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Gorgonzola

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Wolverine: Weg des Kriegers [Blu-ray]
Wolverine: Weg des Kriegers [Blu-ray]
DVD ~ Hugh Jackman
Preis: EUR 14,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hollywood goes Asia - and rocks!, 6. Januar 2014
Immer, wenn ich es gerade aufgeben will, erblickt doch noch ein richtig guter Popcorn-Film das Licht der Mattscheibe. Wolverine macht für meinen Geschmack als Comic alles richtig. Nachdem Logan in *X-Men III* genötigt war, seine geliebte Jean zu töten, verschlägt es nun den von Schuldgefühlen geplagten Haudegen ins traditionsbewusste Japan, wo er sich eigentlich nur von einem alten Freund verabschieden will, stattdessen aber in einen Familienzwist gerät und bald jede Menge Schlägertypen am Hals hat. Ausgerechnet jetzt lassen auch noch seine Selbstheilungskräfte nach... war das etwa die mysteriöse Viper?

Nach einer langen Durststrecke gibt es endlich mal wieder eine spannende Comic-Action der alten Schule, in der ganz klar die Charaktere und die Story im Vordergrund stehen. Auch die Regie legt eine gelungene Erzählweise vor und versteht es, Pointen zu setzen. Alles, was ich an diesem Film schätze, scheint jedoch genau das zu sein, was der modernen Kinogeneration übel aufstößt:

1) Es ist kein Effektgewitter. Die Effekte sind wie gewohnt gut, werden aber nur dann eingesetzt, wenn es auch wirklich Sinn macht. Auch die durchaus rasanten Action-Sequenzen, bei denen vor allem auf echte Kampfkünste gesetzt wird, sind nicht der Schwerpunkt des Films. Wer also stundenlange Dauerexplosionen und Autoverfolgungsjagden sehen will, ist hier falsch.
2) Gefühle und Menschlichkeit sind nicht jedermanns Sache; der emotional gebeutelte und nun auch physisch verwundbare Logan ist vielen Zuschauern nicht hart genug. Bei Licht betrachtet sind aber unbesiegbare Krieger gar nicht heldenhaft, weil sie eh nichts riskieren ;-). Wer gern unfehlbare Klötenschaukler sehen will, kann Filme mit Chuck Norris oder Vin Diesel gucken. Ich finde Logan gerade deswegen ultracool, weil er nichts beweisen muss und die ganze Zeit authentisch wirkt.
3) Die Story ist durchaus komplex und hat einen realen Geschichtsbezug zum zweiten Weltkrieg und dem Angriff auf Nagasaki, auch beleuchtet der Film die japanische Kultur. Bei der Frage um Logans Unsterblichkeit, seine Albträume und der Suche nach einem Lebenssinn geht es außerdem philosophisch zu. Der Film ist als Reise, Charakterentwicklung und schlussendliche Erkenntnis aufgebaut, und somit alles andere als banal oder inhaltslos.

Fazit: *Wolverine - Weg des Kriegers* ist kein Film von der Stange und für Popcorn tatsächlich tiefgründig. Wer sich außerdem für Japan interessiert sollte unbedingt zugreifen. Viel Spaß!

PS: Gesehen habe ich den Extended-Cut aus dem Verleih. Die technische Qualität bewerte ich nicht, da diese auch vom Heimkino abhängt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 10, 2014 6:30 PM CET


Thor - The Dark Kingdom [Blu-ray]
Thor - The Dark Kingdom [Blu-ray]
DVD ~ Chris Hemsworth
Preis: EUR 12,99

11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Voll der (Holz)Hammer, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Thor - The Dark Kingdom [Blu-ray] (Blu-ray)
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--- PRODUKTBESCHREIBUNG ---
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Die Bluray kommt in einer transparent-blauen Plastikhülle der Maße 13,3 cm x 17 cm x 1,1 cm, auf der das Bluray-Emblem in attraktivem Silberprint gedruckt ist. Das Filmcover inklusive des grünen FSK-12-Logos ist durch die Klarsicht-Ummantelung hervorragend zu sehen und gut vor Verschmutzung geschützt. Die Packung ist erstaunlich robust und hält sogar einigen Hammerschlägen mühelos stand. Leider ist sie weder kochfest noch biologisch abbaubar; auch zum Verzehr eignet sie sich nicht, weil die die darin enthaltenen Weichmacher Hormonstörungen verursachen können. Die Disk erscheint in einer eindrucksvoll präzisen Kreisform und glänzt bei schrägem Lichteinfall in allen Regenbogenfarben. Sie verfügt außerdem über ein Disk-Menü. Das HD-Bild hat eine Pixeldiagonale von 1080px und ist schön bunt. Zum 5.1 oder 7.1 DTS-Ton kann ich leider nichts sagen, da ich Stereo-Boxen habe.

Fazit: Die Bluray rockt! Auch als Kippelstopper, Untersetzer oder Mobilé

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PS: Für die wenigen Amazonier, die einen Film tatsächlich des Films wegen kaufen wollen, möchte ich meine Rezension um eine rein optionale Filmkritik ergänzen. Diese erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern spiegelt meine ganz persönliche Meinung als Fan geistreicher Unterhaltungsfilme wider.

Der Unterschied von Dramaregisseur und Charakterdarsteller Kenneth Branagh zu Alan Taylor ist fast so groß wie von Shakespeare zu Michael Bay. Wer hier eine Fortsetzung des durchaus feinsinnigen ersten Teils von *Thor* erwartet, in dem das göttliche Großmaul sich erst zum Helden mausern musste, bekommt stattdessen - trotz einiger weniger Lacher und guter Ideen - ein Standard-Effektgewitter mit standard-flachen Figuren in einer standard-dahinerzählten Geschichte. Selbst die an sich hochkarätigen Schauspieler können kaum gegen die Routine-Regie anspielen und verkommen zu rein optischen Erscheinungen; einzig Tom Hiddlestone vermag in wenigen Szenen mitzureißen und ein Fünkchen Spannung zu erzeugen (im Gegensatz zu den unlustigen Praktikanten, die gekonnt jeden Anflug von Spannung zerholzen). Cineasten können außerdem am Beispiel *Thor 2* schmerzlich erkennen, wie schwierig sich mittlerweile Sensationsbefriedigung gestaltet, wenn man versucht, alles bisher Dagewesene auf Gedeih und Verderb zu toppen. Dummerweise liegt die Messlatte bereits so hoch, dass die entsprechende Reizflut nur noch bizarr ist. Beim großen 3D-Effekt-Finale fühlte ich mich wie eine Kugel im Flipperautomaten und hatte glücklicherweise mein Popcorn schon gegessen, als mir beim obligatorischen Auftritt des Eismonsters endgültig der Appetit verging (wahrscheinlich wird es sich in *Thor 3* die süße Jane schnappen und mit ihr auf das Empire State Building klettern... oder es legt hunderte von Eiern... ich nehme gerne Wetten an!).

Fazit: Wer die neuen *Star-Wars*-Episoden mag (ich hasse sie), wird auch *Thor 2* mögen. Allen anderen empfehle ich Comics mit mehr Hirn und Seele wie z.B. *Watchmen, ... , Thor 1, Iron Man, Green Lantern (mit kleinen Abstrichen)* u.a.
Kommentar Kommentare (22) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2014 9:26 PM MEST


Django Unchained
Django Unchained
DVD ~ Jamie Foxx
Preis: EUR 6,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Halb Kult, halb Langeweile mit nervigem Humor, 5. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Django Unchained (DVD)
Ich wollte diesen Film wirklich mögen. Wenn Kult-Regisseur Quentin Tarantino einen Western über die Sklavenbefreiung dreht, kann das nur grandios werden! ...dachte ich.

*Django Unchained* hat sehr gelungene Szenen, ist aber unnötig lang und ruiniert fortwährend gute Ideen durch Wiederholungen und Pointen durch minutenlanges darauf Herumreiten. Was war nur mit Tarantino los? Ich empfand ihn in Bezug auf Handlung, Erzählweise und Dialoge immer bemerkenswert treffsicher, aber hier scheint er am Peter-Jackson-Syndrom zu leiden: Gigantomanie, ungewöhnlich viel Redundanz und Klamauk. Der Film wirkt insgesamt nicht rund, und selbst die für Tarantino an sich typische Gewalt erscheint oftmals zu gewollt und fehl am Platze. Schlimmstes Manko ist m. E., dass Hauptdarsteller Jamie Foxx von Christoph Waltz und Leonardo DiCaprio gänzlich gegen die Wand gespielt wird und somit *Django* als eigentlicher Filmheld völlig verblasst. Verglichen mit dem üblichen Unterhaltungsprogramm ist *Django Unchained* immer noch außergewöhnlich, aber für Tarantino-Fans ist dieses verdünnte 160 min. XXL-Epos, das ein messerscharfer 100 min. Kultfilm hätte werden können, besonders schmerzlich. Schade.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 17, 2014 8:04 PM CET


Inglourious Basterds
Inglourious Basterds
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 5,67

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kontroverses Meisterwerk in 5 Akten, 5. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inglourious Basterds (DVD)
An diesem Film scheiden sich die Geister. Die einen halten Regisseur Quentin Tarantino für einen gewaltverherrlichenden Deutschenhasser, die anderen genießen es, dass wieder einmal Nazis bzw. Deutsche um 1940 eine wohl verdiente Abreibung bekommen. Ganz andere, zu denen auch ich zähle, sehen die *Inglorious Basterds* weit vielschichtiger, denn Tarantino arbeitet die Kriegszeit auf seine Weise ganz neu auf.

Schon durch den (nebenbei bemerkt falsch geschriebenen) Titel wird angedeutet, dass es sich bei den vermeintlichen Filmhelden um einen ziemlich chaotischen Losertrupp handelt, dessen Taten nicht wirklich heroisch sind. Dagegen sieht man wohl zum ersten Mal in einem US-Film Deutsche und sogar gestandene Nazis (s. Christoph Waltz als Lander) mit positiven Eigenschaften wie Intelligenz, Tapferkeit, Familienfreude, Heldentum und Verliebtheit; die altbekannten Hassobjekte wollen einfach nicht unsympathisch wirken. Darf man das, oder ist das nicht gar faschistoid? Nun, Tarantino holt das Publikum auf den Boden der Tatsachen zurück: Deutsche (und selbst Nazis) sind ...MENSCHEN! denen man grundsätzlich nicht mit einer pauschalen Schwarz-Weiß-Malerei gerecht wird, was auch immer man politisch von ihnen halten mag. 70 Jahre nach dem Fall des 3. Reiches ist die Zeit für Objektivität gekommen.

*Inglorious Basterds* ist nicht nur als klassisches Drama in 5 Akten gehalten, sondern erinnert in seiner Kompromisslosigkeit und teilweise unerträglichen Spannung an einen Western, was nicht verwundert, da Tarantino sich filmisch an seinem Idol Sergio Leone orientiert hat. Allerdings kommt bei den Basterds auch ein satirischer Humor zum Besten! Die fiktive Geschichte um das Pariser Kino ist als Hommage des Regisseurs an die Filmkunst gedacht. Auch die Darsteller, die sich zuspitzenden Dialoge sowie die geschickte Erzählweise, die alle Handlungselemente in einem furiosen Finale zusammenführt, sind durchweg brillant.

Fazit: Von der ersten bis zur letzten Szene Kult - Ein Muss für jeden Filmkenner!


Pacific Rim [Blu-ray]
Pacific Rim [Blu-ray]
DVD ~ Ron Perlman
Wird angeboten von Topbilliger
Preis: EUR 18,99

16 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hollywood goes Asia - und wo bin ich?, 8. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Pacific Rim [Blu-ray] (Blu-ray)
Viele stellen sich in fassungslosem Schweigen die Frage: Was hat sich nur Guillermo del Toro, aus dessen Feder doch auch *Pans Labyrinth* stammt, bei diesem Film gedacht? ...und vergessen dabei, dass der selbe Regisseur schon mit *Hellboy 2* eine starke Effekt-Neigung zulasten der Charaktere gezeigt hat. Da ich nun auch seine Vampir-Bücher kenne, bestätigt sich mir der schlimme Verdacht, dass authentische, zwischenmenschliche Spannung einfach nicht so sein Ding ist und nur in Ausnahme-Fällen gelingen will.

Auch bei *Pacific Rim* spürt man quasi vor zermürbender Anstrengung, höchst emotionale Szenen zu drehen, den Schweiß von del Toros Stirn tropfen... und dennoch berührt hier einfach GAR NICHTS. Ein geliebter Bruder stirbt (blinzel), tapfere Krieger lassen ihr Leben auf See (gähn), ein kleines Mädchen irrt durch eine Trümmerstadt (schnarch), pathetische Vater-Sohn / Vater-Tochter-Beziehung (umdreh), Krawumm-Action (kurz aufwach), heroischer Endkampf (weiter schlaf). Alles wirkt so gequält konstruiert, dass ich keiner einzigen Figur ihr Handeln abkaufe, einschließlich der grausig pubertären Liebesgeschichte. Selbst die Komik ist entweder peinlich oder unfreiwillig, also auch peinlich. Kurz: Man hätte in punkto Story-Telling jemanden fragen sollen, der sich mit sowas auskennt.

Doch *Pacific Rim* hat auch Gutes. Zum Einen kommen Fans von 3D-Action voll auf ihre Kosten. Wer auf Trick-Spektakel und wirklich gut gemachte CGI-Kreationen steht, ist hier richtig, und zumindest Augen und Ohren werden bedient. Zum Anderen hat sich del Toro hier thematisch den Klassikern des asiatischen Popcorn-Kinos zugewandt und diese mit einer löblichen Vorlagentreue verfilmt. Auch die Idee, dass Monster durchgehend kategorisiert werden, sich ihre Angriffe steigern und man nach ihnen sogar die UHR stellen kann, ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Spielfilme und Animes; wie leider auch ein gewisser Kitsch und Schwächen in der Charakterzeichnung. Es verwundert nicht, dass *Pacific Rim* den Löwenanteil seines Einspielergebnisses in Asien erzielen konnte.

Obwohl ich mich natürlich für den Kinogenuss der Asiaten freue, können meine westlichen Sehgewohnheiten mit diesem Film nichts anfangen. Allein die Action ist sehenswert, vor allem, weil sie Pausen von den stumpfen Charakteren bietet. Wenn ich einen Film noch nicht einmal im Free-TV zum Bügeln sehen möchte, sind leider nur zwei Sterne drin.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2014 4:22 PM MEST


Hänsel und Gretel: Hexenjäger - Extended Cut [Blu-ray]
Hänsel und Gretel: Hexenjäger - Extended Cut [Blu-ray]
DVD ~ Jeremy Renner
Preis: EUR 9,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Luxus-Trash mit hohem Unterhaltungswert, 14. September 2013
Puh, der Film muss ja hier einiges einstecken, und auch seinen Liebhabern wird umgehend Hirntod attestiert. Tatsächlich weist *Hänsel & Gretel Hexenjäger* einen ähnlichen Grad an Nonsens auf wie *Van Helsing* oder *Underworld*. Ist das schlecht? Absolut, wenn man ein stimmungsvolles Märchen à la *Snow White - A Tale of Terror* erwartet. Wer sich an einer deftigen Portion mit Humor gewürztem Fantasy-Splatter erfreuen kann, ist hier allerdings goldrichtig. *Hänsel und Gretel - Hexenjäger* punktet mit wirklich ungewöhnlichen Ideen, einer unterhaltsamen Erzählweise und einer schlichten, aber runden und lückenlosen Story.

Leider köchelt die Hexensuppe insgesamt nur auf mittlerer Flamme, so dass ein abgedrehter Tarantino-Kult um einiges verfehlt wird. Zwischen Action und recht oberflächlichen Dialogen wird die Chance verpasst, Spannung zu erzeugen. Schade, das Potenzial wäre durchaus vorhanden.

Noch ein Wörtchen zur Synchronisation: In der deutschen Sprachausgabe geht viel Modulation und Witz verloren und die Dialoge wirken oft gequält und holprig. Ich musste den ersten Anlauf in deutscher Sprache nach ca. 15 min abbrechen, weil ich auf diesen Blödsinn keine Lust hatte. Erst ein weiterer Anlauf auf Englisch konnte die Charaktere authentisch rüberbringen.

Fazit: Wer Lust auf O-Ton hat und mit ausreichend Knabberkram ausgerüstet ist, dem steht einem vergnüglichen Popcornabend mit Einweg-Film nichts im Wege. Viel Spaß!


Die Croods [Blu-ray]
Die Croods [Blu-ray]
DVD ~ Christopher Sanders
Preis: EUR 7,90

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der gebrochene Wurfspeer, 29. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Croods [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Masse furioser Film-Fans zum Trotze hier eine Warnung an alle Filmliebhaber, die sich eine geistreiche Animationsperle à la *Wall-e, Rango* oder *Drachen zähmen leicht gemacht* erhoffen: vergesst es! Wenn Ihr schon *Madagaskar* und *Jagdfieber* unterirdisch blöd fandet, werdet Ihr auch an *Die Croods* keinen Spaß haben. Der Film lebt überwiegend von genau den Pleiten, Pech und Pannen, die bereits vor einem halben Jahrhundert in Mickey-Mouse-Cartoons besser zu sehen waren, und die vorgeblichen Themen (Prähistorie, offen sein für Neues, kreative Intelligenz), werden so sträflich und lächerlich behandelt, als ob die Macher sie absichtlich meiden wollten.

Auch scheint die Meinung weit verbreitet, gerade Kinder bräuchten es schnell, schrill und bunt bis zur beinahe-Epilepsie, da sie sich ja ganz offensichtlich amüsieren. Ein lang vergessenes Geheimnis: Kinder können sich über fast alles vor Lachen ausschütten und sind von Natur aus lebhaft. In keinster Form sind sie auf diesen hyperaktiven Reizsturm der Hysterie-Stärke 8,5 angewiesen, der jedoch ideal dazu geeignet ist, halbtote Burn-Out-Eltern zu reanimieren.

Fazit: eine typisch moderne Fließband-Animation; für Große zu albern, für Kleine zu schrill.
Ein Extra-Stern für die wirklich schöne und kreative Landschafts-Gestaltung.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 8, 2013 5:14 PM CET


Man of Steel [Blu-ray]
Man of Steel [Blu-ray]
DVD ~ Kevin Costner
Preis: EUR 7,99

26 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Halbgarer Space-Darwinismus und schwarze Logiklöcher, 11. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Man of Steel [Blu-ray] (Blu-ray)
[Achtung > SPOILER < bei Überraschungsbedarf nicht lesen]

Ich muss mich einfach mal über einige hirnverbrannte Film-Idiotien auslassen, die in solch geballter Ladung noch nicht einmal in den DC-Zeichentrickfilmen anzutreffen sind. Es folgen logische Aussetzer und andere Ärgernisse im Detail, und da sich *Man of steel* ohnehin kaum an die Vorlage hält, interessiert es mich nicht, ob auch schon die Comic-Erfinder Pilze gegessen hatten:

- Der Planet Krypton geht unter und damit die gesamte kryptonische Zivilisation. Traurig, aber unausweichlich. Schon mäßig technisierte Menschen konnten vor einer Dekade den Klimawandel voraussagen, aber selbst der weiseste Rat der kryptonischen Dumpfbacken wird von der plötzlichen Kernschmelze komplett überrumpelt. Tja, so ist das mit minder-entwickelten Kulturen... Moment... eigentlich gehören Magnetfeld- und Wurmlochtechnologien sowie RAUMSCHIFFE zum niederen Standard eines jeden kryptonischen Haushalts. Kommt wirklich KEINER auf die Idee, den Planeten mal prophylaktisch zu verlassen?
Naja, mit sieben Sachen ins Ungewisse zu fliegen kann sehr bedrohlich wirken... Moment... zufällig gehören die flächendeckende Erkundung des Weltalls inklusive der Errichtung zahlreicher AUßENPOSTEN zu den liebsten Hobbys der Kryptonier.
Naja, aber es ist schließlich nicht gewiss, dass man auf fremden Planeten auch leben kann, wegen der Atmosphäre und so... Moment... zufällig verfügt unsere hyper-mega-high-tech-Zivilisation über ein anschauliches Terra-Forming-Equipment und kann schon in jedem billigen Transport-Vehikel die Heimatatmosphäre erzeugen. Auf jedem Mond hätten die Kryptonier bereits ganze Metropolen unter Atmosphäre-Schilden bauen können. Oder riesige Weltraum-Stationen à la *Babylon 5*.
Naja, aber vielleicht braucht man für die langfristige Lebens- und Energieversorgung einfach ganz bestimmte Parameter, die eben nicht an jeder Sternenkreuzung erfüllt sind. Sowas findet man nur auf besonderen Planeten, z.B. der Erde... Moment... die Erde ist den Kryptoniern durchaus seit schlappen 20.000 (zwanzigtausend!!!) Jahren bekannt!
Und immer noch sind diese Stoffel nicht in der Lage einen Evakuierungsplan aufzustellen!!! Man kann sich nur freuen, dass so viel Inkompetenz nun ein Ende gefunden hat und die Kryptonier zum Darwin-Award für das dümmst-mögliche Aussterben beglückwünschen.

- Krypton geht unter und mit ihm das ganze Volk. Das ganze? Nein, ausgerechnet die Rüpel, Mörder und Schlägertypen werden noch rechtzeitig in die Phantomzone gerettet, Verzeihung, verbannt. Obwohl für eine Evakuierung keine Zeit ist, kostet die Verbannung per Knopfdruck nicht einmal zehn Sekunden. Hätte man nicht, da es ums nackte Überleben geht, auch Teile der Bevölkerung und die Ratsmitglieder dorthin schicken können? Nee lass mal, lieber bei lebendigem Leibe verbrennen.

- Die Schurken und Miesepeter werden, in ansprechender Dramatik, eingefroren und in sarkophag -artige Kapseln gesteckt. Ein Entkommen definitiv absolut hundertprozentig ausgeschlossen; hübsch verpackt für den parallel-dimensionalen Hochsicherheitstrakt. Einige Szenen später sieht man den Trupp munter aufgetaut in einem lauschigen Raumschiff sitzend, mit Terra-Technologie im Gepäck. Wo ist dieser Drehbuchschreiber? Lasst mich allein mit ihm in einem schalldichten Raum...

- Jor El samt Gattin wählen lieber den Freitod, als ihr schutzloses Neugeborenes ins All zu begleiten. Jaja, wer selbst aus der Brutkammer kommt hat gewisse Bindungsprobleme. Es ist aber auch rein logisch etwas unklug, die Hoffnung und Zukunft einer gesamten Zivilisation mal so ins Blaue zu schießen, ohne jegliche Gewissheit, ob das Kind akzeptable Eltern findet oder überhaupt überlebt. Hätte man die Szene so gestaltet, dass aus einer plötzlichen Notlage heraus nur das Kind gerettet werden kann, müsste sie nicht als Beispiel kryptonischer Geistesschwäche aufgeführt werden.

- Jor El war so frei, ein komplettes Charakter-Backup von sich auf Super-USB-Stick zu speichern, um auch in Zukunft seinen Sohn mit nichtssagenden Phrasen beglücken zu können. Immerhin kann Clark so seinen leiblichen Vater mal sehen. Warum sollte er auch nur einmal seine leibliche Mutter sehen wollen? Die stattliche Stute verliert nach vollbrachter Geburtsleistung jegliche Bedeutung. Amen.

- Clarks Ziehvater, ein durchschnittlicher amerikanischer Farmer, will seinen unverwüstlichen Halbgott von Sohn vor der ablehnenden Gesellschaft schützen. Obwohl Clark ohnehin schon für seine Heldentaten bekannt ist und sie auch weiterhin begehen wird, stirbt Herr Costner einen denkbar unnützen Tod, indem er sich kopfüber in einen Tornado stürzt und nicht öffentlich gerettet werden will. Anstatt sich gleich unter die Brücke zu flüchten und Clark den blöden Köter holen zu lassen wird somit die Familie zerrissen und Clark verliert 50 Prozent seines sozialen Umfeldes.

- Auch Clark schlägt in punkto Geistesschärfe ganz nach seinen Vätern. Als Erzfeind Zod plötzlich an seiner Wahrnehmung zu zerbrechen droht, gibt Clark ihm stolz eine Lehrstunde darin, dass man seine Sinneseindrücke mit Übung fokussieren kann; ein Tipp, den Zod später dankbar umsetzt. Superman kann das mit dem Fokussieren übrigens richtig gut. So gut, dass er es grundsätzlich nicht merkt, wenn er von der Seite oder von hinten angegriffen wird (warum sind die nicht einfach alle auf Krypton gestorben...).

- Die Schläger-Staffel bedroht Clarks Mutter, und in einem bemerkenswert seltenen Wutanfall katapultiert unser Held General Zod quer durch die halbe Stadt... und lässt seine Mutter mit den übrigen Handlangern zurück. Glücklicherweise kommt keiner dieser hyperintelligenten, in Kriegsführung optimierten Soldaten auf die Idee, Clarks Mutter als Geisel zu nehmen, sondern sie lassen die Dame sogleich allein, um ihrem Hauptmann schon mal das Shuttle vorzufahren...

- Endlich hat Superman den zähen Zod im Schwitzkasten, der droht, eine Familie mit seinen Laseraugen zu toasten. Unser Held bricht - in absoluter Notwehr - dem lausigen Lump das Genick, dummerweise genau in die Richtung, in der die Familie kauert, von der man nachher auch nichts mehr hört. Hier musste ich ob der unfreiwilligen Komik wirklich lachen. Nun plagen den Saubermann furchtbare Gewissensbisse, der immerhin schon eine Tankstelle in die Luft gejagt hat und ein großes Raumschiff voller Föten mitten in die Innenstadt hat krachen lassen. Gut, dass der Film fast vorbei ist.

Es gibt gutes und schlechtes Popcorn-Kino, und *Man of Steel* gehört leider zu letzterem. Das ist so ein typischer Multiplayer-Film, bei dem Action- und Zerstörungsfans (nicht COMICfans!) eine opulente Untermalung für den Verzehr ihrer Fressalien geboten bekommen, ohne mit einer komplexen Story oder Charakterzeichnung belästigt zu werden. Für Alleingucker ohne Popcorn und Smart-Phone am heimischen Fernseher bietet *Man of Steel* wenig und für Filmkenner lediglich gute Kamera-Einstellungen. Unsäglich, ist doch Zack Snider ebenso für die genialen *Watchmen* verantwortlich. Ich bin selbst Comicfan und schätze Verfilmungen mäßigen Anspruchs wie *Thor, Green Lantern, The Avengers*. Diese erfüllen aber auch das Grundrecht des Zuschauers auf ein funktionierendes Drehbuch, bieten gelungenen Wortwitz und Charaktere, mit denen man mitfiebert. Ich verstehe einfach nicht, warum bei modernen Multimillionen-Dollarprojekten genau daran gespart wird und die Zuschauer trotzdem darauf abfahren. Was sind Filme ohne Geschichten und Charaktere? Da kann man auch einfach *Injustice* auf der Konsole zocken...
Kommentar Kommentare (64) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 27, 2014 10:56 PM MEST


Monster High - Scaris Monsterstadt der Mode
Monster High - Scaris Monsterstadt der Mode
DVD ~ Dustin McKenzie
Preis: EUR 8,99

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Grauen in Shopping-Tüten, 4. Juli 2013
Bewertung als Mattel-Werbeclip +++++
Hier haben die Macher Großartiges geleistet, schließlich vergeht nicht eine Einstellung, in der kein kaufbarer Spielzeug-Artikel präsentiert wird. Unsere 6 Heldinnen samt 3 Boyfriends werden in mehr als 3 Outfits vorgeführt und bekommen auch noch dreifachen Neuzuwachs, so dass dem geneigten Konsumenten gleich über 30 Puppen schmackhaft gemacht werden. Nicht zu vergessen, dass es auch jedes Accessoire, vom Gepäck-Koffer über das Motorrad und auch den Straßen-Café-Tisch zu kaufen gibt. Also machen Sie sich auf einen laaaaangen Wunschzettel gefasst.

Bewertung als Film ++
Hier meinen viele, so lange Kinder einen Film verstehen und mögen, sei dieser gut zu bewerten. Tatsächlich ist es nicht ganz so leicht, und im Vergleich zu zahlreichen wirklich guten Kinderfilmen merkt man *Monster High - Scaris* an, dass das recht lieblos herunter geschriebene Drehbuch schnell dem Produkt-Kult hinterhergeworfen wurde. Die ohnehin recht banale Story wird im immer gleichen Tempo erzählt, und auch ein lang ersehntes Wiedersehen, das immerhin einen der beiden Haupthandlungsstränge ausmacht, verpufft mal eben in einer Sekunde. Als Film keineswegs besser als das übliche Kinderprogramm, und lange nicht so beliebt, würde man die süßen Mädels optisch durch Strichmännchen ersetzen.

Bewertung als Vorbild +
*Monster-High* spricht nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene durch seine Detail-verliebte Verspieltheit und einige lustige Ideen an. Nichts gegen Kreativität, bliebe sie nicht in erster Linie auf Seiten der Macher, denn da es die *guten Sachen* tonnenweise fertig zu kaufen gibt, dürfte kaum ein Laie mit bescheidenen Mitteln etwas selber machen, zumal die extrem dürren Puppen jeden Feinmotoriker an die Grenzen treiben. Ohnehin tun die süßen Zuckerstangen, deren Monsterfaktor man arg suchen muss, nichts lieber als shoppen und stoßen in punkto Modewahn sogar Barbie vom Thron: In Clawdeens anrührender Rede zum Filmende wird das Recht jedes einzelnen auf Mode verteidigt. Mode ist nicht nur Kleidung, sie ist Ausdruck der individuellen Persönlichkeit, und so muss jeder das Recht und die Freiheit haben, sich grenzenlos hip zu Stylen! Aha. Auch so etwas profanes wie der Mathe-Unterricht dient lediglich dazu, sich Gurkenscheiben auf die dick-geschminkten Augen zu legen und die neue Modekollektion zu besprechen. Bildung gehört offensichtlich nicht zur individuellen Persönlichkeit, und Charaktertiefe ist gerade völlig out.

Braucht ein Krisen-geplagtes Europa, in dem jedes fünfte Kind an Armut leidet, magersüchtige Modeikonen, die schon in High-Heels zur Schule tippeln und signalisieren, dass man für Statussymbole gar nicht genug Geld ausgeben kann, weil davon unmittelbar das Mensch-Sein abhängt? Na klar, so sichert man Arbeitsplätze! Also, das Geld fürs Essen gespart und so schnell wie möglich ins Shopping-Center gerannt! In High-Heels, versteht sich...


The Lucky One [Blu-ray]
The Lucky One [Blu-ray]
DVD ~ Zac Efron
Preis: EUR 8,97

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schauspielen, Zac, nicht schauen und spielen!, 4. April 2013
Rezension bezieht sich auf: The Lucky One [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich sollte es wirklich aufgeben mit den Romanzen, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...

Zur Story möchte ich nicht viel sagen; sie hätte durchaus Potenzial für großes Drama, plätschert aber durch die etwas uninspirierte Regie sehr seicht dahin. Das größte Problem sehe ich bei den Darstellern. Taylor Schilling glänzt in ihrer Hauptrolle und macht als einzige ihren Job wirklich gut; Kind, Mutter und Ex-Mann der Protagonistin sind tolerabel, bleiben aber nicht weiter im Gedächtnis.

Hier aber eine Schelte an Zac Efron, bzw. den, der für die Besetzung zuständig ist: Damit man so etwas NICHT sieht, wurden Schauspielschulen erfunden. Nein, nicht jedem ist ein Talent wie das des jungen Ryan Gosling (Mord nach Plan) oder Leonardo DiCaprio (Gilbert Grape) gegeben, aber selbst die üblichen amerikanischen Serien-Schauspieler im Abendprogramm schaffen es doch, dass man glaubt, was sie da tun... Zac Efron habe ich lediglich geglaubt, dass er Trecker fährt! Warum nur wurde die Rolle eines traumatisierten Kriegsveteranen auf der Suche nach Sinn, Liebe und Lebenserfüllung ausgerechnet an den High-School-Musical-Bubi vergeben? So sehr bemüht er sich, durch ausdrucksloses Geradeaus-Starren Ruhe auszustrahlen, ohne zu wissen, warum eigentlich. Schüchternheit? Angststörung? Totale Souveränität, weil schon durch die Hölle gegangen? Nichts davon kommt rüber, von Gefühlen ganz zu schweigen. Selbst Kristen Stewart (Twilight) hat bessere Momente... *puh* Hier auch meine persönliche goldene Himbeere für das schlechteste Leinwandpaar, denn hier stimmt einfach die Chemie nicht, schon allein deshalb, weil Efron chemisch völlig neutral ist.

Es gibt schlechtere Filme, und man kann diesen hier schmerzlos nebenbei dudeln lassen, *The Lucky One* verpasst aber den ersten Zweck als Romanze und den zweiten als Unterhaltung, denn ich zumindest würde nicht eine Szene nochmal sehen wollen; ist auch alles recht witzlos.

Fazit: Braucht man nicht
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2013 8:59 AM CET


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