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Rezensionen verfasst von
HPeters (- M - Bayern)

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Superman - Der Tod von Superman: Bd. 4: Die Rückkehr von Superman
Superman - Der Tod von Superman: Bd. 4: Die Rückkehr von Superman
von Adam Beechen
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Trauerspiel, 26. Mai 2014
Nun lebt er wieder, Gott sei Dank.

Heute hinterlässt "Der Tod von Superman" bei mir höchstens Erstaunen und - leider - eine gähnende Leere. Warum? Erstaunen darüber, dass dieser Comic Geschichte geschrieben hat. Der 1. Band dieser Handlung ist ein Drauflos-Gedresche bis eben Supermann seinen Geist aufgibt. Auch der 4. Band - seinen lyrischen Schluss ausgenommen - steht dem in nichts nach.

Wie eindrücklich und berührend da die Mittelbände sind. Besonders Band 2. Die Trauer des Vaters, der Umgang der Freunde, ja der Welt an sich mit dem Tod dieser Heilsfigur. Und wer sich in der christlichen Mythologie auskennt, entdeckt viele Parallelen: Das leere Grab, die Wächter vor dem Grab. Die Hoffnung auf Auferstehung und Wiederkunft. Ja sogar die verschiedenen Konfessionen und die ersten Gemeindebildungen. Da haben die Verfasser tief in die Religionen hineingeschaut. Und tatsächlich ist auch Supermann "hinabgestiegen in das Reich des Todes".

Seine Wiederkehr aber wird geistlos inszeniert. Es ist ein Trauerspiel, was uns hier im 4. Band begegnet. Nein, nötig wäre diese Geschichte nicht gewesen, die sich doch als lang hinausgezögerte Effekthascherei entpuppt. Schade, das Potential der Idee wurde nicht ausgereizt. Da wird es heute moderner und kühner versucht. Ich denke z. B. an "Erde 2" oder an andere Helden, wie "Spiderman". Gerade in ihrer Sterblichkeit sind doch auch diese Metawesen viel näher an uns dran, als sonst.


World War Z [Blu-ray]
World War Z [Blu-ray]
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ungewollte Heiterkeit, 26. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: World War Z [Blu-ray] (Blu-ray)
Es gibt Filme, die sollte man nicht zu oft anschauen, dann werden die Schwächen immer deutlicher. Mehr und mehr entwickelt der Film an Stellen, die eigentlich sehr ernst gemeint sind, eine ungewollte Heiterkeit. So am Schluss, als der Arzt zähneklappernd an die Glastür tritt und Brad Pitt hofft, dass sein Plan aufgeht.

Ach ja - Brad Pitt. Er begegnet uns ja inzwischen in sehr vielen Filmen. Er ist sicher kein großartiger Schauspieler, gerade hier wird das aber besonders deutlich. Er hat schauspielerisch nicht sehr viel zu tun - und macht auch nicht mehr, als nötig. Die spannendste Stelle und den besten Monolog/Dialog hat wohl der junge Arzt im Flugzeug, der uns erklärt, was Mutter Natur so alles drauf hat.

Und dramaturgisch? Gegen Brad Pitt ist James Bind ein Waisenknabe. Was Gerry alles überlebt und wie er das schafft. Meine Herren. Der Schlusstext muss uns auf einiges vorbereiten: So auf einen 2. Teil. Und wie der wird, kann man sich vorstellen.

Fazit: Popcorn - Kino. Unterhaltsam, familientauglich. Tricktechnisch durchaus raffiniert und interessant. Aber sonst? Zombie- oder Umwelthorrer gibt es aufregender.


V.
V.
von Thomas Pynchon
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

5.0 von 5 Sternen Ein genialer Debütroman, 1. März 2014
Rezension bezieht sich auf: V. (Taschenbuch)
Thomas Pynchon's V. ist ein genialer Debütroman. Mehrmals musste ich beim Lesen den Kopf schütteln, nicht wegen der Handlung oder der Erzählweise, nein, weil ich nicht glauben konnte, das Werk eines 24 jährigen vor mir zu haben.
Seine eigene Mystifizierung schafft eine Dimension dazu: Es ist wenig über Pynchon bekannt, die meisten Fotos von ihm stammen aus seiner Militärzeit. Wer ist dieser Mann also wirklich?

Weltverschwörungsphantasien geistern durch dieses Buch geradeso, wie Figuren mit Besonderheiten. Da gibt es den Alligatorjäger in der Kanalisation von New York, einen Priester mit sehr eigenem Missionsfeld, einen Judasbaum in Florenz, Krieg in Malta, eine Fahrt nach Kuba und immer wieder Begriffe die an den Buchstaben V gebunden sind. Hat die Welt einen Sinn? Und was bedeutet das V. dazwischen? Die (meist jungen) Handlungsträger sind originell und versuchen ihren Platz in einer Welt zu finden, die mehr und mehr ihre Mitte verliert. Und wir schreiten dabei immer wieder vom Beseelten zum Unbeseelten, das immer häufiger unser Leben besetzt. Wenn man bedenkt, dass dieses Buch 1961 erschienen ist, weist es weit voraus. Elfriede Jelinek hat recht in ihrem Vorwort:
"Entweder ist alles an der Geschichte determiniert , oder Geschichte ist völlig bedeutungslos, eine Ansammlung von Anekdoten."

Es ist ein kraftvolles, mit Bildern gesättigtes Buch. Pynchon gilt als postmoderner Autor. Ein Kennzeichen sei, dass die Handlung nicht unbedingt chronologisch-logisch abläuft. Das ist auch hier der Fall. Und doch treibt er es mit den Lesern nicht zu wild. Ich selber hatte das Gefühl, sehr gut voranzukommen.

Ja - ich empfehle diesen Roman sehr gern. Ich bin neugierig geworden auf mehr und schaue begehrlich auf sein Hauptwerk: "Die Enden der Parabel". Der Schriftsteller hat seine Arbeit getan. Nun gilt es dem Leser.


Invaders - Season 1 [UK Import]
Invaders - Season 1 [UK Import]
DVD ~ Roy Thinnes
Wird angeboten von comedyfactory
Preis: EUR 20,99

5.0 von 5 Sternen Der Geist der 60er Jahre, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Invaders - Season 1 [UK Import] (DVD)
Da ist er wieder - der Geist der 60er Jahre.

Bei einer Serie, die zu den Highlights des Fernsehens gehörte und manchen braven Fernsehzuschauer damals verstören konnte. Neben "High Chaperall" und "Gauner gegen Gauner" war "Invasion von der Wega" (so der deutsche Titel) etwas absolut Neues. Und während wir, als Kinder und Jugendliche, fasziniert waren von David Vincent, waren die Eltern skeptisch oder schüttelten über diesen Unsinn mit der grellen Filmmusik und den unheimlichen Phantasien ihren Kopf. Auswendig konnten wir es hersagen: "David Vincent hat sie gesehen..."

Doch der Geist der 60er Jahre war auch ein Ungeist.
Denn hinter dieser hervorragend gemachten Serie verbarg sich doch die Paranoia Amerikas, finstere Mächte von außerhalb - hier denken wir ruhig mal an den Kommunismus und die UdSSR - könnten das Land der Freiheit heimlich/unheimlich überrollen. Und da in den USA alles konservativ war, wollte es erst einmal niemand glauben, was sich da an Gefahr aufbaute. Nur nicht den ruhigen "american way of life" stören. Ganze Folgen leben von dieser Spannung.

Noch heute packt einen diese Reihe, die ich mir nun in amerikanischer Originalfassung gekauft habe. Das Bild ist brillant, die Folgen sind manchmal erschreckend gut gemacht. Das kühle, sachliche Spiel von Roy Thinnes begeistert noch immer. Wer die Originalfassung ansieht, merkt, dass noch viel mehr Filme die genannte Paranoia ausleben, denn sehr oft werden Geheimdienstbasen, Abwehrzentralen oder Fabriken zum Mittelpunkt außerirdischer Attacken. Und wie bei Richard Kimble "Auf der Flucht" kommt David Vincent in seinem einsamen Kampf Folge für Folge gerade noch einmal davon.

Ohne viel technischen Schnickscknack wird eine latente Bedrohung erzeugt. Jeder könnte von einer anderen Galaxie kommen. Jeder könnte ein Außerirdischer sein. Keinem ist zu trauen. Und wer Staffel 1 weglegt und weiß, dass zentrale Stellen im Land schon besetzt sind und verteidigt werden müssen, fiebert der 2. Staffel entgegen.

Eine Rarität, damals innovativ, heute noch immer mit Seltenheitswert - eine zeitlose und sehr empfehlenswerte TV-Serie. Gut, dass es sie endlich gibt. Wer meint, nicht so gut in englischer Sprache zu sein, sei ermutigt: Es wird nicht so viel sprachliche Geschicklichkeit verlangt.


Der Große Krieg: Der Untergang des Alten Europa im Ersten Weltkrieg
Der Große Krieg: Der Untergang des Alten Europa im Ersten Weltkrieg
von Adam Hochschild
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschickt geschrieben, 4. Februar 2014
Ich gebe zu, dass ich sehr skeptisch begann, dieses Buch zu lesen. Weniger aus der Sorge, die Rolle Deutschlands könne nicht fair genug gewürdigt sein, nein: Es klang mir zu Anfang zu sehr nach Belletristik. Nun gibt es in der englischsprachigen Welt sowieso nicht diese Trennung von E- und U-Literatur - aber konnte das gutgehen, diese fast familiäre Unterscheidung einer pazifistischen Schwester und einem Soldaten, der, in immer wichtigerer Rolle, für den Krieg steht? Das Titelbild des Buches ist Programm!

Genau von diesen persönlichen Spannungen, von ernsten Soldaten, leidenschaftlichen Pazifistinnen, Opportunisten beiderlei Geschlechts und von der Internationalität der Arbeiterbewegung während der Jahre 1914-1918 lebt dieses Buch. Von fanatisierten Kämpfern und Menschen, die den Großen Krieg als Reinigung der Welt, als Purgatorium verstanden. Nicht umsonst stellt ein vorgeschaltetes Kapitel die handelnden Personen vor, wie bei einem Drama.

Was danach abläuft sind vier Kriegsjahre. Manches nimmt man zur Kenntnis, bei manchem wird man berührt. Eine wirklich neue Erkenntnis hat mir das Buch nicht vermittelt. Und doch konnte Hochschild auf diesen knapp 500 Seiten dem Leser einen großen Überblick verschaffen. Was einen berührt, ist der letzte Funken Anstand zwischen den Gegnern, wenn diese in ihrem Mensch-Sein wahrgenommen wurden oder sich selbst darin wahrnehmen. Man denke nur an den Weihnachtsfrieden 1914. Wenn Gegner sich selber einfach als Menschen sehen und nicht als feindliche Soldaten.

Wer gleich nach Hochschilds Buch wieder in Christopher Clarks "Die Schlafwandler" einsteigt, merkt, wie viel mehr an intellektueller Substanz dort zu finden ist und in "Der Große Krieg" fehlt. Lohnend ist es, das Vorwort nicht zu Anfang zu lesen, sondern zusammen mit dem Nachwort zum Ende des Buches. Hochschild fasst darin alles kurz und präzise zusammen, so dass man nach 450 Seiten noch einmal in Kurzfassung die Geschichte des Krieges und seiner Personen vor sich hat.

Geschickt geschrieben - die Weltgeschichte hat ihre eigene Dynamik. Neues jedoch gibt es kaum. Dass der Stacheldraht die Verteidigungswaffe Nr. 1 war, wusste man schon. Und dass unter Millionen russischen Soldaten angeblich keine einzige Drahtschere existierte, war auch schon zu hören. Aber auch gut geschriebene Zusammenfassungen sind wichtig. Gut war der Blick auf die kleinen und großen Revolutionen in dieser Zeit: Irland 1916 und Russland 1917. Auch das sind Ergebnisse des 1. Weltkrieges.


Deutsche Messe d 872
Deutsche Messe d 872

4.0 von 5 Sternen Wie viele Männergesangsvereine..., 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Deutsche Messe d 872 (Audio CD)
...haben sich in hehrer Absicht schon an der Deutschen Messe von Franz Schubert vergriffen, so dass man kaum mehr weiß, wie das Werk auch noch klingen könnte. Fern ab aller basslastig-wabernden Frömmelei und Süßigkeit. Hier denke ich besonders an "Wohin soll ich mich wenden?" und an das "Heilig, heilig, heilig".

Die Aufnahme unter Schmidt-Gaden ist ruhig, gelassen, fließend - ich würde sie nicht affektiert nennen, aber: betont. Ich empfand sie trotzdem als bescheiden. Und es ist dabei wieder deutlich geworden, als was eine komponierte Messe früher eigentlich gedacht war: Nicht als kompositorisches Eigenwerk, sondern unterstützend zur Messfeier in der Kirche.

Die Bläser klingen weich und rund. Der Chor mag manchmal manieriert und überdeutlich akzentuiert klingen. Hier haben wir es vielleicht mit dem Zeitgeist zu tun. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1975. Alles in allem ist die Aufnahme aber anrührend und stimmig. Ich empfehle sie gerne mit leichten Abstrichen.

(Die Rezension betrifft nur die Deutsche Messe!)


Birds of Prey Megaband, Bd. 1: Kontrollverlust
Birds of Prey Megaband, Bd. 1: Kontrollverlust
von Duane Swierczynski
  Broschiert
Preis: EUR 24,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abenteuerliche Heldinnen, 17. Dezember 2013
So muss, so darf ein Comic sein. Neben der Action, die sehr intensiv, manchmal etwas zu ausführlich, erzählt wird, erleben wir auch innerweltliche Konflikte der Heldinnen, von denen jede eine gebrochene Biographie hat und gerade darüber interessant ist. Dabei ist die erste Geschichte dieses Bandes ein wenig stringenter erzählt, als der zweite große Handlungsstrang, der zu sehr einem - bei allem doch eher angedeuteten - ideologischen Muster unterliegt und etwas zum Zerfasern neigt.

Die Zeichnungen haben mich sehr beeindruckt, wenngleich die Lust, immer genug erotische Komponenten unterzubringen, offensichtlich ist. Zeichnerische Sachlichkeit bei Büroszenen, ziselierte Arbeiten im Dschungel wechseln sich angenehm ab.

Fazit: Ein fetter Band voller sehr gut gemachter Comics, besonders für Freunde, die klar erzählte Geschichten lieben. Noch etwas mehr Mut zum Hintergründigen ließe diese "Birds of Prey" ganz groß werden.


Der alte König in seinem Exil
Der alte König in seinem Exil
von Arno Geiger
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen Wert und Würde, 10. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der alte König in seinem Exil (Taschenbuch)
Der Vater wird dement und das Leben aller ändert sich. Wird das nun zur Belastung oder bekommt das Leben aller Beteiligter neue Blickwinkel, neue Tiefe, neue Schubkraft? Gibt es nun Erfahrungen, die bereichern oder wird das Leben schwerer, als es sowieso schon ist und wird die Erkrankung des Vaters als zusätzlicher Schaden empfunden?
Ein persönliches Buch, das keine definitiven Antworten geben kann, da jedes Leben anders verläuft - im Gesundsein, wie in der Erkrankung - und Angehörige sich auch immer anders verhalten, als es der Nachbar oder der Freund tut.

Und doch ist es hilfreich zu sehen und zu lesen, dass manche Vorgänge in dieser Erkrankung häufig vorkommen, man selber mit seiner Erfahrung nicht alleine ist. Und Leben sich eben neu definiert. Immer noch sitzt da eine ganze Persönlichkeit. Der ganze Mensch. Und er ist wertvoll. Und er hat Würde. Das mag die unaufdringliche tiefe Botschaft dieses Buches sein. In einer Welt, die sich langsam von ihrer Fixierung auf die Jugend löst und den alten Menschen in den Blick bekommt. In einer Welt, die sich viel zu oft noch über Leistung definiert.

Seit "Es geht uns gut" lese ich immer wieder Arno Geiger. Ich mag seine Sprache, seine stille, behütende Form des Erzählens. Wenngleich er hier sein Können erst ganz zu Ende ausspielt. Aber - vielleicht muss man das ja auch nicht, wenn man so eine zarte, ich meine sogar: zärtliche Liebeserklärung an den Vater abgibt.

Dieses Buch mit seinen knapp 190 Seiten ist sehr zu empfehlen. Gerade auch für Menschen, die begleitend einen ähnlichen Weg gehen, ist es ausgesprochen hilfreich.


Onkyo TX-NR828 (S) 7.2-Kanal-AV-Netzwerk-Receiver (THX, WiFi, Bluetooth, 8x HDMI IN/2x OUT, Musikdienste, App, 3 Zonen) silber
Onkyo TX-NR828 (S) 7.2-Kanal-AV-Netzwerk-Receiver (THX, WiFi, Bluetooth, 8x HDMI IN/2x OUT, Musikdienste, App, 3 Zonen) silber
Wird angeboten von MD-Sound
Preis: EUR 789,00

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesucht - gefunden!, 4. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zunächst - hier schreibt ein ganz normaler Verbraucher, der froh ist, wenn er so ein Gerät auf Anhieb versteht.

Genau das das aber ist geschehen. - Ich erhielt den Receiver nach 3 Tagen. Da ich am Tage der Anlieferung nicht zuhause war, musste ich ihn selbst bei der Post abholen. Für ein "G'standenes Mannsbild" sollte es kein Problem sein, den Kasten mit knapp 25 kg zu bewegen. Die Sorge kann ich nehmen. Die Verpackung ist sehr gut, zweckmäßig, nicht übertrieben.

Er hatte schnell seinen Platz im Wohnzimmer, die Höhe ist nicht zu unterschätzen. Da er, wie alle Receiver, warm wird, nicht in ein enges Fach schieben. Sollte klar sein.

Eine zentrale Verbindung zum Fernseher (HDMI)ließ mich alles Weitere am Bildschirm verfolgen. Der Rest an Anschlüssen erschließt sich fast von selbst. HDMI-Kontakte einstecken - fertig. Die externen Geräte sind schnell verbunden. Da ich meinen früheren DVD-Player zum CD-Player degradierte, fand der seinen Weg in die Cinch-Anschlüsse. (Anschlüsse sind wirklich genug vorhanden!) Der Plattenspieler hatte auch gleich seinen Platz. Meine bisherigen Boxen, die ich nur neu verdrahten musste, klangen bald aufregend anders. (Canton-Boxen)

Da ich aber genau damit nicht mehr zufrieden war und zu dem THX-Gerät auch neue THX-Boxen kommen sollten (Teufel), wurde endgültig aus meinem Wohnzimmer ein Klangstudio. Großartig, was der Onkyo TX-NR828 aus diesen Kinoboxen macht. Voreinstellung für Film: THX-Cinema - für Musik (ich mag Klassik): THX-Musik.
Auch das Einpegeln geht wie von selbst. Das Mikrofon einstecken, schon fährt das Gerät das Setup. Ich habe 4 Klangmessungen vorgenommen. Geht leicht und erschließt sich ebenso von selbst. Kann beliebig oft wiederholt werden.

Die Frontklappe ist sehr schlicht, um nicht zu sagen billig gehalten, das war bei der Konkurrenz mächtiger verbaut. Sei's drum. Da ich meine Musik auf Festplatte überspiele, benutzte ich den USB-Anschluss vorne öfter, als gedacht. Also Klappe auf, USB-Verbindung gesteckt. Vielleicht hätte diese Verbindung auch auf der rückwärtigen Seite einen besseren Platz gehabt. Übrigens - wer Musik überspielt sollte immer eine MP3- Variante und eine WAV-Variante aufnehmen. Der Unterschied ist stark zu hören. In den Höhen, den Tiefen und in der Dynamik. Also nicht komprimieren, WAV hören. Man nimmt sich sonst etwas weg.

Wie bei manchem Receiver üblich, auch hier, wird der Klang nach ca. 30 Minuten deutlich präsenter. Es lohnt sich also das Gerät warm werden zu lassen. Ins Internet wählt er sich leicht ein, man muss eben nur sein Passwort kennen.

Zuletzt ist natürlich auch in diesen Receiver ein sehr guter Computer verbaut. Wenn der mal hängt, gilt auch wie so oft: Gerät ausschalten, Stecker ziehen, Stecker einstecken, einschalten - fertig. Keine Zauberei. Eine weitere, kleine Steigerung gönne ich mir 2014, wenn ich neue Kabel lege. Da kann noch etwas mehr herausgeholt werden. So meine Phantasie

Fazit - das Gerät macht sehr große Freude. Ich hoffe es hält lange. Preis-Leistungsverhältnis ist spitze. Ich empfehle es sehr gerne.


Fidelio (Ga)
Fidelio (Ga)
Preis: EUR 18,81

4.0 von 5 Sternen Zur Freiheit!, 29. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Fidelio (Ga) (Audio CD)
Ich bin seit längerer Zeit wieder einmal auf diese Aufnahme gestossen. Sie hat mich sehr berührt und sie hat mich mitgerissen. Chor und Orchester sind packend und durchhörbar gestaltet. Der Klang der Berliner Philharmoniker klar erkennbar. Das Dirigat Herbert von Karajans auf der Höhe der Interpretationskunst jener Zeit(60er Jahre). Ich mag das zügige Tempo, hier fehlt mir auch nicht eine zwischengeschaltete Ouverture, da sie die Dynamik der Handlung nur aufhalten würde.

Die von mir sehr geschätzte Helga Dernesch (was für eine Isolde!)gibt eine eindrucksvolle Leonore. Zoltan Kelemen als Don Pizarro ist wirklich unheimlich und dämonisch und reizt die Partitur aus. Einzig mit Jon Vickers in der Rolle des Florestan kann ich micht so recht anfreunden. Es fehlt seiner Stimme an Kraft und Geschmeidigkeit, die er doch auch für diese Partie bräuchte. Er löst manches mit Technik. Nur - das merkt man auch! Schade. Aber vielleicht darf es das Perfekte in dieser Welt auch nicht geben.

Eine lohnenswerte, sehr gute Aufnahme. Ich bin froh, dass ich sie habe.


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