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Rezensionen verfasst von
silence

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The Art of Revenge
The Art of Revenge
Wird angeboten von deejaydead_
Preis: EUR 7,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial komponierte und arrangierte Musik!, 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: The Art of Revenge (Audio CD)
Auf Kontinuität setzen, das ist das Motto von XP8. Und das ist weniger in musikalischer, als in qualitativer Hinsicht gemeint. Das italienische Projekt hat zumindest Elektrauma von Anfang an begeistern können, so dass vor knapp fünf Jahren ihr Erstlingswerk (damals noch in Eigenpressung !!!) als Album des Monats vorgestellt wurde. Jetzt ist es wieder soweit: Das neueste Werk „The Art Of Revenge“, Album Nummer Drei, übertrifft sogar noch die vorherigen Platten. Es hat den Anschein, als würde die Band mit jedem Werk mehr und mehr zu sich selbst finden. So ist „The Art Of Revenge“ ein eigenartig schönes Gebilde, das der elektronischen Musik als eine Einheit huldigt. Hier haben Melodien, die an Goa und Psy-Trance erinnern ebenso Platz wie härtere EBM-Strukturen. Das Besondere an XP8 ist, dass sie viele Unterarten der elektronischen Musik souverän beherrschen und sie auch einzusetzen wissen. Daraus entsteht dann ein Song, der zwar voll ist und dem Hörer viel bietet, gleichzeitig aber nicht überfrachtet und verwirrend klingt. Auch das Album besitzt trotz aller Vielfalt immer einen roten Faden und wirkt daher nie zerfleddert. „Juggernaut“ präsentiert gleich zu Anfang das ganze Können von XP8. Das Stück ist ein richtiger Burner. Und auf diese Weise geht es auch gleich weiter. Richtig geil ist das hymnenhafte „Download Me“. Der Clubhit schlechthin! Bei „I.C.E.“ wird es dann etwas gemächlicher. Das Stück erinnert in seiner Intonation an alte EBM Heroen wie Nitzer EBB oder Front 242. Ein weiteres Highlight ist „Waiting“, der vielleicht poppigste Song auf dem neuen Werk. Und das sind jetzt nur einige Auszüge und vielleicht die Anspieltipps schlechthin, einer grandiosen Produktion. Das soll aber nicht bedeuten, dass die anderen Stücke dadurch untergegangen sind. Eigentlich könnte man jeden Song hier nennen. Knapp eine Stunde einfach nur genial komponierte und arrangierte Musik.


just like mine
just like mine
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Synthiepop mit dem gewissen Etwas!, 11. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: just like mine (Audio CD)
Die Wiener Synthiepopband dAVOS veröffentlicht nun endlich das langerwartete Debutalbum „Just Like Mine“! Die Band wurde 2004 gegründet, durch die Gründungsmitglieder von Sharon Next - Gerd Hall und Michael Ruin - und dem Solokünstler Eric Nelson als Frontmann. Seit dem gemeinsamen Ziel zusammen Musik zu machen ist viel passiert. 3 Eps, eine Reihe an Samplerbeiträgen, Zusammenarbeiten mit And One, L'Ame Immortelle und Psyche, sowie einige sehr grandiose, erfolgreiche Liveauftritte, sprechen für sich. dAVOS sind ab dem 14.12. nun endlich mit ihrem ersten Fulltimealbum am Start und man kann ganz sicher sagen, das Warten hat sich mehr als gelohnt! Die Wiener präsentieren hier abwechslungsreichen Synthiepop auf höchstem Niveau! Abseits von jeglichen Klischees wird auf „Just Like Mine“ mit Ecken und Kanten gearbeitet. Das Album ist nicht überproduziert oder zu glatt, wie so manch andere Releases in der Branche, sondern lässt bewusst einen echten Charakter entstehen. Dieser Retro-Touch steht der Band ausgezeichnet und bringt noch dazu einen hohen Wiedererkennungswert mit sich! dAVOS lässt innerhalb der Songs Spielereien und gekonnt platzierte Einsätze von dezenten Gitarren zu. Man verleiht den Tracks immer einen wohligen, organischen Grundtenor und brilliert mit tollen Kompositionen. Mit „I Start Mourning“ beginnt die Reise. Ein langsamer Basslauf, schöne Flächensounds und erhabener Refrain betören der Hörer von der ersten Sekunde an. „My New Pearl“ ist einer der Überflieger auf „Just Like Mine“. Dieser Track besitzt Hitpotential und überzeugt auf jeder Ebene. Extrem cooler Gesang, ein Wahnsinnsrefrain mit Ohrwurmcharakter und wavigem Flair machen diesen Song aus! Mit dem wunderbaren „Fruit Of Joy“ geht es verträumt-melancholisch weiter. Die triste Stimmung wird im folgenden Song, „Decline“, fortgesetzt und bekommt die volle Entfaltung durch den verzweifelten und zerbrechlichen Gesang in den Strophen. Im Refrain erhebt sich die Stimme und Eric singt gegen einen Abschied an. Mit „For Heaven’s Sake“ wird das Tempo angehoben. Der groovige und eingängige Song bietet im Refrain eine grandiose Gesangsleistung. Man hört, dass in dem Song persönliche Themen verarbeitet werden, förmlich raus. Das Finale ist sehr intensiv und verursacht Gänsehaut. „Start Again“ schafft es durch Gesang und Musik eine gewisse Leichtigkeit und Hoffnung zu versprühen. dAVOS beherrschen ihr Handwerk, was der perfekte Uptempo-Ohrwurm „Richie“ und das wavige „Brian“, bei dem auch eine echte Bassgitarre zu hören ist, beweisen. Hier hört man das Herzblut der Musiker raus. „I See Clear“ bietet ein wunderbares Wechselspiel bezüglich der Stimme. Dominieren die Strophen durch eine Art Stakkatogesang, welcher relativ tief gehalten wird, geht im Refrain gesanglich förmlich die Sonne auf, was auch musikalisch perfekt untermalt wird. Das Ende des genialen Debutalbums „Just Like Mine“ bildet die ergreifende Ballade „Of Someone Who Passed Away“. Klavier, Streicher und eine sensationelle dramatische stimmliche Leistung, wow! dAVOS - Synthiepop mit dem gewissen Etwas! Ein grandioses Debutalbum und absoluter Kauftipp!


Nekrolog 43 (ltd.Version)
Nekrolog 43 (ltd.Version)
Preis: EUR 19,66

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch Album Nr. 9 lässt keine Wünsche für den DOD Fan offen!, 17. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Nekrolog 43 (ltd.Version) (Audio CD)
Wenn Adrian Hates, der fast zwei Meter lange Hüne mit einer Mähne zum Niederknien, zum Mikro greift und seine Songs anstimmt, dann ist die Gänsehaut schon vorprogrammiert. Wie kaum ein Zweiter hat er als Diary Of Dreams einen Dark Wave Sound kreiert, der einerseits elektronisch und auch tanzbar ist, andererseits mit seinen weinenden Geigen und den eindringlichen Gitarrenparts einen zum andächtigen Hören verdammt. Und er schafft es auch, mit jedem neuen Werk, das er kreiert, sich wieder ein Stück anders zu definieren. War das letzte Werk „Nigredo“ und die nachfolgende EP „MenschFeind“ etwas elektronischer, so weicht DOD ganz von dieser Struktur ab. Zwar sind die elektronischen Elemente immer noch vorhanden, werden aber weniger offensichtlich eingebaut, sondern verschwinden eher in den Hintergrund, während die Gitarren wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommen haben. Ebenso werden die Pianolinien wieder verstärkt eingesetzt. Auch die Rhythmen habe sich verschoben, von zum Teil treibenden Beats hin zu schleppenden Drums. Dadurch wird „Nekrolog 43“ etwas düsterer und meditativer. „The Plague“, was ja als Vorabsingle ausgekoppelt wurde, hat den Anfang gemacht und uns in eine andere Welt von DOD geführt. Das neue Werk bestätigt nun den Trend. DOD klingen verletzlicher. „Tears Of Joy“ beispielsweise hat diese unendliche Traurigkeit, aber gleichzeitig auch etwas Beruhigendes. Lediglich „Remedy Child“ geht mit seinen krachenden Gitarren und den Stakkatosound aus den Synthesizern ziemlich nach vorne. Eine der seltenen Ausbrüche einer sonst ruhigen CD. Auch Album Nr. 9 lässt keine Wünsche für den DOD Fan offen!


Noise Terror Vol.2
Noise Terror Vol.2
Preis: EUR 11,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der zweite Angriff auf das Trommelfell, 17. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Noise Terror Vol.2 (Audio CD)
Der zweite Angriff auf das Trommelfell startet mit einem Countdown, ehe dann die wummernden Bässe und die fetten Synthieparts einem um die Ohren schießen. Auf „Noise Terror“ kommen wieder mal die härtesten Bands der Electroszene zusammen, um mit verzerrten Stimmen und unglaublich viel Drive 15 Lieder lang richtig Gas zu geben, so dass man eigentlich nicht eine Minute, geschweige denn Sekunde ausruhen kann. Das Output ist aber nicht einfach eine Zusammensetzung irgendwelcher Tracks, die man schon zu Genüge gehört hat, sondern eine feine Mischung interessanter Remixe, rarer Stücke oder bisweilen unveröffentlichter Tracks. Und so treffen auch hier wieder bekannte Bands wie Noisuf-X, Grendel oder die obligatorischen Suicide Commando (ohne denen scheinbar eh nichts läuft, wenn es um Dark Electro Sampler geht) mit noch unbekannten Acts wie Chaoskult, Reaxion Guerilla oder Sadiztik Injektion. Aber wer genau hinschaut, der sieht ja, dass es sich bei dem Sampler um ein Oeuvre aus dem Hause Dependent handelt (R.I.P.), und damit ist klar, dass die Newcomer sicherlich gut sind, ohne sie vorher angehört haben zu müssen. Wer es also hart haben möchte und den eisigen Minusgraden im November mit körperlicher Ertüchtigung trotzen möchte, der greife doch zur „Noise Teror 2“ und tanze sich warm.


When I'M Dead
When I'M Dead
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 12,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DISMANTLED - WHEN I'M DEAD, 17. November 2007
Rezension bezieht sich auf: When I'M Dead (Audio CD)
Es grenzt schon an Resignation, was Gary Zon, Mastermind von Dismantled, über sein eigenes Projekt sagt. Seiner Meinung nach ist nämlich Dismantled eigentlich nie wirklich in der Szene angekommen. Sein Vorgänger „Standard Issue“ wäre für ihn der Gradmesser gewesen für den Erfolg des Projekts. Aber Dismantled ist und bleibt einfach zu intelligent für die schwarzen Massen. Nichtsdestotrotz ist jetzt mit „When I’m Dead“ wieder ein ganzer Kosmos an guten Ideen eröffnet worden, so dass man bei Gary einfach nicht das Gefühl haben kann, dass er aufhören wolle. Er hat einfach zu viele Ideen, zu viele Visionen und zuviel Musik, als dass er die Segel streichen würde. Im Gegensatz zu den früheren Alben ist aber jetzt – just an dem Punkt, wo Dismantled eigentlich nach Garys Aussagen eigentlich nicht mehr überleben könnte – das Projekt so nah bei sich selbst wie nie zuvor. Die breiten, leicht orchestralen Flächen, die raue Stimme von Gary, die immer wie kurz vor dem totalen Zusammenbruch klingt und die intelligenten Rhythmen machen „When I’m Dead“ wieder zu einem besonderen Album. Und man kann spätestens bei diesem Werk sagen: Dismantled klingt wie Dismantled. Das Projekt hat seinen eigenen Stil, die innere Mitte ist gefunden. Und von da aus breitet sich eine wohlige Kälte aus – düsterer Elektro fernab von jedem Klischee und ohne Vorhersehbarkeit. Und auch mit sehr kontemplativen Momenten: „Under The Flood“ beispielsweise ist eines der schönsten Songs, die Dismantled je gemacht hat. In erster Linie werden aber die Songs wie „Wisdom“ und „Simple Machine“ die Hörer in Verzückung versetzen. Und gerade diese Stücke, die kompromissbereit mit Popelementen spielen, vielleicht auch neue Hörer gewinnen. Dismantled ist nicht tot, Dismantled wird ewig weiter leben. Ein geniales Album! Kauftipp!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 24, 2007 2:14 PM CET


Loudspeaker (Ltd.Digipack)
Loudspeaker (Ltd.Digipack)
Wird angeboten von andoja
Preis: EUR 21,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein heisser Anwärter auf das Album des Jahres!, 9. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Loudspeaker (Ltd.Digipack) (Audio CD)
Musiker sind eigentlich wie Köche. Sie versuchen, mit bestimmten Zutaten und Gewürzen, das Bestehende noch besser oder individueller zu gestalten. Dem geht natürlich ein jahrelanges Probieren voraus, bis man die richtige Mischung hat. Bei Destroid, der Band um Daniel Myer, Rinaldo Ribi Bite und Sebastian Ullmann ist es nicht anders. Mittlerweile hat die Band wohl ihre Mischung gefunden und auf „Loudspeaker“ präsentiert diese nun ihr Oeuvre. Die drei Jahre, die Destroid gebraucht haben, um ein neues Output zu produzieren, waren sehr ergiebig. Das neue Album ist das Genialste, was die Musiktüftler herausgebracht haben. War das frühere Werk noch etwas sperrig, so hat sich die Band den eingängigen Melodien geöffnet, setzt sie aber gleichzeitig gegen harte und spröde Beats, so dass ein spannender Soundcocktail entsteht. Dazu kommt die meistens unverzerrte Stimme von Daniel, die mittlerweile sehr durch ihre Emotionalität besticht (am ehesten vergleichbar mit Assemblage 23). „Loudspeaker“ beginnt nach dem einleitenden Song „Let Me Leave“ gleich mit zwei richtigen Knallern, „Bird Of Prey“ und „Revolution“, die deutlich zeigen, worauf es Destroid mittlerweile ankommt: Die Melodien werden immer mehr in den Vordergrund geschoben, allerdings bleiben die düsteren Momente weiterhin erhalten. Andererseits lebt beispielsweise das düstere „Only A Vision“ von seinen Beats und der monotonen Basslinie und dem klassischen Off Beat, die von interessanten Rhythmusspielereien durchbrochen wird. Die wunderschöne Ballade „Bittersweet Fate“ dagegen fängt fast akustisch an, ehe die Synthiebetten einsetzen. Als weitere Anspieltipps wären z.B. das poppige „Forever“ sowie das geniale „Mourn“ genannt, mit dem schliesslich das Album endet. 14 Songs, die wirklich spannend und vielseitig klingen. Ein sehr gutes Elektroalbum, das auf ganzer Länge überzeugen kann und nie langweilig wird. „Loudspeaker“ ist ein Dauerrotationskandidat und ein heisser Anwärter auf das Album des Jahres! Tipp!


Icolation
Icolation
Wird angeboten von the chocolate factory
Preis: EUR 9,50

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein musikalischer Ohrenschmaus und absoluter Kauftipp!, 31. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Icolation (Audio CD)
Dramatische Endzeitstimmung par excellence! Das bietet yelworC! Wer kennt es nicht, das Gefühl des auf und ab, das Licht am Ende des Tunnels sehen und dann herrscht plötzlich doch nur noch Dunkelheit. Der neue Longplayer von yelworC schafft eine sehr einzigartige Atmosphäre des Verstandenwerdens. Läutet der Opener „Lord Of The Three“ das Inferno gemässigt und mit bedrohlicher Stimmung ein, so bekommt man durch den nachfolgenden Song „In The Purgatory“ gleich zu spüren womit man es zu tun hat. Dramatische, elektronische Sequenzen mit kräftigen Gitarrenriffs setzen ein Statement zu Beginn. Mit „Without Remorse“ folgt ein organisch knallender Clubkracher, woraufhin mit dem Titelsong „Icolation“ ein Song an der Reihe ist, der, neben vielen anderen dieser CD, so viele Elemente beinhaltet, dass es sehr erstaunlich ist wie trotz der Dramatik solch betörende Stimmung verbreitet wird. Mit Horrorsamples beginnt „Lost Futile“ und macht gleich mit peitschenden Bassläufen und aggressivem Gesang und gezielt gesetzten Riffs weiter. Aufgrund der Instrumentierung wirkt „Phantoms Of Conscience“ in gewisser Art hektisch und cool zugleich. „Inner Monologue“ bildet einen dramatischen Höhepunkt von „Icolation“. Das eingängige „Ecco Mundo“ zeigt, dass anspruchvolle Musik clubtauglich ist. Bei „Personal Hell“ singt Connie allein, was sehr gut zum Groove und der Anspannung des Tracks passt. Den perfekten Soundtrack findet der Hörer in „The Bells Of Waiting“, „The Shrine Of Illusion“ und „Essence Awake“. Soundscapeartige Gebilde erschaffen einerseits etwas sehr Grosses und Erhabenes, auf der anderen Seite etwas sehr Hoffungsloses und Melancholisches. Kopfkino für zu Hause und Futter für die Clubs bietet das von der „Eclosion“-EP bekannte „Dark Thorn“ in einer neuen Version und „Reason And Refusal“, was an Bombast kaum noch zu überbieten ist. Bei „Masks Off!“ denkt man sofort an ein grossartiges Orchester mit Streichern, welches ein Feuerwerk der Verausgabung abfeiert. Einen Bogen zum Vorgängeralbum „Trinity“ schlägt stilistisch unter anderem das anspruchsvolle „Purple Blood“. „Secret's Trace“ bildet mit einem Wechselspiel aus Peters und Connies Gesang das Ende des genialen Longplayers. Das neue yelworC Album erscheint in einem aufwändigen Digipack mit 24-seitigem Booklet mit Artworx des genialen Künstlers Joachim Luetke. „Icolation“ ist bezaubernd, packend, treibend, dramatisch, atmosphärisch und vielschichtig! Ein perfektes Dark Electro Album das seines Gleichen sucht! Ein musikalischer Ohrenschmaus und absoluter Kauftipp!


Pulse of Pain
Pulse of Pain
Wird angeboten von InfraRot
Preis: EUR 22,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ganz grosses Synthpop-Kino!, 24. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Pulse of Pain (Audio CD)
Das zweite Werk der Schweden ist sicherlich so etwas wie ein Wegweiser für die Band. War das Debüt „Ultimate Sky“ sozusagen der Testballon, so wird jetzt mit „Pulse Of Pain“ die Rakete gezündet. Schon im Vorfeld konnten sie überzeugen. Die Auskopplung „The Nomad“ zeigte, dass sich in Sachen Songwriting viel getan hat. Dieser Song eröffnet auch das Album und bringt gleich deutlich das zum Ausdruck, was Michigan wichtig ist. Es geht um Songs, die durch ihre Melodien, weniger durch die Rhythmen leben. Daher kommen dann solche Stücke wie das sphärisch schöne „The Juveniles“ und „The Gravity“ besonders gut an. Auch „Mysterious (Infected World)“ arbeitet mit den ruhigen, wabernden Sounds, einer sehr zerbrechlichen Stimme, die zwar immer wieder anschwillt, aber nie richtig ausbrechen mag und vielen Streichern. Damit sind sie natürlich sehr nah den Depeche Mode, aber auch bei diesem Werk zählt einfach die Art und Weise, wie sie es machen. Und sie machen es einfach unverkrampft. Das zweite Werk scheint sogar vor noch mehr Selbstbewusstsein zu strotzen. Allerspätestens bei „Demon’s Inside“ merkt man, dass die Jungs viel gearbeitet haben. Mal sehen, wie sich die Jungs machen werden. Ein riesen Potential haben sie auf alle Fälle!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2009 11:24 PM CET


Borderline
Borderline
Preis: EUR 13,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein gewaltiges und vergewaltigendes Werk, 24. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Borderline (Audio CD)
Eine Explosion: Tausend kleine Teil sprengt es in alle Richtungen, Feuer und Geschrei, und danach bleibt nichts mehr übrig, ist alles verloschen und ausgebrannt. So lässt sich das neueste Werk von Painbastard beschreiben. „Borderline“ ist ein gewaltiges und vergewaltigendes Werk. So schonungslos offen war Mastermind Alex P. noch nie. Er geht mit sich und seinem Leben ins Gericht und verarbeitet seine schweren Stunden in seinen Songs. Und gerade wenn ein Künstler so etwas macht, also sich und seine Seele der Öffentlichkeit preisgibt, dann wird das Kunstwerk wahrhaftig und dadurch gut. Und genau das ist der Grund, warum „Borderline“ das beste Werk vom Painbastard geworden ist. Das Album folgt einem Konzept, das die innere Zerrissenheit zwischen Wut und Melancholie verdeutlichen soll. Konsequenterweise wird die Sektion, die die Wut beschreibt, extrem hart gehalten. Das Album startet daher wie ein Paukenschlag. „Borderline“ und „Digging Our Own Graves“ sind mit einer solchen Härte und Aggression vorgetragen, die so authentisch wie nie zuvor klingt. Musikalisch irgendwo in der Nähe von Hocico etc, hat sich der Painbastard darauf konzentriert, die Stücke trotz aller Härte eingängig zu gestalten. Nach neun Stücken zum Thema Wut (unter anderem mit Gastsängern von Dementi und Amnistia) folgt die Melancholie, die von einem klassischen Stück eröffnet wird, nämlich Beethovens „Mondscheinsonate“, natürlich in einer postindustriellen Version, die aber nicht minder interessant ist und entfernt in dem Stück „Liebe, Die Verbrennt“ wieder aufgegriffen wird. Insgesamt sind diese Stücke wesentlich ruhiger, allerdings ist die Aggressivität immer noch vorhanden als klares Markenzeichen von Painbastard. Ein starkes Werk!


The Plague
The Plague
Wird angeboten von TIPTOP EU
Preis: EUR 177,25

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aushängeschild des melancholischen Darkwaves, 24. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: The Plague (Audio CD)
Wenn es um Melancholie geht, ist Diary Of Dreams sicherlich Ansprechpartner Nummer 1. Adrian Hates’ sonore Stimme, dazu die sinistren Elektroteppiche und schleppenden Beats lassen eigentlich kaum noch Hoffnung auf Besserung aufkommen. Nach einer kleinen kreativen Pause geht es nun weiter: „The Plague“ ist ein Vorgeschmack auf das, was den Fan auf dem neuesten Album erwarten wird. Der Titelsong ist in zwei sehr variierenden Versionen vertreten, zum einen eher düster-schleppend und bedrohlich, und zum anderen clubtauglich. Gerade diese Version wird sicherlich wieder Einzug in die Clubs finden. Der nächste Song auf der Single ist „Allocution“, das einmal mehr die Hoffnungslosigkeit und das Fatalistische von Diary Of Dreams deutlich macht. Abgerundet wird die Scheibe mit einer neuen Version vom Klassiker „Traumtänzer“, die allerdings dem Original nicht das Wasser reichen kann. Trotzdem belegt „The Plague“, dass Diary of Dreams immer noch eine Menge Energie besitzt, um den Hörer zu fesseln. Musikalisch wird zwar nichts Neues geboten, aber allein die Energie und die Kraft, die in jedem der vier Songs innewohnt, macht Diary of Dreams einfach zum Aushängeschild des melancholischen Darkwaves.


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