Profil für Joseph Kelemen > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Joseph Kelemen
Top-Rezensenten Rang: 59.666
Hilfreiche Bewertungen: 27

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Joseph Kelemen

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3
pixel
The Klemperer Legacy: Brahms: Sinfonie 1. Tragische Ouvertüre. Alt-Rhapsodie
The Klemperer Legacy: Brahms: Sinfonie 1. Tragische Ouvertüre. Alt-Rhapsodie

5.0 von 5 Sternen mit Tiefgang, 25. April 2012
Otto Klemperer verkörpert eine wichtige Farbe auf der Palette der Geschichte der Tonwiedergabe. Seine Einspielungen sind von einer Tiefgründigkeit bestimmt, die ihresgleichen suchen. Im klassisch-deutschen Repertoire (Beethoven-Brahms-Bruckner-Mahler) brachte Klemperer nachhaltig mustergültige Ergebnisse hervor: Der geübte Zuhörer kann seine Interpretationen aufgrund dieser Eigenschaft des Tiefganges sofort identifizieren.
(Dies sei gesagt, wenn auch Klemperers monumentale Auffassung etwa für Schuberts "Große" C-Dur Sinfonie sich als weniger passend herausstellt.)
Die vorliegende Aufnahme von Brahms' 1. Sinfonie gehört zu den gelungensten Einspielungen des Maestros. Der Klang (1957) ist sehr gut: Klemperers Aktivität reichte glücklicherweise in die Zeit hinein, in welcher sich die Aufnahmetechnik (beginnend etwa mit 1954) sprunghaft verbessert hatte. (Die großen Kollegen Wilhelm Furtwängler und Arturo Toscanini konnten hingegen diese Gunst der Stunde leider nicht mehr nutzen. Furtwängler starb 1954, Toscanini musste im selben Jahr mit dem Dirigieren aufhören.)
Für Klemperers Brahms-Einspielung gilt unbedingte Kaufempfehlung.


Living Stereo,Daphnis et Chloe
Living Stereo,Daphnis et Chloe
Preis: EUR 17,54

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen impressionistisch, 24. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Living Stereo,Daphnis et Chloe (Audio CD)
Es wundert mich, im Jahre 2012 zum ersten Rezensenten dieser Einspielung bei amazon zu werden, denn hier liegt von Ravels 'Daphnis und Chloe' in jeder Hinsicht eine fantastische Aufnahme vor. Der elsässische Charm des Dirigenten Charles Munch tut dem Werk sein Gutes, die hohe Klangqualität würde man für das Aufnahmejahr 1955 auch noch nicht erwarten. Eine Referenz.
Ebenfalls erstklassig sind die Einspielungen mit Pierre Monteux (1959, Decca) und Charles Dutoit (1980, Decca). Letzterer Dirigent liefert mit seinem damaligen kanadischen 'Orchestre symphonique de Montréal' neben gewohnter Musikalität auch ein digitales Klangspektakel.


Sonaten für Gamba und Cembalo
Sonaten für Gamba und Cembalo
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auf der Gambe, 24. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Sonaten für Gamba und Cembalo (Audio CD)
Jordi Savall (Viola da Gamba) und Ton Koopman (Cembalo) zählen zu den größten Meistern ihres Faches und passen auf dieser CD sehr gut zusammen. Neben der Schönheit der Musik kommt - dank hervorragender Aufnahmetechnik - auch die Eigenart der alten Instrumente gut zur Geltung. Bachs Sonaten werden heute meist auf dem modernen Violoncello vorgetragen; der Komponist hat sie ursprünglich für das Barockinstrument "Viola da Gamba" komponiert - wie sie auch auf unserer CD erklingen. Schon dieser Umstand verleiht der CD einen hohen Repertoirewert. Im 56-seitigen Beiheft in sechs Sprachen (mitunter auf Katalanisch) ist viel Wissenswertes enthalten. Ich besitze 4 der nunmehr insgesamt 60 CD's dieses "exotischen" Lables. Diese sind allesamt in der Qualität hervorragend.


Murray Perahia Plays Schubert
Murray Perahia Plays Schubert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen nachdenklich, 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Murray Perahia Plays Schubert (Audio CD)
Eine "vergessene" CD; niemand schreibt mehr über sie. Schade, weil diese Wanderer-Fantasie zu den besten auf CD gebrannten gehört. Peraihas Annäherungsweise ist nicht die robust-kräftige eines Sviatoslav Richter; sie sucht eher die zarteren Zwischentöne aus. Das Ergebnis beeindruckt sehr. Kultivierter Klavierklang, nuancierte dynamische Abschattierungen. Wir können uns über den Luxus freuen, beide Interpretationen (Peraiha & Richter) mit Hilfe von CD's heute wieder-erleben zu können.
Auch Schuberts Klaviersonate No. 21 A-Dur überzeugt.
Periahas zum Teil filigrane Interpretationen in Sachen Bach, Mozart, Schubert und Chopin trugen und tragen fortwährend eine wichtige Farbe in die Musikwelt hinein. Murray Peraiha gilt zu Recht als einer der größten lebenden Pianisten.


Wohltemperiertes Klavier 2
Wohltemperiertes Klavier 2
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 76,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anschlagkultur, 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Wohltemperiertes Klavier 2 (Audio CD)
Wer die gelegentlich vertretene Irrmeinung über das Instrument "Cembalo" als "Nähmaschine" teilt, der wird durch diese Einspielung eines besseren belehrt. Ebenfalls diejenigen, die die beste musikalische Darbietung dieses Zyklus nur dem Klavier anvertrauen wollen. Unter Leonhardts Fingern blüht der Zyklus am Cembalo auf: Durch die unglaubliche Vielfalt seines Anschlages ist Leonhardt imstande, jedem Präludium und jeder Fuge einen eigenen Charakter zu verleihen. Bachs Tonkunst wird hier über 4 CD's (für beide Zyklen) nie langweilig.
Leonhardt lädt uns durch die Verwendung zweier ausgezeichneter Cembali zu einem sensiblen Hinhören ein; diese Instrumente klingen sehr unterschiedlich. Einzig die Aufnahmetechnik wirft Fragen auf: Die Mikrofone müssen sehr (zu) nah aufgestellt worden sein, denn der Zuhörer erlebt den Klang quasi aus 20 Centimeter Entfernung direkt in die Ohren geschleudert. Trotzdem bleiben diese CD's 40 Jahre nach ihrer Entstehung noch immer die Referenz dieses Bach'schen Werkes am Cembalo.


Bach: Wohltemperiertes Klavier1
Bach: Wohltemperiertes Klavier1

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anschlagkultur, 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Bach: Wohltemperiertes Klavier1 (Audio CD)
Wer die gelegentlich vertretene Irrmeinung über das Instrument "Cembalo" als "Nähmaschine" teilt, der wird durch diese Einspielung eines besseren belehrt. Ebenfalls diejenigen, die die beste musikalische Darbietung dieses Zyklus nur dem Klavier anvertrauen wollen. Unter Leonhardts Fingern blüht der Zyklus am Cembalo auf: Durch die unglaubliche Vielfalt seines Anschlages ist Leonhardt imstande, jedem Präludium und jeder Fuge einen eigenen Charakter zu verleihen. Bachs Tonkunst wird hier über 4 CD's (für beide Zyklen) nie langweilig.
Leonhardt lädt uns durch die Verwendung zweier ausgezeichneter Cembali zu einem sensiblen Hinhören ein; diese Instrumente klingen sehr unterschiedlich. Einzig die Aufnahmetechnik wirft Fragen auf: Die Mikrofone müssen sehr (zu) nah aufgestellt worden sein, denn der Zuhörer erlebt den Klang quasi aus 20 Centimeter Entfernung direkt in die Ohren geschleudert. Trotzdem bleiben diese CD's 40 Jahre nach ihrer Entstehung noch immer die Referenz dieses Bach'schen Werkes am Cembalo.


William Byrd: Die drei Messen
William Byrd: Die drei Messen
Preis: EUR 18,69

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen innig, 23. April 2012
Rezension bezieht sich auf: William Byrd: Die drei Messen (Audio CD)
Die Tallis Scholars lieferten 1980-2000 fantastische Einspielungen der Komponisten Thomas Tallis, Josquin des Pres, Palestrina und anderer auf ihrem Eigenlabel "Gimell". Alle CD's sind von hohem Wert, der Kauf wird empfohlen. Mit Byrds Werken liegt ein Musterbeispiel vor - Messvertonungen, welche auch in der reich gesäten englischen Chormusik der Renaissance einen Höhepunkt darstellen. Die Motette "Ave verum corpus" am Schluss des Programms reißt die Himmel auf und rundet einen sehr gelungenen Vortrag mit großer Innigkeit ab.


Stokowski Dir.Brahms 2
Stokowski Dir.Brahms 2
Preis: EUR 16,07

5.0 von 5 Sternen jugendlich, 22. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Stokowski Dir.Brahms 2 (Audio CD)
....hier liegt die Leistung eines 95-jährigen Dirigenten vor...hervorragend in musikalischer und klanglicher Hinsicht (Aufnahmejahr: 1977). Jugendliche Frische in beiden Werken.


Stokowski Dirigiert Rimsky Korsakov
Stokowski Dirigiert Rimsky Korsakov
Preis: EUR 15,90

5.0 von 5 Sternen sinnlich, 22. April 2012
Leopold Stokowski ist im Stil der "sinnlichste" Dirigent unter den Dirigenten und Rimsky-Korsakovs Scheherezade ist das vielleicht "sinnlichste" Werk unter allen sinnlichen Werken. Das passt also wunderbar zusammen. Das Ergebnis kann sich hören lassen, es bringt uns die "1001 Nächte" greifbar nah. Stokowski hat das Werk mehrmals eingespielt, hier ist die beste Version aus dem Jahre 1964 (ursprünglich in "Phase 4 Stereo" aufgenommen). Ähnlich gute Einspielungen lieferten Sir Thomas Beecham (1957) und Fritz Reiner (1960). Bei allen dreien heißt es - (nach Gusto) zugreifen.


Prokofiev plays Prokofiev: Concerto No.3 Op. 26 / Sinfonie 5 Op. 100
Prokofiev plays Prokofiev: Concerto No.3 Op. 26 / Sinfonie 5 Op. 100
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 42,95

4.0 von 5 Sternen wichtiges Dokument, 22. April 2012
Diese CD ist für Musikliebhaber gedacht, die Klangdokumente schätzen. Von vornherein muss das Aufnahmedatum der beiden Werke (1932 & 1946) vor Augen gehalten werden. Sobald man weniger als Hi-Fi-Qualität im Klang akzeptiert, liefert die CD Großartiges. Es ist schon mal eindrucksvoll, das lebendige Spiel des Komponisten in seinem 3. Klavierkonzert als Solist hören zu können; die London Symphony Orchestra ist ein würdiger Mitbestreiter. Die 5. Sinfonie erfährt mit dem Boston Symphony Orchestra unter Serge Koussevitzky eine motorische und eher unromantisch gefasste Wiedergabe, dem Wesen des Werkes entsprechend.
Bei der (durchaus hervorragenden) Einspielung der 5. Sinfonie mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan wäre gerade eine eher romantisch ausgefallene Lesart der einzige Kritikpunkt. Bei Karajan fehlt die "Adaequatio" zwischen gespielten Musiknoten und Klang, d.h. man hört Prokofievs Noten, wobei das Orchester eher einen Klang in Richtung Brahms erzeugt.
Auf eine moderne Referenzeinspielung von Prokofievs 5. Sinfonie lässt sich im Augenblick warten. Bis dahin ist die vorliegende CD eine wahre Schatztruhe. Der fünfte Stern muss leider wegen zeitbedingter nicht optimaler Aufnahmequalität fehlen. Auch das dünne Beiheft lässt Einiges an Wünschen übrig: Es enthält Information nur über die beiden Dirigenten.


Seite: 1 | 2 | 3