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silence

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Extended Electronics Vol.2
Extended Electronics Vol.2
Preis: EUR 20,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele tolle Songs, viel Clubfutter und auch viele Überraschungen!, 4. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Extended Electronics Vol.2 (Audio CD)
Wieder einmal heißt es: „Mach es lang“. Auf der „Extended Electronics“ Reihe bekommen Künstler aus dem schwarzelektronischen Genre, die Möglichkeit, ihre Songs in einer längeren Version zu präsentieren. Der Sampler arbeitet dabei mit Versionen, die nur auf dem Album zu hören sind. Schon allein das ist der größte Pluspunkt für die Zusammenstellung, die nun in die zweite Runde geht. Im Gegensatz zum Vorgänger ist die Doppel CD noch etwas strukturierter. So bietet die erste CD vor allem viel Synthie- und Future Pop. Dabei sind einige Stücke dabei, die richtig überraschen. Allen voran ist das der Klassiker aus den 80ern „Diamonds & Loving Arms“ von Boytronic, mit dem man eigentlich nicht rechnet, einfach weil die anderen Bands (unter anderem Covenant, Rotersand, Diorama und Seabound) ihre aktuellen Outputs der Kompilation zur Verfügung stellten. Ein ebenfalls memorabler Remix ist von Promise zum Song „Alle Fehler“ von Purwien und Witt. Dies könnte ein Club Hit werden. Die zweite CD bietet dann mit Soman, Reaper und Suicide Commando wesentlich härteren Stoff, aber auch hier ist man immer auf Melodien bedacht, so dass trotz aller Härte die Stücke sehr eingängig sind. Sehr genial dabei ist Camouflages „The Pleasure Remains“, eine Zusammenarbeit mit Wet Fingers. Und eine weitere Überraschung ist auf dem Sampler vertreten: Trisomie 21, ein Projekt, das eigentlich schon zu den Altheroen gezählt wurde und von denen man nicht mehr eine Veröffentlichung erwarten würde. Hier sind sie mit einer Instrumental Version von „Midnight OF My Life“ vertreten. Viele tolle Songs, viel Clubfutter und auch viele Überraschungen. So machen Sampler Spaß.


Bestie Mensch (ltd. Version)
Bestie Mensch (ltd. Version)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "Bestie:Mensch" hat viel zu bieten!, 4. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Bestie Mensch (ltd. Version) (Audio CD)
Endlich ist es da, das langersehnte dritte Werk, der nicht mehr wegzudenkenden Electroformation! [:SITD:] standen, und stehen auch nach wie vor für pumpende Beats, Gefühl für Melodien und Allem voran Atmosphäre. Die Band hat nichts verlernt, ganz im Gegenteil! Auf "Bestie:Mensch" wird nicht nur thematisch hinter die Fassade des
menschlichen Seins geblickt, sondern auch musikalisch umgesetzt. Verschiedene Ausprägungen dieser gesellschaftlichen Biester werden sehr unterschiedlich dargeboten. Das neue Album bietet den typischen [:SITD:] Grundtenor, nur mit noch mehr Abwechslung als bisher. So findet man typische Clubnummern wie "Silver Bombs" in gewohner Manier, "Stammheim" mit EBM-Anleihen in den Strophen und hmynischen Flächen im Refrain, das mit Vocodergesang versehene "Direction:North" und das treibende, anprangernde "Propaganda", welches stilistisch ähnlich dem bekannten Hit "Richtfest" ist, auf dem neuen Silberling vor. Darüberhinaus gibt es mit "Herbsterwachen", einem tollen Duett von Tom+Carsten, und "Kreuzgang" in einer neuen Version, Midtempo-Tracks zum Nachdenken. Fans von langsameren, experimentellen Songs kommen bei "Telepathic" auf ihre Kosten. Carstens sehr variantenreicher Gesang auf diesem Longplayer weicht Toms Stimme bei "Displaced" und "Reincarnation". Dort bringt er seine balladeske Stärke stimmlich und auch musikalisch zum Ausdruck. [:SITD:] zeigen auf "Bestie:Mensch" auch, dass Songs ohne Gesang funktionieren, was das breakbeat-lastige und sphärische "Floating" oder auch das abschliessende Pianostück "Heroic" beweist. Abschliessend kann man sagen, dass [:SITD:] sich treu geblieben sind und dennoch neue Sounds gekonnt integriert, sowie den für die Band so typischen Sound weiter verfeinert haben. Der sehr gelungene dritte Silberling der Band kommt auch als limited Edition daher, auf welcher z.B. der schwer erhältliche, grandiose Remix zu VNV Nation's "Chrome", die Interpretation zu "Electronic World Transmission" von Rotersand, oder der neue Remix zu Faderhead's "Dirtygrrrls, Dirtybois" uvm. vertreten ist. Die "Bestie:Mensch" hat viel zu bieten!


Panoramic View
Panoramic View
Preis: EUR 19,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Melodien treffen auf erfrischende Sounds!, 4. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Panoramic View (Audio CD)
Sono veröffentlichen in diesen Tagen ihr neues Werk, welches auf den Namen "Panoramic View" hört. Wenn man den Titel ins deutsche übersetzt heisst das soviel wie „herrlicher Ausblick“, und das trifft das Präsentierte perfekt! Die drei Hamburger bieten auf dem neuen Longplayer eine extreme Bandbreite an elektronischen Landschaften auf höchstem Niveau. Sono wissen alle möglichen Sounds gekonnt einzubinden und auch der sehr gute Gesang auf dem neuen Album lässt keine Wünsche offen. "Panoramic View" lässt sich zwar nicht genau kategorisieren, so kann man dennoch sagen, dass der neue Silberling einen Brückenschlag zwischen Wave und Rave bietet. Was aber sicher ist, dass Sono wieder ein wunderbares Händchen für Songwriting haben! Der Opener „Don’t hold on“ kommt zu Beginn sehr balladesk rüber, steigert sich ganz minimal im Laufe des Songs und weiss durch die Instrumentierung und dem sehr gefühlvollen Gesang absolut zu ergreifen. Selten so eine grandiose Nummer gehört! Die aktuelle Singleauskopplung „All Those City Lights“ wurde, zu Recht, aufgrund des enormen Hitpotentials, als erste Maxi veröffentlicht und zeigt die funkige Seite der Band. „Always Something Missing“ zeigt wie Popmusik heutzutage zu klingen hat! Ebenfalls absoluter Hitcharakter. Dass Sono auch rockig klingen können und dass organische Elemente der Band auch gut stehen, beweist „Carry On“. Track Nummer 5, „Someday“, ist meiner Meinung nach ein Übersong, den die Band geschrieben hat! Hier haben sich die Hamburger getraut die Leadmelodie von The Cure’s „Lullaby“ in ihren eigenen Song einzubinden. Ich muss sagen, es klingt perfekt! Der Hit schlechthin! Der Midtemposong „Your Favourite Place“ versprüht durch den betörenden Basslauf in Verbindung mit Flächensounds und emotionalem Gesang eine sehr beeindruckende Stimmung. „Stuck In The Middle“ bietet alle möglichen Sounds von verschiedenen Musikstilen und vereint diese zu einer ganz grossen Groove-Nummer. Wie wunderbar ein pumpender Bass klingt in Verbindung mit 80er Jahre Frickelsounds, zeigt der Popsong „Too Many Madmen“. Bei dem Instrumentalstück „Eleven“ wird es noch mal kurz ruhiger bevor das sehr eingängige „The Brightest Star“ treibende Sounds mit Akkustikgitarre paart. Den Abschluss des eben gehörten „herrlichen Ausblicks“ macht „Dear Body“, welches mit dem Einsatz von Streichern ein tolles Finale darstellt. Sono haben es mal wieder geschafft gekonnt über alle Tellerränder zu blicken, die es so gibt und dabei ihren eigenen Stil unverkennbar wiederzugeben. Tolle Melodien treffen auf erfrischende Sounds! Einen tollen Ausblick hat man z.B. immer zu Beginn an, jedoch erkennt man bei allen weiteren Blicken noch mehr schöne Details, die am Anfang nicht gleich ersichtlich waren. Ich empfehle den "Panoramic View" und dessen Atmosphäre desöfteren zu geniessen, damit die volle Entfaltung zum Vorschein kommt. Tipp!


Borderline Black Heart
Borderline Black Heart
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 8,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wird sicherlich nicht mindere Begeisterungsstürme hervorrufen!, 4. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Borderline Black Heart (Audio CD)
Kritiker und Presse überschlugen sich förmlich, als Edge Of Dawn, das Projekt von Seabound Sänger Frank Spinath und Mario Schumacher, ihren Erstling “Enjoy The Fall” herausbrachten. Der musikalische Nachschlag in Form der „Borderline Black Heart EP“ wird sicherlich nicht mindere Begeisterungsstürme hervorrufen. „Black Heart“, wohl eines der markantesten Stücke auf dem Album, ist in drei genialen Remixen zu hören und bildet sozusagen den roten Faden der EP, da die Versionen am Anfang, in der Mitte und am Ende zu hören sind. Dazwischen gibt es verschiedene Remixe und Neubearbeitungen, die sich wirklich sehen lassen können. „Descent“ im Fractured Remix ist ein gutes Beispiel für das Credo, das hinter der Remixauswahl steht: Sie sollen einfach anders als das Original und wirklich neu klingen. So ist auch „Black Heart (Coeur Triste)“ besonders hervorzuheben: Hier wurde der treibende Beat in einen sehr experimentellen Rhythmus verwandelt, der eher an Ambient erinnert, aber trotzdem noch ganz klar das Original durchscheinen lässt. Überdies gibt es auch noch neue Stücke, die sich nahtlos in das Konzept von EOD einfügen. „Split Second“ und das Pendant „Second Split“ zeigen noch mal den ganzen Kosmos auf. Während „Split Second“ eher die poppigeren Elemente hervorhebt, ist „Second Split“ wesentlich aggressiver und in seiner Rhythmus herausfordernder. Der Höhepunkt aber ist die Ballade „Kiss Or Kill“, ein Duett mit Charlene April. Es wirkt wie ein etwas entrückter Liebessong, einerseits ist so viel Bubblegum in diesem Song, andererseits aber merkt man auch die bittere Note diesem Song an. Und aus eben dieser Spannung entsteht ein wunderbares Stück, abseits jeglicher Kategorisierungen. Der Höhepunkt einer ohnehin qualitativ hohen EP. Tipp! Ab dem 28.09. im Handel erhältlich!


Noob
Noob
Preis: EUR 9,95

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein sehr eindrucksvolles Album mit Langzeitwirkung!, 31. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Noob (Audio CD)
Mittlerweile ist die Behauptung, dass Depeche Modes letztes Album „Playing The Angel“ mal wieder das Maß aller Dinge in Sachen Synthiepop geworden ist, gar nicht mehr so abwegig. Denn diese Mischung aus einer scheinbar schmutzigen Garagenproduktion, gepaart mit feinster Elektronik und Technik, findet man bei dem letzten Camouflage Album „Relocated“ und jetzt auch ganz aktuell bei De/Vision. Das soll allerdings nicht heißen, dass die beiden Jungs sich des Plagiatsvorwurfs erwehren müssen. Man muss sich zugegebenermaßen vielleicht erst einmal daran gewöhnen, dass „Noob“ wesentlich rotziger und kantiger klingt, als das, was man noch von „Six Feet Underground“ oder „Subkutan“ her kennt. Das ist aber schnell geschehen und man muss auch sagen, dass trotz aller Kanten es sich um das vielleicht eingängigste Werk in der ganzen Karriere De/Visions handelt. Das liegt natürlich in erster Linie daran, dass man sich auch nicht gescheut hat, cluborientierter zu klingen und mit Songs wie „Death Of Me“, „Flavour Of The Week“ oder „What It Feels Like“ wahre Hammer rauszuhauen. Allerdings können sie auch etwas ruhiger. „See What I See“ oder „Deep Blue” liefern die besten Beispiel dafür ab, dass auch die mystisch-bedächtigen Seiten von De/Vision nicht zu kurz kommen. „Noob“ ist wirklich sehr gelungen, weil es einfach frisch und neu klingt, und dennoch unverkennbar De/Vision ist. Tipp!


Crossroads
Crossroads
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 14,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein grandioses Paket aus Musik und Literatur!, 21. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Crossroads (Audio CD)
Mit einem lachenden und weinenden Auge wird man dieser Veröffentlichung entgegensehen. Einerseits, weil man nach zweijähriger Wartezeit endlich wieder die vielleicht beste Band der Welt im Elektrobereich zu hören bekommt, andererseits weiß man aber auch, dass es sich bei diesem Output um das letzte Werk der Band auf dem Label Dependent handelt. Zukunft also ungewiss? Eigentlich sollte dies nicht sein, denn „Crossroads“, das mittlerweile dritte Werk des österreichischen Duos Stefan Poiss/Markus Hadwiger, ist sozusagen eine sehr souveräne Visitenkarte für andere Labels und es sollte doch mit dem Teufel zugehen, wenn danach nicht die Plattenmanager bei MIAB Schlange stehen würden. Auf „Crossroads“ geht die Geschichte, die bei „Lost Alone“ und „Dreamweb“ erzählt wurde, weiter. Dieses Mal wird der Fokus auf den Protagonist, es handelt sich um einen Mann namens Black, gerichtet. „Crossroads“ ist die Darstellung des Treffen mit einem weiblichen Wesen namens Night. Die gemeinsame Nähe wird auch durch ihre Namen deutlich. Für Black bedeutet es aber, alte Brücken abzureißen und sich auf neue, unbekannte Pfade zu begeben. Er steht am Scheideweg seines Lebens. „Crossroads“ beschreibt das Gefühlschaos, die Ängste, das Unbehagen und die Hinterfragung seiner eigenen Geschichte auf eindringliche Weise. So gehen „Identity“ und „What Used To Be“ mit einem verzweifelt-aggressiven Gesang auf die Zerrissenheit des Protagonisten ein. Das betörende „Fear“ und das grandiose „Amnesia“ dagegen, das stilistisch an „Change“ erinnert, bieten einen eher inneren introvertierten Blick. Die schon bekannten Songs „Introspection“ (Saw II) und „Stalkers“ (Septic VII) wurden in ein neues Gewand verpackt und überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie. Sehr stark ist auch „The Place“, ein sehr ruhiges, zerbrechliches Stück, das mit seinen voluminösen Sequenzern einen meditativen Punkt innerhalb des Albums setzt. Mit dem Überfliegersong „Crossroads“ haben Mind.In.A.Box eine wundervolle Clubhymne gezaubert, und auch „Redefined“ wird sicherlich schnell die Tanzflächen erobern. Mit dem letzten Stück, dem filmreifen Outro „Run For Your Life“, ist die Geschichte aber noch lange nicht zu Ende erzählt. Musikalisch haben MIAB ihren Sound weiter verfeinert und ausgebaut. Wieder mal überwiegen die eingängigen Melodien und die unkonventionellen Sounds der Band, sowie die Aufhebung des üblichen Strophe-Refrain-Strophe Schemas. „Crossroads“ bietet neben genialer Musik, tollem Artwork, auch ein 24-seitiges Booklet mit allen Lyrics, eine grandiose Kurzgeschichte von Andreas Gruber und einen Zugangscode zu 3 weiteren unveröffentlichten, neuen Songs! MIAB zu hören heißt, sich auf eine Reise zu den eigenen Gefühlen zu machen. Auch der dritte Streich ist wieder gelungen und wird Fans sicherlich wieder begeistern und bestimmt neue Hörer in ihren Bannkreis ziehen. Kauftipp!
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In My Time of Dying
In My Time of Dying
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 13,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tipp!, 1. August 2007
Rezension bezieht sich auf: In My Time of Dying (Audio CD)
Pride And Fall melden sich eindrucksvoll mit ihrem sehnsüchtigst erwarteten dritten Album zurück! Nach „Nephesh“ und „Elements Of Silence“ erscheint mit „In My Time Of Dying” ein Album, das die Weichen in Richtung Härte und Düsternis stellt. Sicherlich dürfte es den drei Norwegern nicht schwer gefallen zu sein, die Richtung zu ändern. Viele private Schicksale und nicht zuletzt auch die Schließung von Dependent, der Verlust von einem der größten Unterstützer im künstlerischen Bereich, bringen eine gewisse apokalyptische Grundstimmung in das neue Album. Einen Hauch davon, trägt das düstere Intro. Das bombastische „The Painful Regret“ und der packende Song „I Wither“ deuten durch ein energetischeres Drumprogramming darauf hin, dass Wut und Verzweiflung mit verarbeitet wurden. Dass die Band es versteht auch Uptemposongs ohne Gesang kurzweilig zu gestalten, beweist das Instrumentalstück „The Black Gate“. Dagegen ist das großartig, balladeske „Adored“, welches schon im Frühjahr auf dem „Dependence Vol. 2“ Sampler erschienen ist, noch einer der ruhigeren Songs auf dem neuen Werk. Mit „The Burning Faith“ zeigt die Band, dass sie auch offen für Experimente ist, Songs nicht immer vorhersehbar sind – „Free Me From My Demons“. Mit „Blood“ haben die Norweger wieder eine absolute Clubgranate im Stil von „Border“ am Start, welche hoffentlich in Kürze die Diskotheken erobern wird. Das sehr eingängige und clubbige „Sacred And Profane“ wird sicher schnell seinen Weg in die DJ-Setlists der Welt finden. „My Little“ stellt eine sehr geniale und abwechslungsreiche Elektronummer dar, die vor Intensität nur so strotzt, sich schnell und gezielt in die Gehörgänge einfrisst und dort verweilt! Der Titelsong „In My Time Of Dying“ ist eine wunderbar ergreifende Ballade, womit das Album schließlich seinen sehr stimmigen Abschluss findet. Pride And Fall zeigen nun auch den letzten Kritikern, dass sie mehr sind, als nur ein weiteres Projekt aus dem langsam aber sicher ausblutenden Future Pop Sektor! Nicht zuletzt auch dank des Gesangs von Sigve, der enorm an Intensität und Spannung zugelegt hat. „In My Time Of Dying“ markiert einen Kurswechsel, der genau zur richtigen Zeit kommt! Ein wirklich sehr rundes und abwechslungsreiches Album, das den stetigen Fortschritt dieser Band aufs Trefflichste dokumentiert. Die limitierte Erstauflage des Albums wird in einem komplett schwarzen Digipak mit ausgestanztem Pride And Fall Logo erscheinen. Tipp!


Eclosion
Eclosion
Wird angeboten von the chocolate factory
Preis: EUR 8,60

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Altmeister yelworC meldet sich wieder zurück!, 4. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Eclosion (Audio CD)
An einem Freitag, den 13. wird es düster werden. Der Altmeister yelworC meldet sich wieder zurück mit einem weiteren Oeuvre, das jeden Fan düsterer Intelligenzmucke erstrahlen lässt. „Eclosion“ ist sozusagen ein Mini-Album, das als Appetizer gedacht ist für das neueste Werk „Icolation“. Dennoch erfüllt es mit seinen 45 Minuten, verteilt auf neun Songs, doch die Voraussetzungen für einen ganz normalen Longplayer. Was wird dann wohl „Icolation“ sein? Ein Drei CD Album? Mag man noch ein bisschen spekulieren, aber eines ist gewiss: Wenn die Stücke ebenfalls so stark sind wie auf „Eclosion“, dann braucht man nichts zu befürchten. Die düsteren und surreal gefärbten Soundscapes verbinden sich mit divers gestalteten Drumprogrammen, hier und da flüstert der Mastermind Peter Devin seine Texte rein. Das ganze wirkt bedrohlich und erhält dadurch aber gleichzeitig eine unglaubliche Anziehungskraft. Wie viele Ideen in die Songs reingepackt werden, ist schon wirklich erstaunlich. Orchestrale Flächen, treibende Gitarren, fernöstliche Versatzstücke und undefinierbare Geräusche, die den Werken eine gewisse Mystik verleihen. Sicherlich sind die Stücke weniger für die Tanzfläche gedacht, aber das wird auch nicht im Sinne des Erfinders sein. Diese Musik verlangt Aufmerksamkeit, sie will erschlossen werden, will bewusst gehört werden. Ob nun das gewaltige „Eclosion“, das bewegende „Dark Thorn“ oder das eher schwebende „Spiral Of Transformation“: Wahre Musikliebhaber werden sich mit Freude an der Musik von yelworC laben. Tipp!


Neophyte
Neophyte
Preis: EUR 8,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen absoluter Kauftipp!, 3. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Neophyte (Audio CD)
„Schön, dass es noch guten alten Harsh EBM à la Front Line Assembly gibt“ mögen die einen sagen. „Dieses ewig gestrige kann man nicht mehr hören“ meinen andere. Beide Meinungen haben ihre Berechtigung. Einerseits ist es wirklich nervig, die alten Sounds und bis zum Klischee ausgereizte Düsterattitüde zu hören, allerdings haben Bands durchaus die Berechtigung, diese Elemente zu nutzen, solange sie glaubhafte Musik machen und dahinter stehen und damit nicht nur auf Tanzflächenfüller und großen Zuspruch hoffen. Amnistia – mal überraschenderweise ein deutsches Projekt, das sich durchaus die oben genannten Jungs aus Übersee als Vorbilder genommen haben – ist der beste Beweis, wie sich Tradition und Moderne durchaus in Einklang bringen können. Das Werk „Neophyte“ besticht durch eine düstere Dynamik, ausgelöst durch dunkle Melodien und treibenden Beats. Der Gesang von Tino Claus ist am besten zu vergleichen mit den frühen Evils Toy: ein rauer, verzerrter Gesang, der aber nicht so verzerrt ist, das man nichts mehr versteht, sondern sich sehr gut in die Kompositionen einfügt. Mitstreiter Stefan Schötz ergänzt seinen Kompagnon hervorragend. Was macht also „Neophyte“ zusammengefasst eigentlich zu so einem guten Album: Es ist nicht unbedingt das Neue, sondern das sich bewusst machen, dass es alte Strukturen gibt, die im Grunde immer noch greifen in der heutigen Zeit. Diese zu nutzen verstehen Amnistia hervorragend. Und sie füllen diesen Grund mit Leben, indem sie neue Soundscapes und interessante Melodien aufbauen. Jeder Song macht daher Spaß, auch weil es nie in irgendeiner Weise gezwungen oder zu verkopft klingt. Hirnschmalz und ein gutes Bauchgefühl standen Pate für das von Anfang bis Ende gelungene Album. Wer mal antesten möchte, dem seien folgende Stücke empfohlen: „Tempted“ (mit interessanten Sprachsamples), „Headfakes“ und das sehr getragene, opulente „However (Good bye)“! Ein absoluter Kauftipp!


Our World in Coma
Our World in Coma
Wird angeboten von deejaydead_
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen die EP ist die logische Weiterführung des Albums!, 22. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Our World in Coma (Audio CD)
ie Überraschung war perfekt, als das Projekt NoyceTM nach jahrelanger Stille sich 2006 wieder mit einem Album zurückmeldeten. „Coma“ überzeugte dabei von großer Vielschichtigkeit und brachte das deutsche Electroduo wieder zurück in den Musikzirkus. Jetzt ist mit der EP „Our World In Coma“ ein kleiner Nachschlag auf dem, der die Stücke „Coma“, „Year 03“, „Headland“ und „Karmachoma“ in neuen, cluborientierten Versionen präsentiert. Besonders „Year 03“, das ja ohnehin schon ein Höhepunkt des Albums gewesen ist, bekommt auf der EP noch mal eine Schippe mehr Pathos und Traurigkeit. Dazu gibt es mit „Our World“ einen weiteren Track, der für die EP geschrieben wurde und eine aggressive Anklage an den Menschen darstellt. Mit Ehrlichkeit und viel Wut im Bauch ist dieses Stück wahrhaft emotional. Das Stück findet sich auf der Scheibe noch einmal als Remixversion von Hecq, den ich als einen besonders genialen Remixer schätze und der auch diesem Stück wieder eine besonders eigene, dekonstruktivistische Note verleiht. Zum Schluss gibt es den ersten Hit von NoyceTM, „Panique“, als Liveversion. Hier beweist das Projekt, dass es auch auf der Bühne gesanglich bestehen kann. Die EP ist die logische Weiterführung des Albums und überzeugt durch gute Neuabmischungen, einem genialen Remix und einem einprägsamen neuen Song.


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