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Dreamworx "Dreamworx"

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Mit Oma in Roma
Mit Oma in Roma
von Tessa Hennig
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familienzusammenführung auf italienisch, 22. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Mit Oma in Roma (Taschenbuch)
Oma Inge Ritter ist in den 70gern und plant mit ihrer Gemeindegruppe eine Reise nach Rom zur Audienz beim Papst. Als der Ausflug kurzfristig abgesagt wird, macht sich Inge auf eigene Faust auf nach Italien, ohne allerdings ihrer Tochter Heike, die sowieso nicht gut auf Inge zu sprechen ist, oder Enkelin Nina Bescheid zu geben, die ihrerseits mit ihrer Mutter Heike ihre Probleme hat. Voller Sorge um Inge, die ohne ein Wort verschwunden ist und eine Broschüre über Sterbehilfe hat liegen lassen, machen sich Heike und Nina mit geringen Bargeldmitteln gemeinsam als Zweckgemeinschaft per Anhalter auf den Weg nach Italien, während Inge in Rom schon das Dolce Vita genießt, den Vatikan erkundet und bereits mit Carlo eine Herrenbekanntschaft geschlossen hat. Mit ihm verlässt Oma Inge Rom in dem Moment in Richtung Pompeji, als Heike und Nina sie in der Ewigen Stadt fast gefunden hätten. Also begeben sich die beiden weiter auf die Verfolgung des älteren Gespanns und landen dabei in Ischia in einem Luxushotel, wo auf einmal alle überraschend zusammentreffen und es zu einigen Verwicklungen kommt.
Tessa Hennig hat mit ihrem Buch „Mit Oma in Roma“ einen sehr humorvollen Unterhaltungsroman vor der malerischen Kulisse Italiens vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar eingängig, locker-flockig und mit Witz gespickt, so dass dem Leser gar nichts anderes übrig bleibt, als mit den Protagonisten im Kopf auf Reisen zu gehen und sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Die Landschaftsbeschreibungen von Rom und der italienischen Landschaft sowie von der Insel Ischia sind so farbenfroh und lebendig, dass das Kopfkino anspringt und man am liebsten die Koffer packen und selbst hinreisen möchte. Die abgehandelten familiären Probleme sind fast jedem ein Begriff, man hat sie eventuell selbst erfahren oder im Bekannten- oder Freundeskreis miterlebt. Alles ist sehr menschlich und aus dem täglichen Leben gegriffen.
Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgestaltet, wirken dabei sehr lebendig und authentisch, so dass sich der Leser sehr gut mit dem einen oder anderen identifizieren kann. Oma Inge gehört noch lange nicht zum alten Eisen. Sie ist eine rüstige und unternehmungslustige sympathische Frau, die in ihrem Leben noch etwas erleben möchte und sich mit der Reise nach Italien einen langehegten Traum erfüllen will. Das Verhältnis zu ihrer Enkelin Nina ist gut, das zu ihrer eigenen Tochter Heike angespannt. Doch Inge hat das Herz auf dem richtigen Fleck und meint es eigentlich immer nur gut mit allen. Carlo ist ein Mann in Inges Alter, der seiner verstorbenen Frau nachtrauert und sich die Schuld am Tod seiner Tochter gibt. Er ist zu Beginn ein Zyniker aus Verzweiflung, doch im Kern ist er ein Mann auf der Suche nach Vergebung, nach Liebe und dem letzten verbleibenden Rest Familie, die er noch hat. Heike ist arbeitslos, arbeitet schwarz als Masseuse in den eigenen vier Wänden und hadert mit allem und jedem, seit sie von ihrem Mann wegen einer anderen verlassen wurde. Das Verhältnis zu Tochter Nina ist nicht sonderlich gut, denn Nina erinnert sie zu sehr an ihre eigene Mutter Inge, die immer alles besser zu wissen scheint. Nina ist Jurastudentin, vergräbt sich in ihre Bücher und hat anscheinend verlernt, das Leben zu genießen. Sie wirkt durchweg zu vernünftig und bodenständig, ihr fehlt die Lockerheit der Jugend. Oftmals hat man das Gefühl, das eher Nina die Mutter ist und Heike die Tochter. Doch die Entwicklung der einzelnen Charaktere innerhalb der Handlung zu sehen, macht viel Freude. Auch die Nebenprotagonisten steuern mit ihren kleinen Geschichten und Episoden ein wundervolles Rahmenprogramm zu der Handlung bei.
„Mit Oma in Roma“ ist rundum ein gelungener sommerlicher Unterhaltungsroman, der mit Humor und Witz besticht und mit eindrucksvollen Landschaftsbeschreibungen das Urlaubsfeeling selbst bei Regen und Kälte aufkommen lässt. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die vielleicht keinen Urlaub machen können, sich aber gerne einen herträumen wollen. Das gelingt hier ganz bestimmt! Einfach wunderbar!


Das Shakespeare-Geheimnis
Das Shakespeare-Geheimnis
Preis: EUR 2,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alice im Shakespeare-Land, 21. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Shakespeare-Geheimnis (Kindle Edition)
1592 London. Die 15-jährige Alice wächst in einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie auf und interessiert sich sehr für das Theater und das Schauspiel, möchte am liebsten selbst schreiben und auf der Bühne stehen. Bei dem Besuch einer Adelsfamilie darf sie zum ersten Mal in Begleitung ihres Bruders ein Stück ansehen. Am gleichen Abend lernt sie aber auch ihren zukünftigen Ehemann Stephen Compton kennen, mit dem ihre Eltern sie verheiraten, weil diese sich durch den Adelstitel einen besseren Stand in der Gesellschaft erhoffen. Doch diese Ehe wird für Alice die Hölle, denn ihr Ehemann misshandelt sie so schwer, dass sie sogar das gemeinsame Kind verliert. Um den Grausamkeiten endlich zu entkommen, flieht Alice als Mann verkleidet zu Fuß nach London und bekommt dort in der Schauspieltruppe von Christopher „Kit“ Marlowe einen Platz. Endlich scheint sich Alice Traum von der Bühne doch noch zu erfüllen, wenn auch unter falschen Voraussetzungen. Die ständige Angst, dass ihr Ehemann Stephen sie findet, ist auch noch nicht gebannt, denn dieser hat sich voller Wut und Rachedurst an ihre Fersen geheftet. Doch dann wütet die Pest in London und die Schauspieltruppe muss die Stadt verlassen, um über das Land zu ziehen. Wird Stephen Alice doch noch aufspüren oder kann sie endlich glücklich ihren Traum leben?
Christiane Lind hat mit ihrem Buch „Das Shakespeare-Geheimnis“ einen spannenden, farbenfrohen historischen Roman vorgelegt, der nahezu nach einer Fortsetzung schreit. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und entführt den Leser in die Zeit Shakespeares und Christopher Marlowe, als nur Männer auf den Theaterbühnen stehen durften, Frauen dies unterdessen strengstens verboten war. Der historische Hintergrund wurde sehr schön recherchiert und gibt der Handlung den würdigen Rahmen für diese teils schon kriminalistische Geschichte. Die Lebensbedingungen der Schauspieler und Stückeschreiber werden geradezu nüchtern dargestellt, trotzdem rufen sie eine romantische, beinahe abenteuerliche und aufregende Stimmung hervor. Die aufgezwungenen Spionagetätigkeiten von Christopher Marlowe zeigen darüber hinaus auf, wie schwierig es ist, gleichzeitig mehreren Herren zu dienen bzw. es ihnen recht zu machen, nur um sein Auskommen und sein Überleben zu wahren.
Die Charaktere wurden liebevoll in Szene gesetzt, alle wirken authentisch und lebensecht. Alice ist eine verträumte junge Frau, die durch ihre Heirat mit einem Tyrannen die Brutalität des Lebens kennenlernt. Lange kann sie sich nicht wehren, wirkt geradezu kraftlos, doch in ihrer größten Not findet sie noch genug Mut, ihrem Schicksal zu entfliehen und sich ihrem Leben zu stellen. Sie ist intelligent, freundlich und wünscht sich nichts mehr, als einige ihrer Träume zu leben, auch wenn sie das Verzicht und Entbehrungen, eventuell sogar Lügen kostet. Hauptsache, sie muss nie wieder zurück in die Ehehölle. Alice‘ Entwicklung innerhalb des Romans ist enorm und wunderbar zu beobachten. Stephen Compton ist ein Sadist, der seinen Spaß daran hat, Menschen zu quälen und ihnen Schmerzen zuzufügen. Er ist von Grund auf ein schlechter Mensch, besitzt keinerlei Anstand und will alles und jeden dazu zwingen, ihm zu Willen zu sein. Christopher Marlowe ist ein sympathischer undurchsichtiger Mann, der sich am Liebsten nur der Kunst des Schreibens widmen möchte. Doch leider ist er auch gezwungen, Dinge zu tun, die ihm gar nicht behagen und ihn oft genug in Schwierigkeiten bringen. James ist ein Hansdampf in allen Gassen, dem Schauspiel verfallen, aber er strebt auch nach Höherem und lässt sich treiben. Seine unbändige Neugier lässt ihn Dinge erfahren, mit denen er erst einmal umgehen lernen muss. Auch die Nebenprotagonisten wissen mit ihren kleinen Geschichten zu unterhalten und beleben den Roman zusätzlich.
„Das Shakespeare-Geheimnis“ ist eine unterhaltsame, rasante und fesselnde Geschichte im historischen England, die sowohl kriminalistische als auch romantische und geheimnisvolle Elemente in sich vereint. Alle Historienfans werden an diesem Buch ihre Freude haben. Absolute Leseempfehlung!


Das Mädchen, das unsere Herzen brach
Das Mädchen, das unsere Herzen brach
von Julian Leatherdale
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Das Geheimnis um Angie, 21. Mai 2016
Die australische Fotografin Lisa kümmert sich um ihre Mutter Monika, die an Alzheimer erkrankt ist. Monika schweift oft in die Vergangenheit ab und spricht immer wieder über „das Mädchen, das allen das Herz brach“. Dies weckt Lisas Neugierde und mit dem befreundeten Historiker Luke macht sie sich daran, herauszufinden, wer Lisa war und was sich hinter der Geschichte verbirgt. Monikas Eltern besaßen das Luxushotel Palace in den Blue Mountains, wo sich sich eine Tragödie ereignet hat, die ihre Schatten bis weit in die Gegenwart wirft. Lisa taucht immer mehr in ihre eigene Familiengeschichte hinein und erfährt Dinge, die sie nicht vermutet hätte. Was wird sie mit diesem Wissen anfangen?
Julian Leatherdale hat mit seinem Buch „Das Mädchen, das unsere Herzen brach“ ein Familiengeheimnis verpackt in einen historischen Roman vorgelegt. Allein schon diese Mischung ist unwiderstehlich. Der Schreibstil ist schön flüssig, der Leser wird in die Zeit des 1. und 2. Weltkriegs entführt und findet sich ebenso in der Gegenwart bei den Recherchen von Lisa nach ihrer Familiengeschichte wieder. Der historische Hintergrund ist sehr gut recherchiert und zeigt das Misstrauen und die Anfeindungen gegenüber den deutschen Einwanderern Australiens auf, was vielen nicht bekannt sein dürfte. Die Situation der Einwanderer und deren Versuch, sich in dieser völlig fremden Kultur zurechtzufinden, sich ein neues Leben aufzubauen, werden sehr eindringlich geschildert. Die Handlung erstreckt sich über ca. 100 Jahre von 1914 bis 2013 und gibt einen guten Einblick in die geschichtliche Entwicklung in dieser Zeit. Die häufigen Sprünge innerhalb der Zeitgeschichte machen das Lesen etwas mühsam und verlangen vom Leser höchste Konzentration. Interessant an dieser Geschichte ist vor allem die verschiedenartige Sichtweise der Ereignisse, die von unterschiedlichen Protagonisten erzählt wird. Der Leser erhält so immer mehr Informationen und kann nach und nach alle Teile des Puzzles und somit der Tragödie zusammensetzen. Das Finale des Buches birgt eine echte Überraschung, die dazu noch recht gelungen präsentiert wird.
Die Charaktere sind vielfältig und lebendig angelegt, alles wirkt sehr authentisch und lebensecht. Lisa ist eine sympathische junge Frau, die sich sehr für die Familiengeschichte interessiert. Sie unterstützt ihre kranke Mutter, denn viel Zeit bleibt ihnen beiden nicht mehr, bis die Mutter sie nicht mehr erkennt. Adam Fox ist ein Patriarch mit sehr harter und konsequenter Hand, unter der die gesamte Familie zu leiden hatte. Bei dem Ziel, etwas im Leben zu erreichen, wird er immer unnachgiebiger, aber auch die Anfeindungen, denen die Familie ausgesetzt ist, machen die Lage nicht leichter und lässt leicht verbittern.
„Das Mädchen, das unsere Herzen brach“ ist kein Roman zum Zwischendurchlesen, sondern fordert die ganze Aufmerksamkeit. Ein gelungenes historisches Familienepos, das sowohl durch den geschichtlichen Hintergrund als auch durch die wunderbar erzählte Handlung zu überzeugen weiß. Für alle Leser, die gern Geheimnissen auf die Spur kommen und sich für fremde Länder und deren Hintergründe interessieren, ist dieses Buch eine gute Unterhaltung. Absolute Leseempfehlung!


Die Nonne und der Tempelritter
Die Nonne und der Tempelritter
von Frank Fabian
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein historischer Groschenroman, 21. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Nonne und der Tempelritter (Taschenbuch)
Johannes hat bereits die erste Stufe als Tempelritter erreicht, zwei stehen ihm noch bevor, um in den allerengsten Kreis zu gelangen und das Geheimnis zu erfahren, welches streng gehütet wird. Von seinem letzten Einsatz liegt Johannes schwer verletzt und ohne Bewusstsein in einem französischen Kloster darnieder. Nonne Angela, die früher als Straßenhure ihr Geld verdient hat, versucht mit allen Mitteln, Johannes wieder zum Leben zu erwecken, auch mit ihrem Körper. Als Johannes endlich gesund ist, wird er vom inneren Tempelritterkreis in die zweite Stufe erhoben verbunden mit dem Auftrag, nach Zypern zu reisen, um dort eine Burg aufzubauen und den Geldverkehr per Papier einzuführen. Auf seine Reise begleitet ihn auch die Nonne Angela. Schon bevor Zypern erreicht wird, werden Johannes und seinen Begleitern Steine in den Weg gelegt, die der sogenannte König von Zypern angeordnet hat. Ob es Johannes gelingen wird, die Wünsche des Tempelordens zu erfüllen und in Zypern einen Standort zu etablieren?
Frank Fabian hat mit seinem Buch „Die Nonne und der Tempelritter“ den Nachfolger von „Die Geheimmission des Tempelritters“ vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, der Leser taucht sofort in die historische Abenteuergeschichte ein. Die Spannung baut sich erst langsam auf, steigert sich allerdings auch nicht wesentlich bis zum Ende des Romans. Der historische Hintergrund mag gut recherchiert sein, wirkt in dieser Geschichte aber nur am Rande.
Die Charaktere sind ansatzweise interessant angelegt, jedoch besitzen sie keinerlei Tiefe und der Leser kann sich nur mit einigen wenigen Randfiguren identifizieren. Johannes ist so ehrgeizig, dass er sogar dem Oberhaupt seines Tempelordens den schmutzigen und stinkenden Hintern küsst. Das sagt wohl alles aus. Nonne Angela ist nun zwar in den Diensten der Kirche und zeigt eine große Neugier an Heilwissen und –können, doch ihr ehemaliges Leben als Straßendirne kann sie dennoch nicht ganz ablegen.
Alles in allem ist „Die Nonne und der Tempelritter“ nur unterstes Mittelmaß zu nennen. Durch die vielen Rechtschreibfehler bekommt man den Eindruck, dass das Buch nicht einmal lektoriert wurde. Alles wirkt leider eher auf dem Niveau eines Groschenromans. Die Geschichte dümpelt nur an der Oberfläche und geht nicht in die Tiefe. Vertane Zeit…


Herzchaos: Liebesroman
Herzchaos: Liebesroman
Preis: EUR 2,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefühlsachterbahn, 14. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Herzchaos: Liebesroman (Kindle Edition)
Caro ist mit ihrer Jugendliebe Peter verheiratet und hat eine 9-jährige Tochter namens Lisa. Doch in der Ehe von Caro läuft es nicht mehr zum Besten, ständig nörgelt Peter an ihr herum, macht abfällige und verletzende Bemerkungen und lässt sich Caro minderwertig und ungeliebt fühlen. Als sie mit ihren engsten und besten Freundinnen für ein Wochenende in den Schwarzwald fährt- eine reine Mädelstour, wo sie mal die Seele baumeln lassen wollen, Abstand vom täglichen Einerlei, lässt Peter Caro schon vor Abreise spüren, dass ihm das überhaupt nicht passt. Doch Caro fährt trotzdem, wenn auch mit ungutem Gefühl. Doch ihre Freundinnen Jutta, Karin und Ulla tun alles, so dass auch Caro bald den Kurztrip genießen kann. Während ihres Aufenthaltes lernen die 4 Frauen zufällig eine männliche Kegelgruppe kennen, die für Stimmung sorgen und als Tanzpartner geradezu ideal sind. Dabei lernt Caro Robert kennen, zwischen den beiden funkt es sofort, was Caro ein schlechtes Gewissen bereitet. Trotzdem lässt sie sich auf die Nähe zu Robert ein, schon bald wird die Beziehung intensiv. Schnell vergeht das Urlaubswochenende und die Frauen müssen zurück in den Alltag, aber Robert geht Caro nicht aus dem Kopf. Wird sie ihn je wiedersehen?

Rosita Hoppe hat mit “Herzchaos” einen sehr gefühlvollen und romantischen Liebesroman vorgelegt. Der Schreibstil ist schön flüssig, und schnell ist der Leser in der Geschichte um Caro und die anderen Protagonisten gefangen. Obwohl innerhalb der Handlung keine große Spannung aufgebaut wird, wird man doch von der schön erzählten Geschichte völlig vereinnahmt.

Die Charaktere sind durchweg sehr liebevoll ausgestaltet, wirken lebensecht und wie Menschen, die jeder von uns kennt. Caro ist eine eher zurückhaltende Frau, die durch die Schwierigkeiten mit ihrem Ehemann total verunsichert ist und mit der Situation gar nicht klar kommt. Dennoch wirkt sie sehr stark und ausgeglichen und ist eine liebevolle Mutter. Doch ihre Gefühle fahren Achterbahn, sie weiß nicht damit umzugehen, möchte sie am Liebsten verleugnen. Ihre Freundinnen Karin, Ulla und vor allem Jutta sind wie Caros kleine Engel, die ihr ins Gewissen reden und sich um ihr Wohlergehen sorgen. Peter wirkt wie ein Miesmacher, doch nach einer Weile entpuppt er sich doch als ganz verträglicher Kerl. Robert macht erst den Eindruck eines Draufgängers, doch nach einiger Zeit zeigt er sich als ehrlicher und offener Mann, der sich noch einmal nach dem großen Glück sehnt und alles dafür tun würde. Oliver ist ein toller Typ, kinderlieb, offen und ehrlich, da würde jede Frau schwach werden - ein absoluter Traummann. Interessant ist es zu beobachten, wie man als Leser bei der Lektüre seine Meinung ändert, je mehr Informationen man bekommt.

“Herzchaos” ist ein rundum gelungener Liebesroman, der im Hier und Jetzt spielt.
Besonders, weil die Handlung eine Situation wie aus dem täglichen Leben beschreibt, kann man sich sehr gut mit allem identifizieren. Hier geht es um Eheproblemen, Schicksalsschläge, Freundschaft, Eltern, Beruf und Kind - einen Alltag, den jeder kennt und nachvollziehen kann. Deshalb geht einem die Geschichte auch so ans Herz, am Ende seufzt man, denn man hat sich mit den Charakteren gefreut, mitgelitten und gehadert. Ein schöner Roman, den man sowohl im Sommerurlaub als auch bei strömendem Regen gemütlich auf der Couch regelrecht verschlingen kann. Alle, die am liebsten romantische Lovestorys mögen, sind hier bestens aufgehoben. Absolute Leseempfehlung.


Das Haus der verlorenen Kinder: Roman
Das Haus der verlorenen Kinder: Roman
von Linda Winterberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Deutschenmädchen, 14. Mai 2016
1941 Norwegen: Seit ihrer Kindheit sind Lisbet und Oda eng miteinander befreundet und fast wie Schwestern. Als ihr Ort von deutschen Soldaten besetzt wird, verlieben sich die beiden gleichzeitig in den “Feind”, was in ihrer Umgebung nicht gern gesehen wird. Sowohl Lisbet als auch Oda lassen sich diese Liebe nicht ausreden und schon bald müssen sie sich von ihren Liebsten trennen, die an eine andere Kriegsfront geschickt werden. Doch beide Frauen sind schwanger und gelten fortan bei ihrem eigenen Volk als Geächtete, als Deutschenmädchen, was ihnen das Leben zur Hölle macht. Ganz auf sich allein gestellt und nur die jeweilige Freundin an der Seite versuchen Oda und Lisbeth, dem Schicksal zu trotzen, doch dann passiert etwas Furchtbaren…

2005 Wiesbaden: Die junge Marie hat jahrelang in Heimen und Pflegefamilien zugebracht, nachdem sie ihre Eltern als Zweijährige durch einen Unfall verloren hat. Als sie durch das sie betreuende Amt einige wenige Dinge ihrer verstorbenen leiblichen Eltern erhält, macht sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln und landet in einem Seniorenpflegeheim in Wiesbaden, wo zur Zeit des 2. Weltkrieges ein Lebensbornkinderheim untergebracht war. Im Heim lernt sie die 84-jährige Norwegerin Betty kennen, die beiden mögen sich sofort und unternehmen einiges miteinander. Einiges Tages verschwindet Betty spurlos und ein One-Night-Stand klaut Marie das Tagebuch ihrer Großmutter. Marie macht sich auf den Weg sowohl Betty als auch Antworten zu finden und reist nach Norwegen.

Linda Winterberg hat mit ihrem Roman “Das Haus der vergessenen Kinder” einen sehr emotionalen und berührenden historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und fesselt den Leser ab der ersten Seite. Die beiden Handlungsstränge sind parallel angelegt und durch die jeweiligen Kapitelüberschriften gekennzeichnet. Der Spannungsbogen ist sehr schön angelegt und zieht sich wie ein roter Faden durch beide erzählten Geschichten hindurch. Der Leser wird dazu angehalten, mitzurätseln und sich seine eigenen Gedanken zu machen, während man wie im Flug durch die Handlung läuft, so wunderbar ist dieser Roman geschrieben. Auch der historische Hintergrund über die Lebensborneinrichtungen und die Besatzung in Norwegen sind sehr schön recherchiert und der Handlung unterlegt.

Die Charaktere wurden von der Autorin sehr liebevoll gestaltet und ausgearbeitet. Sie wirken alle durchweg sehr lebendig, lebensecht und authentisch. Lisbeth ist in einem liebevollen und behüteten Zuhause aufgewachsen. Sie wirkt eher zurückhaltend und etwas unsicher, ist sich ihrer eigenen Körperlichkeit nicht so sehr bewusst wie ihre Freundin Oda. Doch Lisbeth hat ein besonders gutes Herz, versucht immer, das Beste in den Dingen zu sehen und nicht den Mut zu verlieren. Oftmals wirkt sie dann überraschenderweise wie die Stärkere der beiden Frauen. Oda ist impulsiv, fröhlich und draufgängerisch, aber sie ist auch oftmals boshaft, verletzend und missgünstig, was unter Freundinnen eigentlich nicht sein sollte. Marie ist eine sehr zurückhaltende junge Frau, die schon sehr viel Schlimmes im Leben erlebt hat und nach ihren Wurzeln sucht, um sich endlich eine Identifikation zu geben und ihr eigenes Leben starten zu können. Die ganze Unwissenheit hält sie gefangen in ihrer momentanen Lebenssituation, doch sie möchte endlich die Wahrheit wissen.

“Das Haus der vergessenen Kinder” ist ein wundervoller und gefühlvoller Roman, der den Leser durch die zauberhafte Erzählweise der Autorin nicht loslässt und auch nach der letzten Seite noch in Gedanken verharren lässt. Nur ungern lässt man Marie, Oda und Lisbet ziehen, hat man doch das Gefühl, man wäre mit ihnen nach der Lektüre regelrecht verwachsen. Ein absolutes Lesehighlight für alle, die sich sowohl für historische Romane als auch für Familiengeheimnisse interessieren und die es lieben, sich in einem Roman verlieren zu können. Chapeau, wundervoll gemacht!


Daringham Hall - Die Entscheidung: Roman
Daringham Hall - Die Entscheidung: Roman
von Kathryn Taylor
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lady Elizas dunkles Geheimnis, 8. Mai 2016
Ben Sterling hat sich dazu durchgerungen, noch einige Zeit auf Daringham Hall zu bleiben, nachdem Ralph Camden sich als sein biologischer Vater entpuppt hat und seiner Verantwortung gerecht werden will. Er möchte Ben näher kennenlernen und Zeit mit ihm verbringen, was ihm bisher nicht erlaubt war. Aber Ben ist auch nicht gerade unglücklich darüber, denn so kann er noch etwas mehr Zeit mit Kate verbringen, die sein Herz und seine Entscheidungen ständig ins Stolpern bringt und er Dinge tut, die er eigentlich gar nicht tun möchte. Die neue Verwandtschaft macht es ihm leicht, nur die alte Lady Eliza ist kalt wie ein Fisch und möchte ihn am Liebsten so schnell wie möglich vom Hof jagen. Ben möchte immer noch herausfinden, was sich damals zwischen seiner Mutter und Ralph zugetragen hat. Ob er dieses Geheimnis wohl endlich erfährt?
Kathryn Taylor hat mit „Daringham Hall: Die Entscheidung“ den zweiten Band um die Familie Camden und Ben Sterling vorgelegt, der nicht minder unterhaltsam ist als der Einführungsroman. Der Schreibstil ist schön flüssig zu lesen und geleitet den Leser zurück nach East Anglia auf das Gut Daringham Hall, wo die Familie Camden der größte Arbeitgeber der Region ist. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr farbenfroh, man fühlt sich sofort in der Gegend wohl und daheim. Die Spannung wird bereits durch den Prolog aufgebaut, der Leser fragt sich, was es wohl mit diesen brisanten Papieren auf sich hat. Doch bis das Geheimnis gelüftet wird, vergeht noch einige Zeit. Aber es werden auch andere Dinge offen gelegt, die im ersten Band noch nicht geklärt wurden.
Die Charaktere sind lebhaft und authentisch skizziert, sie wirken sehr echt und mit Leben gefüllt. Die Tratschtanten des Dorfes stehen dem Leser sehr lebendig vor Augen, aber auch die einzelnen Familienangehörigen des Camden-Clans wirken bereits wie meist liebgewonnene Bekannte, die man wiedertrifft. Ben ist ein knallharter Geschäftsmann, der in diesem Teil ein wenig mehr Herz zeigt, als im ersten Band. Seine Fassade, die er so mühsam zusammenhalten will, bröckelt langsam. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass alles ganz anders gekommen ist, als er es geplant hat und daran hat auch seine Beziehung zu Kate Anteil. Kate ist weiterhin der wohl sympathischste Charakter neben ihrer Freundin Tilly. Beide haben ein großes Herz und stehen mit den Füßen fest auf dem Boden. Doch auch der wankt bei beiden, denn sie sind beide dabei, ihr Herz zu verschenken mit allen Konsequenzen.
„Daringham Hall: Die Entscheidung“ ist ein würdiger Nachfolger des Einstiegsbandes und wird alle Leser, die Familiengeschichten lieben, in ihren Bann ziehen. Man sollte allerdings die Bücher schon in der richtigen Reihenfolge lesen, damit die Lesefreude ungebrochen ist. Sowohl Spannung als auch Unterhaltung kommen hier nicht zu kurz. Eine Leseempfehlung für eine tolle Geschichte ist hier absolut verdient.


Das Mona-Lisa-Virus: Thriller
Das Mona-Lisa-Virus: Thriller
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Jagd nach dem goldenen Schnitt, 5. Mai 2016
Während in Mexiko die Teilnehmerinnen eines Schönheitswettbewerbs entführt werden, setzt auf der ganzen Welt ein Bienensterben ein und über einen Computervirus werden sämtliche Bilddateien verunstaltet. Dazu machen sich Unbekannte auf, Bomben an historischen Gebäuden zu zünden, weltbekannte Gemälde zu zerstören und alte Bibliotheken in Brand zu setzen. Inmitten all dieser schrecklichen Szenarien steht die Neuroästhetikerin Helen mit ihrer Forschung, was beim Anblick von Schönheit im Gehirn passiert. Eigentlich soll sie demnächst einen Auftrag im Louvre annehmen, um dort die Mona Lisa zu untersuchen, doch dann verschwindet ihre Tochter Madeleine spurlos aus einer psychotherapeutischen Klinik und Helen gerät in die Fänge von dubiosen Fanatiker, die sie durch Erpressung bei der Durchführung ihrer Vorhaben zur Unterstützung zwingen. Wird Helen dieser Hölle entkommen? Wird sie Madeleine je wiedersehen? Und welche Gründe haben diese Fanatiker, die Welt in ein Chaos zu stürzen?
Tibor Rode hat mit seinem Buch „Das Mona-Lisa-Virus“ einen sehr spannenden und unterhaltsamen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, der Leser taucht ab der ersten Seite ein in ein ausgeklügeltes Komplott, dass erst Puzzlestein bei Puzzlestein im Laufe der Geschichte entblättert wird. Die Handlung verteilt sich auf mehrere Schauplätze und Handlungsstränge rund um den Globus, doch der Leser weiß zu Beginn eines jeden Kapitels genau, wo er sich gerade befindet. Unterstützt wird die Geschichte noch durch kurze Tagebuchauszüge aus einem Buch des 15. Jahrhunderts, die kursiv gedruckt Einblicke in die Welt von Leonardo da Vincis und seiner Kollegen gewährt. Die vielen verschiedenen Schauplätze und verschiedenen Personen machen den Einstieg recht anspruchsvoll, da es einiger Konzentration bedarf, den Überblick zu behalten. Doch ist dieser Prozess erst einmal durchgestanden, fesselt die Geschichte sehr. Der Spannungsbogen wird von Beginn an hoch angesetzt und steigert sich bis zum finalen Ende. Besonders interessant sind auch die Einschübe des Autors um den sogenannten „Goldenen Schnitt“, der überall in der Natur und bei den Menschen zu finden ist und als ein ideales Prinzip ästhetischer Proportionierung gilt.
Die Charaktere wurden vom Autor sehr interessant skizziert, oftmals rätselt man, wer wohl gut und wer böse ist. Das stellt sich meist erst im Verlauf der Handlung heraus, doch oftmals wird man auch überrascht, denn Tibor Rode versteht es sehr gut, beim Leser Verwirrung zu stiften. Helen Morgan ist eine sehr interessante Person, ein ehemaliges Modell, das nun in der wissenschaftlichen Forschung arbeitet und sich mit dem Rätsel beschäftigt, wie sich die Betrachtung von Schönheit auf das menschliche Gehirn auswirkt. Sie lebt eher zurückgezogen, ist Mutter einer Tochter, doch das Verhältnis ist seit längerer Zeit angespannt. Als Helen erpresst wird, wächst sie aus sich heraus und versucht doch, ihren Prinzipien treu zu bleiben und selbst möglich wenig Schaden anzurichten. Ihre Sorge gilt einzig und allein ihrer Tochter. Helen ist ein besonderer Mensch, der bei Tönen gleichzeitig Farben sieht, die ihr zugleich Warnung bzw. Entwarnung geben, ob es jemand gut oder böse mit ihr meint. Greg Millner ist FBI-Agent, der schon einige Male bei seinen Einsätzen über die Stränge geschlagen hat und dabei in Ungnade gefallen ist. Doch er ist ein integrer Charakter, dem es vor allem darum geht, das Böse dingfest zu machen. Patryk Weisz ist der Sohn eines exzentrischen Milliardärs, der mit Computern sein Vermögen gemacht hat. Patryk ist schwer zu durchschauen, wirkt am Anfang verzweifelt und ehrlich, entpuppt sich dann jedoch immer mehr als Scharlatan. Das mystisch angehauchte Element in Form des Mannes mit dem Stock ist recht amüsant, doch lässt er am Ende mehr Fragen offen als beantwortet werden.
„Das Mona-Lisa-Virus“ ist ein spannender, rasanter Thriller, der den Leser in Atem hält. Es werden am Ende zwar nicht alle Fragen beantwortet, doch lässt einen das Buch nicht unzufrieden zurück. Eine Leseempfehlung für alle, die ausgeklügelte Thriller lieben!


Wie angelt man sich einen Prinzen?: Roman
Wie angelt man sich einen Prinzen?: Roman
von Rachel Hauck
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen "Liebe reichlich", 30. April 2016
Corina Del Rey, Tochter aus reichem Südstaatenelternhaus, lebte seit dem Tod ihres Zwillingsbruders Carlos 5 Jahre sehr zurückgezogen. Doch nun nimmt sie ihr Leben wieder in die Hand und hat eine Stelle als Redakteurin eines Promiklatschmagazins inne. Was keiner weiß: sie ist seit 5 Jahren mit Stephen, dem Prinzen von Brighton verheiratet, doch seit dem mysteriösen Tod ihres Bruders hat sie ihren Ehemann nicht mehr gesehen. Es sieht so aus, als hätte es diese Ehe nie gegeben, denn seit den dramatischen Umständen hat sie Stephen weder gesehen noch Kontakt zu ihm gehabt. Nun steht Stephen plötzlich vor ihrer Tür und möchte die Ehe annullieren lassen. Doch so einfach will es Corina ihm nicht machen. Sie stellt Stephen ein Ultimatum, bevor sie die Papiere unterschreibt. Werden die beiden am Ende getrennte Wege gehen, oder gibt es noch eine Chance für ihre Liebe?
Rachel Hauck hat mit ihrem Roman 'Wie angelt man sich einen Prinzen' einen sehr gefühlvollen und romantischen Liebesroman vorgelegt, den dritten Band ihrer Reihe 'Royal Wedding'. Das Buch steht für sich allein und kann ohne Vorkenntnisse der Vorgängerbücher gelesen werden. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und lässt den Leser in die Welt der Schönen und Reichen tauchen, deren Leben ebenso von Trauer und Verzweiflung geprägt ist wie beim Normalbürger. Der Spannungsbogen wird sehr verhalten aufgebaut, doch im letzten Drittel des Romans steigert er sich bis zum Ende. Der Handlungszeitraum spielt zwar im Hier und Jetzt, es werden allerdings immer wieder Episoden aus der Vergangenheit der beiden Hauptprotagonisten in Kursivschrift in die laufenden Geschichte integriert und weisen auf ihre Erinnerungen und ihre Gefühlswelt sehr schön hin.
Die Charaktere sind sehr lebendig und einfühlsam skizziert, so dass der Leser sich sehr gut mit ihren Empfindungen und ihrer Gedankenwelt auseinandersetzen kann. Corina ist eine sympathische Frau, die irgendwie verloren wirkt. Sie hat nicht nur ihren Bruder verloren, auch ihre Eltern sind seit seinem Tod nicht mehr dieselben, Corina ist das letzte Bindeglied zwischen ihnen. Dazu musste sie noch den abrupten Bruch mit ihrem Ehemann verkraften. Doch Gott hat sie durch diese dunkle Zeit geführt, und nun ist sie bereit, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen und in die Zukunft zu schauen. Die enttäuschte Liebe zu Stephen hängt ihr allerdings noch sehr nach. Stephen ist seit seinem Kriegseinsatz eine zerrissene Seele. Er hat das Gefühl, er ist an dem Unglück seiner verstorbenen Kollegen und Freunden schuld und kann sich selbst nicht verzeihen, dass er als Einziger überlebt hat. Alles in seinem Leben stellt er in Frage, er lebt nur noch für den Sport, doch auch den kann er momentan aufgrund einer Verletzung nicht ausüben.
Auch der christliche Aspekt wird in diesem Roman nicht vernachlässigt. Corina wendet sich oft in Gebeten an den Herrn und bittet ihn um Wegweisung. Stephen hat seit dem Kriegseinsatz seinen Glauben verloren, aber auch er lernt wieder, auf ihn zu vertrauen und endlich selbst Erlösung zu finden.
'Wie angelt man sich einen Prinzen' ist ein sehr schöner Roman über das Vergeben und Verzeihen und über die Heilung der Seele. Eine wunderbare Liebesgeschichte, die bis auf die teilweise sehr märchenhaften Ausführungen herrlich zu lesen ist und ein echter Tipp für Freunde von schönen Liebesromanen. Unbedingte Leseempfehlung!


Daringham Hall - Das Erbe: Roman
Daringham Hall - Das Erbe: Roman
von Kathryn Taylor
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bens Geheimnis, 23. April 2016
Die Tierärztin Kate verbrachte ihre Kindheit nach dem Tod der Eltern auf dem Gut Daringham Hall der Familie Camden auf und führt nun ein angenehmes Leben in dem kleinen Dorf Salters End in East Anglia in der Nähe des Gutes. Eines Abends überwältigt sie einen Mann, von dem sie denkt, er ist ein Einbrecher. Doch schnell sieht sie ihren Fehler ein und kümmert sich um den Fremden, den sie aufgrund eines Zettels in seiner Hosentasche Ben nennt. Wie sich herausstellt, wurde er vor ihrem Zusammentreffen schon verprügelt. Als er erwacht, hat er sein Gedächtnis verloren und weiß nicht einmal seinen Namen. Kate nimmt ihn bei sich daheim auf und schon bald fühlt sie sich von dem attraktiven Unbekannten stark angezogen. Niemand vermisst Ben und niemand kennt ihn. Erst als sein amerikanischer Unternehmenspartner ihn endlich aufspürt, erlangt Ben sein Gedächtnis wieder und auch der Grund seines Englandbesuches fällt ihm wieder ein. Ab diesem Moment verhält sich Ben anders, auch Kate gegenüber, denn er hat eine Rechnung mit den Camdens offen? Was verbirgt die Familie Camden? Wird es eine Zukunft für Ben und Kate geben?
Kathryn Taylor hat mit „Daringham Hall: Das Erbe“ den ersten Band ihrer Trilogie um die Familie Camden und das Gut vorgelegt, der Liebesgeschichte und Familiengeheimnis wunderbar zu verbinden weiß. Der Schreibstil ist schön flüssig zu lesen, der Leser taucht von Beginn an ein in die Welt der Protagonisten und fühlt sich wie in einem unterhaltsamen Film bei der Beobachtung der Geschichte.
Die Charaktere sind vielfältig und mit besonderem Blick aufs Detail angelegt worden, sie haben alle ihre Eigenheiten und wirken deshalb sehr lebendig und interessant. Kate ist eine sehr sympathische und hilfsbereite Frau, die ihre Mitmenschen unterstützt und ein großes Herz für Tiere und Gestrandete hat. Sie hat viele Freunde, aber es gibt auch Personen, die ihr nicht so zugetan sind, aus welchen Gründen auch immer. Ben ist ein knallharter Geschäftsmann, der nur aus einem Grund auf dem Land landet, doch dann trifft er auf Personen, die sich von ihm nicht beeindrucken lassen, was ihm den Gedächtnisverlust einbringt. Solange Ben keine Erinnerung an sein altes Leben hat, ist er ein richtig toller Kerl, packt bei Kate im Haus mit an und wirkt offen, locker und liebenswert. Doch ab dem Moment, an dem die Erinnerung wieder da ist, verwandelt sich Ben in einen richtigen Kotzbrocken, den man am liebsten in die Wüste schicken würde. Er ist verbohrt, eiskalt und abweisend, als hätte er all die ihm entgegengebrachte Hilfsbereitschaft vergessen. Sämtliche Nebenprotagonisten sind ebenfalls sehr interessant skizziert und geben der Haupthandlung einen sehr schönen Rahmen. Besonders erwähnt sei noch die alte Gutsherrin Lady Eliza, die wirklich eine harte Nuss ist und ein wirklicher Snob.
„Daringham Hall: Das Erbe“ ist ein sehr unterhaltsamer Liebesroman mit einem Familiengeheimnis und genügend Spannung, um einen schönen Tag auf dem Sofa zu verbringen und in die Welt der Schönen und Adligen einzutauchen. Aufgrund des Suchtpotentials kann man gespannt sein auf die Folgebände. Absolute Leseempfehlung zum Wegträumen!


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