ARRAY(0xb3c6e9b4)
 
Profil für Seth Gecko > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Seth Gecko
Top-Rezensenten Rang: 5.610
Hilfreiche Bewertungen: 1128

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Seth Gecko

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
pixel
The Amazing Spider-Man (2 Disc) [Blu-ray]
The Amazing Spider-Man (2 Disc) [Blu-ray]
DVD ~ Andrew Garfield
Preis: EUR 8,99

51 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Neustart der Hoffnungen weckt, 4. November 2012
Was Sony will nach gerade einmal 5 Jahren in denen Sam Raimi mehr oder weniger freiwillig seine Spider-Man Trilogie abschloss einen Neustart wagen? Die Entrüstung und Fragwürdigkeit dieser Idee konnte kaum größer sein. Ohne Frage wollte Sony noch mehr Geld aus den prima laufenden Comicverfilmungen pressen welche in sachen Erfolge nur noch in Animationsfilmen echte Konkurrenz fürchten müssen. Doch veranlasste die Verpflichtung von Marc Webb als Regisseur die Fangemeinde zum Aufatmen. Denn falls ein talentierter und aufstrebender Filmschaffender Charaktere und Handlung in den Griff bekommen würde ohne die Action zu vernachlässigen konnte keiner besser geeignet sein als der "500 Days of Summer" Regisseur. Und tatsächlich muss man nach Ansehen des Films den Beteiligten zugestehen, dass sie die meisten der Befürchtungen zerstreuen konnten.

Vielleicht lag es an den allgemein niedrigen Erwatungen an der Qualität des Films. Schließlich wäre man schon zufrieden gewesen hätte man eine totale Bruchlandung vermeiden können. Denn zu groß wirkte die diesjährige Superheldenkonkurrenz in Form der "Avengers" und dem Abschluss von "The Dark Knight". Zwar schaffte es Spider-Man weder an der Kinokasse ganz mit der Konkurrenz mitzuhalten noch an den alten Spider-Man Filmen vorbeizukommen doch braucht der Film keinen Vergleich zu scheuen.

Marc Webb legt seinen Focus deutlicher auf Peter Parker als Sam Raimi. So wirkt sein Beziehungsgeflecht zu seiner Freundin deutlich reduzierter und neben dem Bösewicht existiert eigentlich kaum jemand der einen ähnlich großen Part hat. Dennoch wirken die Nebenhandlungen nicht wie ein notwendiges Übel da die meisten Nebencharater facettenreich ausgearbeitet wurden. Doch kann der Regisseur mit seinen ersten wirklich großen Film spektakuläre Sequenzen inzenieren? Das er gerade in diesem Bereich Neuland betritt merkt man dem fertigen Film nicht an. Neben kleineren Scharmützeln beweist er vorallem in 3 längeren Szenen visuelles Geschick welches er mit dem Finale auf dem Oscorp-Tower zu toppen versteht. Gerade die Animation des Lizard dessen streben Benachteiligungen auszumertzen immer mehr aus dem Ruder laufen sind gelungen und befinden sich auf dem aktuellen Stand der technischen Möglichkeiten. Auch die Wahl Andrew Garfield zum Spieder-Man zu machen war richtig. Es gelingt ihm ebenso den verunsicherten Ausenseiter wie den zwiegespaltenen Superheld zu spielen ohne dabei in seinen emotionalsten Momenten weinerlich zu wirken.

Die Blu-ray

Die Kritik an der Blu-ray sollten unentschlossene als Meckern auf einem Sehr guten Niveau ansehen. Die Bildqualität ist im Vergleich zu anderen Scheiben im oberen Bereich anzusiedeln ohne dabei Referenz zu sein. Das Bild wirkt schön knackig und detailreich. Wer den Anzug von Spidey in der Nahaufnahme sieht oder ihn bei dem Schwingen durch die beleuchteten Häuserschluchten bewundert versteht was damit gemeint ist. Dabei wirkt das Bild immer natürlich und sieht auch bei Nachtaufnahmen und Szenen mit viel Schatten toll aus ohne Details zu verschlucken. So toll der Schwarzwert umgesetzt wurde wirkt er für mich als einzige Kritik in der Farbpalette als zu dominant. Für meinen Geschmack wirkten manche Szenen als dezent zu dunkel dargestellt.

Bei dem Sound lässt diese Blu-ray keine Wünsche offen. Bei Musikstücken und Dialogszenen stets klar und präzise sowie bei den Actionszenen mit wuchtigen Bässen wodurch ein lebendiges Klangbild entsteht.

Fazit
Marc Webb ist ein klassischer Summerblockbuster gelungen der sich hinter den "Avengers" und selbst dem "Dark Knight" nicht verstecken zu braucht. Sicherlich bietet der Film keine sonderlich neuen Elemente für einen Blockbuster doch sind die Charaktere ordenlich ausgearbeitet und die Action kommt weder zu kurz noch fällt sie zu unspektakulär aus. Mitgeliefert wird der Film auf einer Sehr guten Blu-ray mit sehr geringen Abstrichen beim Bild. Auf dieser Basis muss niemandem um den 2 Teil angst und bange werden.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2013 1:53 PM MEST


The Cabin in the Woods
The Cabin in the Woods
DVD ~ Kristen Connolly
Preis: EUR 6,97

50 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bei Kratos Hand. Yeah!,, 4. November 2012
Rezension bezieht sich auf: The Cabin in the Woods (DVD)
Bei einem Film der bereits 2009 abgedreht wurde und erst jetzt in die Kinos kam ist für den kundigen Filmschauer Skepsis angebracht. Zu oft wurden schon Ladenhüter durch den Ruhm eines beteiligten Schauspielers (in diesem Fall Chris Hemsworth) in eine Kinoauswertung geprügelt. Als Grund für den verzögerten Start findet man im Internet eine gewisse Ratlosigkeit des Studios mit welcher Strategie sie diesen Film bewerben können. Angesichts der Penetranz mit der viele Studios ihre Filme als lupenreine und risikominimierte Popcornfilmchen (John Carter) anpreisen verwundert diese Ratlosigkeit bei dem Anschauen von "The Cabin in the Woods" nicht.

Vorallem aus dem gekonnte Spiel mit den üblichen Horrorfilmkonventionen zieht der Film seine Frische. Die größten Stärken liegen dabei in der Charakterzeichnung sowie in dem Handlungsverlauf die beide zu bestimmten Zeiten des Films gewollt bekannt wirken. Der Film schafft es trotz einiger thematischen Wechsel einheitlich und ohne Brüche zu erscheinen. Was der Film dann im letzten Akt abliefert kann getrost als Feuerwerk bezeichnet werden. Der Film feuert dort Schauwerte und klassische sowie kreative Momente im Dauerfeuer ab welche den Streifen alleine deshalb sehenswert machen.

Daher ist der Film für mich 4 Sterne wert. Den einen Stern abzug vergebe ich für die beliebig wirkenten "Entwicklungen" welche die Geschichte bis hin zu ihrer Auflösung antreiben. Alleine bei dem Verfassen einer Rezension befindet man sich in dem ständigen Twist nicht alle Inhalte des Filmes ansprechen zu können ohne zu viel preiszugeben. Wer gefallen an einem athmosphärisch dichten Film mit toll gestalteten Monstern sowie einem ereignissreichen Schlussakt findet sollte einen Blick riskieren. Denn alleine über die Schlusseinstellung konnte ich noch Stunden später schmunzeln. In einem Interview wollte der Regisseur seinen filmischen Beitrag zum Horrorgenre sowohl als Hassbrief sowie als Liebesbrief verstanden haben. Dieses Anliegen hat er mit Bravur auf die Leinwand gebannt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 12, 2013 9:33 PM MEST


FIFA 13
FIFA 13
Preis: EUR 19,48

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für Freunde von Bugs und Abstürzen ein unbedingtes Muss!, 3. November 2012
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: FIFA 13 (Videospiel)
Eigentlich hatte ich nicht vor zu diesem Spiel eine weitere Rezension zu verfassen. Denn es existieren schon jede menge Rezensionen die es genau auf den Punkt bringen. Doch da ich heute schon 20! mal gescheitert bin in den Clubmodus zu kommen überwiegt einfach der Drang selbst etwas zu schreiben. Zwar spiele ich schon länger Fifa doch seit dem 10er spiele ich fast ausschließlich in Clubs und das über Stunden. Dabei ist von Teil zu Teil ein Leidensweg entstanden bei dem selbst der Graf von Monte Christo verzweifeln würde.

Die Chronik des Grauens:

1. Bugs

Nachdem EA nach fast einem Monat es geschafft hatte ein Update herauszubringen (ja es musste verschoben werden da EA auf den letzten Drücker bugs in dem eigens für diese erstellten Patch fand...) kämpfen Spieler nun mit einem ganz anderen Problem. Auf gespenstische weise verschwinden auch außerhalb von Holloween die Spielbälle. Auch eine Befragung von David Copperfield verlief im Sande da dieser völlig verplüfft war mit welcher Kompetenz EA hier zu werke geht.

Darüber hinaus kommt es schoneinmal vor das der Online Pass nochmals eingelöst werden muss. Dieser wird dann umgehend als falsch abgelehnt. Befinde ich mich nach einem Clubspiel wieder in der Lobby wird mein Stürmer der eine stärke von 87 hat gerne mit 80 dargestellt. Erfahrungspunkte und Leistungen werden in dem Spiel häufig nicht angerechnet oder gehen einfach wieder verloren. Ein weiterer Umstand der mich ärgert tritt ein wenn man 4 0 führt und die gegnerische Mannschaft aufgibt. Alle freigeschaltete Leistungen sowie Tore und Assists für die Statistik werden nicht übernommen.

2. Das Onlinespielen

Ohje wo soll man hier nur anfangen. Generell wirkt das Spiel sehr sehr instabil. Zu bestimmten Zeiten in denen viele Spieler online sind ist ein frustfreies onlinespiel kaum möglich. Die Verbindung zu dem EA-Server kann einfach nicht hergestellt werden. Hier hilft gelegentlich ein 100-facher Neustart der Konsole oder 1000-faches neu anmelden beim psn. Laut EA soll das auswählen der englischen Sprache helfen doch bleibt der Erfolg sehr übersichtlich.

Spaß machen die ständigen Verbindungsabbrüche nicht nur im club sondern auch beim ultimate Team. Zwar zählt das Spiel in der Liga nicht als verloren doch wird den Spielern 1 Spiel vom Vertrag abgezogen. Da dies momentan die Regel ist investiert man die Münzen nur noch in Verträge die auch nicht mehr wie beim Vorgänger in den Goldpacks mitenthalten sind. Diese müssen seperat im Shop getauscht werden toll das EA extra einen Unterpunkt für die Verträge erstellt hat. Leider bringt dies wenig weil viele liebenswerte Mitmenschen Fantasiepreise von bis zu 1000 Münzen für 1!!! Vertrag aufrufen.

3. Auch nervig aber scheinbar gewollt so programmiert

Die Schussphysik scheint ihr Eigenleben zu führen. Sicherlich waren die Schlenzer im 12er zu übermächtig vom Strafraumeck aber wo bei einem Spieler von 87 die Schlenzer landen ist schon abenteuerlich. Schön das EA auch Ballannahmefehler und versprungene Bälle integrieren wollte um eine realistischere Athmosphäre zu schaffen aber beim 4 Pass genau auf die Hacke des Stürmers ist aber nu auchmal gut. Das schafft nichteinmal der VFB Bottrop.

Was der Linienrichter der gerne einmal quer durch die Abwehrreihen rennt da möchte erschließt sich mir auch nicht. Ein weiteres Ärgerniss zur Ballphysik stellen die Allutreffer dar. Ja sicher es kommte vor das ein ball von dem linken Pfosten an den rechten hüpft und zum schluss einen Umweg über die Latte nimmt aber bei unserem Spiel kam dies 3 x in 90 Minuten vor.

Fazit

Bevor ich noch zahlreiche ähnliche Punkte aufschreibe die genauso nervig sind ziehe ich nun mein Schlussfazit. Es ist schon erstaunlich das EA 2 Monate nach start des Spiels noch keine vernünftige Basis schaffen konnte. Wahrscheinlich wird man sich künftig eine gescheite Schussphysik, akzeptable CPU-KI, reduzierte Bugzahl sowie eine stabile Verbindung als DLC bei EA zum Hauptspiel dazu erwerben können. Während EA sich wohl ausschließlich über seine Millionen verkaufter Spiele freut ohne diese überhaupt einmal fertig zu stellen oder nur halbwegs in den Griff zu bekommen lädt meine PES Demo...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2013 9:12 PM CET


Die Frau in Schwarz (Ungekürzte Fassung)
Die Frau in Schwarz (Ungekürzte Fassung)
DVD ~ Daniel Radcliffe
Preis: EUR 6,66

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herrlich altmodischer Gruselfilm, 5. August 2012
Merklich ist dieser Film ein Hammer-Film nach dem jenes Produktionstudio in den 30er Jahren für einige Innovationen im Horrorgenre sorgte und seinen Ruf als Horrorspezialist vorallem in den 50er Jahren mit Christopher Lee prägte. Wie in diesem Film wird dabei traditionell auf ausschweifende Splatter-Szenen verzichtet. Nachdem das Studio lange keine Filme mehr produzierte da man finanzielle Schwierigkeiten hatte sind mit "Let Me In" und "Die Frau in Schwarz" wieder Hammer-Filme auf die Kinoleinwand zurückgekehrt.

"Die Frau in Schwarz" sorgt im Verlauf des Filmes für einige unbehagliche Gänsehautmomente. Dabei wird der gesamte Film thematisch klasse in der Gothic-Welt angesiedelt. Alleine der Anblick der im Nebel liegenden Hausfassade als auch die schwer einsehbaren und dunklen Gänge im inneren des Hauses lassen die ersten Schauer entstehen. Dabei werden vorallem die Themen Tod und Vergänglichkeit in den Vordergrund gestellt. Insgesamt verfügt dieser Film über ein klasse Setting denn wie schon erwähnt ist dieses Haus der perfekt Ort für solch einen Film. Ebenso überzeugent ist die Setausstattung. Hier wird mit unheimlich aussehnden Puppen und allerhand anderem gespenstisch wirkenden Kinderspielzeug die ohnehin schon angespannte Atmosphäre aufgeladen (alleine der aufziebare Clown der gegen Ende mehrfach eingeblendet wird besitzt eine makabere Ausstrahlung). Insgesamt gehört der Film in Sachen Atmospähre und Optik zu den Besten Genrevertretern der Neuzeit.

Bei den Darstellern war bei Ciarán Hindns einem irischen und Blockbuster erprobten Schauspieler schon im Vorfeld klar das er seine Rolle ohne große Probleme verkörpern würde. So agiert er auch hier anfänglich als scheinbar einziger Realist in dem kleinen Ort der für spirituelle Anflüge nichts übrig hat. Sicherlich verlangt diese Rolle nicht sein gesamtes können doch hat er hier einen guten Auftritt. Bei Daniel Radcliffe standen die Vorzeichen anders. Schließlich hatte er zuvor schon in skurillen Theaterstücken versucht der Last eines Schauspielers der auf eine ganz bestimmte Rolle festgelegt zu sein scheint zu entkommen. Doch bedenken obwohl Radcliffe die meisten Szenen im Film alleine tragen muss zerschlagen sich schnell. Der von ihm dargestellte gebrochene Mann gehört zwar nicht zu den absoluten Topleistungen des abgelaufenen Kinojahres doch schafft er es einige Male mit seiner Darstellung zu überraschen. Wirkte er in den Potter Filmen manchmal etwas hölzern und emotionslos ist hier eine deutliche Weiterentwicklung erkennbar.

Fazit

Ein wirklich gelungener altmodischer Grusel der sich lohnt gesehen zu werden. Allerdings sollte man keine blutige und actiongeladen Geisterhatz erwarten denn dann wäre dieser Film nicht der richtige. Der Film schafft es anfänglich mit einem ruhigen aber stimmungsvollen Handlungsverlauf den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Abzüge könnte man für das Ende geben was allerdings aus meiner Sicht eine Geschmacksfrage ist. Ich jedenfalls empfand das Ende als passend für den Grundton des Films weshalb ich für meine Wertung das Ende weder positiv noch negativ miteinbeziehe. Den einen Stern ziehe ich für die 1-2 Gruselmomente im Film ab die im Vergleich zu den anderen abfallen. Ein verstopfter Hahn oder ein Raabe der plötzlich in das Bild springt hätte der Film wirklch nicht nötig gehabt. Auch wenn der Film nicht in allen Belangen an die Besten Horrorbeiträge der Hammer-Studios heranreicht wurde hier wieder ein gelungener und atmospärhisch dichter Gruselfilm herausgebracht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2012 5:05 PM MEST


Assassins Creed Brotherhood [Platinum]
Assassins Creed Brotherhood [Platinum]
Wird angeboten von bafotec
Preis: EUR 22,99

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Florenz oder Rom? Hauptsache Italien!, 24. Juli 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Protagonisten und die Zeitperiode haben sich nicht geändert. Denn "Brotherhood" erzählt übergreifend die Ereignisse aus dem zweiten Teil weiter. Ezio Auditore da Firenze hat Florenz, Venedig & Co verlassen und bestreitet seine neuen Abenteuer nun hauptsächlich in Rom. Dort wird der Kampf zwischen dem Orden der Assassinen und den Templern fortgeführt.

Präsentation und Levelumfang
Gleich zu Beginn fährt das Spiel schwere Geschütze auf und zieht den Spieler in seinen Bann. Kanonenkugeln donnern durch die Luft und Ezio reitet unter Adrenalin zu den Verteidigungsmauern. Dabei hallen Schreie der Soldaten durch die Luft und Gebäude stürzen ein. Doch vorallem Rom selbst beeindruckt durch seine Digitalisierung und sieht prächtig aus. Den großen Aufwand erkennt man vorallem im Detail. Sehenswürdigkeiten wie die päpstliche Engelsburg, das Pantheon und natürlich das Kolosseum wurden originalgetreu abgebildet. Allerdings kann Rom nicht ganz mit dem Abwechslungsreichtum und der Vielfalt von Florenz, Venedig und San Gimignano mithalten. Dafür ist Rom etwa doppelt so groß wie Venedig und dreimal so groß wie Florenz. Die Mittelalter-Atmosphäre wurde gut getroffen und bietet mit gut 20 Spielstunden eine anständige Aufenthaltszeit. Bei heutigem Spielumfang deutlich lobenswert.

Grafik
Die Verbesserungen zu "Assassin's Creed 2" sind klein, aber fein: Rom wirkt ein Tick hübscher, die Charaktere ein wenig detaillierter. Außerdem wurden viele Grafikfehler beseitigt, auch wenn das Spiel hin und wieder ruckelt. Vorallem mit Puffer- und Nachladefehlern hat die Engine gelegentlich zu kämpfen. Zwar nerven gelegentliche Pop Ups aber in Open World-Spielen wohl nie ganz auszumerzen. Zum Vorgänger hat sich grafisch zwar nicht allzuviel geändert, aber das fällt nicht negativ ins Gewicht. Denn das Niveau ist sehr hoch. Vorallem bei Videosequenzen fällt wieder der Detailreichtum auf. Die Lichteffekte und die phänomenale Weitsicht über den Dächern Roms schaffen eine beeindruckende Kulisse für das Meuchel-Abenteuer.

Dauerspaß
Wie erwähnt fällt die Spielzeit von über 20 Stunden angenehm lang aus. Aufgrund seiner Vielfältigkeit ist es diese Zeit aber auch wert. Leider hat sich das Gameplay im Vergleich zu "Assassin's Creed 2" kaum weiterentwickelt. Da Ezios Assassinen-Fertigkeiten bereits fast perfekt sind kann unser Held in Brotherhood Bürger anwerben um sie zu Meuchelmördern auszubilden. Diese kann man um Erfahrung zu sammeln, in andere Metropolen Europas schicken um sie dort Aufträge erledigen zu lassen. Neben Erfahrung gibt es stärkere Waffen und bessere Rüstungen. Das Kampfsystem in "Assassin's Creed - Brotherhood" ist deutlich offensiver und interessanter als im Vorgänger. Mit speziellen Kombo-Angriffen können ganze Gegnergruppen ausgeschaltet werden. Hierfür kombiniert Ezio Nahkampfangriffe mit seinen Fernwaffen, was in spektakulären Tötungsmanövern endet. Um lange Laufwege zu vermeiden bietet das Spiel zahlreiche Schnellreisepunkte. Auch per Pferd können Wege schnell zurückgelegt werden. Doch sind die schnellen Kletterpassagen zu Fuß oft sinnvoller und schneller.

Fazit
In manchen Bereichen merkt man dem Spiel schon an, dass nur eine Entwicklungszeit von 12 Monaten zur Verfügung stand. Optisch wird das gute Niveau des Vorgängers gehalten. Spielerisch stellt "Brotherhood" gegenüber dem zweiten Teil keine Revolution dar. Aufgrund des hohen Niveaus des Vorgängers kein Beinbruch. Nicht ohne Grund wird der Titel nicht als dritter Teil angekündigt. Brotherhood ist eher als Erweiterung zu Teil zwei zu verstehen. Daher sind Vorkenntnisse von Vorteil. Im Endeffekt ist das Spiel ein würdiger Nachfolger mit toller Atmosphäre und einem gelungenen Mehrspielermodus.

Ubisoft hat drei verschiedenen Versionen auf den Markt gebracht. Folgende Auflistung wurde so von Ubisoft veröffentlicht.
Limitierte Erstauflage - D1 Version

- Ein speziell veredeltes (silbrig glänzend) Produktcover
- Das Spiel Assassin`s Creed: Brotherhood
- Zwei Bonusmissionen für den Einzelspielermodus: Trajansforum und Die Aquädukte

Auditore Edition

- Eine transparente Box mit 3D thermogeformtem Portrait von Ezio Auditore.
- Das Spiel Assassin`s Creed: Brotherhood
- Sammelkarten der Mehrspieler-Charaktere: Das Trading-Karten-Set zeigt die im Mehrspieler-Part von Assassin`s Creed: Brotherhood vorhandenen Charaktere, ihre Moves und Biographie.
- Assassin`s Creed: Lineage-DVD: Der Film zeigt in drei Episoden die Geschichte von Ezios Vater, Giovanni Auditore.
- Eine Bonusmission für den Einzelspielermodus: Die Aquädukte" (Aqua Gears)
- Ein Einzelspieler-Skin: Helmschmied Drachen Rüstung" für Ezio.

Codex Edition

- Eine hochwertige Renaissance Sammlerbox
- Das Spiel Assassin`s Creed: Brotherhood
- Der Codex von Altaïr: Ein 60 Seiten umfassendes Buch über die Geschichte der Assassinen sowie den Artworks von Assassin`s Creed: Brotherhood.
- Eine detaillierte Karte von Rom.
- Sammelkarten der Mehrspieler-Charaktere: Das Trading-Karten-Set zeigt die im Mehrspieler-Part von Assassin`s Creed: Brotherhood vorhandenen Charaktere, ihre Moves und Biographie.
- Assassin`s Creed: Lineage-DVD: Der Film zeigt in drei Episoden die Geschichte von Ezios Vater, Giovanni Auditore.
- Eine exklusive Bonus-DVD mit dem Assassin`s Creed: Brotherhood-Original Soundtrack, Bildergalerien.
- Zwei Mehrspieler-Charaktere: Der Harlekin ist ein tödlicher Assassine, der sich hinter einem farbenprächtigen Kostüm und einer Maske mit verdrehtem Lachen verbirgt. Der Offizier ist ein Assassine mit Stealth-Fähigkeiten, der seine Ziele mit einer raschen, kraftvollen Attacke richtet.
- Ein Einzelspieler-Skin Helmschmied Drachen Rüstung" für Ezio
- Zwei Bonusmissionen für den Einzelspielermodus: Trajansforum" und Die Aquädukte"

Darüber hinaus erscheint für die PS3-Version ein zusätzlicher DLC mit dem Titel Die Kopernikus Verschwörung". Dieser beinhaltet mehrere neue Missionen. Auftraggeber dieser Quests wird der berühmte Astronom und Namensgeber Kopernikus sein. Klassisch werden die Missionen aus Kurier-, Mord- und Schutzaufträgen bestehen. Ziel wird es sein eine Verschwörung gegen Kopernikus aufzudecken und zu vereiteln.


L.A. Noire (uncut)
L.A. Noire (uncut)
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 14,45

37 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Erlebnis, 20. Mai 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: L.A. Noire (uncut) (Videospiel)
Die Zeit in dem Take 2 nur mit einem neuen "Grand Theft Auto" Spiel einen dicken Gewinnüberschuss erwirtschaften konnte scheint überwunden. Dennoch fällt und steht ein Großteil des Umsatzes mit Rockstar. Trotzdem konzentrieren sich diese nicht nur auf den Erhalt bereits etablierter Marken. Was schon mit "Red Dead Redemption" gelang wird mit "L.A Noire" fortgesetzt.

Grafik

Insgesamt gibt der Titel grafisch ein gutes und stimmiges Bild ab. Auch wenn es so wirkt als würde man krampfhaft das Haar in der Suppe finden wollen, sind kleinere Schwachpunkte hier auszumachen. Typische Probleme bei Open World Spielen wie Clipping-Fehler, Pop-Ups und eine gewisse Texturschwäche kann auch dieser Titel nicht ganz ausmerzen. Wirklich gestört oder gar im Spielerlebnis limitiert haben mich diese "Feinheiten" allerdings nicht. Die eigens für die Mimik der Charaktere erstellte Engine wurde medial genügend begleitet und als toll deklariert. Wer dennoch skeptisch war wie anhand der Mimik und Reaktionen der Spielfiguren Lüge von Wahrheit unterschieden werden soll kann gänzlich beruhigt werden. Die Umsetzung ist ohne übertreiben zu wollen sensationell gelungen. In den Gesichtern lassen sich tatsächlich fast wie in einem Film Gefühle und Emotionen ablesen. Hier spielt der Titel seinen wahren Reiz aus weshalb sich niemand über grafische Schwachpunkte grämen sollte. Dieses Spiel hat mehr zu bieten als eine stumpfe Hochglanzfassade. Nebenbei fallen die Grafikunterschiede zwischen X-Box und Playstation so gering aus, dass eine weitere Erwähnung sinnlos wäre. Obligatorische "Grabenkämpfe" zwischen den jeweiligen Fronten hoffentlich auch.

Atmosphäre

In diesem Punkt ist der Titel über jeden Makel erhaben und zeigt absolutes Reverenzniveau auf. Dafür sorgt die bereits erwähnte "Mimik-Engine" als auch das relativ unverbrauchte Setting. L.A. in den 50er Jahren. Vielerorts sind den Machern richtige Eye-Catcher gelungen. Bishin zur Bekleidung der Passanten stimmt jedes Detail. Hier scheint eine Menge Herzblut eingeflossen zu sein. Abgerundet wird dieser Eindruck durch eine erstklassige Vertonung. Vom stimmigen Soundtrack bis zu den erstklassigen Synchronsprechern eine tadellose Umsetzung.

Weitere positive Aspekte

Der Umfang bietet mit 21 Hauptfällen und etwa 40 optionalen Nebenfällen gewohnte Rock Star Qualität. Mit Nebenaufgaben sind weit über 30 Stunden Spielspaß vorhanden. Lobenswerterweise sind die Fälle trotz ihrer großen Anzahl abwechslungsreich und spannend ausgefallen mit überwiegend cleveren Auflösungen. Auch wer keine Serien wie CSI sieht oder mag wird von diesem Spiel gefesselt werden. Man will unbedingt den Fall zum Abschluss bringen und die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Das Bewertungssystem der eigenen Leistung bei dem Lösen eines Falls funktioniert sehr gut. Mit insgesamt 5 Dezernaten die man auf seiner Karriereleiter erklimmen darf schafft das Spiel weitere Anreize. Sollte man an einer Stelle hängen und nicht weiterkommen gewährt das Spiel eine Hilfestellung. Sodass ein hoher Pfeifton sowie das vibrieren des Kontrollers auf ein wichtiges Detail hinweißt. Wer dies nicht möchte kann diese Funktion ausschalten und auf herkömmliche art einen Fall entziffern.

Negative Punkte

Neben den kleineren Grafikproblemen fallen die mangelnden Optionen für Tätigkeiten abseits der Fälle auf. Zwar handelt es sich im Prinzip schon um ein Open World Titel doch beschränkt sich dies auf die reine Bewegungsfreiheit. Diese nützt leider nichts, da man sich nur frei zu den jeweiligen Einsatzorten bewegen kann. Zwar gibt es Dinge wie Autos und Wahrzeichen zu sammeln, doch war Rock Star hier schon einfallsreicher. Ebenso hat Rock Star wieder einmal seine Schwächen in der Steuerung. Zuweilen bewegt sich die Figur etwas abweichend von dem Eingabebefehl oder der Kamerawinkel ist speziell in engeren Räumen etwas unglücklich ausgefallen. Gestört hat mich trotz toller Musik, dass nur ein einziger Sender vorhanden ist. Wahrscheinlich hat Rock Star damit historisch sogar recht, aber über etwas mehr Vielfalt hätte sicherlich niemand geklagt. Ein Kritikpunkt ist dies zwar nicht, aber es sollte klar sein, dass dieses Spiel kein Actionspiel ist. Der Titel bietet zwar Schlägereien, Schießereien und Verfolgungsjagten die gut Inszeniert sind aber keinen Adrenalinrausch auslösen.

Selten traf der Spruch jammern auf hohen Niveau so zu wie hier. Denn der Titel punktet hauptsächlich mit einer innovativen aber dennoch sehr ausgereift wirkenden Spielmechanik. Rockstar hat sich erneut getraut etwas Neues zu kreieren und hat damit das vorläufige Highlight des Jahres gesetzt.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2011 5:03 PM MEST


Dragon Age II (uncut)
Dragon Age II (uncut)
Wird angeboten von mediadude
Preis: EUR 39,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorallem anders, 16. April 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age II (uncut) (Computerspiel)
Der erste Teil der Reihe Dragon Age: Origins begründet zusammen mit den Mass Effect Teilen die Ausnahmestellung von Bioware bei Rollenspielen in der jüngeren Vergangenheit. Denn schon mit den Baldures Gate Teilen konnte Bioware unerreichte Pioneersarbeit leisten. Punktete doch gerade der Vorgänger (DAO) mit einer epischen Spielzeit und einem speziellen Flair. Dafür nahm Bioware eine Entwicklungszeit von 5 Jahren in Kauf. Der Nachfolger soll erwartungsgemäß alles toppen. Konnte dies in gerade einmal 18 Monaten realisiert werden? Auffällig ist, dass einige Eckpfeiler des ersten Teils keinen Platz mehr gefunden haben. Das kann zum einen einfach mit einem anderen Konzept begründet werden oder an der doch arg kurzen Entwicklungszeit gelegen haben.

Grafik

In Sachen Grafikpracht stand Dragon Age noch nie unter dem Verdacht Pionierarbeit zu leisten. Dennoch kreierte Bioware steht's eine stimmige und stimmungsvolle Atmosphäre in seinen Spielen. Auch bei dem aktuellsten Dragon Age baut Bioware auf seine hauseigene Engine die bereits bei DA Origins zum Einsatz kam. Auch wenn andere Titel noch besser (vorallem detailreicher) aussehen wurde dieses Mal mehr aus der Engine herausgeholt. Die Figuren selbst erscheinen detaillierter und warten mit hübschen Animationen auf. Dies wird besonders in Kämpfen deutlich in denen Magie zum Einsatz kommt. Feuerbälle donnern vom Himmel während dutzende Eiskristalle aus dem Boden schießen und Gegnerschaaren deutlichen Schaden zufügen. So toll die Zaubereffekte auch gelungen sind sorgt die Umgebung mit ihrem lieblosen und dürftigen Design für Unverständnis. Auch sind einige Texturen durchaus als matschig zu bezeichnen. Trotz allem gelingt es der Grafik ein atmosphärisch stimmiges Bild zu erzeugen. Obwohl der Titel vorallem hier noch Luft nach oben hat.

Sound

Aus dem ersten Teil gewohnt wird der Spieler wieder von wuchtiger Orchestermusik begleitet. Die Klangqualität lässt auch in den Schlachtgeräuschen nicht nach, die sehr gut umgesetzt wurden. In erster Linie machen die englischen Sprecher einen sehr guten Job bei dem die deutschen nicht zu jederzeit mithalten können. Dennoch hat man unter anderem mit den Sprechern von Liam Neeson und Catherine Zeta-Jones prominente Sprecher engagieren können.

Ausgewogenheit

Gleich 4 Schwierigkeitsgrade kennt das Spiel. Wobei bei den ersten beiden keinerlei Taktik nötig ist solange man den Boss einer Gruppe als erstes ausschaltet. Die Rollenspielelemente wurden deutlich gekürzt. Auch deshalb fällt das Speil sehr neueinsteigerfreundlich aus. Gelegentlich erweisen sich größerer Zwischengegner als härter, dennoch bleiben die Kämpfe meistens fair. Sollte es dennoch einmal nötig sein kann der Schwierigkeitsgrad zu jeder Zeit herabgesetzt werden und das Spielgeschehen passt sich direkt an. Die Benutzeroberfläche wirkt auf der einen Seite zwar klinisch gesäubert auf der anderen ist sie aber auch sehr eingängig und anwenderfreundlich. Ebenfalls als positiv erweist sich das freie speichern. Das Kampfsystem wurde im Vergleich zum ersten Teil deutlich beschleunigt und bietet zumindest die Möglichkeit auch taktisch vorzugehen. Die Talentbäume sind gut aufgegliedert. Leider weiß man dennoch nicht immer genau welcher Talentstrang nun was beinhaltet. Auch fällt die Unterscheidung zwischen Hauptstrang und Nebenaufgaben nicht immer leicht. Das liegt zum einen daran das Bioware wie immer gute und spannende Nebenaufgaben bereit hält. Zum anderen daran das der Hauptstory manchmal einfach die Luft ausgeht. Dennoch schafft der Titel es auch hier den Spieler bei der Stange zu halten. Denn wissen wie die Ereignisse sich weiterentwickeln möchte man allemal.

Atmosphäre

Hier entfaltet Bioware meistens sein wahres Gesicht und begeistert. So auch hier denn bei allen Makeln stimmt die Umsetzung der düsteren und blutigen Fantasywelt. Die meisten Charaktere rund um unseren Helden sind mit einem hohen Wiedererkennungswert belegt und zanken selbst beim freien" herumlaufen. Denn hier liegt für mich der größte Kritikpunkt. Die Welt ist bei weitem nicht so groß wie im Vorgänger. Das meiste spielt sich in der Stadt ab. Zwar wurde Kirkwall mit verschiedenen Ebenen gut ausgearbeitet doch findet das Geschehen sehr geballt statt. Geht es einmal in die Wildnis dann nur bis kurz hinter die Stadtmauern. Dort lauert das größte Ärgernis auf den Spieler. Denn das Gebiets-Recycling erweist sich als größter Stimmungskiller überhaupt. Die ansich schon sehr kargen und eher lustlos wirkenden Höhlen bestehen aus drei Abschnitten die einfach bei jedem Eintritt neu zusammengewürfelt werden. Egal ob man eine Höhle im Norden, Westen, Osten oder Süden betritt es ist immer die gleiche! Dafür wurden die meisten Quests sehr gut und abwechslungsreich in das Spiel integriert. Mit Nebenquests bietet der Titel übrigens knapp 30 Stunden gute Unterhaltung. Die Rasse der Kunari ist typisch Bioware und für mich das Highlight des Spiels.

Die Bewertung ob dieser Titel nun gut oder schlecht ist hängt stark von den eigenen Spielgewohnheiten ab. Denn unbestritten wurde der Rollenspielanteil in diesem Teil stark beschnitten und zurückgefahren. Daher geht das Spiel in eine andere Richtung als sein erstklassiger Vorgänger. Unabhängig davon ob diese Tatsache nun gut oder schlecht ist hat Bioware ein weiteres atmosphärisch dichtes und fesselndes Spielerlebnis geschaffen. Doch vorallem das Gebiets-Recycling drückt auf meine Sternvergabe. Spätestens bei der 5ten identischen Höhle von gefühlten hunderten stellt sich ein Gefühl des Unmuts ein. So etwas sollte normalerweise gegen die Ehre eines Entwicklers sein und keinesfalls die Runde machen. Mit etwas grafischen Feinschliff und einem größeren begehbaren Areal mit verschiedenen Orten wäre ein richtig großer Wurf möglich gewesen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2011 1:42 PM MEST


Resident Evil: Afterlife [Blu-ray]
Resident Evil: Afterlife [Blu-ray]
DVD ~ Milla Jovovich
Preis: EUR 9,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Trotz 3D äußerst flach, 15. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Resident Evil: Afterlife [Blu-ray] (Blu-ray)
Zugegeben die Überschrift ist etwas platt und unausgegoren. Doch sind es gerade diese Attribute die den Film "auszeichnen". Resident Evil ist einer der Filme bei dem man sich nach dem Ansehen entspannt zurücklehnt und fragt: "Wo bekomme ich jetzt mein Geld zurück?". Dabei habe ich die Reihe bisher immer gemocht. Obwohl die Filme nie etwas mit der Spielvorlage gemein hatten. Die Schauspieler selten gut oder die Story überraschend gewesen wäre. Dennoch haben die Teile 1-3 mit Abstrichen funktioniert. Der 4 Teil gibt aus mehreren Gründen ein schlechteres Bild ab.

Trotz des wohl größten Budgets der Reihe (60 Mio. Dolllar) wirkt der Film wie direkt vom Reißbrett inszeniert. Als zwischenzeitlichen Höhepunkt kann hier der unsinnige Ausflug nach Alaska genannt werden. Das Gesamtergebnis erinnert eher an verschiedene MTV-Musikclips als an einen Film. Der Film scheitert schon im Ansatz an den großen W-Fragen. Erklärungen oder Lösungen wartet der Film nicht auf. Alles geschieht einfach und muss hingenommen werden. Jeder 3 Satz fängt mit "keine Ahnung" "das versteh ich nicht" "wie kann das nur sein" oder "was geht hier nur vor sich" an. Scheinbar haben die Drehbuchautoren ihre Ratlosigkeit beim verfassen des Scriptes einfach auf ihre Protagonisten übertragen. Obwohl die Qualität der Dialoge noch nie Aushängeschild der Reihe war sind diese hier besonders debil ausgefallen.

Auch sämtliche Schauspieler können das Ruder nicht herumreißen. Milla Jovovich scheint überhaupt keinen Elan mehr für ihre Paraderolle übrig zu haben. Auch tut ihr das Drehbuch keinen Gefallen, indem ihr Charakter nun total losgelöst zu sein scheint. Alice wirkt stärker denn je wie ein Gemischtwarenladen für Superwomans. Sogar kinetische Schockwellen gehören jetzt zu ihrem Repertoire. Der anfängliche Zwist indem Alice ihre Kräfte einbüßt wird nie mehr aufgegriffen. Genau genommen brauch sie die auch gar nicht. Überlegen kämpft sie alles und jeden nieder. Leider lässt der Film jeglichen Humor außen vor und inszeniert sich bierernst. Daher wirken ein Star-Basketballer welcher mit 3-meter-dunkings ganze Flugzeuge festhält und ein unsympathischer Blockbuster-Produzent eher unplatziert und unausgereift anstatt ironisch.

Selbst die Action ist stellenweise arg als CGI erkennbar. Da war man Ende der 90er (Matrix) schon mal weiter. Die Choreografien sind einfallslos konzipiert und wirken spannungsarm. Nicht jeder der 5 Minuten Saltos in der Luft macht und 1 Minute einen Shootout auskostet ist zwangsläufig cool. Der Bösewicht des Films Albert Wesker wirkt als hätte er sich am Set von "Blade" verlaufen. Hier liegt ein weiteres Problem des Films. Alles soll zwanghaft cool und durchgestylt sein. So gewinnen Alice und ihre Begleiterin im Kampf gegen den Riesen zwar jeden Wet-T-Shirt-Contest können schlussendlich aber nicht überzeugen. Auch hier findet in Form des Riesen keinerlei Einführung statt. Er ist einfach da und muss als Tatsache hingenommen werden.

Überraschend das mit der Hochhausszene wenigstens ein überzeugender Moment in dem Film vorhanden ist. Wenn die Macher auch direkt danach wieder eine blödsinnige Szene präsentieren müssen. Überhaupt geben die Münzen ein merkwürdiges Bild als Munition ab. Sollten sie in 3D noch einen effekthaschenden Sinn gehabt haben ist dieser in 2D völlig daneben. Die Härte des Vorgängers hat man dafür fast komplett entfernt. Einen Zusammenhang zwischen Teil 3 und Teil 4 einfach wegen zwei bekannten Charakteren zu Erzwingen scheitert ebenfalls brachial. Ganze Passagen des Films könnten genauso gut Ingame Szenen sein. Derart künstlich sind manche Szenen geraten. Etwa der Flugzeugabsturz relativ zu Beginn des Films. Indem gefühlt 2 Minuten Alice und ihr Wiedersacher in der Luft stehen. Was soll das? Vorallem die häufig gelobten ersten 15 Minuten des Films verlieren in 2 D jeglichen biss.

Der vierte Teil der Reihe beweist wieder einmal, das Erfolg am Boxoffice nicht mit Qualität gleichzusetzten ist. Obwohl er der erfolgreichste der Reihe ist, funktioniert dieser Teil aufgrund vieler eklatanter Schwächen am wenigsten.

Die Blu-Ray

Hier muss man ein komplett anders Urteil fällen. Diese Blu-ray gehört zu den Besten die in letzter Zeit auf den Markt kamen. Die Tiefenschärfe ist auch ohne 3D sehr ausgeprägt und gut. Das Bild ist gestochen scharf und bietet neben einer klaren und vollen Farbdarstellung eine fülle an Details. Eine sehr gute fast schon brillante Bildqualität. Der Ton teilt ordentlich aus und sorgt für ein präzises und wuchtiges Klangbild. Dabei sind die Dialoge gut verständlich und der Subwoofer feuert dynamische Bässe ab. Technisch bleibt diese Blu-ray nichts schuldig.


Killzone 3
Killzone 3
Wird angeboten von Gameshop66
Preis: EUR 17,95

34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillanter Ego-Shooter mit Suchtfaktor, 26. Februar 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Killzone 3 (Videospiel)
Mit dem aus Teil 2 liebgewonnenen Charakter "Sev" gibt es jetzt ein Wiedersehen. Die Handlung setzt dementsprechend direkt an Teil zwei an. Inzwischen ist für den gefallenen Anführer der Helghast ein Nachfolger gefunden. Zusammen mit seinen Soldaten sinnt er auf Rache.

Die Stärken

Die Inszenierung und die Grafik war in Killzone Teilen schon immer ein wichtiges und gelungenes Spielelement. Diese wurden im neusten Ableger noch weiterentwickelt und nahe zur Perfektion getrieben. In dieser Verfassung muss sich der Titel selbst vor einer großen Hollywood-Produktion nicht verstecken. Die Macher haben es geschafft selbst im Angesicht der hohen Grafikqualität des Vorgängers noch eine Schippe draufzulegen. Gerade im Bereich der Ego-Shooter ist man "Hochglanz" Games gewohnt. Dennoch bricht Killzone 3 auf zur Referenz zu werden. Der Detailgrad und die Weitsicht im Spiel gehören zu dem Besten was man seit langem gesehen hat. Alleine die flüssigen und natürlichen Animationen der Bewegungsabläufe sowie der Mimik wurde vorbildlich umgesetzt. Ebenfalls nicht selbstverständlich ist jegliches Fehlen von Tearing oder Rucklern. Sogar auf eine Zwangsinstallation" trotz über 40 GB benötigter Speicherkapazität wurde verzichtet. Dennoch sind die Ladezeiten erfreulich kurz ausgefallen. Im Kontrast dazu fällt die Qualität der Texturen etwas ab, obwohl diese immer noch auf einem hohen Niveau liegen. Wer das nötige Equipment sein eigen nennt darf auch den sehr ausgereiften 3D-Modus genießen. Dieser ist in der Lage eine deutliche Tiefenwirkung zu erzeugen. Der Sound sowie die deutsche Synchronisation runden das Geschehen eindrucksvoll ab.

Ohne Durchhänger treibt Guerrilla Games das Spielgeschehen atemlos voran und lässt für Langeweile keine Zeit. Untermahlt wird das Geschehen von insgesamt 70 Minuten (nach Angaben des Herstellers) langen Zwischensequenzen. Welche sehr Effekt- und stimmungsvoll vorgetragen werden. Clever löst sich der Teil von den reizlosen Stadtleveln des Vorgängers. Mit einer Raumstation, einer unwirtlichen Eislandschaft sowie einem fremdartigen Dschungel und einem Schrottplatz bietet der Titel reichlich verschiedene Schauplätze. Deutlich grenzen sich die Areale optisch voneinander ab. Wenn auch der Dschungel etwas ausgefeilter hätte sein können. Mit einem Jetpack und den Kämpfen in der Schwerelosigkeit wird auch für Abwechslung im Kampfgeschehen selbst gesorgt. . Die Steuerung geht merklich flüssiger von der Hand, denn die teils behäbigen Bewegungsabläufe des Vorgängers sind nun passé. Neben den vier Schwierigkeitsgraten sorgt auch die ausgewogene KI für Motivation.

Die Schwächen

Im negativsten Sinn ist das Spiel genauso ausgefallen wie es von einer Fortsetzung zu erwarten war. Nämlich lauter, höher und weiter ohne wirkliche Innovationen vorweisen zu können. Zwar ist die Präsentation hervorragend doch birgt sie auch ihre Tücken. Denn die Skript-Szenen sorgen zwar bei erstmaligem Sehen für Erstaunen, doch begrenzen sie die spielerische Freiheit. Fairnesshalber muss man sagen, dass es auch einige weitläufige Areale gibt, doch sind diese eher die Ausnahme. Daher wirkt dieser Titel etwas glatter und zielgerichteter als seine Vorgänger. Sicher bieten auch andere ähnliche Titel kaum innovatives, doch wäre zumindest etwas Neues um neue Anreizen zu setzen wünschenswert gewesen. Dies betrifft nicht nur spielerische Aspekte sondern auch erzählerische. Ebenso wurde auch hier zugunsten des Online-Modus der Single-Player Anteil etwas reduziert. Wobei hier der subjektive Eindruck täuschen kann. Da das Spiel einen dermaßen in seinen Bann zieht, dass man die Zeit vergisst. Der Koop-Modus ist leider nur offline spielbar. Kein rießiger Schnitzer, wäre aber vermeidbar gewesen.

Fazit
Mit leichten Abstrichen bei den Kritikpunkten stellt Killzone 3 eine gelungene und spektakuläre Shooter-Kost dar welche die Genremaßstäbe neu definiert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2011 4:07 PM MEST


Die Legende Von Aang [Blu-ray]
Die Legende Von Aang [Blu-ray]
DVD ~ Noah Ringer
Preis: EUR 9,22

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Herr der Elemente, 14. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Legende Von Aang [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film basiert auf einer amerikanischen Serie welche überwiegend von japanischen Animes beeinflusst wurde. M. Night Shyamalan hatte schon einmal mit "Unbreakable" versucht eine Trilogie zu starten. Wegen des zu geringen Gewinns wurde dies nie verwirklicht. "Die Legende von Aang" macht aus dieser Sicht eine bessere Figur. Denn bereits am ersten Wochenende konnte der Film trotz schlechter Kritiken in den USA 52 Millionen Dollar einspielen. Als Indiz für seine leider dann doch mäßige Umsetzung brachen die Zuschauerzahlen bereits für das zweite Wochenende prozentual stärker als üblich ein. Da unter dem Strich dennoch ein satter Gewinn übrig blieb, sind zwei weitere Verfilmungen wohl nicht auszuschließen. Hoffentlich dann wenigstens in anständigem 3D.

Leider setzt Shyamalan seit "Das Mädchen aus dem Wasser" und vorallem "The Happening" seinen Weg unbeirrt fort. Indem sich seine weltverbesserische Holzhammer-Methodik auch weiterhin wie ein roter Faden durch seine neueren Werke zieht. Wer schon die Rache der Pflanzen aus The Happening" als lustig empfand, wird auch hier bei der allgegenwärtigen Spiritualität etwas zu lachen finden. Natürlich muss man das etwas relativieren, da viele mythologische Einbindungen thematisch bedingt sind und zu dem Film gehören. Dennoch wirken gerade diese in Anbetracht Shyamalans letzen Filme wie eine trotzige Fortführung. Zwar kann man über diesen Punkt noch streiten, aber andere wiegen da schon schwerer. Etwa das der Film ohne Zwischensequenzen und Übergänge durch seine Geschichte springt. Wodurch der Film episodenhaft und nicht wie aus einem Guss wirkt. Für einen Film der episch sein will ein Todschlagargument.

Bei dem Film muss einem klar sein, dass dieser auf einem Anime-Hintergrund beruht. Ansonsten werden Feuerbälle und Wassermauern atmosphärisch kein Zugewinn sein. Ansonsten muss man den Effekten zugestehen, dass diese sehr gut sind. Gerade dort hätten gute 3D-Effekte hervorragend wirken können. Ärgerlicher wirkt dabei die bestenfalls unterdurchschnittliche Schauspielerriege. So wurde die Rolle des Aang hauptsächlich mit Noah Ringer besetzt, weil dieser bereits Kampfsport-Fähigkeiten aufweisen kann. Macht dieser in seinen Kampfszenen noch eine gute Figur wirkt er umso unbeholfener im schauspielerischen Bereich. Ebenso stellt Dev Patel als Prinz Zuko unbeirrt den einen selben bösen" Blick zur Schau. Jackson Rathbone merkt erst gar nicht, dass er gerade nicht am Set von "Twilight" ist und spielt einfach seine Rolle als Vampir weiter.

Ein ähnliches Schicksal wie "Eragon" dessen Trilogiepläne verworfen wurden wird dieser Film eben wegen seines Einspielergebnisses leider nicht ereilen. Shyamalan scheint inzwischen am Box-Office wieder zu alter Stärke zu finden. Daher wünscht man ihm, dass er als nächstes auch filmisch wieder gleichzieht. Gerne auch schon bei der Fortsetzung.

Nachtrag vom 26.02.2011

Der Film wurde mit 5 goldenen Himbeeren "ausgezeichnet". Für den schlechtesten Film, den schlechtesten Regisseur, das schlechteste Drehbuch und den schlechtesten Nebendarsteller. Darüber hinaus gewann der Film in der neuen Kategorie des schlimmsten Einsatzes von 3D-Technik.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6