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Rezensionen verfasst von
justclaudia

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Länder - Enten - Abenteuer: Familie Duck auf Schatzsuche
Länder - Enten - Abenteuer: Familie Duck auf Schatzsuche
von Carl Barks
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll!, 28. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich bin ich kein großer Comic-Fan, aber ich liebe Donald, seine Familie und die unglaublichen Abenteuer, in die diese tollkühnen Enten immer wieder hinein stolpern.

Der große Vorteil dieses Bandes ist natürlich, dass keine Mickey Maus auftaucht und Gustav Gans (dieses unsympathische Glückskind) nur kurz. (Entschuldigung - ich lasse mich gehen.)

Für Donald-Fans .... kaufen!


Tod in der Walpurgisnacht: Kriminalroman
Tod in der Walpurgisnacht: Kriminalroman
von Karin Wahlberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1.0 von 5 Sternen Nach 125 Seiten aufgegeben - womit der eine Stern ggf. nur teilweise berechtigt ist, 28. August 2014
Nach Arne Dahl und Ian Rankin suche ich eine neue Krimireihe, die mich begeistert und aufs nächste Buch freuen lässt. Karin Wahlberg Reihe wird es wohl nicht werden.

Den Einstieg über die Aktion des Mörders/der Mörderin fand ich als sehr klinisch beschrieben, unbeteiligt. Nun gut. Lesen wir weiter. Das Buch beginnt mit Hilda, einer jungen Ärztin, die mit ihrem Leben nicht zufrieden ist. Frau Wahlberg springt im Erzählen des Hier und Jetzt unmittelbar in die Vergangenheit. Das hat mich eher gereizt als gestört, aber es passiert nichts. Ich warte und empfinde die Erzählung als quälend langsam.

Nun kommen die Ärztin Veronika und ihr Mann, der Kommissar ins Gespräch. Wir erfahren, dass die Ärztin 47 Jahre alt ist, mit knapp 40 Jahren schwanger wurde, ihre älteste Tochter jetzt vier Jahre alt ist. Über diese Rekordschwangerschaft hätte ich mich amüsieren können, aber es zeigt nur, dass mich nichts gepackt hat, denn im Idealfall hätte ich es wohl überlesen.

Das Maifeuer - endlich wird der/die Tote entdeckt. Nachdem ich die Gedanken der Polizisten über einen möglichen Selbstmord gelesen hatte, war es für mich eigentlich schon vorbei. Hab noch ein paar Seiten nachgelesen, aber beschlossen, lieber das Geld verschwendet zu haben als noch mehr Zeit in ein Buch zu investieren, welches nach über 100 Seiten noch nicht einen Funken Spannung aufgebaut hat.


Wunderlich fährt nach Norden: Roman
Wunderlich fährt nach Norden: Roman
von Marion Brasch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderlich und wunderbar, 25. August 2014
Nachdem ich irgendwo eine positive Kritik gelesen oder gehört habe, las ich mich kurz ein und habe mir das Buch dann zum Geburtstag geschenkt.

Wunderlich wird von Marie verlassen. Sie erklärt ihm, warum sie geht - wie groß ihre Liebe noch ist, und wie groß die seine. Alleine über diese Beschreibung habe ich mich in das Buch verliebt.

Aufgefordert von seinem Handy verlässt Wunderlich seine Stadt und fährt ins Blaue. Er erlebt viel Seltsames, trifft sehr eigene Menschen, engagiert sich. Sein technischer Begleiter erzählt ihm auch von Menschen, die er nur flüchtig sieht - zeigt ihm ihre Zukunft auf. Wunderlich kann nicht eingreifen.

Dieses Buch ist voller skurriler Situationen, sehr liebevoll geschrieben, und spielt in irgendeiner Parallelwelt - so scheint es. Oder auch nicht? Wer weiß?


Die Akademiemorde: Roman
Die Akademiemorde: Roman
von Martin Olczak
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nette Idee, sauber in den Sand gesetzt, 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Akademiemorde: Roman (Broschiert)
Es ist sehr selten, dass ich ein Buch mit nur einem Stern bewerte, aber hier geht es nicht anders. Ich habe "Die Akademiemorde" anhand der Rezensionen hier gekauft - sehr spontan, ohne mich vorher einzulesen. Wobei .... den Anfang mochte ich noch, und dachte, dass es wohl ein netter Sommerkrimi zum angenehmen Herunterlesen wird.

Der Plot:
In Schweden werden im Strindberg-Jahr mehrere Mitglieder der Nobelpreisakademie ermordet. Claudia Rodriguez ermittelt. Allerdings besteht bei ihren beiden Vorgesetzten eine jahrelange Rivalität, und sie steht auf der falschen Seite, d.h., sie wird von den Ermittlungen ausgeschlossen. Statt das zu tun, wozu sie angewiesen wurde, nämlich andere Fälle zu lösen, setzt sie sich ab und forscht auf eigene Faust, zusammen mit ihrem ehemaligen Liebhaber, einem Antiquar.

Mein Empfinden:
Soweit, so gut.

Beginnend damit, dass alle Kommissare und Polizisten nach der Heftigkeit der Morde total überarbeitet und übermüdet sind, ist der Chefermittler bereit, die Kommissarin, trotz guter Ergebnisse, auszubooten. Und das auch noch, obwohl die Presse der Polizei im Nacken sitzt, und obwohl noch weitere Menschen gefährdet sind. Die ganze Polizeigewalt wird zum Schutz von letzteren aufgeboten, diejenige, die weiterführende Schritte anbietet, wird aber nicht angehört. Es kommt sogar noch schlimmer für Rodriguez, aber ich möchte hier nicht spoilern. Das Szenario "böser Chef gegen guten Mitarbeiter" ist inzwischen ohnehin ziemlich ausgelutscht und wird hier übel ausgewalzt. Die ganzen Aktionen der Führungsspitze sind schon sehr, sehr unglaubwürdig.

Da mir von den anderen Rezensenten ein toller Schluss versprochen wurde, beschloss ich durchzuhalten. Als ich allerdings gelesen hatte, wie der Chefermittler mit dem vermeintlichen, schwer verletzten Mörder umging, war ich kurz vorm Papierkorb. Auch das etwas, was ich sehr selten mache - schon aus Respekt vor dem, der seine Ideen in langer Arbeit zu Papier gebracht hat. Wobei ich dazu sagen muss, dass die Sprache auch nicht sonderlich gut ist. Der Mörder ist im allgemeinen Sprachgebrauch der Polizisten nur "der A...." Es gibt Teile des Buches, wo diese Beschimpfung auf fast jeder Seite vorkommt, und in o.g. Szene gipfelte. Deshalb bin ich direkt zum Schluss, respektive dem "überraschenden Schluss" gesprungen. Und ich muss sagen .... jeder, der einigermaßen gute Krimis liest, hätte ansatzweise in die Richtung kommen können.

Dieses Buch kann ich absolut nicht empfehlen, und - auch etwas, was mir eher selten passiert - es tut mir leid ums Geld.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 6, 2014 12:47 PM MEST


Träumer und Sünder: Roman
Träumer und Sünder: Roman
von Matthias Göritz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Film- und Literaturfreunde, 21. Juni 2014
Ein Reporter wird von seiner Zeitung darauf angesetzt wird, dem - im wahrsten Sinne des Wortes - Filmemacher Erlenberg, zu entlocken, warum dieser Tarantino geohrfeigt hat. Erlenberg, ein alter, kranker Mann, erzählt allerdings nur, was er möchte. Das ist derzeit fast alles über den neuen Film, den er geplant hat, und der ihm sehr am Herzen liegt. Das weiß die Redaktion des Reporters erst nicht zu schätzen, doch Erlenberg gibt genügend Infos preis um die Zeitung zu locken.

Im Grunde genommen hört der Leser dem Buch zu. Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll. Der Filmemacher erzählt - vom Business, von der Vermarkting von Filmen, von Hollywood, von Venedig, von den Filmschaffenden, von deren Eitelkeit, aber auch von der Filmgeschichte, der Entstehung, und geht - über seinen neuen Film - auch in die deutsche Geschichte, den Beginn des zweiten Weltkriegs. Manchmal erzählt er aber auch nur von der Schönheit des Lebens, der Natur, manchmal auch persönliche Dinge. Der Reporter weiß nicht immer, wo genau er jetzt steht - bekommt er eine Sensation, genügt das alles für eine Story, kann er seinen Job behalten?

Zwischen den Monologen Erlenbergs kommt immer wieder ein kleiner Absatz über die Gefühlslage des Reporters oder auch die Beschreibung, über das, was gerade im Raum passiert. Einige Seiten des Buches sind dem Reporter selbst gewidmet, aber der Hauptteil des Buches wird vom Filmemacher erzählt.

Ich fand dieses Buch faszinierend. Die Art, wie Göritz schreibt, die Gedanken, die er dem alten Mann gibt. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl, dass ich Erlenberg zuhöre, mich mit im Raum befinde. Ein ganz anderes Buch als ich es sonst lese, mit einem unglaublich starken Sog. Wenn man sich als Leser auch nur ein wenig für den Film interessiert, so ist dieses Buch absolut empfehlenswert, wenn nicht ..... einfach mal einlesen.


Bring It on
Bring It on
Wird angeboten von Netaffaire91
Preis: EUR 9,80

5.0 von 5 Sternen Meine erste Elektro-Pop-CD, 3. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bring It on (Audio CD)
und ich liebe sie.

Auf einem Poetry Slam in den Pausen gehört, habe ich mich nach der Band erkundigt (in meinem Alter sind mir die meisten neuen Bands und Stilrichtungen nicht mehr geläufig) und spontan zwei CDs bestellt. Da dies sonst nicht meine Musikrichtung ist, kann ich schlecht urteilen oder vergleichen. Mir gefällt "Bring it on" sehr gut, ein bissl mehr Bass vielleicht.


Mrs. Alis unpassende Leidenschaft: Roman
Mrs. Alis unpassende Leidenschaft: Roman
von Helen Simonson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast nicht gekauft ...., 3. März 2014
.... aber Glück gehabt.

Ich habe kurz ins Buch geschaut und es mitgenommen, weil ich die Briten und ihre Höflichkeit sowie ihrer Angst vor gefühlsmäßigen Aufwallungen und Peinlichkeiten einfach sehr mag.

Als ich mit dem Buch begann und unter der Beschreibung der Autorin las, dass sie alles "in den wenigen Stunden, die ihr als Hausfrau und Mutter blieben, schrieb", war ich schon fast versucht, Mrs. Ali wieder wegzulegen. Inzwischen muss ich sagen, die Autorin hat ihre wenige Zeit genutzt, ich mag die Geschichte sehr.

Es hat mir gefallen, wie zwei Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und schon älter, sich finden und sich dafür gegen ihre Mitmenschen durchsetzen müssen, obwohl ihnen gerade dieses Durchsetzen sehr schwer fällt.

Die Mitmenschen von Mrs. Ali und Major Pettigrew sind schon arg überzeichnet, aber die beiden Hauptfiguren sowie die gute Freundin, Grace, sind echt und liebenswert.

Ein wirklich schönes Buch für einen Wohlfühltag.


Chuzpe: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Chuzpe: Roman (suhrkamp taschenbuch)
von Lily Brett
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Abgebrochen, obwohl ..., 12. Januar 2014
... eigentlich mag ich die Sprache von Lily Brett.

Da es mein erstes Buch dieser Autorin ist, kann ich mich auch über die Neurosen ihrer Protagonistin amüsieren. Ich hätte gerne mehr über sie und ihre Freundin gelesen, aber die Hauptfigur ist Ruths Vater Edek, ein Holocaust-Überlebender.

Der Mann, 87jährig, zieht von Melbourne nach New York zu seiner Tochter, die ihm ein brandteures Appartement bezahlt sowie alle seine Einkäufe und Restaurantbesuche. Soweit, so gut. Er möchte ihr nun helfen, bestellt preiswerte, aber vollkommen unnütze Dinge für die Firma seiner Tochter, und das in Massen. Sie verzweifelt, nickt aber alles ab, weil er so ein schweres Schicksal hatte.

Die beiden essen ständig zusammen in einem bestimmten Lokal, in dem sie das Essen nicht verträgt. Also bringt sie sich etwas mit, und isst es unter dem Tisch, weil sie ihrem Vater eine Freude machen will.

Macht sie sich Sorgen, dann sind das keine richtigen Sorgen im Angesicht dessen, was ihr Vater im Krieg mitgemacht hat.

Also irgendwann sollte es doch mal gut sein, fand ich. Aber es kommt noch besser. Ihr Vater wünscht sich eine größere Wohnung in einem anderen Stadtteil, die er selbstverständlich bezahlt bekommt. Was seine Tochter nicht weiß, ist, dass er zwei Damen eingeladen hat, die bei ihm wohnen sollen. Mit einer dieser Damen hatte er - 87jährig - eine kurze intime Beziehung (ich wiederhole: 87!). Die "Schlitzohrigkeit", die er anwendet um den Fragen seiner Tochter nach den Damen auszuweichen (Lügen kann man das Ganze nicht so richtig nennen), fand ich überhaupt nicht lustig. Seine Tochter gibt ihm, was er haben will, und er hintergeht sie. Und komischerweise finden alle in der Umgebung seiner Tochter ihn witzig. Ich nicht. Weder den Vater noch das Buch.

Wie eine andere Rezensentin hier bereits erwähnte, gibt es "Die Geschichte des Traktors auf Urkainisch". Auch da hat mich der selbstsüchtige Vater genervt, aber in dem Buch war wenigstens Leben. Für solche Bücher benötigt man sicher einen Humor, den ich nicht besitze. Ich enthalte mich somit einer Empfehlung.


Das verborgene Lied: Roman
Das verborgene Lied: Roman
von Katherine Webb
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen viel zu viel zu viel, 21. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Das verborgene Lied: Roman (Taschenbuch)
Ein- bis zweimal im Jahr brauche ich ein Romantik-Geheimnis-Buch, am besten Kate Morton, aber Katherine Webb mag ich auch. Und nun nur zwei Sterne - warum?

Ich finde es jetzt sehr schwierig, diese Kritik zu begründen ohne zuviel vom Inhalt zu verraten. Es geht um Dimity, eine alte Frau, die in ihrer Jugend eine schwere Dummheit - nein, mehr noch - ein irreparables Unglück verursacht hat. Außerdem wird die Geschichte von Zach erzählt, der Dimity aufsucht, da sie Kontakt zu einem berühmten Maler hatte, für den Zach sich als Galerist interessiert. Zudem gibt es auch noch Hannah Brock, die Nachbarin von Dimity, in die Zach sich verliebt.

Vorab: Ich habe absolute Hochachtung vor den Autorinnen solcher Bücher, die sich einigermaßen plausible Geheimnisse in der Vergangenheit ausdenken und uns Leser/innen spannend vermitteln. Das Geheimnis hat sich Katherine Webb gut ausgedacht, aber das Drumherum war mir zuviel. So viel Liebe, vor allem solch einseitige, eingebildete Liebe, die nur in (Tag-)Träumen besteht. Oder Liebe, die sich innerhalb von ein paar Tagen/Wochen entwickelt (die Zeiträume in der Jetzt-Zeit sind offen) - unglaubwürdig. Vielleicht bin ich einfach nicht romantisch genug.

Dann die unwahrscheinliche Entwicklung einer bis dato glücklichen Familie, die aufgrund einer Intrige zusammenbricht ohne zu hinterfragen - unglaubwürdig. Die Geschichte von Hannahs verstorbenem Mann - überflüssig. Und dann noch die mögliche Verbindung von Hannah und Zach - nein, nein, nein!

Auch wenn Katherine Webb das alles irgendwie logisch erklären will, ist das meiste so richtig an den Haaren herbei gezogen.

Zum Schluss: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. Was sind Zach und Hannah doch für gute Menschen - es treibt einem die Tränen in die Augen über soviel Mitgefühl und Vergebung. Und Dimitys Schuld? Ach was, schwamm drüber. Nein, das konnte ich für mich so nicht akzeptieren, aber das muss jede Leserin selbst entscheiden. Mir hat das Buch nicht gefallen. Habe ich am Anfang noch die Hauptperson, Dimity, bedauert, wurde mir auch irgendwann des Bedauerns zuviel. Und jetzt muss ich wieder zum Beginn meiner Rezension zurück: Mehr erklären kann ich nicht, da ich zuviel verraten würde. Empfehlen kann ich das Buch nicht. Die beiden Sterne vergebe ich für die Idee und die angenehme Schreibweise der Autorin.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2013 6:19 PM CET


Verleumdet: Ein Henning-Juul-Roman
Verleumdet: Ein Henning-Juul-Roman
von Thomas Enger
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hin- und hergerissen, 12. Dezember 2013
Mir gefiel "Sterblich" gut, und mit "Vergiftet" hat Thomas Enger mich gefangen. Nun also "Verleumdet".

Henning Juul, dessen Sohn bei einem Brand starb, ist Online-Reporter mit einem recht guten Draht zur Polizei. Während er auf den Mord an einer alten Frau in einem Seniorenheim angesetzt ist, der Stricknadeln in die Augen gestochen wurden, wird gleichzeitig seine Schwester, die Justizministerin, wegen sexuellen Missbrauchs in den Zeitungen Titelstory.

Der Leser ist nun unterwegs mit dem unsicheren Reporter, (soll er sich um seine Schwester kümmern, zu der er seit Jahren keinen Kontakt mehr hat?), mit dem Mörder, der seinen Hass auf andere Personen ausdehnt und weitermordet, und mit der Justizministerin, die versucht, ihr Leben irgendwie auf die Reihe zu bekommen. Dazu kommt die private Verknüpfung der Geschwister und ihrer Mutter sowie die Vorgeschichte des Reporters, der immer noch versucht, den Brandstifter und möglichen Mörder seines Sohnes zu finden.

Ich mag die Sprache Thomas Engers. Es gefällt mir gut, dass die Polizisten nicht klischeehaft dargestellt werden, sondern menschlich und vernünftig agierend. Überhaupt leben seine Protagonisten ein "normales" Leben, Engers übertreibt nicht. Deshalb werde ich mir auch die nächsten Bände kaufen.

Was ich bei diesem Band allerdings nicht mochte, ist zum Einen die Verknüpfung der beiden Fälle. Es schien mir ein arg bemühter Zufall, weil es so gar nicht zum sonstigen Stil der Fälle in allen Bänden passt. Zum Zweiten kommt zum immer noch nicht gelösten Fall der Brandstiftung nun auch noch ein Geheimnis um die Familie Juul dazu. Das ist mir zuviel. Zu letzterem habe ich die Lösung in diesem Band noch erwartet.

Trotzdem empfehle ich das Buch - es ist ein solider, nicht reisserischer Krimi. Ich würde allerdings zumindest "Vergiftet" lesen bevor ich mit diesem hier starte.


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