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Rezensionen verfasst von
Dibowsky "www.pommesgabel.de" (Blankenfelde bei Berlin)
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Return
Return
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 21,36

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super abwechslungsreich, 23. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Return (Audio CD)
Meine Güte, satte 3 Jahre brauchte der Oberhausener Fünfer Path of golconda, um nach dem vielbeachteten Debüt Destination: downfall" und dem Nachfolger The threshold diaries" den längst überfälligen Nachfolger Return" in die Pipeline zu schieben, doch das Warten hat sich mehr als gelohnt, denn erneut bietet die Band einen fantastischen Mix aus dem verschiedensten Spielarten des harten Metalls, übertritt dabei Grenzen, reißt Mauern ein und ist schlicht genreübergreifend.

Erneut mehr als fett von Andy Claasen produziert und endlich mit einen Plattendeal bei Yonah Records im Rücken (weiß der Kuckuck, warum sich keine der größeren Labels um die Band gerissen hat), kredenzen uns POG neun überdurchschnittlich abwechslungsreiche Songs, bei denen jeder, der mit Metal etwas anzufangen weiß, etwas für sein Gusto finden sollte. Selbst wenn die Jungs ab und zu etwas stibitzen, wie beim Opener und gleichzeitigen Titeltrack, der zu Beginn fatale Ähnlichkeiten mit Satyricons Black crow on a tombstone" aufweist, oder meinem persönlichen Highlight, der Death Granate Iconoclast", bei der so ein büschen Hypocrisy Pate gestanden haben könnte. Sei`s drum, POG haben dennoch mehr Eigenständigkeit als so manch andere, bereits etablierte Band im Business. Dies liegt vor allen daran, das man sich zu Beginn eines Songs nie sicher sein kann, wie er endet. So gehört bei Sharpen the saw", der sehr death-lastig beginnt und zum Ende hin sogar doomig wird. Doch das ist genau das, was ich von einer Platte erwarte: Überraschungsmomente, Abwechslungsreichtum und eine gute Produktion. Leider haben die Jungs mit dem zu sehr auf Single getrimmten Under a derelict sky" ein faules Ei im Nest, was in der Endabrechnung allerdings nicht großartig auffällt. Erwähnenswert ist noch das sehr an den Thrash der 80er orientierte The wolves are on the prowl", welches gerade mit seinem fetten Moschpart in der Mitte zu gefallen weiß.

Return" ist ein mächtig starkes Album einer tollen und innovativen Band die genau weiß, wie man die Hörerschaft fesselt. POG haben es drauf und werden in naher Zukunft noch für mächtigen Wirbel sorgen. Sollten es die Jungs jetzt noch schaffen, das Album vernünftig live zu promoten, dürfte einem steilen Aufstieg nichts im Wege stehen.


Mechanize (Ltd.Edition Incl.Bonus Track)
Mechanize (Ltd.Edition Incl.Bonus Track)
Preis: EUR 22,63

13 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dann mach ich mal den Spielverderber..., 21. Januar 2010
Eines vorweg: Bei momentanen Querelen um den Namen Fear Factory mit den Protagonisten Christian Ole Wolbers und Raymond Herrera auf der einen und Dino Cezares und Burton C.Bell auf der anderen Seite, stehe ich zu Ersteren. Was mit den Jungs da momentan abgezogen wird, ist das allerletzte. Die beiden Neuzugänge" Byron Stroud und Drumgott Gene Hoglan stehen natürlich für metallische Qualität, dennoch bleibt bei dieser Neubesetzung ein fader Beigeschmack. Soviel mal dazu...

Widmen wir uns vielmehr der Musik des achten Albums Mechanize" und dem direkten Nachfolger des Rohrkrepierers Transgression", welches als schlechtestes Album der Industrial-Death-Metal Pioniere in die Bandgeschichte eingegangen ist, sprich, es konnte nicht schlimmer werden. Dennoch sind Höhepunkte rar gesät und teilweise dominiert die gähnende Langeweile, welche gleich zu Beginn mit dem Titeltrack bedauerlicherweise eindrucksvoll untermauert wird. Ebenfalls merkt man als Kenner der Szene, dass der Song in keinster Weise eine Herausforderung für Master Hoglan darstellt. Erst beim dritten Song Fear campaign" wird endlich wieder etwas gerüpelt und aufs Gaspedal gelatscht. Sauberes Riffing, dezente Blasteinlagen, klasse, was man vom Vorgänger Industrial discipline" nicht behaupten konnte, der ebenso Ermüdung hervorrief, wie der Opener. Dennoch konnte dieses aufkeimende Strohfeuer nicht darüber hinwegtäuschen, das die folgenden Christploitation" und Oxidizer" zum sterben öde sind, keinen Wiedererkennungswert haben und von jeder x-beliebigen Band stammen könnte. Controlled demolition" hingegen vereint endlich mal wieder alle Fear Factory Trademarks in sich und geht ab wie Schmitdt's Katze. Der Rest allerdings ist dröges Geschrammel ohne Identität, Wumms und Anspruch. Da hilft auch nicht mehr das finale Final exit", welches sehr wohltuend an Devin Townsend erinnert. Doch auch dies sollte für eine eigentlich innovative Band wie die Angstmaschine eher eine Ohrfeige sein, als ein Lob.

Mechanize" ist strunzlangweilig und meilenweit von Klassikern wie Archetype" oder Soul of a new machine" entfernt. Außerdem haftet dem Album der bitter-faulige Geruch einer Teilreunion an, um dem Fan das Geld aus der Tasche zu leiern. Da empfehle ich eher das letzte Arkaea Album, bei dem die eigentlich treibenden Kräfte Wolbers und Herrera kräftig die Mistgabel schwingen. Fear Factory, sofern man hier überhaupt noch von der band sprechen kann, hat nach Transgression" erneut tief in die Jauchegrube gegriffen. Ein Album, was die Welt so nicht braucht.
Kommentar Kommentare (21) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 19, 2010 9:39 AM MEST


The Evolution of Chaos
The Evolution of Chaos
Preis: EUR 10,98

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Platte des Jahres?, 21. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: The Evolution of Chaos (Audio CD)
Mascot Records sei Dank. Nicht nur, das die Holländer uns in der Vergangenheit Volbeat beschert haben, nein, auch erbarmen sich die Jungs und kredenzen uns endlich Heathens Nachfolger zum legendären Victim of deception" Album von 1991. The evolution of chaos" nennt sich das nachweihnachtliche Geschenk, welches jeden Thrasher, nicht nur die alte Garde der ersten Generation, das Pipi in die Augen treiben dürfte, denn diese Scheibe ist eine Wiederbelebung des alten, ureigenen und unverfälschten Bay Area Sounds der späten Achtziger.

Spätestens seit dem 2005 zum kostenlosen Download angebotenen Demos wurde meine Neugier geweckt, ob die Mitbegründer des Bay Area Thrash es nach so einer langen Pause überhaupt noch draufhätten, was mir das damalige, unter äußerst professionellen Bedingungen aufgenomme Werk eindrucksvoll bestätigte. Glücklichweise haben Heathen von diesem genialen Demo den Opener Dying season", bei dem Fronter Davod Godfrey sein galaktisches Stimmvolumen zur Schau stellt, übernommen und nageln gleich zu Beginn den Hörer mit einem genialen Riffgewitter an die Wand. Der Refrain knallt, die Produktion ist wuchtig, nie zu überladen und alle Instrumente sind klar heraus zu hören. In die gleiche Kerbe schlägt Control by chaos" der ebenfalls überirdisch erscheint und jeder noch so erfolgreichen Nachwuchsband ganz klar aufzeigt, wo der Elch die Locken hat. Auch die von mir eigentlich so verhassten Überlänge-Songs, die Heathen mit dem 11 Minuten Epos No stone unturned" bedienen, finden mein Gefallen und heftige Körperzuckungen. In drei verschiedene Teile aufgeteilt werden hier alle Sinne bedient und man versinkt förmlich in der kompositorischen Genialität der Herren Altus, Lum, Torres und Minter. Gerade Darren Minter, ebenso Urmitglied, brennt mit seinem präzisen und Magengegend-Zerschmetternden Drumming selbst der Sonne ein Loch in die Kruste. Auch das folgende, ebenfalls auf dem 2005er Demo befindliche Arrows of agony" ist in seiner jetzigen Form ein Highlight. Doch als ich schon dachte, es könne nicht besser werden, wurde mir mit Fade away" die Hirnrinde weggeballert. Wer auf Wikipedia den Begriff Thrash Metal" eingibt sollte zukünftig sofort diesen Song zu hören bekommen, besser geht es nicht. An dem Gesamteindruck kann auch nicht das etwas schwächere, naja, schwach ist hier eigentlich gar nichts, A hero's welcome" ändern, welches eine stilvolle Homage an Thin Lizzy darstellt. Danach geht es ohne Umschweife weiter. Thrash at it's best. Hymnenartige Stampfer mit überragenden Riffs, Leads und Soli. An alle Slayers, Metallicas und wie sie alle heißen und in der letzten Zeit sich mit aktuellen Alben wieder ins Gedächtnis gerufen haben, packt Eure Koffer und hört mal in dieses Scheibchen rein. Dann sollte Euch vor Scham der Rotz durch die Nase schießen.

Meine Fresse, was hätte aus dieser famosen Band werden können, hätten sich Heathen nicht in Wohlgefallen aufgelöst und viel früher dieses zeitlose Meisterwerk veröffentlicht. The evolution of chaos" ist die perfekte Blaupause wie man Thrash spielen, nein, zelebrieren muss. Da kommt selbst Lee's Hauptarbeitgeber Exodus nicht mit. Ich hoffe nur, das a) es nicht wieder 19 Jahre dauern wird, bis es ein neues Album dieser Meister geben wird und b) ich noch das Privileg haben werde, die Jungs mit diesem Juwel live erleben zu dürfen. Ich verneige mich vor Heathen und bin schon jetzt fest davon überzeugt, dass das Album des Jahres, obwohl das Jahr gerade erst angefangen hat, schon jetzt in meinem Player rotiert. Ein famoses Prachtexemplar.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 5, 2010 6:18 AM CET


Ironbound (Digi Pak)
Ironbound (Digi Pak)
Preis: EUR 18,99

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starkes Album...aber, 18. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ironbound (Digi Pak) (Audio CD)
Es gibt Bands, bei denen erübrigt sich einfach eine ausschweifende Einleitung, da eigentlich jeder, der der harten Musik in irgendeiner Art und Weise verbunden ist, diese Jungs kennen muss. Dies trifft ohne Übertreibung auf die New Yorker Urge-steine Overkill zu, die im Jahr 26 ihrer Gründung mit Album 16 um die Ecke kommen und erneut den jungen, aufstrebenden und eigentlich in die Fußstapfen der Etablierten Tretenden mächtig in die Weichteile latschen. Ironbound" ist mal wieder ein richtig fettes und urtypisches Overkill Album der Marke Taking over" oder dem Überalbum Horrorscope" geworden und klingt trotz des fortgeschrittenen Alters der Protagonisten frisch, frech, fröhlich, frei, sprich saustark.

Man merkt den 10 Songs zu keiner Zeit irgendeine Alterserscheinung an, vielmehr schaffen es Blitz, DD, das megastarke Gitarrenduo Dave Linsk und und Derek Tailer, sowieso der präzise spielende und dem Sound den nötigen Bumms verleihende Ron Lipnicki dem geneigten Hörer so richtig die Flöhe aus dem Pelz zu husten. Dennoch schafft es Ironbound" nicht ganz, an den famosen Vorgänger Immortalis" anzuknüpfen und dafür gibt es zwei triftige Gründe. Zum einen war beim letzten Scheibchen die Hitdichte größer und zum anderen gibt es mit In vain" ein Song auf dem Album, der getrost als Ausfall zu werten ist, wie einst das grandios gefloppte I hear black" Album der Thrasher aus Big apple. Viel zu hektisch, unzählige, nicht nachvollziehbare Tempiwechsel, einfach einer Band wie Overkill nicht würdig. Dennoch sollte man nun nicht, wie einst Lothar Matthäus vortrefflich bemerkte, den Sand in den Kopf stecken, sondern vielmehr mit den neun verbliebenen Songs mächtig abfeiern und die Rübe kreisen lassen. Dazu kommt es allerdings erst so richtig beim wie immer famosen, an zweiter Stelle stehenden, fies schleppenden Titeltrack, da der Opener The green and black" mit seinen 8 Minuten und dem etwas ausufernden Intro eine Geduldsprobe darstellt, die sich dann zum Ende hin allerdings in einen ganz passablen Song wandelt. Dafür knallt es danach umso mehr: Das sehr punkige Bring me the night", welches in typischer Overkill-Manier mit einem coolen Riffing und einem unwiderstehlichen Refrain zu einem Highlight der Scheibe mutiert. Ebenso weiß der Speeder Endless war" und das scheinbar von der gemeinsamen Tour mit Exodus beeinflusste "The head and heart" zu begeistern, da dass Quartett hier mächtig zur Sache geht und thrasht, was das Zeug hält Bei Killing for a living" ist Spargeltarzan Blitz, der Live immer noch eine mehr als mächtige Ausstrahlung hat, tierisch am keifen, da ist nüscht vom Alter zu merken.

Ironbound" ist ein starkes Album, welches allerdings zuweilen mit songtechnischen Schwächen zu kämpfen hat. Nichtsdestotrotz macht es immer wieder aufs Neue Spaß, den Overkill'schen Wutausbrüchen zuzuhören, dazu ein bis acht nette Pils zu vernichten und einfach Fun zu haben. Ich freue mich schon darauf, die alten Helden bald in Berlin live begrüßen zu dürfen. Kein überragender Meilenstein in der Discography der New Yorker, dennoch gut zu hören und perfekt zum abzappeln.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 3, 2010 4:59 PM CET


Infinity (Ltd.Digi)
Infinity (Ltd.Digi)
Preis: EUR 4,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Back to the roots...saufett!!!, 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Infinity (Ltd.Digi) (Audio CD)
Eines will ich gleich zu Beginn meines Reviews feststellen: Nach Crematory's Death Metal lastigen Debüt Transmigration" im Jahre 1993 verlor ich spätestens nach dem rigiden und wirklich unerwarteten Schwenk in Richtung Goth Metal mit dem Illusions" Album ziemlich das Interesse an den süddeutschen Massacre Records Urgesteinen. Daher hatte ich anfangs etwas Muffesausen, als ich die Promo des neuesten und mittlerweile bereits 15. regulären Studioalbums namens Infinity" in den Händen hielt da ich ja noch nicht ahnen konnte, was da gleich über mich rüberwalzen sollte. Also, Rechner an und los...

Gleich zu Beginn erfassen mich tiefe Grunts und grimmige Growls aus den Tiefen einer ultrafetten Produktion, bei denen die von mir nicht allzu wertgeschätzten Key-boards sehr dezent im Hintergrund ihren Dienst verrichten. Ein mehr als brillanter Einstieg und eine derbe Überraschung, bei der auch der von Frontkoloss Felix ge-grunzte Refrain Infinity, darkness forever" zum mitbrüllen animiert. Da ich dachte, dieser Song wäre lediglich ein Strohfeuer, waren die folgenden Nummern Sense of time" und Out of mind" eine ebensolche Überraschung, wobei gerade Erstgenanter das Highlight des Albums darstellt. Groovende Monster, die sich tief in den Gehör-gang fräsen und bleibenden Eindruck hinterließen. Da in der Vergangenheit Crematory mit Interpretationen bekannter Gassenhauer wie beispielsweise Metallicas One" ebenso punkten konnten, entschloss man sich, heuer mit einer Neufassung des Depeche Mode Songs Black celebration" der Hörerschaft zu er-freuen, was auch hier mehr als vortrefflich gelang. Bis zu Song 5 befand sich Infinity" auf dem Weg zu einer überragenden Note, da auch Never look back" eher an Fear factory statt an frühere Gothic Wurzeln erinnerte, wenn da dann nicht die überflüssige Ballade Broken halo" oder das mir eine Spur zu poppig geratene A story about" wäre, die trotz des überragenden Sounds dem Rest des Materials nicht das Wasser reichen kann. Dafür rüpelt es bei Where are you now" umso mehr und versetzte den Schreiber dieser Zeilen in helles Verzücken. Die beiden letzten Songs No one knows" und das obligatorisch in Deutsch gehaltene Auf der Flucht" schließen dann den Kreis und beenden das in meinen Augen stärkste Album Crematorys seit dem Debüt vor nunmehr 16 Jahren.

Ein Metal Album braucht bei mir für eine gute Note: a) eine gute bis sehr gute Pro-duktion, b) Klasse Songsmaterial, c) mächtig Bumms, d) Abwechslungsreichtum und e) Überraschungsmomente. Da dies auf Crematorys Infinity" alles vorhanden ist, gibt es eben diese Note. Gothic - Thrash - Metal", sowie schneller, härter, lauter und düsterer" waren die Vorgaben für dieses Album. Mission erfüllt.


World Painted Blood
World Painted Blood
Preis: EUR 24,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser als Christ illusion, 11. November 2009
Rezension bezieht sich auf: World Painted Blood (Audio CD)
Im dritten Jahr nach Slayers Wiederauferstehung in Form des in meinen Augen ei-nem der schlechtesten Alben der Totschläger Christ illusion", welches ich seinerzeit mit satten" 5 Gabeln bedachte, gibt es endlich neuen Stoff der Herren Araya, Han-nemann, Lombardo und Kettenhund" King in Form von Tonträger Nummer Elf na-mens World painted blood", welches augenscheinlich nur besser sein musste, als der von mir so gescholtene Vorgänger (puh, das war ein langer Satz.... ).

Vorab gebe ich unumwunden zu, dass ich Reign in blood" immer noch für das beste Metal Album aller Zeiten halte, welches die Welt des Schwermetalls von Grund auf verändert hat. Diesem Umstand ist es geschuldet, das Slayer bei mir immer noch ein Stein im Brett haben und das obwohl nach dem 1990er Seasons in the abyss" nur noch Meterware von den Jungs veröffentlicht wurde. Dies gipfelte natürlich in der Frechheit" Diabolous in musica", dem in meinen Augen musikalischen Tiefpunkt des Quartetts. Doch Slayer wären nicht Slayer wenn sie nicht auf alle Meinungen einen großen Haufen setzen und unbeirrt ihren Weg weiter beschreiten würden. Und sehr zu meiner Freude haben sich die Jungs besonnen und schaffen es mit World painted blood" bei mir verspielten Kredit wieder aufzubauen. Dies liegt allerdings nicht an der Produktion, dem größten aller Manko auf dem Album, die völlig lieb- und kraftlos und ohne jeden Bumms daherkommt und den Songs nicht gerecht wird. Allerdings gebe ich zu Protokoll, das mich der Opener und gleichzeitige Titeltrack noch nicht so mitriss, da dieser durch den künstlich aufgeblähten Mittelteil etwas an der vorher aufgenommenen Fahrt verliert. Dennoch ist bereits hier schon klar zu erkennen: Die Jungs haben wieder Feuer unter dem Popo. Der Refrain jedenfalls ist klasse! Nun folgte die stärkste Phase der Scheibe mit Unit 731" und dem direkt an-schließenden Snuff". Beides sind grandiose Tritte in den Unterleib, kurz, knackig, brutal, bei denen sich Dave Lombardo hinter seiner Schießbude mal so richtig austo-ben kann. Beauty through order" allerdings ist dann wieder eine Abkehr vom vorher eingeschlagenen Weg und erinnert mehr als einmal an Seasons in the abyss". Ein guter Song, dem allerdings der Duft des eigenen Plagiats umgibt. Hate worldwide" ratterte ziemlich unstrukturiert an mir vorüber und ging ähnlich wie Public display of dismemberment" in ein Ohr rein und aus dem anderen sofort wieder raus. Der Mid-tempokracher Human strain" ist dann allerdings wieder eine kleine Granate, die allerdings mehr zünden würde, hätte die Platte nicht die von mir bereits erwähnten produktionstechnischen Missstände. Nach dem erneut langweiligen Americon" kracht einem das bereits vorab via MySpace veröffentlichte Psychopathy red" mitten in die Kauleiste. Der Tiefpunkt kam danach allerdings umgehend mit Playing with dolls", bei dem Tom Arraya seinen Text zu Beginn zu rappen scheint. Gruselig und furchtbar zugleich. Den Absturz in eine niedrigere Bewertung rettet dann allerdings das abschließende Not of this god", der wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt. Doch danach war leider Schluss.

Mit World painted blood" erfinden sich Slayer nicht neu, besinnen sich aber wieder auf alte Tugenden und schießen mehr als einmal einen satten Torpedo in die Gehör-gänge. Doch soundtechnisch sollten die Herren aus Kalifornien in Zukunft mal wieder ein Schippchen drauflegen und sich vielleicht einen Produzenten suchen, der wieder die ungeschliffene Rohheit der Thrash Institution herauskitzelt. Dieser sterile und kli-nische Sound passt einfach nicht zu den Totschlägern und ist so, als hätte Jeffrey Dahmer einen Gemüseauflauf in seinem Kühlschrank statt.......


Niebelung
Niebelung
Wird angeboten von rocktom5
Preis: EUR 7,65

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gelungen..., 11. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Niebelung (Audio CD)
Wenn Alfred Biolek in seiner Kochsendung von "interessant" sprach meinte er meist: Ungenießbar. Im Falle von Siegfried von interessant" zu sprechen heißt auch wirklich interessant", denn die Mischung der Österreichischen Epic Metallern ist alles andere als ungenießbar. Vielmehr machten die ersten Höreindrücke des dritten Al-bums Nibelung" Hunger auf mehr. Und auch die Vertonung der wohl allgemein bekanntesten Sage der Deutschen, geschieht hier auf eine angenehme und niemals aufdringliche Art und fesselt den Hörer ab den ersten Takten.

Leider etwas lasch von Alex Krull (Atrocity / Leaves Eye) produziert, haben sich die Mannen um Bruder Cle satte 6 Jahre Zeit gelassen, um dem etwas kontrovers diskutiert Vorgänger Eisenwinter" einen würdigen Nachfolger an die Seite zu stellen, der trotz streckenweise etwas erdrückenden Pathos durchaus Ohrwurmcharakter hat. Interessant (da isses wieder...) ist auf jeden Fall der Wechselgesang zwischen dem Bruder, der Hagen von Tronje verkörpert und den beiden Sängern Werner Bialek und Sopranistin Sandra Schleret, die mit ihrem glockenhellen Organ der Scheibe einen überaus epischen Charakter verleiht. Auch die Instrumentalisierung passt prima in das Konzept der Nibelungensaga, bei der Gitarrist Daniel Bachmeyer mit seinen Leads ein ums andere Mal brilliert. Manko hierbei ist allerdings das sehr nach alten Atari Videospiel klingende Keyboard, welches ein Orchester oder Ensemble, welches weitaus besser gepasst hätte, nicht einmal ansatzweise ersetzen kann. O.k., Siegfried sind nicht Blind Guardian oder Rage und müssen kleinere Brötchen backen und daher kann man über diesen Umstand schon einmal hinweg-sehen, doch es fällt halt auf. Hervorzuheben sind ebenfalls die Grunts von Bruder Cle, die in einem schönen Kontrast zu den beiden klaren Stimmen steht. Dies ist am besten beim Opener Der Ring der Nibelungen" oder beim durch fette Gitarrenriffs dominierenden Die Eisenfaust (Alberich)" zu hören. Meine persönlichen Highlights sind das doomig beginnende und in einen Doublebass Headbanger mutierende Fafnir", das eingängigste Stück Totenwacht", der eine schöne Mischung aus schnellen und langsamen Passagen bietet und der beste und letzte Song Die Götterdämmerung", bei dem gerade der Gesang ein wahres Schmankerl ist.

Fans von Turisas, Battlelore oder auch den blinden Gardinen sollten bei Siegfrieds Nibelung" ruhig mal zwei Ohren riskieren und da auch die deutschen Texte glasklar und super verständlich sind, ist dem Hörvergnügen keine Grenze gesetzt. Punktab-züge gibt es für die oben erwähnten Punkte Produktion und Orchestralisierung. Soll-ten Siegfried diese kleinen Dinge abstellen, sollte die nächste Scheibe durch die Decke gehen. Solide Scheibe.


Those Whom the Gods Detest
Those Whom the Gods Detest
Preis: EUR 12,63

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der große Wurf!?, 9. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Those Whom the Gods Detest (Audio CD)
Eine der innovativsten Death Metal Bands der letzten Jahre meldet sich endlich mit einem neuen, noch abwechslungsreicheren Werk zurück und wird mit diesem nun endgültig den großen Durchbruch schaffen. South Carolinas finest Nile kredenzen uns mit Those whom the gods detest" ihr sechstes und gleichzeitig mit Abstand bestes, innovativstes und musikalisch ausgereiftestes Werk überhaupt.

Was Carl Sanders, Dallas Toler-Wade und George Kollias hier abliefern, ist ganz großer Fußball. Nichts ist mehr zu erkennen von früheren dumpfen und muffigen Produktionen, vielmehr hört man endlich jedes Instrument klar, deutlich und differenziert heraus, was den Genuss der eigentlich nicht gerade eingängigen Mucke der Ägyptologen zu einen Vergnügen werden lässt. Auch das Einstreuen gelegentlicher Melodien (jajaja) macht es nun mittlerweile möglich, den progressiven Ideen des Trios leichter zu folgen. Kafir!" verbindet all diese Elemente gleich zu Beginn geschickt und begeistert mit seinen eingestreuten, altägyptischen Samples, wo hingegen Hittite dung incantation" mit seiner rasenden Geschwindigkeit ein kapitaler Tritt in den Unterleib darstellt. Utterances of the crawling death" ist ein Lavamonster, schleppend, heavy, brillant, gespickt mit einer Menge toller Melodien. Im Kontrast dazu ist der folgende Titeltrack nach einem kurzen, mittelalterlich anmutenden Intro ein Highspeed Inferno welches beweist, wie göttlich und technisch perfekt Nile sind. Auch 4th arra of dagon" ist eher doomig gehalten und offenbart das perfekte Gitarrenspiel des Kongenialen Duos Sanders/Wade. Ebenfalls auszeichnungswürdig ist das Drumming von Mister Kollias, der mit seinem Schlagzeugspiel auf diesem genialen Stück so manchen Nachwuchsdrummer in den Wahnsinn treiben dürfte. Ebenfalls bemerkenswert ist, das es ganz in der Tradition von Nile erneut einen Song auf diesem Album gibt, dessen Titel mit seiner Schlicht- und Einfachheit sich jedem Fan ins Gedächtnis brennen wird: Permitting the noble dead to the underworld". O.k., kein Vergleich zu den Zungenbrechern auf Ithephalic", dennoch recht sperrig. Das Stück an sich ist ein rasend schneller Na-ckenschlag und nicht vergleichbar mit dem düster atmosphärischen Yezd desert ghul ritual in the", bei dem man den Moder der Grabkammern und die verwesenden Mumien förmlich riechen kann. Die folgenden Kem khefa kheshef" und "The eye of Ra" sind erneut technisch hochkomplizierte, brutal bretternde Nackenbrecher, beidem Dallas Toler-Wade mächtig vor sich hin grunzt. Den Abschluss bildet ein äußerst stimmiger, Alt-Ägyptischer Klingklang, der das Album perfekt abrundet.

Bei den Göttern des alten Ägypten, mit Those whom the gods detest" haben Nile ihr absolutes Meisterwerk abgeliefert. Mitreißende, aufregende und musikalisch höchst anspruchsvolle Ware hat uns das Trio serviert. Niemals langweilig werdend, immer neue Facetten entdeckend ist diese CD ein Meisterwerk unter Ra's Sonne. Klasse, sauber hingekriegt.


Dark Matter Dimensions (Digi-Pack)
Dark Matter Dimensions (Digi-Pack)
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz stark, 9. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Dark Matter Dimensions (Digi-Pack) (Audio CD)
Wer von Euch hat den hüft- und flügellahmen Auftritt von In Flames beim diesjährigen Wacken miterleben müssen? Und wer von Euch ist von den letzten Scheiben des Schwedischen Melodic Death Maschine mehr als enttäuscht gewesen? Leute, dafür gibt es Abhilfe in Form der vierten CD der IF Landsleute von Scar Symmetry namens Dark matter dimensions", die so klingt, wie IF eigentlich hätten immer noch klingen müssen.

Nachdem sich Gitarrist Jonas Kjellgren mit vielen hochklassigen Produktionen in letzter Zeit einen wirklich klangvollen Namen in der Szene erarbeitet hat, konzentriert er sich nun auf seine Hauptband und profitiert beim Sound eindeutig von den durch die Arbeit mit anderen Bands erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten, die er gekonnt in den Sound Scar Symmetrys einfließen lässt. Tolle Melodien, gesunde Härte und der Wechselgesang von Robert Carlsson (Grunts) und Lars Palmquist (Melodiös), die den Weggang des langjährigen Frontmanns Christian Älvetsam mehr als wett machen, machen den Sound der Stockholmer noch mehr unverwechselbarer, als bei den vorangegangenen Releases. Einzig deren textliche Vorliebe für mathematisch schwer Erfassbares, schwarze Löcher und Quantenphysik macht es dem geneigten Fan recht schwierig, die Texte zu erlernen, zwecks Mitgesangs bei den anstehenden Konzerten. Schnuppe, denn musikalisch geht das Sextett unvermittelt heavy zu Werke und huldigt dabei sogar alten Helden, wie der Opener The iconoclast" mit seinem Maiden-artigen Einstieg beweist. Doch Vergleiche sind eigentlich unangebracht, da Scar Symmetry viel zu eigenständig sind und sich vor anderen Namen nicht zu verstecken brauchen. Ascension chamber" lebt von seiner unvermittelten Brutalität und seinen tiefen bedrohlichen Growls, bei Nonhuman era" wird auch mal der Knüppel ausgepackt und Pariah" besticht durch seine moderne und spektakuläre Instrumentalisierung. Einzig die Ausflüge in das Genre des Pop-Metal bei A paranthesis in eternity" oder dem eigentlich saustarken Noumenon and phenomenon" nerven zuweilen ein klein wenig, tun dem uneingeschränkten Hörvergnügen aber letztendlich keinen Abbruch.

Scar Symmetry schwimmen sich mit Dark matter dimensions" endgültig frei und lassen kaum noch Querverweise zu. Die Produktion rummst ordentlich und die spielerischen Fähigkeiten kommen hervorragend zur Geltung. Dem Durchbruch sollte eigentlich nichts mehr großartig im Wege stehen. Eine tolle Platte.


Riot Squad
Riot Squad
Preis: EUR 15,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein geiles Album, 6. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Riot Squad (Audio CD)
Meine Fresse, ist das schon 22 Jahre her, als ich zu "Product of imagination" kom-plett ausrastete? 1987, als der Metal Hammer schrieb: Paradox sind die deutschen Metallica? Schiet, sind wir schon so alt geworden? Muss wohl so sein, denn der mächtig sympathische Charly Steinhauer, mit dem ich in Wacken Backstage nett plauschen konnte, sieht nun auch etwas älter aus. Keine wallende Löwenmähne mehr, kein Pornobalken im Gesicht, vielmehr etwas abgespeckt auch aufgrund sei-ner schweren Krankheit, die die Band jahrelang lahmlegte, etwas schmaler geworden weiß der Würzburger immer noch, wie man einen zünftigen Darm zupft. Und das freut mich als fanatischer Anhänger teutonischen Stahlgewitters ganz besonders.

Gut, das eigentlich letztjährige Comebackalbum Electrify" war auch nicht von schlechten Eltern, doch Riot squad" klingt einfach frischer, heavier und alles in allem runder als der Vorgänger. Satte Gitarrenriffs, wütende Thrashattacken und eine glas-klare, dennoch harte Produktion machen diesen Silberling zu einer richtig schönen und geschmeidigen Angelegenheit. Dennoch wissen die Jungs auch, wie man mit etwas angezogener Handbremse einen ebenso hartes Brett bohren können. Bestes Beispiel hierfür sind die Midtempo-Kracher Dream hero", Riptide", der zum Ende hin mit einem recht genialen Moschpart aufwartet, oder das alles überragende Nothingness", bei dem Paradox richtig fett rocken. Doch schnell können die Jungs auch, siehe den klassischen Speeder und Eröffner Suburban riot squad", das Exo-dus-würdige Revolution reset" oder den teutonischen Highclass Thrash Hollow peace". Das sich mit dem etwas langweiligen Planet terror" eine kleines faules Ei unter diese Perlen gemischt hat, fällt da nicht weiter ins Gewicht. Dafür ballern Para-dox standesgemäß mit dem Rausschmeißer Psychofficial" einem die Läuse aus der Haarpracht. Ein herrliches Album.

Für mich als ollen Knochen ist es ein innerer Parteitag zu sehen, das die ebenso mit mir in die Jahre Gekommenen wissen, wo der Elch die Locken hat. Paradox stellen eindrucksvoll unter Beweis, dass selbst 23 Jahre nach Bandgründung immer noch mit ihnen zu rechnen ist und sie nicht bloß auf der gerade aufkeimenden Retro-Thrash Welle schippern. Riot squad" ist das Zeugnis hierüber und sollte in jedem Player rotieren, der mit dem Thrash der guten alten deutschen Schule was anfangen können. Dafür waren wir früher in aller Welt gefürchtet und geliebt, mit diesem Scheibchen wissen wir, warum. Grandios und danke dafür...Wie wär's mit einer gemeinsamen Tour mit Artillery? Dafür würde ich zu Fuß zum Konzert gehen...und passen würde es auch...


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