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Rezensionen verfasst von
Denis P. (Berlin)

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Dr. House Season Staffel 1-3
Dr. House Season Staffel 1-3

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, aber unsinnig, 6. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Dr. House Season Staffel 1-3 (DVD)
Qualitativ betrachtet sind die Serie und die hier vorliegende Box natürlich über jeden Zweifel erhaben, außerdem sieht diese schwarze Verpackung natürlich nett aus und spart Platz im Regal. Da es jedoch die hier enthaltenen Staffeln alle mittlerweile bei amazon.de für je nur 19,99€ gibt und man sie in verschiedenen Elektromärkten noch billiger findet, rate ich hier vom Kauf ab, wenn man diese Box mit der Hoffnung kaufen wollte, Geld zu sparen. Für Sammler jedoch empfehlenswert.


Dr. House - Season 4 [4 DVDs]
Dr. House - Season 4 [4 DVDs]
DVD ~ Hugh Laurie
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 19,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiterhin Unterhaltung auf höchstem Niveau, 6. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Dr. House - Season 4 [4 DVDs] (DVD)
Der wohl liebenswerteste, genialste Misanthrop in der gesamten Fernsehlandschaft ist zurück und geht in seine mittlerweile vierte Staffel. Was ist zu dieser zu sagen?
Nun, nach den drei vorangegangenen, großartigen und mit Preisen überhäuften Staffeln bringen die neuen Folgen nun einige Veränderungen mit sich, doch das Wesentliche bleibt erhalten: Skurrile und außergewöhnliche Krankheitsfälle, House' eigenwilliger Charakter und sein Sinn für Humor, aufbrechende Konflikte sowie großartige Drehbucheinfälle. Neu dagegen ist dagegen der Umstand, dass House am Ende der letzten Staffel sein unentbehrliches Team teil vergrault, teils gefeuert hat und somit zu Beginn der Staffel ganz alleine dasteht, was für eine völlig neue Ausgangssituation sorgt und keinen bloßen Übergang von Staffel drei zu Staffel vier ermöglichst. House entfaltet nur im Team seine Genialität, folglich muss ein neues Team her, was mittels eines Auswahlverfahrens geschieht, das einen Großteil der Staffel in Anspruch nimmt und zwar sehr unterhaltsam ist, dem meiner Meinung nach aber ein wenig Straffung nicht geschadet hätte. Dennoch sorgt dies für einige erinnerungswürdige, oft witzige Momente und bringt einige interessante Charaktere in die Sendung. Und Cameron, Chase und vor allem Foreman werden nicht von der Bildfläche verschwinden, sondern bleiben (wie natürlich auch Cuddy und Wilson) weiterhin fester Bestandteil der Sendung. Des Weiteren ist diese Staffel leider wegen des Autorenstreiks mit 16 Folgen die bisher kürzeste, was jedoch nicht groß stört, da die vorhandenen Folgen den bisherigen eigentlich in Nichts nachstehen und sich bislang keine Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Besonders erwähnenswert sind meiner Meinung nach die elfte Folge, "Frozen", in der House per Web-Cam einer attraktiven, sich am Nordpol befindenden Medizinerin eine Ferndiagnose stellen muss, um deren Leben zu retten, sowie vor allem das großartige, zweiteilige Staffelfinale ("House's Head"/"Wilson's Heart"). Das sind die vielleicht bisher besten zwei Folgen, die House jemals hatte. Absolutes Kino-Niveau, großartig. Allein für diese beiden Folgen lohnt sich die Anschaffung dieser Staffel.
Die 5 DVDs kommen in guter Bildqualität daher und bietet die Original-Tonspur in Dolby Digital 5.1 sowie die deutsche Synchronisation in Dolby Digital 2.0, was den Genuss jedoch nicht mindert.
Alles in Allem ist diese Staffel für Fans und solche, die es werden wollen, wieder ein Muss. Bleibt zu hoffen, dass House diese hohe Qualität auch in der fünften Staffel halten kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 18, 2011 8:03 PM MEST


CSI: Crime Scene Investigation - Season 8.2 (3 DVDs)
CSI: Crime Scene Investigation - Season 8.2 (3 DVDs)
DVD ~ Marg Helgenberger
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 29,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder auf Erfolgskurs, 1. Juni 2009
Als jahrelanger CSI-Fan gehöre ich zu denen, die von 8.1 etwas enttäuscht waren. Nein, dies hängt nicht nur mit dem Ausstieg der allseits beliebten Sara Sidle zusammen, sondern vor allem damit, dass meiner Meinung nach die Fälle zunehmend in den Hintergrund gerieten und an Spannung und Kreativität seitens der Drehbuchautoren vermissen ließen. Ob dies etwas mit dem Autorenstreik zu tun hatte, darüber möchte ich nicht spekulieren. Die zweite Hälte der mittlerweile achten Season dieser Erfolgsmarke überzeugt mich nun aber wieder vollends und wird gerade zum Ende hin richtig stark.
Los geht es mit der mit der Doppelfolge "Ungeziefer"/"Noch mehr Ungeziefer", in der vor allem Warrick Brown im Zentrum steht. Dieser ist durch seine hässliche Scheidung sehr in Mitleidenschaft gezogen und stürzt sich nun umso besessener in seine Arbeit, was in diesen beiden Folgen deutlich gemacht wird und vor allem noch einige Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der Serie haben wird. Auf jeden Fall ein sehr gelungener, aufwühlender Einstieg in diese Staffelhälte. Das darauffolgende "Bullen kommen teuer" ist eher unspektakulär, bleibt jedoch die einzige Mittelmäßigkeit für den Rest dieser Staffel. Die letzen Folgen bieten nun neben dem Wiedersehen mit ein paar alten Bekannten wieder das volle Maß an Humor, Skurilität, Spannung und Tragik und sind durchweg empfehlenswert, wobei wohl gerade das bittere, auf Kino-Niveau inszenierte Staffelfinale "Tod ist nur, wer vergessen wird" in Erinnerung bleiben wird, wohl eine der besten CSI-Folgen bisher. Des Weiteren erwähnenswert ist die vorletzte Episode, die ein Crossover mit der enorm erfolgreichen Sitcom "Two and a Half Men" dastellt. Sie wurde von Chuck Lorre und Lee Aronsohn, den beiden Autoren dieser Erfolgsserie, geschrieben und das merkt man ihr auch an. CSI mal anders. Und Charlie Sheen, John Cryer und Angus T. Jones schauen auch kurz vorbei, wenn man aufmerksam ist.
Insgesamt ist diese Staffelhälfte, obwohl sie wegen des Autorenstreiks auch nur neun Folgen enthält, dabei aber im Vergleich zu 8.1, die nur aus acht Folgen besteht, sogar günstiger ist, rundum empfehlenswert für Fans und Liebhaber dieser Serie. Neueinsteigern sei aber ebenso zu den vorangegangenen, großartigen Staffeln eins bis sieben geraten. Sie werden es nicht bereuen.


CSI: Crime Scene Investigation - Season 8.1 [3 DVDs]
CSI: Crime Scene Investigation - Season 8.1 [3 DVDs]
DVD ~ Marg Helgenberger
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen Trotz erster Schwächen nach wie vor empfehlenswert, 1. Juni 2009
CSI ist ein Phänomen. Nach acht Jahren, unzähligen Preisen, traumhaften Quoten und einer riesigen Anhängerschaft gelingt es dieser Serie weiterhin, ein bemerkenswert hohes Niveau zu halten. Nach sieben großartigen Staffeln, in denen sich das Team vor und hinter der Kamera natürlich perfekt eingespielt hat und den Fans in nun fast schon 200 Folgen unzählige erinnerungswürdige Täter, Storylines, Zitate und denktwürdige Momente beschwert hat, gelingt es den Machern auch in der ersten Hälfte der achten Staffel noch, Unterhaltung zu bieten, wie es sonst nur wenige bis gar keine anderen Serien schaffen, was allein schon beachtlich ist. Hierbei ist noch zu bedenken, wieviele Serien es heutzutage, von Daily-Soaps einmal abgesehen, überhaupt auf eine vergleichbar lange Laufzeit bringen und dabei auch nur annähernd ihre Qualität halten. Der achten Staffel vor CSI gelingt dies, auch wenn sich in der ersten Hälfte noch einige Schwächen bemerkbar machen und diese Staffel für Fans einige Schmerzhafte Veränderungen, nämlich in Form des Ausstiegs zweier geliebter Hauptcharaktere, mit sich bringt. Dafür, dass zu Beginn dieser Staffel die Kriminalfälle teilweise etwas unspannend wirken, entschädigen neben der großartigen Besetzung vor allem die routinierte Inszenierung und die verstärkten Einblicke in das Privatleben der Ermittler. Man hat regelrecht das Gefühl, sie langsam durch und durch zu kennen und wird dann doch wieder überrascht. Und das ist es doch, was Charaktere erst lebendig wirken lässt. Sehr selten in der heutigen Fernsehlandschaft.
Was die Folgen im einzelnen betrifft, so bildet "Tote Puppen" den nervenaufreibenden Anschluss an den Cliffhanger der siebten Staffel und löst diese Storyline endgültig auf, hat jedoch noch Nachwirkungen auf die weiteren Ereignisse. Darauf folgen weitere routinierte, jedoch für das CSI-Universum nicht wirklich bahnbrechende Folgen, wobei einige personelle Veränderungen und eben der Ausstieg eines der Hauptcharaktere in Folge sieben hervorzuheben sind. Des Weiteren rückt die achte Folge, die letzte in dieser DVD-Collection enthaltene, einen Nebencharakter in den Mittelpunkt, was für Fans dieses schrägen Typen sicherlich eine wahre Freude sein wird.
Alles in allem bietet die Staffel 8.1 routinierte Unterhaltung, die vor allem durch einige personelle Geschehnisse und Veränderungen in Erinnerung bleiben. Einsteigern empfehle ich jedoch eher den Kauf einer der vorangegangenen Staffeln, da diese a) jeweils mehr Folgen enthalten und b) einfach stärker sind und somit in vollem Maße die Qualitäten und die Großartigkeit von CSI beweisen, während 8.1 sicherlich nicht unbedingt durch Spannung oder besonders kreative Szenarien punktet. So sind für mich im Gesamten die Staffeln eins bis vier am stärksten, da diese keinerlei Schwächen beinhalten, während die Staffeln fünf bis sieben viele großartige Enzelfolgen beinhalten (etwa die von Tarantino inszenierte, schon jetzt legendäre Doppelfolge "Grabesstille" oder "Blutiges Gras") und die siebte die erinnerungswürdige Modell-Killer-Storyline. Ich möchte hiermit niemandem von Kauf dieses DVD-Box abraten, auch hier wird wieder gute Unterhaltung geboten, doch gerade Neueinsteigern seien die vorherigen Staffeln wegen höherer Qualität bei mehr Folgen und geringerem Preis wärmstens ans Herz gelegt. Für Fans ist 8.1 sowieso wieder ein Muss.


Blackout 2
Blackout 2
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen Triumphale Rückkehr, 30. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Blackout 2 (Audio CD)
Ach, wie ist das schön, dass es doch noch Konstanten im Leben gibt. Freunde und Familie zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass ein Album von Method Man und Redman einfach genial werden muss. Und das bestätigt sich hier wieder. Lange, lange haben sie uns auf den zweiten Teil des mittlerweile legendären "Blackout!" warten Lassen. Ein ganzes Jahrzehnt nämlich. Sicherlich, in der Zwischenzeit haben uns beide jeweils mehrere Solo-Alben beschwert, von denen der überwiegende Teil sogar großartigst ist, aber man hat eben doch auf dieses Werk gewartet. Und nun ist es da.
Was kann man also dazu sagen? Zuallererst sicherlich, dass wirklich niemand enttäuscht wird. "Blackout! 2" rockt. Meth, natürlich weiterhin mit seinen heiseren, ruhigen, entspannten Raps, und Redman, der im Vergleich deutlich energiegeladener und aggressiver durch die Boxen kommt, harmonieren wie eh und je und bilden einen perfekten Gegenpol zueinander. Dass bei diesem Album vom Rap her nichts schiefgehen kann, war ja eh klar. Zusammen sind die beiden einfach unschlagbar, egal ob es um Frauen-Geschichten, das Konsumieren von Weed, das Hervorheben der eigenen Skillz gegenüber denen der anderen oder einfach nur ums Feiern geht, man hört ihnen einfach gerne zu. Die Features, u.a. von Ghostface Killah, Raekwon und Erick Sermon, tun ihr Übriges, um für Abwechslung zu sorgen. Hinzu kommt eine perfekte, jederzeit stimmige musikalische Untermalung von Leuten wie Rockwilder, Erick Sermon und Pete Rock. Lediglich RZA ist dieses Mal leider nicht dabei, doch das tut der Sachen eigentlich keinen Abbruch. Herausgekommen sind Highlights wie am Fließband, stimmige Skits und kein einziger Filler. Eine Seltenheit im heutigen Rap-Business. Und überhaupt kommt beim Hören ein sehr angenehmes Gefühl auf, als wäre man wieder in den 90ern. Einer Zeit, in der noch (überwiegend) guter Rap gefeiert wurde und es auf andere Sachen als auf dicke Low-Rider oder entblößte Frauenhintern ankam. Aber ich schweife ab. Bleibt mit nur noch zu sagen, dass dieses Album wie gesagt niemanden enttäuschen wird und es nicht einmal nötig ist, einzelne Tracks hervorzuheben, da es keine Ausfälle gibt, sondern alle auf einem konstant hohen Niveau sind. Absolut empfehlenswert, ich freue mich schon auf den nächsten Teil. Hoffentlich nicht erst in weiteren zehn Jahren. Meth und Redman, Hip-Hop braucht euch!

Hier doch noch ein paar Anspieltipps: "Dangerous MC's", "Mrs. International" mit Erick Sermon, "Dis Iz 4 All My Smokers", "A Yo"... Ach, eigentlich alle.


TNT (Special Edition)
TNT (Special Edition)
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 4,36

5.0 von 5 Sternen Aller Skepsis im Vorfeld zum Trotz: Ein Knaller!, 28. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: TNT (Special Edition) (Audio CD)
Wie hoch mögen wohl die Erwartungen sein, wenn eine legendäre Deutsch-Rap-Gruppe nach vielen Jahren Pause und einem legendären Debut zum Zweitschlag ansetzt? Wie hoch mag wohl gleichzeitig die Skepsis der Fans sein, eben weil dieses Debut und der Ruf der Gruppe derartig tadellos sind und wie kaum eine andere Instanz hierzulande für guten deutschen Rap stehen, ihr Frontrapper in den letzten Jahren jedoch trotz zweifellos nach wie vorhandener Skillz en Masse und erinnerungswürdiger Veröffentlichungen in dieser Zeit wegen seines teils sehr an Amerika orientierten, für Alt-Fans befremdlichen neuen Styles kritisiert wurde wie kaum ein zweiter? Richtig, in beiden Fällen enorm hoch. Und hier ist es nun also, Dynamite Deluxe' Album Nummer 2, der Nachfolger zu "Deluxe Soundsystem". Was ist nun davon zu halten?
Gleich zum Anfang: Nein, "TNT" knüpft wie zu erwarten war sound- und raptechnisch nicht an den legendären Erstling an. Das Album klingt frisch, modern und - trotz großer Abwechslung - wie aus einem Guss. Dynamite, Tropf und Samy haben sich mit den Jahren eben weiterentwickelt und viel dazugelernt, die Homogenität der Gruppe wird dadurch jedoch kein bisschen gestört, alles wirkt von der ersten bis zur letzten Sekunde absolut stimmig. Und der Name "TNT" ist nicht zu Unrecht gewählt worden, die Platte knallt!
Samy, in den letzten Jahren durch einige starke, aber auch viele mäßige Veröffentlichungen und Parts im Fokus der Öffentlichkeit geblieben, fließt wie nach wie vor über jeden Beat flüssiger als die Elbe und präsentiert sich in bestechender Form. Nach langem Warten ist "TNT" endlich wieder ein Album, das Samys Qualitäten vollends zur Geltung bringt: Mit technischer Perfektion, viel Melodie in der Stimme, der nötigen Lässigkeit und einer Spur Selbstironie vorgetragene Texte, die thematisch von der DD auszeichnenden Battle-Lyrik über Auseinandersetzungen mit der eigenen Vergangenheit und Karriere bis hin zu Gesellschaftskritik und der Liebe zur Hip-Hop-Kultur reichen. Untermalt wird das ganze von hervorragenden, abwechslungsreichen Beats von Tropf und Dynamite. Der Sound reicht von Old School ("Boombox", Soul ("Mein Flow ist...") über Reggae-Anleihen ("Alles Bleibt Anders" mit Jan Delay) bis hin zu Synthie-Bangern ("Erster Song"). Für Abwechslung ist also mehr als gesorgt. Zusammen mit einem Samy in hervorragender Verfassung und einer ganzen Portion Nostalgie und der Zufriedenheit, endlich mal wieder ein langerwartetes, neues und dazu noch gelungenes Album einer legendären Truppe zu hören, ergibt das eines der besten Alben des Jahres 2008. Dynamite, Tropf und Samy geben ein dickes Lebenszeichen von sich und zeigen der Konkurrenz, dass sie noch lange nicht abgeschrieben sind. Uneingeschränkt empfehlenswert für Liebhaber guter Rap-Musik, die mehr Wert auf gute Musik als auf Geprolle und Gepose legen.


Tot Oder Lebendig/Re-Edition
Tot Oder Lebendig/Re-Edition
Preis: EUR 8,97

4.0 von 5 Sternen Empfehlenswertes Album mit ein paar Schwächen, 28. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Tot Oder Lebendig/Re-Edition (Audio CD)
Lange hat Savas uns warten lassen. Nein, nicht etwa auf neuen Output von ihm, den gab es in den letzten Jahren in Form von unzähligen Features, Mixtapes, Samplern oder Kollabo-Album, sondern auf ein neues Solo-Album. Das letzte, das großartige "Die besten Tage sind gezählt", kam ja bekanntlich 2004 raus. Es wurde also wieder mehr als Zeit, die sich die Finger danach leckenden Fanscharen zu bedienen. Und hier ist es nun.

"Tot oder lebendig", daherkommend mit schlichtem Artwork und Cover, also ganz auf die Musik ausgerichtet, enthält 11 Songs, einen Skit und Gastbeiträge von Senna (Ja, die von Monrose!), (natürlich) Azad und Moe Mitchell, einer Art männlicher Valezka. Letzterer darf sich gleich auf drei Tracks präsentieren und spaltet die Hörerschaft wie Moses das Meer. Während die einen seinem souligen Gesang verfallen sind, geht er den anderen mit seinen Lobeshymnen auf Savas einfach nur gehörig auf die Nerven. Ich persönlich stehe irgendwo dazwischen. Zwar halte ich ihn für zweifellos talentiert, aber eine oder von mir aus auch zwei Beteiligungen hätten es auch getan. Groß stören tut er aber eigentlich auch nicht.
Fakt ist: Auf "Tot oder lebendig" gibt es keinen schlechten Track und Savas präsentiert sich in bestechender Form. So gut wie hier war er eine ganze Weile nicht mehr zu hören. Tracks wie das tolle Intro, "Der Beweis", der Titelsong oder vor allem "Mona Lisa" beweisen wieder einmal, dass Savas nach wie vor ganz weit oben mitspielt. Es gibt zwar Leute, die kommerziell gesehen deutlich höher stehen, aber dieser Mann trägt den umstrittenen Titel "King of Rap" nicht ganz ohne Grund. Flowtechnisch gibt es nach wie vor kaum jemanden hierzulande, der ihm as Wasser reichen kann. Auf Albumlänge fesselt er trotz wenig Inhalts mühelos und weiß durch seine gekonnte Technik stets zu begeistern. Am stärksten ist er dabei, wenn er alle in Grund und Boden battlet und sich förmlich in Rage rappt. Deshalb benötigt er eigentlich auch keine großen Features, um den Hörer zu fesseln. Und gerade "On top", das obligatorische Azad-Feature, zählt dann auch zu den schwächeren Songs des Albums. Sicherlich, Durchhalteparolen gehören gerade bei Azad zum Standard-Repertoire, aber an dieser Stelle hätte ich mir lieber mal wieder ein Battle-Monster á la "Therapie" oder "Gib auf" gewünscht. Schlecht ist der Track nicht, unspektakulär trifft's eher. Savas ist wie gesagt gerade dann am besten, wenn er voll aufdreht und zügellos alles und jeden plattmacht. Das war zu MOR-Zeiten schon so und wird wohl auch immer so bleiben. "Melodie", "Nur ein Spiel" oder auch "Krank" gehören gerade deshalb nicht zu den Höhepunkten des Albums, weil sich Savas hier in zurückhaltender Form präsentiert. Dennoch sind auch das keine schlechten, sondern sehr ordentliche, gut hörbare Tracks.
Alles in allem bleibt zu sagen, dass Savas mit einem Album zurückgekehrt ist, dass den Großteil seiner Anhängerschaft wohl vollends zufriedengestellt hat. Es ist super produziert, enthält keinen schwachen, dafür aber einige sehr starke Songs und eine ausgewogene Mischung aus Battle und nachdenklicheren Songs. Eben das, wofür der Berliner seit Jahren so gefeiert wird. Wieso also keine 5 Sterne? Die oben erwähnten, etwas unspektakulären Tracks und der zu präsente Moe Mitchell verhindern die Höchstwertung. Für Leute, denen Savas' bisherige Solos oder "One" gefallen haben, jedoch uneingeschränkt empfehlenswert.


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein typisches Bushido-Album, 3. November 2006
Was wurde nicht alles im Vorfeld über dieses Album geschrieben... Der Titel, "Von der Skyline zum Bordstein zurück", deutete auf eine Rückbesinnung auf Bushidos bis heute von vielen Kennern als bestes Werk angesehene 2003er-Album "Vom Bordstein bis zur Skyline". Viele seiner Anhänger verfielen in Euphorie, andere befürchteten eine fade Neuauflage dieses Meilensteins. Nun, was ist dabei rausgekommen? Irgendwie von beidem etwas...

Kommen wir zuerst zu den Beats: Klar, Bushido, der bis auf 2 Titel (Kingsize) alle 23 Titel der beiden CDs selbst produziert und arrangiert hat, beweist durchaus, dass er auch ohne Ilan und so ziemlich im Alleingang mehr als gute Beats schaffen kann. Der Sound ist insgesamt bis auf wenige Ausnahmen recht minimalistisch und düster ausgefallen, so wie es schon auf VBBZS der Fall war, allerdings vermisst man den ein oder anderen genialen Einfall eines DJ Ilans, der dem ganzen noch mehr Pepp gegeben hätte, um nicht zu sagen: Einige der Beats ähneln sich doch ziemlich, man könnte das Album auch als leicht monoton bezeichnen. Wer jedoch Bushidos Beats á la "Carlo Cokxxx Nutten" 1 & 2 liebt, liegt hier im Prinzip genau richtig. Der Sound ist halt, so blöd es klingen mag, "Straße". Bei den Beats fällt keiner wirklich aus der Reihe, aber es lässt sich der ein oder andere Kracher finden.

Zum Rap: Was mir als allererstes aufgefallen ist: Wieso hat Bushido seine Stimme nicht wieder so tief abmischen lassen, wie es schon auf "Vom Bordstein..." gemacht wurde? Das hätte zusammen mit den Beats wirklich den alten Flavour wieder aufblitzen lassen können, stattdessen klingt Bushido stimmlich wie eine Mischung aus den letzten zwei Solos. Da wäre erheblich mehr gegangen... Technisch dagegen zeigt er wie auf seinen anderen Alben auch, dass er sich vor nur wenigen Leuten verstecken braucht, was den Flow angeht, auch wenn es abwechslungsreichere Rapper gibt, z.B. Kool Savas, Olli Banjo oder Tone.

Die Texte: Bushido halt. Er versucht wie immer ohne wirkliches Konzept möglichst eindrucksvolle Reime zu bringen und landet hin und wieder auch den ein oder anderen Volltreffer, die Hook von "Weißt Du?" z.B. kommt so aggressiv und treffend rüber, wie man Bushido in den letzten Jahren nur wenig erlebt hat. Andere Reime wirken aber auch arg konstruiert, etwa "Dein Album war krass, mein Album war krasser. / Wenn meine Jungs kommen, läuft bei euch das Arschwasser." ("Kickboxer"). Auffallend, ob positiv oder negativ muss jeder für sich selbst entscheiden, sind die vielen "recycelten" alten Zeilen aus den Vorgänger-Alben, die mal mehr, mal weniger gelungen in die Songs eingebunden werden. Da allerdings das Versprechen eine zumindest angeschnittene Rückbesinnung auf alte Zeiten war, haben sie natürlich ihre Daseinsberechtigung. Die Texte sind nicht schlechter als auf den anderen Bushido-Alben, aber bei Bushido kommt es ja eh eher auf den Style als auf Inhalte an.

Positiv zu erwähnen ist meiner Meinung nach noch der freiwillige Verzicht auf Features, denn Leute wie Baba Saad oder King Ali gehörten in der letzten Zeit nicht unbedingt zu den Glanzpunkten von Bushidos Alben und bis auf Sentino, Azad und Chakuza konnte dem Berliner auf den letzten beiden Solos eh keiner wirklich das Wasser reichen.

Anspieltipps sind meiner Meinung nach: "Weißt Du?", "Hast Du was, bist Du was", "Alphatier", "Sex in the City", "Dealer vom Block", "Kickboxer" und die erste Single "Von der Skyline zum Bordstein zurück".

Zum Abschluss bleibt zu sagen, dass dieses Album für Bushido-Fans natürlich wieder einmal ein Muss ist, es wird Bushido ohne Ende geboten. Wer es aber mit "Vom Bordstein bis zur Skyline" vergleichen will, wird hier nicht glücklich werden. Diesen Vergleich sollten echte Rap-Fans aber schon etwas länger ad acta gelegt haben...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2011 4:19 PM MEST


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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Sampler, aber zu wenig Abwechslung, 4. März 2006
Da ist er also, der erste Label-Sampler aus dem Hause Ersguterjunge. Nach der Trennung von Devin, Hengzt und Ilan (wobei der letzte Verlust für Bushido musikalisch gesehen wohl am schmerzhaftesten sein dürfte) schart Bushido nun neben seinem Partner Saad auch seinen besten Freund D-Bo, die beiden Ösis Chakuza und DJ Stickle (zusammen als Produzenten-Team "Beatlefield" haben sie den Großteil von "Staatsfeind Nr.1" und eben auch vom "Ersguterjunge Sampler Vol. 1 - Nemesis" produziert), Bizzy Montana und die bereits seit dem unter Fans legendären CCN-Intro berühmt-berüchtigte Berliner Sängerin Billy (13) um sich. Unterstützt werden die Ersguterjunge-Leute mit Features von Nyze, Midy Kosov und dem wohl umstrittensten Rapper Deutschlands, Eko Fresh.
Herausgekommen sind viele gute, einige langweilige und ein paar wenige schlechte Songs, aber insgesamt ein homogener und gelungener Label-Sampler, der im Gegensatz zur Aggro Ansage Nr. 5 nicht den Eindruck erweckt, dass zu viele Köche den Brei verderben und wahllos irgendwelche Rapper zusammen auf einen Track gepackt wurden, um jedem möglichst viel Zeit am Mic zu verschaffen... Vielmehr wechseln sich die Künstler gut ab und die stimmigen und top produzierteb Beats von Beatlefield, Bushido persönlich und Ekos Hausproduzent Kingsize überzeugen zu jeder Sekunde.
Anspieltipps wären neben dem sehr schnell gerappten Intro von Bushido und Saad, der immer besser wird und jetzt schon neben Bushido der beste bei Ersguterjunge ist, natürlich die erste Single "Nemesis, Saads Solo-Track "S.A.A.D.", "Bruderliebe" (trotz Nyze), "Ihr könnt", "Augen auf" von Saad und Chakuza mit einem düsteren Bushido-Beat, "Einzelkampf", ein Battle-Track von Bushido, Chakuza und D-Bo mit einem treibenden Beatlefiend-Beat, "So viele Nummern", in dem Eko wie leider nur selten sein ganzes Können (zumindest in technischer Hinsicht) beweist, das melancholische "Auf der Suche" von Saad und Bushido und der einzige Solo-Track von letzterem, "Lichterkette", der einen wunderschönen Beat hat.
Totalausfälle sind meiner Meinung nach Ekos "Der König persönlich", da der Beat nervt und Eko hier einen nervtötenden Flow an den Tag legt, wie man ihn sonst noch nie bei ihm gesehen hat, das langweilige "Bada Boom Bada Bang", bei dem der Beat billig kligt und der Name Programm ist und "Montana", da Bizzy Montana auf Tracklänge alleine nicht wirklich überzeugen kann und ein wenig monoton und uncharismatisch klingt...
Macht also 3 Ausfälle auf 22 Tracks, denn der Rest überzeugt nicht nur, sondern klingt größtenteils sehr gut. Für Bushido-Fans und Rap-Hörer, die Battle-Tracks und deepe Zeilen mit perfekten Beats mögen, ist dieser Sampler Pflicht. Alle anderen sollten wenigstens mal reinhören, denn es sind einige Perlen auf diesem Sampler drauf. Erwartungen erfüllt.


Deluxe Records - Let's Go
Deluxe Records - Let's Go
Preis: EUR 20,18

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier ist das Können sogar größer als die Prahlereien, 22. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Deluxe Records - Let's Go (Audio CD)
Hier ist es also, nach langer Wartezeit: Samy Deluxe, seines Zeichens einer der besten und erfolgreichsten Rapper Deutschlands, hat für "Deluxe Records - Let's Go", den ersten Sampler seines eigenen Labels, neben dem wiederauferstandenen Illo (The Shit) auch die Headliners und Features wie seine Ehefrau Brooke Russell oder den Frankfurter R&B-Star J-Luv um sich geschart. Und herausgekommen ist eine abwechslungsreiche und erstklassige produzierte und gerappte CD. Neben den üblichen Angebereien und Battle-Raps ("Man kann's oder kann's nicht, hat's oder hat's nicht", auf welcher Seite die Jungs hier stehen ist aber wohl jedem klar, oder?) in Songs wie den bombastischen ersten Tracks "Startschuss" und "Illo Anthem" oder dem clubtauglichen "Let's Go", einem der zwei reinen Solo-Tracks vom Meister Samy himself, gibt es zahlreiche andere Themenbereiche, die behandelt werden. Auf "Ach was Mama" verarbeiten die Headliners intelligent und zurückhaltend das Erfurter Schulmassaker, auf "S.O.S. Liebe" erläutert Illo (unterstützt von einem sehr gut aufgelegten J-Luv) seine Frauengeschichten und auf "Die Reise ist das Ziel" feiert Samy mit Brooke Russell das Tourleben ab. Derartiger Abwechslung in den Texten stehen die großartigen Beats in nichts nach. Tropf, Rob Easy und andere liefern einfach großartige Arbeit ab, kein Beat gleicht dem anderen. Mal sind die Melodien orientalisch, mal elektronisch, mal clubtauglich und mal sind die Bässe einfach so stark ausgelegt, dass man gar nicht anders kann, als mit dem Kopf zu nicken. Wie heißt es auf dem letzten Titel, "Land in Sicht"? "Wir sind weit gegangen, doch nicht ganz am Ziel". Sehr schön, dann kann man von Samy Deluxe und seinem Label noch einiges erwarten, bis dahin sollten sie sich diese CD zulegen.
Neben "One", "Schizogenie", "Sinnflut" und "Zukunftsmusik" eine der besten deutschsprachigen Rap-CDs 2005.


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