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Rezensionen verfasst von
M. Burgi

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Permalight
Permalight
Preis: EUR 25,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musik Für Herz und Seele..., 26. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Permalight (Audio CD)
Permalight ist das inzwischen vierte Album der amerikanischen Indie-Pop-Truppe, die in Deutschland leider noch viel zu unbekannt ist.
Solitary Gun macht gleich richtig gute Laune, mit Handclaps, einer flotten Akustikgitarre und tollen Drums. Good Morning (The Future) wird dann mit dem Synthesizer verfeinert und ist der erste Ohrwurm mit einem 80s-Sound im Refrain. Sleepwalker verzichtet dann auf jeden elektrischen Schnickschnack und verzaubert mit dem für diese Band typischen sanften Gesang und einer nicht zu lauten, nicht zu leisen musikalischen Begleitung. Besonders das Schlagzeug prägt den Klang. Stars And Stripes ist dann wieder um einen elektronischen Aspekt erweitert, der für mich nicht unbedingt nötig wäre. Der Titeltrack Permalight hat eine beinahe süchtig machende 80s-Begleitung und ist eine sichere Nummer für die Indiedisko. Fear Itself ist eine wunderschöne Ballade mit einer episch anmutenden Begleitung. Right With You hat einen Surfrockcharakter, der hier richtig gut klingt und einer sommerliche Stimmung macht. We Will Make A Song Destroy wechselt zwischen Gesang mit spärlicher Begleitung und rockigem Instrumenteneinsatz und klingt dadurch besonders, richtig richtig tolle Nummer. I'll Never Leave You klingt wie der Titel einer typischen Ballade und genau das ist dieser Song auch und wird durch Akustikgitarre und Handclaps begleitet. Per Anger rockt leise vor sich hin und scheint sehr unscheinbar, ist er trotzdem oder gerade deswegen ein absoluter Ohrwurm, der im Refrain voll aufgeht. You Have Boarded hat krachende Drums und kompromisslose Gitarren und erinnert etwas an die White Stripes. Das einminütige All That Remains beendet das Album ruhig aber mit ziemlich abruptem Ende.
Rogue Wave machen wunderschönen Pop mit Melodien zum Träumen und Dahinschmelzen. Wer The Shins oder Nada Surf mag, MUSS ihr zuschlagen. Die anderen aber auch ;)

No Hope,No Future
No Hope,No Future
Preis: EUR 18,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich interessiere mich eigentlich nicht für Mode, aber ich mag "gute Schuhe", 26. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: No Hope,No Future (Audio CD)
Was macht man wenn man aus der tristen Vorstadt Londons kommt und Langweile hat? Man macht Musik! Man besingt also die Freuden und Leiden der Gleichaltrigen und spinnt darum Indierockklänge. Ein einfaches Konzept, das in letzter Zeit viele Bands verfolgen, so dass man leicht den Überblick verlieren kann. Good Shoes sollte man aber unbedingt mal ausprobieren.
Mit The Way My Heart Beats startet das Album sehr forsch und zackig und zeigt was den Sound der Good Shoes ausmacht. Klarer Gitarrensound mit krachenden Drums und der markanten Stimme von Rhys Jones. Danach gibt es einen kleinen Bruch mit der Down-Temponummer Everything You Do. I Know zeigt sich dann wieder von der rockigen Seite und geht wieder zielstrebig nach vorne wie auch die Single Under Control direkt in die Beine geht. Do You Remember beginnt relativ ruhig und endet dann im besten Instrumentalteil des Albums. Our Loving Mother In A Pink Diamond hat eine hypnotisierende Melodie und geht wohl nicht mehr so leicht aus dem Ohr. Times Change ist dann wieder eine typische Good Shoes-Nummer, die ihren Höhepunkt in einem fesselnden Refrain findet. A Thousand Miles An Hour ist ein kleiner Tiefpunkt, der weder durch Text noch durch Melodie überzeugt. Das vergisst man aber schnell, da das Album nun nochmal richtig aufblüht. Then She Walks Away ist ein absoluter Ohrwurm mit einer quietschenden Gitarre und einem Wahnsinnssound. City By The Sea beendet das Album schließlich ruhig und gefühlvoll.
Good Shoes machen vielleicht keine Musik für die Ewigkeit, aber im Moment machen sie richtig Spaß!

Fire Like This
Fire Like This
Preis: EUR 18,99

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blutrote Schuhe - Feuer wie dies, 23. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Fire Like This (Audio CD)
Da ist es also das zweite Album der zweiköpfigen Krachtruppe: Blood Red Shoes. Durch zahlreiche Konzerte und Festivalauftritte in den letzten drei Jahren haben sie ihre Fangemeinde kontinuierlich vergrößert und auf ihrem derzeitigen Höhepunkt erscheint nun Fire Like This. Bereits im Vorfeld hatten sie angekündigt, dass das Album düsterer als das Debüt klingen werde.
Das Album beginnt mit Don't Ask, das eine jaulende Gitarrenmelodie bietet und mit dem typischen Wechselgesang und einer immer breiter werdenden Wall Of Sound zum Ende hin richtig wild wird. Danach geht es vermeintlich ruhig weiter, mit der ersten Single Light It Up. Mit melodiösen Strophen und einem simplen aber krachenden Refrain zum Mitgröllen geht diese Nummer auf Anhieb ins Ohr. It Is Happening Again ist eine schön gesungene Rocknummer, die schnell ans Herz und in die Beine geht. Richtig gefühlvoll wird es aber dann erst mit When We Wake. Dieser Song setzt sich eindeutig von allen bisherigen Songs ab. Der Song beginnt mit Laura-Marys zuckersüßem Gesang und Gitarreneinsatz, bevor Steven mit seinen Drums den Song vorantreibt. Erst Richtung Ende wird die Nummer wieder etwas lauter. Ein absolutes Highlight, das zum Nachdenken anregt. Keeping It Close wird von Steven gesanglich eröffnet, bevor Laura-Mary die stimmliche Kontrolle übernimmt. In diesem Song wird sehr gut deutlich, wie gut die beiden mit ihren Instrumenten und Stimmen harmonieren. Ähnliches hört man bei Count Me Out. Heartsink beginnt unruhig und ist die dunkelste Nummer auf Fire Like This, die ausschließlich von Steven gesungen wird. Laura-Mary erzeugt hier mit ihrer Gitarre einen richtig breiten Gitarrensound. Wahnsinnsnummer!! Follow The Lines ist dann erneut eine etwas ruhigere Nummer, die nicht unbedingt durch ihren Text aber dafür umso mehr mit gefühlvollem Gesang punktet und ein weiteres Mal verdeutlicht, dass die Band nicht nur laut und schnell überzeugen kann. Auch One More Empty Chair zeigt sich anfangs sehr zerbrechlich, aber im Refrain zeigen die Zwei dann ihre gewohnte rockige Seite. Die letzten dreißig Sekunden leiten perfekt den Showdown des Albums ein: das siebenminutenlange Songmonster Colours Fade. Fünf Minuten wird nochmal alles ausgepackt, was Blood Red Shoes auszeichnet: zackige, melodiöse Strophen, kompromisslose Refrains zum Mitsingen, bevor das Album in eine andere Galaxie zu verschwinden scheint, in dem sie ein Art Herzschlag imitieren, der im Nichts endet. Gruselig!
Durch die düstere Stimmung hat das Album an Kompaktheit gewonnen, auch ist es deutlich gefühlsbetonter als das Debüt Box Of Secrets und spricht den Hörer durch anspruchsvolle Texte aus der Seele. Fire Like This ist ein klasse Album einer Band, die ihre Stärken ausnutzt und um einige sehr interessante und hörenswerte Nuancen erweitert und dadurch doppelt punktet. Wer sie noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt zu schlagen!!!

Love and Terror
Love and Terror
Preis: EUR 21,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 100% The Cinematics!!!, 3. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Love and Terror (Audio CD)
Das zweite Album klingt so wie das erste Album vieler Senkrechtstarter von der Insel. Rauer, ungeschliffener, "schmutziger". Das liegt zum einen an der bis ins kleinste Detail ausgefeilten Produktion des Debüts und zum anderen daran, dass sie die Produktion für Album Nummer zwei selbst übernommen haben und ihr eigenes Ding machen konnten. Deshalb merkt man nun auch, dass die alten Produzenten ihre Vorbilder Joy Divison und The Cure nicht mehr zu kopieren versuchen, sondern die Band ihren Sound entwickeln will und kann. Dass spiegelt sich in verschiedenen Facetten wider: Auf dem Debüt verschmolz ein Song mit dem nächsten und man fand sich in einem wunderschönen Dschungel von 80er-Postpunk- und Rockangehauchten Melodien. Diese Genres wurden nun noch um die Facetten Electroeffekte (hört sich vielleicht schlimmer an als es klingt), Xylophon oder krachende Drums erweitert. Hier ist nun jeder Song ein Eckpfeiler für sich. Songs, die schnell in Ohr und Bein gehen, wie die Singles Love And Terror und New Mexico oder der Opener All These Things. Und etwas sperrigere Songs, die erst nach mehrmaligen Hören ihre ganze Schönheit erkennen lassen, wie Lips Taste Like Tears, Hospital Bills und Moving To Berlin. Ich persönlich mag Songs mit Substanz, die man selbst entdecken muss, um am Ende, umso mehr Freude daran zu haben.
Love And Terror bekommt durch die experimentelle Produktion einen Garagenrockcharakter, der dem Sound der Cinematics sehr gut tut, ihre Wurzeln aber nicht überdeckt, sondern nur erweitert.
Mir persönlich gefällt das Debüt sehr sehr gut, allerdings kann ich auch die Kritiker, zumindest im Ansatz, verstehen, die vor zwei Jahren von zu wenig Eigenständigkeit, Kreativität und zu viel Kopie sprachen. (Der Musikexpress beispielsweise watschte die Platte mit 2 Sternen ab.) Diese Ausreden können sie jetzt aber nicht mehr geltend machen. Hinter dieser Platte stecken 100% Cinematics und bitte liebe Kritiker, diese Platte ist es doch wirklich wert, für eine größere Hörerschaft schmackhaft gemacht zu werden!!!
Auch live ist die Band ein wirkliches Highlight. Wer die Band im September verpasst hat, bekommt im November noch einmal die Gelegenheit die vier Schotten auf deutschen Bühnen zu erleben. Unbedingt hingehen!!!

Mind Chaos
Mind Chaos
Wird angeboten von direkte_Angebote-DE-FBA
Preis: EUR 4,78

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bei diesem Hockey gewinnt man immer!!!!, 30. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Mind Chaos (Audio CD)
Hockey heißt der neue Trend aus Amerika. Und damit ist die Band gemeint und nicht die Sportart. ;) Das Debütalbum Mind Chaos erschien in Amerika bereits letztes Jahr als EP in leicht veränderter Form und wurde für den Weltmarkt jetzt noch mal neu zusammengemischt und erweitert. Bei den elf Songs handelt es sich um 11 Hits, keine Frage, allerdings werden sie nicht zwangsläufig beim ersten Mal gefallen, weil man die zahlreichen Spielereien erst nach mehrmaligem Hören in vollem Ausmaß erkennt. Beim Album handelt es sich um eine hervorragende Dancepop-Platte, die im Stil an die gerade sehr beliebten Phoenix aus Frankreich erinnert. Allerdings bedienen sie sich auch bei Elementen des Garagenrock und erinnern an einigen Stellen sowohl durch Gitarrenriffs als auch der Stimmlage an die Strokes. Auch die Texte wissen zu überzeugen. Hier sprechen sie auch gesellschaftskritische Themen an, wie zum Beispiel der Vers aus dem ersten Song verdeutlicht: "Maybe I'm just too fake for the world". Also, ist auch die Gefahr gebannt, dass sie durch belanglose Texte schnell langweilig werden. Diese Texte verpacken sie aber dann in so fröhliche Melodien, dass man die Songs auch nicht zu ernst nehmen und am besten einfach ausgelassen tanzen oder zumindest mit Kopf oder Fuss mitwippen sollte. Schnell wird man dann merken wie die Songs Curse The City, Work oder Song Away zu widerspenstigen Ohrwürmern heranreifen und noch für lange Zeit im Kopf hängen bleiben werden. Eines der stärksten Debüts 2009!!!

Klang
Klang
Preis: EUR 19,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Rakes: Von Strasbourg in die Belanglosigkeit??, 30. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Klang (Audio CD)
Nachdem The Rakes aus London mit ihrem zweiten Album nach dem famosen Debüt eine neue Richtung einschlugen, waren die Meinungen sehr gespalten. Viele Fans meinten man hätte lieber beim Sound des ersten Albums bleiben sollen. Dennoch hat sich Ten New Messages inzwischen zu einer beinahe ebenbürtigen Platte entwickelt. Mit Klang erschien nun im Frühjahr das dritte Album mit dem deutschen Titel Klang. Das Album wurde in Berlin aufgenommen und der Massstab der Band war eine Platte zu machen, die auch live gut funktioniert. Deshalb bauen die zehn Songs des Albums auf dem gitarrenlastigen Sound des Debüts auf. Nun zum Album selbst. Klang ist mit einer Spielzeit von nicht einmal 30 Minuten sehr kurz ausgefallen. Es befinden sich also ausschließlich 3 Minuten Songs auf der Platte. Beim ersten Hören gefiel mir die Platte auch sehr gut. Schön rockig, rau und mit der markanten Stimme von Alan Donohoe erinnern sie schon sehr an ihre 2005er Platte Capture/Release. Bei einigen Songs merkt man aber dann schnell, dass es doch zur sehr nach 2005 klingt und bei manch einem wird man sich fragen: Habe ich das nicht genauso schon vor vier Jahren gehört?? Also, diese Platte ist nicht nur für den Rakes-Fan, sondern für jeden Musiliebhaber der Beweis, der sich schon einmal von seiner Lieblingsband ein zweites .... (beliebigen Albumtitel einsetzen) gewünscht hat, dass es ganz ohne Entwicklung schnell langweilig werden kann. Also, liebe Rakes, das nächste Mal wieder ein überraschendes Gitarrenriff, neue Texthemen oder ein bisschen mehr Experimentierfreude. 3 Sterne!!

Humbug
Humbug
Preis: EUR 19,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Arctic Monkeys sind erwachsen geworden., 20. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Humbug (Audio CD)
Zweieinhalb Jahre sind seit Favourite Worst Nightmare vergangen. Und seit Bloc Party, Franz Ferdinand und Maximo Park haben wir gelernt, dass nicht die zweiten Alben Veränderung bringen und die Fans in zwei Lager spalten, sondern die dritten. So könnte es nun auch bei Humbug der Fall sein.

Das dritte Album wird eröffnet durch die Downtemponummer My Propeller, das so gar nicht nach den alten Arctic Monkeys klingt. Auf ein krachendes Gitarrenriff wartet man hier fast zweieinhalb Minuten lang. Dennoch wird der Song zu keiner Sekunde langatmig oder gar langweilig. Ein Song, der definitiv Lust auf mehr macht. Danach folgt die erste Single Crying Lighting, die ihre wahre Schönheit erst nach einigen Durchläufen eröffnet. Klingt ungewohnt, wird aber durch Drums und Lautstärkenwechsel angetrieben und zu jedem Moment unberechenbar. Dangerous Animals rockt vor sich hin und vielleicht anfangs am Gehör vorbei. Am Ende wird man sich fragen, war das jetzt der Song und sollte da noch was kommen? Auf den Aha-Moment wartet man vergebens. Song vier, Secret Door, schließt sich daran irgendwie an. Erst nach zwei Minuten geht der Song richtig auf, dafür aber umso heftiger. Raue Gitarre zum Beginn und so wie man Arctic Monkeys kennen und lieben gelernt hat. Das ist Potion Approaching. Dennoch blitzt der 2009er Stil durch, denn ab der Mitte vollzieht auch dieser Song einen Wechsel und man erkennt ihn kaum wieder. Fire And The Thud ist relativ ruhig und hat eine wunderschöne Melodie zum Träumen. Ein Song, der gleich beim ersten Hören zu überzeugen weiß. Cornerstone klingt als sei es direkt aus den 60ern ins Jahr 2009 übertragen worden. Melodische Gitarrenklänge passen perfekt zum 40-jährigen Woodstockfestival. Dance Little Liar ist das Highlight des neuen Albums und hat mich auch gleich beim ersten Hören überzeugt. Sehr melodisch und ein weiteres Mal durch knallende Drums vorangetrieben. Pretty Visitors sticht einzig besonders heraus. Es zeigt eine neue Facette durch hymnenhaften, mehrstimmigen Gesang und ein Keyboardintro. Ist dann sehr laut und könnte so auch von den White Stripes sein. Auch bei The Jeweller's Hands spielt das Keyboard eine nicht überhörbare Rolle. Leider ist dieser Song aber bei weitem nicht so stark wie die Albumcloser A Certain Romance und 505 und entlässt den Hörer mit sehr gemischten Gefühlen.

Dass auf diesem Album nur 10 Songs sind, merkt man kaum. Manche Nummern haben solche Brüche, dass man meinen könnte, es wären 2 verschiedene Lieder. Dies lässt sich auch durch das häufige Fehlen des Strophen-Refrain-Schemas erklären. Stattdessen werden Geschwindigkeit, Tonlagen oder Instrumentierungen während eines Songs gewechselt. Auch deswegen lässt es sich erklären, dass diese Platte nicht ab dem ersten Hören gefallen mag. Das Album entstand größtenteils in den Wüsten Amerikas und dadurch wurden die vier Sheffielder so inspiriert, dass nicht mehr viel vom Klang der beiden Vorgängeralben übrig ist. Der Sound ist countrylastig mit vielen Sixtieselementen. Also, kein Rotzbengelrock, mit dem Kopf durch die Wand, mehr, sondern jetzt erwachsener, abgeklärter Rock. Insgesamt klingt das dann wie ein Mischung aus (den neuen) Mando Diao, The White Stripes und The Last Shadow Puppets. Nach einigen Durchläufen gehen die insgesamt ruhigeren Songs auf und man merkt wie gut die Songs zusammenpassen. Humbug besticht also nicht durch herausragende Hits, sondern durch perfekte Ausgeglichenheit. Dennoch fehlen eindeutig Highlights, wie I Bet You Look Good On The Dancefloor oder Teddy Picker, die das Album auf eine höhere Stufe heben. Deshalb 'nur' vier Sterne.

XX - Digipack
XX - Digipack
Preis: EUR 15,99

65 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Weniger ist mehr!!!!, 18. August 2009
Rezension bezieht sich auf: XX - Digipack (Audio CD)
The XX sind vier Teenager aus London. Und da neue Bands momentan wie Pilze aus dem Boden sprießen muss man sich fragen, was können diese vier, was die vor ihnen nicht konnten. Und hier fällt mir auf Anhieb nur ein Wort ein: Weglassen. Der Sound ist so minimalistisch, dass er auf den ersten Blick sehr einfach wirkt. Durch die geringe Instrumentalisierung und Lautstärke bleibt hier viel Platz für das Instrument Stimme und dieses verleiht der Musik von The XX Tiefgang. Oliver Sim und Romy Madly Croft erzählen ihre Geschichten so authentisch, dass es eine wahre Freude ist zu lauschen. Und spätestens ab Song drei Crystalised werden um diese Erlebnisse auch so schöne Melodien gesponnen, dass man schnell in eine andere Welt entgleitet. Den Sound von The XX einem Genre zuzuordnen ist nur schwer möglich. Es verschmelzen Elemente des Postpunk, des New Wave und der elektronischen Musik zu einem nicht von dieser Welt stammenden Dream-Pop, mit hochemotionalen, melancholischen Texten und Klängen. Wegen anfänglichen Schwächen vier Sterne. Trotzdem unbedingt ausprobieren!!!!

Conditions
Conditions
Preis: EUR 7,99

6 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nur Mittelmaß..., 14. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Conditions (Audio CD)
The Temper Trap kommen aus Australien, sind aber musikalisch eher bei den momentan sehr gehypten Phoenix aus Frankreich zu Hause. Der Electropop klingt hier allerdings noch etwas rockiger. Nach dem ersten Hören fällt auf: Wirklich neu klingt das alles nicht. Es gibt Songs zum Nachdenken, wie Science Of Fear, Soldier On und Fools und aufmunternde Gute-Launenummern, wie Sweet Disposition, Down River, Fader und Drum Song. Die Platte ist geradlinig und konsequent, gut produziert, aber richtig fesseln tut sie nicht. Es fehlt eindeutig der Überraschungsmoment, das besondere etwas, das diese Band aus der Masse heraushebt. 3 Sterne...

Quicken the Heart
Quicken the Heart
Preis: EUR 4,97

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzbeschleunigung mit Gefühl, 2. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Quicken the Heart (Audio CD)
Maximo Park sind eine der Bands aus Großbritannien, die in den letzten Jahren für die größten Furore gesorgt haben. Die beiden ersten Alben wurden mit guten Kritiken und Preisen überhäuft und nun folgt also das dritte Album Quicken The Heart. Hier gilt: Wer nichts mit Our Earthly Pleasures anfangen konnte, wird wohl auch mit dieser Platte seine Probleme haben. Wer aber schon, der wird umso mehr Spaß haben!!

Das Album beginnt mit dem Song Wraithlike, das einigen wohl schon bekannt sein dürfte, da es auf zahlreichen Seiten als Gratisdownload angeboten wurde. Ein rockiger Opener, der relativ simpel konstruiert klingt, aber trotzdem oder gerade deswegen zu einem widerspenstigen Ohrwurm heranwachsen kann. Danach folgt The Penultimate Clinch, das mit einer schönen Bassline beginnt und dann durch einige Spielereien und Tempowechsel zu einem richtig guten Song mutiert. Dritter Song ist die erste Single The Kids Are Sick Again, das mit viel Tempo und Melodie im Refrain total aufgeht. A Cloud Of Mystery ist auf den ersten Blick ein sehr unscheinbarer Song, der einen sehr schönen melodischen Refrain besitzt und besonders durch Paul Smiths Gesang getragen wird. Calm ist eine gefühlvolle Ballade, die einem sehr schnell ans Herz gehen kann und für mich eine absolute Sternstunde des Album darstellt, das das Herz nicht unbedingt durch Tempo und Lautstärke, sondern eher durch Gefühl beschleunigt. Zum Ende hin wird Calm wieder etwas rockiger. In Another World (You Would've Found Yourself By Now) hat einen der schönsten Refrains des Albums und auch die Wohohos von Paul Smith sind hier perfekt aufgehoben. Als ich auf einem Konzert im März, auf dem sie Let's Get Clinical spielten, diesen Song das erste Mal hörte, war ich gleich verzaubert. Auf Platte hat der Song aber etwas Ladehemmung und ist nicht so agressiv, wie sie ihn live vortrugen. Liegt wohl auch daran, dass auf der Platte Keyboard und Gitarre sehr verzerrt klingen. Nach einigen Durchläufen entfaltet aber auch dieser Song seine ganze Schönheit. Roller Disco Dreams hat eine treibende Instrumentenbegleitung, ist aber trotzdem sehr gefühlvoll. Die nächsten beiden Songs sind schon etwas älter und wurden auch schon letztes Jahr auf einigen Festivals und Konzerten gespielt. Tanned besticht durch das Keyboard, das diesem Song durch einen speziellen Sound eine neue Maximo Park-Facette verleiht. Ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Questing, Not Coasting gefällt mir seit dem ersten Hören und ist ein typischer Maximo Park 2009-Song, viel Gefühl und ein melodischer Refrain. Overland, West of Suez besteht aus einem Wechsel aus Keyboardpassagen und rockigen Passagen und das Verschmelzen von diesen beiden Formen macht diesen Song so besonders. Zum Abschluss gibt es I Haven't Seen Her In Ages, das wiederum eine schöne Ballade mit einer Melodie zum Träumen ist.

Quicken the Heart ist ein wunderschönes Popalbum mit Maximo Park und insbesondere Paul Smith in Hochform. Seine Texte und Stimme verschmelzen mit den teils ruhigen, teils rasanten Melodien in jedem Song zu kleinen Musikpralinen, die ein Genuß für Ohr und Seele sind.

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