Black Metal Bands Norwegens. Nun nachdem Infernus diese an sich gebunden hat, God seed mit Gaahl ihr Aushängeschild verloren haben, scheint der Weg für die neuen" Gorgoroth frei, den Black Metal Thron zu erklimmen, was mit dem aktuell Werk mit dem leicht einprägsamen Titel Quantos possunt ad satanitatem trahunt" locker gelingen sollte.

Dies liegt vor allem an der exzellenten Crew, die der Chef und Gründer neu um sich geschart hat. Allen voran ex-Shouter Pest, der seinen Vorgänger und in meinen Augen völlig zu Unrecht zur Ikone hochstilisierten Gaahl um Längen in seine Schranken weist. Auch das dominante Schlagzeugspiel des früheren Dissection Mitglieds Tomas Asklund wirkt sich leistungsfördernd auf die Musik Gorgoroth' aus, die in der Vergangenheit von mir mit Nichtachtung gestraft wurde. Komplimentiert wird das Line Up von ex-Klampfer Tormentor und Obituary Tieftöner Frank Watkins, der allerdings auf der mySpace Seite mit seinem Corpsepaint eher lustig als einschüchternd wirkt. Seis drum, wichtig ist, was drin ist...und das lässt sich mehr als sehen. Nix mehr ist zu erkennen von den chaotischen und völlig unkoordinierten Klangcoulagen, die mich seinerseits in schiere Verzweiflung stürzte, vielmehr dominieren auf dem achten Studiowerk statt stakkatoartigem Highspeed Gemetzel Midtempo Black Metal, der zum Teil hymnenhaft und unglaublich heavy ist. Nachdem der Opener Aneithanasia" mit seiner rüden Geschwindigkeit verklungen war, kam ein Highlight nach dem anderen. Prayer" stampft ohne Rücksicht auf Verluste schwer holzend durch die Anlage. Direkt anschließend folgt das Highlight mit Rebirth", bei dem sich Pest am Ende richtig auskotz: The rebirth of Gorgoroth". Klasse. Building a man" differiert in der Geschwindigkeit und ist mehr als abwechslungsreich, wo hingegen New breed" der neuen Immortal Scheibe zeigt, wie richtig schleppender Black Metal zu klingen hat. Auch die restlichen Songs bestechen durch ihren Ideenreichtum und der eklatanten Härte, die gerade den langsamen Passagen geschuldet ist. Mit Satan-prometheus" haben Gorgortoh dann zum Schluss nochmal ein Monster-Ass im Ärmel. Episch, hymnisch und mit einer cleanen Vocal Passage in der bridge, die mir eine Gänsehaut a'la carte verpasste. Was für ein Bolzen.

Kurioserweise muss ich hier gestehen, das Quantos possunt ad satanitatem trahunt" in meinen Augen ein absolutes Meisterwerk darstellt und meine Ansichten zu Gorgoroth über den Haufen geworfen hat. Infernus hat mit seinen Mannen ein Meisterwerk der schwarzen Kunst erschaffen, an dem sich in nächster Zukunft jede andere Band dieses Genres messen lassen muss. Grandios, unverzichtbar und meilenweit besser als die ohnehin schon gute neue Immortal. Ich bin echt baff und zücke die Höchstnote.


Burden of Grief
Burden of Grief
Preis: EUR 11,96

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ed Warby in Höchstform, 5. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Burden of Grief (Audio CD)
Nachdem Gorefest ja nun bekanntlich Geschichte sind, muss sich Ed Warby ein neues Betätigungsfeld suchen. Doch wer denkt, der kleine quirlige Ausnahme Drummer beschränkt sein Engagement nun ausschließlich auf Hail of bullets sieht sich arg getäuscht. Mit Todesblei Tausendsassa Rogga Johansson, der ja gerade erst mit Kam Lee und Bone Gnawer ein famoses Oldschool Death Metal Granate eingeprügelt hat, veröffentlicht der Holländer unter dem Namen The 11th hour mit Burden of grief" einen absoluten Meilenstein im Bereich Doom Death, der mich absolut umblies. Zu den Fakten.

Sechs recht lange aber niemals langweilig werdende Granaten hat Mister Warby im Alleingang eingespielt und dabei anscheinend sehr in Erinnerung an selige Paradise Lost Zeiten geschwelgt, als diese mit Lost paradise" und Gothic" zwei Referenzalben im Bereich des lavaartigen Death Metal veröffentlichten. Gesanglich überrascht der Drummer ebenso, denn seine Stimme ist klar, differenziert und erinnerte mich gerade beim genialen Opener One last smoke" sehr an die erste Candlemass, bevor Messiah Marcolin alles in Grund und Boden trällerte. Für die tiefen Death Growls ist dann allerdings Mister Johansson zuständig, der auch diese Aufgabe mit Bravour meistert. Auch die eingestreuten Keyboards oder Klaviereinleitungen wie bei In the silent grave" nerven zu keiner Zeit und verpassen dem Allgemeinsound dieser opulenten Scheibe einen wohlklingenden Anstrich. Doch wer die Musik von The 11th hour verstehen und am besten kennenlernen will, muss sich ohne Umschweife auf Weep for me" stürzen, dem mit Abstand überragendsten Song, der neben doomigen Gefühlsausbrüchen ebenso hart und heavy ist, das es einem die Hufe nach hinten schlägt. Atonement" lebt von dem unfassbaren Organ Rogga Johanssons und hat dennoch mehr Atmosphäre, als das ganze neue und völlig verhunzte Album von Paradise lost. Den Rausschmeißer bildet dann Longing for oblivion", der trotz seiner Langsamkeit so unglaublich brutal ist, das sich viele noch so harten Bands dahinter locker verstecken können.

Burden of grief" ist nicht nur ein einfaches Doom Death Album. Vielmehr schafft es Ed Warby viele verschiedene Elemente einzubauen, mal düster, mal heavy, mal romantisch, die den Reiz dieses wirklich überragenden Albums ausmacht. Ich bin kein großer Doom Anhänger, doch dieses Juwel hat schon jetzt eine hohe Platzierung in meinem Jahrespoll sicher.


Walpurgis Rites-Hexenwahn
Walpurgis Rites-Hexenwahn
Preis: EUR 11,72

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beim Gehörnten..., 13. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Walpurgis Rites-Hexenwahn (Audio CD)
Grundgütiger und beim Gehörnten, ist es gerade erst ein Jahr her, dass die Belzebu-ben aus Österreich mit Bondage goat zombie" meinen absoluten Fave in Belphe-gors Diskographie veröffentlichten? Zum Teufel ja und daher ist es mir unbegreiflich, wie es Helmuth und seine Horde schafft, dieses derbe Meisterwerk erneut mit dem achten Album Walpurgis rites: Hexenwahn" zu toppen...mehr noch, dieses Scheib-chen ist das ultimative Meisterwerk der Jungs aus der Alpenrepublik...und da lasse ich nicht mit mir diskutieren.

Erneut kredenzen uns Belphegor ein Kunstwerk in Sachen Brutalität, dunklen Ab-gründen und unfassbarer Heaviness, das einem beim Durchhören der neun auf dem Album befindlichen Songs Hörner wachsen und zwar deren zwei. Fett, brachial, mal rasend schnell, mal doomig ballern die Jungs einen Klassiker nach dem anderen in die leidgeprüften Gehörgänge der geneigten Anhängerschaft und schaffen es erneut, in den Köpfen ein beklemmendes und düsteres Bild der heutigen Zivilisation zu zeichnen. Dies beginnt bereits beim hyperschnellen Opener und namensgebenden Song, der zeigt, das Belphegor dem Black Metal immer noch mehr als zugetan sind. Bezeichnend bei diesem Song sind die hypergeilen Doublebass-Attacken von Studi-odrummer Nefastus, der scheinbar nur noch bei Aufnahmen seinem alten Kumpel Helmuth unter die Arme greift. Darauf folgt das große Highlight des Albums namens Veneratio diaboli - I am sin", ein tiefschwarzer Speeder / Thrasher, der die Österrei-cher von ihrer besten Seite zeigt. Ein Headbanger der erste Kategorie, da zappelt alles mit. Kohlrabenschwarz und gerade die lateinischen Passagen kommen richtig fies und böse rüber. Zum Ende hin drosseln die Jungs etwas die Geschwindigkeit und setzen diesem Übersong damit die Krone auf. Bei Hail the new flesh" werden sämtliche Trademarks Belphegors miteinander kombiniert, doch wer quiekt da an-dauernd im Hintergrund? Da man von den SM Fetischisten bereits Einiges gewohnt ist kann man davon ausgehen, das hier irgendeinem obskuren Kult gefrönt wird. Egal, Helmuth ist herrlich am quieken und ich bin selig (darf man das überhaupt in diesem Zusammenhang sagen?). Reichswehr in blood" hätte sich auch prima auf Carcass` Heartwork" gemacht, wird hier doch zu Helmuths erneut ultrafiesem Organ mächtig geholzt, wo hingegen bei The crosses made of bone" das Bremspedal betä-tigt wird und etliche kleine Parallelen zu Kreators alte Zeiten auszumachen sind. Goat sei Dank haben Belphegor auch diesmal nicht mit ihrer Tradition gebrochen und bedienen sich bei Der Geistertreiber" erneut der deutschen Sprache. War dies in der Vergangenheit bei Übersongs wie Bluhtsturm erotika" oder Sexdictator luci-fer" immer ein Highlight, so wirkt doch diesmal der Text etwas plakativ und aufgesetzt und will so gar nicht zünden. Scheißegal, hat man doch mit den folgenden, zum ei-nen Hyperblast-technisch veredelten Destroyer hekate" und zum Anderen dem fies schleppenden Enthralled toxic sabbat" erneut zwei mehr als außergewöhnliche Gra-naten am Start, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Weg in den Liveset der Jungs finden wird. Das mit Totenglocken versetzte Outro Hexenwahn - Totenkult" ist dann der perfekte Abschluss eines düsteren Meisterwerks.

Wie einleitend bereits erwähnt, schaffen es Belphegor mit Walpurgis rites: Hexen-wahn" erneut, den auf den vorangegangenen Alben selbst auferlegten Standard nochmals zu toppen und die Messlatte für weitere Veröffentlichungen immens hoch zu legen. Ein mehr als befriedigendes Fratzengeballer, bei dem niemals Langeweile aufkommt und den Verfasser dieser Zeilen mehr als einmal in Verzückung geraten ließ. Applaus und Anerkennung nach Österreich.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2009 9:16 PM CET


Wormwood
Wormwood
Wird angeboten von Ets Bucher25400
Preis: EUR 8,00

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Totlangweilig...schade., 10. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Wormwood (Audio CD)
Nach Marduks triumphalen Auftritt beim diesjährigen Party.San und einer momentan noch mehr als erfolgreich laufenden Tour mit Vader, legen uns Morgan und seine Legion mit Wormwood" das offizielle Studioalbum Nummer 11 vor, welches in mei-nen Augen allerdings eine herbe Enttäuschung darstellt.

Konten die Schweden auf Rom 5:12" noch mit ungeahnter Spiel- und Experimentier-freude glänzen und eine unserer Höchstnote einheimsen, so ist der Nachfolger sper-rig, teilweise total unkoordiniert und merkwürdig uneingängig. Zu bemerken ist dies beim Opener Nowhere, no-one, nothing" allerdings noch nicht. Hier kredenzt uns das Quartett eine ultrabrutale Black Metal Attacke, die durch einen eiskalten schlep-penden Mittelpart zusätzlich an Brutalität gewinnt und ein hasserfüllter Mortuus Gift und Galle keift. Nach diesem Einstiegsbrett konnte man Großes erwarten, doch lei-der ist das folgende Funeral dawn" ein langsamer Black Doomer, der zu keiner Zeit ins Ohr geht und mehr eine wirre Klangcoullage darstellt. Bei This fleshly void" ver-sucht sich Mortuus teilweise sogar als Sänger", was allerdings voll in die Buxen geht und gar nicht zum Highspeed Geknüppel des Songs passen will. Into utter madness" ist dagegen mal wieder ein kleines Highlight, welches allerdings die beiden Ausfälle Phosphorous redeemer" und To redirect perdition" nicht wettmachen kann. Gerade zweitgenanter ist mehr als zähflüssig und mit seinen 6 Minuten mehr als zu lang. Whorecrown" und der beste Song des Albums Chorus of cracking necks" stoßen danach genau in das Horn, namens Rom 5:12" und setzen die Tradition dieses wirk-lich geilen Albums fort, entpuppen sich aber als Strohfeuer denn just wenn man denkt, Marduk hätten die Wende geschafft, wird man erneut mit With a garment" zu Tode gelangweilt.

Ein Jahrhundertalbum wie Panzerdivision Marduk" oder das Vorgängelalbum zu haben bedeutet nicht zwangsläufig, das jedes Album einen ebensolchen Qualitäts-standard aufzuweisen hat, was Wormwood" leider eindrucksvoll untermauert. Die hyperschnellen Songs treffen einen diesmal mehr, als die schleifenden Passagen, die diesmal in keinster Weise zu überzeugen wissen. Ich bin zutiefst enttäuscht von diesem Output.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2009 9:44 PM CET


Infected
Infected
Preis: EUR 13,98

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liegt die Bay Area in England???, 10. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Infected (Audio CD)
Wenn man heutzutage eine Band finden soll, die die Worte Pech" und Schicksals-schlag" wie keine andere definiert, so muss man leider die Britischen Highclass Thrasher von Evile nennen, die zum einen die letztjährige Tour mit Satyricon can-celn mussten, da sich Gitarrist Ol Drake bei einem gewagten Bühnenstunt die Hand brach und zum anderen vor gerade mal 5 Tagen bei der laufenden Tour mit Amon Amarth durch den tragischen und völlig unerwarteten Tod ihres Bassers Mike Ale-xander den schlimmsten Nackenschlag ihrer noch jungen Karriere verkraften muss-ten. Von der Pommesgabel Crew hierzu nochmals unser herzlichstes Beileid.

Unter solchen Umständen ist es natürlich schwer, eine aktuelle CD zu bewerten, die aber mehr als uneingeschränkte Aufmerksamkeit verdient hat. Infected nation" nennt sich der Nachfolger des vielbeachteten Debüts Enter the grave" aus 2007 und ist in meinen Augen eine der stärksten Veröffentlichungen von der Insel in den letzten zwei Jahren. Nun könnten Spötter behaupten, das die britische Thrash Szene eh brach liegt und Evile nur das entstandene Vakuum zu ihrem Vorteil nutzen, doch dem trete ich energisch entgegen. Die neun auf diesem Prachtstück enthaltenen Titel strotzen nur so vor Eingängigkeit, gesunder, moderner Härte und spielerischem Kön-nen, das es mir als Vertreter der alten Bay Area Schule glatt die Socken von den Fü-ßen riss. Satte Riffgewitter wie beim Titeltrack, fette Moschparts mit genialen Bridges, zu finden auf Now demolition", Midtempo Headbanger, die keinen Nacken-wirbel unberührt lassen (Plague to end all plagues") oder episch lange, abwechs-lungsreiche und recht Thrash untypische Megabrocken, die trotz ihrer Länge niemals langweilig werden und eher dazu einladen, die Teile nochmals zu spielen (Hundred wrathful deities" und Genocide"). Alles in allem eine mehr als abwechslungsreiche Scheibe, die allerdings etwas daran krankt, das die Produktion etwas zu glatt und steril geraten ist und an manchen Stellen ruhig mehr Ecken und Kanten hätte gebrauchen können.

Infected nation" wird als Abschiedsalbum für Mike Alexander in die Analen der Band eingehen, doch man darf nicht den Fehler machen, diese Scheibe nur als solche zu betrachten und darauf zu reduzieren. Dafür sind Evile auf diesem in Silber gepress-ten Thrash Juwel einfach zu gut. Jeder, der bei Namen wie Forbidden, Testament oder Vio-lence jetzt einen feuchten Schlüppi bekommt, sollte dringendst in den nächsten Laden stiefeln, um sich das Teil ins Regal zu stellen, es lohnt sich.


Here Waits Thy Doom
Here Waits Thy Doom
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Überraschungsmoment fehlt, 2. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Here Waits Thy Doom (Audio CD)
Die wichtigste Neuerung im Hause 3 inches of blood zuerst: War der Wechselgesang zwischen dem dunkel bellenden Cam Pipes und dem schrill kreischend agierenden Jamie Hooper immer DAS Markenzeichen der Jungs aus British Columbia, so ist auf dem nunmehr vierten Werk Here waits thy doom" lediglich Mr.Hooper für den Gesang zuständig, was die Überraschungsmomente auf ein Minimum reduziert. Mehr als schade...

Dennoch kann die völlige oldschool Mucke des Kanadischen Fünfers erneut überzeugen, wenn auch nicht restlos begeistern, wie es beispielsweise meine Lieblingsplatte Advance and vanquish" konnte. Doch ein Makel tut sich auf, wie der Höllenschlund des Leibhaftigen: Wer um alles in der Welt hat den Power Metallern diesen furchtbar blechernen und räudigen Sound verpasst? 20 auf die nackten Fußsohlen kann ich dazu nur sagen. Musikalisch huldigt das Quintett erneut seinen alten Helden wie Priest, AC/DC oder Accept, wobei gerade die doppelläufigen Gitarrenleads bei Fierce defender", dem überragenden Song des Albums, wie zu besten Thin Lizzy Zeiten daherkommen. Eine höhere Bewertung wird leider durch den kapitalen Totalausfall Snake fighter" verhindert, der in seiner ganzen Art völlig überflüssig und ein Fremdkörper auf dem Album ist. Doch dieser wird kompensiert von der totalen Huldigung an den Achtziger-Metal, der bei weitem einer der besten aller Zeiten war, namens At the foot of the great glacier", der einem so herrlich unpatriziös das Haupthaar fönt. Leider ist der Rausschmeißer Execution tank" ein wenig zu lang geraten, obwohl seine Qualitäten in oberen Sphären zu finden sind. Ärgerlich, 3 Minuten weniger hätten diesen zum Highlight des Albums werden lassen, so wird er lediglich zum Lückenfüller.

Here waits thy doom" ist ein gutes True Metal Album geworden, welches sich aber im Gegensatz zu den beiden Vorgänger Advance and vanquish" und Fire up the blades" (vom noch etwas rumpeligen Debüt will ich gar nicht sprechen), hinten anstellen muss. 3 inches of blood können es besser und laut Aussage der Band kann Cam Pipes jederzeit zurückkommen. Wäre wünschenswert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 5, 2009 11:04 PM CET


Carnage Victory
Carnage Victory
Preis: EUR 14,76

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Teutonische Power, 2. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Carnage Victory (Audio CD)
Zugegebenermaßen habe ich die Karriere von Sacred Steel nach dem 97er Debüt Reborn in steel" nicht weiter verfolgt, da die Mucke zwar mehr als amtlich war, mir doch auf die Dauer das Gekeife von Fronter Gerrit Mutz etwas auf die Nüsse ging. Nun liegt mir allerdings ein Album vor welches mich dazu veranlasste, mir den Back-katalog des germanischen True Metal Urgesteins nochmals reinzusaugen. Fazit: Mea culpa, da habe ich doch einiges in den letzten Jahren versäumt.

Carnage victory" nennt sich das nunmehr sechste Album der Mannen aus Süd-deutschland, welches mit einem tollem Coverartwork und einer mehr als fetten Pro-duktion aus dem Hause Music Factory daherkommt und dem Hörer mächtig einen auf den Pelz brennt. Echt, das Teil fetzt völlig und katapultierte mich mit dem Eröff-nungshammer Charge into overkill" in die Mitte der Achtziger. Teutonischer Speed Metal mit Dampframmen Wucht, ein geiler Refrain und zack, ist ein perfekter Einstieg gelungen. Es ist auf jedem der 11 Songs herrlich zu hören, dass die Jungs den Wur-zeln des Metal frönen und unglaublich viel Wert auf Tradition legen. Tolle Chöre, die Texte sitzen, das Versmaß stimmt und der Widererkennungswert ist immens hoch, so macht Metal Spaß. Aber auch die anderen Spielarten des harten Metalls sind den Jungs geläufig, so wird zum Beispiel Ceremonial magician of the left hand path" mächtig gedoomt, auf By vengeance and hatred we ride" grunzt Gerrit auch mal amtlich oder der Zwischenpart namens Shadows of reprisal" brilliert mit einer schö-nen spanischen Gitarre. Der mit Abstand beste Song ist allerdings das direkt daran anschließende Denial of Judas (heaven betrayed)". Ein episches Meisterwerk und in meinen Augen der beste Song, den Sacred Steel bislang in ihrer Karriere aufge-nommen haben.

Carnage victory" ist eine tolle Platte mit unglaublich vielen Facetten und Querver-weisen auf die Geschichte des Heavy Metal und beweist eindrucksvoll, das man heutzutage immer noch gute, handverlesene und vor allem vollkommen authenti-schen Heavy Metal zu hören bekommen kann. Für einen gelinden Lacher sorgten in der Presseinfo dennoch die jeweiligen Tätigkeitsbezeichnungen der einzelnen Mit-glieder: Blasphemic Litanies And Siren Screams, Violent Deathaxe And Shrieks Of Terror, Apocalyptic Bloodaxe Inferno And Acoustic Shreds Of Agony, Brutal Bulldo-zer Bass And Hellthunder und Demonic Crossfire On Steel Coffins. Wer mir von Euch jetzt die jeweilige Zuordnung der Bandmitglieder verrät, den lade ich beim nächsten Festival auf ein Bier ein. Chapeau die Herren, geiles Teil.


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