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Rezensionen verfasst von
Armagh

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Die Damen der Geschichte: 12 Dark Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund
Die Damen der Geschichte: 12 Dark Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund
von Corinna Schattauer
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum Bücher lesen Spaß macht, 6. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... darum.
Kindles hin oder her, wenn ein Buchlayout so stilvoll wie hier gestaltet ist, dann freut sich mein Bücherherz :)
Nicht nur das Cover spiegelt gekonnt die Thematik wider, auch die einzelnen Seiten und der Cut sind bedruckt.
Die Kurzgeschichten sind von Autoren aller Altersklassen erstellt und bieten daher ein buntes Lesevergnügen.
Langeweile kommt nicht auf.
Es macht Freude, sich durch die einzelnen Erzählungen zu lesen, die so mancher real historisch existierenden Figur eine Anekdote verpassen, die die eigentliche Geschichte spannend macht.


Prince Lestat: The Vampire Chronicles
Prince Lestat: The Vampire Chronicles
von Anne Rice
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Do you know who I am?, 4. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Meine persönlichen Gedanken zu Lestat's Wiederkehr in "Prince Lestat":
(Spoiler sind gekennzeichnet)

Empfehlen kann ich die Ausgabe des amerikanischen Knopf Verlags: als gebundene Version und mit Büttentechnikoptik ist das Buch ein edler Hingucker und macht sich gut neben den anderen Chronik-Büchern des Verlags. Leider ist die neuste Ausgabe nicht mit einem Kunstdruck versehen, wie die letzten Bände der Vampirchronik, aber dennoch als Softcoverdruck sehr ansprechend.

Nun sind sie also da: Lestat's neue Einblicke in sein Leben (so man denn will - das Buch ist nicht ausschließlich aus seiner Sicht geschrieben).

Unter Chronikliebhabern zehrte immer schon der Wunsch nach weiteren Informationen, nach Erklärungen, was zwischen den einzelnen Büchern mit Lestat geschehen ist. Schließlich war der letzte Stand, dass sich Lestat nach seiner Begegnung mit Memnoch (Band fünf - "Memnoch der Teufel") in sich selbst zurückgezogen hatte und sich auf dem Boden einer kleinen Kirche in einer Art komatösen Schlaf befindet. Völlig der Welt entrückt, mit offenen Augen, für andere Vampire und Leser unsicher, ob sich Lestat noch in seinem Körper befindet und was er wahrnehmen mag.

Auch in den Folgebänden wird Lestat's Zustand als konstant beschrieben, dadurch dass ihn die Vampire der Alten Welt aufsuchen und selbst sie nicht ausmachen können, was mit ihm geschehen sein mag. Dieses Zusammentreffen nutzen einige alte Vampire dann auch, um ihre Geschichte zu erzählen (Pandora, Marius und Armand).

Leser, die bis Band Zehn durch sind ("Blut und Gold") wissen, dass dieser Schlaf von Lestat nur einmal kurz unterbrochen wurde, nämlich um dem Klavierspiel von Sybille in Armand's Geschichte zuzuhören, nur um sich daraufhin wieder in seinen Schlaf zu begeben, aus dem ihn niemand hervorlocken kann. Im Gegenteil, Lestat wehrt jede Annäherung an ihn ab, wie zum Beispiel mentales Zurückschleudern des Körpers des Annähernden. Der Einzige, der sich ihm nähern darf, ist Louis. Und vermochte ihn Nichts und Niemand von dieser Welt aus seiner Starre zu bewegen, so ist es dann am Ende Louis' Selbstmord(versuch), der ihn auferstehen läßt, um den geliebten Zögling zu retten. Lestat und Louis sind wieder vereint, David ist mit von der Partie und alle drei schmieden Pläne zusammen die Welt zu durchreisen und so Lestat denn gewillt ist, würde er ihnen auch erzählen, was er in seiner Zeit auf dem Boden der Kirche erlebt hat. Durfte man von da an als Leser gespannt sein, was dem folgen sollte, so wurde man mit Band Elf und Zwölf ("Das Hohelied des Blutes" und Blackwood Farm") gefühlt auf die Strafbank versetzt, man bekam einen Lestat präsentiert, der nur noch ein Schatten seiner Selbst war und der seinen Freunden und Liebhabern keinen Zoll mehr zahlte, im Gegenteil, Louis ließ er "links liegen", nur um sich wieder einmal neu mit Haut und Haaren zu verlieben. Und gerade das, wo es doch seine Sorge um Louis war, die ihn in diese Welt zurückgeholt hatte. (Anne Rice sagte im Nachhinein selber, dass ihr Lestat da wohl etwas entglitten sein - beide Bücher werden von ihr als sogenannte "Hybrid-Bücher" gekennzeichnet - weil sich die Vampirchronik hier mit den Mayfair-Geschichten kreuzen. Darunter fällt auch Merrick (was der Hybrid-Bücher drei ergeben würde) - das aber als einziges Buch noch den "guten alten Lestat" beinhaltet).

Anne Rice hatte die Chronik abgeschlossen. Viele Fragen blieben unbeantwortet zurück.
Was hatte man also nach diesem Ende zu erwarten, dass mich (und auch viele andere auch) so enttäuscht zurückließ?

"Prince Lestat" greift praktisch nach Band Zehn ("Blut und Gold") ein. Es spielt in unserer Zeit. Es ist empfehlenswert die Bücher bis dahin gelesen zu haben, weil es Geschehnisse und vor allem Personen gibt, die nun alle auf einen Schlag zusammentreffen und diese Hintergrundinfos das Nachverfolgen vereinfachen. Sollte man die Chronik bis hierhin nicht verfolgt haben, gibt es schönerweise eine komplette Personenliste im neuen Band, um nicht ganz den Überblick zu verlieren. "Prince Lestat" macht ein wenig auf Silmarillion, sofern mir dieser leichte Sarkasmus erlaubt sei. Ohne Anhang besteht eine leichte Tendenz den lesenden Geist mit zu vielen Namen zu verwirren.

Lestat beschreibt, dass er in seinem Schlaf Besuch von einer "Stimme" bekommt, die ihn fernunter unterhält bis nervt. Und wäre Lestat nicht Lestat, schafft nur er es, sich in diese Stimme (und ihren Sprachgeber) zu verlieben.

Schnell stellt sich heraus, dass noch andere alte Vampire diese Stimme vernehmen, allerdings mehr als bedrohlich und herausfordernd. Der Ton gegenüber Lestat ändert sich auch zunehmend. Zeitgleich werden alle jungen Vampirzöglinge von einer unbekannten Macht abgeschlachtet.
Und dieses "Massensterben" drängt die alten Vampire zusammen. Ihre Welt ist bedroht und man versucht der Ursache auf den Grund zu gehen.
Die unbekannte Stimme ist allerdings keine wirklich unbekannte - sie kam schon einmal in den vorherigen Bänder vor ...

Damit ist die Handlung grob zusammengefasst.

Ich muss zugeben, dass Anne Rice wieder einmal wunderbar schreibt - sie bleibt ihrem Stil treu und es macht Freude, sich durch die Geschichten zu lesen. Die Kapitel sind ähnlich unterteilt wie in "Königin der Verdammten" - jeder Charakter bekommt seine Sichtweise.
Außerdem greift sie tief in die Anfangszeiten der Vampire zurück und es kommen alte wie neue Charaktere auf den Plan, die zu Zeiten Akashas gelebt haben. Zudem lernen wir neue Familienverhältnisse kennen.

Nicht destotrotz bin ich einfach leicht bis schwer enttäuscht.

Die angesprochenen ausstehenden Fragen bleiben unbeantwortet, im Gegenteil, es kommen wieder einmal komplett neue Charaktere hinzu und auch nimmt die Geschichte Züge an, die für mich teilweise ad absurdum sind.

*Spoiler*

So trifft Lestat zum Beispiel auf zwei Uralte, die sich beide der Heilkunst, bzw. Wissenschaft verschreiben haben und interessanter Weise auf die Frage eingehen, die uns sicher schon einmal alle beschäftigt hat - zumindest greift Lestat diesen Gedanken einmal auf - was wäre, wenn ein Vampir in einem Labor unserer Zeit kommt? Darauf gibt es Antworten. Die beiden alten Vampire bitten Lestat ihnen einen Probe seines Blutes zu geben, schließlich ist seines das mächtigste Blut von allen Bluttrinkern, das Akashas Blutlinie in sich trägt. Praktisch als Ausgleich bieten die beiden Lestat an, ihm für eine einmalige Gelegenheit seine biorythmischen Funktion soweit wieder zu geben, so dass es ihm möglich ist, mit einer Person Beischlaf auszuführen. Sie würden nur um eine Untersuchung seines Samens bitten. Natürlich willigt Lestat in die Gelegenheit ein, bieten die beiden ihm doch gleich eine menschliche Ärztin als Beischlafmöglichkeit an.
Der aufmerksame Leser denkt sich seinen Teil ... der Lestat der "alten Bände" hätte gleich forsch nachgefragt und erst einmal alles hinterfragt.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass neunzehn Jahre später ein schlanker, blonder Jüngling mit bestechend blauen Augen die Szene betritt.

*Spoiler Ende*

Lestat ist für meinen Geschmack der gleiche Schatten, wie in den beiden anderen Bänder davor. Ab und an blitzen seine alten Leidenschaften hervor, reichen aber nicht an den Vampir heran, der mir gerade durch seine leidenschaftliche Arten in allen Gefühlsrichtungen hin, so ans Herz gewachsen ist. Mir fehlt sein ihm so ureigener (teuflischer) Charme.
Auch wird de Beziehung zu Louis nicht ausgeführt - er ist einfach immer da. Treuer Liebhaber, der den Glauben an seinen Schöpfer nie aufgibt. Dabei hatten beide ein so vielversprechendes Ende in "Merrick".

Für mich kommen zu viele neue Charaktere hinzu, die alle ihre wohl sehr interessante Geschichte haben, aber für mich im Ganzen wieder einfach zu viel des Guten sind und dann im Zusammenhang mit der Kindesgeschichte, mich nur noch kopfschütteln lassen. Die Thematik, wie es den beiden wissenschaftlich verschriebenen Vampiren möglich ist, Lestat's Biorhythmus zu vitalisieren war mir auch sehr weit hergeholt. Weil Anne Rice sich gerade auch in diesem Band auf das Mystische bezieht und diese Kombination für mich mehr suspekt, als intelligent aufgehend daherkommt. Nichts gegen Lestat und Co. in unserer Zeit, aber es klingt einfach zu sehr nach Aufarbeiten der Dinge, die wir in den US-(Vampir)Serien geliefert bekommen.
Ich fand es schön zu lesen, dass Lestat sein iPhone verliert und selbst er - der mächtige Vampir - hier und da vergisst, wie man einen Computer bedient - das sind die kleinen Zwischenspiele, die Lestat für mich so liebenswert machen.

Ich fand die Beziehung zwischen Louis und Lestat immer sehr ansprechend - bei ihnen ging es immer um das, was zwischen den Zeilen geschah, und gerade diese unendliche Liebe machte diese Beziehung so lesenswert. Und wenn auch Lestat immer wieder Neues entdeckt, so ist Louis zumindest ihm treu ergeben (auch im neuen Roman)

Vielleicht sollte ich mich Marius zuwenden - der benennt die Liebe wenigstens beim Namen und kämpft darum.

Als Vampirroman lesenswert. Wer den "alten Lestat" erwartet oder Klärung von offenen Fragen wird (wie ich finde) (mal wieder) nicht bedient.
Dennoch bleibt unser Lestat der Flegelprinz :)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 15, 2014 12:58 PM CET


Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten: Roman
Wie zwei alte Schachteln einmal versehentlich die Welt retteten: Roman
von Enzo Fileno Carabba
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn schon high, dann aber mit Stil, 8. Juni 2014
Das Buch bietet gelungene Kurzweil!

Der Inhalt ist schnell erzählt: zwei Damen mittleren Altes (und noch ein paar Jahrzehnte mehr oben drauf - aber von richtigen Damen verschweigt man nun mal eben das Alter vornehmerweise) leben als Witwen alleine zurückgezogen in ihrem Palazzo im kunstvollen Florenz. Ihr einziger Zeitvertreib ist das Konsumieren von Drogen, scusi, Zuckerstückchen. Leider ist ihr zuverlässiger Drogenlieferant gerade erst verstorben und lässt die zwei Damen mit der unangenehmen Frage zurück, wie sie nun an ihren Zeitvertreib kommen. Schließlich schickt es sich als feine Dame nicht, selbst zum Laufburschen zu werden. Aber die Situation erfordert nun mal andere Denkweisen.
Ein absoluter Lesegenuss. Bei dem man sich manchmal fragt, wer denn da nun high ist - die Protagonisten, der Autor oder vielleicht gar man selbst?
Die beiden feinen Damen der alten Schule sind hervorragend ausgearbeitet und ihre zum Teil eigensinnige Art und damit verbundenen Machenschaften sind einfach erfrischend zu lesen. Für jede noch so beklemmende Lage weiß eine von ihnen einen passenden Spruch und man ist sich nicht ganz sicher, liegt es an ihrem mittlerweile von Drogen umnachteten Denkweisen oder sind die beiden wirklich so in ihrer Welt der Vergangenheit gefangen?

Mir hat das Buch sehr gefallen.
Es liest sich angenhem, die Geschichte ist unterhaltsam und die Charaktere wachsen einem sofort an Herz.


Der böse Ort: Roman (dtv Unterhaltung)
Der böse Ort: Roman (dtv Unterhaltung)
von Ben Aaronovitch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Magie für Fortgeschrittene, 8. Juni 2014
Die Fortsetzung der wirklich unterhaltsamen Reihe um Verbrechen und Magie geht weiter.
Wie gewohnt erzählt der Autor flüssig und kurzweilig.
Allerdings bleibt für mich der Humor diesmal etwas auf der Strecke. Und gerade Aaronovitch's bissiger, britischer Humor hat den Lesegenuss für mich ausgemacht. Es sind zwar durchaus humorvolle Stellen enthalt, allerdings berühren sie mich nicht so sehr, wie die Bücher davor. Manchmal wirkt es dann doch etwas aufgesetzt.
Schön ist zu lesen, dass die Charaktere Fortschritte in ihrer "Magie-Ausbildung" gemacht haben und auch die Geschichte ist rund erzählt. Alte Bekannte, der guten und bösen Seite, tauchen, wie in der vorherigen Romanen, wieder auf.
Die Storyline macht Sinn und greift Altes, wie Neues auf. Damit könnte es einfach eine weitere Geschichte um Leslie & Co sein, aber schönerweise weiß der Autor den roten Faden aufrecht zu erhalten und Lust auf mehr (hoffentlich einen neuen Band) zu machen.


Sherlock Holmes: Bd. 1: Der Atem Gottes
Sherlock Holmes: Bd. 1: Der Atem Gottes
von Guy Adams
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langer Atem, 13. April 2014
Ein Buch "ganz im Stile von Doyle" ist es nun nicht, was sogar der Auto im Nachwort selber angibt. Er wollte etwas Neues erschaffen, dem alten Stil ein neues Gewand geben.
Und das trifft es dann wohl eher. Keine britische Note der damaligen Zeit oder der typische leidenschaftliche Charme, den wir von Watson aus den Doyle Büchern kennen.
Guy Adams schreibt u.a. Bücher zur britischen Serie "Torchwood" und damit wäre auch der neu gewandete Sherlock Roman erklärt: es liest sich eher wie eine adaptierte Drehbuchfassung zur britischen Serie "Sherlock".
Zwar spielt es zur Jahrhundertwende, wie in Doyles Romanen auch und es ist aus Watsons Sicht geschrieben und fasst somit die einzige Variante zum "Stil von Doyle" auf.
Sherlock Holmes tritt hier eher in den Hintergrund, tritt nur selten auf die Bühne, um dann am Ende den Fall aufzuklären, dessen Lösung sich schon im ersten Geschichtsabschnitt aufdrängt.
Es geht um Okkultes, Magisches und allerlei Wesen von der anderen Seite. Für mich klingt es wie ein comicartige Version zu Lovecraft-Erzählungen, aber wer diesen Vergleich nicht kennt und magisch Okkultes mag, hat sicherlich Spaß beim Lesen.
Alles in allem: ein ganz neues Sherlock Gewand, nicht mit den Doyle-Büchern zu vergleichen. Was man auch nicht muss, schließlich kann Neues auch sehr gut sein, aber da hier damit geworben wird, sei das dementsprechend nur ehrlich aufgeführt. Der berühmte Sherlock-Scharfsinn fehlt allerdings (wie gesagt, das Ende ist so vorhersehbar, dass bedarf keines Genies wie Sherlock), daher ist es einfach eine nette Leseunterhaltung.
Ich würde das Buch eher als spannende Jugendlektüre empfehlen, als für die Erwachsenenunterhaltung.

Was vieleicht für alle Leser positiv zu erwähnen ist, die gerne eine große Schrift zum Lesen bevorzugen - damit kann das Buch punkten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 22, 2014 8:31 PM MEST


Ein Wispern unter Baker Street: Roman (Peter Grant 3)
Ein Wispern unter Baker Street: Roman (Peter Grant 3)
Preis: EUR 8,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angenehme Kurzweil mit Earl Grey Geschmack, 9. Juni 2013
Ich bin ein Liebhaber der Flavia de Luce-Reihe aus der Feder von Alan Bradley und kam dadurch irgendwie auf die aktuelle Taschenbuch-Ausgabe von Ben Aaronovitch.

Der Autor sagte mir nichts, allerdings lasen sich die ersten Zeilen des Buches in der Buchhandlung so genial, dass ich es mir kaufte und nun froh bin, diesen Autor kennenlernen zu dürfen.
In der Vita durfte ich dann gleich erfahren, dass Ben Aaronovitch seines Zeichens Drehbuchautor für "Doctor Who" ist / war.

Bei diesem Band handelt es sich wohl um den schon dritten Teil seiner Krimireihe um den "Zauberlehrling" Peter Grant, seines Zeichens Police Constable in London. Aber auch ohne die Vorkenntnisse bereitet das dem Verständnis keinen Abbruch.
Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich schon blöd grinsend, teils laut lachend im Zug gesessen habe, wenn ich den Roman schmökere. Es liest sich herrlich unkompliziert, der Erzählstil ist so gut mit ironisch-sarkastischen Andeutungen und Aussagen gespickt, wie es nur der gute alte britische Humor kann. Als Tüpfelchen auf dem i empfinde ich dann die herrlichen (gut aufgeteilten) Anspielungen auf diverse britische (Kult)-Serien / Autoren oder Filme. Wer Sherlock Holmes, Doctor Who und James Bond kennt, wie liebt, weiß die Begrifflichkeiten einzuordnen, die dem schon äußerst gelungenen Humor noch mehr Tiefe verleihen. Schön sind auch die zahlreichen Erklärungen zu Londons Innenstadt, dass man dem Protagonisten wahrlich auf Schritt und Tritt folgen kann. Wunderbare Zeitvertreib!


Hard Skin: Gay Romance
Hard Skin: Gay Romance
von Chris P. Rolls
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebe kennt keine Grenzen, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Hard Skin: Gay Romance (Broschiert)
Die Vorstellung Liebe zwischen einem schwulen junger Mann und einem Skin - kann das gehen?
Und dieses Buch zeigt (und klärt) auf, wie sehr man von Vorurteilen geleitet sein kann. Denn - es geht!
Die Geschichte liest sich angenehm leicht - der selbstkritische Humor von Claas trägt sein Pendant dazu bei und erfrischt die Höhen und Zweifel seiner Beziehung zu Jockel.

Sehr schön fand ich auch die Sidestory zwischen Mel und Pat. Sie rundet die Geschichte sehr schön ab, zeigt zeitglich aber auch, wie eine zarte neu entdeckte Liebe leider verlaufen kann, wenn sie Grenzen gesetzt bekommt. Die Eltern von Pat praktisch als dunkles Gegenstück zu der doch so super eingestellten Mutter von Claas, die ihrem Sohn nur das Beste wünscht. Wahrscheinlich gar nicht mal so unrealistisch.
Die Geschichte ist so glaub- und lebhaft erzählt, dass sich das Buch gut in einem Rutsch lesen lässt.


Moths - Nachtschwärmer
Moths - Nachtschwärmer
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Altes Genre im neuen Gewand, 23. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Moths - Nachtschwärmer (Kindle Edition)
Der Autor hat es verstanden, ein altes Genre geschickt in ein neues Gewand zu stecken. Und dieses Gewand umspielt zartfließend die gut durchdachten Protagonisten.
Ob die Anspielungen auf schon bekannte Charaktere wie Lucy Westerna gewollt sind oder nicht - sie bieten eine angenehme Atmosphäre. Als Leser ist man dadurch noch näher im Geschehen drin.
Die Balance zwischen interessanten Charakteren und Erotik ist die Schleife an diesem Gewand. Die Symbiose Nachtfalter und Vampir liegt im endeffekt so nahe, schließlich sind beide Geschöpfe der Nacht.
Einiges erscheint beim Lesen offensichtlich, gerade wenn es um diese geschickte Verknüpfung aus schon bekannter Mythik geht, aber der Autor hat gekonnt eine eigene neue Welt erschaffen, die glaubhaft rüberkommt und den Leser kunstvoll überrascht.


Blackwood Farm
Blackwood Farm
von Anne Rice
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schönes Buch, allerdings..., 5. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Blackwood Farm (Gebundene Ausgabe)
Ich erinnere mich noch an die Zeit nachdem ich "Merrick" gelesen hatte - ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht! Schließlich wurde man als Leser mit einem der so typischen Rice'schen Cliffhanger zurückgelassen.
Daher habe ich die nächste Chronik-Veröffentlichung herbeigesehnt, aber wahrscheinlich falsche Hoffnungen gehegt.

Bitte nicht falsch verstehen. Anne Rice ist in ihrem Element.
Ein weiteres Buch der Vampir-Chronik. Lestat ist wieder zurückgekehrt.
Und ihm stellt Anne gleich einen weiteren jungen Mann an die Seite, in den sich Lestat auch gleich wiedereinmal Hals über Kopf verliebt. Man erfährt sehr viel über den jungen Mann, in gewohnt schöner Detailbeschreibung der Autorin. Sie verleiht ihrem Quinn geradezu greifbaren Schmerz.

Würde ich das Buch als reines Vampirbuch lesen, was fernab von der Vampir-Chronik steht, würde ich dem Buch sofort 4 Sterne geben. Es liest sich sehr gut, die Charaktere sind (sinn)bild(lich) dargestellt, dass man sich sehr gut in der Geschihcte wiederfindet. Anne Rice hat ein Händchen für Vampire und sie kratzt gerade immer so zaghaft an der Oberfläche zur Homoerotik, das genug Platz für das Kopfkino bleibt. Es sind die langbeschriebenen, teilweise sehr sensiblen Gesten, die die Leidenschaft der Protagonisten füreinander ausdrücken. Ein Blick streichelt bei ihr den Geliebten mehr, als sie es je weiter beschreiben würde. Was auf seine Weise wunderschön ist, denn weniger ist bekanntlich ja mehr. Diese "passiven Streicheleinheiten" intensivieren die Beziehungen.

Ich allerdings war ziemlich enttäuscht, weil ich dieses Buch als weiteres Buch der Chronik gesehen habe. Die Hoffnung wagte, dass dort angeknüpft wird, wo man in "Merrick" aufgehört hatte. Zumindest ein Wink in die Richtung.
"Blackwood Farm" geht darüber hinweg, keine Anspielung auf das, was geschehen ist. Wer Antworten auf das sucht, was zwischen "Memnoch, der Teufel" und "Merrick" mit Lestat "geschehen" ist (abgesehen von "Blut und Gold" oder "Pandora, sowie Armands Geschichte) - wird enttäuscht. Anne Rice liefert keine Antwort. Dafür kommt sie mit neuen Charkteren um die Ecke. Mir liebgweordenen Charaktere wie Louis, Armand oder die anderen aus der Chronik sucht man vergeblich. Werden zu 99,9% gar nicht erwähnt.
Zieht sich die Beziehung Louis-Lestat wie ein roter Faden durch die bisherigen Bände, sucht Lestat nach seinern Eskapaden immer wieder kurz die Nähe von Louis, was genau diese "passive Leidenschaft" ausdrückt, deren sich Rice so gut bedient, wird diese Beziehung mit diesem Band eiskalt gekappt.
Auch die mir so liebgewonnen Eigenschaften / Eigenarten von Lestat sind nicht mehr vorhanden. Anne Rice hat praktisch einen vollkommen neuen Lestat erfunden, der mit den anderen Büchern so gar nichts mehr gemeinsam hat. Ich würde es gerne verstehen und darüber hinwegsehen, wenn Anne Rice eine Art Grund / Auslöser für Lestats Chrakterwandel geben würde. Tut sie aber nicht. Ich würde sogar soweit gehen, das ich sage, dass Blackwood Farm" (sowie auch "Hohelied des Blutes") mit der eigentlichen Chronik nicht mehr viel gemeinsam haben.

Zusammenfassend würde ich sagen: dem Buch, als eigenständiges Werk als Vampirbuch gesehen, würde ich vier Sterne geben!
Da es sich hier aber um ein weiteres Buch der "Vampir-Chronik" handelt, möchte ich fairnesshalber anderen Liebhabern sagen, dass ich für meinen Teil arg enttäuscht wurde, weil das Buch so gar nichts mehr mit Lestat den man kennt & liebt, gemeinsam hat. Er ist ein wahrer Schatten seiner selbst geworden. Da muss jeder für sich entscheiden, ob er das lesen möchte oder nicht. Daher gibt es von mir, für das angekündigte "weiterführende Werk der Chronik", nur 2 Sterne.


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