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Rezensionen verfasst von
Till Mutschke alias "mr.bewertung" (Mossautal im Odenwald)

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Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
von Matthias Weik
  Broschiert
Preis: EUR 19,90

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Hetzjagd nach Schuldigen und Schäden der Finanzkrise, in welcher der Sachverstand untergeht, 2. März 2014
Dass dieses Buch die Finanzkrise 2008 rückblickend kritisch und durch rot gefärbte Gläser sieht, erkennt man schon beim Anblick des Covers und des Titels: "Der größte Raubzug der Geschichte" mit dem Untertitel: "Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden". Für Personen wie mich, die sich vorher kaum mit der Finanzkrise beschäftigt haben, wirken die Tatsachen, die im Buch offen gelegt werden, auf den ersten Blick schlichtweg überwältigend und überraschend. Daten, Orte und Zahlen werden genannt, die meinen Horizont bei weitem übersteigen. So sehr diese "sensationellen Berichte" auch den Reiz dieses Buches ausmachen, - in dem gleichen Maße stellen sie leider auch seinen Fluch dar.

Die anschauliche Einführung in das Thema ist den Autoren zweifelsfrei gelungen: Zunächst wird kurz aber ausreichend erklärt, was Geld überhaupt ist und wie sich Banken Geld leihen und Geld verleihen. Sicherlich für viele Leser nichts neues, aber als Auffrischung der Kenntnisse nicht schlecht. Nachdem kurz über die Phase der Deregulierung auf dem Finanzmarkt gesprochen wird, folgt die Entstehung der Finanzkrise anhand einer Metapher (Jimmys Kneipe- Party auf Kredit) sehr anschaulich. Teilweise zu schlicht, teilweise zu mangelhaft und teilweise zusammenhangslos wird dann die tatsächliche Finanzkrise in den folgenden Kapiteln dargestellt. Auf theoretische Grundlagen wird weitestgehend verzichtet und falls doch einmal etwas erklärt wird, dann passiert das nur unzureichend. Über Seiten hinweg wird nur noch über Banken und Manager gehetzt und am laufenden Band neue spektakuläre Zahlen genannt, wie viel Geld nun durch wen wann verbrannt wurde. Auch wenn der Leser nicht verwirrt wird, so reduziert das Buch die Behandlung des Themas doch auf einen sehr oberflächlichen Einblick in die Krise. Wichtige theoretische Grundlagen brechen weg und die große Hetzerei sorgt dafür, dass beim Leser der Eindruck ankommt, alle Banker, Investoren und Politiker sind grundsätzlich schlecht und haben grundsätzlich Fehlentscheidungen getroffen. Dies ist vielleicht zu Teilen auch nicht ganz abwegig, da die menschliche Gier unbegrenzt ist, dennoch werden die tieferen Ursachen, wie z.B. Handeln in Stellvertretung oder Moral Hazard überhaupt nicht oder nur unzureichend erläutert. Das Buch nährt sich förmlich an all dem was falsch gelaufen ist und bringt seinen Hass darüber in Sarkasmus dem Leser näher. Ab 2/3 des Buches gehen die Autoren schließlich näher auf die Euro-Krise ein, indem sie den Euro als Währung niedermachen und die Verschuldung in den PIIGS-Staaten an den Pranger stellen. Ab und zu schwenkt man wieder zurück in die USA und auch mal nach Argentinien oder China. Ein roter Faden lässt sich nur schwerlich erkennen. Abschließend wird unser Finanz- und Wirtschaftssystem als solches angezweifelt und schließlich werden noch Tipps zu Anlagestrategien gegeben.

Das Motiv der Autoren ist eindeutig und ich teile es in vielen Aspekten. Leider gewinnt die "Sensations-Berichterstattung" in diesem Buch Überhand, weshalb sich der wissenschaftliche und belehrbare Anspruch weitestgehend verabschieden. In "Stammtisch-Manier" wird dem Leser die eine Meinung aufgedrückt ohne ihn über die tatsächlichen Hintergründe aufzuklären oder Zusammenhänge differenziert darzustellen. Das Buch ist definitiv nicht schlecht geschrieben oder beinhaltet Falsches, es kann jedoch mitunter falsche Vorstellungen beim Leser erzeugen und ihn einseitig prägen. Meiner Meinung nach ist es weniger geeignet für junge Leser und solche, die sich noch keine eigene Meinung auf diesem Gebiet gemacht haben.

Persönlich würde ich es nicht als Einstiegsbuch für Leute empfehlen, die sich aufgrund von Vorträgen, Klausuren oder nur aus reinem Interesse mit der Finanzkrise auseinander setzen wollen. Es gibt genug andere Bücher, die zum großen Teil auch Kritik üben, aber einen höheren Anspruch auf die tiefere Erforschung der Ursachen und Gründe der Finanzkrise haben, wie z.B. "Im freien Fall" von Joseph Stiglitz oder "Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft" von Nouriel Roubini.


164/Fußball-Teufel
164/Fußball-Teufel
Preis: EUR 4,75

3.0 von 5 Sternen Negativ überrascht., 5. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 164/Fußball-Teufel (Audio CD)
"Fußball-Gangster" (Folge 63), "Fußballfieber "(123), "Fußball-Falle" ( 141),"Fußballphantom" (153) und jetzt auch noch "Fußball-Teufel" (164). Nach über 5 Folgen der drei Fragezeichen, die den Namen "Fußball-..." tragen, zeichnet sich meiner Meinung nach ein negatives Bild der Paarung, des hier zu Lande so beliebten Sports und den nicht minder beliebten drei Fragezeichen ab. Denn zumindest die fünf erstgenannten Folgen zählen - nicht nur meiner Meinung nach, sondern auch nach den Bewertungen vieler Kunden hier auf Amazon - zu den Minderwertigsten überhaupt. "Fußball-Teufel" macht nach meiner subjektiven Bewertung keine Ausnahme von der Regel, obwohl ich das im vornherein anhand der vielen positiven Bewertungen erhofft hatte...(Achtung: Bewertung nicht ganz Spoiler frei!!!)

Zunächst aber einmal zur Handlung, welche gar nicht mal so schlecht anfängt: Unterwegs in den Wäldern finden Justus, Peter und Bob nicht nur eine geheimnisvolle Höhle vor, sondern treffen auch auf eine Angst einflößende Gestalt, die dem wahrhaftigen Teufel ähnelt. Entgegen Peters Protest nehmen die Drei die Verfolgung auf und geraten in einen neuen Fall... Soweit so gut. Zwar kein Anfang der einem den Atem raubt, wie z.B. in der Folge "Der verschollene Pilot" (163), aber zumindest ein solider Start in den Fall, der Lust auf mehr macht. Und tatsächlich zeichnet sich objektiv betrachtet ein positives Bild ab: Die Sprecher sind gut, Dialoge mitunter sehr witzig und interessant, dazu gibt es dann auch noch das ein oder andere Mysterium und ein Rätsel darf natürlich auch nicht fehlen. Zusätzlich werden noch Indianer und ein ehemaliger Fußballstar in die Suppe gerührt und in einem spannenden Finale kommt es dann fast noch zum tragischen Verlust Peters. Frei von persönlichen Vorlieben ist diese Folge gelungen, da sie gut unterhält und einiges bietet.

Persönlich sehe ich die Sache in einem anderen Licht: Indianer, Teufel, Fußballer... Alles wird zusammen genommen und gemixt, damit am Ende eine Handlung herauskommt, die sich auf einfachste Weise mit einem Verbrechen befasst und im Titel Fußball trägt, damit sie sich auch ja gut verkauft! Abgesehen davon, dass die eigentliche Handlung gar nichts mit Fußball am Hut hat, wird in dieser Folge möglichst viel in die Waagschale geworfen, um das Gefühl von inhaltlicher Tiefe zu vermitteln, um keine Langeweile beim Zuhörer hervorzurufen. Das Adäquat im Film wäre wohl die übermäßige Effekthascherei... Auch wenn sich dieses übermäßige Mischen von Themen, Rätseln, Orten fast noch in Grenzen hält, übertreiben es andere Folgen in Bezug auf diesen Aspekt maßlos (z.B. "Fußball-Falle", was für eine Ironie...). "Masse statt Klasse" und nur aus dem Grund, möglichst viel abzusetzen...

Entgegen dem anscheinend positiven Konsens über diese Folge hier auf Amazon, kann ich nur hoffen, dass jemand meine Argumente nachvollziehen kann und ähnlich empfindet. Und auch wenn es viele Zuhörer, vor allem die Jüngeren, unterhalten mag, hoffe ich auf ein Ende der schändlichen Reihe der Fußball-Folgen. Keine Kaufempfehlung.


163/und der Verschollene Pilot
163/und der Verschollene Pilot
Preis: EUR 4,75

4.0 von 5 Sternen Elektrisierend!, 4. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 163/und der Verschollene Pilot (Audio CD)
Die Straße vor dir ist dunkel und neblig. Du kannst die Fahrbahn nicht mehr richtig erkennen. Hinzu kommt, dass sich die Stimmung zwischen dir und deinen Freunden immer weiter aufheizt, weil ihr alle übermüdet seid. Plötzlich taucht ein Mann in einem Pick-Up auf, der dir den Weg zu einem langersehnten Hotel in der Nähe zeigt. Doch irgendetwas an ihm und an dem Hotel ist seltsam, gar beängstigend...

In einer solch bedrückenden Situation befinden sich die drei ??? zu Anfang dieser Folge, die für sie und vor allem für Peter der reinste Horror ist. Der Zuhörer wird elektrisiert und geradezu von der prekären Situation, in der sich die Drei befinden, eingezogen und für die nächsten Szenen nicht mehr losgelassen. Durch die Übermüdung verlieren die Detektive ihr scharfes Gespür und geben sinnlose Sätze von sich, was ihre derzeitige Verfassung untermalt. Schließlich geraten Justus, Peter und Bob dann auch noch an einen Fall, der etwas mit einem notgelandeten Piloten in der Umgebung zu tun hat. Auf ein Rätsel darf natürlich auch nicht verzichtet werden und obwohl es weiterhin interessant bleibt, nimmt die Spannung in den mittleren Szenen etwas ab. Zusätzlich ist der Lösungsweg des Rätsels schwer vorstellbar für den Zuhörer, da er stark an die Natur/Vegetation gebunden ist. Zum Finale kommt dann wieder die elektrisierende Spannung auf und es wird eine überraschende aber plausible Auflösung des Falls geboten.

Alles in allem eines der grundsoliden Hörspiele, das einige Höhepunkte bietet, es jedoch nicht schafft, den Zuhörer auf einem kontinuierlich hohen Niveau zu unterhalten. Nichtsdestotrotz kann ich den Kauf nur empfehlen!


Assassin's Creed 4: Black Flag
Assassin's Creed 4: Black Flag
Preis: EUR 39,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bisher prachtvollste und spannendste Assassinen-Abenteuer ! - Jedoch nicht ganz frei von alten Schwächen..., 3. Januar 2014
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
"Alle Jahre wieder" - dies gilt nicht nur für Weihnachten, sondern auch für "Assassin's Creed" kontinuierlich seit 2008. Eine gewohnt hohe Qualität bekommt man dabei immer geliefert und Spaß macht es auch. Ständige Wiederholungen in Gameplay und Handlung aber demotivieren den Spieler stark. Dies war auch der Grund, weshalb ich auf das Ende der Ezio Trilogie und den Ausflug in das nach Unabhängigkeit strebende Amerika verzichtet habe. "Black Flag" kombiniert den Kampf zwischen den Templern und Assassinen mit dem Piratenleben im beginnenden 18. Jhd. Dies mag für den ein oder anderen zu viel des Guten sein, da aber schon die anderen Ableger die Assassinen-Story - welche sich in Wirklichkeit auf den Nahen Osten und wenige Jahrhunderte im Mittelalter beschränkt - in verschiedenste Szenarien entführen, ist darüber im weitesten Sinne hinwegzusehen. Von größtem Interesse ist schließlich das Gameplay: Wie viel Abwechslung bietet es, wie ist die Schwierigkeit in den Kämpfen und kann es auch über lange Zeit hinweg motivieren?

Insgesamt hat sich an der eigentlichen Spielmechanik und an den Stärken der Reihe nichts verändert. Noch immer schlagend, prügelnd und nun auch verstärkt schießend mäht man Haufen um Haufen von Gegnern nieder ohne jemals wirklich eine Schwierigkeit zu verspüren. Ähnliches gilt auch für die Klettereinlagen, die alles andere als waghalsig sind, auch wenn das Spiel dies mit der ein oder anderen "Fast-Abgestürzt-Animation" zu vermitteln versucht. Das Spiel nimmt einen in vielen Situationen weiterhin stark an die Hand. Interessanter und spannender ist es hingegen, die ewigen weiten des Karibischen Meers zu erkunden, das an jeder Ecke mit Aufgaben und Orten gefüllt ist, die man erledigen und entdecken kann. Hier zeigt sich das Spiel von seiner graphisch prachtvollen Seite: Ob man nun feindliche Schiffe entehrt (womit sie sehr viel Zeit verbringen werden) oder auf tropischen Inseln wilde Tiere jagt, die Vegetation und die See ist einfach nur zum dahin knien. Besser hätte man Bäume, Strände, Stürme und andere Dinge nicht animieren/gestalten können. Schade nur, dass viele Inseln nur Fassade sind und diejenigen, welche erkundet werden können, häufig nur eine abgesteckte Röhre sind (vgl. "Call of Duty").

Nicht zu verachten sind auch die drei großen Städte: Nassau, Havanna und Kingston. Sie sind alle wunderschön gestaltet und einzigartig. In ihnen verschmilzt die Natur (Bäume, Sträucher) mit der Zivilisation (Häuser), wodurch sich immer wieder großartige Wege zum Klettern oder Schleichen auftun, die dem Spieler so manche Aufgaben erleichtern.

Die tolle Gestaltung der Vegetation und Zivilisation mag gelegentlich darüber hinweg trösten, dass die Nebenaufträge bereits nach kurzer Zeit in gähnender Langeweile erlahmen. Allerdings gibt es nichts, was man als Freibeuter und/oder Assassine nicht machen könnte, u.a. Jagen, Harpunieren, Mörder-und Assassinen-Aufträge, kleine Rätsel lösen, unter Wasser tauchen und und und. Die Fülle an Nebenaufträgen könnte nicht größer sein! Durch immer gleiche Animationen, teilweise Schlauch-Levels und schlichtweg zu einfache Aufträge fühlen sich ein Großteil der Nebenaufträge jedoch nur noch wie Arbeit an. Außerdem sind alle Orte mit einer scheinbar unendlichen Fülle an Dingen wie Schatztruhen, Briefen, Aussichtspunkten usw. "vollgepumpt", sodass es nicht offensichtlicher sein konnte wie "Ubisoft" das Gefühl von viel Inhalt und Abwechslung beim Spielen erzeugen will. Überspitzt formuliert ist dies nur eine bunte Fassade, hinter welcher sich nichts mehr befindet...

Glücklicherweise/leider (je nachdem wie man es selbst sieht/wahrnimmt) gibt es die Motivation für den Spieler immer weiter zu sammeln, zu jagen und Geld zu verdienen, da sich so Aufrüstungen für das eigene Schiff, die "Jackdaw", kaufen lassen, welche mehr Power und Schutz im Seegefecht bieten. Zusätzlich lässt sie sich ein wenig gestalten (Segel, Galionsfigur usw.). Gleiches ist mit der eigenen Ausrüstung (Waffen und Mantel) möglich, was jedoch weniger notwendig ist, da die Kämpfe zu Lande wesentlich leichter als die zu Wasser sind.

Die größte Motivation im Spiel ist jedoch die Haupthandlung, die zum einen mit ihren spannenden und abwechslungsreichen Missionen und zum anderen mit ihrer wendungsreichen Geschichte rund um den Freibeuter Edward Kenway glänzt (dessen Übergang vom Pirat zum Meister-Assassinen aber viel zu schnell geht). Besonders die Zwischensequenzen zeichnen sich durch realistische Charakteranimation und -Zeichnung aus. Natürlich gibt es auch wieder eine äußere Geschichte, die "Abstergo" diesmal ganz in den Mittelpunkt stellt (auch nicht zu verachten...). Den größten Spaß haben mir so die Missionen der Hauptsequenz bereitet, in welchen man großartige Seegefechte, wilde Verfolgungsjagden und allerlei Piraten-Kuriositäten erlebt...

Die "Assassin's Creed-Reihe" läuft und läuft und läuft ohne Ende und das auch vollkommen zurecht! Die Erfolgsfaktoren des Mainstream-Games zeigen sich zum Glück auch bei "Black Flag" und in Angesicht der großartig gestalteten Karibik diesmal besonders stark. Dennoch wäre es kein Fehler, wenn sich "Ubisoft" bei der Gestaltung der Nebenaufträge stärker ins Zeug legen würde. (Eine neue Gelegenheit dazu bietet sich dieses Mal bereits vor dem standardmäßigen "Ein Jahres-Rhythmus" mit "Liberation".) "Assassin's Creed: Black Flag" hat es so nicht nur geschafft mich über weite Strecken zu begeistern und zu motivieren, sondern auch meine Begeisterung für die Erfolgsserie erneut zu wecken!


Assassin's Creed 4: Black Flag - Special Edition (exklusiv bei Amazon.de)
Assassin's Creed 4: Black Flag - Special Edition (exklusiv bei Amazon.de)
Wird angeboten von Future Entertainment
Preis: EUR 46,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bisher prachtvollste und spannendste Assassinen-Abenteuer ! - Jedoch nicht ganz frei von alten Schwächen..., 3. Januar 2014
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
"Alle Jahre wieder" - dies gilt nicht nur für Weihnachten, sondern auch für "Assassin's Creed" kontinuierlich seit 2008. Eine gewohnt hohe Qualität bekommt man dabei immer geliefert und Spaß macht es auch. Ständige Wiederholungen in Gameplay und Handlung aber demotivieren den Spieler stark. Dies war auch der Grund, weshalb ich auf das Ende der Ezio Trilogie und den Ausflug in das nach Unabhängigkeit strebende Amerika verzichtet habe. "Black Flag" kombiniert den Kampf zwischen den Templern und Assassinen mit dem Piratenleben im beginnenden 18. Jhd. Dies mag für den ein oder anderen zu viel des Guten sein, da aber schon die anderen Ableger die Assassinen-Story - welche sich in Wirklichkeit auf den Nahen Osten und wenige Jahrhunderte im Mittelalter beschränkt - in verschiedenste Szenarien entführen, ist darüber im weitesten Sinne hinwegzusehen. Von größtem Interesse ist schließlich das Gameplay: Wie viel Abwechslung bietet es, wie ist die Schwierigkeit in den Kämpfen und kann es auch über lange Zeit hinweg motivieren?

Insgesamt hat sich an der eigentlichen Spielmechanik und an den Stärken der Reihe nichts verändert. Noch immer schlagend, prügelnd und nun auch verstärkt schießend mäht man Haufen um Haufen von Gegnern nieder ohne jemals wirklich eine Schwierigkeit zu verspüren. Ähnliches gilt auch für die Klettereinlagen, die alles andere als waghalsig sind, auch wenn das Spiel dies mit der ein oder anderen "Fast-Abgestürzt-Animation" zu vermitteln versucht. Das Spiel nimmt einen in vielen Situationen weiterhin stark an die Hand. Interessanter und spannender ist es hingegen, die ewigen weiten des Karibischen Meers zu erkunden, das an jeder Ecke mit Aufgaben und Orten gefüllt ist, die man erledigen und entdecken kann. Hier zeigt sich das Spiel von seiner graphisch prachtvollen Seite: Ob man nun feindliche Schiffe entehrt (womit sie sehr viel Zeit verbringen werden) oder auf tropischen Inseln wilde Tiere jagt, die Vegetation und die See ist einfach nur zum dahin knien. Besser hätte man Bäume, Strände, Stürme und andere Dinge nicht animieren/gestalten können. Schade nur, dass viele Inseln nur Fassade sind und diejenigen, welche erkundet werden können, häufig nur eine abgesteckte Röhre sind (vgl. "Call of Duty").

Nicht zu verachten sind auch die drei großen Städte: Nassau, Havanna und Kingston. Sie sind alle wunderschön gestaltet und einzigartig. In ihnen verschmilzt die Natur (Bäume, Sträucher) mit der Zivilisation (Häuser), wodurch sich immer wieder großartige Wege zum Klettern oder Schleichen auftun, die dem Spieler so manche Aufgaben erleichtern.

Die tolle Gestaltung der Vegetation und Zivilisation mag gelegentlich darüber hinweg trösten, dass die Nebenaufträge bereits nach kurzer Zeit in gähnender Langeweile erlahmen. Allerdings gibt es nichts, was man als Freibeuter und/oder Assassine nicht machen könnte, u.a. Jagen, Harpunieren, Mörder-und Assassinen-Aufträge, kleine Rätsel lösen, unter Wasser tauchen und und und. Die Fülle an Nebenaufträgen könnte nicht größer sein! Durch immer gleiche Animationen, teilweise Schlauch-Levels und schlichtweg zu einfache Aufträge fühlen sich ein Großteil der Nebenaufträge jedoch nur noch wie Arbeit an. Außerdem sind alle Orte mit einer scheinbar unendlichen Fülle an Dingen wie Schatztruhen, Briefen, Aussichtspunkten usw. "vollgepumpt", sodass es nicht offensichtlicher sein konnte wie "Ubisoft" das Gefühl von viel Inhalt und Abwechslung beim Spielen erzeugen will. Überspitzt formuliert ist dies nur eine bunte Fassade, hinter welcher sich nichts mehr befindet...

Glücklicherweise/leider (je nachdem wie man es selbst sieht/wahrnimmt) gibt es die Motivation für den Spieler immer weiter zu sammeln, zu jagen und Geld zu verdienen, da sich so Aufrüstungen für das eigene Schiff, die "Jackdaw", kaufen lassen, welche mehr Power und Schutz im Seegefecht bieten. Zusätzlich lässt sie sich ein wenig gestalten (Segel, Galionsfigur usw.). Gleiches ist mit der eigenen Ausrüstung (Waffen und Mantel) möglich, was jedoch weniger notwendig ist, da die Kämpfe zu Lande wesentlich leichter als die zu Wasser sind.

Die größte Motivation im Spiel ist jedoch die Haupthandlung, die zum einen mit ihren spannenden und abwechslungsreichen Missionen und zum anderen mit ihrer wendungsreichen Geschichte rund um den Freibeuter Edward Kenway glänzt (dessen Übergang vom Pirat zum Meister-Assassinen aber viel zu schnell geht). Besonders die Zwischensequenzen zeichnen sich durch realistische Charakteranimation und -Zeichnung aus. Natürlich gibt es auch wieder eine äußere Geschichte, die "Abstergo" diesmal ganz in den Mittelpunkt stellt (auch nicht zu verachten...). Den größten Spaß haben mir so die Missionen der Hauptsequenz bereitet, in welchen man großartige Seegefechte, wilde Verfolgungsjagden und allerlei Piraten-Kuriositäten erlebt...

Die "Assassin's Creed-Reihe" läuft und läuft und läuft ohne Ende und das auch vollkommen zurecht! Die Erfolgsfaktoren des Mainstream-Games zeigen sich zum Glück auch bei "Black Flag" und in Angesicht der großartig gestalteten Karibik diesmal besonders stark. Dennoch wäre es kein Fehler, wenn sich "Ubisoft" bei der Gestaltung der Nebenaufträge stärker ins Zeug legen würde. (Eine neue Gelegenheit dazu bietet sich dieses Mal bereits vor dem standardmäßigen "Ein Jahres-Rhythmus" mit "Liberation".) "Assassin's Creed: Black Flag" hat es so nicht nur geschafft mich über weite Strecken zu begeistern und zu motivieren, sondern auch meine Begeisterung für die Erfolgsserie erneut zu wecken!


Battlefield 4
Battlefield 4
Wird angeboten von maxifreund2
Preis: EUR 30,87

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Multiplayer Top, Singleplayer Flop!", 18. November 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Battlefield 4 (Computerspiel)
Wahre Gamer schauen nicht nur das humorvolle "Game-One", sondern werfen auch ab und an mal einen Blick in "Reload", das seit einem Jahr auf "EinsPlus" läuft. Der Bericht über Krieg hat das Ego-Shooter Genre bzw. die Militärsimulationen im Allgemeinen sehr ins Visier genommen. Auch "BF 4" und "CoD: Ghots" blieben von Anschuldigungen, wie beispielsweise der Kriegsverharmlosung nicht verschont. Und auch wenn die Kritik meiner Meinung nach etwas übertrieben war, kann man sie in einigen Punkten nachvollziehen. So z.B., wenn man sich die Kampagne des Kriegsshooters anschaut. Einfachste Bilder/Vorstellungen/Klischees, wie das von "Gut und Böse" werden bedient. Da reicht es schon, dass Sie (wieder) in der Rolle eines US-Marines gegen die beiden Großnationen China und Russland anlaufen, um am Anfang erst in eine aussichtslose Lage zu geraten und dann am Ende...naja Sie wissen schon! Und auch so viel Unnötiges und Nerviges hat seinen Platz gefunden: Ein Marathon an Türöffnungen erwartet Sie im Verlauf vieler Missionen. Da bleibt mir nur ein verzweifeltes "Wieso?" Wieso quält mich das Spiel damit? Warum bin ich der Sklave, der pausenlos Türen öffnen muss? Unverständnis!

Ganz zu schweigen von den Massen an "Klonkriegern", die man vermutlich aus "Star Wars" importiert hat und mit der Intelligenz und dem Verhalten der Lemminge ausgestattet hat. Mehr als ein Trainingslager-Gefühl kommt in den meisten Kämpfen nicht auf. Ihren Begleitern wünschen Sie gleich nach den ersten Level die ewige Verdammnis. Nicht nur, dass sie in den Gefechten ihre Unfähigkeit beweisen: Sie werden von ihnen herum koordiniert, dass die Tatsache, dass Sie ihnen übergestellt sind, schlichtweg lächerlich wirkt...gleichzeitig kauen sie Ihnen das Ohr mit hirnlosen und vulgären Sprüchen ab. Ganz nach dem Klischee eben...

Diese Singleplayer-Kampagne hat soviel Rückgrat wie eine Schnecke. Die Handlung macht übrigens auch wenig Sinn. Viele von Ihnen wird dies aber wenig stören, denn schließlich ist es das Herz des Spiels was zählt und das ist seit jeher der Multiplayer in "BF 4". 10 neue Maps gibt es gleich zu Anfang, unzählige Waffen und Ausrüstung und natürlich "Levellution" was von "Dice" im Vorherein hoch angepriesen wurde. Der Hochhauseinsturz auf der Map "Siege of Shanghai" ist schon sehr bekannt, weniger wetter- und tagesbedingte Veränderungen. Wenn man auf der Map "Dawnbreaker" gegen die Sonne anläuft, kann es schon mal zu starken Beeinträchtigungen der Sicht kommen. Ähnlich sieht es mit dem Sturm auf der Map "Paracel Storm" aus, der jedoch alle Spieler betrifft. Leider sind es immer gleiche Veränderungen und Ereignisse auf den Maps. Dennoch: Imposant sind sie allemal und die Stärken der Engine zeigen sie eindrucksvoll auf.

Stärker überzeugen können jedoch die Maps aufgrund ihrer Gestaltung und ihrem Aufbau. Die 10 Maps sind ausgeglichen, abwechselungsreich und für unterschiedliche Spielmodi geeignet. In Shanghai spielt sich "Conquest", aufgrund des symmetrischen Aufbaus, sehr gut. Auch die Schnee-Karte "Operation Spind" sorgt mit "Conquest" für epische Schlachten, da sie ganz gewollt Engpässe einbaut. Aber auch den restlichen Maps sieht man ihre für "Conquest" ausgelegte Gestaltung an. Doch auch im Detail wurde vieles bis zur Perfektion getrieben: Ein gutes Beispiel dafür ist die Map "Flood Zone", welche durch mehrstöckig-verbundene Häuser ein unglaublich forderndes vertikales Spielerlebnis bietet und somit trotz der kleinen Fläche im "TDM-Modus" sehr umfangreich ist. Die Maps sind schlichtweg gigantisch, abwechslungsreich und detailliert.

Tüftler und Waffenvernarrte kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände kennt man schon aus "BF 3", einige sind neu oder verbessert. Zusätzlich kann man immer auf den Maps gleichplatzierte mächtige Waffen aufnehmen, beispielsweise ein verheerendes Scharfschützengewehr. Auch die Fahrzeugauswahl wurde um einige Gefährte zu Wasser und zu Land reicher. Insgesamt kann man von moderaten und sinnvollen Ergänzungen und Verbesserungen der Waffen und Fahrzeuge in "BF 3" sprechen. Die Auswahl sorgt erneut für Langzeitmotivation.

Doch wie spielt es sich? Grundsätzlich ist es für Anfänger extrem schwer, egal wie viel andere Ego-Shooter Sie nun gespielt haben. Gegner sind auf vielen Maps schwer zu sehen und auch die Auswahl der richtigen Klasse für bestimmte Modi und Maps ist unverzichtbar und wird häufig falsch gemacht. Im Vergleich zu "BF 3" spielt es sich teilweise noch langsamer. Was nicht zwangsläufig negativ sein muss, denn Taktik und Strategie sind nun noch wichtiger. Wer auf eigene Faust ins Gefecht zieht, wird wenig Erfolg haben. Gamer, welche auf rasantes "TDM" stehen, werden jedoch enttäuscht sein. Im Vergleich zu "CoD" ist die Spielgeschwindigkeit um einiges langsamer. Mir persönlich haben die "TDMs" bis jetzt jedoch sehr gut gefallen. Am ehesten eignet sich dafür die Map "Flood Zone".

Drei neue Spielmodi haben ihren Einzug in den "MP" gefunden:

1."Domination", welches sich ähnlich wie "Conquest" spielt, dafür aber auf kleineren Maps stattfindet.

2."Obliberation" in dessen Zentrum eine Bombe steht, mit welcher man verschiedene Stationen des Gegners sprengen muss. Dies kann zum Teil zu sehr langen und intensiven Runden führen.

3.Schließlich die schnellen Runden (Häufig nicht länger als 2 min) in "Defuse". Dabei muss ein Team eine Station in die Luft jagen, das andere muss sie verteidigen. Wer stirbt, muss warten bis die nächste Runde anfängt.

Revolutionär sind diese neuen Spielmodi zwar nicht, dafür bieten sie mehr Auswahl. "Defuse" kompensiert somit zum Teil auch die fehlende Geschwindigkeit und das fehlende Tempo in den anderen Spielmodi.

Vielleicht noch zwei Worte zu einem Thema/Problem, das ich nicht wie die Mehrheit empfunden habe: Bugs/Abstürze. Was man sich hier auf Amazon nicht alles anhören muss in Bezug auf Bugs in "BF 4". Ich kann zu diesem Thema nur beitragen, dass mir während meiner bisherigen Spielzeit (ca. 16 h) nur ungefähr eine handvoll Abstürze widerfahren sind. Auch sind einige Grafikfehler und auch mal Ruckler aufgetreten. Das Spielerlebnis und den Spaß haben sie mir nicht verdorben. Ich kann nachvollziehen, wenn Kunden ein perfektes Spiel erwarten und sehe an dieser Stelle auch die Entwickler in der Verantwortung. Unzählige "Ein-Sterne Bewertungen" werden aber schlicht dem Spiel und den Entwicklern nicht gerecht!

Im Gesamten macht "BF 4" einen guten, wenn nicht sogar fantastischen Eindruck, je nachdem wie viel Bedeutung man Fehlern und der Singleplayer-Kampagne für sich persönlich zumisst. Denn tatsächlich ist "BF 4" ein "MP-Spiel" und in diesem Bereich überragt es die Konkurrenz meiner Meinung bei weitem, da Auswahl, Maps und Grafik/Effekte schlichtweg gigantisch sind. Wer sich die kalten Wintermonate in ein Game vertiefen möchte, trifft mit "BF 4" definitiv die richtige Entscheidung.


Battlefield 4 - Deluxe Edition (Exklusiv bei Amazon.de)
Battlefield 4 - Deluxe Edition (Exklusiv bei Amazon.de)
Preis: EUR 51,82

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Multiplayer Top, Singleplayer Flop!", 18. November 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Wahre Gamer schauen nicht nur das humorvolle "Game-One", sondern werfen auch ab und an mal einen Blick in "Reload", das seit einem Jahr auf "EinsPlus" läuft. Der Bericht über Krieg hat das Ego-Shooter Genre bzw. die Militärsimulationen im Allgemeinen sehr ins Visier genommen. Auch "BF 4" und "CoD: Ghots" blieben von Anschuldigungen, wie beispielsweise der Kriegsverharmlosung nicht verschont. Und auch wenn die Kritik meiner Meinung nach etwas übertrieben war, kann man sie in einigen Punkten nachvollziehen. So z.B. wenn man sich die Kampagne des Kriegsshooters anschaut. Einfachste Bilder/Vorstellungen/Klischees, wie das von "Gut und Böse" werden bedient. Da reicht es schon, dass Sie (wieder) in der Rolle eines US-Marines gegen die beiden Großnationen China und Russland anlaufen, um am Anfang erst in eine aussichtslose Lage zu geraten und dann am Ende...naja Sie wissen schon! Und auch so viel Unnötiges und Nerviges hat seinen Platz gefunden: Ein Marathon an Türöffnungen erwartet Sie im Verlauf vieler Missionen. Da bleibt mir nur ein verzweifeltes "Wieso?" Wieso quält mich das Spiel damit? Warum bin ich der Sklave, der pausenlos Türen öffnen muss? Unverständnis!

Ganz zu schweigen von den Massen an "Klonkriegern", die man vermutlich aus "Star Wars" importiert hat und mit der Intelligenz und dem Verhalten der Lemminge ausgestattet hat. Mehr als ein Trainingslager-Gefühl kommt in den meisten Kämpfen nicht auf. Ihren Begleitern wünschen Sie gleich nach den ersten Level die ewige Verdammnis. Nicht nur, dass sie in den Gefechten ihre Unfähigkeit beweisen: Sie werden von ihnen herum koordiniert, dass die Tatsache, dass Sie ihnen übergestellt sind, schlichtweg lächerlich wirkt...gleichzeitig kauen sie Ihnen das Ohr mit hirnlosen und vulgären Sprüchen ab. Ganz nach dem Klischee eben...

Diese Singleplayer-Kampagne hat soviel Rückgrat wie eine Schnecke. Die Handlung macht übrigens auch wenig Sinn. Viele von Ihnen wird dies aber wenig stören, denn schließlich ist es das Herz des Spiels was zählt und das ist seit jeher der Multiplayer in "BF 4". 10 neue Maps gibt es gleich zu Anfang, unzählige Waffen und Ausrüstungen und natürlich "Levellution" was von "Dice" im Vorherein hoch angepriesen wurde. Der Hochhauseinsturz auf der Map "Siege of Shanghai" ist schon sehr bekannt, weniger eetter- und tagesbedingte Veränderungen. Wenn man auf der Map "Dawnbreaker" gegen die Sonne anläuft, kann es schon mal zu starken Beeinträchtigungen der Sicht kommen. Ähnlich sieht es mit dem Sturm auf der Map "Paracel Storm" aus, der jedoch alle Spieler betrifft. Leider sind es immer gleiche Veränderungen und Ereignisse auf den Maps. Dennoch: Imposant sind sie allemal und die Stärken der Engine zeigen sie eindrucksvoll auf.

Stärker überzeugen können jedoch die Maps aufgrund ihrer Gestaltung und ihrem Aufbau. Die 10 Maps sind ausgeglichen, abwechselungsreich und für unterschiedliche Spielmodi geeignet. In Shanghai spielt sich "Conquest", aufgrund des symmetrischen Aufbaus, sehr gut. Auch die Schnee-Karte "Operation Spind" sorgt mit "Conquest" für epische Schlachten, da sie ganz gewollt Engpässe einbaut. Aber auch den restlichen Maps sieht man ihre für "Conquest" ausgelegte Gestaltung an. Doch auch im Detail wurde vieles bis zur Perfektion getrieben: Ein gutes Beispiel dafür ist die Map "Flood Zone", welche durch mehrstöckig-verbundene Häuser ein unglaublich forderndes vertikales Spielerlebnis bietet und somit trotz der kleinen Fläche im "TDM-Modus "sehr umfangreich ist. Die Maps sind schlichtweg gigantisch, abwechslungsreich und detailliert.

Tüftler und Waffenvernarrte kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände kennt man schon aus "BF 3", einige sind neu oder verbessert. Zusätzlich kann man immer auf den Maps gleich platzierte mächtige Waffen aufnehmen, beispielsweise ein verheerendes Scharfschützengewehr. Auch die Fahrzeugauswahl wurde um einige Gefährte zu Wasser und zu Land reicher. Insgesamt kann man von moderaten und sinnvollen Ergänzungen und Verbesserungen der Waffen und Fahrzeuge in "BF 3" sprechen. Die Auswahl sorgt erneut für Langzeitmotivation.

Doch wie spielt es sich? Grundsätzlich ist es für Anfänger extrem schwer, egal wie viel andere Ego-Shooter sie nun gespielt haben. Gegner sind auf vielen Maps schwer zu sehen und auch die Auswahl der richtigen Klasse für bestimmte Modi und Maps ist unverzichtbar und wird häufig falsch gemacht. Im Vergleich zu "BF 3" spielt es teilweise sich noch langsamer. Was nicht zwangsläufig negativ sein muss, denn Taktik und Strategie sind nun noch wichtiger . Wer auf eigene Faust ins Gefecht zieht, wird wenig Erfolg haben. Gamer, welche auf rasantes "TDM" stehen, werden jedoch enttäuscht sein. Im Vergleich zu "CoD" ist die Spielgeschwindigkeit um einiges langsamer. Mir persönlich haben die "TDMs" bis jetzt jedoch sehr gut gefallen. Am ehesten eignet sich dafür die Map "Flood Zone".

Drei neue Spielmodi haben ihren Einzug in den "MP" gefunden:

1."Domination", welches sich ähnlich wie "Conquest" spielt, dafür aber auf kleineren Maps stattfindet.

2."Obliberation", in dessen Zentrum eine Bombe steht, mit welcher man verschiedene Stationen des Gegners sprengen muss. Dies kann zum Teil zu sehr langen und intensiven Runden führen.

3.Schließlich die schnellen Runden (Häufig nicht länger als 2 min) in "Defuse". Dabei muss ein Team eine Station in die Luft jagen, das andere muss sie verteidigen. Wer stirbt, muss warten bis die nächste Runde anfängt.

Revolutionär sind diese neuen Spielmodi zwar nicht, dafür bieten sie mehr Auswahl. "Defuse" kompensiert somit zum Teil auch die fehlende Geschwindigkeit und das fehlende Tempo in den anderen Spielmodi.

Vielleicht noch zwei Worte zu einem Thema/Problem, das ich nicht wie die Mehrheit empfunden habe: Bugs/Abstürze. Was man sich hier auf Amazon nicht alles anhören muss in Bezug auf Bugs in "BF 4". Ich kann zu diesem Thema nur beitragen, dass mir während meiner bisherigen Spielzeit (ca. 16 h) nur ungefähr eine handvoll Abstürze widerfahren sind. Auch sind einige Grafikfehler und auch mal Ruckler aufgetreten. Das Spielerlebnis und den Spaß haben sie mir nicht verdorben. Ich kann nachvollziehen, wenn Kunden ein perfektes Spiel erwarten und sehe an dieser Stelle auch die Entwickler in der Verantwortung. Unzählige "Ein-Sterne Bewertungen" werden aber schlicht dem Spiel und den Entwicklern nicht gerecht!

Im Gesamten macht "BF 4" einen guten, wenn nicht sogar fantastischen Eindruck, je nachdem wie viel Bedeutung man Fehlern und der Singleplayer-Kampagne für sich persönlich zumisst. Denn tatsächlich ist "BF 4" ein "MP-Spiel" und in diesem Bereich überragt es die Konkurrenz meiner Meinung bei weitem, da Auswahl, Maps und Grafik/Effekte schlichtweg gigantisch sind. Wer sich die kalten Wintermonate in ein Game vertiefen möchte, trifft mit "BF 4" definitiv die richtige Entscheidung.


Battlefield 4 - Day One Edition (inkl. China Rising Erweiterungspack) [Origin Code]
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Preis: EUR 47,99

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4.0 von 5 Sternen "Multiplayer Top, Singleplayer Flop!", 18. November 2013
Wahre Gamer schauen nicht nur das humorvolle "Game-One", sondern werfen auch ab und an mal einen Blick in "Reload", das seit einem Jahr auf "EinsPlus" läuft. Der Bericht über Krieg hat das Ego-Shooter Genre bzw. die Militärsimulationen im Allgemeinen sehr ins Visier genommen. Auch "BF 4" und "CoD: Ghots" blieben von Anschuldigungen, wie beispielsweise der Kriegsverharmlosung nicht verschont. Und auch wenn die Kritik meiner Meinung nach etwas übertrieben war, kann man sie in einigen Punkten nachvollziehen. So z.B., wenn man sich die Kampagne des Kriegsshooters anschaut. Einfachste Bilder/Vorstellungen/Klischees, wie das von "Gut und Böse" werden bedient. Da reicht es schon, dass Sie (wieder) in der Rolle eines US-Marines gegen die beiden Großnationen China und Russland anlaufen, um am Anfang erst in eine aussichtslose Lage zu geraten und dann am Ende...naja Sie wissen schon! Und auch so viel Unnötiges und Nerviges hat seinen Platz gefunden: Ein Marathon an Türöffnungen erwartet Sie im Verlauf vieler Missionen. Da bleibt mir nur ein verzweifeltes "Wieso?" Wieso quält mich das Spiel damit? Warum bin ich der Sklave, der pausenlos Türen öffnen muss? Unverständnis!

Ganz zu schweigen von den Massen an "Klonkriegern", die man vermutlich aus "Star Wars" importiert hat und mit der Intelligenz und dem Verhalten der Lemminge ausgestattet hat. Mehr als ein Trainingslager-Gefühl kommt in den meisten Kämpfen nicht auf. Ihren Begleitern wünschen Sie gleich nach den ersten Level die ewige Verdammnis. Nicht nur, dass sie in den Gefechten ihre Unfähigkeit beweisen: Sie werden von ihnen herum koordiniert, dass die Tatsache, dass Sie ihnen übergestellt sind, schlichtweg lächerlich wirkt...gleichzeitig kauen Sie Ihnen das Ohr mit hirnlosen und vulgären Sprüchen ab. Ganz nach dem Klischee eben...

Diese Singleplayer-Kampagne hat soviel Rückgrat wie eine Schnecke. Die Handlung macht übrigens auch wenig Sinn. Viele von Ihnen wird dies aber wenig stören, denn schließlich ist es das Herz des Spiels was zählt und das ist seit jeher der Multiplayer in "BF 4". 10 neue Maps gibt es gleich zu Anfang, unzählige Waffen und Ausrüstungen und natürlich "Levellution" was von "Dice" im Vorherein hoch angepriesen wurde. Der Hochhauseinsturz auf der Map "Siege of Shanghai" ist schon sehr bekannt, weniger wetter- und tagesbedingte Veränderungen. Wenn man auf der Map "Dawnbreaker" gegen die Sonne anläuft, kann es schon mal zu starken Beeinträchtigungen der Sicht kommen. Ähnlich sieht es mit dem Sturm auf der Map "Paracel Storm" aus, der jedoch alle Spieler betrifft. Leider sind es immer gleiche Veränderungen und Ereignisse auf den Maps. Dennoch: Imposant sind sie allemal und die Stärken der Engine zeigen sie eindrucksvoll auf.

Stärker überzeugen können jedoch die Maps aufgrund ihrer Gestaltung und ihrem Aufbau. Die 10 Maps sind ausgeglichen, abwechslungsreich und für unterschiedliche Spielmodi geeignet. In Shanhai spielt sich "Conquest", aufgrund des symmetrischen Aufbaus, sehr gut. Auch die Schnee-Karte "Operation Spind" sorgt mit "Conquest" für epische Schlachten, da sie ganz gewollt Engpässe einbaut. Aber auch den restlichen Maps sieht man ihren für "Conquest" ausgelegte Gestaltung an. Doch auch im Detail wurde vieles bis zur Perfektion getrieben: Ein gutes Beispiel dafür ist die Map "Flood Zone", welche durch mehrstöckig-verbundene Häuser ein unglaublich forderndes vertikales Spielerlebnis bietet und somit trotz der kleinen Fläche im "TDM-Modus "sehr umfangreich ist. Die Maps sind schlichtweg gigantisch, abwechslungsreich und detailliert.

Tüftler und Waffenvernarrte kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Viele Waffen und Ausrüstungsgegenstände kennt man schon aus "BF 3", einige sind neu oder verbessert. Zusätzlich kann man immer auf den Maps gleich platzierte mächtige Waffen aufnehmen, beispielsweise ein verheerendes Scharfschützengewehr. Auch die Fahrzeugauswahl wurde um einige Gefährte zu Wasser und zu Land reicher. Insgesamt kann man von moderaten und sinnvollen Ergänzungen und Verbesserungen der Waffen und Fahrzeuge in "BF 3" sprechen. Die Auswahl sorgt erneut für Langzeitmotivation.

Doch wie spielt es sich? Grundsätzlich ist es für Anfänger extrem schwer, egal wie viel andere Ego-Shooter sie nun gespielt haben. Gegner sind auf vielen Maps schwer zu sehen und auch die Auswahl der richtigen Klasse für bestimmte Modi und Maps ist unverzichtbar und wird häufig falsch gemacht. Im Vergleich zu "BF 3" spielt es sich teilweise noch langsamer. Was nicht zwangsläufig negativ sein muss, denn Taktik und Strategie sind nun noch wichtiger. Wer auf eigene Faust ins Gefecht zieht, wird wenig Erfolg haben. Gamer, welche auf rasantes "TDM" stehen, werden jedoch enttäuscht sein. Im Vergleich zu "CoD " ist die Spielgeschwindigkeit um einiges langsamer. Mir persönlich haben die "TDMs" bis jetzt jedoch sehr gut gefallen. Am ehesten eignet sich dafür die Map "Flood Zone".

Drei neue Spielmodi haben ihren Einzug in den "MP" gefunden:

1."Domination", welches sich ähnlich wie "Conquest" spielt, dafür aber auf kleineren Maps stattfindet.

2."Obliberation", in dessen Zentrum eine Bombe steht, mit welcher man verschiedene Stationen des Gegners sprengen muss. Dies kann zum Teil zu sehr langen und intensiven Runden führen.

3.Schließlich die schnellen Runden (Häufig nicht länger als 2 min) in "Defuse". Dabei muss ein Team eine Station in die Luft jagen, das andere muss sie verteidigen. Wer stirbt, muss warten bis die nächste Runde anfängt.

Revolutionär sind diese neuen Spielmodi zwar nicht, dafür bieten sie mehr Auswahl. "Defuse" kompensiert somit zum Teil auch die fehlende Geschwindigkeit und das fehlende Tempo in den anderen Spielmodi.

Vielleicht noch zwei Worte zu einem Thema/Problem, das ich nicht wie die Mehrheit empfunden habe: Bugs/Abstürze. Was man sich hier auf Amazon nicht alles anhören muss in Bezug auf Bugs in "BF 4". Ich kann zu diesem Thema nur beitragen, dass mir während meiner bisherigen Spielzeit (ca. 16 h) nur ungefähr eine handvoll Abstürze widerfahren sind. Auch sind einige Grafikfehler und auch mal Ruckler aufgetreten. Das Spielerlebnis und den Spaß haben sie mir nicht verdorben. Ich kann nachvollziehen, wenn Kunden ein perfektes Spiel erwarten und sehe an dieser Stelle auch die Entwickler in der Verantwortung. Unzählige "Ein-Sterne Bewertungen" werden aber schlicht dem Spiel und den Entwicklern nicht gerecht!

Im Gesamten macht "BF 4" einen guten, wenn nicht sogar fantastischen Eindruck, je nachdem wie viel Bedeutung man Fehlern und der Singleplayer-Kamange für sich persönlich zumisst. Den tatsächlich ist "BF 4" ein "MP-Spiel" und in diesem Bereich überragt es die Konkurrenz meiner Meinung bei weitem, da Auswahl, Maps und Grafik/Effekte schlichtweg gigantisch sind. Wer sich die kalten Wintermonate in ein Game vertiefen möchte, trifft mit "BF 4" definitiv die richtige Entscheidung.


Yamaha PDX-11 Desk Top Audio System für Apple iPhone 3G/3GS/4 schwarz
Yamaha PDX-11 Desk Top Audio System für Apple iPhone 3G/3GS/4 schwarz

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker Bass, mit einem Wermutstropfen..., 29. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
...Was aber auch der einzig objektiv begründete negative Punkt ist, dem man der Yamaha PDX 11 anhängen kann. Denn der Tragebügel ist unglücklicherweise direkt hinter den Adapter gelegt. So lässt es sich schwerlich tragen und gleichzeitig ein Gerät anschließen. Bluetooth scheidet ebenfalls aus und es mit zwei Händen von unten hoch zu halten, ist nicht besonders attraktiv...

Aber wie gesagt, der einzige negative Punkt..., ansonsten überstrahlen die Funktionalität als auch die Mobilität. Denn trotz dieses kleinen Wermutstropfen eignet sich das PDX 11 gut, um es auch mal auf größere Reise mit zu nehmen. Sonderlich schwer ist es nicht und allzu groß oder voluminös ist es, wie das Gerät möglicherweise auf den Bilder vermuten lässt, ebenfalls nicht. Selbst auf dem Schreibtisch fällt es meiner Meinung nach nicht unpässlich auf. Nieten und Schrauben sitzen dazu auch gut und fest an ihrer Stelle. Ungeliebtes Knarren oder sonstige Geräusche habe ich bis jetzt noch nicht vernommen. Zudem hat man das Gefühl, dass durchweg hochwertige Materialien verwendet wurden.

Jetzt zu den interessanten Punkten: Der Sound ist meiner Meinung nach wirklich gut, besonders unter dem Aspekt, dass die Anlage tatsächlich nicht so wuchtig ist. Wuchtiger ist hingegen der Bass, der in vielen Liedern - bedingt durch die Anlage - eine teilweise (zu) starke Rolle einnimmt. Ein objektiver Kritikpunkt ist dies aber nicht, schließlich hängt dies vom persönlichen Geschmack ab. Trotzdessen wäre eine Funktion zum Einstellen des Bass sicherlich nicht schlecht gewesen. Sie sollten sich überlegen, welche Musik sie auf dem PDX abspielen wollen. Je nachdem ist dann der Bass passender oder weniger...

Zwei Sachen sollten sie sich also vor dem Kauf vergegenwärtigen: Das Yamaha PDX 11 eignet sich nicht um darauf Musik abzuspielen und es gleichzeitig zu tragen und es hat einen starken, nicht verstellbaren Bass. Wenn sie diesen Kritikpunkt nicht zu schlimm finden und gegen einen starken Bass nichts einzuwenden haben oder diesen sogar mögen, treffen sie mit der Yamaha PDX 11 eine sehr gute Wahl!


Grand Theft Auto IV [Software Pyramide]
Grand Theft Auto IV [Software Pyramide]
Preis: EUR 12,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Stadt der Freiheit(en), Stadt der Kriminellen...", 11. August 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
So kurz vor dem Release des heiß-erwarteten "GTA V" lohnt es sich als Neueinsteiger der Serie, einen Blick auf den/die Vorgänger zu werfen. In diesem Fall wäre das GTA IV, welches bereits für den PC Ende 2008 erschienen ist, also schon eine ganze Zeit her... Spielenswert ist es meiner Meinung zufolge allerdings immer noch, um sich auf den kommenden "Rockstar-Titel" einzustimmen!

---Story---

Nachdem sie in "GTA: San Andreas" noch mit "CJ" (Carl Johnson) unterwegs waren, wechselt "Rockstar" mit "GTA IV" sowohl die Küste als auch die Ethnie des Protagonisten: Niko Bellic stammt aus dem Osten Europas und möchte in "Liberty City" (New York nachempfunden) sein großes Glück finden. Das hat ihm zumindest sein Cousin Roman versprochen, der jedoch nicht nur völlig euphorisch ist, sondern zudem noch ein Hochstapler: So verwandelt sich die angekündigte Villa inklusive schneller Karossen und heißer Frauen, in eine Bruchbude mit schmierigen Postern an der Wand. Dies tut seinen Träumen allerdings keinen Abbruch, von seinem Wunsch nach Reichtum und Anerkennung getrieben, driftet Niko immer mehr ins kriminelle Milieu ab.

So entwickelt sich aus dem atmosphärischen Einstieg eine spannende Gangster-Story, wie sie im Buche steht: Verrat, Diebstähle, Korruption und alles andere was man mit GTA verbindet stehen an der Tagesordnung. Meiner Ansicht nach wurde dies sehr atmosphärisch umgesetzt, wie man es u.a. in den Zwischensequenzen häufig zu spüren bekommt. Natürlich kommen auch die Charaktere nicht zu kurz. Sie sind (fast) alle herrlich verrückt, gewalttätig, abgehoben usw. In anderen Worten: Sie werden im Verlauf der Handlung auf keinen Charakter stoßen, der sie langweilt. Besonders Roman Bellic wurde grandios umgesetzt. Seine euphorisch ausgeflippte Art bietet das perfekte Gegenstück zum eher stillen Niko.

Rockstar bietet ihnen in "GTA IV" eine spannende und atmosphärische Story, die meiner Meinung nach aber nicht an das heranreicht, was man mit "CJ" in "GTA: San Andreas" erleben konnte.

---Gameplay---

In gewisser Weise liegt im Gameplay das Erfolgsgeheimnis von der gesamten GTA-Serie begraben: Der Spieler bekommt eine völlig offene Welt geboten, in der er tun und lassen kann, was immer er möchte. Mit halsbrecherischen Manövern Passanten überfahren, kein Problem! Ein blutiges Gefecht mit den Cops anfangen, nur zu! Oder doch lieber einer der zahlreichen Nebenbeschäftigungen nachgehen? Im Vergleich zu "GTA: San Andreas" wurden diese allerdings in manchen Bereichen um einiges gekürzt: Friseur, Wettbüro, Tunen, Gangschlachten und einige andere Gameplay-Elemente fallen weg. Gut, im Gegenzug dafür gibt es nun kleinere Nebenaufgaben, die sie über kurze Dialoge mit Passanten erhalten, zusätzlich ist es möglich z.B. seine Zeit in der Bowling-Halle oder dem Internet (!) zu verbringen. Ich persönlich könnte getrost auf die beiden letzten Punkte und einige andere Dinge verzichten. Im gesamten wirkt die Spielwelt jedoch weniger umfangreich als der Vorgänger, trotz der Neuheiten!

Die Hauptmissionen erfüllen meine Erwartungen nicht ganz. Dafür sind sie schlicht zu abwechslungsarm. Denn ca. 90% der Missionen laufen nach immer dem gleichen Schema ab: Man fährt zu Auftraggeber A von dem man einen Auftrag erhält. In diesem geht es fast immer darum irgendwelche Typen, die sich an Ort XY aufhalten, über den Haufen zu schießen. Dafür erhält man dann eine Belohnung. Et voila: Auftrag erledigt! Missionen die länger im Gedächtnis bleiben sind selten. Spontan fällt mir nur ein spannender Bankraub ein, in welchem man $ 250.000 erbeutet. Ansonsten bekommt man nur Einheitsbrei vorgesetzt. Die Erweiterung "GTA: EFLC" bietet hingegen deutlich innovativere und kreativere Missionen.

Wer gerne aus der Sicht der dritten Person ballert, wird mit GTA IV gut versorgt sein. Doch die Abwechslung kommt dabei deutlich zu kurz und auch die Nebenaufgaben erreichen nicht ganz das Niveau vom Vorgänger!

---Grafik, Zerstörungssystem, Atmosphäre---

"GTA IV" ist nun schon 5 Jahre alt und braucht sich eigentlich nicht verstecken. Zwar fehlt es größtenteils an knackigen Texturen und Details, im Großen und Ganzen kann sich die Spielwelt jedoch sehen lassen: Oft tun sich grandiose Panoramen der Stadt auf. Zur Geltung kommen dabei vor allem die tolle Beleuchtung und die dazugehörigen Schatten. Und auch die verschiedenen Autos fallen mit ihrer schönen Darstellung positiv ins Auge, besonders wenn sich auf ihrem Lack Lichter spiegeln oder Schatten abbilden. Lobenswert ist in diesem Punkt auch das Schadensmodell der Karossen. Fahrbare Untersätze sind allerdings auch so ziemlich das einzige, was man in "Liberty City" zerstören kann. Bei einer solch großen und komplexen Spielwelt kann man nachvollziehen, dass "Rockstar" auf ein Zerstörungssystem verzichtet hat. So wird "GTA V" voraussichtlich ebenfalls nicht die Möglichkeit bieten, die Spielwelt in Schutt und Asche zu legen.

"GTA: San Andreas" ist aus meiner Sicht eines der stimmungsvollsten Spiele, welches jemals entwickelt wurde. "GTA IV" schafft es zweifellos auch, ein tolles "Feeling" für den Spieler zu erzeugen. New York zu kopieren und es dabei auch noch auf den Arm zu nehmen, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen. Dass Rockstar dieses Unterfangen gelungen ist, erkennt man, wenn man z.B. die Freiheitsstatue oder die Wolkenkratzer aus der Ferne sieht. Beim Spieler kommt beim Anblick solch imposanter Bauwerke ein richtiges "New York-Feeling" auf. Zusätzlich kann man reichlich darüber schmunzeln, wenn man allerlei abgeänderte Marken in der Spielwelt wiederfindet (z.B. Burgerking oder Coca Cola). "GTA IV" trifft zweifellos den amerikanischen Zeitgeist und nimmt ihn dabei mächtig auf die Schippe.

---Fazit---

"GTA IV" ist ein umfangreicher Openworld-Titel, mit einer spannenden Gangster-Story und zudem noch das aktuell beste Openworld-Spiel. Doch dem mittlerweile sechsten Teil der Reihe fehlt es ganz eindeutig an Abwechslung in den Hauptmissionen und auch im direkten Vergleich mit "GTA: San Andreas" zieht "GTA IV" in fast allen Belangen den Kürzeren. Das Spiel ist hervorragend, aber eben nicht brillant! Ein feiner Unterschied, den man hin und wieder zu spüren bekommt.

Zu meiner Freude kehrt man in "GTA V" zurück an die sonnige Westküste, dessen Besuch in "GTA: San Andreas" ich zur Einstimmung auf das neue (Meister-)Werk von "Rockstar" nur wärmstens empfehlen kann. Dennoch spricht (fast) nichts dagegen, mit Niko Bellic die Stadt der Freiheit(en) unsicher zu machen!


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