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Rezensionen verfasst von
L. Ticmanis "a reader from Europe" (Saarbrücken, Germany)
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Septuaginta Deutsch: Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung
Septuaginta Deutsch: Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung
von Martin Karrer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 64,00

31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Uneinheitliches Bild, 16. Dezember 2010
Da vieles Gute zu dieser Übersetzung in den anderen Rezensionen schon zu Recht gesagt worden ist, möchte ich hier nur einen kleinen Kritikpunkt anbringen, nämlich die Uneinheitlichkeit der Übersetzung. Natürlich liegt dies zum Teil an der ebenfalls sehr uneinheitlichen griechischen Textgrundlage, aber manches ist doch auch von den Übersetzern verursacht.

Eigennamen werden meist in Form einer gut lesbaren Transkription aus dem Griechischen geboten, auch wenn diese recht stark von der hebräischen Form abweicht, die hebräische Form erscheint dann in einer Fußnote; bei einigen "bekannten" Namen wird aber "aus ökumenischen Gründen" die sich irgendwo zwischen Hieronymus, Luther und dem Hebräischen bewegende Namensform der Loccumer Richtlinien verwendet; dabei wird nicht klar erklärt, nach welchen Kriterien ein Name den Übersetzern als "bekannt" oder "unbekannt" gilt. Dadurch kommt es zu unschönen Mischungen wie "Sacharja, Sohn des Barachias" (statt griech. Zacharias - Barachias, oder hebr. Sacharja - Berechia). Der Iesous des griechischen Pentateuchs und des Iesous Nave wird ein "Josua Sohn des Nave" (statt Josua/Jehoschua Sohn des Nun, oder Jesus Sohn des Nave), der Priester Iesous des Zwölfprophetenbuchs und Iesous Sohn des Sirach werden dagegen ein Jesus. Während die kleinen Propheten alle unter ihren Loccumer Namen laufen, wird aus Hiob gut griechisch ein Job.

Die Allophyloi der LXX werden an manchen Stellen zu den Philistern des hebräischen Textes, an den meisten bleiben sie "Andersstämmige", manchmal werden sie auch "Fremdstämmige", ohne dass für diese Entscheidung eine Grundlage im Urtext auszumachen ist.

Ein anderes Beispiel, das Verb mianein wird mal ein "für unrein erklären" mit Fußnote "wörtlich: unrein machen", mal ein "unrein machen" mit Fußnote "wörtlich: beflecken, besudeln". War die erste Fußnote nun doch nicht so wörtlich? Überhaupt fragt man sich bei manchen Fußnoten mit einer wörtlichen Übersetzung, warum eine durchaus gut verständliche Formulierung nicht gleich im Haupttext erscheinen konnte. Oft sind die in den Fußnoten gegebenen "wörtlichen" Übersetzungen natürlich wirklich schwer verständlich und daher wohl zu recht in eine Fußnote verbannt wurden.

Manchmal scheint die Uneinheitlichkeit schlicht ein Versehen zu sein, etwa wenn Wörter doch einmal in der lateinischen statt der laut Vorwort eigentlich durchweg vorgesehenen griechischen Form erscheinen (z.B. "Deuteronomium" in Dtn 17,18, "Deuteronomion" in Jos 9,2c).

Manche Hebraismen des griechischen Textes werden wiedergegeben, andere dagegen nicht, obwohl das Resultat im Deutschen nicht besser oder schlechter wäre. So finden sich beispielsweise im Falle der typischen verstärkenden Verdoppelung einer Wortwurzel das gut lutherische "des Todes sterben" und ein etwas gequältes "durch den Tod hinrichten"; auf ein ebenso gut mögliches "mit Spucke bespucken" in Num 12, 14 wird dagegen verzichtet, es bleibt ein schlichtes "spucken" mit entsprechender Fußnote.

Manche Begriffe, die heute theologisch überfrachtet sind, werden durch frischere Begriffe ersetzt, wodurch man wohl dem Verständnis der damaligen, ebenfalls weniger "vorbelasteten" Leser näher kommt. Beispielsweise wird Diatheke nicht als "Testament" oder "Bund", sondern fast durchweg als "Verfügung" übersetzt. Dagegen bleibt es etwa bei Hamartia an den meisten Stellen bei der stark von westlich-christlicher Tradition überformten Übersetzung "Sünde" anstelle des neutraleren, und dem Ursinn des griechischen Wortes wohl näher kommenden "Verfehlung". Das Sünd- oder Sühneopfer der bisherigen deutschen Übersetzungen wird recht gewagt (aber wie ich finde gelungen) als "das Für-Die-Verfehlung" wiedergegeben, bei den anderen Opfertypen des Levitikus bleibt man dagegen stärker der traditionellen Wortwahl verpflichtet.

Alles dies sind aber eher kleinere Kritikpunkte; vielleicht folgen in dem angekündigten Kommentarband auch noch Erklärungen für diese Entscheidungen. Insgesamt ist die Übersetzung gelungen und es sollte sich niemand vom Kauf dieser Ausgabe abhalten lassen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 2, 2012 4:58 AM MEST


Die Kinderfrau: Ein Fall für Kostas Charitos. Roman
Die Kinderfrau: Ein Fall für Kostas Charitos. Roman
von Petros Markaris
  Gebundene Ausgabe

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch - wenn man Istanbul kennt., 16. Mai 2009
Wie bei Makarios üblich, ist "Die Kinderfrau" mal wieder ein schöner, mal lustiger, mal nachdenklicher und insgesamt sehr erfreulich zu lesender Krimi geworden - wenn man denn den Handlungsort Istanbul ein wenig kennt. Wäre ich nicht letztes Jahr zwei Wochen dort gewesen, würde ich sicher den vielen Ortsangaben und mehr oder minder philosophischen Betrachtungen über die Stadt weitaus weniger abgewinnen können. So aber ergibt sich ein sehr plastisches Leseerlebnis (und Charitos bekommt endlich mal reichlich von seinen geliebten, aber in Griechenland aus der Mode gekommenen, Sesamkringeln).


Der Herr der Ringe - Die Gefährten (Special Extended Edition) [4 DVDs]
Der Herr der Ringe - Die Gefährten (Special Extended Edition) [4 DVDs]
DVD ~ Elijah Wood

62 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Film "1 A", Deutsch "na ja", 17. November 2002
Diese "Special Extended Version" DVD lohnt sich wirklich -- wenn man denn Englisch kann.
Leider ist die deutsche Synchronisation der neuen Szenen nicht besonders gelungen. Man merkt, dass da die Sprecher "noch mal schnell" ins Studio zitiert wurden, sie sprechen deutlich schlechter als in den bereits im Kinofilm vorhandenen Szenen. Manchmal merkt man richtig, dass verschiedene Teile eines Dialogs an unterschiedlichen Tagen aufgenommen wurden, vielleicht auch noch mit verschiedenem Equipment, und dann nicht sauber abgemischt. Und die Elbischen Sätze sprechen die deutschen Sprecher _sehr_ viel schlechter als die Schauspieler selbst. Da hätte man besser deutsche Sätze dafür nehmen sollen statt ein solches Gestotter. Die Englische Version hat keines dieser Probleme.
Die Übersetzung wurde offensichtlich von jemand gemacht, der Tolkien öfters missversteht: "A Balrog of Morgoth" wird da z.B. zu "Ein Balrog aus Morgoth", statt "des Morgoth", als ob Morgoth ein Ort wäre, er ist aber eine Person. Manchmal übersetzt er auch nach dem Motto "klingt als ob sie XYZ gesagt haben", z.B. versteht er "The Lay of Luthien", was eigentlich "der Gesang über Luthien" bedeutet, als "the lady of Luthien", was dann zu "die Herrin Luthien" mutiert und wenig Sinn ergibt. Oder ein leicht genuscheltes "the eye of Sauron" von Gandalf wird als "yeah, Sauron!" verstanden -- deutsch dann "Jaa... Sauron!" Auch "Dasselbe Blut fliesst in meinen Venen" (statt: Adern) wirkt eher albern -- "veins" heißt eben nicht "Venen", ein typischer "false friend" dem ein guter Übersetzer eigentlich nicht aufsitzen sollte.
"Earendil" wird mal wieder als "E-ääh-rendil" gesprochen, weil man übersehen hat, dass es im Englischen kein "ä" als Umlaut gibt, und Tolkien, wenn er "Eärendil" schreibt, damit nur andeuten will, dass "E" und "a" getrennt zu lesen sind, also nicht als langes "i" wie z.B. in "eagle" oder "easy".
Könnte man nicht den Text von einem Englisch-Muttersprachler herausschreiben lassen und jemand an die Übersetzung lassen der sich mit Tolkien auskennt? z.B. (hier werden manche anderer Meinung sein) Wolfgang Krege, der das "Silmarillion" und den neueren deutschen "Herrn der Ringe" (das Buch) übersetzt hat. Das sollte bei so einem teuren Film doch wohl noch zu bezahlen sein, schließlich haben die Macher der Englischen Version doch auch ihre Nachforschungen angestellt.
A propos Übersetzung: Leider hält man sich an die alte Übersetzung des Buchs "Herrn der Ringe" aus den 60ern. Das heißt: es tümelt. Die Elben klingen schlicht gestelzt und gespreizt statt würdevoll und recht altmodisch wie im Englischen. Alltägliche englische Worte wie "Havens" und "Steward" werden mit "Anfurten" und "Truchseß" übersetzt -- welcher nicht-Herr-der-Ringe-Leser kennt diese Worte wirklich? Im Buch wird es aus dem Zusammenhang klar, aber im Film? Ausserdem passen solche Worte nicht zu Charakteren, die ansonsten durchaus modernes Deutsch sprechen. Und warum sagen Gandalf und Elrong "Ihr" statt "Du" zueinander -- die beiden kennen sich immerhin seit über 2000 Jahren sehr gut.
Zum Glück ist auf der DVD ja auch die englische Version. Und die englischen Untertitel stimmen -- im Gegensatz zu den Deutschen -- zu 99% mit den tatsächlich gesprochenen Wörtern überein, nur der "lady of Luthien"-Fehler findet sich auch hier.
So kann man, auch ohne das manchmal genuschelte Englisch auf Anhieb zu verstehen, ganz gut folgen. Man muss einfach "Englisch mit englischen Untertiteln" anwählen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2008 10:29 AM CET


Die Abenteuer des Tom Bombadil: Und andere Gedichte aus dem Roten Buch (Hobbit Presse)
Die Abenteuer des Tom Bombadil: Und andere Gedichte aus dem Roten Buch (Hobbit Presse)
von John R. R. Tolkien
  Taschenbuch

58 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolkien als Balladen-Dichter, 21. Dezember 2001
Wer die Gedichte aus dem "Hobbit" und dem "Herrn der Ringe" mochte, aber auch wer Tolkien gar nicht kennt, aber gerne Balladen wie den "Zauberlehrling" mag, kommt hier auf seine Kosten. Beinahe alle Gedichte sind lustig, manche auch ein wenig gruselig oder zum Nachdenken. Wie bei Gedichten üblich und nötig, ist die Übersetzung recht frei, aber meiner Meinung nach trotzdem sehr gelungen. Schade, dass das Buch nicht länger ist.


Briefe vom Weihnachtsmann
Briefe vom Weihnachtsmann
von John Ronald Reuel Tolkien
  Taschenbuch

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön - aber besser auf Englisch lesen., 21. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Briefe vom Weihnachtsmann (Taschenbuch)
Die "Briefe vom Weihnachtsmann", die Tolkien über viele Jahre privat an seine Kinder schrieb und zeichnete, sind süß, witzig und auch für nicht-Tolkienisten wunderbar. Aber gerade in diesen Briefen ist das englische Original recht leicht zu verstehen, und da sich Text und Bilder oft vermischen, kann keine Übersetzung die Optik des Originals wiedergeben. Deshalb: auf Englisch lesen.


Tuor und seine Ankunft in Gondolin: Erzählung
Tuor und seine Ankunft in Gondolin: Erzählung
von Hobbit Presse
  Taschenbuch

96 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Besser "Nachrichten aus Mittelerde" kaufen., 21. Dezember 2001
Das Buch ist nichts weiter als ein kurzer Auszug aus "Nachrichten aus Mittelerde", einer Sammlung von unvollendeten Geschichten Tolkiens. Ohne Kenntnis des "Silmarillion" ist außerdem weder dieses Buch noch "Nachrichten" zu verstehen, und die Tatsache, dass die Geschichte in der Mitte abbricht, hilft auch nicht gerade.
Fazit: Erst "Das Silmarillion" lesen, dann "Nachrichten", und dieses hier im Regal lassen, es sei denn, man verschwendet gerne Geld. Nur die schöne Zeichnung von Tolkien selbst, die man auf dem Titelbild findet, kann ganz vielleicht den Kauf rechtfertigen.


Der kleine Hobbit
Der kleine Hobbit
von J.R.R. Tolkien
  Taschenbuch

132 von 157 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Diese Übersetzung dringend vermeiden!, 21. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Hobbit (Taschenbuch)
Walter Scherf, der Übersetzer dieser Ausgabe, hat leider das Buch, die Vorgeschichte des "Herrn der Ringe", als ein reines Kinderbuch behandelt. Zudem kannte er die anderen Bücher Tolkiens nicht, wodurch manche Fehler bei von ihm nicht verstandenen Anspielungen entstanden. Auch die Eigennamen weichen von denen im deutschen "Herrn der Ringe" stark ab, wodurch beim späteren Weiterlesen Verwirrung vorprogrammiert ist. Die Lieder und Gedichte des englischen Originals sind teils gekürzt, teils fehlen sie einfach. Nimmt man die völlig unangemessenen, kindischen Zeichnungen noch dazu (der grausame Drache als süßes, lieb grinsendes Schmetterlings-Wesen ??), dann kann man von dieser alten Übersetzung nur abraten; die neue von Wolfgang Krege, die bei Klett-Cotta unter dem Titel "Der Hobbit, oder Hin und Zurück" erschienen ist, kommt dem Original in jeder Hinsicht näher, trifft Tolkiens sowohl erfrischenden wie auch bewegenden Stil besser und ist gleichgut für Kinder wie für Erwachsene geeignet. Kreges Übersetzung des "Herrn der Ringe" ist zwar bei Fans umstritten, aber im "Hobbit" ist er der alten Fassung eindeutig haushoch überlegen.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 31, 2012 4:45 AM CET


Der Herr der Ringe. Mit den Anhängen (Hobbit Presse): Der Herr der Ringe Bd.1: Die Gefährten (übersetzt von Margaret Carroux)
Der Herr der Ringe. Mit den Anhängen (Hobbit Presse): Der Herr der Ringe Bd.1: Die Gefährten (übersetzt von Margaret Carroux)
von John R. R. Tolkien
  Gebundene Ausgabe

100 von 129 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstleser sollten die neue Übersetzung wählen., 21. Dezember 2001
Hier scheint ein Missverständnis verbreitet zu sein: Tolkien habe den englischen "Herrn der Ringe" in einem altertümlichen Stil verfasst, deshalb sei die moderne Übersetzung von Wolfgang Krege unangemessen und nur diese brauchbar. Das stimmt allerdings nicht. Tolkiens Stil war in der Zeit 1937 bis 1955, als die Bücher entstanden, absolut modern. Nur die Elben und Numenorer sprechen in einer altertümlichen Sprache, die Hobbits jedoch niemals. "thou" und "thee", die hier erwähnt wurden, tauchen im ganzen Buch nur in einigen Liedern und Sinnsprüchen, sowie bei Denethor auf.
Daher entspricht das Pathos von Margaret Carroux absolut nicht dem erfrischenden und lebendigen Stil von Tolkien, der sich an der Umgangssprache seiner eigenen Zeit orientierte. Es ist zwar richtig, dass Carroux "mit Tolkien zusammengearbeitet" hat; das bezog sich jedoch auf die Übersetzung der Eigennamen, die Krege zu 99% beibehalten hat. Der Rest dürfte sich der Beurteilung durch Tolkien entzogen haben, der modernes Deutsch nur ein wenig beherrschte.
Fazit: Mancher, der die alte Übersetzung wieder und wieder gelesen hat, wird von etwas Liebgewonnenem nicht Abschied nehmen wollen; für Erstleser ist Kreges Übersetzung etwas, das Tolkiens Original näher kommt. Wer gut Englisch kann, sollte sowieso dem Original den Vorzug geben, am besten einer gebundenen Ausgabe, da die Papier- und Druckqualität bei englischen Taschenbüchern meist generell nicht sehr gut ist.


Der Hobbit: Oder Hin und zurück
Der Hobbit: Oder Hin und zurück
von John R. R. Tolkien
  Gebundene Ausgabe

249 von 268 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die viel bessere Übersetzung!, 21. Dezember 2001
Diese neue deutsche Version des Hobbits wurde von Wolfgang Krege durchgeführt, der Ende der 70er Jahre bereits Tolkiens heimliches Hauptwerk, "Das Silmarillion" hervorragend übersetzte. Mag seine Version des "Herrn der Ringe" auch umstritten sein, beim "Hobbit" ist Kreges Übersetzung um Klassen besser als die Alte von Scherf. Hatte Scherf das Buch noch als reines Kinderbuch aufgefasst, stellenweise aus Unkenntnis der anderen Werke Tolkiens falsch übersetzt, sowie viele der Lieder und Verse gekürzt oder weggelassen, so finden wir bei Krege Tolkiens unnachahmliche Mischung aus uralter Legende und modernem Roman wieder. Die Eigennamen sind endlich an die im "Herrn der Ringe" verwendeten angepasst, sodass die übliche Verwirrung beim Einstieg in den "Herrn der Ringe" der Vergangenheit angehört. Und auch die völlig unangemessenen Zeichnungen der alten Version (Der fürchterliche Drache als lieber Grinse-Schmetterling??) der DTV-Ausgabe fielen zum Glück weg. Diese Version ist, wie auch das englische Original von 1937, für Kinder ab 8-9 Jahren genauso gut geeignet ist wie für Erwachsene. Hoffentlich erscheint die neue Version bald auch als Taschenbuch.
Fazit: Am besten auf Englisch, das ist aber recht anspruchsvoll; wenn die Sprachkenntnisse nicht so gut sind, sollte man dieser neuen Übersetzung auf jeden Fall den Vorzug geben.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2015 4:38 PM CET


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