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Rezensionen verfasst von
silence

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Synthesize Me
Synthesize Me
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 24,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine geniale Maxi!, 27. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Synthesize Me (Audio CD)
Wenn Torben Wendt zum Singen ansetzt, kann man einfach nur gebannt lauschen. Seine unverwechselbare Stimme hat Diorama von Anfang an geprägt. Anfänglich als Soloprojekt gestartet, ist Diorama eine Band geworden, die anfänglich synthetischen Klänge sind einigen organischeren Elmenten gewichen. Dennoch machen die Jungs immer noch verträumt-romantischen Elektrowave, immer durchdrungen von einer leichten Melancholie. Auch bei der neuen Single „Synthesize Me“ bekommt man wieder die volle Ladung zu hören, wenngleich der neue Song extrem tanzbar ausfiel. Sehr gelungen sind auch die anderen Versionen, beispielsweise die Dada Version, wo das Hauptaugenmerk auf die Elektronik gelegt wurde und man Torbens Stimme durch einen Stimmenfilter gejagt hat, so dass der Text klingt, als wäre er von einem Roboter gesprochen worden, oder auch die Piano Version, die ihrem Namen alle Ehre macht und dem Stück eine unglaubliche Erdigkeit verleiht. Daneben gibt es weitere Stücke, die ebenfalls mit zu dem Besten zählen, was man Diorama gehört hat. „Erase Me“ ist ein genialer Track ganz im Stile der Band, „Truth And Movement“ besitzt ebenfalls viele geniale Einfälle und klangliche Überraschungen und beim letzten Stück „The Rational Anthem“, klingt Torben und Co. richtig wütend und aggressiv, allerdings ohne den typischen Stil von Diorama zu verlieren. Wenn schon die Single so genial ist, wie geil wird dann das neue Album „A Different Life“ sein?


Unison
Unison
Preis: EUR 18,32

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Angels & Agony sind dabei, verdientermaßen, den ganz Grossen der Szene Paroli zu bieten!, 9. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Unison (Audio CD)
Nach 3 Jahren meldet sich die Band Angels & Agony mit dem neuen Album „Unison“ zurück! Die Band um Mastermind Reinier Kahle hat sich in der Zwischenzeit nicht auf ihren Lorbeeren ausgeruht, nein, sie hat hart gearbeitet und den für Angels & Agony typischen Stil noch weiter verfeinert. Die Band zeigt sich auf „Unison“ noch detailverliebter und an vielen Stellen sogar etwas straighter und knackiger als auf den Vorgängeralben. „Unison“ ist nach dem Debut „Eternity“ (produziert von Ronan Harris – VNV Nation) und „Avatar“ das dritte Album der Band. Angels & Agony haben mit „Unison“ wieder ein sehr beeindruckendes, abwechslungsreiches Werk erschaffen, das sowohl textlich als auch musikalisch gigantisches Material bietet und im Synthie-/Futurepop-Genre seines Gleichen sucht! Angels & Agony sind dabei, verdientermaßen, den ganz Grossen der Szene Paroli zu bieten!


Dependence Vol.2
Dependence Vol.2
Preis: EUR 9,27

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toller Sampler zu einem tollen Preis!, 9. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Dependence Vol.2 (Audio CD)
So schön der Sampler auch ist (das war ja sowieso zu erwarten), so bitter ist der Nachgeschmack, wenn man sich das Booklet durchliest. Dependent macht zum Sommer die Pforten dicht und stellt die Labelarbeit komplett ein. Grund ist kein Bankrott , sondern die Tatsache, dass aufgrund unzähliger Raubkopien sich die Arbeit allein aus ideellen Gründen nicht mehr lohnt. Ziemlich schade, denn sie waren es, die unter anderem Mind.In.A.Box. oder Seabound oder Pride And Fall gesigned haben und sie zu wichtigen Eckpfeilern der Szene avancieren ließen. Natürlich sind die genannten Bands auch auf der zweiten (und letzten) Folge von „Dependent“ zu hören. Wieder wird die gesamte Bandbreite der düsteren elektronischen Musik abgedeckt. Von harshen Sounds (Fractured, Flesh Field, Autoaggression), bis hin zu schönem Electropop (Seabound, Mind.In.A.Box) ist wieder alles vertreten. Natürlich wurde auch hier darauf geachtet, wieder rares oder unveröffentlichtes Material an Land zu ziehen. So sind beispielsweise „The Clock Is Ticking Fast“ von Ivory Frequency in einer Demo Version zu hören. Das aktuelle „The Promise“ von Seabound hat eine geniale Überarbeitung von Olaf Wollschläger erhalten und auch „Bambifu**er“ von Insekt estrahlt in einem neuen Glanz und klingt noch fetter. Viele schöne Sachen, die es zu hören gibt und die einen daran erinnern sollten, welche Arbeit Dependent als Label eigentlich geleistet hat. Schade. Darum: Kauft bitte diese CD, und brennt sie nicht. Ein Sampler zu einem so tollen Preis mit solchen schönen Stücken drauf ist eigentlich unter Wert verkauft.


Compiled - 5 Years of Operation Mindfuck
Compiled - 5 Years of Operation Mindfuck
Wird angeboten von pressezentrum rostock
Preis: EUR 2,69

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine spannende Zusammenstellung!, 9. Februar 2007
Unter dem Namen „Operation Mindfuck” verbirgt sich ein Kollektiv aus verschiedenen DJs, die sich nicht damit zufrieden geben wollen, einfach nur Musik aufzulegen, sondern auch darüber hinaus Feiern und Liveauftritte organisieren, die mittlerweile einen Kultstatus in ihrer Heimatstadt Nürnberg haben und auch viele Interessierte jenseits der Frankenstadt anziehen. Seit fünf Jahren besteht nun „Operation Mindfuck“, Grund genug für ein kleines Dankeschön seitens der Bands, die eng mit den DJs zusammengearbeitet haben und mit exklusiven Remixen oder Songs die Zusammenstellung zu einem ganz besonderen Schmankerl machen. Eröffnet wird die CD mit den Nürnberger Lokalhelden Die Perlen und ihrem „Grossstadtangst“, hier präsentiert von einem wesentlich kantigeren Remix von Grossstadtgeflüster (ihrerseits bekannt geworden durch den DAC Hit „Ich muss gar nix“). Zwar finden sich immer wieder alte Bekannte auf der CD wie zum Beispiel Kirlian Camera, aber die meiste Zeit haben doch eher Insidertipps hier das Wort. Dass diese Bands aber ebenso spannende Musik machen können, beweisen sie hier ein ums andere Mal. So sind „Eyes Are Burning“ von Trans Active Nightzone, „1/0“ von QEK Junior und „Cold Beat“ von den Musick Wreckers mit ihren minimalelektronischen Beats und dem Haufen Schmutz in den Aufnahmen einerseits tanzbar und andererseits des Etiketts „Underground“ würdig. Andere Gruppen wie This Morn Omina oder Xebox decken den Bereich Industrial mit wirklich donnernden Tracks ab. Auf der Rückseite der Hülle kann man unter dem Banner von OM auch noch lesen „Gitarren/Wave“. Zwar sind Gitarren kaum vertreten, aber Wave Musik wird durch die God’s Bow, Maya Nadir und den alt bekannten Ordo Rosarius Equilibrio präsentiert. Den vielleicht spannendste Track, weil textlich schonungslos stammt von der Gruppe Verbraucher. Ihr Stück „Sind Soldaten Faxgeräte?“ rechnet schonungslos mit dem Ehrenschutz der Soldaten ab. Fünf Jahre „Operation Mindfuck“ werden mit diesem Sampler wirklich würdig gefeiert. Letzten Endes profitiert der Käufer von so einer spannenden Zusammenstellung!


Propaganda
Propaganda
Preis: EUR 9,14

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ihre „Propaganda“ wird beim Hörer ankommen!, 9. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Propaganda (Audio CD)
Grenzen sind dazu da, um sie zu aufzubrechen. Nach diesem Leitspruch verfahren die drei Jungs von Melotron, wenn sie Musik machen und diese präsentieren. So waren sie als Toursupport für Schlagerstar Marianne Rosenberg unterwegs und haben kürzlich ihre Singleauskopplung „Das Herz“ beim Bundesvision Songcontest von TV Total performt. Wo andere Bands vielleicht aus gezwungenem Dagegensein sich nicht weiter zur Öffentlichkeit hinbewegen wollen, gehen Melotron einfach auf die Menschen aller Art zu. Und so klingt auch ihr neuestes Werk mit dem provokanten Titel „Propaganda“. War der Vorgänger „Cliché“ etwas assoziativer in seinen Aussagen, so geht es jetzt ganz klar und stellungsbeziehend zur Sache. „Das Herz braucht mehr“ heißt es in der Singleauskopplung. Menschliche Wärme wird zugunsten wirtschaftlicher Zwecke zurückgestellt. Und so dreht sich alles um die Sorgen und Nöte der Bundesrepublik. „Vaterland“ mag da mindestens genauso scharfzüngig sein wie „Gerade Heute“ mit seinem aggressiven und ironischen Sprechgesang. Aber Stücke wie „Lebe Ungewöhnlich“ und „Du Bist“ zeigen Melotron von einer romantischen und auch mutmachenden Seite. Mit „Broken“ ist dieses mal sogar ein Lied dabei, das komplett in Englisch gesungen ist und anderen englischsprachigen Synthiepopbands das Fürchten lernt! Melotron mal anders, aber sehr gut! Halb deutsch und halb englisch kommt das wunderschöne „Princess Of Russia“ daher. Die Band ist textlich und musikalisch noch mal einen Schritt weiter nach vorne gegangen und man kann Melotron nur gratulieren! Ihre „Propaganda“ wird beim Hörer ankommen!


Black Box
Black Box
Wird angeboten von deejaydead_
Preis: EUR 6,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur traumhaft schön!, 9. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Black Box (Audio CD)
Das Debüt “Interface” hat Liquid Divine in kürzester Zeit zu einer sehr beliebten Band werden lassen. Sie gehören dieser neuen musikalischen Schublade an, die man „Intelligent Electro“ nennt, zu denen man ja auch Seabound und Mind.In.A.Box dazurechnet. Obgleich diese Genrezuordnungen schwachsinnig sind, hat man wenigstens eine etwaige Ahnung, was für eine Musik man bei „Black Box“ erwarten kann. Liquid Divine sind anspruchsvoll und gleichzeitig eingängig. Ihr Sound besitzt breite Flächen, über die mal härtere, mal weichere Sequenzen laufen, selten wird ein einfacher Vierviertelbeat benutzt, meistens ist das Drumprogramming sehr facettenreich und vielschichtig. Dazu wird ein Sprechgesang praktiziert, der die mysteriöse Stimmung noch unterstreicht. Tatsächlich sind Liquid Divine auf ihrem zweiten Longplayer näher an „ihrem“ Sound dran, klingen individueller und unverwechselbar nach Liquid Divine. Eigentlich sind die Stücke auf „Black Box“ kaum tanzbar, vielleicht sind „Click“ und „Technocracy“ die Songs, die man eventuell in den Clubs spielen kann. Aber in erster Linie steht Liquid Divine für eine neue Innerlichkeit, die sich mit elektronischer Musik auszudrücken versucht. Immer voller Spannung, aber nie aufgeregt und hektisch. Zwar wird Liquid Divine, aufgrund ihrer anspruchsvollen Musik, wahrscheinlich nie so ein großer Erfolg beschieden sein, wie es andere Electroacts geschafft haben, aber alle Musikliebhaber werden diese Band schnell in ihr Herz schließen, wenn sie es nicht schon beim Debüt gemacht haben. Alle zwölf Songs sind kleine Welten voller Mystik und Dunkelheit. Einfach nur traumhaft schön. Gut, dass es solche Bands gibt!


Deliberately Fragile
Deliberately Fragile
Wird angeboten von japazon
Preis: EUR 36,05

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen frischer Wind für die Synthie Pop Sparte!, 2. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Deliberately Fragile (Audio CD)
Mit "Manifesto" kam in Form einer EP ein Vorbote, der schon sehr viel Lust auf mehr gemacht hat. Allerdings gibt er nur in geringem Masse das wieder, was man auf dem Album zu hoeren bekommt. "Deliberately Fragile" ist das mit Abstand beste Album dieser Band, die sich seit ihrem "Groundlevel" vor ca. fuenf Jahren endlich wieder zu Wort melden. Man merkt, dass die Band gewachsen ist. Die Stimme von Julia Beyer klingt noch souveraener, emotionaler und fuegt sich besser in die Songs ein. Ihre Arbeiten mit anderen Bands (unter anderem Melotron und In Strict Confidence) haben da bestimmt auch ihr Uebriges getan, dass die neuen Stuecke durch das Organ von Julia so viel Intensitaet bekommen. Allerdings muss man auch Steffen, dem Soundtueftler der Band, grosses Lob zollen. In den fuenf Jahren hat er stark am Sound von Technoir gefeilt und was jetzt auf der neuen Platte zu hoeren ist, klingt reif, erwachsen, aber gleichzeitig frisch und forsch. Neben der oben genannten Singleauskopplung sind auch noch "Dying Star", "Silence", "Liar", "All In My Head" und "Everything I Cannot Have" besonders hervorzuheben. Abgeschlossen wird die CD mit dem Instrumental "Beautitudes", das nochmals Steffen musikalisches Geschick unter Beweis stellt. Sicherlich ist es auch wichtig, zu erwaehnen, dass kein geringerer als Olaf Wollschlaeger die Platte mitproduziert hat. Das mag bestimmt auch noch einen Teil dazu beitragen, dass das neue Album bestimmt ein Ueberraschungserfolg wird. Warum aber auch immer, wer auch immer daran beteiligt gewesen war: Es ist eine geniale CD und man kann nur allen Beteiligten gratulieren. Sie haben wirklich wieder frischen Wind in die Synthie Pop Sparte gebracht. Daumen hoch!


Nightcrawler (Ltd. Collector'S
Nightcrawler (Ltd. Collector'S
Preis: EUR 29,49

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das bislang beste und intelligenteste Werk der Band. Tipp!, 9. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Nightcrawler (Ltd. Collector'S (Audio CD)
Es ist das so genannte verflixte dritte Album, das Cyrus und seine Mannen nun veröffentlichen. Laut dem Aberglauben ist es das Richtungsweisende für die Zukunft einer Band. Hier entscheidet sich, ob sie es schafft, weiterhin innovativ zu bleiben oder nur sich selbst zu kopieren. Bei The Retrosic ist das allerdings eine schnell geklärte Frage; sie bleiben nicht stehen, sie gehen wieder einen Schritt weiter. Die einst als vermeintlicher Ziehsohn von Wumpscut gehandelte Band verbindet nur noch wenig mit dem selbsternannten 'Onkel des Endzeit Electros'. Die neuen Retrosic-Songs sprühen nur so vor Energie und Einfallsreichtum und kommen ohne alt gediente Klischees aus. Stärker als zuvor wird mit neuartigen Samples und Sounds gearbeitet, während leisere Zwischentöne den Songs zusätzliche Spannung verleihen. Und wenn man sich Stücke wie „Bloodsport“, „The Lucky Ones“ und vor allem „The Bomb“ anhört, merkt man schnell, worauf es Cyrus und Co. dieses Mal angekommen ist: Statt stupidem Four-on-the-Floor-Beat kommen groovende Breakbeats zum Vorschein. Statt allein auf opulente Melodiebögen zu setzten, wird auch schmutzig knarzenden Sounds der Vorzug gegeben. Stilistisch begibt sich The Retrosic mit einigen Stücken gar in die Nähe von The Prodigy, bleiben durch die verzerrten Vocals allerdings immer noch etwas härter als die eben genannten. „Nightcrawler“ verlangt tatsächlich Umdenken, denn das Album begnügt sich nicht damit, seines Vorgängers zu zitieren, sondern stößt abermals in neue Regionen vor. Wer sich dem öffnet, wird schnell seine reinste Freude daran haben, zumal eine beiliegende DVD ein aufwändig inszeniertes Video bereithält, das den unheilvollen Charakter von "Nightcrawler" in packende Bildern gießt und den Blick auch auf die Bandmitglieder selbst preisgibt. Natürlich gibt es auch diesmal eine opulente Special Edition. Man sollte allerdings schnell zugreifen, denn sie ist auf weltweit 2.000 Stück limitiert. Fans von The Retrosic können beruhigt sein: das verflixte dritte Album ist das bislang beste und intelligenteste Werk der Band. Tipp!


Nightcrawler (CD + DVD)
Nightcrawler (CD + DVD)
Preis: EUR 18,41

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das bislang beste und intelligenteste Werk der Band. Tipp!, 9. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Nightcrawler (CD + DVD) (Audio CD)
Es ist das so genannte verflixte dritte Album, das Cyrus und seine Mannen nun veröffentlichen. Laut dem Aberglauben ist es das Richtungsweisende für die Zukunft einer Band. Hier entscheidet sich, ob sie es schafft, weiterhin innovativ zu bleiben oder nur sich selbst zu kopieren. Bei The Retrosic ist das allerdings eine schnell geklärte Frage; sie bleiben nicht stehen, sie gehen wieder einen Schritt weiter. Die einst als vermeintlicher Ziehsohn von Wumpscut gehandelte Band verbindet nur noch wenig mit dem selbsternannten 'Onkel des Endzeit Electros'. Die neuen Retrosic-Songs sprühen nur so vor Energie und Einfallsreichtum und kommen ohne alt gediente Klischees aus. Stärker als zuvor wird mit neuartigen Samples und Sounds gearbeitet, während leisere Zwischentöne den Songs zusätzliche Spannung verleihen. Und wenn man sich Stücke wie „Bloodsport“, „The Lucky Ones“ und vor allem „The Bomb“ anhört, merkt man schnell, worauf es Cyrus und Co. dieses Mal angekommen ist: Statt stupidem Four-on-the-Floor-Beat kommen groovende Breakbeats zum Vorschein. Statt allein auf opulente Melodiebögen zu setzten, wird auch schmutzig knarzenden Sounds der Vorzug gegeben. Stilistisch begibt sich The Retrosic mit einigen Stücken gar in die Nähe von The Prodigy, bleiben durch die verzerrten Vocals allerdings immer noch etwas härter als die eben genannten. „Nightcrawler“ verlangt tatsächlich Umdenken, denn das Album begnügt sich nicht damit, seines Vorgängers zu zitieren, sondern stößt abermals in neue Regionen vor. Wer sich dem öffnet, wird schnell seine reinste Freude daran haben, zumal eine beiliegende DVD ein aufwändig inszeniertes Video bereithält, das den unheilvollen Charakter von "Nightcrawler" in packende Bildern gießt und den Blick auch auf die Bandmitglieder selbst preisgibt. Natürlich gibt es auch diesmal eine opulente Special Edition. Man sollte allerdings schnell zugreifen, denn sie ist auf weltweit 2.000 Stück limitiert. Fans von The Retrosic können beruhigt sein: das verflixte dritte Album ist das bislang beste und intelligenteste Werk der Band. Tipp!


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